Warum ist noch kein Marmorkuchen auf dem Blog zu finden? Das geht gar nicht! Aber die Entscheidung, welchen meiner Marmorguglhupfe ich heute zeigen soll, ist bald gefallen. Den für heute Sonntag frisch gebackenen, supersaftigen Kuchen oder das Lieblings-Oma-Rezept? Am besten beide (wobei ich noch weitere Marmorkuchen im Repertoire hätte, aber das ist eine andere Geschichte)...
Marmorguglhupf aus schwerem Rührteig, reichhaltig und saftig
Zutaten für 1 große Guglhupfform, ca. 25 cm:
5 Eier (L)
1 Prise Salz
250 g weiche Butter
250 g Zucker (mir genügen 230 g)
Vanille
250 g Mehl
1 P. Weinstein-Backpulver
Zitronenabrieb
optional etwas Inländer-Rum
1 gehäufter EL Backkakao
1 Schluck Milch nach Bedarf
Butter und Brösel für die Form
Zubereitung:
- Die Eier trennen, Eiklar und Salz aufschlagen und dabei die Hälfte des Zuckers einrieseln lassen. Es soll ein nicht allzu steifer Eischnee werden.
- Die Butter schön luftig aufschlagen, Zucker und Aromen beifügen und dann die Eidotter nach und nach.
- Mehl und die Hälfte des Eischnees mit einem Gummihund / Spatel einrühren, dann den Rest. Der Teig soll nicht zu flüssig sein (sonst könnte die Marmorierung beim Backen verlaufen).
- Die Masse ungleich halbieren, in die kleinere Menge den Kakao und etwas Milch einmengen. Den hellen und dunklen Teig abwechselnd in die vorbereitete Guglhupfform löffeln und vorsichtig mit dem Löffelstiel leicht marmorieren, nicht zu viel.
- Backen bei 180°C, etwa 45 - 50 Minuten, Stäbchenprobe machen!
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| saftig, flaumig und nicht picksüß, genau richtig für einen kalten Sonntagnachmittag |
Das 2. Rezept heute ist der einfachere Marmorkuchen von meiner lieben Omama. Es stammt ursprünglich aus der kargen Kriegszeit und wurde später ein bisschen reichhaltiger mit mehr Eiern und heutzutage natürlich mit Butter. Jedes Mal, wenn ich den Kuchen backe, denke ich ganz besonders an die Omama. Sie war ein Familienmensch, warmherzig und liebevoll und eine Meisterin in der Küche. Nicht nur den Marmorkuchen hat sie mehr oder weniger aus dem Ärmel geschüttelt, bei ihr schmeckte immer alles so gut, was sie mit Freude für ihre Lieben (und für mich, das einzige Enkerl) gebacken und gekocht hatte. Habt oder hattet ihr auch so eine liebe Oma?
Marmorguglhupf nach Oma Rezept
Zutaten für 1 Guglhupfform mit ca. 23 cm:
3 Eier (M)
1 Prise Salz
150 g weiche Butter (früher Margarine, die war billiger)
220 g Zucker
1 P. Vanillezucker
optional Zitronenabrieb
350 g Mehl
1 P. Backpulver
bis ca. 250 ml Milch, nach Bedarf
1 - 2 EL Backkakao
etwas Milch
1 Schluck Inländer-Rum
Butter und Mehl oder Brösel für die Form
Zubereitung:
- Die Eier trennen und mit Eiklar und Salz einen steifen Eischnee schlagen.
- Butter, Zucker, Aromen und Eidotter schaumig schlagen, dann Mehl, Backpulver und Milch (nicht alles auf einmal) einmengen. Zum Schluss den Eischnee unterheben.
- Die Masse ungleich halbieren und in den kleineren Teil den Kakao mit etwas Flüssigkeit unterrühren.
- Den hellen und dunklen Teig abwechselnd in eine vorbereitete Guglhupfform geben und mit einem Löffelstiel ein wenig marmorieren.
- Backen 180°C ungefähr 45 Minuten, Stäbchenprobe!
Jetzt ist klar, dass Marmorkuchen zu meinen Guglhupf-Favoriten gehört... Mein Lieblingsguglhupf schmeckt für mich meistens auch nach Gemütlichkeit und Zusammensein mit lieben Menschen! Wenn sich Besuch zum Kaffee ankündigt, backe ich gerne einen Guglhupf und so ein klassischer (oder einmal ein innovativer) Marmorkuchen passt immer, finde ich!
So schicke ich meine beiden Marmorkuchen zum schönen Happy Food- Blogevent, das Simone noch bis Monatsmitte bei Zorras Kochtopf ausrichtet. Mein 1. Beitrag dafür war ein lauwarmer Herbstsalat mit Kürbis und Kichererbsen auf frischem Blattspinat, den gibt es abgewandelt heute Abend wieder.
Backt doch auch einen Marmorguglhupf, es lohnt sich immer!
Liebe Grüße aus Wien!















































