Sonntag, 10. Mai 2026

Schmarrn in Wien

 

Vor wenigen Tagen war hier vor dem Rathaus in Wien noch totale Baustelle, um den Platz für die Song Contest-Woche fertig zu bekommen. 

Ich war gerade in der Nähe, bin durch den Rathauspark spaziert und es dominierten überall noch  Absperrgitter und Baumaterialien...


Aber heute Sonntag wird hier im Eurovision Village die sicher glanzvolle Eröffnung stattfinden und die ganze Woche gibt es Public Viewing und Rahmenprogramm mit Live Musik, Gastro-Ständen etc. Die halbrunde Konstruktion direkt vor dem Rathaus ist die Bühne, die kreisrunden Dächer sollen vor Regen oder momentan eher Sonne schützen. Wir lechzen hier ja seit langem nach Regen, aber er sollte doch nicht gerade jetzt kommen...
(Alles unbezahlte Werbung, aber der Eintritt ist hier am Rathausplatz bei Veranstaltungen sowieso immer frei).

Wien "brummt" derzeit und und die Riesenveranstaltung wird noch mehr Fans in die Stadt locken, was nicht nur die Wirtschaft freut. Ich finde es schön und es macht mich auch ein bisschen stolz, dass Wien jetzt so lebendig und in vielerlei Hinsicht bunt ist (anders als es in meinen jungen Jahren war).

Tatsächlich ist das jetzt aber nix für mich, ich werde in der Song Contest-Woche den Trubel in Wien meiden und mich vom Acker machen, äh also raus aufs Land fahren. Ob ich den Hype in den Medien verfolgen werde, ist nicht so sicher, aber wahrscheinlich ein bisschen... die Musikdarbietungen interessieren mich dabei weniger als das, was so rundherum los ist. Hoffen wir, dass nichts Unvorhergesehenes passiert!

das Motto


Interessiert euch der Eurovision Song Contest? Ja, nein, ein bisschen?

Oder meint ihr, das ist soo ein  Schmarrn - das ist ein Wiener Ausdruck der (eher liebevollen) Geringschätzung. Ein deftigeres Wort wäre Schaas, was in Wien genauso etwas Unwichtiges bezeichnet, aber auch einen Furz. Berühmt geworden ist nach dem Sieg von Conchita Wurst der Ausspruch "jetzt hat uns die den Schaas gewonnen"... 😉 Das bedeutet aber nicht, dass wir in Österreich die Siege von Conchita 2014 und JJ 2025 gering schätzen würden!! Aber Schmäh muss sein, besonders in Wien...


Die 2. Bedeutung von Schmarrn ist in Wien natürlich der  Kaiserschmarrn. Er ist eine kulinarische Verbindung aus der früher einfachen Almküche in den Alpen und der feinen Wiener Küche am damaligen Kaiserhof. Daher "gehört" er zu Wien genauso wie in die Alpen und auf jede Berghütte. Es gibt unzählige Rezepte für den Kaiserschmarrn, nur trocken und wie ein zerteilter "Kuchen" darf er nicht sein!



mein Kaiserschmarrn

Zutaten für 2 Personen als Hauptspeise:

3 Eier (M)
2 Prisen Salz
180 ml Milch
110 g (Dinkel-) Mehl
1 EL, ca. 20 g Kristallzucker
optional Rosinen (ich nicht)
----------

2 EL Butter für die Pfanne
1 EL Kristallzucker
Staubzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

  • Das Backrohr auf 180°C vorheizen und eine große ofenfeste Pfanne bereitstellen.
  • Die Eier trennen, mit Salz einen Eischnee schlagen und dabei auch den Zucker einrieseln lassen. Die Eidotter und die restlichen Zutaten bis -------- vermixen, kurz quellen lassen und den Eischnee vorsichtig unterheben.
    Wer will gibt Rosinen rein.

  • Die Pfanne am Herd erhitzen, 1 EL Butter und den Zucker gemeinsam schmelzen.
  • Den Teig einleeren und wenige Minuten "anbacken", dann die Pfanne in den Ofen stellen. Nur für etwa 5 - 10 Minuten, bis die Oberfläche gestockt ist. Die Unterseite sollte gebräunt sein.
  • Die Pfanne wieder auf den Herd stellen und den Teig umdrehen, dafür vorher in 2 oder 3 Teile teilen. Falls erforderlich kommt noch 1 EL Butter in die Pfanne.
    Grundsätzlich sollte man hier nicht mit der Butter sparen.

  • Dann bei mittlerer Hitze mit 2 Pfannenwendern in unregelmäßige Stücke zerteilen und dabei noch goldbraun bräunen. Darauf achten, dass der Schmarrn schlussendlich durchgegart, aber nicht zu dunkel ist.


Den Kaiserschmarrn mit Staubzucker bestreuen und mit beliebigem Kompott, hier meist Apfelkompott oder Apfelmus, Marillenröster (im eigenen Saft gedünstete Aprikosen), Zwetschkenröster etc. genießen.



Kaiserschmarrn ist bei mir oft die erste Wahl, wenn wir hin und wieder eine süße Hauptspeise essen wollen. Er ist schneller gemacht als Palatschinken und ein selbst eingekochtes Kompott vom Sommer findet sich eh fast immer in meinem Vorrat.


Ich wünsche euch nun eine schöne Woche mit Schmarrn oder nicht, Song Contest oder nicht... aber dem jungen Österreich Vertreter COSMO mit dem blauen Stern über einem Auge werde ich zumindest die Daumen halten, wenn er nach dem Tanzschein fragt...




Sonntag, 3. Mai 2026

von Flieder, Muttertag und Biskuitrouladen

 


Fliederblüte am Heldenplatz in Wien

Die üppigen lila Fliederbüsche am Heldenplatz waren immer eine ganz besondere Pracht und ich bin oft nur deshalb in die Stadt gefahren, um den blühenden lila Flieder zu bewundern. Nun mussten die Büsche (leider, aber notwendigerweise) stark verjüngt und teils auch neu gepflanzt werden. 


im Volksgarten


Es war früher vor allem in Wien üblich, dass man der Mutter (und Oma) zum Muttertag frisch gepflückten Flieder mitgebracht hat, auch wenn man keinen eigenen Garten hatte. Flieder blüht passenderweise genau jetzt und wächst in Wien seit Jahrhunderten sehr zahlreich.
Flieder war in kargen Zeiten daher leicht verfügbar *hüstel*, ob in den Parks der Stadt oder als Wildwuchs auf den Friedhöfen und am Stadtrand. "Flieder fladern" war ein geflügeltes Wort am Muttertag in Wien und auch wenn er gemopst war, so bedeutete ein Fliederstrauß doch Wertschätzung und Zuneigung... 😇💜


mein Gartenflieder


Heute sind doch eher gekaufte Schnittblumen am Muttertag üblich oder man hat Blümchen und auch Flieder im eigenen Garten! Und natürlich wie eh und je eine Muttertagstorte. Ich habe mir meine sicherheitshalber schon jetzt ausgesucht und gebacken, denn ob ich zum Muttertag vom erwachsenen Kind eine bekomme... ?  😏



Diese Charlotte Royal kenne ich noch aus meiner Schulzeit und fast genau so lange, wie diese her ist (ewig), habe ich diese "Kuppeltorte" nicht mehr zubereitet. Diesmal mit meiner bevorzugten Biskuitroulade, die ich sehr oft, fast einmal die Woche, backe. Zur sicheren Standfestigkeit der Pudding-Oberscreme habe ich Gelatine reingegeben. Da kann nichts schiefgehen und die Charlotte wäre auch gut zu transportieren.



Charlotte Royal

Zutaten für 1 Schüssel mit ca. 22 cm Durchmesser:

Biskuitroulade:
6 Eier (M)
132 g Zucker
120 g Mehl
Zitronenabrieb von 1/2 bio Zitrone

Marillenmarmelade zum Bestreichen
optional etwas Inländer Rum

Pudding-Obers-Creme:
450 ml Weißwein oder zB. Apfelsaft für eine alkoholfreie Variante
35 g Stärkemehl
120 g Zucker
Vanille
2 Eidotter

2 EL Mascarpone
200 ml Schlagobers / Sahne
6 Blätter Gelatine

Zubereitung:

Die Biskuitroulade kann gut vorbereitet werden, weil sie sowieso auskühlen soll.

Das Backrohr auf 190°C vorheizen und ein Backblech mit Papier bereit stellen.
Die ganzen Eier mit Zucker mit der Küchenmaschine sehr schaumig schlagen, das Mehl und Zitronenabrieb mit einem Schneebesen einrühren (ohne Küchenmaschine würde ich lieber einen Eischnee und die Eidotter mit Zucker schaumig schlagen!).

Die Masse auf das Blech streichen und 10 Minuten backen. Die Marmelade mit wenig heißem Wasser glatt rühren und wer will mit Rum verfeinern. Das Biskuit dann auf ein feuchtes Küchenhangerl / Geschirrtuch stürzen und das Papier vorsichtig abziehen. Gleichmäßig mit der Marmelade bestreichen und sofort mit Hilfe des Tuches einrollen. 

Für die Creme einen "normalen" Pudding mit Wein oder Saft kochen, dafür das Stärkemehl mit ein wenig von der Flüssigkeit und den Eidottern vermixen und einkochen. Sobald der Pudding eindickt, vom Herd nehmen und in eine Schüssel umfüllen.
In der Zwischenzeit die Gelatineblätter nach Packungsanweisung in kaltem Wasser einweichen. Wenn der Pudding nur mehr "Lippen-warm" ist, wird die ausgedrückte Gelatine eingerührt, bis sie sich aufgelöst hat. Schlagobers mit Mascarpone steif schlagen und unterheben.

Fertigstellen: Eine Schüssel mit Klarsichtfolie auskleiden, damit die Charlotte sich später leicht stürzen lässt. Die Biskuitroulade in knapp 1 cm dicke Scheiben schneiden und diese dicht nebeneinander von der Mitte nach außen in die Schüssel legen. Die Creme einfüllen und restliche Biskuitscheiben darauf legen (die sind später der Boden). Die Schüssel für einen halben Tag oder besser über Nacht in den Kühlschrank stellen. 

Zum Schluss das eventuell am Schüsselrand überstehende Biskuit gerade abschneiden und die Kuppeltorte auf eine Platte stürzen. Ich finde, sie braucht keine zusätzliche Behübschung...





Wir finden, das ist echt eine würdige Torte, nicht nur für den Muttertag! Ich hoffe, sie gefällt euch so gut wie mir!
Der Fantasie bei der Creme sind keine Grenzen gesetzt und auch saisonale Früchte würden sich gut machen. Mit der nächsten Charlotte warte ich auf die ersten heimischen süßen Erdbeeren, dann kommt eine Joghurt-Erdbeer-Oberscreme statt der Weincreme wie in meiner Schulzeit in die Kuppeltorte!



Blog-Event CCXXIX – Lasst es rollen! (Einsendeschluss 15. Mai 2026) 

Sehr gerne verlinke ich die Charlotte mit der Biskuitroulade aka Biskuit ROLLE als meinen 2. Beitrag mit dem Blogevent von Felix (FEL!X kitchen) bei Zorra (Kochtopf.me).



Wollt ihr mehr solche süßen Rollen sehen?







Liebe Gartengrüße!


 


Dienstag, 28. April 2026

Laap Larb Laos


Dauerblogevent


Wusstet ihr, dass LAOS das einzige Binnenland in Südostasien ist? Das Land liegt lang gestreckt und vereinfacht gesagt, zwischen Thailand und Vietnam. Die teils ursprüngliche Landschaft, bewaldete Berge, tropischer Dschungel und der mächtige Mekong-Fluss sollen eine Reise wert sein (wenn man von politischen, gesellschaftlichen und Umweltproblemen etc. absieht)... 
Das Dauerblogevent Volkers kulinarische Weltreise macht dort noch bis Monatsende Halt, bevor es nach Afrika weitergeht. Nicht mehr viel Zeit also, um sich auch durch die Kulinarik von Laos durchzukosten.


gerösteter und grob gemahlener Reis


In Laos und auch Nord-Thailand ist ein würziger Salat Nationalgericht, der LAAP (auch Larb, Lahp oder Laab...) genannt wird. Er besteht meist aus Fleisch (Huhn, Rind) oder Fisch und kann auch veggie mit Tofu gemacht werden. Dazu ordentlich Chilischärfe und viel frische Kräuter. Das Besondere ist der geröstete Klebreis, siehe Foto oben, 
der ein interessantes nussiges Aroma mitbringt.

Ich war sehr gespannt auf den Geschmack, habe mich im www umgeschaut und bin teilweise hier hängen geblieben. Aber so wie fast immer ist es mein eigenes Rezept geworden, das uns ausgezeichnet geschmeckt hat, ob authentisch oder nicht... 😉




mein Laap Salat mit Rindfleisch

Zutaten für 2 (hungrige) Personen:

2 EL ungekochter Klebreis, Sushireis (ich) oder eine andere Sorte

200 g Rindfleisch faschiert (Hackfleisch)
2 EL Wasser
1 TL Öl
1 Stk. Zitronengras, das Innere fein geschnitten
je 1 EL Fischsauce und Sojasauce
2 Kaffirlimettenblätter (hatte ich nicht)
1 oder mehr getrocknete rote Chili oder ersatzweise Flocken
optional 1/2 roter Spitzpaprika, in kleine Würfel geschnitten
2 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
1 - 2 Limetten, Saft und abgeriebene Schale
schwarzer Pfeffer

frische Kräuter:
hauptsächlich Minze
etwas Koriander
Thai Basilikum
Dill

zum Anrichten:
beliebiger grüner Salat, zB. Eisberg-, Romana- bzw. Salatherzen (ich)
Salatgurke, Tomaten
frisch gedünsteter Klebreis oder eine andere Sorte

Eher kein zusätzliches Salz verwenden, da Fisch- und Sojasauce genügend Würze mitbringen.

Zubereitung:
Für den gerösteten Reis wird in Laos meist Klebreis verwendet, aber jede andere Sorte Reis ist ebenso gut, es geht hauptsächlich um die Röstaromen! Den Reis also in einer Pfanne bei geringer Hitze trocken goldbraun rösten, bis er gut nussig duftet (dabei bleiben!). Den Reis in der Kaffeemühle oder in einem Mörser mehr oder weniger grob zerstoßen, aber nicht zu feinem Pulver mahlen!
Die groben Reiskörner sind hart, ich würde sie nächstes Mal zwar nicht zu Pulver, aber doch etwas feiner mahlen.

Getrocknete Chilischoten und Kaffirlimettenblätter gemeinsam anrösten, dann auskühlen lassen und mahlen (oder die Alternativen verwenden).
Schärfe je nach eigenen Vorlieben - grundsätzlich soll es ein scharfer Salat sein.

Das faschierte oder frisch fein geschnittene Rindfleisch in wenig Öl und Wasser gar braten. Zitronengras und Sojasauce beifügen und mitbraten, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Dann mit den restlichen Zutaten in einer großen Schüssel vermischen und abschmecken.
Nicht gleich den ganzen Limettensaft beifügen, sondern sich lieber herantasten.

Zwei Drittel vom gerösteten Reis unterrühren und die gehackten frischen Kräuter. Den Rindfleischsalat ein bisschen durchziehen lassen und ggf. nachwürzen. 

Anrichten: Mit grünem Salat anrichten bzw. wird der Rindfleischsalat eigentlich direkt AUF Salatblättern angerichtet. Den restlichen gerösteten Reis darüber streuen und mit Rohkost sowie dem warmen Reis genießen. Das Gericht wird in Laos mit der Hand gegessen. 



Rindfleischsalat auf Reis auf Salatblättern angerichtet


Der grüne Salat und der warme Beilagen-Reis sollen zum "Ablöschen" der Chilischärfe wichtig sein... 💥💦
Da wir nicht soo scharf essen, also nicht "Feuer-löschen" mussten, war es trotzdem ein tolles vollständiges Mittagessen! Wird es wieder geben! Ich kann mir das Gericht für den Hochsommer, wenn die Temperaturen in Wien wieder einmal tropisch sind wie in Laos, noch besser vorstellen... es hat etwas Erfrischendes, Leichtes, man fühlt sich nach dem Essen nicht voll.



Nicht kopfschütteln... aber auch mit Messer und Gabel schmeckt das Essen aus Laos gut! 😂




Linkliste der kulinarischen Weltreise


Wilma von Pane-Bistecca mit Sai Oua - Wurst aus Laos 
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Geschmorte Soja-Hähnchenschenkel aus Laos – Ob Gai 
Britta von Brittas Kochbuch mit Kua Mee - Gebratene Nudeln aus Laos 
Regina von Bistroglobal mit Laotische Nudelsuppe - Khan Poon Nam Gai 


Eine kleine, aber feine Liste! Ich finde es jedes Mal interessant, wenn ein Gericht doppelt vorkommt, wie mein heutiger Salat!


Liebe Grüße aus Wien





Montag, 20. April 2026

Palatschinken-Hype



Blog-Event CCXXIX – Lasst es rollen! (Einsendeschluss 15. Mai 2026)

 
Felix von FEL!X kitchen und Zorra (Kochtopf.me) wollen uns im aktuellen Blogevent ROLLEN sehen. Ich habe zufällig gestern ROLLEN zubereitet, habe zum Glück Fotos gemacht und schicke meinen Beitrag sofort zu euch. 

Lieber Felix, du hast in deiner Aufzählung, was gerollt werden kann, auf Palatschinken bzw. Pfannkuchen vergessen. 😁 Die kann man zwar auch falten, aber klassisch ist, besonders bei süß gefüllten, sie zu einer ROLLE aufzurollen. Daher frage ich dich und die liebe Zorra:


Habt ihr schon gehört von... 
Germknödel  +  Palatschinken   Germknödelpalatschinken ?


Diese geistern seit einiger Zeit offenbar durch die social media Welt (ich habe sie hier gesehen) und wer sie beide liebt, wird sicher auch bei der kulinarischen Fusion schwach werden! Mir ist es jedenfalls so ergangen!

Die gerollten Palatschinken (Pfannkuchen) haben Mohn im "normalen" Teig, werden wie Germknödel mit Powidl (Zwetschken- bzw. Pflaumenmus) gefüllt und mit Vanillesauce und Mohnzucker serviert. Uns hat ein süß-herbes Sorbet aus Preiselbeeren auch sehr gut dazu geschmeckt.

Übrigens werden Pala-tschinken mit der Betonung auf dem i ausgesprochen, sind weiblich und haben auch sprachlich mit Schinken nix zu tun... 😉 Die Bezeichnung ist vom europäischen Osten, über das rumänische plăcintă, das ungarische palacsinta einst in den österreichischen Sprachgebrauch gelangt. Das lateinische Wort placenta (Kuchen) ist der Ursprung.




Germknödelpalatschinken mit Vanillesauce und Preiselbeersorbet

Zutaten für 4 Personen (je 2 Palatschinken) oder 8 Personen (je 1):

Palatschinken / Pfannkuchen:
500 ml Milch
3 Eier (M)
200 g Mehl
1 gute Prise Salz
2 EL Mohn, gequetscht bzw. gemahlen
1 TL Zucker

Butter zum Ausbacken
ca. 1 EL Powidl / Pflaumenmus für jede Palatschinke zum Füllen

Vanillesauce:
500 ml Milch
3 EL Zucker
Vanille
15 g Stärkemehl
2 Eidotter
optional etwas Eierlikör zum Verfeinern

Mohnzucker:
1 EL Mohn, gequetscht bzw. gemahlen
1 EL Kristallzucker oder Staubzucker

Preiselbeersorbet:
1/2 Glas, ca. 200 ml Preiselbeermarmelade
1 Orange, Saft
ca. 2 EL flüssiger Honig

Zubereitung:

Mit dem Sorbet rechtzeitig beginnen und dafür die Preiselbeermarmelade pürieren, Orangensaft und Honig nach Geschmack beifügen. Dann entweder in der Eismaschine gefrieren lassen oder für einige Stunden in einem flachen Gefäß in den TK-Schrank stellen. Hin und wieder mit einer Gabel auflockern.

Den Teig für die Palatschinken aus allen Zutaten mixen und kurz quellen lassen. Dann mindestens 8 Stück ausbacken. Je nach Dicke der Palatschinken und Größe der Pfanne können es mehr oder weniger sein... 😏 Die Palatschinken im Rohr bei 50°C zugedeckt warm halten.

Für die Vanillesauce den Großteil der Milch mit Zucker und Vanille aufkochen. Die restliche Milch mit Stärke und Eigelb vermixen, beifügen und unter Rühren noch einmal aufkochen lassen. Die Sauce zugedeckt (dass sich keine Haut bildet) warm stellen. Wer will, verfeinert die Sauce noch mit (selbstgemachtem) Eierlikör.

Anrichten:
Vanillesauce auf Teller verteilen. Die Palatschinken mit glatt gerührtem Powidl bestreichen, die seitlichen Ränder ein wenig einschlagen und die Palatschinke zu einer hübschen ROLLE einrollen. Auf die Sauce legen und mit Mohnzucker bestreuen. Das Sorbet extra dazu reichen.



Also, ich weiß ja nicht, wie es euch mit Palatschinken-essen geht... wir haben auf jeden Fall jeder zwei Stück als Dessert verdrückt. Als süße Hauptspeise gehen noch mehr! Bei uns in Österreich war bzw. ist es teils am Freitag immer noch üblich, dass zum Mittagessen nach einer Suppe eine süße Hauptspeise folgt, wie Palatschinken, Kaiserschmarrn, Fruchtknödel etc.

Die Komponenten der Germknödelpalatschinken harmonieren alle wunderbar miteinander und wie oben gesagt, wer beides mag... 😋 Das Sorbet gibt dem Ganzen einen fruchtig-frischen und bisschen herben Kick, fanden wir. Nicht nur frische Früchte, sondern auch Marmelade (oder Saft) ist für Sorbet gut, was mich doch positiv überrascht hat.



Mit essbaren Blüten lässt sich jedes Essen behübschen! Im Garten blüht gerade der Weichselbaum (Sauerkirsche) so schön üppig, was mich jedes Jahr begeistert und auch die Bienchen.


Die Gundelrebe mit ihren filigranen lila Blüten hat sich unter einem Baum ziemlich ausgebreitet, früher wurde sie in der Wiese immer abgemäht. 

Der frühlingsfrische Garten (und das Kochen) ist mein kleiner Trost in einer Welt, die zunehmend ver-rückt scheint, wer rückt sie sozusagen wieder gerade?


Findet ihr die Germknödelpalatschinken seltsam oder doch verlockend? Über Kommentare freue ich mich, liebe Frühlingsgrüße!



Sonntag, 12. April 2026

12 von 12 im April und Garten

 

12 von 12 bedeutet 12 Bilder an jedem 12. Tag eines Monats (Dauerblogevent)


Wenn die Forsythienblüten vor dem Haus nicht so schön gelb leuchten würden, würde unser Tag im Waldviertel in Niederösterreich noch grauer beginnen. Der heutige 12. April 2026 ist mit seinen zarten Plusgraden nicht gerade ein Paradebeispiel für einen schönen Frühlingstag. Kann man nix machen, aber wenn es wenigstens regnen würde, da hätte die Natur auch was davon...

Vor einem Jahr sah es am 12 von 12-Tag anders aus: April 2025.



Wie schön, dass wir unseren Kachelofen haben und mehr als genug Holz in der Hütte. So genießen Herr Fliederbaum und ich einen gemeinsamen Sonntag-Vormittag mit gemütlich Frühstücken, mit Nichtstun (auf neudeutsch Relaxen) und ins Feuer schauen. 💗




Mein bewusst schlichter, minimalistischer "Osterbaum" (haha) kommt heute weg. Ich hänge den grünen Hasen, die Herzen und Ostereier von den wenigen Palmkatzerln ab. Die meiste Deko und Keramik, nicht nur für Ostern, habe ich bereits in eine Schachtel gepackt - die kommt demnächst zur Flohmarktsammlung vom örtlichen Lion´s Club. Ich mag nicht allzu viel Deko rumstehen und gebunkert haben...



Diese bemalten filigranen Ostereier für einen großen Osterbaum stammen noch aus meiner Kindheit, sie werden nicht mehr aufgehängt, aber weggeben will ich sie auch nicht. Habt ihr auch früher (oder jetzt noch) Eier ausgeblasen und bemalt?



Dann geht es den Narzissen in der Vase an den Kragen, sie sind eh schon ziemlich hinüber... Wir haben sie kürzlich beim Umgraben im Garten gerettet und ich habe sie einige Tage lang herinnen am Fensterbrett bewundert. Aber normalerweise lasse ich Blumen im Garten oder in der Natur, dort wo sie wachsen!



Die Narzissen sind auch draußen schon voll aufgeblüht. Die Tulpen daneben lassen sich noch Zeit.



Die Kaiserkrone zeigt sich blühbereit. Ich finde ja, sie ist eine seltsame Pflanze und sie ist mir auch nicht sonderlich sympathisch - kann man das von Pflanzen überhaupt sagen? Aber da die Kaiserkrone mehrjährig und winterhart ist, darf sie von mir aus bleiben.



Der Schlehdorn liegt mir dafür mehr am Herzen und ich freue mich, wenn er irgendwann Früchte tragen wird, die so schön säuerlich-herb schmecken. Dahinter sieht man, wie Teile des Gartens durch die Hausrenovierung noch "Wüste" sind. An Arbeit mangelt es uns nicht...



Auch den Kriecherlbaum (Wildpflaume, Mirabelle) mag ich gerne im Garten und erwarte sehnsüchtig seine Früchte zum Einkochen. Er ist jetzt fast schon verblüht und während ich ihn bewundere, regnen weiße Blüten auf mich herab wie Schnee.
Vor zwei Tagen war es ja tatsächlich Schnee, der bei uns in dicken Flocken gefallen, aber nicht liegen geblieben ist. Hoffentlich war es ein letztes Intermezzo. 



Apropos Kriecherl... nach einem schnellen kalten Mittagessen (aka Käsebrot) esse ich gerne noch ein Joghurt. Darüber kommt meine geliebte süß-säuerliche Kriecherlmarmelade vom Vorjahr. Sie ist mir zu flüssig geworden und passt daher in Joghurts oder Desserts ganz ausgezeichnet. Getoppt wird das Ganze mit selbstgemachtem Granola. Ich könnt mich reinlegen...




Am Nachmittag ist es ein bisschen wärmer draußen und wir machen einen langen Spaziergang "über die Felder", und lassen uns so richtig durchlüften. Tut so gut!



Auf einem Baum entdecke ich aufgehängte Maiskolben für die Vögel. Ist das nicht eine witzige, aber doch sehr logische Idee...? Nicht nur Gartenvogerl, auch Eichkatzerl (Eichhörnchen) mögen Maiskörner wahrscheinlich gerne. 


Später ziehe ich mich zum Abendessen-kochen in die Küche zurück und Herr Fliederbaum macht eine Flasche guten Weißwein auf. 



Pasta mit Zitronensauce - frei nach Reinhard Gerer*)

Zutaten für 2 Pers.:

200 g beliebige Pasta, zB. Tagliolini wie im Original, Spaghetti, Linguine etc...
50 g Butter
1 bio Zitrone, Zesten und Saft
1-2 EL Sauerrahm
1 Fingerhut Weißwein
Salz
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
optional 1 EL fein geriebener milder Parmesan

für obenauf:
schwarzer Pfeffer
roter Kaviar vom Lachs oder Forelle (hatte ich nicht, aber eine schöne heimische Räucherforelle!!)

Zubereitung:

Während die Pasta in reichlich Salzwasser al dente kocht, wird Butter in einer großen Pfanne aufgeschäumt. Die Zitronenzesten darin "anschmurgeln", also sehr sanft braten, bis ein schöner Duft aufsteigt.
Die Pfanne vom Herd nehmen, den Saft von 1/2 Zitrone beifügen und den Sauerrahm mit einer Gabel einrühren. Die tropfnasse Pasta, Salz, Pfeffer, Weißwein und bei Bedarf etwas vom Nudel-Kochwasser beifügen und alles gut vermischen.
Wer will, gibt noch den restlichen Zitronensaft dazu. Ich mag auch gerne wenig geriebenen Käse in dieser Mischung.
Die Zitronenpasta anrichten und den roten Kaviar, wenn vorhanden, oder alternativ die zerpflückte Räucherforelle darauf verteilen. Mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle bestreuen.


Ein sehr feines, elegantes Gericht, lasst es euch auch schmecken!


*) Heute am 12. April hätte Starkoch Reinhard Gerer aus Wien Geburtstag gehabt, er ist 2023 mit 70 Jahren verstorben.

Er war vor allem in den 1980 und 90-er Jahren Österreichs erfolgreichster Koch und Pionier, der den Weg für die heute zahlreichen österreichischen Spitzenköche geebnet hat. Der "große Gerer" hat die heimische Küche zeitgemäß verändert, mit der Nouvelle Cuisine verknüpft und Regionalität als einer der ersten "gepredigt". Bei ihm haben u.a. Andreas Wojta, Alex Fankhauser (die man beide vom TV kennt), Alex Kumptner (Küchenschlacht) oder der umtriebige Toni Mörwald gelernt.
(alles unbezahlte Werbung)



Herr Fliederbaum und ich trinken später noch ein (weiteres) Gläschen Wein heute an unserem Hochzeitstag. Aber vorher (zur Sicherheit😉) verlinke ich meinen Beitrag bei Caro vom Blog "Draußen nur Kännchen". Danke an Caro aus Hamburg fürs Sammeln der 12 von 12-Beiträge!


Liebe Grüße heute aus dem Waldviertel!




Donnerstag, 2. April 2026

Osterbrioche mit Apfelsaft und Knusperglasur

 


zwei Osterhasen?
Bildquelle


Wer will für Ostern noch einen Osterzopf oder Brioche backen?
Für Brioche hätte ich ein interessantes neues Rezept anzubieten, das meine Namensschwester Federica (in cucina) aus Italien verbloggt hat. Es hat Apfelsaft im Teig und darüber eine knusprige Glasur, die an Panettone oder Oster-Colomba erinnert.





Brioche mit Apfelsaft und Mandel-Knusperglasur

Zutaten für 1 gr. Kastenform:

Teig:
300 g Manitoba Weizenmehl bzw. glattes Mehl Ö-Typ 700 oder Pizzamehl
200 g Dinkelmehl
15 g frische Germ / Hefe bzw. 5 g bei Übernachtgare (ich)
ca. 50 - 70 ml lauwarmes Wasser
160 ml naturtrüber Apfelsaft, Raumtemperatur
1 bio Zitrone, Abrieb
2 Eidotter / Eigelb
80 g Zucker
90 g Butter, in Würfeln
1 TL Salz

Eiweiß-Mandel Glasur:
50 g Mandeln, gemahlen
40 g Zucker
1 Eiklar / Eiweiß
1 - 2 EL Amaretto Likör
10 g Stärkemehl

Deko:
Hagelzucker oder italienische längliche Zuckerstreusel (Zucchero granella)
einige Amaretti Kekse, zerbröselt

Butter für die Kastenform

Zubereitung:

Ein "Dampferl" bzw. Vorteig mit der frischen Germ / Hefe, dem Wasser und je 1 TL vom abgewogenen Mehl und Zucker herstellen. Alle Zutaten außer der Butter verkneten und zum Schluss die Butter einarbeiten. Den Teig eine halbe Stunde zugedeckt ruhen lassen, dann 2 - 3 Mal dehnen und falten und wieder entspannen lassen.
Entweder wird er jetzt verarbeitet (ev. noch ein Weilchen gehen lassen) oder kommt über Nacht in den Kühlschrank - je nach verwendeter Hefemenge!! Nach der kalten Übernachtgare muss der Teig vor Verarbeitung dann wieder Raumtemperatur annehmen.

Alle Zutaten für die Glasur gut verrühren, dabei das Eiweiß kurz schlagen, aber nicht steif schlagen.
Die Kastenform mit reichlich Butter bepinseln.

Den Teig in 5 Teile teilen, auf der nur leicht bemehlten Arbeitsfläche rund schleifen und entspannen lassen. Dann jeweils länglich in der Breite der Kastenform ausrollen, straff einrollen und in die Form legen. Wieder entspannen lassen und die Glasur darüber verteilen. Mit Hagelzucker und Amaretti bestreuen.

Brioche in den kalten Ofen stellen, auf 175°C O/U aufdrehen und 35 - 40 Minuten backen.






Die / das ? Brioche ist bei mir zuhause sehr gut angekommen und ich sollte für Ostern gleich nocheinmal zu backen anfangen...
Der doch eher süße Apfelsaft im Teig ist eine interessante Variante, nur hätte ich ihn vorher kosten sollen, wie süß er wirklich ist. So würde ich nächstes Mal die Zuckermenge reduzieren, auch bei der Glasur.
Die Knusperglasur bringt einen tollen Crunch, auch weil ich die Mandeln nicht so ganz fein gemahlen habe. Crunch gefällt uns nicht nur auf Kuchen! Mir schwebt vor, dass sich so eine Glasur auch auf süßen Schnecken gut machen würde - je größer die Oberfläche desto mehr Knusper! Aber das ist eine andere Geschichte.




Ich wünsche euch frohes Briochebacken, eine in jeder Hinsicht sonnige Osterzeit und fröhliches Ostereiersuchen, vielleicht in einer solchen schönen Frühlingsblumenwiese! 💛





Tischläufer und Tischset mit "Barcelona" Fliesenmuster stammen übrigens von hier (unbezahlte Werbung).





Donnerstag, 26. März 2026

Enchiladas und eine milde Chilisauce



Dauerblogevent


Kommt ihr mit auf die (virtuelle) kulinarische März-Weltreise mit Volker ins mittelamerikanische Costa Rica? Ich steuere Enchiladas bei, die aber ganz anders sind als die bekanntere Tex-Mex Version! In Costa Rica versteht man unter Enchiladas nämlich gefüllte und gebackene Teigtaschen, meist aus Blätterteig... 



Wart ihr schon dort? Ich leider nicht, das tropische und gebirgige Land wäre absolut eine Reise wert, nur nicht jetzt in Zeiten wie diesen, finde ich. Meine Reiselust ins Ausland ist nun auf einen sehr tiefen Tiefpunkt abgesunken... 😑




Enchiladas mit Chorizo - Teigtaschen wie in Costa Rica

Zutaten für 8 Teigtaschen:

1 P. bio Blätterteig
1 Ei zum Bestreichen

Fülle:
1 - 2 EL Butter oder Öl
1/2 Zwiebel, ca. 50 g
1/2 roter Paprika
1 Knoblauchzehe
100 g scharfe oder milde (ich) Chorizo
2 mittelgroße Kartoffeln, gekocht und geschält
1/2 TL Achiote Paste *)
Zitronensaft von ca. 1/2 Zitrone
1/2 - 1 TL Kreuzkümmel je nach Belieben
etwas Sojasauce
1 Prise Salz
schwarzer Pfeffer
------
2 Eier, gekocht und geschält, zum Schluss

Von der Fülle bleiben Reste, die auch pur gut schmecken!



*) Achiote Paste ist eine traditionelle Würzpaste aus hauptsächlich Anattosamen und anderen Gewürzen. Sie passt für Fleischgerichte (Schwein, Huhn), für Fischgerichte, Meeresfrüchte und auch für Gemüse oder Reis. Man kann die Paste direkt zb. ins Fleisch einreiben oder besser mit Zitronensaft und ggf. Öl in Gerichten verwenden. Anattosamen stammen vom tropischen Orleanstrauch oder Achiotebaum (Bixa orellana) und färben rot.

Zubereitung:
  • Zwiebel, Paprika, Knoblauch und Chorizo sowie die gekochten Kartoffeln und Eier in kleine Würfel schneiden. Die Achiote Paste in ein wenig Zitronensaft (ggf. mit Wasser gestreckt) verrühren.
  • Zwiebel in Butter glasig braten, dann die restlichen Zutaten bis ------ beifügen und unter Rühren kurz weiter braten. Die Pfanne vom Herd nehmen, abschmecken und die Eier einmengen.
  • Die Fülle auskühlen lassen.

  • Das Backrohr auf 180°C vorheizen und den Blätterteig in 8 mehr oder weniger quadratische Teile schneiden. Jeweils Fülle darauf geben und verschließen, indem man die Ecken der Quadrate zur Mitte hin einklappt und die Ränder verschließt, wie eine Topfengolatsche in Wien... 😉

  • Die Teilchen mit verschlagenem Ei bestreichen und auf einem Blech ungefähr 20 Minuten goldgelb backen. Noch warm oder kalt als Fingerfood genießen.

Chorizo




Diese Enchiladas schmeckten uns sehr gut, sie sind würzig, aber schon auch ein bissl deftig durch die Chorizo. Rohkost als Beilage wäre passend gewesen, so würde ich sie das nächste Mal anrichten, nicht nur mit der Chilisauce (siehe unten). Klassisch werden die Teigtaschen in Costa Rica sowieso mit Krautsalat / Ensalada de repollo serviert, oft auch mit Mayonnaise und Salsa Lizano  




Salsa Lizano - milde Chilisauce

Zutaten für 1 kl. Schüssel bzw. Flasche (wenn man sie flüssiger macht):

2 getrocknete Ancho-Chilis
1 kleine Karotte
1/2 Zwiebel
etwas Olivenöl
1 EL Rohrohrzucker
2 EL Limetten- oder Zitronensaft (ich)
ein wenig Kreuzkümmel je nach Belieben
Salz
schwarzer Pfeffer
optional 1 TL Melasse oder Honig
optional 2 EL klein geschnittene Mango oder Ananas für eine fruchtige Note

Zubereitung:
  • Die getrockneten Chilis mit Wasser bedeckt etwa 5 - 10 Minuten köcheln lassen, bis sie weich sind. Dann die Stiele und Kerne entfernen und das dunkle Kochwasser beiseite stellen.
  • Die Karotte und Zwiebel klein schneiden und in Olivenöl weich braten.
  • Alle Zutaten mit so viel Chiliwasser pürieren, dass die Sauce eine cremige Konsistenz bekommt. Abschmecken.

getrocknete Ancho-Chilis

Das ist eine tolle Salsa bzw. Sauce für alle, die arge oder "unberechenbare" Chilischärfe ein bisschen fürchten, so wie ich. Denn Ancho-Chilis sind mild, fruchtig und haben ein interessantes rauchiges Aroma.
Die milde cremige Chilisauce schmeckte uns sehr gut, die wird es nun öfter geben! Sie war für uns genau richtig zu den deftigen Enchiladas und passt sicher auch zu Gegrilltem, zu Gallo Pinto, also Reis und Bohnen etc...





Linkliste:


Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Pan Natillero – Brot mit Natilla (saurer Sahne) und Käse 
Tina von Küchenmomente mit Orangenkuchen aus Costa Rica 
Britta von Brittas Kochbuch mit Ensalada de Palmitos - Salat mit Palmherzen 
Susanne von magentratzerl mit Picadillo de Chayote 
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Arroz con Camarones und Salsa Lizano hausgemacht 
Regina von Bistroglobal mit Mango-Salsa


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