Donnerstag, 12. Februar 2026

12 von 12 im Februar in Wien

 

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1    Was machen viele BloggerInnen an einem 12. Tag eines Monats am liebsten...?

Sie schießen 12 Fotos während des Tages, gehen dadurch ein bisschen achtsamer durch den Tag und verlinken den Beitrag bei Frau Caro vom Blog Draußen nur Kännchen aus Hamburg. So auch heute am Donnerstag, 12. Februar 2026.

Es ist heute in Wien mehr oder weniger trüb wie immer, aber ein bisschen wärmer als sonst und der Winterschneeball öffnet langsam die ersten Blüten.


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2    Am Vormittag packe ich meine Sachen, um mit der Bahn aufs Land nach Niederösterreich rauszufahren. Ich habe es nicht eilig und freue mich auf ein paar Umwege.

Erst einmal geht es mit der U-Bahn in die Stadt. Neben "meiner" Station wachsen die Wohntürme in den Himmel, vor einigen Jahren hat es hier noch so ausgesehen, wie auf dem Winterfoto unten. Es war fast idyllisch...


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3    Was ist heute für ein Tag? Der Medienhype ist fast schon unerträglich und so dürfte niemandem im Land entgehen, dass heute Abend der Opernball stattfindet. Er gilt als Höhepunkt der Wiener Ballsaison. 

Der Zuschauerraum und der Bühnenbereich in der Wiener Staatsoper werden jedes Jahr zum Ballsaal umgebaut und die zahlreichen TV-Kameras werden während dieses Staatsballs das Geschehen verfolgen... Seht ihr euch die Übertragung vom Opernball an, wird eigentlich auch in D darüber berichtet? Ich schaue mir jedes Jahr ganz gerne die Eröffnung an, das reicht.


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4    Rund um die Oper wird jetzt noch gearbeitet. Am Abend wird auch die mehrspurige Ringstraße gesperrt und Straßenbahnen umgeleitet werden.


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5    Der Red Carpet, also der Eingangsbereich in die Oper bekommt noch den letzten Schliff. Insgesamt sind rund 500 Menschen nur mit den Auf- und danach Abbauten beschäftigt. Dazu Gastronomie, Musik, Sicherheit etc... die Wirtschaft freut sich (und die ca. 5000 Ballgäste)...



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6    Hier schaue ich durch die jetzt noch verschlossene Tür auf den Blumenschmuck und die Feststiege mit dem roten Teppich. Auch drinnen finden noch letzte Arbeiten statt. Ich hätte ja keine Lust, auf diesen (oder irgendeinen) Ball zu gehen, aber wenn ich der Oper soo nah bin, gelüstet es mich sehr nach einer baldigen Opernaufführung! 


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7    Das Hotel Sacher hinter der Oper schmückt sich schon frühlingshaft und wie immer kann ich am Sacher-Shop nicht vorbeigehen, ohne ein kleines Törtchen mitzunehmen... (unbezahlte Werbung). Man könnte die Sachertorte natürlich auch selbst backen, aber das Original gönnen wir uns doch hin und wieder, auch wenn es zugegeben sehr süß ist.


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8    Später fahre ich an der Votivkirche vorbei, sie ist die zweitgrößte Kirche in Wien. Könnt ihr das Unendlich-Symbol sehen, das sich wie ein liegender 8er um die beiden Türme oben schlingt? Oje, ich hatte ja gehofft, dass diese faszinierende Lichtinstallation der Künstlerin Billi Thanner auch untertags leuchtet... leider nicht, sondern erst am Abend.

Ich zeige sie euch ein anderes Mal, die "Unendlichkeit des Lichts" wird zum Glück noch mindestens bis 1. August zu sehen sein. 


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9    Ein Snack muss jetzt sein - diese knusprige Pizzaschnitte mit dünnen Kürbisstreifen, getrockneten Tomaten und ein wenig Frischkäse schmeckt echt gut! Die Kombi muss ich mir merken!


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10    Dann erreiche ich den Bahnhof und mein Zug aufs Land wartet schon. Diese Skulptur auf der Vorderseite des neu renovierten Bahnhofes ist auch neu, sie soll Gaukler oder "Artisten auf Stelzen" darstellen.


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11    Ich bin fast am Ziel und was sehe ich da plötzlich vom Zug aus...? Blauer Himmel und Sonne, lange nicht gesehen! Wir haben im Osten von Österreich in diesem Winter eine unterdurchschnittliche Sonnenscheindauer erleben müssen, um die Hälfte weniger Sonne als sonst. Es kann jetzt nur besser werden!


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12    Herr Fliederbaum holt mich am Bahnhof ab und dann teilen wir uns das kleine süße Sachertörtchen. Die Spanholzschachtel kann ich für kleine Dinge gut brauchen...



Februar 2025

Februar 2024


Morgen ist Freitag, der 13. - ein Glückstag! Alles Liebe!




Sonntag, 8. Februar 2026

spanischer Wintereintopf



Noch vor wenigen Tagen war es hier in Niederösterreich tief winterlich und die Bäume weiß von Schnee und Eis. Irgendwie war mir bei unserem Waldspaziergang gestern trotzdem ziemlich kalt und das Gefühl, dass der Frühling bald da ist, trügt leider... 🌷  Die Zeit für wärmende Eintöpfe ist noch nicht vorbei!


Die kulinarische Weltreise von Volker hat im Februar genau dieses Thema, nämlich Eintöpfe aus aller Welt. "Eintopf ist wie eine Umarmung von innen", habe ich irgendwo gelesen, das klingt schön, oder?




Fencheleintopf aus Granada vegan

Zutaten für 1 Topf, ca. 3-4 Personen (die halbe Menge vom Originalrezept):

50 g getrocknete, beliebige braune Bohnen (im Originalrezept steht "zimtfarbene Eisbohnen")
50 g Weizenkörner oder ersatzweise zB. Dinkelreis (ich)

1 große Fenchelknolle, ca. 300 g, das Grün für Deko
ca. 3 Borretschblätter (hätte ich im Garten, nur nicht im Winter)
1/2 Bund Löwenzahn, Catalogna oder ersatzweise frischen Babyspinat (ich habe 100 g verwendet)
2 eher kleinere Kartoffeln
Salz
schwarzer Pfeffer
1/2 TL Fenchelsamen

ca. 10 oder mehr schwarze Oliven, wenn möglich ohne Kern
Schnittlauch
Fenchelgrün (in Spanien meist vom wilden Fenchel)
Olivenöl

Zubereitung:

Die Bohnen und Körner getrennt über Nacht oder zumindest einen halben Tag in kaltem Wasser einweichen. Dann gründlich abspülen, abseihen und gemeinsam mit ca. 350 ml Wasser kochen, bis sie nahezu, aber noch nicht ganz, gegart sind.

Die Kartoffeln schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. Die Fenchelknolle vierteln, den Strunk entfernen und die Schichten in Streifen schneiden (wer will, schält die äußere Schichte mit einem Sparschäler). Die Löwenzahnblätter und wenn vorhanden die Borretschblätter in 1 cm breite Streifen schneiden. Das Gemüse und die Gewürze in den Topf zu den Bohnen und Körnern geben und mit ein wenig Wasser aufgießen, dass alles knapp bedeckt ist.

Den Eintopf köcheln lassen, bis er gegart ist. Achtung! Wenn frischer Spinat verwendet wird, dann kommt er erst jetzt in den Topf und man lässt ihn nur kurz zusammenfallen! Die Oliven klein schneiden oder nur halbieren und vorsichtig unter den Eintopf heben.

Bei ausgeschalteter Herdplatte noch ein wenig ziehen lassen, dann anrichten und mit Schnittlauch, Fenchelgrün sowie etwas Olivenöl behübschen. Dazu isst man am besten (spanisches) helles Brot.






Mir hat an diesem ausgewogenen Gemüseeintopf mit proteinreichen Bohnen und Dinkelreis der Fenchel und Spinat sehr gut gefallen. Wer rohen Fenchel nicht so gern mag (wie ich), kann beruhigt sein, denn der Anisgeschmack verflüchtigt sich sowieso gut beim Kochen. Gegart ist mir der Fenchel ein willkommenes Gemüse. Die Oliven haben mich in diesem Eintopf ein bisschen gestört, ich mag Oliven sehr, aber hier würde ich sie nächstes Mal doch weglassen.


(unbezahlte Werbung)

Das Rezept kommt wieder aus diesem Spanien-Kochbuch von Margit Kunzke und Katharina Seiser, das ich schon im Vorjahr für die kulinarische Weltreise nach Spanien befragt hatte. 


Bildquelle


Der Eintopf heißt im Original Potaje de hinojos (Fenchel) de Granada und stammt aus der Gebirgsregion Alpujarra an den südlichen Abhängen der Sierra Nevada in Andalusien. Wart ihr schon dort? Dort kann es im Winter recht kalt und ungemütlich werden, vor allem im heurigen, und dann tut ein wärmender Eintopf gut!



Linkliste der kulinarischen Weltreise:

(wird ergänzt)

Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Ash Reshteh - Persischer Kräuter-Nudeltopf 

Britta von Brittas Kochbuch mit Sopas mallorquinas 

Susanne von magentratzerl mit Spetsofai - griechicher Eintopf mit Wurst 

Simone von zimtkringel mit Dublin Coddle 

Cornelia von SilverTravellers mit Bauerntopf – einfacher Eintopf mit Hackfleisch

Britta von Brittas Kochbuch mit Lobio (ლობიო) - Rote-Bohnen-Eintopf mit Walnüssen 



Liebe Grüße aus Wien!



Dienstag, 3. Februar 2026

Salzburger Nockerl



  Blog-Event CCXXVI - Winterküche mit Herz (Einsendeschluss 15. Februar 2026)

Kochen mit Herz im Winter bedeutet bei uns in der Familie am ehesten etwas Süßes. Wenn es draußen seit Wochen nur frostig und fast durchwegs nebelig trüb ist (Sonne, wo bist du?), brauchen wir immer öfter einen Seelentröster als süße Hauptspeise oder als Dessert!

Anika vom Blog Ani’s bunte Küche richtet gerade ein passendes Blogevent bei Zorra (Kochtopf.me) aus. Auch wollte ich ein neues Rezept für eine klassische österreichische Süßspeise ausprobieren.


Habt ihr vielleicht in der "Küchenschlacht" (unbezahlte Werbung) zu Jahresbeginn gesehen, wie Johann Lafer bei seinen Salzburger Nockerln Zucker mit Salz verwechselt hat (vermutlich ein dramaturgisches Konzept für eine launige Silvestersendung)? 😂 Die Nocken wurden trotz fehlendem Zucker optisch ganz akzeptabel, schmeckten aber natürlich ungenießbar... Aber das stimmige und nicht allzu zuckersüße Rezept von ihm habe ich mir mitgenommen.


Salzburger Nockerl nach Johann Lafer

Vanillemilch:
ca. 125 ml Milch, man kann auch Schlagobers (flüss. Sahne) verwenden
1 Vanilleschote oder selbstgemachter Vanillezucker
1 EL Butter

Teig:
4 Eier (M), ich habe 5 kleine Eier verwendet
1 Prise Salz
50 g Zucker
1 Vanilleschote, das Mark ausgekratzt oder selbstgemachter Vanillezucker
1/2 Zitrone, die abgeriebene Schale
30 g Stärkemehl

Zubereitung:

Das Backrohr auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Zutaten für die Vanillemilch ungefähr 1/2 Finger-hoch in eine längliche Ofenform oder ofenfeste Platte gießen und im Ofen (während er sich aufheizt) erwärmen. Die Vanilleschote später entfernen.

Den Zucker in möglichst wenig Wasser auflösen und zu Sirup kochen (= Tipp von Lafer, so vermischt sich der bereits aufgelöste Zucker besser mit der Masse).

Die Eier trennen, Eiklar mit der Prise Salz sehr steif schlagen, dabei den heißen Zuckersirup einfließen lassen. Das Stärkemehl über den Eischnee sieben und die verquirlten Eidotter und Aromen darüber verteilen, siehe Foto oben. Mit einem Schneebesen vorsichtig unterheben. 

Mit einer Teigkarte 3 oder 4 Nocken wie die Salzburger Hausberge nebeneinander in die erwärmte Ofenform setzen.

Backen: unterste Schiene, ca. 15 - 18 Minuten. Unbedingt dabeibleiben und die Ofentür während des Backens nicht öffnen, da die Nocken sonst zusammenfallen.

Lafer bäckt bei 230°C, aber das ist bei meinem Backrohr zu viel - die Oberfläche wird zu dunkel und innen sind die Nocken noch nicht durchgegart... Bei mir hat sich 190°C bewährt, aber jeder Ofen ist anders.

Nach dem Herausnehmen sofort anzuckern und zu Tisch bringen!



Herrlich! Wer traut sich drüber?

Man kann eine beliebige Beerensauce oder Preiselbeeren wie ich dazu servieren, etwas Säuerliches passt am besten. Eine andere Möglichkeit wäre auch, die Ofenform statt mit Vanillemilch mit Butter auszustreichen und einige Esslöffel Preiselbeermarmelade reinzugeben.




Uralt-Ofen mit Ober- und Unterhitze


Interessant finde ich, dass erst mit neuen (tw. elektrischen) Backöfen mit regulierbarer Ober- und Unterhitze die Salzburger Nockerl möglich wurden, wie wir sie heute kennen. Im 19. Jahrhundert und früher verstand man unter Salzburger Nockerl Nocken aus Brandteig, die gekocht und dann mit einer eireichen Vanillemasse überbacken wurden. Der "Salzburger Nockerl-Auflauf" im Kochbuch von Ewald Plachutta (1993) ist ganz ähnlich.
Aber das ist eine andere Geschichte... (folgt)


Liebe Grüße aus dem kalten Wien!





Freitag, 23. Januar 2026

Byrek albanisch

 


Die kulinarische Weltreise von Volker geht auch im neuen Jahr weiter, ich freue mich! Und ich bin nach Erkältungen, die mich wochenlang "eingekreist" haben, in der Küche auch wieder etwas motivierter.



Als erstes Land des neuen Jahres ist Albanien dran. Das Land hat sich nach Ende der kommunistischen Diktatur seit den 1990-ern stark geöffnet und ist zu einer beliebten Tourismusdestination mit schönen Stränden am Mittelmeer geworden. Ich war noch nicht dort... *) Aber wandern in den albanischen Bergen und weitgehend unberührter Natur würden mich auch reizen. Dazu das reiche kulturelle Erbe. Wart ihr schon in Albanien?

*) Wir sind im Sommer 1989 von Zadar, heute Kroatien, Richtung Süden gesegelt mit dem Ziel nordgriechische Inseln. Ein kleines privates Segelschiff, der Kapitän, mein damaliger Mann und ich und noch weitere 4 Personen. Wir mussten Albanien bzw. seine Seegrenzen unbedingt weiträumig umschiffen, das Grenzgebiet war eine streng bewachte Todeszone, sozusagen ein "Eiserner Vorhang" im Meer mit Seeminen etc. So sind wir vom Süden des damaligen Jugoslawien die lange Strecke nach Otranto in Italien übers Meer mehr getuckert als gesegelt - immerhin mind. 250 Seemeilen und das bei ziemlich schlechtem Wetter und Sturm. Ein Wahnsinn aus meiner heutigen Sicht, aber damals waren wir jung... Von dort segelten wir mit besserem Wetter! nach Korfu und weiter zu den schönsten Buchten der griechischen Inseln Paxos und Antipaxos. 



Kulinarisch dominiert die mediterrane, die Balkanküche und orientalische Einflüsse. Wie überall in der Region wird gerne Burek, Börek bzw. albanisch Byrek gegessen.




Die Kürbiszeit dauert noch an und ich habe einige Rezepte für Kürbis-Byrek im Netz gefunden. Der ist in Albanien in zwei Varianten üblich: herzhaft mit Feta und eine süße Version mit rel. viel Zucker, wobei auch dort Feta dabei sein kann... ui, da bleibe ich lieber beim herzhaften Byrek mit Kürbis.

Der einfache Teig besteht nur aus Mehl und Wasser im Verhältnis ungefähr 2:1 und ein wenig Olivenöl. Er muss dann in mehreren Lagen ziemlich dünn ausgerollt werden und das ersparen sich viele (ich auch heute) und verwenden einen handelsüblichen Yufkateig.




Byrek mit Kürbis - Byrek me Kungull

Zutaten für 1 Ofenform *)

1/2 Packung Yufka-Teigblätter, es werden ca. 5 Teigblätter benötigt
50 g Butter bzw. mehr nach Bedarf

Fülle:
1/2 kleiner Hokkaido, entkernt und geputzt gewogen ca. 200 g
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
1 kleines Ei
1 oder mehr EL Sauerrahm
1 P. Feta, in kleine Würfel geschnitten
Salz
schwarzer Pfeffer
etwas getrockneter Salbei
ein wenig gehackte Petersilie

Zubereitung:

Den Kürbis entkernen und unschöne Stellen auf der Schale wegschneiden. Oft wird er überhaupt ganz geschält, das finde ich nicht notwendig. Das Kürbisfleisch auf einer Reibe reiben.

Alle Zutaten für die Fülle vermischen, die Konsistenz mit Sauerrahm steuern. Mit dem Salz aufpassen, weil auch der Feta salzig ist. Knoblauch und Salbei sind nicht original, aber beides gefiel mir gut dazu. Albanien ist auch einer der größten Exporteure für Salbei aus zumeist Wildsammlung.

Die Butter schmelzen, ein feuchtes Geschirrhangerl / Tuch auf die Arbeitsplatte und darauf die Teigblätter legen.

*) Ich habe den Stapel Teigblätter halbiert, was für eine meiner Formen mit 30 x 19 cm Größe gut gepasst hat. Es soll sich auch ein Teigrand ausgehen. Idealer ist im Nachhinein gesehen eine runde oder quadratische Ofenform. 

Ich hatte dann 7 Teigblätter (statt nur 5 benötigte, aber auch keine unschönen Teigreste). Die Ofenform mit der flüssigen Butter bepinseln, ebenso jeweils das Teigblatt und in die Form schichten: unten 2 - 3 Teigblätter, die Fülle rein, dann die restlichen Teigblätter darauf legen und ein bisschen andrücken. Die letzte Lage gut mit der restlichen Butter bestreichen und den Teigrand einkräuseln.

Backen 180°C O/U etwa 35 Minuten.






Meinem (jetzigen) lieben Mann schmeckte der Byrek sehr gut, er nahm noch Nachschlag und war hochzufrieden! Meine Geschmacksknospen funktionieren leider noch nicht gut und so werde ich das Rezept mit den übrigen Teigblättern demnächst wiederholen müssen!



Linkliste:

(wird ergänzt)

Britta von Brittas Kochbuch mit Pulë me Arra - Huhn mit Walnüssen
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Albanischer Lammauflauf mit Joghurt und Reis - Tavë Kosi
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Ofenforelle auf Zwiebel-Tomaten-Gemüse – tavë tradicionale korani me qepë e domate
Carolin von Caros Küche mit Qifqi: Albanische Reisbällchen
Susanne von magentratzerl mit Jani me Fasule - Albanische Bohnensuppe
Britta von Brittas Kochbuch mit Byrek me domate dhe qepë – Byrek mit Tomaten und Zwiebeln
Volker von Volkermampft mit Tavë kosi – albanisches Lamm mit Reis aus dem Ofen
Tina von Küchenmomente mit Albanische Kekse - Gurabija
Susanne von magentratzerl mit Pastiçe - Albanischer Nudelauflauf
Regina von Bistroglobal mit Spinatauflauf - Byrek Shqipëtar me Perime
Regina von Bistroglobal mit Tavë kosi – albanisches Lamm mit Reis aus dem Ofen




Montag, 12. Januar 2026

12 von 12 im Jänner, sehr frostig

 

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1    Guten Morgen am ersten 12 von 12 -Tag des Jahres 2026. Ich freue mich, dass Caro vom Blog Draußen nur Kännchen weiterhin unsere Beiträge sammelt, dankeschön!

Der Tag beginnt klirrend kalt im Waldviertel im Norden von Niederösterreich, denn minus 14 Grad hat es auch hier nicht mehr so oft. Vor 20 Jahren und früher war das noch anders und man sagte, im Waldviertel wäre 8 Monate Winter und den Rest des Jahres kalt (die Monatsangaben variierten dabei je nach Laune 😂). Mittlerweile stimmt das auch nicht mehr, die Erderwärmung lässt grüßen.


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2    Wie lange der Kirchturm wohl noch weihnachtlich beleuchtet wird? Ich bin gespannt, im Haus (unserem Zweitwohnsitz) haben wir die Weihnachtsdeko und den Christbaum schon weggeräumt, er hat zu viele Nadeln verloren. Wie ist es bei euch?


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3    Morgenrot - schlecht´Wetter droht... 
Bauernregeln stimmen auch nicht immer und überall, lieber positiv denken! Ich bewundere den Farbenhimmel an diesem kalten Morgen und beschließe aufzustehen. Einer der Vorteile von der Pension (Rente) ist, nicht früh aufstehen zu müssen, aber es leichter zu können! 

Im Haus ist es schön warm mit Fußbodenheizung und Kachelofen.


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4    Der Liebste wagt sich in die Kälte hinaus zum Holzholen...



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5    ... denn den Kachelofen heizen wir momentan zweimal am Tag ein. Dann sitzen wir gerne mehr oder weniger nahe beim Sichtfenster und schauen dem Feuer zu.
Vorher sollte ich noch der Nachbarin im Nebenhaus zuwinken, denn neulich hat sie vermutet, bei uns brennt es... ja eh, aber IM Ofen (trotzdem ist es nicht schlecht, neugierige aufmerksame Nachbarn zu haben).


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6    Das ist der letzte Rest der Barbarazweigerl am Fensterbrett. Die Forsythienblüten sind bereits hinüber, aber die Kirschen blühen in der Wärme noch üppig.

In drei Monaten werden die Forsythien im Garten auch schon wieder verblüht sein und der Kirschenbaum in voller Blüte stehen. Dann hat auch die Gartenarbeit endlich begonnen, denn wir haben heuer einiges vor (wie hier auf dem letzten Foto zu sehen).



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7    Zu Mittag gibt es die Reste von gestern Abend (überbackenes Fladenbrot, Rindfleischpfanne, Chilisauce, Spiegelei)  und leider kein Foto davon. Erst nachdem ich die Küche geputzt hatte, ist mir 12 von 12 wieder eingefallen.

Dann suchen wir unsere Siebensachen zusammen, um nach Wien nach Hause zu fahren, weil Termine und Erledigungen auf uns warten.


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8    Vorher noch einen weiteren Apfel und ein paar Rosinen für die Amseln im Garten ausstreuen. Sie nehmen sie gerne an, wie man an den Spuren sehen kann. Die Meisen und die wilde Spatzengang bekommen ihre Körner und Meisenknödel drüben am großen Fliederbaum... 


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9    Es ist immer noch soo frostig im Land... ob es morgen tatsächlich zu tauen beginnt wie vorhergesagt?


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10    In Wien gehe ich gleich das Nötigste einkaufen, hier bleibt der Schnee nie lange weiß und unberührt. 


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11    Jetzt eine heiße Schokolade, während ich die Post durchsehe - zum Glück ist nichts wichtiges dabei, sehr gut! 


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12    Am Abend nehme ich nach einigen Monaten Paue erstmals wieder an einer Stunde zoom Bauchtanzen teil - wie gut das tut!
Ich kenne Carolina schon lange und freue mich, dass sie weiterhin bauchtanzt. Als Energetikerin und Coach hat sie mich schon durch gute und auch schlechte Lebenssituationen begleitet und gestärkt (unbezahlte Werbung).

 

Noch ein Schlussbild vom abgeräumten Christbaum im Garten, so macht er noch als Deko etwas her und kann nadeln wie er will...

Liebe Grüße!




Donnerstag, 8. Januar 2026

überbackenes Sauerkraut

 

Blog-Event CCXXV - Aus dem Ofen! (Einsendeschluss 15. Januar 2026) 

"Heizt den Ofen vor und macht es euch gemütlich"... rät uns Nadja von Little Kitchen and more. Sie ist Gastgeberin des aktuellen Blogevents bei Zorra von Kochtopf.me. Gerne mache ich wieder mit und bei den derzeitigen frostigen Temperaturen wärmt ein Gericht aus dem Ofen ganz wunderbar!



Esst ihr gerne Sauerkraut oder verschmäht ihr es, so wie viele? Jetzt kommt nämlich ein richtiger Winter-Auflauf mit gesundem Sauerkraut und Kartoffeln.

Vor einigen Jahren habe ich ihn gerne zubereitet (und nicht verbloggt), dann ist er aber irgendwie in Vergessenheit geraten. Der Auflauf steht und fällt mit dem Geschmack der einzelnen Komponenten und man kann ihn mit Fleisch bzw. Wurst oder fleischlos mit Tofu gestalten, ganz wie ihr wollt. Das Sauerkraut könnte man auch mit weiterem Gemüse, nicht nur mit Karotten, "strecken".

Die Inspiration stammt vom ehemaligen Blog der Wienerin (mit persischen Wurzeln) Parvin Razavi. Die Kochbuchautorin und Haubenköchin führt seit einigen Jahren ein überwiegend vegetarisches Restaurant in Wien. 


Sauerkraut-Kartoffel Auflauf

Zutaten für 1 Ofenform mit ca. 24 - 26 cm

500 g bio Sauerkraut
etwas Pflanzenöl
1 mittelgroße Zwiebel, klein geschnitten
1 Knoblauchzehe, ebenso
1 mittelgroße Karotte, geraspelt
1 TL Zucker
1 EL Mehl
Salz
Pfeffer
1 Lorbeerblatt
etwas Kümmel
getrockneter Thymian
250 ml Apfelsaft

vom Sauerkraut wird nicht alles benötigt

500 g Kartoffeln, eine mehlig kochende Sorte
250 ml Milch
1 EL Butter
Salz
geriebene Muskatnuss
1 EL fein geriebener Hartkäse

100 - 150 g Leberkäse oder Geselchtes, Wurst, Tofu etc.
2 EL Semmelbrösel zum Bestreuen

Zubereitung:

Das Sauerkraut wie gewohnt zubereiten, was bereits am Vortag erledigt werden kann bzw. ist das Gericht eine gute Resteverwertung von übrig gebliebenem Sauerkraut.

Wer will, spült das rohe Sauerkraut in einem Sieb mit kaltem Wasser ab, wenn es zu säuerlich ist - mir ist es mild auch lieber...

Zwiebel, Knofel und Karotte in Öl anschwitzen, den Zucker beifügen und leicht karamellisieren lassen. Mit Mehl stauben, dann das Sauerkraut und die Gewürze dazu geben und mit Apfelsaft ablöschen. Wasser nach Bedarf beifügen und das Sauerkraut köcheln lassen, bis es weich ist. Abschmecken.

Für das Kartoffelpüree bzw. den Stampf die Erdäpfel kochen und noch heiß schälen. In einem Topf mit der erhitzten Milch und Butter stampfen und würzen. Dann den Käse einrühren.

Den Leberkäse bzw. das geselchte Fleisch, Wurst oder Tofu in Würfel schneiden - ich habe einen Puten-Leberkäse verwendet.

Das Backrohr auf 190°C vorheizen.
In eine Ofenform (meine ist oval und 26 cm lang) kommt unten eine beliebig dicke Schicht Sauerkraut, darauf der Leberkäse o.a. und alles wird mit dem Kartoffelstampf bedeckt und glatt verstrichen. Jetzt noch Semmelbrösel darüber streuen und den Auflauf im Ofen etwa 40 Minuten goldgelb überbacken. 



So einfach und so gut!


Wer meint, man könnte doch das Sauerkraut, den Erdäpfelstampf und in der Pfanne gebratenen Leberkäse einfach so auf Teller anrichten, hat natürlich recht... 😉 

Nur gibt ein überbackener Auflauf schon allein optisch und auch geschmacklich mehr her, oder? Und vielleicht lassen sich diejenigen, die Sauerkraut nicht so lieben, vom Auflauf überlisten?

Liebe Grüße aus Wien