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Dienstag, 14. Oktober 2025

knusprige Pilze



gesehen vor einigen Jahren in einem Wald im Salzburger Land

Schwammerl und Pilze sammeln ist in manchen Gebieten in den Alpen echt ein Reizwort und als Waldbesitzerin kann ich gut verstehen, wenn anderen der Kragen platzt. Auch die Parasolpilze in meinem Wald in Niederösterreich werden mir oft weggeschnappt...



Im Urlaub gehen wir zwar auch gerne Schwammerlsuchen, aber es geht uns mehr ums Naturerlebnis im Wald. Wenn jeder nur so viel sammeln würde, wie in 1 - 2 Mahlzeiten für den Eigenbedarf verbraucht wird, wäre es wohl kein Problem. Siehe auch die "ehrenvolle Ernte" der indigenen Völker Amerikas, also den Grundsatz, nur die Hälfte zu ernten, dass für andere und die Natur noch etwas übrig bleibt (Info, im Beitrag ganz unten).

Säckeweise und womöglich zu kommerziellen Zwecken in fremden Wäldern Pilze zu pflücken, finde ich daher rücksichtslos und es ist eigentlich auch verboten (maximal 2 kg pro Person und Tag sind in Ö erlaubt, was ich aber sehr viel finde). Aber wo kein Kläger, da kein Richter, oder?

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Genug gesudert (gejammert) - ich freue mich, dass Felix ein so schönes herbstliches Blogevent mit Pilzen aller Art bei Zorra ausrichtet! Ich bin für mein Gericht auf dem Markt Pilze kaufen gegangen und habe heute Kräuterseitlinge und braune Champignons bekommen.




knusprige Pilzspieße mit Kichererbsen und Salsa verde

frei nach Ixta Belfrage aus "Mezcla"

Zutaten für 2 Pers. als Hauptspeise:

Pilze:
ca. 300 g frische Pilze, zB. aus der Pilzfamilie der Seitlinge (Pleurotus), wie Kräuterseitlinge oder Austernpilze, alternativ Steinpilze, Champignons...

Chili-Öl:
reichlich Olivenöl (im Original nur 2 EL, das ist zu wenig)
30 g Harissa oder ein anderes Schärfeprodukt
Chili nach Belieben
Salz
1 Prise Zucker

Kichererbsen:
1 Glas gegarte Kichererbsen, ca. 220 g Abtropfgewicht, sie sollen Raumtemperatur haben
1 - 2 Knoblauchzehen, fein gehackt oder durchgepresst
Salz
Chili
1 bio Limette, die abgeriebene Schale und 1 EL Saft
Olivenöl
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1 EL griechisches Joghurt

Salsa verde:
1 Bund frische Korianderblätter und/oder Petersil, klein geschnitten
1/2 Bund Schnittlauch, ebenso
2 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1/2 EL Limettensaft
Salz

zum Anrichten:
optional 1 EL griechisches Joghurt pro Person (ich nicht)
Meersalzflocken
übriges Chili-Öl oder Garsud vom Grillen der Pilze

Kokosjoghurt statt griechischem Joghurt verwenden, dann ist das Gericht vegan!

Zubereitung:
  • Ungefähr 6 - 8 Metall- oder Holzspieße für die Pilze bereit legen, die Holzspieße müssen 20 Minuten in Wasser gelegt werden, dass sie beim Grillen nicht verbrennen!
  • Die Pilze putzen, kleine ganz lassen, größere halbieren oder vierteln bzw. große Seitlinge in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden.
  • Die Zutaten für das Chili-Öl in einer großen Schüssel verrühren und die Pilze vorsichtig damit rundum marinieren.

  • Das Backrohr auf 220°C Umluft oder 240°C O/U vorheizen und ein Backblech (mit Backpapier) bereit stellen.
  • Die Pilzscheiben mit Abstand zueinander auf die Spieße stecken und auf das Backblech legen. Im Ofen dann rund 20 Minuten grillen, bis sie knusprig sind. Bei mir dauerte es 25 Minuten.

  • In der Zwischenzeit die Kichererbsen abspülen und marinieren. Die Hälfte davon mit Joghurt zu einem Stampf grob mixen oder stampfen, dann abschmecken.
    Wer will, kann den Stampf leicht erwärmen, aber eigentlich wird er zimmerwarm serviert.
  • Aus den angegebenen Zutaten die Salsa verde mischen. Von der Salsa bleiben wahrscheinlich Reste.
Anrichten:
  • Den Stampf und die marinierten Kichererbsen mittig auf Teller anrichten und die Spieße frisch und heiß (!!) aus dem Ofen darauf legen. Alles mit Salsa verde beträufeln und mit Meersalzflocken bestreuen. Wer noch Chili-Öl übrig hat, kann auch dieses darüber geben oder etwas vom Garsud (ich).

Pilzspieße ab in den Ofen




Felix und Zorra, ich hoffe, ihr seid genauso begeistert von dem Pilzgericht, wie wir es waren! Es schmeckte uns fantastisch, wieder eine "echte Ixta Belfrage", die uns mit ihren Rezepten noch nie enttäuscht hat.

Im Originalrezept werden die gesamten Kichererbsen zu einem Stampf verarbeitet, wir haben aber gerne zusätzlich Bisss, das hat gut gepasst. Dass Pilze beim Grillen teilweise (nicht alle) so schön knusprig werden, fand ich auch interessant. Ich muss beim nächsten Mal darauf achten, dass die Kräuterseitlinge gleichmäßig geschnitten sind. Insgesamt ein Volltreffer, Empfehlung!




Ein weiteres Rezept mit Kräuterseitlingen gibt es bereits auf dem Blog:

Kräuterseitlinge als veggie "Gans"





Deko gesehen in einem Bauernmarkt (nicht gekauft!)




Liebe Grüße aus Wien!



Donnerstag, 21. August 2025

Reibgerstl-Almsuppe

 

Die Himmel hängt tief und nass über der Almwiese und Wandern "muss" heute nicht sein. Ein Ruhetag ist immer gut und ich verziehe mich eine zeitlang in die Küche mit dem alten Holzofen.


Ein kleiner Rest dieser "Beute" vom gestrigen Schwammerlsuchen ist auch noch da. So stelle ich als erstes eine klare Gemüsesuppe zu und werde ein paar Eierschwammerl zum Schluss dazu geben.


Dieses Kochbuch (unbezahlte Werbung, ich habe es selbst gekauft) wartet jedes Jahr in der Almhütte auf mich, wenn wir im Sommer wieder hierher kommen. Es ist ist eine Fundgrube für alte Rezepte aus dem Lavanttal in Kärnten. Die Autorin bloggt auch als "Lovntolerin" und sammelt Rezepte, so wie sie früher schon gekocht wurden.


Im Buch sind mir Reibgerstl als Suppeneinlage aufgefallen. Kennt ihr Reibgerstl bzw. wie heißt es bei euch?
In manchen Regionen in Österreich heißen sie Farferl und hier in Kärnten Farfalan. Vielleicht gehören Eiergraupen oder die ungarischen Tarhonya auch in diese Kategorie?


Grundsätzlich knetet man für Reibgerstl aus Mehl und Ei einen ganz festen Nudelteig und reibt ihn dann auf einer Reibe. Die kleinen runden Dinger kann man direkt in die fertige, klare Suppe einkochen.

Was so einfach klingt, ist händisch aber eine Herausforderung und Heidenarbeit. Der Nudelteig muss wirklich sehr fest und kalt sein! Ich musste den Teig durch die grobe Reibe eher mühsam durchdrücken als reiben.... 

Mit der Küchenmaschine sollte die Zubereitung des Reibgerstls auch gelingen, das kann ich aber erst zu Hause testen. Es gibt offenbar noch die Möglichkeit, die Zutaten mit den Fingern abzubröseln ähnlich wie Streusel, das habe ich nicht probiert.

Aber mein Reibgerstl (immer in der Einzahl) ist schlussendlich trotzdem zufriedenstellend und sehr gut geworden! Das mache ich sicher bald wieder.
Übrigens wird die Einlage für eine Eintropfsuppe aus den gleichen Zutaten wie Reibgerstl zubereitet, nur mit weniger Mehl und daher flüssiger...




Reibgerstl als Suppeneinlage

Zutaten für 3-4 Pers.:

ca. 100 g (Dinkel-) Mehl bzw. eher mehr nach Bedarf
1 Ei
eine gute Prise Salz

Zubereitung:

Bevor man mit dem Reibgerstl beginnt, sollte die klare Suppe fertig sein - bei mir wie gesagt eine einfache Gemüse-Kartoffelsuppe mit extra gebratenen Eierschwammerln und Almkräutern.

Das Ei mit Salz verquirlen und das Mehl einarbeiten. Der Nudelteig muss sehr fest sein, daher braucht es event. mehr Mehl, gerade so viel, dass es noch bindet. Ist der Teig allzu bröselig, dann hilft es, die Hand, die knetet, nass zu machen.

Den Teig dann eine halbe Stunde kühl rasten lassen. Ein hauchdünn bemehltes Tuch bereit legen und den Nudelteig auf einer groben Reibe auf das Tuch reiben.

Die Suppe aufkochen lassen. Das Reibgerstl mithilfe des Tuches in den Topf gleiten lassen, umrühren, dass sie nicht ankleben. Sobald sie oben schwimmen, sind sie fertig. Das geht blitzschnell und ist insgesamt ein echtes Wohlfühlessen!


Reibgerstl kann man auch trocknen und aufbewahren oder aber für Süßspeisen verwenden, aber das ist eine andere Geschichte...



Liebe Grüße, heute von der Alm!





Sonntag, 2. Februar 2025

Lichtmess Eintopf

 


Ist es heute am Feiertag Maria Lichtmess oder (keltisch) Imbolc nicht schon viel heller draußen als zuletzt? Sogar bei bedecktem Himmel merkt man deutlich, dass die Tage mit Anfang Februar spürbar heller und länger werden, oder?

Das Licht kehrt zurück und war schon vor Urzeiten so wie heute Grund zum Feiern. Die Farbe dieses Jahreskreisfestes ist weiß, oft liegt noch Schnee und lässt den Frühling erst erahnen. Dazu passt sehr gut ein eher leichtes, helles Gericht wie der heutige Eintopf, finde ich. Er ist gut vorzubereiten und wärmte uns auch nach dem Lichtmess-Waldspaziergang...




Gemüse Linsen Getreide-Eintopf, vegan

Zutaten für ca. 3 - 4 Pers.:

70 g getrocknete Berglinsen
1 Lorbeerblatt
1 Prise getrocknetes Bohnenkraut

30 g Dinkelreis
40 g (Roll-) Gerste

etwas Öl
1 helle Zwiebel
mandelgroß Ingwer oder Galgant, klein gehackt
2 Knoblauchzehen, ebenso
1/2 Lauchstange
1 Selleriestange
1 Karotte (hatte ich nicht)
1 Fenchelknolle
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2 Hände voll TK Erbsen
Salz und Pfeffer
getrockneter Thymian und Majoran
Chili je nach Schärfeliebe
ein Schluck Sojasauce
Schnittlauch, Petersilie oder Wildkräuter zum Bestreuen

Zubereitung:

Einen halben Tag vor dem Kochen (oder am Vorabend) werden Linsen, Dinkelreis und Gerste getrennt in kaltem Wasser eingeweicht. Vor der Verwendung abseihen und gut abspülen.
So sind sie alle bekömmlicher und dann schnell gegart.

Die Berglinsen mit doppelt frischem Wasser, Lorbeerblatt und Bohnenkraut zustellen und weich garen. Sie sollen aber nicht zerfallen und noch Biss haben. Durch ein Sieb abseihen und beiseite stellen.
Die Linsen werden lieber getrennt gekocht, sonst färben sie den Eintopf dunkel.

Zwiebel und das Gemüse (bis -----) in kleine Würfel schneiden und in etwas Öl langsam farblos andünsten. Dinkelreis, Gerste, Erbsen und die Gewürze beifügen und mit ein wenig Wasser aufgießen. Den Eintopf zugedeckt sanft köcheln lassen, bis die Getreidekörner weich sind. Dabei die Flüssigkeit kontrollieren - nicht zu trocken, aber es soll auch keine Suppe werden.

Zum Schluss die Linsen unterrühren, abschmecken und den Eintopf noch ein bisschen ziehen lassen. Mit frischen Kräutern bestreuen. 

Linsen und Getreidekörner eingeweichen



Der Eintopf schmeckte uns fantastisch, er ist wie gesagt leicht und gesund und nebenbei auch noch ernährungsphysiologisch ausgewogen! Für mich passen Linsen und Getreidekörner bzw. Reis immer gut zusammen. Das Ganze "lebt" auch von den verschiedenen Gemüsen, die man je nach Vorliebe und was die Gemüselade oder das Gemüse-Abokistchen hergeben, unterbringen kann. 

Der Eintopf erinnert mich an das wohltuende Kitchari aus der Ayurveda-Küche, wo auch Hülsenfrüchte, Reis und Gemüse kombiniert werden. Mit Vollkorngetreide kann man sich noch viel mehr Gutes tun... Dinkelreis zum Beispiel hat einen höheren Eiweißgehalt als "normaler" Reis und mehr Mineralstoffe und Vitamine. 


(unbezahlte Werbung)

Das Rezept kommt aus dem schön gestalteten Jahreszeitenbuch von der "Kräuterfee" Elisabeth Maria Mayer und von der "Wildmohnfrau" Renate Fuchs-Haberl. Sie haben für jedes (keltische) Jahreskreisfest Vorschläge für das Feiern in der Natur, für Rituale und für verschiedene Rezepte zusammen getragen, immer im Einklang mit der Natur, mit Wildpflanzen und den natürlichen Wandlungsphasen im Jahreskreis. Ich mag das Buch sehr gerne, nehme es zu den jeweiligen Jahreszeiten oft her und verfolge auch die interessanten matrifokalen Beiträge von Renate



Beim Waldspaziergang heute zu Lichtmess habe ich sogar schon die ersten Wildpflanzen gesehen, die sich vorsichtig aus der Erde wagen... Vogelmiere, Taubnessel (oben) und Sauerklee (ohne Bild) sind zwar jetzt noch ein bisschen zu klein und zart, aber schon bald super-vitaminreiche Wildkräuter zum roh Genießen.

Ich freue mich darauf, geht es euch auch so?




Montag, 20. Mai 2024

Weltbienentag und ein Honigdessert

 


Heute am 20. Mai ist wieder der UN-Weltbienentag! 

Unser Insektenhotel für Wildbienen an der Südseite der Garage ist mittlerweile noch besser "gebucht" als das Foto oben von April zeigt. Ich freue mich sehr, dass es angenommen worden ist! Eine zweite Nisthilfe an der Ostwand ist ebenso bewohnt, nur für die ganz dünnen Röhrchen hat sich noch kein Insekt gefunden.
Süden und (Süd-) Osten sind die idealen Standorte für diese Nützlingskästen. Er soll warm, nicht zu schattig und weitgehend wettergeschützt sein, vielleicht sogar mit einem Dachvorsprung darüber. 


Achtung! Leider sehe ich im Handel immer wieder Produkte, die nicht sorgfältig verarbeitet und damit kontraproduktiv und lebensgefährlich für die Insekten sind. Denn wenn das Holz zu stark aufgerauht ist bzw. die Röhren unsauber gebohrt oder geschnitten worden sind, können sie sich die zarten Flügel verletzen, was wahrscheinlich ihr Todesurteil bedeutet. Hier gibt es interessante Infos zum Thema (unbezahlte Werbung). 




Diese Luxusbehausung für Insekten haben wir in der Südsteiermark gesehen, ist das nicht prächtig? Das wird mein nächstes Projekt für den Waldviertler Garten, aber vorher will ich noch ein Igelhaus und Nistkästen für Vögel etc... 



Neben der Gartenhütte haben wir letztes Jahr einen Todholzbereich angelegt, wo immer wieder abgeschnittene Äste aller Art locker darauf geworfen werden. Für eine "richtige" geflochtene Benjeshecke suchen wir noch den geeigneten Platz. 
Aber auch dieser "Haufen" ist mittlerweile ein voller Erfolg geworden! Im Winter lege ich vor der Hütte oft halbierte Äpfel ab und diese sind später immer weg... Manchmal hört man es rascheln und nach dem heftigen Regen von letzter Woche saßen unzählige der nützlichen Weinbergschnecken darauf. 




Für das Nahrungsangebot für Insekten lasse ich beim Mähen im Garten gerne Wildblumen-Inseln stehen, hier sind es viele Margeriten, Gänseblümchen sowieso. Immer öfter mähe ich nur Wege durch das Gras, der wilde "Rest" kann wachsen, wie er will...
Die heimischen Heckensträucher, wie Weißdorn, Schlehe, Hundsrose, die wir im Herbst gepflanzt haben, gedeihen ebenfalls gut. Und vielleicht blühen sie ja schon nächstes Jahr und ziehen Insekten an. 😋


Quelle

Ich möchte in meinem Bereich so viel wie möglich für Wildbienen (Vögel, Igel etc.) tun, auch wenn es nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, was ihr Überleben angeht... 
Wie ist das bei euch im Garten oder auf dem Balkon? 


🍰


Am Bienentag ist ein Honigdessert fast schon Tradition bei uns und ich bin immer wieder auf der Suche nach guten Honigrezepten. Habt ihr Tipps für mich?

Vor drei Jahren habe ich eine  Dessertcreme mit Honig und weißer Schokolade mit Honighippen verbloggt (klick). In den Mohn-Kokosschnecken ist reichlich Honig enthalten und auch zu Fichtenwipferl und dem Waldlikör passt Honig besser als Zucker. Noch ist Zeit jetzt im Mai, um Fichtenwipferl nach Rücksprache mit dem Waldbesitzer schonend zu pflücken. Ich pflücke im eigenen Wald und bedanke mich bei jedem Baum!







dekonstruiertes Wald-Tiramisu

(für 2 Pers.)

Creme:
1 - 2 EL frische, grüne Fichtenwipferl / Spitzen, Triebe
2 gute EL Waldhonig
ca. 180 g Mascarpone
2 EL griechisches Joghurt
2 EL geschlagenes Obers /Sahne
1 - 2 TL Holunderblütensirup

12 Biskotten / Löffelbiskuits
Holunderblütensirup
1 EL Waldhonig

  • Die Fichtenwipferl nicht allzu fein mahlen oder klein hacken und mit dem Honig vermischen. Mascarpone und Joghurt einrühren und das steif geschlagene Obers unterheben. Mit Sirup abschmecken. 
  • Die Biskotten einzelnen gut in leicht verdünnten Hollerblütensirup tauchen. In zwei Tellern anrichten (3-2-1) mit jeweils Creme zwischen den Lagen. 
  • Waldhonig mit wenig warmem Wasser verrühren und als Honigsirup über das Dessert träufeln. Noch ein bisschen durchziehen lassen. 



Tipp: Lieber mehr als zu wenig Fichtenwipferl verwenden, sie schmecken gut und sind auch gesund mit ihrem hohen Vitamin C Gehalt, den ätherischen Ölen und Harzen. 







Übrigens, in zwei Tagen, am 22. Mai, ist der internationale Tag der Artenvielfalt. Es soll daran erinnert werden, dass der Schutz von Arten, Lebensräumen und genetischer Vielfalt weltweit unser aller Bemühen braucht. Dazu gehört neben vielem anderem auch das Bewusstsein, wie wichtig die Dunkelheit der Nacht für Wildtiere ist (klick, unbezahlte Werbung). 



Liebe Grüße, nun wieder aus Wien






Dienstag, 1. August 2023

Schafgarbe und Sirup

 


Hochsommer ist Sirupzeit!
Zumindest bei mir, denn genau jetzt stehen die meisten 
Kräuter und Wildpflanzen in voller Kraft oder Blüte und haben viel Geschmack, Heilkraft und Duft! 


Setzt doch einen Sommersirup an! 



Die Collage zeigt die besten und meine liebsten Sirupe:
linke Seite:

*) 
Beim dem Foto rechts unten sieht man, dass eigentlich zu viel Schafgarbenkraut drin ist. Mehr ist nicht immer gut und im Nachhinein ist frau immer gescheiter! Aber... 
Ja, ich hatte es mit der Menge wohl übertrieben und beim Abfüllen schmeckte der Sirup auch zuuu intensiv, würzig und interessanterweise scharf. Irgendwie unrund und nicht gut zu trinken. Ich war verstimmt, die Schafgarbensirup-Flaschen landeten im Keller (zum Glück) und irgendwann hatte ich sie vergessen. Nach ein paar Jahren sind sie mir wieder "begegnet" und siehe da... der Sirup hatte sich total gewandelt, er schmeckte mild, schön aromatisch und richtig harmonisch! Gut Ding braucht Weile; nicht immer, aber hier stimmte das Sprichwort.

So war ich mit der Schafgarbe wieder versöhnt und feiere sie seither jedes Jahr mit ihrem Sirup!! 
Immer öfter setze ich nun einen schnellen Sirup in einer 1-Liter Glasflasche an. Bereits ab dem nächsten Tag ist er trinkfertig und braucht auch nicht unbedingt abgefüllt zu werden. 



Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) ist ein richtiges Frauen- und Powerkraut und große Heilpflanze. Garbe kommt vom althochdeutschen "garwe" und bedeutet die Heilende, das sagt ja schon alles. Die ganze Pflanze ist nutzbar und sie hat im Hochsommer um die Mittagszeit, wenn die Sonne am höchsten steht, die größte Heilkraft. 

Liebe Frauen, also genau jetzt sollten wir die Venuspflanze Schafgarbe mit Blüten, Stängel und den obersten schönen Blättern pflücken, essen, verarbeiten und auch für den Winter für einen heilkräftigen Tee trocknen! Die zarten gefiederten Blättchen heißen nicht umsonst "Augenbrauen der Venus"...



Bei uns wächst die Schafgarbe im Garten und kommt jedes Jahr wieder. Ich mähe sie auch nicht ab, sondern lasse sowieso immer Blumen-Inseln im Gras stehen. Im Frühling sind es die Gänseblümchen, später die Margeriten und jetzt die Schafgarben. Bienen und Hummeln mögen die Blüten, weil sie einen hohen Pollen- und Nektargehalt haben... wenn es nur mehr Insekten gäbe. Kommt zu mir, da findet ihr Nahrung und immer auch Wasser!  


Nicht nur Insekten, auch Amseln und die Nachbarskatze schätzen eine Wasserstelle im Garten!




schneller Sommersirup

Für eine 1-Liter Flasche koche ich einen Zuckersirup aus 500 ml Wasser und 500 g Zucker und lasse ihn auskühlen. Meist verwende ich handelsüblichen "Sirupzucker", der enthält bereits die Zitronensäure und man braucht keine zusätzlichen Zitronen. 
Dann streife ich durch den Garten und pflücke, was mir begegnet: momentan ist das zum Beispiel Schafgarbe, einige Minze Blättchen, letzte Lavendelblüten, ein oder zwei Brombeeren oder Walderdbeeren für die Farbe... 

Tipp: Schafgarbe und ein wenig Minze passen sehr gut zusammen! 

Durch die Beeren färbt sich der Sirup-Ansatz schon nach kurzer Zeit rosa. Er sollte anfangs ein paar Mal umgerührt und die Pflanzenteile, die aus dem Zuckerwasser herausstehen, wieder eingetaucht werden.
Am nächsten Tag kann der Sirup bereits verkostet werden, aber je länger die Pflanzen ziehen dürfen, desto gehaltvoller wird das Ganze natürlich (Achtung auf Schimmelbildung). Die Blüten fische ich dann mit einer Gabel aus der Flasche oder manchmal, aber nicht immer, fülle ich den Sirup auch durch ein Sieb um. 



Ein Liter Sirup ist bei uns im Sommer ziemlich schnell verbraucht, mit Wasser aufgespritzt, mit Tonic und Martini, mit Prosecco... jede Sirupsorte passt dazu! Aber ist die Flasche leer, kommt eben bald die nächste Sirupvariante dran (Tipps siehe Collage ganz oben)! 😋


Liebe Sommergrüße, was sind denn eure liebsten Sirupe? Macht ihr auch Sirup selbst? 




Freitag, 12. Mai 2023

12 von 12 im Mai am Traunsee

 

Heute ist Freitag, der 12. Mai, und es ist wieder ein 12 von 12 Tag. Caro (Draußen nur Kännchen) sammelt wie jedes Monat unsere 12 Bilder des Tages.



1    Weder der Traunsee noch der markante Traunstein lassen sich heute von unserer Ferienwohnung aus blicken. Guten Morgen heute aus dem Salzkammergut in Oberösterreich. 

Nach wochenlanger Altenpflege (12 von 12 im März) genieße ich ein paar freie Tage, während eine 24 Stunden-Hilfe die Eltern betreut. Heute ist auch der internationale Tag der Pflege, wo mit Infos und Veranstaltungen auf die Thematik aufmerksam gemacht werden soll. Ich bewundere alle, die Pflegearbeit berufllich machen! Und dabei meist nicht adäquat bezahlt werden...


2    Die Berge verstecken sich den ganzen Tag in Nebel und Wolken, aus denen es aber zum Glück nicht so regnet wie gestern. Das ziemlich frische Frühlingswetter finden wir heute sogar sehr angenehm. 


3    Herr Fliederbaum und ich fahren über einsame und abgesperrte Forststraßen (und natürlich mit amtlicher Erlaubnis) in die Berge, um an verschiedenen Quellen Wasserproben für Analysen zu nehmen.
Hier auf etwa 1000 Meter Höhe erleben wir eine Überraschung... schönster Bärlauch in diesem Laubwald. Er ist genau richtig und "knofelt" schön, natürlich pflücke ich einige Blätter.


4    Über Stock und Stein wandern wir durch den Wald auf den Eibenberg, um eine Quelle zu suchen.


5    Die gesuchte Wasserquelle ist erreicht... unter dem Felsen ist ein "Loch" im Hang, Wasser sprudelt heraus und bahnt sich seinen Weg ins Tal. Wir füllen 3 Fläschchen mit dem 5° kalten Wasser, und es schmeckt auch sehr erfrischend. Ein Kuckuck ist in der Nähe und singt uns sein Lied.


6    Die schönsten Frühlingsblumen blühen gerade oben in den Bergen, viele Schlüsselblumen und auch Schneerosen habe ich noch gesehen. Schneereste aber auch...


7    Ausblick über den südlichen Traunsee von oben herab.


8    Wieder eine Quelle am Hang, sogar mit einem Holzbrett zum Sitzen. Insgesamt schaffen wir es heute 7 Wasserstellen zu beproben.


9    Wieder Bärlauch so wie im Buchenwald?
Neinnn, das sind Maiglöckerl, die hier in den tieferen Wäldern häufig wachsen. Sie sind aber hochgiftig und dürfen nicht mit Bärlauch verwechselt werden. Man kann die beiden leicht auseinander halten... Bärlauch hat ein Blatt pro Stängel und bei Maiglöckchen wachsen jeweils zwei Blätter aus einem Stängel. Mir ist der Unterschied noch nie so deutlich geworden wie heute.

 

10    Auf der Heimfahrt noch ein Blick über den Traunsee Richtung Traunkirchen... der hübsche Ort mit der Kirche auf der Halbinsel. Wart ihr schon dort?


11    Auf die Pizza nach getaner "Arbeit", die sowieso mehr Vergnügen war, haben wir uns schon gefreut!

12    Am Abend lässt sich der Traunsee blicken, aber der Berg immer noch nicht....


Bonusbild: So soll der Ausblick sein. 😊

Die markante Frau Traunstein, die "Wächterin" des Salzkammergutes, wie sie sich bei unserer Ankunft präsentiert hat... ich mag diesen Berg sehr gern, obwohl ich noch nie oben war. 

 

Liebe Grüße von diesem 12. Mai, der für mich denkwürdig mit einem zwar vorhersehbaren, aber doch unerwartet schnellen familiären Todesfall endet, genau wie meine Urlaubstage. Denn morgen früh ist heimfahren angesagt... aber das ist eine andere Geschichte