Donnerstag, 15. Februar 2024

Bangladesh und Fischcurry

 


Nach Peru im Jänner geht es mit der kulinarischen Weltreise von Volker im Februar nach Bangladesh.


Den Staat gibt es erst seit 1971, als das Gebiet am Bengalischen Golf von Pakistan unabhängig wurde. Dhaka ist die Hauptstadt (nicht zu verwechseln mit Dakar, Hauptstadt von Senegal). Dhaka also liegt auf einer "Höhe" von 2 Metern und man sieht es schon auf der Karte oben, dass Bangladesh ein Tiefland ist. Mit ausgedehnten Sumpf- und Mündungsgebieten von großen Flüssen, wie zB. der wegen Verschmutzung tote Ganges und der Brahmaputra. Hochwässer und Sturmfluten sind nicht selten und ein Anstieg des Meeresspiegels ein drohendes Klimawandel-Szenarium. 

Das Kllima in Bangladesh ist tropisch und meist heiß. Dazu eine witzige Geschichte... An meiner früheren Arbeitsstätte war auch ein Doktoratsstudent aus Dhaka. Zakir fühlte sich bei uns grundsätzlich recht wohl und kam auch mit unserem Klima ganz gut zurecht. Gut, die kalten Winter schätzte er nicht wirklich, aber wir versorgten ihn mit warmer Kleidung. Aber einmal während einer sommerlichen Hitzewelle in Wien stöhnte er ganz furchtbar und meinte, nicht einmal in Dhaka wäre es sooo heiß... 💦
Heute, einige Jahre später, ist Zakir erfolgreicher Universitätsprofessor in Dhaka und gibt sein Wissen weiter. Das Stipendium der Entwicklungszusammenarbeit, das er in Österreich für das Studium bezogen hatte, hat sich gelohnt!


Bangladesh gehört zu den ärmsten und am dichtesten besiedelten Ländern in Asien. Bei uns in den Medien taucht Bangladesh am ehesten wegen Umweltproblemen, Kinderarbeit und Missständen in der Textil- und chemischen Industrie auf. Umso wichtiger wäre Bildung, angeblich besuchen 98 % der Kinder die kostenlose Grundschule, aber danach... Die wenigsten entkommen der Armut. 


Zur kulinarischen Weltreise gehört ein landestypisches Essen und ich habe mir ein Fischcurry aus mehreren sehr ähnlichen Rezepten aus dem www zusammengebastelt.

In Bangladesh und Indien wird meist Senföl zum Braten verwendet und bis zum Rauchpunkt erhitzt (nicht nachahmenswert!). Alternativ verwendet man ein beliebiges Öl und zusätzlich Senfkörner oder Senfpulver, so habe ich es gemacht. Ich weiß daher auch nicht, wie Senföl schmeckt. 




Bengalisches Fischcurry

(für 2 Personen)

Fisch:
1 Kabeljaufilet oder anderen weißfleischigen Seefisch
Würze:
1 Limette, Saft
Salz
Kurkuma

Paste:
1 Zwiebel
1 - 2 Tomaten, frisch oder Dosenware
bis zu 8 Zehen Knoblauch
1 nussgroßes Stück Ingwer
Stängel vom Koriander (die Blättchen für Deko)
1 grüne Chili, Chiliflocken oder Paste
Gewürze:
Salz
1/2 TL Kurkuma
1/2 TL Kreuzkümmel

weiters:
etwas Pflanzenöl zum Braten
1/2 - 1 TL Senfkörner
ca. 250 ml heißes Wasser
einige Korianderblättchen zum Bestreuen

Beilage:
Reis oder Zitronenreis (Saft von 1/2 Zitrone mitkochen und zum Schluss mit Zitronenabrieb verfeinern)
optional eine Sauce aus Joghurt und gehacktem Koriander

Zubereitung:
  • Den Fisch in gefällige Stücke schneiden, mit Limettensaft und den Gewürzen marinieren und ziehen lassen. 
  • In der Zwischenzeit Reis kochen; den Zitronenreis kann ich sehr empfehlen!
  • Die Zutaten für die Paste klein schneiden und gemeinsam mit den Gewürzen kurz pürieren. Die Mischung soll nicht zu fein und trocken sein. 
  • Das Öl erhitzen und die Senfkörner kurz anbraten (zugedeckt!). Die Paste dazu geben, mit Wasser aufgießen und einmal aufkochen lassen (Wasser mit Joghurt 1:1 verrührt ist auch möglich). Die Sauce abschmecken.
  • Die Fischstücke inkl. der Marinade einlegen und das Gericht zugedeckt nur mehr ziehen lassen, bis der Fisch je nach Belieben glasig bzw. gegart ist. Nicht viel umrühren, nur schütteln, dass der Fisch nicht zerfällt.
  • Mit beliebigem Reis anrichten und mit Koriander bestreuen. Auch eine frische Joghurt-Koriandersauce gefiel uns gut dazu.

sehr würzig, sehr gut


Das Fischcurry ist ein tolles Blitzrezept, wenn der Fisch bereits mariniert und der Reis gekocht ist. Der viele Knoblauch in der Paste soll euch keine Angst machen, er geht im fertigen Gericht irgendwie "unter" und dominiert nicht.  😊




Linkliste #diekulinarischeWeltreise:

(wird ergänzt)


Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Nimki – pikante Schwarzkümmel-Cracker aus Bangladesch
Susanne von magentratzerl mit Doi Chira - Reisflocken mit Hoghurt, Banane und Dattelsirup
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Chotpoti - Streetfood aus Bangladesch
Wilma von Pane-Bistecca mit Doi Murgi - Jogurt Huehner Curry
Britta von Brittas Kochbuch mit Goru mangshor diye aloo – Rindfleisch-Kartoffel-Curry
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Geschmortes Hähnchen in gehaltvoller Sauce mit Gewürzreis
Susanne von magentratzerl mit Dimer Korma mit Porota
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Bengalische Ruti - Fladenbrot aus der Pfanne



Montag, 12. Februar 2024

12 von 12 im Februar in Wien

 


Heute ist Montag, der 12. Februar und damit wieder ein 12 von 12 Tag. 

Caro (Draußen nur Kännchen) sammelt wie immer unsere 12 Bilder des Tages, danke sehr! 



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1    Mein Tag beginnt wie immer mit ein paar Yogaübungen und viel grünem Tee. So komme ich langsam in die "Gänge", aber wieso liegt nur wieder so viel Zeug auf dem Esstisch herum? Was für ein Durcheinander... und das große Oma-Häferl mit dem Tee hält die Zeitung "warm". 😇


2

2    Es ist ein windiger, wechselhafter und schon wieder viel zu warmer Tag, die Natur hält es schon für den Frühlingsbeginn. Ich finde es ja auch schön, wenn es draußen grünt und die Vögel zwitschern, bin aber noch skeptisch. Der Winter gibt sich noch nicht geschlagen, wetten?


3

3    Zu Mittag mache ich mir den letzten Rest vom gestrigen Szegediner Topf warm, es ist nicht mehr viel da, aber mit Brot dazu ausreichend. Man sagt ja, dass ein "richtiges" Gulasch aufgewärmt noch besser schmeckt als frisch gekocht, aber für mein leichtes veggie Gericht gilt das eigentlich nicht so. Frisch fand ich es gestern aromatischer. 


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4    Dann suche ich die gesammelten Schilling-Münzen und Geldscheine der alten Währung zusammen, die wir beim Entrümpeln bei den Eltern gefunden haben. Angeblich sind noch 7 Milliarden Schilling in Österreich im Umlauf bzw. "schlummern" in privaten Haushalten, das sind umgerechnet fast 500 Millionen Euro.


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5    Nur bei der Nationalbank kann man die alte Währung noch in Euro umtauschen und ich bekomme heute fast 120 Euro für das alte Geld, besser als nichts, oder? Es lohnt sich also, zu Hause nach alten Geldscheinen und Münzen zu suchen und sie auch tatsächlich umzutauschen, was auch per Post möglich ist. 


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6    Nicht weit von der Nationalbank entfernt ist die neugotische Votivkirche aus dem 19. Jahrhundert zu sehen. Die helle, frisch geputzte Fassade leuchtet in der Sonne, und ich spaziere hinüber. 


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7    Für uns WienerInnen ist es ein neues Erlebnis, die Votivkirche endlich ohne Gerüst und in voller Schönheit sehen zu können, denn sie wurde seit 2001 (!) renoviert. Vorher sah die Kirche ziemlich verschmutzt aus und Steinplastiken lösten sich von den Außenwänden.


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8    Drohende dunkle Wolken und Sonne, was für ein stimmungsvoller Himmel, schön, oder? Er begleitet mich auf dem Weg in den Norden von Wien.



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9    Denn heute ist der 12. Februar und wann, wenn nicht heute, wollte ich hierher fahren. An diesem Tag im Jahr 1934, also vor genau 90 Jahren, begann ein Bürgerkrieg.

Die Kämpfe dauerten zum Glück nur wenige Tage und waren vor allem auf Wien und Industriebetriebe in Oberösterreich und der Steiermark beschränkt. Vereinfacht gesagt kämpften Sozialdemokraten gegen Christlich-Soziale, die damals offen faschistisch waren. Es gab rund 350 Todesopfer und viele Verletzte zu beklagen, ein Drittel der Opfer waren Unbeteiligte. 

Bis heute werden die Februar-Ereignisse von den politischen Lagern unterschiedlich bewertet und es gab in 90 Jahren leider nur 2x ein gemeinsames Gedenken, zuletzt vor zehn Jahren. Heuer haben wir in Österreich ein Wahljahr und die politischen Kräfte bewegen sich immer weiter auseinander...  😟



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10    Dieser Wiener Gemeindebau ist der berühmte "Karl-Marx-Hof", die Wohnungen wurden 1930 besiedelt. Es ist interessanterweise der längste zusammenhängende Wohnbau der Welt (mit mehr als 1 km Länge). 

Die Grünfläche heißt 12.-Februar-Platz, weil auch hier 1934 Bürgerkriegskämpfe stattfanden. Ich hätte heute eigentlich irgendein Zeichen des Gedenkens erwartet, aber es ist nichts zu sehen, keine Blumen oder Kerzen. Und der Himmel hat sich nun auch eingetrübt...


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11    Bevor es möglicherweise zu regnen anfängt, geht es ab nach Hause. Unterwegs kaufe ich noch ein paar Sachen ein und weil morgen Faschingdienstag ist, müssen die besten Krapfen von Wien auch mitkommen (unbezahlte Werbung). 


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12    Sehr fein! Der mit dem unbezuckerten Streifen ist ein Vanillekrapfen, der andere ein Marillekrapfen, also mit Marillenmarmelade, die beiden gehören in Wien zum Fasching unbedingt dazu. Wer mag sie noch so gern wie ich?


Habt noch einen schönen Faschingsausklang, liebe Grüße aus Wien




Sonntag, 11. Februar 2024

Szegediner light


 Blog-Event CCIV - Eintopf (Einsendeschluss 15. Februar 2024)

Für mein heutiges veggie Gericht braucht man praktischerweise nur EINEN Topf. Daher darf es am aktuellen Blogevent von Sabine bei Zorra teilnehmen. 


Szegediner ist eine Gulaschvariante mit Sauerkraut bzw. Kraut / Kohl und Schweinefleisch. Der Name kommt nicht von der südungarischen Stadt Szeged, sondern von einem (mir unbekannten) Schriftsteller namens Szekely. Auch die Bezeichnung Gulasch ist nicht eindeutig und bedeutet in Österreich und in Ungarn jeweils etwas anderes. Auf jeden Fall hatte ich schon länger das Rezept von Toni Mörwald abgespeichert am PC und nun endlich nachgekocht (unbezahlte Werbung). 

Toni Mörwald ist ein österreichischer Haubenkoch, ein umtriebiger Unternehmer (mit derzeit ca. 6 Restaurants), Kochbuchautor und kocht hin und wieder auch im TV. Mir gefällt es, wie er Küchenklassiker auf seine Weise neu interpretiert. Das traditionelle Szegediner Krautfleisch oder Gulasch bereitet er ein bisschen anders zu als "normal", zum Beispiel mit frischem Kraut / Kohl statt Sauerkraut. 


Ich habe heute Spitzkraut verwendet, das sehr verträglich ist, und auch Kartoffeln statt Fleisch genommen... das heißt, mein vegetarischer Szegediner Topf ist noch ein Stück weiter vom Original entfernt. 

(Wer jetzt wissen will, wie ein "richtiges" deftiges Szegediner Gulasch mit Sauerkraut geht, schaut hier rein, genau so macht man es eigentlich...)  😉



mein Szegediner Topf, veggie und light

frei nach T. Mörwald
Zutaten für ca. 2 Personen:

Saucenbasis:
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 roter Paprika
1 schwacher EL Waldhonig
1 kl. Stück Ingwer, klein geschnitten (hatte ich nicht, macht nichts)
1 Chilischote, Chiliflocken oder ca. 1 TL Chilipaste
1/2 TL Kümmel ganz
1 EL Butter
1 EL geräuchertes Paprikapulver
125 ml säurebetonter Weißwein, zB. grüner Veltliner, ersatzweise ein Spritzer Essig und mehr Wasser
125 ml Gemüsesuppe oder Wasser
ca. 80 ml Schlagobers / flüssige Sahne

1 kl. Kopf, ca. 1/2 kg Spitzkraut (ich) oder Weißkraut / Kohl, nudelig geschnitten
ca. 400 g Kartoffeln (im Original Schweinefleisch), in kleine Würfel geschnitten
Salz, Pfeffer

pro Person 1 EL Sauerrahm
Schnittlauch

Zubereitung:

Zwiebel, Knoblauch und Paprika grob schneiden und gemeinsam mit dem Honig in einem großen Topf karamellisieren lassen. Ingwer, Kümmel, Chili und die Butter beifügen und alles kurz rösten. Paprikapulver beifügen, sofort mit Weißwein ablöschen und mit Suppe und Obers aufgießen. Einmal aufkochen und kurz köcheln lassen, dann pürieren. 

Kraut und Kartoffeln in diesen Saucenansatz geben, mit Salz und Pfeffer würzen und zugedeckt gar kochen. Hin und wieder umrühren und die Flüssigkeit kontrollieren, bei Bedarf noch etwas Weißwein oder Wasser zugeben. Abschmecken und in tiefe Teller anrichten, obenauf mit etwas Sauerrahm und Schnittlauch, sofern vorhanden, behübschen. 




Sehr fein, leicht und frisch! Es schmeckt schön harmonisch mit einem ausgewogenen Süße-Säure-Schärfe-Verhältnis (beim Abschmecken darauf achten).
Tipp: zu Beginn nicht zu viel Honig verwenden, die Sauce wird sonst schnell zu süßlich.


Das Gericht wird es bei uns im Winter sicher wieder geben, die Kraut-Saison dauert noch einige Wochen an! Ich finde, es lohnt sich, das vitaminreiche und regionale Gemüse öfter auf den Tisch zu bringen, oder?


noch mehr Kraut:

Lasagne mit Weißkraut
Paradeiskraut
Krautsuppe
Rotkraut

Glossar:
Kraut = Kohl
Paradeiser = Tomate

😉


Liebe Grüße aus Wien



Dienstag, 30. Januar 2024

Amarillo

 

🎵  Is this the way to Amarillo... 🎵


Ja, aber zu Aji amarillo. Das ist die gelbe Chilipaste aus Peru, die ich heute verkocht habe.


Quelle

Die "kulinarische Weltreise" von Volker reist in diesem Monat nicht nach Amarillo in Texas, sondern nach Peru.

Ich habe mir dafür im www den peruanischen Kürbistopf Locro de Zapallo aus mehreren Quellen zusammen gesucht. Das veggie Gericht ist wieder ein "drei Schwestern" Gericht mit Mais, Bohnen und eben Kürbis, was mich besonders freut! Diese Anbaumethode ist also nicht nur im Norden, sondern auch in Südamerika seit jeher bekannt, denn... 

  • in Bolivien, dem Nachbarland von Peru, fand man Kürbissamen, die auf ein Alter von 10.000 Jahren datiert wurden. 
  • Die ältesten Funde der Gartenbohne stammen aus einer Höhle in den Anden in Peru und sind 8.000 Jahre alt. Die Gartenbohne (Phaseolus vulgaris) wird bei uns heutzutage als grüne Bohne oder österreichisch Fisole kultiviert. 
  • Maisanbau gibt es in Peru seit zumindest 5.000 Jahren, nach anderen Quellen auch länger. 

Zapallo ist (wenn ich das richtig verstanden habe) eine längliche Kürbissorte aus Peru, die äußerlich eher unansehnlich dunkelgrün-braun ist, aber innen ein umso schöneres, orangefarbenes Fruchtfleisch hat. Butternuss geht genauso gut... 




Für den Eintopf musste ich erst einmal meine Vorräte aufstocken und bin zu Wiens bekanntem "Exotic Supermarket" gefahren (unbezahlte Werbung). Nicht nur die Auswahl an zum Beispiel Chili- und Würzsaucen aus aller Welt ist dort riesig.

Ich wollte vor allem die gelbe Chilipaste Ají amarillo probieren [auszusprechen Achi amarijo]. Ach, sie riecht schon soo schön fruchtig und ist dabei nicht allzu scharf, was mir sehr recht ist. Ich meine, scharf ist die Paste trotzdem, nur nicht höllisch...
Ein Glas von der grünen Huacatay Kräuterpaste in Öl habe ich dann doch nicht gekauft. Es ist dies eine Minzenart (Tagetes minuta), der ein unverwechselbarer Geschmack nach frischer Minze, Estragon, Basilikum und Limette nachgesagt wird. Man kann sie aber durch frischen Koriander und Minze ersetzen. So habe ich es gemacht. 




Locro de Zapallo -
mein peruanischer Kürbistopf

Zutaten für 1 Topf:

etwas Pflanzenöl
1 mittelgroße rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
optional Petersilstängel und Korianderwurzeln, klein geschnitten
300 g (Butternuss-) Kürbis, geschält gewogen
150 g, ca. 2 mittelgroße Kartoffeln
150 g, 1 kl. Dose Mais, abgespült
50 g getrocknete Bohnen, zB. Limabohnen oder 1 kl. Dose
optional 1 kl. Lorbeerblatt
1 Hand voll TK-Erbsen
1 - 2 TL gelbe Chilipaste (Ají amarillo)
Salz, Pfeffer
ein Spritzer Limettensaft
125 ml ungesüßte Kondensmilch oder Kaffeeobers, Schlagobers / Sahne

zum Bestreuen:
reichlich frische Kräuter: Koriander, Minze, Petersilie (im Original Huacatay)
einige Würfel frischer peruanischer Käse (Queso fresco), ersatzweise ein junger, milder Feta

Beilagen:
1 Spiegelei pro Person
Reis

Zubereitung:

Die getrockneten Bohnen über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag abspülen und mit frischem Wasser und einem Lorbeerblatt weichkochen. Abgießen und beiseite stellen.
Ich habe sie mit etwas Wasser grob püriert, weil die großen Bohnen nach dem Kochen nicht schön ausgesehen haben. So tragen sie dann zur Bindung des Eintopfes bei. 

Zwiebel und Knoblauch klein schneiden. Den Kürbis ggf. schälen und wie die Kartoffeln in ca. 1 - 2 cm Würfel schneiden. 

In einem Topf Zwiebel und Knoblauch (und wenn vorhanden auch Petersilstängel und Korianderwurzeln) in etwas Pflanzenöl anschwitzen. Mit der Chilipaste (Menge nach Schärfevorliebe), Salz und Pfeffer würzen. 

Die Kartoffeln beifügen, mit ein wenig Wasser aufgießen und köcheln lassen, bis sie fast gar sind. Dann Kürbis, Mais, Bohnen und Erbsen dazu geben, auch die Kondensmilch und etwas Wasser, bis die Konsistenz passt - nicht zu suppig, nicht zu trocken. 

Den Eintopf sanft fertig köcheln lassen und dann mit Salz, Pfeffer und Limettensaft abschmecken. Mit den Kräutern vermischen, und mit Käsewürfeln oberdrauf, Spiegelei und Reis anrichten. 






Es schmeckte uns sehr sehr gut mit angenehmer Chili-Schärfe. Auch die Kombination der Gemüsesorten mit Koriander und Minze passte gut. Den Käse würde ich nächstes Mal weglassen, aber wenn er mild ist, "stört" er nicht allzu sehr... 😉

Danke an Volker für die Organisation der "kulinarischen Weltreise" auch im neuen Jahr! 


Linkliste:

Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Shrimps in Erdnuss-Sauce – Langostinos con maní
Britta von Brittas Kochbuch mit Queque de naranja - Orangenkuchen
Wilma von Pane-Bistecca mit Pollo a la Brasa con Aji verde-Sauce
Susanne von magentratzerl mit Arroz con Pollo
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Sopa a la Criolla – Kreolische Suppe
Simone von zimtkringel mit Lomo saltado
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Pie de Limón - fruchtige Limettentarte
Cornelia von SilverTravellers mit Arroz con Pollo
Jenny von Jenny is baking mit Queque de platano - Bananenbrot
Susan von Labsalliebe mit Causa Rellena Vegana mit buntem Blattsalat
Regina von Bistroglobal mit Quinoa-Eintopf auf peruanische Art
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Peruanischer Ententopf (Seco de Pato) mit geschmorten Canario-Bohnen (Minestra de Frijoles Canarios)
Michael von SalzigSüssLecker mit Peruanische Garnelensuppe - Chupe de Camarones
Volker von Volkermampft mit Pollo a la Brasa – Peruanisches Hähnchen mit Korianderreis
Volker von Volkermampft mit Aji Verde – grüne peruanische Sauce mit Koriander und Chili
Verónica von 1000leckerbissen mit Quinoa: Die richtige Zubereitung des Inka- Korns
Verónica von 1000leckerbissen mit Quinoa- Pfanne mit Gemüse und Tofu (Chaufa de Quinoa) - Vegan


So eine Riesenauswahl! 

Alles Liebe aus Wien



Donnerstag, 25. Januar 2024

Scheiterhaufen

 

Scheiterhaufen im Salzkammergut, Fotos von 2021

In den letzten Jahren sehe ich immer öfter, dass die Eigentümer von Holzstößen die oberste Lage farblich markieren. So erkennen sie besser, ob etwas fehlt. Ich finde es traurig, dass solche Maßnahmen überhaupt notwendig sind. 


Vom Holz für den Ofen zum Ofen-Scheiterhaufen...

Was tun mit einem Dreiviertel-Guglhupf aus Germteig (Hefe), der zwar gut gelungen ist, aber uns geschmacklich nicht so wirklich begeisterte?
Die Lösung:



Scheiterhaufen

für 1 Backform, meine Riess Emaille-Form ist 26 x 17 cm groß
für 4 - 6 Personen als Dessert, für 2 - 3 Hungrige als süßes Mittagessen

250 g Brioche oder 4-5 altbackene Semmeln (ich: Elsässer Guglhupf, ein paar Tage alt)

Guss:
125 ml Milch
3 Eier (M)
20 g flüssige Butter
2 EL Zucker
1 TL Vanillezucker

Äpfel:
2 - 3 mittelgroße Äpfel
1/2 Zitrone, Saft
1 EL Zucker
etwas Zimt
1 Handvoll Mandelsplitter

wer will: Rosinen
Butter für die Form
ca. 30 g Butterflocken

Zubereitung:


  • Vom Guglhupf (oder Brioche/Semmeln) ca. 1/2 cm dicke Scheiben abschneiden - soviele, dass sich zwei Lagen in der Backform ausgehen.
  • Die Zutaten für den Guss gut miteinander vermixen. Die Zuckermenge je nach Belieben und Süße des Gebäcks steuern. 
    Die Äpfel schälen, in Scheibchen schneiden und sofort mit dem Zitronensaft vermischen.
  • Die Backform sehr gut ausbuttern und die 1. Lage Guglhupf-Scheiben einlegen. Mit der Hälfte des Gusses beträufeln.
    Je härter das verwendete Gebäck ist, desto gründlicher muss es mit dem Guss vermischt werden. 
  • Die gesamten Äpfel darauf verteilen, mit Zucker, Zimt und Mandelsplittern bestreuen.
  • Die 2. Lage Guglhupf-Scheiben darauf legen, ein bisschen andrücken und den restlichen Guss darüber leeren.
  • Mit einigen Butterflocken abschließen.
  • Im Backrohr bei 180°C ungefähr 45 Minuten backen, es muss nicht vorgeheizt werden. Die oberste Schicht großteils mit Alufolie bedecken, aber zum Schluss offen knusprig backen. 
  • Vor dem Servieren ein bisschen auskühlen lassen und anzuckern. Eine Vanillesauce würde auch gut dazu passen.


wahnsinnig gut!

So habe ich mich mit dem nicht so süßen Elsässer Guglhupf vom Synchronbacken wieder versöhnt! Er war geradezu ideal, um als Scheiterhaufen zu enden. 😊 Empfehlung!


Manche geben dem Scheiterhaufen eine süße Baiserhaube, aber ich mag es viel lieber oben ohne, und wenn die oberste Gebäckschichte schön knusprig gebacken ist. Die unterste Schicht muss gut weich sein und dazwischen viele Äpfel Platz haben...

Seid ihr "Team" Baiser oder Knusper?


Sehr ähnlich ist auch das "Kipferlkoch" aus der Altwiener Mehlspeisküche (klick). 


Beide sind ideal, um altbackene Reste von hellem Gebäck zu verwerten. Nicht unwichtig in Zeiten, wo eh alles teurer wird und so viele genießbare Lebensmittel immer noch auf dem Müll landen, oder?




Mittwoch, 24. Januar 2024

Synchronbacken und ein Elsässer Guglhupf

 

bei Zorra

Für das erste Synchronbacken des Jahres hat Zorra einen Guglhupf aus dem Elsass ausgesucht. Genau dieses Rezept hat Sarah Wiener einst für ihre TV Serie gebacken...


(unbezahlte Werbung)

Könnt ihr euch noch an die netten "kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener" erinnern? Ich hatte schon damals vor rund 15 Jahren so wie heute kein Fernsehgerät und habe mir deshalb die DVDs zur Serie angeschafft. So konnte ich mich jetzt mit der Guglhupf-Folge aus dem Dorf Niedermorschwihr (was für ein Name!) auf das Synchronbacken einstimmen. 



Elsässer Guglhupf

(Rezept von Zorra nach dem Original von Christine Ferber aus dem Elsass)

100 g und ca. 400 g Weizenmehl (Original 100 g + 300 g)
200 ml kalte Milch
25 g frische Germ / Hefe
60 g Zucker
10 g Salz
1 Ei (ca. 40 g)
180 g zimmerwarme Butter, in Würfeln
100 g Rosinen
3 EL Kirschwasser o.a. Likör
3 EL Wasser
Mandelblättchen (Original 50 g ganze Mandeln)

---------

meine Änderungen:
Ich hatte nur 20 g frische Germ / Hefe zu Hause, das war mehr als genug, man könnte sogar noch mehr reduzieren. 
100 g Weizenmehl für den Vorteig und 330 g Dinkelmehl für den Hauptteig verwendet. 
Keine Rosinen und Kirschwasser, aber ein wenig geriebene Muskatnuss.

Zubereitung:
  • Wer Rosinen verwendet, legt diese als erstes in Likör + Wasser ein und lässt sie quellen. 
  • Für den Vorteig werden Milch und Germ / Hefe in einer großen Schüssel klumpenfrei vermischt und 100 g Mehl eingerührt. Das restliche Mehl (bei mir 300 g) locker darüber streuen. Die Schüssel zugedeckt an einem warmen Ort eine halbe Stunde aufgehen lassen. 
  • Dann Zucker, Salz und Ei dazu geben und einen geschmeidigen Teig kneten. Zum Schluss die gut weiche Butter nach und nach einarbeiten und ggf. die Rosinen. Ist der Teig zu weich, kann noch ein bisschen Mehl dazu gegeben werden (bei mir ca. 1 EL). 
  • Den Teig nun zugedeckt aufgehen lassen, bis er sein Volumen ungefähr verdoppelt hat. 
  • Eine Guglhupfform gut befetten und bemehlen, einige Mandeln hinein legen. Den Teig sanft in die Form bugsieren und nochmals ein wenig ruhen lassen. 
  • Die Form dann ins kalte Backrohr stellen, auf 180°C einschalten und den Guglhupf etwa 40 - 45 Minuten goldgelb oder dunkler backen. 

Mein Teig ist sensationell aufgegangen! Nicht oft gelingt mir ein so schöner Hefeteig. Ich fand ihn total unkompliziert mit der orginalen Mehlmenge und geringfügig weniger Hefe. Meine Befürchtungen, dass er wegen der vielen Butter nicht aufgehen will, haben sich zum Glück nicht bestätigt. Mein Plan B wäre Übernachtgare gewesen.

Tipp: Das Aufgehen-lassen klappt am besten im Backrohr, wenn es kurz auf 50°C aufgeheizt und wieder ausgeschaltet wurde. 




Fazit:
Ich würde den Guglhupf das nächste Mal länger und daher dunkler backen. Aber vor allem würde ich mehr Zucker verwenden. Für mich als Wienerin gehört ein Guglhupf nicht allzu picksüß, aber eben doch süß

Diesen neutralen Elsässer Guglhupf kann ich nur genießen, wenn ich eine fruchtige Marmelade dazu esse, was ich für Guglhupf ja eher ungewöhnlich finde (besser Brioche backen). 

Im französischen Original wird Zwetschkenkonfitüre dazu gereicht, die in der TV Serie auch von Sarah Wiener gekocht werden musste. Ohne etwas Süßes dazu schmeckte mir der Guglhupf leider nicht.
Ich werde Reste für einen "Scheiterhaufen" zweckentfremden! 


Trotzdem danke an Zorra für das Aussuchen dieses wirklich interessanten Rezeptes! Das Synchronbacken hat mir wieder großen Spaß gemacht und mir muss ja nicht immer alles schmecken, oder? 😉





Interessanterweise war die heutige Form des Guglhupfes schon den Römern vor 2.000 Jahren bekannt, sie soll die rotierende Sonne darstellen. Bei Ausgrabungen in Carnuntum, dem römischen Heerlager an der Donau östlich von Wien, wurden solche Bronzeformen gefunden, weitere Funde stammen aus Budapest, dem Rheintal und Frankreich (Quelle). 

Im Elsass hat der „Kougelhopf“ offenbar einen ähnlich großen Stellenwert wie in Österreich. Die Franzosen sind sogar überzeugt davon, dass der Guglhupf in der Stadt Ribeauvillé entstanden sei, weshalb dort jedes Jahr im Juni ein Fest stattfindet.

Auf jeden Fall ist der Guglhupf traditioneller und immer noch sehr geliebter Bestandteil des Wiener Frühstücks und der Kaffeejause. Der alte Kaiser Franz Joseph bekam offenbar, wenn man der Historie glauben kann, täglich einen frisch gebackenen "Kaiserguglhupf"...

noch mehr Guglhupfe von mir (nicht mit Hefeteig):



Alles Liebe aus Wien! Jetzt bin ich gespannt, wie die anderen Synchronbäckerinnen das Elsässer Rezept umgesetzt haben!  


Links Synchronbacken:

Friederike von Fliederbaum
Sabine von Einfach Kochen und Mehr
Laura von Aus Lauras Küche
Nadja von Little Kitchen and more
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum
Volker von Volkermampft




Donnerstag, 11. Januar 2024

das kanarische Kaninchen



Blog-Event CCIII - So schmeckt Spanien (Einsendeschluss 15. Januar 2024)

Zorras Spanien-Blogevent geht in die Zielgerade und ich habe doch noch ein typisches Gericht geschafft: ein kanarischer Kaninchenschmortopf mit der dort üblichen Tomaten-Paprika-Sauce Salmorejo

Obwohl, Kaninchen stimmt heute nicht ganz, denn ich musste mich mit bio Hühnerunterkeulen zufrieden geben, Die waren aber besonders schön und eigentlich so groß wie Truthahnkeulen (ich vermute falsche Beschriftung der Supermarkt-Packung). Kaninchenfleisch soll gerade beim Schmoren schön saftig bleiben, das nächste Mal gehe ich lieber wieder auf dem Markt Fleisch einkaufen! 

Das Besondere an der Salmorejo-Sauce von den kanarischen Inseln ist, dass auch Paprika und Chili verwendet werden. Ich habe mich an das Rezept von Nova, die auf Teneriffa lebt, gehalten. Ob es sozusagen "original" ist, ist (mir) nicht so wichtig, schmecken muss es und das tut es!


verlinkt mit Zorras Blogevent


Kaninchen mit Salmorejo auf kanarische Art
Conejo en salmorejo canario

frei nach Nova
Zutaten für 4 Personen:

1 Kaninchen, in Stücke geteilt, ersatzweise Hühner- oder Putenkeulen

Marinade:
½ EL Thymian
½ EL Oregano
optional ein paar Knoblauchzehen, in dünne Scheiben geschnitten
Salz, Pfeffer
Chili
etwas Öl

Salmorejo canario:
2 große Tomaten, geschält und in grobe Stücke geschnitten oder ersatzweise Dosenware
1 roter Paprika, in grobe Stücke geschnitten
4 Knoblauchzehen
1 kl. Chilischote oder entsprechend Chiliflocken
Salz, Pfeffer
1 TL Kreuzkümmel
1 Glas Rotwein bzw. mehr nach Bedarf
25 ml milder Essig
---------
Olivenöl
ca. 2 - 3 EL Semmelbrösel
2 EL Paprikapulver (ich habe geräuchertes verwendet)

Zubereitung:

  • Die getrockneten Kräuter und Gewürze mit etwas Öl vermischen. Das zerteilte Kaninchen mit der Marinade einreiben und ein bisschen ziehen lassen. 
  • Die Zutaten für die Salmorejo-Sauce (bis ---) grob pürieren.
  • Die Fleischteile rundum in einer Pfanne in Olivenöl anbraten, dann herausnehmen und in einen Bräter legen. Reste der Marinade ebenfalls beifügen. 
  • In der selben Pfanne die Semmelbrösel kurz anrösten, dabei wenn notwendig noch Öl hinzufügen. Mit Paprikapulver würzen und sofort mit der gemixten Tomaten-Paprikamischung ablöschen. Die Konsistenz mit Rotwein o.a. steuern, die Sauce soll aber nicht zu dünn sein. Abschmecken. 
  • Die nun fertige Salmorejo in den Bräter zum Fleisch leeren, es soll bis etwas zur Hälfte bedeckt sein. 
  • Im Backrohr bei 175°C zugedeckt schmoren, bis das Fleisch +/- gegart ist. Dann noch offen bräunen... vor allem wenn man Huhn mit Haut verwendet.
  • Das Fleisch mit reichlich Sauce und mit Kartoffeln in Salzkruste*) oder Reis und Brot servieren.
*) bio Kartoffeln mit Schale in wenig Salzwasser garen, es soll komplett verdampfen. 


echt fantastisch! 


Tipp: die doppelte Menge an Salmorejo machen, sie lässt sich mit Brot noch gut auftunken 😋





Es sieht doch soo süß aus, oder?
Aber das Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus) ist eines der erfolgreichsten Pflanzenfresser weltweit und einer der schädlichsten. Denn sie fressen fast alles, was grün ist und vermehren sich rapide... nicht umsonst heißt es "wie die Karnickel"...
Besonders dramatisch ist dieser Effekt auf den Inseln, auf denen sie ausgesetzt wurden. Sie haben dort keine natürlichen Feinde und die Pflanzen sind meist nicht an die Abwehr pflanzenfressender Säugetiere angepasst, zB. mit Stacheln.


Foto von 2019 von der Insel Korcula
verlinkt mit Artis Schildersammlung

Offenbar gibt es zahlreiche Kaninchen auch auf den kroatischen Inseln, dass es sogar eigene Warnschilder gibt... 

Auf den Kanaren wurden Kaninchen im 15. Jahrhundert von spanischen Siedlern eingebürgert. Heute leben die Tiere auf rund 800 Inseln weltweit. Die aktuelle Kaninchenplage in Australien wurde durch 24 Kaninchen aus England im Jahr 1859 ausgelöst, heute sind es 200 Millionen Kaninchen, die große Schäden in der Landwirtschaft und an den Ökosystemen anrichten... Medien sprechen dort sogar von "Kaninchenkrieg". 


Der Bestand des heimischen Feldhasen (Lepus europaeus) dagegen ist in vielen Regionen Europas rückläufig.... kein Wunder, man muss sich nur unsere kahlen "ausgeräumten" Landschaften ansehen. Die intensive Landwirtschaft mit großen Maschinen, Düngemittel- und Pestizideinsatz, Verkleinerung und Zerschneidung der Lebensräume machen nicht nur den Hasen zu schaffen. 😥



Eine Landschaft, wo es noch (oder wieder) solche wilden Hecken gibt, bietet vielen Wildtieren Schutz, Unterschlupf und Nahrung. Bei unserer heurigen Neujahrswanderung im Waldviertel in Niederösterreich hat es auch wild gezwitschert in diesen dichten Gebüschen... 

Schön, oder? Würde es doch mehr solcher Hecken an Feld- und Wegrändern geben!