Samstag, 16. Juni 2018

eine Schweizer Bergwiese mit Zitat im Bild



Diese wunderschöne Bergwiese hat mich diese Woche am Ende einer Wanderung in den Schweizer Bergen im Val Müstair (Münstertal) erwartet. Kuhfladen sind hier nicht zu sehen gewesen...



Das Bild mit Zitat geht an Nova (klick). Bereits wieder zu Hause bin ich immer noch von der Schönheit der Berge, Zirbenwälder und Almen im Dreiländergebiet Ö-Italien-Schweiz verzaubert. Dort muss ich wieder hinfahren und länger bleiben als diesmal!

Almgebiet - die "Musik" dazu war Kuhglockengebimmel

ein alter (und geschützter) Zirben-Urwald

der Almrausch beginnt zu blühen

bestes Wanderwetter

mit Wanderbegleiterin U. unterwegs

Kennt wer diese Berge im Unterengadin?


die beruhigende Atmosphäre und Stille im Zirbenwald war fast magisch



Donnerstag, 14. Juni 2018

"Rhabarberkuchen mit Kick" und Gleichschwer-Teig


Diesen sensationellen und doch einfachen Rhabarberkuchen lege ich euch ans Herz. Durch den marinierten Rhabarber hat er den gewissen Kick... 


Rhabarber-Erdbeer-Gewürzkuchen 
mit Gleichschwer-Teig

Zutaten für 1 kleines Backblech: 
180 g weiche Butter
180 g Zucker (ich habe 160 g genommen, für uns süß genug)
1/2 Bio-Zitrone, Schale und Saft
Vanille
4 Eier
180 g Weizenmehl
1/2 P. Weinstein-Backpulver

ca. 4 Stangen Rhabarber
Kristallzucker zum Ziehen-lassen
ca. 10 g gefriergetrocknete Erdbeeren, grob vermahlen
ca. 1 EL beliebige Gewürzmischung für süß (zB. "Melange Orient" mit Zimt, Kardamom und div. roten Blüten wie Rose und Hibiskus) 

(für ein "normal" großes Backblech jeweils 250 g und 5 Eier verwenden)

Zubereitung:
Zuerst den Rhabarber waschen, die Fäden abziehen und in kleine Stücke schneiden. Mit reichlich Zucker vermischen und mindestens 1/2 Stunde ziehen und entwässern lassen.
Ich habe gefriergetrocknete Erdbeeren aus dem Bioladen, die ich in der Kaffeemühle nur grob gemahlen habe, unter den grünen Rhabarber gemischt. Sie geben Geschmack und eine schöne Farbe. Zusätzlich kam eine Blüten-Gewürzmischung zum Marinieren dazu. 


Rhabarber mit Erdbeerpulver und Blüten-Gewürzmischung
Ein Backblech mit Backpapier belegen und das Backrohr auf 180°C vorheizen.
Für den Teig die weiche Butter mit Zucker und Aromen sehr gut schlagen. Die Eier langsam nach und nach dazu geben und jeweils gut einschlagen. Zum Schluss das Mehl mit einem Kochlöffel einmengen.
Den Teig dünn aufstreichen und mit den Rhabarberstückchen (ohne Flüssigkeit) belegen, im Rohr eine halbe Stunde backen.


Den Kuchen haben wir in null-komma-nix verputzt und, wie gesagt, wir fanden ihn fantastisch!

Mein nunmehr zweit-liebster (vorher liebster) Rhabarberkuchen ist dieser mit Schokoteig und Zitronenglasur. Greift zu, denn die Rhabarbersaison ist bald aus, der Sommer naht...


und mein Sommerflieder am Balkon beginnt zu blühen! 




Samstag, 9. Juni 2018

wenn ich den See seh...

... am Bodensee in Bregenz. 
"Bregenz, das MEHR am See" ist der Werbeslogan der Stadt und überall zu lesen. 

verlinkt mit Nova´s Zitat im Bild Nr. 201 (klick


Ganz stimmt der Spruch mit dem See und dem Meer nicht für mich, denn der Blick auf einen See, auch wenn er groß ist, oder auf das Meer ist eigentlich nicht zu vergleichen. Wie seht ihr das? 

Bregenz ist aber auf jeden Fall eine kleine Reise wert! Wir verbrachten im Mai ein langes Wochenende am "anderen" Ende von Österreich und reisten mit dem Zug aus Wien an.






Üppige Rhododendren im Park an der Seepromenade


Kulinarische Berichte habe ich nicht mitgebracht, aber Prosecco trinken und im Strandkorb sitzen war zwischendurch sehr entspannend ;-) 



Donnerstag, 31. Mai 2018

im Wasserschloss


Ein Lebenszeichen von mir... ich war heute am Feiertag im Wasserschloss Laudon am westlichen Rand von Wien... 


der Schlossteich ist bedeckt mit den Blättern der Gelben Teichrose, heuer blüht sie schon sehr früh (so wie fast alle Blütenpflanzen) 



Windspiel



Zu Hause habe ich mein heuriges "Frühsommer-Projekt", nämlich das Likör ansetzen, weitergeführt... mit einem Mittsommer-Likör mit Erdbeeren und Rhabarber, mit Kristallzucker (statt wie sonst mit Kandis), Roséwein und Wodka. Zur Sommersonnenwende werde ich euch berichten, ob er was geworden ist...


Das sind meine derzeitigen angesetzten Likör-Schätze auf Balkonien... ich habe neben dem neuen Erdbeer-Rhabarber-Roséwein-Wodka einen Holunderblüten-Zitronen-Wodka und eine kleine Flasche Minze-Pelargonien-Zitronen-Wodka. Wenn sie lang genug durchgezogen haben. werde ich sie abseihen, kosten (sehr wichtig!), abschmecken und in eine schöne Flasche abgefüllt ruhen lassen. Ich werde berichten!

Welche Früchte und Kombinationen setzt ihr an?

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Ich freue mich über Kommentare, muss aber darauf hinweisen, dass google eure Daten speichert oder so...
liebe Grüße aus Wien



Dienstag, 1. Mai 2018

Frühlingskraft-Weckerl mit Bärlauchblüten


Wenn der Bärlauch blüht, ist es mit dem Blätter-Sammeln schon lang vorbei. Das ganze Aroma und die Kraft der Pflanze ist in die Knospen und Blüten gewandert, die Blätter vertrocknen jetzt schon langsam. Ich habe die richtige Bärlauchzeit heuer leider verpasst, aber wenigstens ist wirklich alles am Bärlauch essbar ;-)


Für ein "Kraft-Wildkräuterbrot" im Frühling sind die Bärlauchblüten gut geeignet, viel Geschmack bringen sie allerdings nicht mit, nur eine Idee von Bärlauch. Es können auch frische Brennesselblätter verwendet werden oder was gerade im Frühling jetzt so kräftig wächst und grünt... Die Inspiration, Frühlingskräuter in einem Brot oder Weckerl zu verbacken, kommt von hier.




Dinkel-Sonnenweckerl mit Bärlauchblüten
für 8 Weckerl, frei nach Julia (klick)
  • 500 g Dinkelmehl (im Original Kamut-, gemischt ist auch gut)
  • 20 g frische Germ / Hefe
  • 2 TL Salz
  • 15 g flüssiges Gerstenmalz, ca. 1 EL (Ersatz Honig)
  • 50 g Butter
  • 100 ml Milch
  • ca. 200 ml Wasser bzw. etwas mehr nach Bedarf
  • eine Handvoll Bärlauchblüten, frisch gepflückt und gut ausgeschüttelt
  • etwas Öl oder Wasser zum Bestreichen
  • optional Sonnenblumenkerne zum Bestreuen
Die Butter in der Milch schmelzen, dann das Wasser dazu geben und diese Mischung lauwarm zu den restlichen Zutaten gießen. Einen glatten Teig kneten und eventuell noch ein wenig Wasser dazu geben, wenn er zu fest ist.
Den Teig zugedeckt 1x gut aufgehen lassen, das kann auch einige Stunden im Kühlschrank sein (dann Zimmertemperatur annehmen lasen).

Den Teig mit der Hand mit den Bärlauchblüten verkneten und in 8 Teile teilen. Jeweils Kugeln schleifen (mit etwas Druck auf der Arbeitsfläche) und diese mit Abstand zueinander auf ein Backblech mit Backpapier legen. 
Die besondere Sonnenform bekommt man mit einen Apfelteiler, mit dem man die Weckerl ein bisschen flacher macht und gleichzeitig das Muster eindrückt. 

Die Weckerl mit Öl bestreichen und eventuell mit Sonnenblumenkernen bestreuen. Das Backblech dann ins KALTE Backrohr schieben, auf 180°C aufdrehen und das Gebäck goldgelb backen, ca. 25 – 30 Minuten. 



Sonne und Kräuterkraft steckt in diesen wirklich köstlichen Weckerln. Einen schönen Mai-Anfang nach einer Vollmond-Walpurgisnacht wünsche ich euch! Habt ihr den Vollmond betrachtet?



Sonntag, 29. April 2018

Essen fast wie in Südfrankreich



So schön leben oft Freiland-Enten im südfranzösischen Perigord. Hier sitzen sie nur deshalb so geduckt in der Wiese, weil es kalt war und geregnet hat.
Was mir absolut nicht gefällt ist, dass die Enten zwei Wochen vor dem Schlachten zwangsweise gestopft (gemästet) werden, damit sie die "berühmte" Fettleber Foie gras ausbilden. Das Stopfen ist in der EU zwar verboten, aber manche Länder haben Ausnahmegenehmigungen, so wie Frankreich oder auch Ungarn für die Gänsemast. Was an Foie gras Produkten in den Geschäften und auf Märkten in Südfrankreich angeboten wird, fanden wir unglaublich und wie ein overkill...


Viel lieber war uns da einer der tollen Ziegenkäse vom Markt oder - wenn schon Ente - dann lieber konfiert, also mit reichlich Schmalz bedeckt langsam gegart. Das Fleisch wird dadurch nicht etwa fett, sondern unglaublich zart und löst sich wie von selbst vom Knochen. Das wollte ich zu Hause ausprobieren.
Nur sind jetzt in Wien im Frühling frische Enten- oder Gänsekeulen nicht zu bekommen, daher habe ich Gockelhähnchen verwendet (hier habe ich über das Gockelprojekt schon einmal berichtet). Perlhuhn würde als Ersatz auch passen. 
Die Inspiration für meine konfierten Gockelhaxeln stammt von Plachutta und heißt dort nicht konfierte, sondern "eingegossene Gans". 
Gänseschmalz bekommt man bei uns bei manchen Fleischhauern oder im nahen Ungarn, Entenschmalz eher nicht so leicht. 


Die typische Beilage zum Entenconfit sind Bratkartoffeln à la Sarladaise aus dem schönen Städtchen Sarlat. Dafür werden rohe Kartoffelscheiben in reichlich (eigentlich unglaublich viel) Enten- oder Gänseschmalz gebraten... sie schmecken wirklich hervorragend, sind aber eine ziemlich deftige und fette Angelegenheit. Nach so einem Genuss haben wir am nächsten Tag immer freiwillig einen vegetarischen Fasttag eingelegt ;-)
Zu Hause habe ich sie in einer light-Version mit bereits gekochten Erdäpfeln gebraten, die benötigen nicht viel Fett zum Braten. Der geschmackliche Clou an diesen Bratkartoffeln ist die Persillade, mit der sie abgeschmeckt werden. Das ist ein Gemisch aus hauptsächlich Knoblauch und Petersilie und kann auch mit Öl und Salz vermischt werden. Dann hält sie sich ein paar Tage im Kühlschrank und passt gut auch gut zu Salaten etc. 

die berühmte Brücke aus dem Mittelalter in Cahors nördlich von Toulouse
In einem Restaurant in Cahors war die konfierte Ente von einer feinen Morchelsauce begleitet - die kleinen morilles haben ganz besonders gut geschmeckt und haben mich "bekehrt", denn Morcheln bin ich bis jetzt immer aus dem Weg gegangen...
Mit viel Glück habe ich in Wien am Naschmarkt ein Schälchen frische Morcheln ergattert :-)) 
Ein Teil davon wanderte gleich in ein Gericht von Felix. Die 2. Hälfte verkochte ich zu einer Morchelrahmsauce frei nach Plachutta. 


konfierte Gockelhaxeln mit Bratkartoffeln sarladaise, Morchelrahmsauce und lila Karotten


in Gänseschmalz konfierte Gockelhaxeln
(für 2 Pers.)
von 2 kleinen Gockelhähnchen die Keulen
grobes Meersalz (KEIN feines Salz verwenden!)
Gänse- oder Entenschmalz
optional 1 Zweig Rosmarin, Lorbeer, Pfefferkörner


Rechtzeitig mit den Hähnchenkeulen beginnen, sie werden mit reichlich grobem Meersalz eingerieben und sollen zugedeckt im Kühlschrank 12 Stunden ziehen. Danach werden sie mit kaltem Wasser abgespült - dabei ist es besonders wichtig, dass das Salz gründlich entfernt wird, sonst schmeckt das Fleisch versalzen!! Die Keulen dann mit Küchenpapier trocken tupfen und nicht weiter würzen.


In einem Topf reichlich Gänseschmalz langsam auf ca. 100°C erhitzen und das Fleisch einlegen, es soll mit dem Fett bedeckt sein. Nach Belieben kann ein frisches Rosmarin- oder Lorbeerzweigerl, Pfefferkörner und Meersalz dazu gegeben werden - je nachdem, ob das gekaufte Schmalz bereits gewürzt ist.
Das Fleisch soll nun je nach Größe 2-3 Stunden bei geringer Hitze offen garen, entweder im Topf am Herd oder im Backrohr bei ca. 120°C.
Bis hierher kann das Gericht einige Tage im Vorhinein vorbereitet werden! Das gegarte Fleisch hält sich, in ein passendes Gefäß gelegt und mit dem abgeseihten Fett vollständig bedeckt, einige Zeit im Kühlschrank. 


Vor dem Servieren wird das Fett langsam erwärmt, eventuell im Wasserbad.
Das Backrohr auf 220°C mit Grillfunktion vorheizen.
Das Fleisch aus dem Fett heraus nehmen, abtropfen lassen, auf Backpapier auf ein Backblech legen und im Rohr knusprig übergrillen, etwa 10 - 15 Minuten, bitte nachsehen!
Das verbliebene Schmalz aufbewahren, es hält sich im Kühlschrank einige Zeit.


Morchelrahmsauce
ca. 100 g frische Morcheln (Ersatz 10 g getrocknete Morcheln, diese müssen mind. 30 min. eingeweicht werden)
1 kleine milde (Tropea-) Zwiebel oder 40 g Schalotten
Öl zum Braten
ein Schuss Weißwein
ca. 200 ml Suppe
etwas Schlagobers / flüssige Sahne
Salz, weißer Pfeffer


Die frischen Morcheln putzen, nur ganz kurz und schnell mit kaltem Wasser abspülen, trockentupfen und je nach Größe halbieren.
Die fein gehackte Zwiebel in etwas Öl anlaufen lassen und die Morcheln kurz mitbraten. Mit ein wenig Wein ablöschen und mit Suppe und Schlagobers aufgießen. Die Sauce offen kurz einreduzierend köcheln lassen. Dann abschmecken und sofort servieren.


Bratkartoffeln sarladaise light mit Persillade
1/2 kg festkochende Kartoffeln
wenig Gänse- oder Entenschmalz (Ersatz Öl)
optional 1/2 milde (Tropea-) Zwiebel
ca. 5 Knoblauchzehen
1/2 Bund Petersilie
etwas frischer Thymian
Salz, Pfeffer

Die Kartoffeln kochen, schälen und in Scheiben schneiden.
Für die Persillade die Knoblauchzehen fein schneiden und mit der gehackten Petersilie und den Thymianblättchen vermischen und beiseite stellen (event. etwas Öl und Salz einrühren).
Vor dem Servieren werden die Bratkartoffeln in einer Pfanne mit wenig Schmalz knusprig braun gebraten. Wer will, lässt nicht allzu fein geschnittene Zwiebeln mitbraten.
Die Pfanne dann vom Herd nehmen und die Persillade untermengen, abschmecken.


Die Kartoffeln eignen sich mit einem grünen Salat auch als Hauptgericht und es könnten beliebige Pilze mitgebraten werden.



Fazit:
Das Geflügelfleisch löste sich wie von selbst vom Knochen und schmeckte sehr zart, die Haut war kross gebraten.
Empfehlung für dieses Gericht. Es ist so gut vorzubereiten! Danach ist es fast ein Blitzrezept ;-)

Habt ihr konfierte Ente (Confit de canard) schon einmal in Frankreich gegessen?













Sonntag, 22. April 2018

Zitat im Bild mit bemoostem Wald im Perigord

Zitat im Bild für Nova Nr. 194
Im Frühling im südfranzösischen Perigord im Moos zu liegen, wäre  aber eine ziemlich feuchte Angelegenheit... das Moos auf dem Waldboden und auf den Baumstämmen ist nun vollgesogen mit Wasser und total nass, wenn man es angreift.





Solche "verwunschenen" und mystischen Wälder mit den üppigen Moosen und auch Flechten auf den Bäumen hätte ich in Südfrankreich vor unserer Reise nicht erwartet... aber das Perigord ist eines der waldreichsten Gebiete in Frankreich.


Für Novas Dauer-Blogprojekt "Zitat im Bild" Nr. 194 (klick). 



Kulinarisch dominiert im Perigord zur Zeit weniger der Trüffel, sondern eher Ente und Gans... man kommt der überall angebotenen Foie gras (Stopfleber) in allen Variationen kaum aus. Das Geflügelfleisch wird meist luftgetrocknet oder in viel Schmalz konfiert...



aber das ist eine andere Geschichte... 
liebe Sonntagsgrüße!