Freitag, 8. November 2019

"Hedi´s Apfeltorte" zum Apfeltag


"Apfeltag" ist in Österreich immer am zweiten Freitag im November! Das Rezept für meine Apfeltorte zum heutigen Tag stammt von Frau Hedi, der Nachbarin meiner Mutter, die es vor mehreren Jahren für uns aufgeschrieben hat. Sie ist heuer im hohen Alter verstorben und hat für ihre große Familie immer viel gebacken. 

Die Apfeltorte ohne Mehl und Fett schmeckt richtig fruchtig und ist locker-leicht-luftig, fast schon wie ein Soufflee-artiger Auflauf! Empfehlung für diese Torte!
Man könnte die Masse auch in Portionsschüsserln oder Tassen backen und mit Eis, Früchten, Sößchen etc. zu einem feinen Dessert kombinieren. Ich glaube, so mache ich es nächstes Mal bzw. wäre das auch für Weihnachten mit entsprechenden Gewürzen eine Option! 


Zum Reiben der Äpfel wird laut handschriftlichem Rezept ein "Krenreißer" verwendet, siehe oben, das ist eine eher feinere Meerrettich-Reibe. Ich habe meine drei süß-säuerlichen Kronprinz Rudolf-Äpfel aber nicht so fein, sondern mit der groben Reibe gerieben und auch sofort mit Zitronensaft vermischt. Die Zuckermenge habe ich ziemlich reduziert und das hat für uns gut gepasst.


Apfeltorte "Hedi"
(für 1 Springform von 24 - 26 cm)

6 Eier (M), getrennt
1 Prise Salz
190 g Zucker (orig. 250 g)
3 mittlere Äpfel, 250 g gerieben gewogen
Saft von 1/2 Zitrone
Zimtpulver

120 g Walnüsse, gerieben
75 g Dinkelgrieß
1/2 P. Weinstein-Backpulver

Zubereitung:
Das Backrohr auf 160°C O/U oder 150°C Heißluft vorheizen und eine Springform vorbereiten (gut befetten und bemehlen, da sich die Äpfel leicht anlegen).
Die Äpfel je nach Belieben schälen oder nicht (ich) und reiben. Sofort mit Zitronensaft vermischen und soviel Zimt einrühren, wie jede mag.

Eiklar mit Salz und einem Drittel des Zuckers steif schlagen und beiseite stellen.
Eidotter mit dem restlichen Zucker schön schaumig schlagen. Die Äpfel (ohne Flüssigkeit) und die trockenen Zutaten einmengen und zum Schluss den Eischnee vorsichtig unterheben.
Im Rohr etwa eine Stunde langsam backen, unbedingt die Stäbchen- bzw. Stricknadelprobe machen. Meine Torte in der 24-er Springform hat 1 Stunde + 15 Minuten im Ofen gebraucht.

Die Torte überkühlen lassen und anzuckern, idealerweise ohne Staubzuckerbröckerl ;-)
Man kann noch lauwarm darüber herfallen, aber auch gekühlt und am nächsten Tag schmeckt sie allerbestens!


Eine Venusblume auf der Torte und im Wienerwald (2012 mit Steinen gelegt und gerne betanzt) 


Linkliste zum österreichischen Apfeltag
Blogevent organisiert von Sina und Susi.
Danke euch dafür und dass wir dann doch den richtigen Tag erwischt haben!


Sina Giftigeblonde bäckt Apfelradeln
Susi Turbohausfrau war beim Apfelbauern und pflückt Streuobst 
Brigitta´s Kulinarium bringt eine süße Trilogie
Maria Mädel vom Land mit einer Apfelrosen-Tarte
Daniela Linzer-smileys und knödelrundes Apfelglück
Michaela - Genussatelier Lang mit einem Apfel Tiramisu
Christina Apricot Lady und ein Apfel Sellerie Salat mit karamellisierten Nüssen
Petra Home of Happy kocht ein Apfel-Speck Risotto
Verena & Margareta von Verena-kocht und ein Apfel-Joghurt Kuchen 





Genau jetzt wär die beste Pflanzzeit (nicht nur) für ein Apfelbäumchen...

Liebe Grüße



Freitag, 1. November 2019

backt doch einen "Allerheiligen" - Striezel !


Jetzt zu Allerheiligen und auch zu Ostern - das sind die Zeiten, wo bei uns eigentlich immer ein süßer Striezel bzw. Zopf aus Germteig (Hefe-) auf dem Tisch steht. Ich backe sie sehr gerne und sie sind dann auch immer im Nu weg...


So wie letztes Jahr wurde es auch heuer wieder der tolle Wolkenzopf von Maria, der ist ja an Flaumigkeit nicht zu überbieten! Ein wirklich einmaliges Rezept! Große Empfehlung!

Ich habe diesmal 1 Löffel mehr Zucker in den Teig gegeben und habe aus der "richtigen",  also Marias Teigmenge mehrere kleine Zöpfchen oder verschlungene Knoten, so wie oben, gebacken.

Auch als Mitbringsel bestens geeignet. 



Sehr gut schmeckt uns immer wieder der feine Butter-Brioche und auch der nicht so süße Brioche für meist herzhafte Begleitung.

Auch am Blog zu finden ist der feine Germteig von meiner Oma, der sich für Striezel und Buchteln perfekt eignet.



Ein schönes langes Wochenende wünsche ich euch!



Mittwoch, 30. Oktober 2019

Kürbis und Karamell für "Kür mit Biss"

Blog-Event CLVIII - Kür mit Biss (Einsendeschluss 15. November 2019)

Jenny wünscht sich vor allem süße Kürbisrezepte für ihr Blogevent bei Zorra - da schicke ich doch gern den neuen Kürbiskuchen zu ihr, den ich ausprobiert habe. Das Rezept für diesen geschmacklich sehr interessanten Kuchen habe ich in einer bunten Zeitschrift fotografiert, die vor ein paar Jahren im Sommerurlaub in einer Ferienwohnung herumlag.



Ich habe unten die halbe Menge notiert (das doppelte, also "richtige" Rezept würde ein großes Backblech füllen):

Heller Kürbiskuchen mit Frischkäsecreme und Nusskaramell
(für eine Tortenform rund oder eckig mit ca. 23 x 23 cm)

Teig:
150 g Kürbispüree (zB. vom Butternuss-Kürbis)
2 Eier
90 g Zucker
1 Prise Salz
Orangen- oder Zitronenabrieb (bio)
100 ml Öl
150 g Weizenmehl
1/2 P. Backpulver

Creme:
1 P. Frischkäse, 175 g
60 g weiche Butter
35 g Zucker
etwas selbstgemachter Vanillezucker
Orangen- oder Zitronenabrieb (bio)
optional etwas Weinbrand

Nusskaramell-Topping
50 g Kristallzucker
25 g Butter
1 Schuss, ca. 35 g Schlagobers / flüssige Sahne
40 g Walnüsse oder andere (orig. Pekannüsse)

Zubereitung:

Für das Kürbispüree (Foto oben) ein Stück vom Butternuss-Kürbis schälen, würfelig schneiden und weich kochen. Den Kürbis pürieren oder mit der Gabel gut zerdrücken (ich). Das Püree erst jetzt abwiegen (der Wassergehalt vom rohen Kürbis "verfälscht" das Gewicht) und überkühlen lassen.
Tipp: gleich mehr Kürbis kochen und pürieren und aus den Resten Kürbishummus machen.

Das Backrohr auf 180°C vorheizen und eine Backform vorbereiten.
Für den Teig die Eier mit Zucker und Aromen schön schaumig schlagen und dabei das Öl einfließen lassen. Das Kürbispüree und Mehl einrühren.
Den Kuchen etwa 35 Minuten backen und auskühlen lassen.

Für die Creme wird die weiche Butter mit Zucker und Aromen schaumig geschlagen und der Frischkäse eingerührt. Die Creme abschmecken und auf den Kuchen streichen.

Für das Topping den Zucker langsam schmelzen und Butter und Obers einrühren, dann gleich die Nüsse dazu geben und unter Rühren gut karamellisieren lassen.
Die Nüsse und das restliche Karamell dekorativ auf dem Kuchen verteilen.


Fazit:
Ein sehr interessanter Geschmack vom kürbisgelben, nicht allzu süßen Kuchen über die leicht salzige Creme bis zum süßen Karamelltopping! Am besten schmeckt der Kuchen gekühlt, und vor allem, wenn er über Nacht im Kühlschrank ruht, dadurch verbinden sich die zuerst etwas unrunden Aromen zu einem sehr harmonischen Ganzen!!



Liebe Grüße aus Wien


Freitag, 25. Oktober 2019

sagenhafte Nudeln mit Sauerteig zum Welt Pasta Tag


Vom wöchentlichen Brotbacken habe ich ein bisschen Roggensauerteig abgezweigt und einen sehr interessanten Nudelteig daraus gemacht (Rezeptquelle), heute am Welt Pasta Tag!


Nudeln mit Sauerteig und Kräutern
(für 2 Personen)

50 g Dinkelmehl
50 g Hartweizengrieß (ital. Mehl Typ 00)
50 g Sauerteig, vorbereitet (d.h. ca. 25 g Anstellgut am Vortag mit je 1 EL Mehl und Wasser gefüttert)
1 Ei (M)
1 Prise Salz

Zubereitung:

Die Mehlsorten vermischen und aus allen Zutaten einen Nudelteig kneten. Er war bei mir recht trocken - ich habe widerstanden und trotzdem kein Wasser dazu gegeben, denn die Konsistenz wird durch die lange Ruhezeit genau richtig.

Die Teigkugel locker in Folie verpacken oder eine Schüssel drüber stülpen und möglichst lange, aber mindestens 4 Stunden bei Zimmertemperatur rasten bzw. fermentieren lassen. Der Teig kann auch über Nacht und sogar ein paar Tage im Kühlschrank rasten, muss vor Verwendung dann aber Raumtemperatur annehmen.

Der Nudelteig ist nach der Ruhezeit nun sagenhaft geschmeidig und lässt sich wunderbarst ausrollen! Ich finde, einen tolleren Nudelteig zum Verarbeiten gibt es nicht... 
Den Nudelteig dünn ausrollen und beliebig schneiden. In reichlich Salzwasser nur wenige Minuten kochen.


Variante mit Kräutern im Teig: 
Ich habe auf eine Hälfte des ausgerollten Teiges möglichst kleine frische, trockene Blättchen meiner Balkonschätze drauf gelegt, siehe Foto oben. Geeignet sind zB. Majoran, Salbei, Verbene, Schokominze, geviertelte Zitronenpelargonie, Basilikum etc., alles OHNE Stängel, der würde den Teig womöglich reißen lassen. Den 2. Teil der Teighälfte darüber legen und nochmals dünn ausrollen. Dann beliebige Nudeln schneiden, kochen, genießen!  


Diese Nudeln sind für sich schon derart geschmackvoll, dass eine aufwändige Begleitung gar nicht notwendig ist, finden wir. Bei uns gab es sie mit zerlassener Butter und (Tiroler) Käse bestreut. Aus fertig und perfekt!

Große Empfehlung, nicht nur weil heute World Pasta Day ist.

Wer hat Nudeln mit Sauerteig schon gemacht? Wie fandet ihr sie?




Samstag, 19. Oktober 2019

Backsamstag

Der heutige Samstag ist wieder einmal nebelig-trüb, auch wenn die Früchte der Schönfrucht (Liebesperlenstrauch, Callicarpa bodinieri) auf dem Balkon seit einiger Zeit noch so schön lila leuchten...

So habe ich einen (halben) Backtag eingelegt:


am besten nur mit Butter! 
Seit ich nach einem Brotback-Kurs im Sommer einen Sauerteig besitze, backe ich ungefähr einmal die Woche Brot - nicht nur gezwungenermaßen wegen meines ziemlich aktiven Sauerteiges, sondern weil es wirklich besser schmeckt!
So wie HIER variiere ich gern das Rezept von Maria und das Brot wird immer ein bisschen anders. Heute habe ich 10% der Roggenmehl-Menge durch Kastanienmehl ersetzt - das ergab einen ganz besonderen und leicht rauchigen Geschmack!! Empfehlung!




Apfelfülle
Den kroatischen Apfelkuchen habe ich in "schlanker" Form zum wiederholten Mal gebacken. Diesmal verwendete ich noch weniger Zucker im Teig als sonst, siehe HIER, und habe den Teig dünner ausgerollt für eine größere Backform (30 x 40 cm).
Unter die leicht rosa Apfelfülle (wegen der roten Apfelschalen) habe ich heute gehobelte Mandeln untergemengt, siehe Foto oben. Das passte wunderbar!


Ein schönes Wochenende wünsche ich euch! Mir macht der herbstliche Nebel nicht allzu viel aus...



Den Blick vom Donauturm in Wien Richtung Stadt fanden wir auch bei (leichtem) Nebel, wie vor einer Woche, interessant. Kaum waren wir nach dem Essen im Turmrestaurant wieder auf der Erde, hatte sich die Sonne durchgesetzt... 




Sonntag, 13. Oktober 2019

Erdäpfelliebe-Erdäpfelteig für Gnocchi auch mit Kürbis


Gerichte aus Erdäpfelteig essen wir ganz besonders gern! Gnocchi aus hauptsächlich Erdäpfeln / Kartoffeln und jetzt im Herbst auch oft mit Kürbis sind zwar ein bisschen aufwändiger in der Herstellung, aber es lohnt sich!!
Die größte Herausforderung dabei ist ja, so wenig wie möglich Mehl für einen formbaren Teig verwenden zu müssen. Das gelingt am besten, je weniger Wassergehalt die gekochten Erdäpfeln oder Kürbisse mitbringen. Einen besondern Tipp dazu habe ich vor ein paar Jahren irgendwo in den Tiefen des www aufgeschnappt, siehe unten. So gelingt es immer!

meine liebsten Erdäpfel-Kürbis-Gnocchi
(für 4 Personen als Hauptspeise)

400 g mehlige Kartoffeln
ca. 350 g Kürbis, 1/2 Hokkaido, entkernt gewogen
optional 1 Zweig frischer Rosmarin
1 Ei
120 g Dinkelmehl bzw. mehr nach Bedarf
1 guter TL Salz
geriebene Muskatnuss

Tipp: etwas Hartweizengrieß (italienisches Mehl tipo 00) für die Arbeitsfläche verwenden, das ist feiner als das Dinkelmehl

Zubereitung:

Das Rohr auf 180°C vorheizen.
Von der Kürbishälfte die Kerne entfernen und im Ganzen in einen Bogen Backpapier einpacken, siehe oben. Ich lege gern einen frischen Zweig Rosmarin dazu, der am Ende entsorgt wird. Das Kürbispäckchen auf einem Backblech im Ofen eine halbe bis dreiviertel Stunde garen.
Gleichzeitig die Kartoffeln kochen und schälen.

Tipp: im Ofen ausdampfen lassen
Das Rohr auf 80°C zurückdrehen.
Das Kürbispackerl öffnen und das Backpapier auf dem Backblech ausbreiten. Das weiche Kürbisfleisch mit einem Löffel von der Schale abschaben und gemeinsam mit den Erdäpfeln durch die Kartoffelpresse auf das Kürbis-Backpapier durchpressen, siehe Foto oben.
Im Rohr etwa eine halbe Stunde ausdampfen lassen, dabei die Ofentür mit einem Kochlöffel einen Spalt offen halten.

Auf der Arbeitsfläche das Mehl aufhäufen, Gewürze und Ei vermischen und die heiße Kürbis-Kartoffel-Mischung rasch einarbeiten. Mit der Hand nur kurz und rasch verkneten, bei Bedarf mehr Mehl verwenden. Der Teig darf nicht mehr klebrig sein. Den Teig dann vierteln und jeweils dünne Rollen formen.

Eher kleine Gnocchi abschneiden und beliebig weiter formen (zB. über einen Gabelrücken rollen). Die Teile auf einem bemehlten Teller rasten lassen, dann in reichlich Salzwasser kurz kochen, bis sie aufsteigen. Mit einem Schaumlöffel heraus nehmen und beliebig vollenden bzw. in einer Pfanne in Butter oder Öl zumindest schwenken.

Die Hälfte der ungekochten Gnocchi friere ich gern ein. Sie müssen vor der Verwendung dann nicht aufgetaut werden, sondern kommen gleich ins kochende Salzwasser und sind im Nu fertig.

Erdäpfel-Kürbis-Gnocchi (ungefähr rautenförmig geschnitten) mit Salbeibutter und Ofenkürbis, ein bisschen geriebenen Parmesan drüber, perfekt! 

Ich mache die Salbeigeschichte so wie Ilse (threefivesix): Die Salbeiblätter in Olivenöl kross braten und dann erst etwas Butter (und ein paar Knoblauchzehen) dazugeben. Die Gnocchi darin gut schwenken. 


Erdäpfel-Kürbis-Gnocchi (über Gabelrücken gerollt) mit gebratenen Eierschwammerln / Pfifferlingen und Petersilie haben uns auch sehr gut geschmeckt! 



ERDÄPFEL LIEBE - wie gesagt, ich liebe sie auch!! 
Oktober-Blogevent bei Sina, giftige Blonde und Christina, Apricot Lady.


Mindestens genau so gern wie Gnocchi mögen wir solche Erdäpfelrouladen wie hier und in immer anderen vegetarischen Varianten.
Was macht ihr aus Erdäpfelteig am liebsten?



Sonntag, 29. September 2019

die Äpfel aus Dugi otok

Ein paar Tage haben wir uns während unseres Inselhüpfen-Urlaubes (mit Auto und Fähre) auf der kroatischen Insel Dugi otok aufgehalten. Unsere nette Vermieterin hatte gerade in der Wildnis hinter dem Haus Äpfel aufgesammelt und ich konnte mir mitnehmen, so viele ich wollte - sie waren gut säuerlich, aber auch recht herb und daher weniger zum Essen als zum Backen geeignet ;-)



Kroatischer Apfelkuchen
frei nach Ino Kuvačić
aus seinem Buch "Die echte kroatische Küche"

Teig:
165 g weiche Butter
50 g 120 g Zucker (orig. 165 g, edit: 50 g sind wirklich genug!)
1 Ei
1 Bio-Zitrone, die abgeriebene Schale (Saft für die Fülle)
2 EL Rum oder Likör
370 g Dinkelmehl (orig. 375 g Weizen-)
1 EL Backpulver
1/2 TL Salz

Apfelfülle:
750 g säuerliche (Fall-) Äpfel, gerieben 
50 g Zucker (orig. 225 g) je nach Säuregehalt der Äpfel
Zitronensaft
2 EL Rum oder Likör
1/2 EL Zimt

1 Ei + 1 EL Wasser zum Bestreichen

Zubereitung:
Butter mit Zucker, Ei und Aromen schaumig schlagen und die vermischten trockenen Zutaten einmengen. Den bröseligen Teig kurz mit der Hand verkneten und im Kühlschrank rasten lassen.

Die Äpfel je nach Belieben schälen oder nicht (ich) und grob reiben. Ich habe eine Hälfte gerieben und die andere dünn geschnitten. Gemeinsam mit dem Zucker werden die Äpfel in einem Topf bei großer Hitze im eigenen Saft geschmort, nur ca. 5 Minuten. Den Topf vom Herd nehmen und die Aromen einrühren.

Das Backrohr auf 190°C vorheizen und eine Form befetten (meine ist ca. 18 x 25 cm groß). Den Teig halbieren und ausrollen, die erste Hälfte als Boden in die Form drücken und 10 Minuten vorbacken. Die Apfelfülle (ohne Flüssigkeit) und die 2. Teigplatte als Deckel darauf geben. Mit Ei bestreichen und mehrmals mit einer Gabel einstechen.
Den Kuchen ca. 20 - 25 Minuten fertig backen.


Fazit:
ein sehr schmackhafter, aber etwas süßer Apfelkuchen. Die Herstellung des Teiges gefiel mir, aber ich würde nächstes Mal noch weniger Zucker als diesmal und auch weniger Backpulver verwenden. Mürbteige benötigen ja eigentlich gar keines.
Laut Originalrezept sollte der Teig 1 - 2 cm dick ausgerollt werden - das fand sogar ich zu dick und so konnte ich mit dem übrig gebliebenen Teig noch ein Blech Kekserl backen.


Sina hat diesen Kuchen hier auch schon gebacken und den Zucker noch radikaler reduziert als ich. Ihre Zuckermengen hätten uns auch genügt. Entweder ist das Rezept aus dem Kochbuch falsch oder in Australien, wo der Autor lebt, wird gern ultrapicksüß gegessen.


Den Kuchen wird es bei uns sicher wieder geben, wenn auch mit noch weniger Zucker und leider nicht mehr mit Äpfeln aus Dugi otok...



Schön war´s auf Dugi otok, vor allem jetzt in der Nachsaison und im milden herbstlichen Licht. Wir kommen wieder und bleiben dann länger! 
Kennt ihr diese Insel?