Donnerstag, 26. März 2026

Enchiladas und eine milde Chilisauce



Dauerblogevent


Kommt ihr mit auf die (virtuelle) kulinarische März-Weltreise mit Volker ins mittelamerikanische Costa Rica? Ich steuere Enchiladas bei, die aber ganz anders sind als die bekanntere Tex-Mex Version! In Costa Rica versteht man unter Enchiladas nämlich gefüllte und gebackene Teigtaschen, meist aus Blätterteig... 



Wart ihr schon dort? Ich leider nicht, das tropische und gebirgige Land wäre absolut eine Reise wert, nur nicht jetzt in Zeiten wie diesen, finde ich. Meine Reiselust ins Ausland ist nun auf einen sehr tiefen Tiefpunkt abgesunken... 😑




Enchiladas mit Chorizo - Teigtaschen wie in Costa Rica

Zutaten für 8 Teigtaschen:

1 P. bio Blätterteig
1 Ei zum Bestreichen

Fülle:
1 - 2 EL Butter oder Öl
1/2 Zwiebel, ca. 50 g
1/2 roter Paprika
1 Knoblauchzehe
100 g scharfe oder milde (ich) Chorizo
2 mittelgroße Kartoffeln, gekocht und geschält
1/2 TL Achiote Paste *)
Zitronensaft von ca. 1/2 Zitrone
1/2 - 1 TL Kreuzkümmel je nach Belieben
etwas Sojasauce
1 Prise Salz
schwarzer Pfeffer
------
2 Eier, gekocht und geschält, zum Schluss

Von der Fülle bleiben Reste, die auch pur gut schmecken!



*) Achiote Paste ist eine traditionelle Würzpaste aus hauptsächlich Anattosamen und anderen Gewürzen. Sie passt für Fleischgerichte (Schwein, Huhn), für Fischgerichte, Meeresfrüchte und auch für Gemüse. Man kann die Paste direkt ins Fleisch einreiben oder besser mit Zitronensaft und ggf. Öl in Gerichten verwenden. Anattosamen stammen vom tropischen Orleanstrauch oder Achiotebaum (Bixa orellana) und färben rot.

Zubereitung:
  • Zwiebel, Paprika, Knoblauch und Chorizo sowie die gekochten Kartoffeln und Eier in kleine Würfel schneiden. Die Achiote Paste in ein wenig Zitronensaft (ggf. mit Wasser gestreckt) verrühren.
  • Zwiebel in Butter glasig braten, dann die restlichen Zutaten bis ------ beifügen und unter Rühren kurz weiter braten. Die Pfanne vom Herd nehmen, abschmecken und die Eier einmengen.
  • Die Fülle auskühlen lassen.

  • Das Backrohr auf 180°C vorheizen und den Blätterteig in 8 mehr oder weniger quadratische Teile schneiden. Jeweils Fülle darauf geben und verschließen, indem man die Ecken der Quadrate zur Mitte hin einklappt und die Ränder verschließt, wie eine Topfengolatsche in Wien... 😉

  • Die Teilchen auf einem Blech ungefähr 20 Minuten goldgelb backen. Noch warm oder kalt als Fingerfood genießen.

Chorizo




Diese Enchiladas schmeckten uns sehr gut, sie sind würzig, aber schon auch ein bissl deftig durch die Chorizo. Rohkost als Beilage wäre passend gewesen, so würde ich sie das nächste Mal anrichten, nicht nur mit der Chilisauce (siehe unten). Klassisch werden die Teigtaschen in Costa Rica sowieso mit Krautsalat / Ensalada de repollo serviert, oft auch mit Mayonnaise und Salsa Lizano  




Salsa Lizano - milde Chilisauce

Zutaten für 1 kl. Schüssel bzw. Flasche (wenn man sie flüssiger macht):

2 getrocknete Ancho-Chilis
1 kleine Karotte
1/2 Zwiebel
etwas Olivenöl
1 EL Rohrohrzucker
2 EL Limetten- oder Zitronensaft (ich)
ein wenig Kreuzkümmel je nach Belieben
Salz
schwarzer Pfeffer
optional 1 TL Melasse oder Honig
optional 2 EL klein geschnittene Mango oder Ananas für eine fruchtige Note

Zubereitung:
  • Die getrockneten Chilis mit Wasser bedeckt etwa 5 - 10 Minuten köcheln lassen, bis sie weich sind. Dann die Stiele und Kerne entfernen und das dunkle Kochwasser beiseite stellen.
  • Die Karotte und Zwiebel klein schneiden und in Olivenöl weich braten.
  • Alle Zutaten mit so viel Chiliwasser pürieren, dass die Sauce eine cremige Konsistenz bekommt. Abschmecken.

getrocknete Ancho-Chilis

Das ist eine tolle Salsa bzw. Sauce für alle, die arge oder "unberechenbare" Chilischärfe ein bisschen fürchten, so wie ich. Denn Ancho-Chilis sind mild, fruchtig und haben ein interessantes rauchiges Aroma.
Die milde cremige Chilisauce schmeckte uns sehr gut, die wird es nun öfter geben! Sie war für uns genau richtig zu den deftigen Enchiladas und passt sicher auch zu Gegrilltem, zu Gallo Pinto, also Reis und Bohnen etc...





Linkliste:


Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Pan Natillero – Brot mit Natilla (saurer Sahne) und Käse 
Tina von Küchenmomente mit Orangenkuchen aus Costa Rica 
Britta von Brittas Kochbuch mit Ensalada de Palmitos - Salat mit Palmherzen 
Susanne von magentratzerl mit Picadillo de Chayote 
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Arroz con Camarones und Salsa Lizano hausgemacht 
Regina von Bistroglobal mit Mango-Salsa


Wer ist noch dabei?






Donnerstag, 12. März 2026

12 von 12 im März und die Unendlichkeit

 

"das Licht ist unendlich wie die Liebe"


Das Dauerblogevent mit 12 Fotos an jedem 12. eines Monats geht heute am Donnerstag, 12. März 2026, in die nächste Runde. Lieben Dank an Frau Caro vom Blog Draußen nur Kännchen für das Sammeln der vielen Beiträge!

Diesmal beginne ich mit meinen 12 Fotos schon am Vorabend, weil ich die wunderbare Lichtinstallation an der Votivkirche in Wien wie angekündigt zeigen will. Vor einem Monat konnte ich nur ein nebeliges Tagesfoto (Nr. 8) posten und jetzt endlich die beleuchtete "Unendlichkeit des Lichts".... sooo schön!

Hier leuchtete die riesige Unendlichkeitsschleife kurz einmal in rosa, auch andere Farbschattierungen habe ich gesehen, aber von zu weit weg. Auch ohne Farbwechsel fand ich den leuchtenden "liegenden Achter", der zwischen den Türmen "schwebt", sehr berührend und WOW!💗


Es war gestern noch dazu ein schöner lauer Märzabend und viele junge Leute saßen relaxed in der Wiese. Der Abendverkehr, der auf der Ringstraße brauste, hat nicht gestört. Ich nahm die friedliche Stimmung auf und dachte, dem Symbol der Unendlichkeit wird ja eine positive und beruhigende Wirkung auf Menschen nachgesagt... Möglich ist alles und eine Kunstinstallation wie diese könnte doch glatt an gewissen Orten auf der Welt Positives bringen, oder? 


Der 12. März beginnt heute in Wien mit Sonne und Wind, der Wolken mitbringt. Am Vormittag packe ich wieder wie so oft meine Sachen, um für ein paar Tage aufs Land nach Niederösterreich zu fahren.


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Vorher möchte ich noch ins Fitnesscenter gehen, denn mir tut das regelmäßige Krafttraining wahnsinnig gut. Wie immer mache ich zwei Runden auf den insgesamt elf Geräten und setze mich noch eine zeitlang aufs Fahrrad. Ich hätte ja bis vor einem dreiviertel Jahr nie gedacht, dass mir das alles sogar Spaß machen würde...



Mit der U-Bahn fahre ich zum Bahnhof, hoffentlich erreiche ich meinen gewünschten Zug und kann mir noch vorher etwas zu essen besorgen. Hier beim Stadtpark waren wieder besonders eifrige Sprayer am Werk, das "Kunstwerk" ist ziemlich neu. 



Im Zug aufs Land kann ich mich ein bisschen ausruhen und ich freue mich, dass mich Herr Fliederbaum später vom Bahnhof abholen wird.



Blick hinaus auf einen Bahnhof in Niederösterreich und es ziehen immer mehr dunkle Wolken auf. Regen wäre gerade jetzt im Frühling so gut, wo alles sprießt und grünt. Aber es kommt nichts...



Zu Hause in unserem Zweitwohnsitz ist gerade wieder Baustelle angesagt, zum Glück nur mehr draußen (innen ist mehr oder weniger fertig). Wir sind zuversichtlich, dass die Dämmung und Fassade bis Ostern erledigt sein wird. *klopfaufholz*



Wir machen noch eine Gartenrunde. Die Tulpenzwiebeln meiner Mutter sind unverwüstlich und treiben sogar unter widrigsten Bedingungen aus. Ich freue mich wahnsinnig, dass sie heuer auch so zahlreich gekommen sind wie immer und bald blühen werden!



Die Schneeglöckerl blühen jetzt gerade schön, ich mag sie gerne. Leberblümchen habe ich auch schon gesehen und ein paar lila Krokusse zeigen sich in der Wiese. Die Forsythie vor dem Haus braucht noch ein paar Tage. Die Vegetation ist im Frühling hier im Waldviertel in Niederösterreich immer ein bisschen hinten nach... 😉


Ich habe heute meine Tagesfotos nicht genau gezählt, aber schließe jetzt mit Felix ab. Der liebe Nachbarskater, der aber überall in der Nachbarschaft zu Hause ist, hört fast immer auf seinen Namen. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich ihn rufe, dass er zumindest zu mir herschaut... Oder er kommt und lässt sich ausgiebig streicheln, so wie heute! 💗


Am frühen Abend wird es auf dem Land schnell kalt und wir machen es uns im Haus gemütlich. Das war mein heutiger Tag, wie war es bei euch?

Morgen ist übrigens wieder Freitag, der 13. - ein Glückstag! Alles Liebe!

Das war der 12. März 2024




Donnerstag, 5. März 2026

Mimosen für den Weltfrauentag

 

"Mögen deine Tage (wieder) so strahlend und stark sein wie Mimosenblüten!" 



Den Blumenstrauß mit Mimosenblüten und Tulpen habe ich im Februar in der Kärntnerstraße in Wien bei einem Blumenstand gesehen (und doch nicht gekauft). Denn wenn die Mimosenblüten beim Kaufen schon soo sehr aufgeblüht sind... 😕


... so wie auch die verpackten Mimosen in Bildmitte, dann halten sie nicht mehr lange. Sie wären aber frisch aus San Remo eingetroffen, sagte die Verkäuferin. Die Mimosen haben heuer in Italien offenbar sehr früh auszutreiben begonnen... auch zu früh für den internationalen Frauentag am 8. März.

Denn in Italien ist es üblich, dass Frauen am Frauentag Mimosenzweige geschenkt bekommen, oft auch einen Kuchen mit "Mimosen" aus Biskuitwürfeln. Mimosen sollen Stärke, Wertschätzung und Weiblichkeit symbolisieren, heißt es dort. Anders als bei uns, wo man sensible Frauen, seltener Männer, schnell als Mimosen (im negativen Sinn) bezeichnet... "sei nicht so eine Mimose"...

Nachtrag: richtigerweise handelt es sich um Zweige der "Falschen Mimose" oder Silber-Akazie (Acacia dealbata).


Dabei sollte es am Frauentag nicht ums Blumenschenken und Kuchen gehen, dafür sind die unglaublichen Ungleichheiten und Diskriminierungen von Frauen in vielen Bereichen weltweit zu ernst! Und die Gewalt aller Art gegen Frauen zu hoch. Gewalt beginnt dort, wo Respekt und Wertschätzung aufhören, schreibt Artedea. Laut UN Women werden weltweit und täglich geschätzt 137 Frauen durch (männliche!) Partner und Familienangehörige getötet. Am internationalen Frauentag wird zumindest wie jedes Jahr auf die "Baustellen" weltweit aufmerksam gemacht und Änderungen eingefordert...


Trotzdem zeige ich euch zur Aufmunterung meine diesjährige Mimosa-Kreation. Nach dem Mimosa-Dessert im Glas vom Vorjahr wurde es heuer ein zitronig-leichtes Tiramisu mit Lemon Curd und "Mimosenblüten" aus Biskuit



Mimosa Tiramisu mit Lemon Curd

Zutaten für 1 Form mit ca. 23 x 23 cm

Biskuit für 1 Backblech:
6 Eier (M)
132 g Zucker
110 g Mehl

Lemon Curd:
3-4 Zitronen, Abrieb und 110 ml Saft
3 sehr frische Eier (M)
140 g Zucker
1 Prise Salz
90 g kalte Butter

Creme:
2 sehr frische Eier (M)
60 g Zucker bzw. mehr nach Belieben
500 g fettarmer Mascarino (ich) oder Mascarpone
2 EL Naturjoghurt
optional Inländer Rum oder Limoncello

weiters:
1/2 P. Biskotten / Löffelbiskuits
etwas Milch
optional Inländer Rum oder Limoncello
Staubzucker zum Bestreuen

Biskuit und Lemon Curd können bereits am Vortag zubereitet werden, von beiden bleiben dann Reste.

VORBEREITEN:

Für das Biskuit werden die ganzen Eier mit Zucker weißschaumig aufgeschlagen, dann das Mehl mit einem Schneebesen vorsichtig untergehoben. Die Masse auf ein Backblech streichen und im vorgeheizten Backrohr bei 190°C ungefähr 10 - 12 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Lemon Curd: Die ganzen Eier, Zitronensaft und Schale, Zucker und Salz in einer Schüssel über einem heißen Wasserbad oder alternativ in einem Topf (ich) unter ständigem Rühren langsam erhitzen. Bei geringer Hitze eindicken lassen, nicht kochen!!
Dann die kalte Butter nach und nach einrühren, ggf. den Topf vom Herd nehmen, wenn das Curd zu heiß wird. Das Curd dann in eine Schüssel oder Schraubglas umfüllen und kalt stellen.

Für die Creme die Eier mit Zucker über einem heißen Wasserbad schaumig schlagen, dann noch kurz kalt schlagen. Mascarino oder Mascarpone und Joghurt einrühren und abschmecken.

FERTIGSTELLEN:

  • Das Biskuit zuschneiden, so dass es als Boden in die Form passt.
  • Die Hälfte der Creme auf dem Boden verteilen. Lemon Curd mit einem Löffel darüber klecksen, so viel man möchte.
  • Die Biskotten kurz in Milch + Rum tauchen und dicht an dicht auflegen.
  • Nun die restliche Creme aufstreichen und reichlich Lemon Curd darüber verteilen, so dass die Oberfläche schön damit bedeckt ist. Aufstreichen ist nicht gut möglich, da sonst alles "verschmiert" wird...
  • Das Tiramisu einige Stunden in den Kühlschrank stellen bis ungefähr eine halbe Stunde vor dem Servieren.
  • Einen weiteren Teil des Biskuits mit den Fingern grob zerkleinern für die "Mimosas", die die Mimosenblüten symbolisieren. Diese Biskuitbrösel über das fertige Tiramisu streuen und anzuckern. Mit einem Löffel portionieren - so mache ich das bei Tiramisu am liebsten...





Ein traumhaftes und ein bisschen anderes Tiramisu, das ohne Kaffee und Kakao auskommt. Durch den fettärmeren Mascarino ist es leicht und beschwingt. Lemon Curd ist sowieso immer ein Highlight in einem Dessert, oder? Und Tiramisu geht auch immer...




Sonntag, 1. März 2026

Orangensalat

 


"lass dein Leben (wieder) leuchten wie eine Orange im Winter" 💖


Die europäische BIO Orangenzeit ist leider bald um. Ich finde, es lohnt sich, jetzt noch schnell Orangen (in größeren Mengen?) zu kaufen, zu genießen und zu verarbeiten, zum Beispiel für einen



Orangensalat mit Pecorino und Oliven nach Cettina Vicenzino

Zutaten für ca. 3 - 4 Personen als Vorspeise:

4 Orangen, wenn möglich verschiedene Sorten, es sollten helle und Blutorangen dabei sein (ich hatte tw. helle Tarocco und dunkle Moro)
1 große rote, milde Zwiebel
40 g oder besser mehr Pecorino
reichlich schwarze Oliven (ich hatte trocken eingelegte)

Dressing:
1/2 Orange, Saft oder 1 Mandarine wie im Original
einige EL gutes Olivenöl
etwas Salz
schwarzer Pfeffer

optional frische Oregano-Blättchen für Deko

Zubereitung:

  • Die "Polkappen" der Orangen abschneiden und den Saft auspressen (ggf. für das Dressing verwenden).
  • Die Orangen mit einem Messer schälen und dabei auch alles Weiße wegschneiden. Die geschälten Orangen im Ganzen quer in möglichst dünne Scheiben schneiden (also nicht filetieren). Eventuell vorhandene Kerne entfernen.
    Tipp: Mit Abschnitten, Resten und Saft eine Marmelade kochen (siehe ganz unten)!

  • Die Orangenscheiben dekorativ in eine große Schüssel oder besser portionsweise in tiefen Tellern auflegen.
  • Die Zwiebel in dünne Ringe schneiden und darüber anrichten.
  • Die Zutaten für das Dressing vermixen und über Orangen und Zwiebeln leeren.
  • Den Pecorino in dünne Scheibchen schneiden oder hobeln und mit den Oliven über dem Salat verteilen. Wer will, streut noch frische Oregano-Blättchen darüber.



Der Orangensalat ist DIE perfekte Vorspeise in Zitruszeiten! 

Wir waren wieder einmal begeistert von einem Cettina-Rezept! Nur der frische Oregano obenauf hat für mich nicht gepasst.
Sie schreibt in ihrem Kochbuch (siehe unten), dass man zusätzlich eingelegte Sardellen dazu geben könnte und auch andere Zitrussorten. Oder dass der Orangensalat als Beilage zu gebratenen Sardellen gut passen würde... kann sein, ich habe es nicht ausprobiert. Denn der Salat schmeckt für sich allein schon soo großartig, dass ich nichts weiteres dazu kombinieren möchte! 😋



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Das Rezept heute stammt aus dem Sizilienkochbuch von Cettina Vicenzino und auch ihr Orangensalat mit Ricotta-Pistazienbällchen aus einem anderen Kochbuch ist ein Volltreffer.
Überhaupt hat uns bisher alles seht gut geschmeckt, was von Cettina kam (klick mit weiteren Verlinkungen). Ich sollte ihre Kochbücher wirklich öfter zur Hand nehmen! Welche Kochbücher von ihr habt ihr?



Blog-Event CCXXVII - Zitruszeit! (Einsendeschluss 15. März 2026)


Der Orangensalat mit Pecorino und Oliven ist mein 2. Beitrag für das erfrischende und wunderbare Zitrus-Blogevent von Susanne Magentratzerl bei Zorra Kochtopf. Ich freue mich auf die weiteren Einreichungen!





Beim Schneiden der Orangen für den Orangensalat dachte ich, was tun mit den Fruchtfleisch-Abschnitten und nicht so schön geschnittenen Orangenscheiben (außer gleich essen...)? Mit ein bisschen Saft und weiteren Tarocco und sehr dunklen Moro Orangen hatte ich genug für eine schöne rote  Blutorangenmarmelade. Die Schalen wollte ich diesmal nicht mitverwenden, nur ein bisschen Abrieb.

Ich hatte schlussendlich mehr als 500 g Orangen-Fruchtanteil für einen Rest von 190 g Gelierzucker 3:1 vom Vorjahr (also 3 Teile Frucht und 1 Teil Gelierzucker 3:1). Vanille passt gut dazu, ein Spritzer Zitronensaft, dann die Marmelade nach Packungsanweisung kochen, pürieren... perfekt!


Alles Liebe aus dem (endlich) frühlingshaften Wien!



Dienstag, 24. Februar 2026

Zitruszeit mit Zitronenkuchen

 


Mein Zitronenbäumchen im Topf überwintert zum ersten Mal in der alten Garage und, wie man sieht, eingezwängt zwischen allerlei Gerümpel und Baumaterialien (unser Auto hat hier drinnen keinen Platz mehr). Die Garage ist nicht wirklich ideal fürs Überwintern, weil zu dunkel und zumindest im heurigen Winter auch ein bissl zu kalt, nur momentan bei uns die einzige Möglichkeit. Wo überwintert ihr eure heiklen Pflanzen?

Der Zitronenbaum und auch der Oleander im Vordergrund nehmen mir die Bedingungen nicht übel und es geht den Pflanzen bis jetzt soweit gut. Vor allem leben sie und haben keine Blätter verloren! 💚 Leider hat mein Zitronenbaum letztes Jahr zwar geblüht und geduftet, aber keine Zitronen gebildet... Ich glaube, ich muss ihm mehr Zuwendung geben. 



Blog-Event CCXXVII - Zitruszeit! (Einsendeschluss 15. März 2026)



Dabei ist die Lust auf Zitrusfrüchte bei mir immer groß! Das neue Blogevent von Susanne Magentratzerl bei Zorra Kochtopf  kommt jetzt wie gerufen und allein schon das Banner macht fröhlich, oder?

Den Zitronenkuchen, den ich neulich gebacken habe, schicke ich gleich zum Blogevent. Es ist ein klassisches französisches bzw. bretonisches Rezept und ich weiß gar nicht mehr, wo ich es zum ersten Mal gesehen habe. Denn den Kuchen mögen wir seit vielen Jahren sehr gerne!


Der Zitronenkuchen ist sehr reichhaltig, denn die Mengen an Zucker, Butter und Mehl richten sich nach dem Gewicht der Eier -- es ist ein Ei-schwer-Kuchen.


Zuerst sollte man also die ganzen Eier (mit Schale) abwiegen und dann genauso viel Zucker, Butter und Mehl, wobei ich aber weniger Zucker verwende! Aber wegen dem vielen Zitronensaft in der Masse beim Zuckerreduzieren lieber vorsichtig sein...

Hier seht ihr die ungefähren Zutaten als Richtwert für eine große Kastenform und 4 eher große bio Eier:



französischer Zitronenkuchen

Zutaten für 1 Kastenform, ca. 30 cm lang:

4 Eier (L)
250 g weiche Butter
220 g (ich) bis 250 g Zucker
250 g Mehl
2-3 Zitronen, Abrieb der Schale und ca. 90-100 ml Saft
1 P. Weinstein-Backpulver
1 Prise Salz
Vanille

Guss:
1 schwacher EL Zitronensaft
Staubzucker (mehrere Esslöffel)

Zubereitung:

Die Eier trennen und mit der Prise Salz einen Eischnee schlagen, dabei die Hälfte des Zuckers einrieseln lassen. Die Butter schaumig schlagen, den restlichen Zucker, Vanille und die Eidotter einzeln beifügen. Zum Schluss den Zitronensaft, Mehl mit Backpulver und den Eischnee unterheben.

Die Masse in einer Kastenform im vorgeheizten Backrohr bei 180°C ungefähr eine dreiviertel Stunde backen. Für den Guss verrührt ihr die Flüssigkeit mit soviel Staubzucker, dass eine dickliche Glasur entsteht. Den Kuchen stürzen und mit ein bisschen Glasur wild behübschen.


erfrischend, unkompliziert, schnell gemacht und immer wieder gut!


Es ist kein eleganter Kuchen, sondern einer, den man gerne zum Kaffee oder Tee genießt. Herr Fliederbaum, der viel Kaffee trinkt, könnte sich den ganzen Tag nur von diesem Zitronenkuchen ernähren (wenn ich ihn lasse und den Kuchen nicht verstecke...). 😉

Liebe Grüße aus Wien!



Donnerstag, 12. Februar 2026

12 von 12 im Februar in Wien

 

1

1    Was machen viele BloggerInnen an einem 12. Tag eines Monats am liebsten...?

Sie schießen 12 Fotos während des Tages, gehen dadurch ein bisschen achtsamer durch den Tag und verlinken den Beitrag bei Frau Caro vom Blog Draußen nur Kännchen aus Hamburg. So auch heute am Donnerstag, 12. Februar 2026.

Es ist heute in Wien mehr oder weniger trüb wie immer, aber ein bisschen wärmer als sonst und der Winterschneeball öffnet langsam die ersten Blüten.


2

2    Am Vormittag packe ich meine Sachen, um mit der Bahn aufs Land nach Niederösterreich rauszufahren. Ich habe es nicht eilig und freue mich auf ein paar Umwege.

Erst einmal geht es mit der U-Bahn in die Stadt. Neben "meiner" Station wachsen die Wohntürme in den Himmel, vor einigen Jahren hat es hier noch so ausgesehen, wie auf dem Winterfoto unten. Es war fast idyllisch...


3

3    Was ist heute für ein Tag? Der Medienhype ist fast schon unerträglich und so dürfte niemandem im Land entgehen, dass heute Abend der Opernball stattfindet. Er gilt als Höhepunkt der Wiener Ballsaison. 

Der Zuschauerraum und der Bühnenbereich in der Wiener Staatsoper werden jedes Jahr zum Ballsaal umgebaut und die zahlreichen TV-Kameras werden während dieses Staatsballs das Geschehen verfolgen... Seht ihr euch die Übertragung vom Opernball an, wird eigentlich auch in D darüber berichtet? Ich schaue mir jedes Jahr ganz gerne die Eröffnung an, das reicht.


4

4    Rund um die Oper wird jetzt noch gearbeitet. Am Abend wird auch die mehrspurige Ringstraße gesperrt und Straßenbahnen umgeleitet werden.


5

5    Der Red Carpet, also der Eingangsbereich in die Oper bekommt noch den letzten Schliff. Insgesamt sind rund 500 Menschen nur mit den Auf- und danach Abbauten beschäftigt. Dazu Gastronomie, Musik, Sicherheit etc... die Wirtschaft freut sich (und die ca. 5000 Ballgäste)...



6

6    Hier schaue ich durch die jetzt noch verschlossene Tür auf den Blumenschmuck und die Feststiege mit dem roten Teppich. Auch drinnen finden noch letzte Arbeiten statt. Ich hätte ja keine Lust, auf diesen (oder irgendeinen) Ball zu gehen, aber wenn ich der Oper soo nah bin, gelüstet es mich sehr nach einer baldigen Opernaufführung! 


7

7    Das Hotel Sacher hinter der Oper schmückt sich schon frühlingshaft und wie immer kann ich am Sacher-Shop nicht vorbeigehen, ohne ein kleines Törtchen mitzunehmen... (unbezahlte Werbung). Man könnte die Sachertorte natürlich auch selbst backen, aber das Original gönnen wir uns doch hin und wieder, auch wenn es zugegeben sehr süß ist.


8

8    Später fahre ich an der Votivkirche vorbei, sie ist die zweitgrößte Kirche in Wien. Könnt ihr das Unendlich-Symbol sehen, das sich wie ein liegender 8er um die beiden Türme oben schlingt? Oje, ich hatte ja gehofft, dass diese faszinierende Lichtinstallation der Künstlerin Billi Thanner auch untertags leuchtet... leider nicht, sondern erst am Abend.

Ich zeige sie euch ein anderes Mal, die "Unendlichkeit des Lichts" wird zum Glück noch mindestens bis 1. August zu sehen sein. 


9

9    Ein Snack muss jetzt sein - diese knusprige Pizzaschnitte mit dünnen Kürbisstreifen, getrockneten Tomaten und ein wenig Frischkäse schmeckt echt gut! Die Kombi muss ich mir merken!


10


10    Dann erreiche ich den Bahnhof und mein Zug aufs Land wartet schon. Diese Skulptur auf der Vorderseite des neu renovierten Bahnhofes ist auch neu, sie soll Gaukler oder "Artisten auf Stelzen" darstellen.


11

11    Ich bin fast am Ziel und was sehe ich da plötzlich vom Zug aus...? Blauer Himmel und Sonne, lange nicht gesehen! Wir haben im Osten von Österreich in diesem Winter eine unterdurchschnittliche Sonnenscheindauer erleben müssen, um die Hälfte weniger Sonne als sonst. Es kann jetzt nur besser werden!


12


12    Herr Fliederbaum holt mich am Bahnhof ab und dann teilen wir uns das kleine süße Sachertörtchen. Die Spanholzschachtel kann ich für kleine Dinge gut brauchen...



Februar 2025

Februar 2024


Morgen ist Freitag, der 13. - ein Glückstag! Alles Liebe!