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Mittwoch, 8. Juli 2026

#Synchronbacken Telera Buns

 

Es wird wieder gemeinsam gebacken, Zorra hat ein neues Rezept ausgesucht und lädt zum Synchronbacken ein -- jede bäckt es für sich zu Hause an einem bestimmten Tag und irgendwie doch gemeinsam...

Ich bin nun das 9. Mal dabei (klick) und insgesamt ist es das 90. Synchronbacken, hui was für ein Jubiläum! Vielen Dank dafür, liebe Zorra und einen rosa Rosengruß für dich aus dem Garten (sie sind heuer in der Hitzewelle dann rasch verblüht).


Diesmal backen wir Telera Buns oder Weckerl aus Mexiko, ich schreibe absichtlich Buns und nicht Brötchen, Buns ist überall eindeutig, da weiß jede/r was gemeint ist, oder?

Denn in Wien bzw. ganz Österreich versteht man unter "Brötchen" ja bekanntlich etwas anderes -- nämlich belegte Brötchen...

Alles andere sind bei uns kleine Brote oder Gebäck, wie diverse Weckerl, Semmeln, Kornspitz, Mohnflesserl, Salzstangerl, Wachauer Laberl, Vinschgerl etc... 😉 Es ist die gemeinsame Sprache, die uns trennt...




Telera Buns aus Mexiko

Zutaten für ca. 9 Stk.: 

440 g Dinkelmehl (bei mir zusätzlich noch 3 EL, also insg. gut 500 g)
7 g Trockengerm / Hefe oder 1/2 Würfel frische (ich)
bis ca. 250 g lauwarmes Wasser, nur nach Bedarf (315 g wie im Original sind zu viel)
12 g Zucker
5 g Salz
1 EL flüssiger Honig (statt 2 EL)
2 EL neutrales Öl

Zubereitung:
  • Die frische oder Trockenhefe in ca. 200 ml lauwarmem Wasser auflösen, den Zucker und 1 EL vom abgewogenen Mehl beifügen und zugedeckt anspringen lassen.
  • Aus allen Zutaten einen geschmeidigen Germteig kneten, dabei das restliche Wasser nur nach Bedarf beifügen. Ist der Teig schlussendlich doch zu weich, dann noch mehr Mehl verwenden.
  • Zugedeckt eine gute Stunde aufgehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.
  • Den Teig mit den Händen zusammendrücken und damit die Luft rauslassen. Dann in 9 (oder weniger) Teile teilen und jeweils ordentlich rund schleifen.
  • Die Teiglinge bemehlen, oval formen mit glatter Oberfläche und auf ein Backblech + Papier legen. Die typischen Einkerbungen, also jeweils 2 Längsrillen, mit einem Holz- oder Essstäbchen eindrücken.
  • Die Teile ein 2.x mit einem Tuch zugedeckt gehen lassen, die Längsrillen nocheinmal eindrücken, dann backen.
Backen:
200°C vorgeheizt, ca. 16 - 18 Minuten, bis die Buns goldbraun und durchgebacken sind.





Sind sie nicht schön geworden? Sie schmecken auch tatsächlich sehr gut, ob zu herzhaft oder süß. Uns haben sie frisch mit Butter und Salami und am nächsten Tag aufgebacken zum Frühstück mit Marmelade am besten gefallen! 

In Mexiko werden die Telera Buns für "Tortas", also gefüllte Sandwiches verwendet.

Ich bin froh, dass ich nur die Hälfte an Honig in den Teig gegeben habe, sonst wäre er mir zu süßlich geworden... insgesamt easy zu bearbeiten, ein tolles Rezept, liebe Zorra!


Liebe Grüße aus Wien!



(Links aller Teilnehmerinnen bei Zorra)



Mittwoch, 13. Mai 2026

#Synchronbacken Schokoschnecken mit Brezelsalz

 

Wusstet ihr, dass es nicht nur Hagelzucker, also grobkörnigen Zucker für Zöpfe oder Schnecken (zb. hier) gibt, sondern auch Hagelsalz?

Da ich keine Brezen backe, war mir diese Bezeichnung neu, auch dass es "Brezelsalz" heißt, aber der Name sagt eh schon alles. Es ist ein grobkörniges Steinsalz und schmilzt beim Backen nicht so schnell wie grobes Meersalz. Nicht nur für Brezeln, auch für meine Salzstangerl (hier nur mit Käse) wäre es gut geeignet.

Ich habe heute das grobe und naturbelassene, also nicht weiße Natursalz (siehe Foto oben) verwendet. Frau lernt nie aus, dank Zorras Rezept für das Mai-Synchronbacken! Synchronbacken bedeutet, dass die Teilnehmer*innen zu Hause jede für sich, aber doch alle gemeinsam am selben Tag das gleiche backen.

Diesmal hat Zorra Chocolate Pretzel Buns ausgesucht, also eigentlich Schnecken mit Schokofülle und Nüssen, mit Brezelsalz getoppt. WOW, das klingt interessant, das muss ich ausprobieren! Aber erst einmal das Rezept konzentriert lesen und recherchieren. Es war mir bald klar, diesmal mache ich nach längerer Zeit wieder beim Synchronbacken mit! Zuletzt gelang es mir beim Weihnachtsbrot.

Im Originalrezept ist Bier die Flüssigkeit im Teig - das wollte ich nicht und alternativ sind eh auch Milch oder Buttermilch angeführt. Auch Natron in Wasser (aber keine ätzende Bäckerlauge wie für Laugengebäck) habe ich noch nie verwendet. Es soll das Gebäck schöner und glänzender bräunen, aber so ganz hat das bei mir nicht geklappt... So gewinne ich leider nicht gerade einen Schönheitspreis für meine  ⇾


Chocolate Pretzel Buns

meine Zutaten für 12 Schnecken:

Teig:
ca. 150 ml lauwarme Milch, nach Bedarf ein wenig Wasser
20 g frische Germ / Hefe
360 g Dinkelmehl
60 g weiche Butter
40 g Zucker
1 Eidotter
5 g Salz

Fülle:
45 g flüssige Butter

trockene Zutaten: 
100 g brauner Zucker (die Hälfte vom Originalrezept)
10 g ungesüßtes Kakaopulver
Zimt
50 g Zartbitterschokolade, grob gemahlen
100 g Walnüsse, trocken geröstet, grob gemahlen

ggf. bleiben Reste

Vor dem Backen:
15 g Natron
120 ml kochendes Wasser
Brezelsalz oder grobes Natursalz (ich) zum Bestreuen

Nach dem Backen:
70 ml Wasser
1 EL selbstgemachter Vanillezucker (bzw. mehr Zucker nach Belieben für einen Sirup)

Zubereitung:

Für den Teig aus allen Zutaten einen geschmeidigen Germteig (Hefe) kneten. Ich habe die Milch mit der Butter lauwarm erwärmt und später nur noch einen Fingerhut Wasser zugeben müssen. Den Teig anspringen lassen, dann kam er für den ganzen Tag in den Kühlschrank.

Den Teig vor Verwendung Raumtemperatur annehmen lassen. Auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausrollen und ordentlich mit flüssiger Butter bepinseln. Die Buttermenge ist reichlich, so habe ich noch zwei Backformen befettet.

Die trockenen Zutaten für die Fülle vermischen und auf die Teigplatte streuen. Diese wie einen Strudel einrollen und mit einem scharfen Messer 12 breite Stücke abschneiden. Die Schnecken vorsichtig (dass nicht zuviel Füllung herausquillt) mit 4 cm Abstand zueinander in die Formen setzen.
Den großen Abstand braucht es tatsächlich!

Nochmals 1/2 Stunde gehen lassen, dafür die Backformen in den Ofen schieben und heißes Wasser in einem Gefäß dazu stellen.

Wasser in einem nicht zu kleinen Topf zum Kochen bringen, vom Herd nehmen und das Natron einrühren (Achtung, das schäumt!). Die Schnecken damit oben und rundum so gut es geht bepinseln, dann grobes Salz darauf streuen.
Tipp: Salz vorsichtig dosieren!

Die Backformen ins kalte Backrohr stellen und auf 180°C aufdrehen. Ungefähr 20 - 30 Minuten backen. Nach dem Herausnehmen reichlich mit der Wasser-Vanillezucker Mischung bepinseln.
Unbedingt auskühlen lassen und nicht gleich darüber herfallen. Der Geschmack "festigt" sich mit dem Kaltwerden und wird dann runder...




mehr Abstand dazwischen wäre besser gewesen...


Mit dem Resultat war ich ein bisschen zwiegespalten. Die Schnecken bzw. Buns sind wunderbar gelungen und flaumig, der Teig war eine Freude zum Bearbeiten. Den gibt es wieder!

Aber der Geschmack insgesamt ist für mich (noch) nicht so gelungen, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Mir fehlt der besondere Kick trotz Schokolade, Nüssen und Salz, die Mischung ist interessant und noch ausbaufähig für eine Geschmacksexplosion... Ich werde das Rezept und besonders die Fülle auf jeden Fall noch einmal testen! 😊

Vielleicht doch mehr Schokoladestückchen reingeben, auch wenn die Füllung eh schon über-reichlich und das Einrollen nicht so easy war. Oder die viel zu viele flüssige Butter mit den trockenen Zutaten vermischen und auftragen... (?)



Auf jeden Fall danke dir, liebe Zorra, für das wirklich interessante und etwas andere Rezept! Und wie ist es nun den anderen ergangen?


zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf 
Petra von genusswerke 
Friederike von Fliederbaum 
Laura von Aus Lauras Küche 
Geri von Lecker mit Geri 
Petra von Obers trifft Sahne 



Liebe Grüße aus Wien!




Mittwoch, 19. November 2025

#Synchronbacken Weihnachtsbrot





Das Wort "Weihnachten" will mir noch nicht so recht über die Lippen (oder die Tastatur) kommen, obwohl die momentane Kälte eh zur Jahreszeit passt. Nur die Advent- und Weihnachtszeit kommt wieder wie jedes Jahr viel zu schnell... 😮

Der Stephansdom in Wien wird bereits weihnachtlich angestrahlt, wahrscheinlich wieder in wechselnden Farben so wie die letzten Jahre. Wir waren auf dem Weg zu einem Konzert und wollten aber in der Nebelkälte nicht auf die nächste Farbe warten.
Die Christkindlmärkte und Punschstände in der Stadt haben auch schon geöffnet, die Stadt ist gut besucht -- und Zorra ruft zum Synchronbacken eines Weihnachtsbrotes auf.





Zuletzt habe ich im Sommer das jemenitische Pfannenbrot synchron-gebacken. Diesmal hat Zorra ein norwegisches Rezept für ein "Julebrod" herausgesucht (danke dir für die Organisation!).

Ich habe das Originalrezept ohne große Änderungen übernommen, hab es nur auf ein Viertel runtergerechnet und die Mengen ein bisschen gerundet. Wem die Rosinen fehlen - die kommen bei mir nie in einen Teig (Rosinen kaufe ich im Winter nur für die Amseln im Garten, die mögen sie lieber als ich!).





Julebrød - Weihnachtsbrot aus Norwegen

Zutaten für 1 Stk.:

250 g Mehl (ich habe Weizenvollkorn- und Dinkelmehl verwendet)
ca. 130 - 150 ml Milch, nur nach Bedarf
1/2 Ei, verquirlt
7 g frische Germ / Hefe
30 g Zucker
1/2 TL gemahlener Kardamom
1/2 TL Salz
---------
40 g kalte Butter, in Würfeln, zum Schluss

zum Bestreichen: 
das restliche Ei von oben

Zubereitung:
Ich habe einen kalten Germ- bzw. Hefeteig zubereitet, d.h. mit nicht erwärmten Zutaten.

  • Die Zutaten bis ------- verkneten, dabei die Milch nur nach Bedarf dazu geben. Die Butter zum Schluss einarbeiten.
  • Den Teig eine halbe Stunde zugedeckt bei Raumtemperatur gehen lassen und dann im Kühlschrank einige Zeit parken. Ich habe ihn nach ungefähr 3 Stunden herausgenommen und wieder Raumtemperatur annehmen lassen.
  • Dann mit den Händen rund formen und dabei vor allem die Oberfläche glätten. Die Teigkugel auf ein Backblech (+ Papier) legen, zugedeckt eine halbe Stunde entspannen lassen, dann beliebig dekorativ einschneiden und mit Ei bestreichen.
  • Das Weihnachtsbrot in den kalten Ofen schieben, auf 190°C einschalten und eine gute halbe Stunde goldbraun backen. Wenn es beim Draufklopfen hohl klingt, sollte es durchgebacken sein, ggf. gegen Ende abdecken. 






Fazit: Ein sehr unkompliziertes süßes Brot, es ist schön aufgegangen - auch wenn man das auf den Fotos nicht deutlich sieht. Mit Butter drauf schmeckte es uns am besten. Man könnte den Zuckeranteil im Teig verringern, das würde ich nächstes Mal tun.

Durch das Einschneiden sieht es recht hübsch aus, oder?
Habt eine stressfreie Vorweihnachtszeit, liebe Grüße aus Wien!



Linkliste:


zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf 
Bettina von homemade & baked 
Simone von zimtkringel 
Britta von Backmaedchen 1967 
Petra von genusswerke 
Caroline von Linal's Backhimmel 
Sylvia von Brotwein 
Friederike von Fliederbaum 
Tina von Küchenmomente 
Tanja von Schlundis 
Laura von Aus Lauras Küche 
Désirée von Momentgenuss 
Bianca von ELBCUISINE 





Mittwoch, 9. Juli 2025

#Synchronbacken Pfannenbrot



#Synchronbacken bei und mit Zorra (Kochtopf.me) war am ersten Juli-Wochenende angesagt und es passte nach längerer Zeit wieder einmal, dass ich mitmachte.

Diesmal sollte ein jemenitisches Pfannenbrot gebacken werden, bei dem zum Glück der Ofen kalt bleiben konnte, puhh! Denn genau am Sonntag war in Wien der Höhepunkt und letzte Tag der ersten richtigen Hitzewelle des Sommers. Die heiße Luft stand und ich hätte kein Brot in den Ofen schieben wollen... aber Pfannenbrot ist machbar auch bei 37° draußen. Man müsste das Brot aber auch auf den Grill legen können, aber das habe ich nicht ausprobiert. Hat vielleicht eine der Teilnehmerinnen das Pfannenbrot gegrillt?



Ich habe den Teig untertags zubereitet und bis zum Abend im Kühlschrank ruhen lassen, der Teig hält das aus! Dann füllen, formen und erst kurz vor dem Verzehr knusprig backen. Passte super am Abend bei nachlassender Hitze zur vorgekochten lauwarmen Gemüsesuppe mit frischem Mais!



Malawach - mein jemenitisches Pfannenbrot

Zutaten für 3 Stück (die halbe Menge vom Original):

Teig:
250 g Dinkelmehl
ca. 150 ml Wasser, nach Bedarf
(1/2 -) 1 TL Salz

zum Bestreichen/Bestreuen:
ca. 40 g Butter, geschmolzen
1 EL Schwarzkümmel
1 EL heller Sesam
1 EL frische Kräuter, gehackt (zB. Petersil...)

Zubereitung:

  • Alle Zutaten für den Teig gut verkneten, dabei das Wasser nicht auf einmal zugeben! Und nicht mit dem Salz sparen...
  • Den Teig zugedeckt im Kühlschrank eine zeitlang rasten lassen, bei mir wie gesagt mehr als ein halber Tag.
  • Die Arbeitsfläche dann bei jedem Arbeitsschritt sehr gut bemehlen!
    Den Teig dritteln, jeweils rel. dünn und mehr oder weniger rund ausrollen. Mein Teig ließ sich gut mit den Fingern auseinander ziehen.
  • Den ausgerollten Teig jeweils mit etwas flüssiger Butter bestreichen und beliebig bestreuen. Ich habe jedes meiner 3 Pfannenbrote anders gefüllt:
    1x mit Schwarzkümmel, 1x mit Sesam und 1x mit Petersilie.
  • Die Fladen jeweils wie einen Strudel dicht einrollen und zu einer Schnecke formen, mit Mehl bestäuben und kurz ruhen lassen.



  • Eine beschichtete Pfanne (zB. Crepes-Pfanne) heiß werden lassen.
  • Jeweils eine Teigschnecke ein wenig ausrollen oder nur mit der Hand flach drücken.
  • Eine kleine Teigschnecke in die Pfanne legen und rasch mit den Fingern ein bisschen auseinander drücken. Die Oberfläche mit wenig Butter bepinseln und sofort umdrehen. Die 2. Seite ebenfalls leicht bebuttern und das Pfannenbrot unter mehrmaligem Wenden goldbraun und knusprig backen.
Der Teig war bei mir ziemlich klebrig. Das schwierigste war es, den 1. großen ausgerollten (und bebutterten, wie das Originalrezept verlangt) Teigfladen unfallfrei und noch halbwegs rund in die heiße Pfanne zu bekommen. Die 2. und 3. Teigschnecke legte ich also kleiner im Durchmesser und unbebuttert in die Pfanne, siehe oben.
Es brauchte dann beim Backen auch insgesamt weniger Butter und die Dinger wurden weniger fettig! Dass das Pfannenbrot dann eben ein bisschen dicker war, tut dem Geschmack keinen Abbruch!



Übrigens, die Kochbuchautorin Katharina Seiser hat vor einigen Jahren auf ihrem Blog ähnliche Fladen  mit Bärlauch gezeigt, offenbar aus China stammend. An diese habe ich mich sofort erinnert und eines meiner Fladenbrote daher mit frischer Petersilie gefüllt (das oberste der drei Brote vom Foto oben). Das schmeckte uns sehr gut!
Mein Favorit war heute aber eindeutig das Ding mit dem Schwarzkümmel - der machte sich richtig gut, fand ich, besser als der Sesam, der geschmacklich unterging.


Danke, liebe Zorra für das schöne Rezept, die Fladenbrote wird es bei uns sicher wieder geben! Sie sind so vielseitig zu füllen und auch schnell gemacht (wenn man den Dreh raus hat... 😏).

Liebe Grüße aus dem nun kühlen Wien! 


Wie ist es den anderen Teilnehmerinnen mit dem Pfannenbrot ergangen? 


Linkliste:

zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf 

Birgit M. von Backen mit Leidenschaft 

Britta von Backmaedchen 1967 

Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum 

Bianca von ELBCUISINE 

Petra von genusswerke 

Ilka von Was machst du eigentlich so?! 

Désirée von Momentgenuss 

Laura von Aus Lauras Küche

Nadja von Little Kitchen and more



Mittwoch, 20. November 2024

Kanellängd Zimtbrot

 


Es ist wieder Zeit fürs #Synchronbacken mit Zorra, wo die Teilnehmerinnen am gleichen Tag jede für sich, aber doch irgendwie gemeinsam das Gleiche backen. Das Rezept für "Kanellängd", das Zorra diesmal für uns ausgesucht hat, ist ein süßes Zimtbrot aus Schweden.

Mich hat die Bezeichnung erst ein bisschen ratlos gemacht. Ist es nun ein süßes zimtiges "Brot", weil es Brotmehl im Teig enthält? Oder ist es doch ein süßer Strudel aus Germteig / Hefeteig mit Zimt und Kardamom nach dem Vorbild von Zimtschnecken? Also quasi in die Länge gezogene Zimtschnecken? 🤔 

Schlussendlich fand ich, es ist alles gleichermaßen, aber seht selbst...



mein "Kanellängd"

Zutaten für 1 oder 2 Brote bzw. Strudel:

Teig:

(450 -) 500 g "Brotmehl" (Weizenmehl Ö Type 1600 mit hohem Mineralstoffgehalt)
50 g Zucker
1 TL Salz, 5 g
1 P. Trockengerm / Hefe

75 g Butter
250 ml Milch
1 Ei (L)
etwas geriebene Muskatnuss

Fülle:

80 (- 100) g brauner Zucker
2 EL gemahlener Zimt
(1/4 -) 1 TL gemahlener Kardamom

ca. 50 g weiche Butter
Vanilleextrakt oder Bourbon-Vanillezucker

weiters:

1 Ei zum Bestreichen
Hagelzucker

(meine Zutatenänderungen sind fett markiert)

Zubereitung:

Für den Teig die trockenen Zutaten vermischen. Die Butter in der Milch schmelzen und auf lauwarm abkühlen. Aus allen Zutaten einen nicht zu weichen Germteig kneten und zugedeckt etwa 1 Stunde schön aufgehen lassen.

Die Fülle vorbereiten: Die trockenen Zutaten vermischen und die sehr weiche Butter mit Vanille verrühren.

Den Teig auf einer bemehlten Unterlage zu einem Rechteck ausrollen. Gleichmäßig mit der Vanillebutter bestreichen und mit dem Gewürzzucker dick bestreuen. Nun von der Längsseite her rel. dicht zu einem Strudel einrollen und auf ein Backblech + Papier legen. 

Ich habe erst beim Einrollen des Strudels mit der gesamten Menge festgestellt, dass er zu lang ist. So habe ich den fertig gerollten Strudel halbiert... das ist eine gute Möglichkeit. Oder man halbiert den Teig und bearbeitet jeweils eine Hälfte. In diesem Fall könnte aber die Buttermenge erhöht werden. Der Gewürzzucker ist mehr als ausreichend, davon blieben bei mir Reste. 

Dann mit einer Schere ziemlich tiefe Schnitte einschneiden (Achtung! nicht durchschneiden!) und die Scheiben abwechselnd einmal nach rechts, einmal nach links außen ablegen. Ein paar Minuten entspannen lassen.

Dann mit versprudeltem Ei bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. Ins kalte Rohr schieben, auf 180°C aufdrehen und etwa 20 Minuten backen. 


schmeckte uns sehr gut, auch nach 2 Tagen noch!

Fazit:

Der Teig ist gelingsicher, ist gut aufgegangen und easy zu bearbeiten. Ich konnte den Teig mit den Händen zum Rechteck formen und das Rollholz (bzw. der "Nudelwalker", wie wir in Wien sagen) blieb unbenutzt.
Beim Einschneiden fand ich dann die schrägen Schnitte idealer als die geraden und sie waren auch nach dem Backen schöner. Uns hat auch die Variante mit Hagelzucker, die man im www oft sieht, gut gefallen. 
Nächstes Mal würde ich aber kein Brotmehl mehr verwenden, sondern mein gewohntes "normales" Dinkelmehl.


Insgesamt ein interessantes Rezept und wieder etwas Neues gelernt! Danke, liebe Zorra, fürs Aussuchen des Rezeptes und Organisieren des Synchronbackens! 



Linkliste:

Jetzt bin ich gespannt, wie es den anderen Teilnehmerinnen beim Backen ergangen ist...


Caroline von Linal's Backhimmel 
Bettina von homemade & baked 
Britta von Backnmaedchen 1967 
Petra von genusswerke 
Tina von Küchenmomente 
Désirée von Momentgenuss 
Birgit M. von Backen mit Leidenschaft 
Laura von Aus Lauras Küche 
Friederike von Fliederbaum 
Katja von Kaffeebohne 
Manuela von Vive la réduction!



Mittwoch, 20. März 2024

Backt doch Osterpinzen!

 


Kennt ihr "Pinzen"? Alle zwei Monate ruft Zorra zum gemeinsamen blogübergreifenden Backen auf und diesmal hat sie sich österreichische Osterpinzen ausgesucht. Mich freut das ganz besonders, weil wir dieses süße Gebäck zu Ostern einfach lieben!

Meine Pinzen habe ich mehr oder weniger unverändert nach dem von Zorra vorgegebenen Rezept nachgebacken, habe nur das Weizenmehl gegen Dinkel getauscht und die Hefe ein bisschen reduziert. Ich wollte einfach wissen, wie diese Pinzen schmecken, denn gute Pinzenrezepte kann frau nie genug haben. Die Linkliste der Teilnehmerinnen am Synchronbacken und weitere Rezepte findet ihr ganz unten. 

Allerdings habe ich diesmal nicht ÜberNACHTgare angewendet, sondern sozusagen "ÜberTAGgare" oder sagt man eher "Untertags-Gare"? 😉 Vom Teigkneten gleich nach dem Aufstehen um 7 Uhr Früh bis zum Backen am Abend habe ich dem Teig genügend Zeit zum Reifen im Kühlschrank gegeben, finde ich. 


geteilt, nicht geschnitten!


Osterpinzen mit langer Gare
Rezept für 3 Pinzen

Teig:
515 g Dinkelmehl
15 g frische Germ / Hefe
160 ml Milch
70 g Zucker
3 Eidotter + 1 Ei (M)
75 g sehr weiche Butter
5 g Salz
1 TL selbst gemachter Vanillezucker oder Extrakt
1 bio Zitrone, die abgeriebene Schale + 1 EL Saft
optional etwas geriebene Muskatnuss

zum Bestreichen:
1 Ei
1 EL Milch
1 Prise Zucker
1 Prise Salz

Zubereitung:
Die Milch lauwarm erwärmen, ein wenig vom abgewogenen Zucker und Mehl einrühren und die Germ darin auflösen. Diesen Vorteig (Dampferl) aufgehen lassen. 

Aus allen Zutaten inkl. dem Vorteig einen Germteig kneten (Dinkelmehl nicht überkneten). Achtung! Der Teig ist sehr weich, bitte trotzdem kein weiteres Mehl dazu gegeben. Wie vorgegeben habe ich den Teig im 10 Minuten-Takt ein paar Mal gedehnt und gefaltet und ihn dann im Kühlschrank zugedeckt mehrere Stunden reifen lassen (eigentlich Übernachtgare).  

Vor der letzten Verarbeitung muss der Teig Zimmertemperatur annehmen!
Er wird gedrittelt und jeweils auf der Arbeitsfläche mit der Hand rund geschliffen. Die Oberfläche soll schön glatt und gerundet werden. Die Teigkugeln mit der "Naht" nach unten und mit Abstand zueinander auf ein Backblech (+ Papier) setzen. Mit dem versprudelten Ei bestreichen und die Teiglinge zugedeckt eine halbe Stunde entspannen und noch aufgehen lassen. Nochmals bestreichen und mit einer eingeölten Schere von der Mitte her dreimal beherzt und tief einschneiden.
Die Pinzen in den kalten Ofen schieben, auf 175°C O/U einschalten und etwa 25 - 30 Minuten goldbraun backen. 




Fazit: 
Das sind schön flaumige, geschmackvolle Pinzen mit einem gelingsicheren Teig. Er ist zwar zu Beginn viel zu weich, entwickelt sich aber durch die laaange Gare perfekt und ist unkompliziert zu bearbeiten! Danke Zorra für das Aussuchen dieses Rezeptes!



Görz

Pinzen sind ein typisches süßes Ostergebäck und wurden als Görzer Pinze bekannt. Die alte österreichische Stadt Görz am Isonzo heißt heute Gorizia und liegt in Italien. Sozusagen gleich nebenan auf der anderen Seite der neuen Grenze entstand die jugoslawische Stadt Nova Gorica, die heute zu Slowenien gehört. 

Tipp: Beide Städte werden 2025 grenzüberschreitende europäische Kulturhauptstadt des Jahres sein (Info, unbezahlte Werbung). Ich bin sehr gespannt darauf und wir werden sicher hinfahren! 

Pinzen haben sich aber im gesamten altösterreichischen Alpe-Adria-Raum bis weit hinunter nach Kroatien ausgebreitet. In der Osterzeit bekommt man sie von Wien bis Triest, Laibach und Split etc... 😋

Die Spliter Pinzen sind üblicherweise mit einer dicken, mitgebackenen Zuckerschichte bedeckt,
in diesem Beitrag habe ich sie gezeigt (nach unten scrollen). 


In Triest gibt es Pinzen mit Orangenaroma verfeinert und sie bekommen dadurch einen mediterranen Touch (mein liebstes Rezept, Foto oben). Die österreichische Pinzen-Variante ist mit Aniswein aromatisiert, also Weißwein mit Anissamen. Alles ist gut.



Linkliste #Synchronbacken:

zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Britta von Backmaedchen 1967
Caroline von Linal's Backhimmel
Conny von Mein wunderbares Chaos
Tamara von Cakes, Cookies and more
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum
Tina von Küchenmomente
Birgit M. von Backen mit Leidenschaft
Bettina von homemade & baked
Petra von genusswerke
Simone von zimtkringel
Sarah von Kinder, kommt essen!
Friederike von Fliederbaum
Nadja von Little Kitchen and more
Laura von Aus Lauras Küche
Sylvia von Mixgeschick
Sylvia von Brotwein
Geri von Lecker mit Geri 

Backt doch Pinzen für Ostern, es lohnt sich!

 



Bei uns werden die süßen Pinzen gerne zum Kaffee, Tee, Frühstück, Osterbrunch etc. gegessen. Aber nicht, wie oft zu lesen ist zu einem Osterschinken, sondern danach! Wie ist es bei euch üblich?

Alles Liebe aus Wien






Mittwoch, 24. Januar 2024

Synchronbacken und ein Elsässer Guglhupf

 

bei Zorra

Für das erste Synchronbacken des Jahres hat Zorra einen Guglhupf aus dem Elsass ausgesucht. Genau dieses Rezept hat Sarah Wiener einst für ihre TV Serie gebacken...


(unbezahlte Werbung)

Könnt ihr euch noch an die netten "kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener" erinnern? Ich hatte schon damals vor rund 15 Jahren so wie heute kein Fernsehgerät und habe mir deshalb die DVDs zur Serie angeschafft. So konnte ich mich jetzt mit der Guglhupf-Folge aus dem Dorf Niedermorschwihr (was für ein Name!) auf das Synchronbacken einstimmen. 



Elsässer Guglhupf

(Rezept von Zorra nach dem Original von Christine Ferber aus dem Elsass)

100 g und ca. 400 g Weizenmehl (Original 100 g + 300 g)
200 ml kalte Milch
25 g frische Germ / Hefe
60 g Zucker
10 g Salz
1 Ei (ca. 40 g)
180 g zimmerwarme Butter, in Würfeln
100 g Rosinen
3 EL Kirschwasser o.a. Likör
3 EL Wasser
Mandelblättchen (Original 50 g ganze Mandeln)

---------

meine Änderungen:
Ich hatte nur 20 g frische Germ / Hefe zu Hause, das war mehr als genug, man könnte sogar noch mehr reduzieren. 
100 g Weizenmehl für den Vorteig und 330 g Dinkelmehl für den Hauptteig verwendet. 
Keine Rosinen und Kirschwasser, aber ein wenig geriebene Muskatnuss.

Zubereitung:
  • Wer Rosinen verwendet, legt diese als erstes in Likör + Wasser ein und lässt sie quellen. 
  • Für den Vorteig werden Milch und Germ / Hefe in einer großen Schüssel klumpenfrei vermischt und 100 g Mehl eingerührt. Das restliche Mehl (bei mir 300 g) locker darüber streuen. Die Schüssel zugedeckt an einem warmen Ort eine halbe Stunde aufgehen lassen. 
  • Dann Zucker, Salz und Ei dazu geben und einen geschmeidigen Teig kneten. Zum Schluss die gut weiche Butter nach und nach einarbeiten und ggf. die Rosinen. Ist der Teig zu weich, kann noch ein bisschen Mehl dazu gegeben werden (bei mir ca. 1 EL). 
  • Den Teig nun zugedeckt aufgehen lassen, bis er sein Volumen ungefähr verdoppelt hat. 
  • Eine Guglhupfform gut befetten und bemehlen, einige Mandeln hinein legen. Den Teig sanft in die Form bugsieren und nochmals ein wenig ruhen lassen. 
  • Die Form dann ins kalte Backrohr stellen, auf 180°C einschalten und den Guglhupf etwa 40 - 45 Minuten goldgelb oder dunkler backen. 

Mein Teig ist sensationell aufgegangen! Nicht oft gelingt mir ein so schöner Hefeteig. Ich fand ihn total unkompliziert mit der orginalen Mehlmenge und geringfügig weniger Hefe. Meine Befürchtungen, dass er wegen der vielen Butter nicht aufgehen will, haben sich zum Glück nicht bestätigt. Mein Plan B wäre Übernachtgare gewesen.

Tipp: Das Aufgehen-lassen klappt am besten im Backrohr, wenn es kurz auf 50°C aufgeheizt und wieder ausgeschaltet wurde. 




Fazit:
Ich würde den Guglhupf das nächste Mal länger und daher dunkler backen. Aber vor allem würde ich mehr Zucker verwenden. Für mich als Wienerin gehört ein Guglhupf nicht allzu picksüß, aber eben doch süß! 

Diesen neutralen Elsässer Guglhupf kann ich nur genießen, wenn ich eine fruchtige Marmelade dazu esse, was ich für Guglhupf ja eher ungewöhnlich finde (besser Brioche backen). 

Im französischen Original wird Zwetschkenkonfitüre dazu gereicht, die in der TV Serie auch von Sarah Wiener gekocht werden musste. Ohne etwas Süßes dazu schmeckte mir der Guglhupf leider nicht.
Ich werde Reste für einen "Scheiterhaufen" zweckentfremden! 


Trotzdem danke an Zorra für das Aussuchen dieses wirklich interessanten Rezeptes! Das Synchronbacken hat mir wieder großen Spaß gemacht und mir muss ja nicht immer alles schmecken, oder? 😉





Interessanterweise war die heutige Form des Guglhupfes schon den Römern vor 2.000 Jahren bekannt, sie soll die rotierende Sonne darstellen. Bei Ausgrabungen in Carnuntum, dem römischen Heerlager an der Donau östlich von Wien, wurden solche Bronzeformen gefunden, weitere Funde stammen aus Budapest, dem Rheintal und Frankreich (Quelle). 

Im Elsass hat der „Kougelhopf“ offenbar einen ähnlich großen Stellenwert wie in Österreich. Die Franzosen sind sogar überzeugt davon, dass der Guglhupf in der Stadt Ribeauvillé entstanden sei, weshalb dort jedes Jahr im Juni ein Fest stattfindet.

Auf jeden Fall ist der Guglhupf traditioneller und immer noch sehr geliebter Bestandteil des Wiener Frühstücks und der Kaffeejause. Der alte Kaiser Franz Joseph bekam offenbar, wenn man der Historie glauben kann, täglich einen frisch gebackenen "Kaiserguglhupf"...

noch mehr Guglhupfe von mir (nicht mit Hefeteig):



Alles Liebe aus Wien! Jetzt bin ich gespannt, wie die anderen Synchronbäckerinnen das Elsässer Rezept umgesetzt haben!  


Links Synchronbacken:

Friederike von Fliederbaum
Sabine von Einfach Kochen und Mehr
Laura von Aus Lauras Küche
Nadja von Little Kitchen and more
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum
Volker von Volkermampft




Mittwoch, 21. September 2022

#synchronbacken im September: Acma türkische Sesamringe



 
Ich freue mich sehr, dass Zorra für das September Synchronbacken ein Rezept für "Açma" ausgesucht hat. Diese türkischen Sesamringe esse ich seit kurzem wahnsinnig gern, am liebsten nur mit Butter, aber sie passen zu salzig genauso wie zu süßem Belag. 

Das schöne Rezept stammt von Sonja (Cookie); ich habe nur das Weizenmehl gegen Dinkelmehl getauscht und das Gebäck auf zeit- und energiesparende Weise*) gebacken, siehe ganz unten.


Açma

Zutaten für 5 Stück (die halbe Menge vom Original):

Germteig:
250 g Dinkelmehl
5 g = 1 TL Honig
ca. 2 - 3 g frische Germ / Hefe
75 g Naturjoghurt
65 g Milch
1 Eiklar /Eiweiß
20 g Sonnenblumenöl
5 g Salz
optional Wasser nach Bedarf, das war bei mir nicht notwendig

alle Zutaten werden KALT verarbeitet

zum Bestreichen bzw. Bestreuen:
1 Eidotter
1 EL Milch
1 Prise Salz
1 Prise Zucker

Sesamsamen


Zubereitung und Zeitplan:

Am Vorabend wird aus den kalten Teigzutaten rasch ein mittelfester Germteig / Hefeteig geknetet (mit Dinkelmehl nicht zu lange kneten). Den Teig bei Zimmertemperatur 1 Stunde zugedeckt anspringen lassen, dann einmal dehnen und falten. Nun darf er sich über Nacht im Kühlschrank ausruhen... 

Am nächsten Tag wird der Teig aus dem Kühlschrank heraus genommen; bei mir war es bereits Nachmittag, was kein Problem war. Den Teig etwa 1/2 - 1 Stunde akklimatisieren lassen. 

Danach beginnt die "Feinarbeit": 

  • Den Teig in 5 Teile teilen und jeweils zu runden Kugeln schleifen, 15 Minuten entspannen lassen. 
  • Die Kugeln zu ca. 50 cm langen Strängen rollen - am einfachsten funktioniert das in mehreren Schritten und dazwischen die Teigrollen immer wieder kurz entspannen lassen. 
  • Jede Rolle nun zu einem "U" formen, wie eine Kordel ineinander verdrehen und diese zu einem Ring schließen.
  • Die Ringe mit Abstand zueinander auf ein Backblech + Backpapier legen, zugedeckt bei Zimmertemperatur etwa 15 Minuten ruhen lassen. 
  • Die Ringe mit der Eidotter-Mischung bestreichen und mit Sesam bestreuen.

Das Backblech in den KALTEN Ofen schieben und auf 220°C O/U aufdrehen. Die Ringe etwa 15 Minuten goldbraun backen. 




Das sind wirklich ganz wunderbare Gebäckringe mit flaumiger und wattiger Krume und perfektem Geschmack für salzig und süß. Ich muss sie bald wieder backen, so der Kommentar bei mir zuhause. Da der Teig auch sehr unkompliziert ist und alles mit sich machen lässt, wird es Açma nun öfter geben! Aber dann die Originalmenge, denn mein einziger Fehler war, dass ich nur die halbe Menge gebacken habe... Frisch schmecken sie am besten, aber man kann sie am nächsten Tag ja dann aufbacken! 


Danke an Sonja und Zorra für das schöne Rezept und danke fürs Organisieren des Synchronbackens!


*) In Zeiten wie diesen, wo in den Medien ständig von Energie- Kosten / Sparen / Knappheit etc. die Rede ist, kann man überlegen, wie Energiesparen in der Küche möglich ist - nicht nur für eine Kostenreduzierung, sondern als Ausdruck einer nachhaltigen Lebensweise.  

Beim Backen von Hefeteig-Gebäck und Brioche-Zöpfen mache ich es immer schon so (übrigens wie meine Oma), dass ich sie ins KALTE Backrohr schiebe und erst dann den Ofen auf die gewünschte Temperatur aufdrehe. So erspart man sich zudem ein letztes Aufgehen-lassen. Die Backdauer ist interessanterweise gleich lang, ob mit oder ohne Aufheizen... aber die Heizdauer ist natürlich ohne vorheriges Aufheizen kürzer! Auch ist es möglich, den Ofen ein paar Minuten vor Ende bereits auszuschalten. 


Linkliste aller Teilnehmer*innen am Synchronbacken:

zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf 

Friederike von Fliederbaum 

Birgit M. von Backen mit Leidenschaft 

Petra von genusswerke 

Désirée von Momentgenuss 

Thomas und Simone von zimtkringel 

Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum 

Tamara von Cakes, Cookies and more 

Ilka von Was machst du eigentlich so?! 

Laura von Aus Lauras Küche 

Bettina von homemade & baked 




Mittwoch, 13. Januar 2021

#synchronbacken Leinsamen-Ecken


Das 1. Synchronbacken im neuen Jahr und ich bin zum ersten Mal überhaupt mit dabei! Das Rezept des formschönen dreieckigen Gebäcks mit viel gesundem Leinsamen hat mich aber auch sofort angesprochen! 
Bei uns ist zwar seit ungefähr einem Jahr, seit wir einen Roggensauerteig füttern, Herr Fliederbaum der wöchentliche Brotbäcker, aber für Spezialbrote und Gebäck bin ich zuständig 😊


Leinsamen... 
sind ja quasi das heimische "Superfood" mit ihrem Gehalt an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen, ungesättigte Fettsäuren, Proteinen und "Lignanen", die den Hormonhaushalt (zum Beispiel von Frauen in den besten Jahren) günstig beeinflussen können. Leinsamen sind zum Beispiel entzündungshemmend, können den Cholesterinspiegel senken, das Immunsystem stärken etc., ein Super-Lebensmittel eben, gerade auch in Zeiten wie diesen!  



Der "Gemeine Lein" oder Flachs (Linum usitatissimum), der hier im Sommer so schön hellblau-lila blüht, ist eine uralte Kulturpflanze und kam bereits vor etwa 7000 Jahren nach Mitteleuropa. Es gibt vereinfacht gesagt Faser-Lein (aus dem Leinen gewebt wird) und Öl-Lein. Von beiden können die Samen verwendet werden.


Synchronbacken also...
findet sozusagen gemeinsam statt - an einem festgelegten Tag wird ein vorgegebenes Rezept gebacken und später veröffentlicht. Das heutige Rezept der "Leinsaat-Ecken" kommt von Petra (Chili & Ciabatta). 
Meine Änderungen daran waren, dass ich das Weizenmehl durch Dinkel getauscht, Leinsamen plus Sonnenblumenkerne verwendet und nur die halbe Menge gebacken habe. 




Leinsamen-Sonnenblumenkern-Ecken
(für 2 kleinere Brote, die halbe Menge des Originalrezeptes)

Poolish:
100 g Dinkelmehl glatt (Ö Typ 700)
100 g Wasser
0,5 g frische Germ / Hefe, ca. 1 Reiskorn-groß

Brühstück:
75 g Leinsamen und Sonnenblumenkerne gemischt (halb/halb)
100 g Wasser

Hauptteig:
Poolish
Brühstück
225 g Dinkelmehl glatt (Ö Typ 700)  
175 g Vollkorn-Dinkelmehl 
5 g frische Germ / Hefe
bis ca. 225 g Wasser nach Bedarf
10 g Salz

Backzubehör:
(Holz-) Teigschieber und Backstein, Backpapier, Dampfschüsserl


Zubereitung und Zeitplan:

Am Vorabend beginnen. Für den Polish die Zutaten verrühren, für das Brühstück die Leinsamen und Sonnenblumenkerne mit kochend heißem Wasser übergießen. Beides zugedeckt bei Raumtemperatur über Nacht oder ca. 10-12 Stunden reifen bzw. quellen lassen. Auf dem Foto oben sieht man, wie schön die Leinsamen und Kerne gequollen sind. 

Am nächsten Tag den Hauptteig herstellen: Alle Zutaten außer Wasser und Salz in der Küchenmaschine auf Stufe 1 kneten. Dabei das Wasser nicht auf einmal, sondern nach Bedarf dazu leeren, dann das Salz einrieseln lassen. Auf Stufe 2 nur wenige Minuten kneten. 
edit: Dinkelmehl-Teige nicht überkneten!
Den Teig mindestens 1 Stunde zugedeckt bei Raumtemperatur aufgehen lassen.


Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und in zwei Teile teilen. Jeweils rund formen und zugedeckt ca. 20 Minuten rasten lassen. 

Den Teigschieber mit Backpapier belegen.
Die Teigkugeln jeweils mit einem Nudelwalker / Rollholz an drei Seiten flach nach außen rollen, sodass dünne "Flügel" entstehen. Diese Flügel werden nach innen, also zur Mitte hin übereinander geklappt. Die nun schön geformten Dreiecke werden umgedreht, mit den "Nähten" nach unten und mit Abstand zueinander auf das Backpapier gelegt. Mit Mehl bestäuben und zugedeckt 1 Stunde ruhen lassen. 

In der Zwischenzeit das Backrohr mit Backstein und Dampfschale auf 250°C vorheizen. 
Die Brote an der Oberseite nun dreieckig, parallel zu den Kanten, mit einem scharfen Messer rel. tief einschneiden und (mit oder ohne dem Backpapier) in den Ofen schieben. 
10 Minuten backen, dann Dampf ablassen und bei fallender Temperatur fertig backen, also weitere ca. 30 - 35 Minuten (je nach Ofen) bei 220 - 200°C. Die Brote sollen goldbraun und knusprig sein. 


Fazit:
Ein wunderbares Brot, hat uns sehr gut geschmeckt!! Wir haben einen Großteil ganz puristisch mit Butter verdrückt. Ich muss es bald wieder backen, so der Kommentar zu Hause! 
Mit der Konsistenz habe ich aber ein bisschen gekämpft, der Teig war beim 1. Versuch zu weich - daher sollte man wirklich immer mit der Wasserzugabe vorsichtig sein! Das Formen der Brote muss auch noch geübt werden 😏




Danke... 
an Zorra und Sandra für das Organisieren des fast schon traditionellen Synchronbackens! Mir gefällt daran vor allem der Gedanke des (ungefähr) zeitgleichen Backens an verschiedenen Orten. Ich bin überzeugt, wenn viele Personen gleichzeitig das Gleiche tun, also etwas Friedliches bzw. Kreatives mit positiven Gedanken, hat es Auswirkungen auf uns alle! 
So wie die "Labyrinth-Welle" rund um die Erde jeden ersten Samstag im Mai um 13 h zu jeder Ortszeit (klick) oder das gemeinsame meditative Begehen einer "Venusblume". 


Linkliste:

Birgit M. von Backen mit Leidenschaft 
Britta von Backmaedchen 1967 
Désirée von Momentgenuss 
Tina von Küchenmomente 
Friederike von Fliederbaum 
Ingrid von auchwas 
Petra von genusswerke 
Simone von zimtkringel 
Dagmar von Dagmar brotecke 
Volker von Volkermampft 
Wilma von Pane-Bistecca 
Bettina von homemade & baked 
Uschi von diebrotkrise 
Geri von Lecker mit Geri 

(nicht funktionierende Links werden richtig gestellt)


Liebe Grüße aus Wien