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Montag, 7. Dezember 2020

Rotkraut-Knödel-Genuss in rot-weiß-rot

 

Knödel-


Was wäre Österreich ohne seine Knödel... heute und vor fast 6000 Jahren... so alt ist nämlich der heimische Urknödel! 

In den Pfahlbausiedlungen aus der späten Jungsteinzeit am Mondsee in Oberösterreich hat man bei Ausgrabungen in einer Abfallgrube einen verkohlten Speiserest gefunden (Info, Werbung, not sponsered!). Dieser Klumpen erlangte als Mondseer Urknödel Berühmtheit und auch Funde an anderen Orten im Alpenraum zeigten, dass bereits Fleischreste und Obst mit Teig umhüllt wurden. Sehr viel später machte die Knödelentwicklung dann durch die Erdäpfel aus der neuen Welt einen bedeutenden Schritt. 

Also, es geht heute um Knödel bei unserem vorweihnachtlichen Genuss in rot-weiß-rot. Ich freue mich, dass es nach einer längeren Pause wieder eine solche Blogaktion gibt, daher danke an Julia, dass sie uns angestoßen hat 😍

Die Links zu den anderen Teilnehmerinnen mit ihren Knödelkreationen findet ihr ganz unten. Ich habe diesmal einen bewährten Erdäpfelteig mit Rotkraut gefüllt. Über das Knödelmachen traue ich mich mittlerweile ohne Zittern drüber, nachdem ich das heurige vertrackte Jahr zum Üben genutzt habe ;-)  Wer sich aber nicht sicher ist -- nach dem selben Rezept (siehe unten) kann es auch eine gefüllte Erdäpfelrolle werden, so wie ich sie immer gern gemacht habe (klick). 



Rotkrautknödel mit Erdäpfelteig

Rotkraut für die Fülle
Blaukraut, Rotkohl

1/2 Kopf Rotkraut, ca. 600 g
Salz
1 - 2 TL Zucker
etwas Öl
1-2 EL Apfelessig
1 mittelgroßer Apfel (mit Schale), gerieben
1 Lorbeerblatt
etwas gemahlener Zimt
ein wenig Kümmel
Pfeffer

Das Rotkraut (ohne Strunk) fein nudelig schneiden und in eine große Schüssel geben. Mit den Händen mit Salz und ein wenig Zucker verkneten und mindestens 1 Stunde ziehen lassen. 

In einem Topf das Öl erhitzen, den restlichen Zucker leicht karamellisieren lassen und das Rotkraut dazugeben. Mit Apfelessig ablöschen, würzen und den Apfel unterrühren. Die Flüssigkeit kontrollieren (auch während des Kochens) und ggf. ein wenig Wasser dazugeben, aber nicht viel. Zugedeckt etwa 1 Stunde weich kochen, das Rotkraut soll gut weich und nicht mehr knackig sein.

Das Lorbeerblatt herausfischen, alles gut abschmecken und auskühlen lassen bzw. kann das Rotkraut bereits am Vortag gekocht werden.  

Rotkrautkugerln formen: 

  • 1 guter Esslöffel Rotkraut pro Knödel (bei mir 6 Knödel)
  • 1 Ei (M)
  • Mehl nach Bedarf, aber nicht zu viel

Das benötigte Rotkraut in eine Schüssel löffeln und mit dem Ei und etwas Mehl schnell verrühren, so dass eine halbwegs formbare Masse entsteht. Mit den Händen werden nun Rotkrautkugeln bzw. "Häufchen" geformt und eingefroren. 

Nach etwa einer halben Stunde können diese rund nachgeformt und wieder eingefroren werden, auch über Nacht möglich. Die Fülle muss fertig sein, bevor man sich dem Teig widmet!
Übriges Rotkraut anderweitig verwenden... 


Erdäpfelteig für die Hülle

500 g mehlige Erdäpfel, gekocht, geschält
100 g (Dinkel-) Mehl
30 g Grieß
20 g Kartoffel-Stärkemehl
1 guter TL Salz
ein wenig Muskatnuss
1/8 l Öl oder 1 Ei (M) je nach Belieben

Die Erdäpfel noch heiß durch die Kartoffelpresse pressen, salzen und auskühlen lassen. Die restlichen Zutaten dazugeben und rasch mit den Händen einen geschmeidigen Kartoffelteig kneten. Nicht zu lange kneten, sonst verkleistern die Erdäpfel. 

Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche zu einer Rolle formen. Jeweils eine Scheibe abschneiden, mit bemehlten Händen mit einer (gefrorenen) Rotkrautkugel füllen und Knödel rollen. Die Fülle muss gut vom Teig umschlossen sein. 
Übrigen Teig zu zB. Gnocchi formen, ggf. einfrieren oder mehr Knödel machen...

In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und die Knödel je nach Größe ca. 15 - 20 Minuten schwach köcheln lassen. 



Soo schön farbenfroh und wirklich köstlich! 
Wir hatten diesmal eine Ofenkürbiscreme und einen warmen Berglinsen-Salat zu den lila gefüllten Knödeln. Die Kürbiscreme (Ofengebratener Hokkaido mit etwas Obers püriert) harmonierte übrigens ganz besonders gut mit den Knödeln! 


Diese Knödel schmecken zu veggie Gemüse oder Schwammerl genauso gut wie zur Weihnachtsgans! Ich werde das am 2. Weihnachtsfeiertag testen und hab zwar keine Gans, aber eine ganze Ente auf klassische Art in Planung! Wo Rotkraut und Erdäpfelknödel dazu passen, gilt das genauso für diese Rotkrautknödel mit WOW-Effekt nicht nur nach dem Öffnen!


Knödel-Links der Genussgruppe:

Susi Turbohausfrau: Serviettenknödel

Michaela vom Genussatelier Lang: Nougatknödeln

Maria, Mädel vom Land: Flaumige Apfelknödel

Brigitta (B.´s Kulinarium): Wallerknödel in Veltlinersauce

Daniela von linzersmileys: Germknödel mit Vanillesauce und Mohnzucker

Julia (Backebacke Kuchen): Spinatknödel

Christina, the Apricot Lady: Waldviertler Erdäpfelknödel aus dem Dampfgarer


So eine tolle Knödelvielfalt und alle eignen sich in irgendeiner Weise (als Vorspeise, Hauptspeise bzw. Beilage, Nachspeise) auch für Weihnachten!



Donnerstag, 2. Juli 2020

kühlende "Sommer-Schale" in rot-weiß-rot


...sag niemals Bowl zu ihr...
(frei nach einem Werbeslogan; der Beitrag enthält Werbung in Form von Namensnennungen, nicht gesponsert!)


Normalerweise heißt es ja nicht Sommer-Schale, sondern Bowl...  so wie "Buddha Bowl" zum Beispiel. Die kommt aus dem fernöstlichen ZEN-Buddhismus, wo Mönche pro Tag nur das essen, was in eine Schüssel von bestimmter Größe passt. Oder "Poke Bowl" aus der hawaiianischen Küche mit allerlei gesunden Sachen und rohem Fisch, mittlerweile auch bei uns im Trend. So eine Schale soll jeweils Salat, Gemüse bzw. Rohkost, Früchte, gesunde Fette bzw. Nüsse und Samen, Eiweiß und Kohlenhydrate in ausgewogener Zusammensetzung und möglichst unverarbeitet enthalten, obenauf Dressing und Topping. "Clean Eating" oder "Bowls nach TCM" sind die Schlagworte dazu im www.


Da wir in unserer Gruppe aber heute einen "Kühl-Genuss in rot-weiß-rot" bloggen, wo es um die Österreich-Komponente geht, soll auch der Name stimmen, daher "Sommer-Schale" 😊

Ich habe mich also auf Zutaten beschränkt, die bei uns wachsen und die abkühlend wirken. Der nahenden Sommerhitze - so sie heuer überhaupt kommt - kann man so ganz gut ein Schnippchen schlagen und allzu heiße, drückende Tage angenehmer überstehen. Abkühlend wirken etwa Blattsalate, gut wasserhältige Gemüse- und Obstsorten, Kräuter, Reis, gesäuerte Milchprodukte etc... 

Wir hatten jetzt öfter, auch ohne Sommerhitze, ein solches vielseitiges und leichtes Gericht mit österreichischen Zutaten. Denn viele (noch) nicht als heimisch angesehene Pflanzen werden mittlerweile bei uns erfolgreich angebaut und bereichern unseren Speiseplan.

Am meisten freue ich mich über den Seewinkler Reis aus dem Burgenland, den es in mehreren tollen bio Sorten gibt. Oder an Süßkartoffeln, Wassermelonen, Erdnüsse etc., die alle bei uns gedeihen.

Auch Kichererbsen, denen es in meinem (Miet-) Garten bis jetzt gut geht und die gerade zu blühen anfangen. Ich bin sehr gespannt aufs Ernten und werde berichten. Umgekehrt wird eigentlich heimisches Gemüse und Obst vom anderen Ende der Welt importiert, aber das ist eine andere Geschichte.




Sommer-Schale - eine bunte Inspiration 

mit meinen heutigen Bestandteilen, die rundum in Segmenten in eine Schüssel (pro Person) angerichtet werden: 
Salat ist die Basis: Vogerlsalat (Rapunzel, Feldsalat), mariniert mit Salz, Zitronensaft und Sonnenblumenöl.
Kohlenhydrate: bio Seewinkler Reis nach Packungsanweisung gekocht und ein wenig gesalzen, noch warm verwendet.
Eiweiß: aufgeschnittene Reste von einem Suppenhuhn (das weg musste), alternativ hätte ich Hühnerstreifen gebraten oder eine Räucherforelle zerpflückt.
gesunde Fette bzw. Nüsse: Pesto *) aus Vogerlsalat und Radieschenblättern mit Walnüssen, Sonnenblumenöl und Käse.
Gemüse und Rohkost: Radieschen, halbiert und ein wenig gesalzen, ein Gurken-Sauerrahmsalat mit Dill und ein paar Kirschparadeiser.
Früchte: Himbeeren.
Dressing: darauf habe ich verzichtet, da sowieso das Pesto dabei ist und habe noch eine Hand voll Sonnenblumenkerne über alles gestreut.



*) Für das Pesto habe ich schöne einwandfreie Radieschenblätter und Vogerlsalat (etwa halb-halb) mit gemahlenen Walnüssen und Sonnenblumenöl gemixt. Dazu kamen reichlich geriebener Käse, eine große Knoblauchzehe, ein Spritzer Zitronensaft und ein wenig Salz. Mit etwas mehr Öl vermischen, bis die Konsistenz passt. So ein Pesto hält sich gut einige Tage in einem Glas im Kühlschrank.

Das Pesto bildete in meiner Schale die Mitte und passte wunderbar zu allem! 


Wirklich köstlich und noch dazu ausgewogen und gesund! 

Wer ein ausgeprägteres Deko-Gen besitzt als ich, könnte die Schale hübscher anrichten ;-)
Übrige Reste der einzelnen Komponenten können getrennt oder immer neu zusammengestellt genossen werden.
Empfehlung!


Linkliste „Kühl-Genuss in rot-weiß-rot“


Susi Turbohausfrau mit einem Rindfleisch-Käferbohnensalat

Daniela #linzersmileys: marmorierter Eis-Gugelhupf „Erdbeer-Vanille“ mit Schokoguss

Julia von BackebackeKuchen: Gegrillter Zucchinisalat mit Knoblauchstangerl

Brigittas Kulinarium mit einer Melonensuppe

Christina, The Apricot Lady und eine erfrischende Kräuterlimonade

Maria Mädel vom Land: Sommersalat mit Gartenbeeren und Borretsch-Dressing

Friederike Fliederbaum: "Sommer-Schale" - sag niemals Bowl zu ihr



Schön, dass ihr alle mitgemacht habt! Ich freue mich auf die ganzen schönen, abkühlenden Rezepte! Der Sommer kann kommen, oder?



Montag, 25. Mai 2020

Gröstl kommt von rrrösten, rot-weiß-roter Genuss mit Räucherfisch


~ Gröstl ~ 

steht diesmal am Programm der österreichischen Genussgruppe, Susi Turbohausfrau hat die Runde wieder perfekt motiviert, danke dir!

Ein Gröstl ist ja DAS perfekte Pfannengericht und gleichzeitig Restlverwertung von klein geschnittenen Kartoffeln, Knödeln bis hin zu Bratenresten und auch Nudeln und Gemüse. Das Tiroler Gröstl ist sicher über unsere Grenzen hinaus das bekannteste. Das Blunzngröstl mit Blutwurst ist auch ein Klassiker, aber ich finde, auch der Grenadiermarsch mit Erdäpfeln und Fleckerln (Nudeln) ist ein Gröstl. Allen gemeinsam ist das Rösten in der Pfanne, je nach Zutaten bei sanfter oder mehr Hitze, dabei aber nur nix anbrennen lassen ;-)

Uns schmeckt die sanft geröstete Kombination von Räucherfisch mit Kartoffel-Gnocchi bzw. Knödel immer wieder sehr gut. Es ist ein Blitzrezept und kommt besonders derzeit sehr oft auf den Tisch. Fisch mögen wir lieber als Fleisch und in geräucherter Form schmeckt er wirklich super in einem Gröstl. Die Erdäpfelknödel von HIER passen ebenso perfekt und natürlich allerlei Gemüse je nach Saison. 




Gröstl vom Waldviertler Räucherkarpfen mit Erdäpfelknödeln und Frühlingsgemüse
(für 2 Pers.)

1 großen oder 2 - 3 kleine fertig gekochte bzw. aufgetaute Erdäpfelknödel
1 Filet, ca. 120 g bio Räucherkarpfen oder Räucherwels (feine Forelle würde ich hier nicht verwenden)
1 Frühlingszwiebel inkl. Grün
1/2 Lauch
1 kleine Karotte
1 kl. Stück Kohlrabi
1 - 2 Knoblauchzehen nach Belieben
ca. 8 eher dünne Stangen vom grünen Spargel
1 Handvoll Erbsen (TK)
ein wenig Öl zum Braten
Salz, Pfeffer


Die Zutaten je nach Belieben bzw. so vorbereiten:
  • Die Knödel in Scheiben schneiden. 
  • Die (eher dicke, unansehnliche) Haut vom Räucherkarpfen abziehen und den Fisch in Stücke zupfen oder schneiden. 
  • Frühlingszwiebel und Lauch in Ringe schneiden.
  • Karotte und Kohlrabi stiftelig schneiden oder hobeln.
  • Die Knoblauchzehe fein reiben (ich finde, so gibt sie das meiste Knofelaroma!).
  • Den grünen Spargel schräg in kleine Stücke schneiden. 
  • Die Spargelspitzen und die TK-Erbsen in Salzwasser kurz blanchieren und in Eiswasser abschrecken.
In einer großen Pfanne etwas Öl erhitzen.
Als erstes die Knödel goldbraun braten, dann die weiteren Zutaten dazugeben und bei nicht zu großer Hitze gemeinsam sanft durchbraten. Das Gemüse soll noch rel. knackig bleiben und zum Beispiel Zwiebel nicht recht braun werden.
Würzen, dabei aber mit dem Salz aufpassen, da der Räucherfisch ja auch salzig ist.
Zum Schluss dann die blanchierten Spargelspitzen und die Erbsen unterrühren.



einfach köstlich!! 



Im Prinzip ist auch der Hamburger "Pannfisch" ein Gröstl, nur nicht österreichisch rot-weiß-rot. Pannfisch bedeutet ja "in der Pfanne gebraten" und enthält gebratenen Fisch, ggf. vom Vortag, Kartoffeln und eine Senfsauce (klick).
Sollte ich direkt auch wieder einmal machen, genauso wie den eingangs erwähnten Grenadiermarsch! Und natürlich die Gröstl-Varianten, die unten angeführt sind!


Linkliste in rot-weiß-rot:

Susi Turbohausfrau: Spargelgröstl

Brigittas Kulinarium: Pilzgröstl mit Bachsaibling und Veltlinersauce

Verena kocht: Lachsgröstl mit Erbsenschoten

Daniela Linzersmileys: Erdäpfel-Karottengröstl mit Brennesseln



Ich werde alle ausprobieren!!



Montag, 27. April 2020

Hülsenfrüchte-Genuss in rot-weiß-rot

Wachtelbohnen

Bohnen gibt´s heute bei mir beim rot-weiß-roten Genusskochen... Susi Turbohausfrau hatte die Anregung zum Hülsenfrüchte verkochen und so als hätten wir uns in der Gruppe abgesprochen (haben wir aber nicht), gibt es nur Rezepte mit Bohnen (siehe Linkliste ganz unten). Nachtrag: eine Ausnahme mit Kichererbsen gibt es ;-)


Wie schon hier bei den Linsen beschrieben, sollen auch getrocknete Bohnen vor Verwendung in Wasser eingeweicht werden, nicht nur, weil sich die Garzeit dann reduziert. 
Bohnen sollten über Nacht bzw. bis zu 12 Stunden bei Zimmertemperatur im Wasser baden, das reduziert das "Blähpotential" bzw. die in Hülsenfrüchten (Nüssen, Getreide, Reis) enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe (Phytinsäure). Danach werden sie abgespült und mit frischem Wasser gekocht. Ich halte es so wie beschrieben und weiche Hülsenfrüchte immer ein, aber wie meistens gehen auch beim Thema Phytinsäure neutralisieren die Meinungen auseinander...



Bohnen-Paprika Gulasch mit gebratenem Fisch
frei nach A. Wojta
(für 2 Personen plus Gulasch-Reste)

Bohnen:
200 g getrocknete weiße Bohnen oder Wachtelbohnen (ich)
2 Knoblauchzehen nach Belieben
1 Kräutersträußchen aus zB. Bohnenkraut, Rosmarin, Salbei (orig. nur Liebstöckl)

Paprikasauce:
etwas Öl
2 mittelgroße Zwiebeln
2 große rote Gemüse-Paprika
Knoblauch nach Belieben
1 Bund Petersilie, die Stängel mitkochen, die Blätter gehackt zum Bestreuen von Gulasch und Fisch
1 EL Paprikapulver (zB. halb edelsüß, halb scharf)
1 TL Essig zum Ablöschen
ca. 150 ml Wasser
1 Kräutersträußchen wie oben
Salz, Pfeffer
Chili
1 Prise Zucker
ca. 180 ml Obers / flüssige Sahne (orig. 250 ml)
optional 1 EL Creme fraiche
optional 1 EL Ajvar Paprikapaste (es gibt gute rot-weiß-rote bio Produkte!)

Fisch:
1 großes Fischfilet (geschröpfter Karpfen oder Wels)
Salz
etwas Zitronensaft
Petersilie
1 EL Brösel
1 EL Mehl
Öl + 1 EL Butter
einige Knoblauchzehen

Zubereitung: 
Die Bohnen rechtzeitig vorher in kaltes Wasser einweichen und dann abseihen. Mit reichlich frischem Wasser, angedrückten Knoblauchzehen und Kräutersträußchen (kein Salz!) weich kochen. Die Aromen entfernen und die Bohnen abseihen, beiseite stellen.

Für die Paprikasauce werden die klein geschnittenen Zwiebel, Paprika, Knoblauch und Petersilstängel in etwas Öl angeschwitzt, ohne viel Farbe nehmen zu lassen. Das Paprikapulver dazugeben, mit Essig ablöschen und mit ein wenig Wasser aufgießen, nicht zu viel. Würzen und zugedeckt weich köcheln lassen, ca. 15 Minuten.
Dann wird mit Obers und Creme fraiche verfeinert, das Kräutersträußchen entfernt und die Sauce fein (orig.) oder weniger fein püriert. Ich habe die Sauce nur sehr wenig gemixt und habe daher die Gemüse-Paprika rel. klein würfelig geschnitten.

Die Bohnen beifügen, abschmecken und das Gericht noch ein wenig durchziehen lassen. Es lässt sich sehr gut vorbereiten und könnte bereits am Vortag gekocht werden. 

Das Fischfilet in gefällige Stücke schneiden, mit Salz, Zitronensaft würzen und die Petersilie andrücken. Den Fisch jeweils zuerst in den Bröseln, dann in Mehl wenden - dadurch wird er beim Braten gut knusprig.
In einem Öl-Butter Gemisch rasch braten, dabei zerdrückte Knoblauchzehen mitbraten und den Fisch immer wieder übergießen.


Das Paprika-Bohnen Gulasch anrichten und mit einem oder mehr Fischfilets krönen (oben, das war mein Teller mit nur wenig Fisch). Dazu schmecken am besten ganz "normale" Erdäpfeln.

Und auch am 2. Tag schmecken aufgewärmte Reste des Gulaschs sehr gut! Es war ziemlich perfekt, aber ich würde nächstes Mal mehr Creme fraiche und weniger Schlagobers ins Gulasch geben.



Das Rezept stammt aus dem sympathischen Kochbuch "Meine Wiener Küche" von Andreas Wojta. Ich besitze es seit der Zeit, als er im österreichischen TV begonnen hat zu kochen und Schmäh zu führen (und ich noch ein TV Gerät besaß). Die später zunehmend überdrehte Kochshow "Andy & Alex" habe ich dann nicht mehr wirklich verfolgt.

Das Kochbuch enthält solide lokaltypische Gerichte, wie man sie in Wien isst oder die man vielleicht schon lang nicht mehr gekocht hat (zB. von Alt-Wiener Backfleisch bis Zwiebelnockerl). Es sind authentische Rezepte ohne Schnickschnack und ohne Neuinterpretationen, aber mit guten Tipps von einem Kenner der Wiener Wirtshausküche und mit Spaß an der Freud´ gekocht - das strahlt das Kochbuch aus.
(Werbung durch Namensnennung, not sponsered!)



Linkliste vom rot-weiß-roten Genusskochen:

Susi Turbohausfrau mit Bärlauchbohnen
und danke dir fürs Organisieren

Brigitta (B.´s Kulinarium) und Mama Reiters Bohnenlaibchen

Daniela (Linzer Smileys) mit einer Bohnentorte nach Sacher-Art

Petra (Homeofhappy) und Bohnen-Bällchen Pasta

Maria Mädel vom Land mit Löwenzahnsalat mit Kichererbsen und Gänseblümchen
Nachzüglerin Maria kochte lieber Kichererbsen statt Bohnen ;-) 


Ich freue mich auf die Rezepte! Liebe Grüße aus Wien!




Montag, 23. März 2020

Kochen gegen Hamstern, Lageräpfel und Granola


"Kochen gegen Hamstern" hat Brigitta ihre Idee für ein gemeinsames Genuss in rot-weiß-rot Kochen genannt. Hamsterkäufe sind trotz der derzeitigen Krisenzeit bei uns ja wirklich nicht notwendig, die Supermärkte sind geöffnet und nach dem Ansturm in der letzten Woche ist das komplette Sortiment verfügbar.

Eine gewisse Notration zu Hause zu haben, ist aber zu jeder Zeit sinnvoll. Was habt ihr denn so gelagert? Bei mir auf dem Balkon ruhen zum Beispiel immer Zwiebeln und Kartoffeln in alten Tontöpfen - zumindest in der kalten Jahreshälfte. Äpfel halten sich momentan draußen auch gut. 

Trockenvorräte, Gläser etc.

Vorräte machen aber nur Sinn, wenn sie regelmäßig kontrolliert und verarbeitet werden, und nicht etwa schlussendlich im Müll landen wie so viele Lebensmittel.
Bei meinen Winteräpfeln auf dem Balkon finde ich das besonders heikel, aber wenn sie nicht mehr "schön" und knackig sind, gibt es eben Kompott, Mus oder Crumble. Ein solches schmeckt uns mit selbstgemachtem Granola momentan am besten und ist blitzschnell fertig, vorausgesetzt Granola ist vorrätig ;-)


Granola mit Mandeln
vegan und zuckerfrei

100 g Mandeln (ganz) mit Schale
50 g gestiftelte oder gehobelte Mandeln
70 g Haferflocken
30 g Kokosflocken
100 g flüssiges Kokosöl

Das Backrohr auf 170°C vorheizen.
Die Mandeln (ganz) im Zerkleinerer nicht allzu fein mahlen und mit den anderen trockenen Zutaten und dem Öl vermischen.
Auf einem Backblech + Papier im Ofen etwa 20 Minuten goldgelb backen, dazwischen auflockern und wenden. Aufpassen, dass es nicht zu dunkel gebacken wird.
Granola gut auskühlen lassen und in einem Glas aufbewahren. Es passt für Crumble und zum Bestreuen von Porridge (Haferbrei) und allerlei Desserts.

Ich habe die doppelte Menge gemacht, was für ein Backblech aber ein bisschen viel war und öfter gewendet werden musste. 



Crumble mit Äpfeln
vegan

pro Person 1-2 Äpfel, je nach Größe
1/2 - 1 bio Zitrone oder Orange, Saft und Schale
1 EL Kristallzucker
1/2 EL Kokosöl

Die Äpfel schälen, achteln und mit Zitronensaft und Schale marinieren.
Das Backrohr auf 180°C vorheizen.
In einer Pfanne, die für Herd und Ofen geeignet ist, wird das Kokosöl gemeinsam mit dem Zucker hell karamellisiert. Die Äpfel samt Flüssigkeit dazugeben und unter Rühren kurz braten (je nach Apfelsorte), sie sollen kernig und nicht allzu weich werden.
Die Äpfel mit reichlich Granola bestreuen und im Rohr etwa 10 - 12 Minuten überbacken (da Granola ja bereits gebacken ist, ist das Überbacken der Äpfel zack-zack fertig).
Noch warm servieren, mit zB. Eis oder Nice-cream (mit gefrorenem Obst gemixt).


Ich muss sagen, dass mir die Süße von dem bisschen Karamell und von den Äpfeln vollauf genügt, ich brauche keinen extra Zucker im Granola. Allerdings koche ich Apfelkompott und Mus auch nur mit Zimt und ganz ohne Zucker. Wer es also gern süßer mag... 
Bei Susi Turbohausfrau findet man übrigens ein reichhaltigeres, spezielles Granola mit Schokolade und Kaffee. 


Gerade in Zeiten wie diesen tut ein warmes Dessert Geist und Körper so gut! Wie sieht das bei euch aus?


Linkliste in rot-weiß-rot:

Susi Turbohausfrau mit gefüllten Erdäpfeln

Brigittas Kulinarium: Mohn- und Nuss-Bröselnudeln
und danke dir fürs Organisieren!

Daniela, Linzer smiley: Pikantes mit Haferflocken

Michaela, Genussatelier Land mit Krautfleckerln

Maria Mädel vom Land liegt mit Grippe im Bett, gute Besserung!





Montag, 27. Januar 2020

Genuss in rot-weiß-rot oder was der Tiefkühlvorrat hergibt


"Vorratskochen" 


Im letzten Jahr habe mehr vom Sommer eingefroren als vorher... wer kann schon nein sagen bei "richtigen" Heidelbeeren aus steirischen Wäldern oder gut reifen Marillen direkt aus der Wachau... und im Winter freue ich mich dann über einen Marillenröster (siehe Foto) oder eine Tarte wie heute. Die Marillen friere ich entkernt und geviertelt ein, so können sie rasch verkocht werden, heute mit karamellisiertem Zucker.

Heidelbeeren und Marillen harmonieren sehr gut mit Mohn. Gemahlenen Mohn habe ich auch fast immer im Tiefkühler auf Vorrat. Der wird sonst leicht ranzig, aber tiefgefroren hält er sich eine zeitlang sehr gut (aber auch nicht ewig lange, da sich die ätherischen Öle irgendwann verflüchtigen).

Der Teig für die Tarte ist auf Basis eines klassischen 1-2-3 Mürbteiges mit 1 Teil Zucker, 2 Teile Butter, 3 Teile Mehl oder anders berechnet: 1 Teil Butter und 2 Teile trockene Zutaten.

Ich mag diesen unkomplizierten Mürbteig recht gern, weil er gut schmeckt und auch beliebig variiert und die Menge so gut angepasst werden kann. Heute habe ich ihn ziemlich zuckerreduziert gemacht, für uns süß genug. Der Zucker kann für pikante Quiches etc. auch ganz durch eine andere trockene Zutat (Mohn, Kokosraspel, Käse etc.) ersetzt werden. Wer den Teig gern richtig süß mag, nimmt bis zu doppelt mehr Zucker...


~ Wintertarte mit Sommerfrüchten ~ 

Mürbteig mit Mohn
190 g helles Dinkelmehl
20 g Buchweizenmehl
40 g Mohn, gemahlen
30 g (Rohrohr-) Zucker
     (Summe der trockenen Zutaten 280 g)
140 g kalte Butter in Würfeln
1 Ei
1 Prise Salz
optional ca. 1 EL Wasser nach Bedarf

Fülle mit Heidelbeeren und "Marillenkaramell"
2 Hände voll geviertelte Marillen / Aprikosen, aus dem TK-Schrank
2 - 3 EL Kristallzucker
1 Gläschen Marillen- oder Orangenlikör
ca. 200 g (Wald-) Heidelbeeren, TK
2 EL Stärkemehl
etwas Zimtpulver
Vanille
1 Spritzer Zitronensaft
2 EL Heidelbeer-Marmelade oder andere


Zubereitung:

Für den Teigboden aus allen Zutaten einen geschmeidigen Mürbteig kneten und 1/2 Stunde kühl rasten lassen.

Fülle: In einem Topf den Zucker hell karamellisieren und die tiefgekühlten Marillenviertel und den Likör unter Rühren dazugeben. Ohne extra Wasserzugabe tw. zugedeckt kurz auftauen und dann offen durchziehen lassen. Zimt nach Geschmack und Vanille dazu geben.

Die Heidelbeeren, ebenfalls im gefrorenen Zustand, (im TK-Sackerl) mit dem Stärkemehl gut vermischen und dann zu den leicht überkühlten Marillen geben, abschmecken.

Das Backrohr auf 180°C vorheizen und eine Tarteform (ca. 24 cm) ganz leicht mit Öl benetzen.
Etwa 2/3 des Teiges für den Boden auswalken, in die Form drücken und 10 Minuten blind vorbacken. In der Zwischenzeit können aus dem restlichen Teig beliebige Formen ausgestochen werden.
Dann wird die Marmelade auf den Teigboden gestrichen, die Fülle darauf geleert und ein paar von den Kekserln dekorativ obenauf drapiert.
Im Rohr ca. 35 (- 40) Minuten fertig backen.

ab ins Rohr


Bei mir ist sich mit dem restlichen Teig auch noch ein Backblech Kekserl ausgegangen...
Der nicht allzu süße Mürbteig war für uns perfekt und die Sommerfrüchte färben das heutige Nebelgrau bunt!



Danke dir, Sina, fürs die Idee und fürs Organisieren des Vorratskochens!

Linkliste:

Sina, giftige Blonde: Nudeltascherl mit Bärlauchfülle
Brigittas Kulinarium: Linzerschnitten, gerührt
Maria, Mädel vom Land: halbflüssiger Schokokuchen mit Ribiseleis 
Daniela, Linzer smiley: Topfenrahmtörtchen mit Erdbeerwirbeln
Michaela, Genussatelier Lang: Schoko-Kirsch Kuchen

Sehr schöne Rezepte, ich freu mich drauf!! Ich hätte noch alle Zutaten eingefroren hier, von einem Rest Bärlauch bis zu roten Ribiseln und einzelnen Erdbeeren. Marmelade für die Linzerschnitten gibt es bei mir auch ausreichend, nur keine Kirschen...

Liebe Grüße



Dienstag, 10. Dezember 2019

ein Marillenpunsch für den rot-weiß-roten Christkindlmarkt

Das Foto ist aus 2017 vom sympathischen Weihnachtsmarkt auf dem Platz am Hof in Wien. Heuer ist sich ein Besuch leider noch nicht ausgegangen und die Weihnachtszeit kommt auch wieder so überfallsartig und plötzlich ;-)

Aber Punsch haben wir trotzdem schon getrunken, wenn auch nur zu zweit auf dem Balkon zu Hause. Sina giftige Blonde und die anderen der österreichischen Genussgruppe haben mich dazu "angestiftet"... danke euch!


Marillenpunsch
(für 2 Personen)

500 ml Marillennektar (Aprikose), bio und gute Qualität
ca. 1 Glas Weiß- oder Roséwein (ich)
1 Zimtstange
einige Nelken
1 Sternanis
1 angetrocknetes Lorbeerblatt
1 EL Honig je nach Geschmack
Marillenlikör (Ersatz Inländer-Rum) nach Belieben (reichlich)
optional etwas Marillenschnaps

Zubereitung:
Den sämigen bio Nektar mit Wein verdünnen und mit den Gewürzen erhitzen. Eine zeitlang ziehen lassen, dass sich die Aromen entfalten können, je länger desto besser. Honig und Likör dazugeben und den Punsch (wieder sanft erwärmt) in Häferl füllen.


Vielleicht ein paar süße Busserl dazu?


Marillenbusserl
(für ca. 25 Stück, 1 Backblech)

100 g getrocknete, weiche, helle bio Marillen (Aprikosen)
100 g Marzipan-Rohmasse
Marillenlikör oder Marillennektar
2 Eiklar (M)
1 gehäufter EL (Birken-) Zucker
30 g Mandeln, gerieben

Zubereitung:
Die Marillen in kleine Würferl schneiden und mindestens 1 Stunde (oder über Nacht) in Marillenlikör ziehen lassen. Gemeinsam mit dem klein geschnittenen Marzipan mit dem Mixstab fein oder eher grob (ich) pürieren, dabei soviel Likör (oder Saft) zugeben, dass eine rel. weiche Masse entsteht.

Eiklar mit Zucker steif schlagen und die Marillen-Marzipan Masse vorsichtig einmengen, dann die Mandeln.
Das Backrohr auf 160°C vorheizen. Mit einem Löffel werden nun möglichst runde Häufchen auf ein Backblech + Papier gesetzt.
Im Ofen etwa 20 - 25 Minuten hell backen, dann bei 100°C und offener Ofentür (Kochlöffel eingeklemmt) noch mind. 10 Minuten trocknen.



weitere Punsche am Blog:
Zwetschke
Holler-Zirbe


Linkliste der rot-weiß-roten Christkindlmarkt-Besucherinnen:

Sina giftige Blonde: Apfel-Hibiskus Punsch
Susi Turbohausfrau: Apfelbrot
Maria Mädel vom Land: Punschherzen zum Knabbern
Daniela Linzersmileys: Eierpunsch mit grünem Veltliner
Brigittas Kulinarium: Hot Schilerol
Verena kocht: Uhudler-Orangenpunsch
Petra Home of happy: Glückwein on the rocks




Eigentlich geht man eh nur wegen der Atmosphäre und Geselligkeit auf einen Weihnachtsmarkt, denn der Punsch schmeckt selbstgemacht sowieso viel besser, oder??



Donnerstag, 19. September 2019

Herbstgenuss mit einer molligen Schwammerlsauce


"Chanterelles" heißen sie auf englisch und französisch - ich finde, das klingt um einiges romantischer und lieblicher als unsere Eierschwammerl oder in Deutschland die Pfifferlinge, oder? Bei uns gab es diese Schwammerl am Wochenende und als Beitrag für Genuss in rot-weiß-rot in einer sehr genialen Fusion: 




molliges Erdäpfelgulasch mit Eierschwammerln und Ofenkürbis
(für 1 Topf Gulasch, ca. 2-3 hungrige Pers.)

ca. 200 g Eierschwammerl
300 g mehlige Erdäpfeln, geschält, in Würfel von ca. 2 cm geschnitten
300 g Hokkaido Kürbis, geputzt gewogen
reichlich Öl (zB. das Schwammerlöl von hier)
2 große Zwiebeln, nicht zu fein geschnitten
1 EL Paradeismark
1 - 2 EL Paprikapulver nach Belieben (ich: halb edelsüß, halb scharf ungarisch)
1 Glas Weißwein zum Ablöschen, Ersatz verdünnter Essig
Salz, Pfeffer, Chili
getrockneter Majoran, ein wenig Kümmel
Saft von 1/2 Zitrone zum Abschmecken
frischer Majoran oder Petersilie zum Bestreuen

Zubereitung:
Die Eierschwammerl putzen und ggf. schnell waschen, aber nur wenn unbedingt notwendig, da sie sich schnell mit Wasser vollsaugen. Je nach Größe halbieren oder kleiner schneiden, in einer Pfanne in sehr wenig Öl bei guter Hitze ausbraten. Sollten sie zuviel Wasser lassen, dieses abschöpfen (und später zum Gulasch geben). Die Schwammerl dann beiseite stellen und ein wenig salzen.

Den Kürbis in Würfel schneiden, mit Salz und Öl vermischen und im 190°C vorgeheizten Rohr braten.

Für das Erdäpfelgulasch werden nun in einem großen Topf die Zwiebeln in reichlich Öl langsam goldgelb gebraten. Das Paradeismark kurz mitbraten, mit Paprikapulver würzen und mit Wein ablöschen. Ein eher süßlicher Wein macht sich hier gut.
Dann kommen die Erdäpfelwürfel und die Gewürze dazu. Mit Wasser aufgießen und zugedeckt sanft köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind. Dazwischen die Flüssigkeit kontrollieren.

Zum Schluss werden die einzelnen Komponenten vereint, also die gebratenen Eierschwammerl und die Kürbiswürferl untergemischt. Abschmecken, auch mit Zitronensaft (oder Essig) und alles noch ein wenig durchziehen lassen, dass sich die Aromen gut verbinden.

Mit ein paar frischen Majoranblättchen behübschen. Wer will, serviert das Gericht mit Brot und einem Patzerl Sauerrahm obendrauf, aber wir mögen es am liebsten puristisch... Empfehlung!


Dieses mollige herbstliche Gulasch ist vegan, wenn ein passender Wein zum Ablöschen verwendet wird. Es ist an mein Urlaubsblitzrezept von Eierschwammerln mit ofengebratenem Kürbis von hier angelehnt und verbindet sich heute perfekt mit einem Erdäpfelgulasch (aber ohne die Wurst, die würde nicht dazu passen).


Tipp (von meiner Mama übernommen, die aber nicht mehr kocht):
Durch die vielen Zwiebeln und die mehligen, anstelle von festkochenden Erdäpfeln bindet die Sauce besser und ein "Gmachtl" mit Mehl ist nicht unbedingt notwendig.




Die österreichische Genussgruppe hat heute wieder einiges zu bieten: 


Susi Turbohausfrau: Schwammerlgulasch auf Vorarlberger Riebel


Christina, Apricot Lady: Pilztaschen auf Blattsalat

Michaela, Genussatelier Lang: deftiges Eierspeisbrot mit Eierschwammerl

Brigittas Kulinarium: Schwammerlsuppe mit Grammelsterz

Daniela, Linzer Smiley: Erdäpfel-Buchteln mit Eierschwammerlfülle

Petra, home of happy: Steinpilz-Cappuccino


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Ich bin gespannt auf die ganzen Schwammerl- und Zuspeis-Varianten und besonders auf die sicher feinen Pilzgerichte! Über Kommentare, vor allem aus der Gruppe, freue ich mich auch.
Liebe Grüße aus Wien