Montag, 6. April 2020

Engadin im Frühling und ein Konfekt (nachgebacken)


Zur Aufmunterung in Zeiten wie diesen zeige ich euch ein paar Frühlingsbilder... nein, leider nicht von heuer, sondern aus den vergangenen zwei Jahren aus dem Engadin... genauer aus dem ältesten Nationalpark der Schweiz "Engadin" und Val Müstair - Biospärenpark an der Grenze zu Südtirol.


Bisher war ich zweimal dort wandern (klick, klick - hier ist das 1. und letzte Foto aus dem Engadin, die anderen aus Südtirol), leider immer nur kurz.
Aber diese beeindruckende Gebirgslandschaft hat es mir angetan und ich mag die Almen, Wälder und die urigen Dörfer einfach sehr! Irgendwann bleibe ich dann länger dort!


Ein altes Wärterhäuschen im Dorf Zernez, das moderne Gebäude rechts ist das Nationalparkzentrum mit sehr interessanten Ausstellungen. Es ist in nachhaltiger Leichtbetonbauweise errichtet und auch deshalb sehenswert. 


Im Frühling sind die Bergwiesen mit weißen Krokkussen übersät. Ob es hier wohl auch die lila Frühlingskrokusse gibt... ich hab keine gesehen. 


Wälder mit Lärchen, die im Frühling so schön grün leuchten. 



Die Almen sind im Frühling noch sich selbst überlassen, das Vieh aus den Tälern wird erst später herauf gebracht. 


grün!

knorrig!

süß!

Diese süßen Häppchen musste ich gestern sofort nachbacken, nachdem ich sie bei Andy lieberlecker gesehen hatte. Er nennt es Bündner Nusstorten Konfekt. Graubünden und Engadin ist für mich eins bzw. liegt natürlich das Engadin im Kanton Graubünden, daher nenne ich sie...


Engadiner Nusshäppchen - ein haps und weg
frei nach Andy lieberlecker

Mürbteig:
(eine Hälfte für 1 Blech, ca. 30 Keks à 4 cm DM, die andere Hälfte des Teiges habe ich anderweitig verwendet)
300 g Dinkelmehl
150 g Butter
70 g Zucker
1 Ei
1 Prise Salz
1 bio Zitrone oder kl. Orange, die abgeriebene Schale

Karamell:
(halbe Menge vom Originalrezept)
75 g Kristallzucker
optional 10 % Wasser = 7,5 g
1 EL Honig
100 g Walnüsse, grob gehackt
75 g Schlagobers / flüssige Sahne


Für den Teig alle Zutaten rasch zu einem schönen Mürbteig verkneten und eine Weile kühl rasten lassen.
Das Rohr auf 180°C vorheizen.
Den Teig (bei mir wie gesagt die Hälfte) auf der bemehlten Arbeitsfläche auswalken, ca. 5 mm dick. Kreise ausstechen. Ich fand Kreise im Durchmesser von 4 cm am schönsten, 5 cm war mir zu groß.
Die Keks etwa 10 Minuten hell backen.

Für da Karamell habe ich Zucker und Wasser unter Rühren hellbraun karamellisiert, dann wird der Honig eingerührt, die Nüsse und zum Schluss das Obers. Es entsteht eine schöne braune Nusskaramell-Masse.


Fertigstellen: Mit einem kleinen Löffel wird nun das sehr kurz überkühlte Nusskaramell auf die Keks gehäufelt. Achtung! Ist das Karamell noch zu heiß und flüssig, rinnt es eher runter... kühlt das Karamell zu sehr aus, ist es hart ;-)
Nur noch ein wenig Staubzucker über die Häppchen stäuben und dann sofort genießen!


Wie gesagt... ein haps und weg! Sensationell im Geschmack! Aber bitte nicht zu viel auf einmal essen, es droht der Zuckerschock...

Idealerweise geht man nach dem Genuss wandern oder wenigstens spazieren, was ja erlaubt ist, oder?!




Samstag, 4. April 2020

hautverträgliche Händedesinfektion selbst gemacht


Beitrag enthält Werbung in Form von Produktnennung, not spondered!

Meine Lieben, das Hände-desinfizieren steht momentan ja hoch im Kurs... so habe ich mich heute in meine "Kosmetikküche" gestellt und eine duftende hautschmeichelnde Flüssigkeit gerührt.

Der Alkoholgehalt sollte laut Empfehlungen, um gegen Viren aktiv zu sein, über 65 – 75 % liegen bzw. 2/3 Alkohol-Anteil in der fertigen Mischung. 

Verwendet man Weingeist mit 96 % Alkoholgehalt, kann er mit abgekochtem/destilliertem Wasser oder niederprozentigem Alkohol ein bisschen verdünnt werden. Möglich wäre es, auch nur Klosterfrau Melissengeist zu nehmen, der hat 80 % (aber den hatte ich heute nicht).


Notwendig dafür sind eine Mikrowaage, die kleinste Gewichtseinheiten messen kann, ein sterilisiertes Glasgefäß zum Rühren, optional Rührstäbchen, ein kleiner Trichter und idealerweise Sprühfläschchen aus Glas. Ich habe ein leeres Flascherl, wo flüssiges Deo drin war, verwendet. Es lohnt sich, solche Glasgefäße aufzuheben!
Utensilien gibt es in Wien und online zum Beispiel bei der Kosmetikmacherei (Werbung, aber not spondered, unverlinkt, unaufgefordert)
Weiters braucht man Weingeist oder einen anderen wirklich hochprozentigen Alkohol zum Desinfizieren (Schütteln, Sprühen) des Equipments.

Das Rezept unten habe ich mir aus den Weiten des www zusammengebastelt. Man kann es ruhig Daumen mal Pi machen... wichtig ist nur, wie gesagt, dass 2/3 der Menge Alkohol sein sollen.


flüssiges Desinfektionsmittel für die Hände

40 g Weingeist 96 %
10 g abgekochtes oder destilliertes Wasser
ca. 18 g Aloe vera Gel (Apotheke)
5 Tropfen ätherische Öle nach Belieben (zB. Teebaum-, Lavendel-, Eukalyptusöl etc.)

Die Herstellung ist einfach: alle Zutaten miteinander verrühren und abfüllen.


fertig! Bei Bedarf  die Hände besprühen und gut verreiben. 

Der Alkohol sorgt für Desinfektion und das Aloe vera Gel macht die Sache schön hautfreundlich. 
Das Sprühfläschchen ist auch ideal zum Mitnehmen in der Handtasche! So ist man jederzeit gerüstet...


Kommt gut durch die Krise und bleibt alle gesund!!
Liebe Grüße aus Wien



Donnerstag, 26. März 2020

DIE Krautsuppe


Vor mehreren Jahren wurde die Krautsuppe bzw. Kohlsuppe in der Fastenzeit zum Entschlacken und Abnehmen sehr propagiert. Wenn ihr euch erinnert, die "Krautsuppendiät" ging durch sämtliche bunte Zeitschriften... der Abnehmeffekt soll sich dadurch ergeben, dass Kraut bzw. Kohl schwer verdaulich ist und der Körper daher vermehrt Energie einsetzen muss, um diese pflanzlichen Faserstoffe abzubauen.

Mittlerweile ist der Hype abgeflacht, aber neulich habe ich wieder an diese fast vergessene, gesunde Krautsuppe gedacht. Sie hat mir früher immer geschmeckt und so habe ich sofort einen großen Topf Suppe gekocht. Sie schmeckt nicht nur toll, sondern ist basisch, stärkt das Immunsystem und ist eine ideale Restlverwertung von allerlei Gemüsen.


Krautsuppe Kohlsuppe vegan
(für einen mittelgroßen Kochtopf)

ein wenig gutes Öl
1/2 Kopf Weißkraut / Weißkohl
4 mittlere Erdäpfeln, geschält
1 Karotte
1 gelbe Rübe
(optional Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, andere Gemüse)
1 Dose, ca. 400 g ganze Tomaten
Salz, Pfeffer
Chili für eine angenehme Schärfe
1 schwacher TL (Birken-) Zucker
Kümmel ganz oder gemahlen je nach Belieben (ich nehme reichlich ganzen Kümmel)
etwas Thymian oder eine Hildegard von Bingen-Gewürzmischung (Quendel, Ysop, Galgant, Bertram)
1 Lorbeerblatt

Das nicht allzu fein nudelig geschnittene Kraut und das würfelig geschnittene Gemüse in etwas Öl sanft anbraten.
Würzen, die Paradeiser dazugeben und diese mit dem Kochlöffel grob zerteilen.
Dann mit Wasser aufgießen (die Dose ausspülen und dann fachgerecht entsorgen!). Das Gemüse soll zu etwa 3/4 mit Flüssigkeit bedeckt sein bzw. je nach dem, wie "suppig" man es mag.
Die Suppe zugedeckt gar köcheln lassen, dann abschmecken und genießen!

Es lohnt sich, gleich mehr zu kochen, da die Suppe auch aufgewärmt am nächsten Tag bestens schmeckt!


Ob die Krautsuppe jetzt super zum Abnehmen und Entschlacken wirkt oder nicht... mir ist das egal, sie schmeckt auf jeden Fall wirklich fantastisch, finden wir! Bei uns wird es sie jetzt wieder öfter geben. Empfehlung!

Mögt ihr diese Suppe auch gern? Wie macht ihr sie?




Montag, 23. März 2020

Kochen gegen Hamstern, Lageräpfel und Granola


"Kochen gegen Hamstern" hat Brigitta ihre Idee für ein gemeinsames Genuss in rot-weiß-rot Kochen genannt. Hamsterkäufe sind trotz der derzeitigen Krisenzeit bei uns ja wirklich nicht notwendig, die Supermärkte sind geöffnet und nach dem Ansturm in der letzten Woche ist das komplette Sortiment verfügbar.

Eine gewisse Notration zu Hause zu haben, ist aber zu jeder Zeit sinnvoll. Was habt ihr denn so gelagert? Bei mir auf dem Balkon ruhen zum Beispiel immer Zwiebeln und Kartoffeln in alten Tontöpfen - zumindest in der kalten Jahreshälfte. Äpfel halten sich momentan draußen auch gut. 

Trockenvorräte, Gläser etc.

Vorräte machen aber nur Sinn, wenn sie regelmäßig kontrolliert und verarbeitet werden, und nicht etwa schlussendlich im Müll landen wie so viele Lebensmittel.
Bei meinen Winteräpfeln auf dem Balkon finde ich das besonders heikel, aber wenn sie nicht mehr "schön" und knackig sind, gibt es eben Kompott, Mus oder Crumble. Ein solches schmeckt uns mit selbstgemachtem Granola momentan am besten und ist blitzschnell fertig, vorausgesetzt Granola ist vorrätig ;-)


Granola mit Mandeln
vegan und zuckerfrei

100 g Mandeln (ganz) mit Schale
50 g gestiftelte oder gehobelte Mandeln
70 g Haferflocken
30 g Kokosflocken
100 g flüssiges Kokosöl

Das Backrohr auf 170°C vorheizen.
Die Mandeln (ganz) im Zerkleinerer nicht allzu fein mahlen und mit den anderen trockenen Zutaten und dem Öl vermischen.
Auf einem Backblech + Papier im Ofen etwa 20 Minuten goldgelb backen, dazwischen auflockern und wenden. Aufpassen, dass es nicht zu dunkel gebacken wird.
Granola gut auskühlen lassen und in einem Glas aufbewahren. Es passt für Crumble und zum Bestreuen von Porridge (Haferbrei) und allerlei Desserts.

Ich habe die doppelte Menge gemacht, was für ein Backblech aber ein bisschen viel war und öfter gewendet werden musste. 



Crumble mit Äpfeln
vegan

pro Person 1-2 Äpfel, je nach Größe
1/2 - 1 bio Zitrone oder Orange, Saft und Schale
1 EL Kristallzucker
1/2 EL Kokosöl

Die Äpfel schälen, achteln und mit Zitronensaft und Schale marinieren.
Das Backrohr auf 180°C vorheizen.
In einer Pfanne, die für Herd und Ofen geeignet ist, wird das Kokosöl gemeinsam mit dem Zucker hell karamellisiert. Die Äpfel samt Flüssigkeit dazugeben und unter Rühren kurz braten (je nach Apfelsorte), sie sollen kernig und nicht allzu weich werden.
Die Äpfel mit reichlich Granola bestreuen und im Rohr etwa 10 - 12 Minuten überbacken (da Granola ja bereits gebacken ist, ist das Überbacken der Äpfel zack-zack fertig).
Noch warm servieren, mit zB. Eis oder Nice-cream (mit gefrorenem Obst gemixt).


Ich muss sagen, dass mir die Süße von dem bisschen Karamell und von den Äpfeln vollauf genügt, ich brauche keinen extra Zucker im Granola. Allerdings koche ich Apfelkompott und Mus auch nur mit Zimt und ganz ohne Zucker. Wer es also gern süßer mag... 
Bei Susi Turbohausfrau findet man übrigens ein reichhaltigeres, spezielles Granola mit Schokolade und Kaffee. 


Gerade in Zeiten wie diesen tut ein warmes Dessert Geist und Körper so gut! Wie sieht das bei euch aus?


Linkliste in rot-weiß-rot:

Susi Turbohausfrau mit gefüllten Erdäpfeln

Brigittas Kulinarium: Mohn- und Nuss-Bröselnudeln
und danke dir fürs Organisieren!

Daniela, Linzer smiley: Pikantes mit Haferflocken

Michaela, Genussatelier Land mit Krautfleckerln

Maria Mädel vom Land liegt mit Grippe im Bett, gute Besserung!





Dienstag, 17. März 2020

von Weißdorn und Bärlauch im Wienerwald


SIE dürfen in Zeiten wie diesen unbehelligt zu ihren vielen "Arbeitsplätzen" fliegen und auch Imker haben zum Glück die Erlaubnis, um zu ihren Bienenvölkern fahren und sie versorgen zu dürfen.
Ich selbst darf ohne Genehmigung jetzt gar nicht mehr an meinen Arbeitsplatz fahren und Homeworking ist endlich auch offiziell nicht nur stillschweigend und zähneknirschend geduldet, sondern sogar angeordnet... für mich sehr angenehm im Moment und außerdem sowieso alternativlos.

Hoffen wir, dass der Corona-Kelch bald an uns vorübergeht!

In den Weißdornbüschen, die jetzt bei uns in voller und wundervoller Blüte stehen, summt und brummt es, dass es eine Freude ist! Sich die Füße zu vertreten, ist ja erlaubt und in meiner unmittelbaren Wohngegend lässt es sich recht schön spazierengehen.

Die Blüten und Blätter des Weißdorns können jetzt sorgsam gepflückt werden, um sie für Tee zu trocknen. Besser wäre es allerdings bei zunehmendem Mond, also vielleicht noch bis Monatsende warten. Weißdorn ist gut besonders für das Herz und die Durchblutung der Herzkranzgefäße. Er wirke wie ein Liebesbrief an unser Herz, habe ich gelesen (klick, Werbung durch Namensnennung)... klingt das nicht schön?
Notiz für mich: Im Herbst dann die Weißdorn-Beeren sammeln, trocknen und dem Blüten-Blätter-Tee beimengen! 

Letzte Woche konnten wir im Wienerwald den ersten zarten Bärlauch sammeln, er hat aber noch nicht das ausgeprägte "Knofelaroma", finde ich, und braucht noch ein bisschen mehr Sonne und Wärme. Herrlich ist das frische Grün trotzdem!


Im urigen "Häuserl am Stoan" im Wald oberhalb von Salmannsdorf (Werbung für die Zeit nach Corona, aber not sponsered!) genossen wir, erstmals heuer im Freien sitzend, ein besonderes Bärlauchgericht - einen Bärlauchzander mit Bärlaucherdäpfeln. Ich habe vergessen zu fragen, nehme aber an, dass die Fischfilets in Backteig getaucht waren und vor allem die Hautseite mit reichlich Bärlauchbutter recht knusprig gebraten wurde. Es schmeckte fantastisch und ist bei mir zum Nachkochen vorgemerkt!


Ein gesundes Bärlauch-Nudelgericht, das auch neben Homeworking schnell fertig ist, sind diese Nudeln und reichlich gebratene Zucchiniwürfeln, mit grob geschnittenem Bärlauch und Feta-Würfeln vermengt. Perfekt!
Ich koche übrigens derzeit zu Hause, anders als sonst im Berufsleben, TÄGLICH und genieße es immer mehr! Santa Corona sei Dank... (klick für Nachlese)  



Ein weiteres schnelles und gesundes Gericht waren die genialen Polenta-Erdäpfel-Nocken von hier, aber mit weißem Landmais (klick) zubereitet. Am 2. Tag (siehe oben) habe ich Reste davon mit ein bisschen Bärlauchpesto vermengt und mit Käse kurz überbacken.
Dazu ein feines Ratatouille, wobei ich die würfelig geschnittenen Melanzani / Auberginen gern extra im Ofen brate und zum Schluss nur mehr im fertigen Gemüse ziehen lasse. Auch dieses Gericht wird es bald wieder geben!



Zurück in den Wienerwald - hier werden übrigens in sensiblen Gebieten Pferde für Holzbringungsarbeiten eingesetzt, die also die geschlägerten Stämme behutsam aus dem Wald ziehen. Ich habe die Pferde schon öfter in Aktion gesehen, auf dem Foto sogar an einem Sonntag. Es "arbeitet" sozusagen immer nur ein Pferd mit seinem Menschen, die anderen beiden Rösser machen Ruhe- und Fresspause ;-)
Ist das nicht eine tolle Sache?

Liebe Grüße aus Wien und bleibt gesund!



Dienstag, 10. März 2020

eine Lanze für Soulfood Porridge vulgo Haferbrei


Heute möchte ich eine Lanze brechen für den guten alten Haferbrei! Noch vor kurzem hätte ich nur "igittigitt" gesagt und mich abgewendet, doch seit einiger Zeit genieße ich den morgendlichen warmen Haferbrei oder Porridge umso begeisterter!

Ich finde, er ist richtiges Soulfood und tut Körper und Geist warm zum Frühstück soo gut. Er schmeichelt sich so richtig in den Magen rein, hilft der Verdauung und macht angenehm satt. Haferflocken enthalten reichlich Ballaststoffe, hochwertiges Eiweiß, Eisen und Magnesium.


Getreidebreie werden als die ältesten zubereiteten Speisen in der Menschheitsgeschichte angesehen... als die Menschen in der Jungsteinzeit begannen sesshaft zu werden und Getreide anzubauen, je nach Gebiet vor mehr als 10.000 Jahren. Der nächste Entwicklungsschritt der Menschheit war vom Brei zum Brot. Ist das nicht eine faszinierende Geschichte? 


Der Fantasie bei der Zubereitung des Haferbreies sind keine Grenzen gesetzt, auch was die Toppings betrifft. Denn viele Früchte obenauf oder manchmal sogar ein extra Fruchtsalat (siehe  oben) muss er bei mir schon haben, andererseits verzichte ich bewusst auf Nüsse und Milchprodukte in der ersten Tageshälfte...



mein morgendlicher Haferbrei 
  • Für eine Portion nehme ich 2-3 Esslöffeln bio Haferflocken mit doppelt Wasser und einer kleinen Prise Salz und lasse sie einmal aufkochen. Vom Herd nehmen und ein paar Minuten quellen lassen. 
  • In der Zwischenzeit schneide ich schnell etwas frisches Obst in kleine Stücke, meist Apfel, Birne, Banane, je nach Vorhandensein. Sehr erfrischend ist eine filetierte oder am Vortag mazerierte Orange (klick). Gerne pochiere ich dünne Spalten von Apfel oder Birne in etwas Wasser mit einer Zimtstange, das geht ratz-fatz. Tiefkühl-Beeren machen sich ebenfalls gut, die ich schnell mit ein wenig (Birken-) Zucker und Wasser warm mache. 
  • In den nicht mehr heißen Haferbrei rühre ich 1/2 TL Honig und richte ihn mit den Früchten an. 
  • Zum Bestreuen schmeckt Zimt, Kakao oder eine süße Gewürzmischung gut. 


Wer isst genauso gern ein gesundes warmes Frühstück? Vielleicht habe ich ja euch Lust auf einen Haferbrei machen können? Bei Herrn Fliederbaum bin ich bislang nämlich gescheitert ;-)




Freitag, 21. Februar 2020

leichtes mildes Linsensüppchen und Nussbrot

der Majoran hat den Winter am Balkon bis jetzt gut überstanden

Nach meinem letzten Beitrag möchte ich ein kurzes "Lebenszeichen" von mir geben und mich nochmals für eure lieben Kommentare bedanken. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Überhaupt erlebe ich im Moment eine große Frauensolidarität von allen Seiten, die ich vor meiner Erkrankung so nicht erwartet hätte und wofür ich sehr dankbar bin! Einige wenige Männer mit eingeschlossen... 

Im Büro habe ich für alle sichtbar einen Spruch aufgehängt, der mir gut gefällt und den ich so wahr finde: 
Das Leben ist eine gemeinsame Reise und kein Konkurrenzkampf! 



Ich stehe auch schon wieder gern in der Küche und koche vor allem leichtes und gesundes Essen. Wie sehr oft in den letzten Monaten versuche ich mich eher vegan und nach Möglichkeit weizenfrei und zuckerarm zu ernähren, nicht immer gelingt es bzw. nicht immer mag ich es. Die heutige milde Linsensuppe und das bekömmliche (durch lange Gare) Sauerteig-Nussbrot erfüllen aber diese Kriterien. 


Kann denn eine Linsensuppe mild und leicht sein? Ja, aber... Linsen bzw. überhaupt Hülsenfrüchte gelten allgemein als eher schwer verdaulich, sind aber bekömmlich und sehr gesund, wenn ein paar Punkte beachtet werden. Allerdings gehen dabei die Meinungen auseinander und wenn man im www nachliest, kommen die unterschiedlichsten Aussagen. Ich für mich halte es so (siehe unten) und habe ein gutes Gefühl dabei...

  • Linsen und andere Hülsenfrüchte vor der Zubereitung immer in Wasser einweichen, mindestens eine halbe Stunde lang, idealerweise länger bis zu mehreren Stunden. Dann werden sie abgeseiht und noch gut abgespült. Dadurch wird das "Blähpotential" reduziert. 
  • Linsen mit doppelt Wasser und Gewürzen, wie unbedingt Lorbeerblatt und Kreuzkümmel bzw. "normalen" Kümmel, ausreichend lange, also nicht zu kurz, weich kochen. 
  • Je öfter man Hülsenfrüchte isst, desto besser verträgt man sie... echt! Es lohnt sich, vor allem Linsen häufiger zu essen, sie sind ein toller Eiweißlieferant und enthalten viele Ballaststoffe, B-Vitamine und Spurenelemente (Eisen, Zink etc.). 


Die heutige Linsensuppe ist an das Silvester-Rezept der Linsen-Papaya Suppe angelehnt. Statt Papaya habe ich einen mittelgroßen Apfel samt Schale in kleine Würfel geschnitten und mitgekocht. Er verkocht komplett und bringt der Suppe eine gewisse milde, leicht süßliche Note. 


Das Nussbrot Rezept mit Sauerteig und Roggen-/Dinkelmehl stammt von Sigrid  (Madame Rote Rübe). Es enthält viele Walnüsse und auch einen Apfel, den ich samt Schale in den Teig gerieben habe. Die grob gehackten Walnüsse habe ich, anders als im Originalrezept, ehrlich gesagt, einfach so in den Teig gemischt und kein extra Brühstück gekocht. Gewürzt habe ich mit meiner feinen Hildegard-Mischung von Bertram, Galgant, Quendel, Ysop, die sehr gut zu Brot passt. 


Sigrid, das ist wirklich ein wunderbares Brot! Es schmeckt mit Butter, aber auch ganz oben ohne! 


Liebe Grüße an alle!



Dienstag, 11. Februar 2020

Impressionen aus meiner Welt


Der Sturm brachte in Wien zum Glück nur Regen, das erste Gewitter und sogar ein bisschen Sonne! Das ergab einen schönen Regenbogen, und ich hatte das Gefühl, er leuchtete nur für mich!

Blick durch das regennasse Fenster auf die schönste Müllverbrennungsanlage ever 😁
(von Hundertwasser phantastisch geplant)

 Was gibt es denn heute...

mmmhh... Lachsfilet, Schmor-Gemüse und Kartoffel-Pastinaken Püree, das muss ich zu Hause auch wieder machen! Den erfrischenden Blattsalat zu jedem Essen liebe ich mittlerweile sehr und will ihn nicht mehr missen.

Leichte Kost schmeckt mir zurzeit am besten, wie ein bunter Gemüsereis und immer wieder klare Gemüsesuppen. Nicht aufregend, aber wohltuend 😍


Alles ist gut! Und alles wird gut!

Ich appelliere an euch Frauen, vergesst NIE aufs Abtasten der Brust und geht regelmäßig zur Mammographie.

Liebe Grüße aus Wien