Mittwoch, 12. August 2026

12 von 12 im August und der Himmel

 


Wolkenlos ist es nach einer angenehmen kühlen Nacht, heute am Mittwoch, 12. August 2026. Wie oft an einem 12. sammle ich gerne 12 Bilder des Tages für das Dauerblogevent bei der lieben Caro vom Blog Draußen nur Kännchen


Heute ist Neumond im Löwen und kurz vor Sonnenuntergang wird eine partielle Sonnenfinsternis mit über 80% Verdunkelung stattfinden. Das ist spannend, finde ich, und der Tag gilt auch spirituell als der kraftvollste des Jahres. Wer sich darauf einlassen will, kann innehalten und über Loslassen, Neuorientieren etc. nachdenken.


Aber erst einmal gehe ich in den Garten Weintrauben pflücken, denn ich soll zum heutigen Mittagessen mit lieben Verwandten die Nachspeise mitbringen. Na gerne doch!



Die hellrote Traubensorte (keine Ahnung welche) ist heuer so früh wie selten schon reif und wird von Wespen, Vögeln und allerlei Insekten gerne angeflogen. Ich vergönne es ihnen bei der derzeitigen Trockenheit, aber nicht alle Weintrauben...



Die Vögel bekommen sowieso regelmäßig ihr Futter, denn so wie im Winter füttere ich sie auch jetzt mit diversen Kernen, Meisenknödeln, halbierten ausgelegten Äpfeln etc. Sie fressen mich fast "arm" 😉, aber wo sollen sie denn sonst genug Nahrung in diesem trockenen Sommer finden? Füttert ihr auch? 



Jetzt schnell in die Küche und Clafoutis backen, aber nicht klassisch französisch mit Kirschen, sondern eben mit den Weintrauben aus dem Garten. Die sind so eine fantastische Alternative, vor allem, wenn die Trauben nicht allzu groß sind. Clafoutis ist auch bei Hitze total unkompliziert zum Mitnehmen und eine gute Idee für ein leichtes Dessert.

Rezeptfusion: eigenes und von Regina


Dürnstein

Stift Melk

Am Vormittag sind Herr Fliederbaum und ich dann auch schon unterwegs und gondeln gemächlich (denn schnell ist hier nicht möglich) durch die Wachau und weiter die Donau aufwärts zum kleinen Familientreffen.





Wir werden bei meiner Kusine im Blockhaus am Waldrand schon erwartet (auch von den zutraulichen Bauernhofkatzen, die dreifarbige Glückskatze ist doch besonders hübsch)...




das ist der Clafoutis

... und mit köstlichem Mittagessen!



Den ganzen Nachmittag verbringen wir gemütlich auf der schattigen Terrasse und freuen uns einfach, dass wir wieder einmal beisammen sind, was leider nicht so oft vorkommt.



Am frühen Abend geht es wieder heimwärts, wieder zurück durch die Wachau und wie ihr seht, ist die Donau doch manchmal blau!




Kurz vor dem Ziel beginnt die Verdunkelung der Sonne und ich versuche, sie auf Bild einzufangen. Da ich aber keine Schutzbrille habe und daher natürlich nicht direkt in die Sonne schauen kann, gibt es hier ein Spiegelbild von außen durchs Autofenster. Links ist die gespiegelte Sonne und rechts nochmals eine (kleine) Spiegelung mit bereits deutlicher Verdunkelung. Sehr beeindruckend! Habt ihr die Sonnenfinsternis beobachten können?


Das war mein heutiger 12 von 12 Tag, den ich nun mit Caro verlinke. Danke fürs Sammeln! 

🌟☆🌟

Vielleicht schaue ich später noch in den Nachthimmel, ob Sternschnuppen zu sehen sind. Denn der alljährliche Meteorstrom der Perseiden oder der Laurenzitränen (nach dem Hl. Laurentius, der ein Märtyrer gewesen sein soll) erreicht nun seinen Höhepunkt.

Habt ihr eine Sternschnuppe sehen können? 






Freitag, 7. August 2026

Sommerobst Brombeeren und Marillen auf Flammkuchen



Blog-Event CCXXXII - Sommerobst (Einsendeschluss 15. August 2026)


Achtung! Das sommerliche Obst-Blogevent, das ich bei Zorra ausrichten darf, läuft nicht mehr lange... wer hat noch Lust und Zeit bis Mitte August einen Beitrag beizusteuern?



Ich habe nochmals schöne heimische Marillen /Aprikosen bekommen und wieder diese tollen Knödel gekocht. Sie sind das ultimative sommerliche süße Soulfood für uns - je sonniger der Sommer, desto lieber Marillenknödel!! 💛🍑

Marillen habe ich heute auch für einen Flammkuchen "zweckentfremdet" und sie harmonierten tatsächlich wunderbar gemeinsam mit (gekauften, leider nicht wilden) Brombeeren, eingelegten roten Zwiebeln und Schafkäse auf dem dünnen Teigboden. Klassisch belegt man Flammkuchen ja nur mit drei Zutaten: Creme fraiche, Speck und Zwiebeln, aber alles ist möglich und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!



Flammkuchen mit Brombeeren, Marillen und Zwiebeln

Zutaten für 1 Blech:

Teig:
250 g Dinkelmehl
2 EL Öl
ca. 125 ml lauwarmes Wasser, nach Bedarf
1/2 TL Salz
1 Prise Zucker

Belag:
125 g Creme fraiche
1 EL Sauerrahm
Salz, nicht zu wenig
Pfeffer

eingelegte rote Zwiebeln, Menge nach Belieben
1 - 2 Marillen / Aprikosen, entkernt und in dünne Spalten geschnitten
100 g Brombeeren, je nach Größe ganz oder halbiert
ca. 150 g Schaf-Hartkäse, zB. Manchego (ich), grob gerieben oder gehobelt

nach dem Backen:
frische Thymian-Blättchen
optional etwas flüssiger Honig

eingelegte Zwiebeln (1 kl. Glas):
1 mittelgroße rote Zwiebel
75 ml Condimento bianco Weißweinessig
75 ml Wasser
1 gute Prise Zucker
Salz


Zubereitung:


Mit den eingelegten roten Zwiebeln beginnen, mindestens 1-2 Stunden vorher oder schon am Vortag.
Dafür die Zwiebeln in Ringe schneiden und in ein Schraubglas schichten. Die restlichen Zutaten in einem Topf verrühren und aufkochen lassen. Den Sud über die Zwiebeln gießen, sodass sie bedeckt sind. Sie sind nach ungefähr 1-2 Stunden einsatzbereit und mild.
Die Zwiebelringe werden schön gleichmäßig rot und auch den roten Essigsud kann man weiter verwenden, zb. für Salate...

Alle Zutaten für den Teig vermischen, dabei das Wasser nur nach und nach beifügen. Den Teig eine halbe Stunde rasten lassen, dann (auf Backpapier) in Backblech-Größe auswalken/ausrollen.

Den Ofen auf 220° O/U vorheizen und das Backblech ebenso.

Creme fraiche mit Sauerrahm glatt rühren, mit Salz und Pfeffer gut würzig abschmecken und auf dem Teig verstreichen. Die Zwiebeln in einem Sieb abtropfen lassen und mit den Marillenspalten und den Brombeeren auf dem Teigboden verteilen. Geriebenen Käse darüber streuen.

Den Flammkuchen ca. 15–20 Minuten (je nach Ofen) backen, bis der Rand knusprig ist. Frischen Thymian darüber streuen und wer will beträufelt das Ganze noch mit ein wenig flüssigem Honig. Ich würde eher Salzflocken darüber streuen, die machen sich sicher auch gut. 


Bunt belegt, sind die Farben nicht schön? So als hätte ich sie von meinem neuen Sommerkleid (siehe unten) abgeschaut, oder?
Jetzt kommt noch der Käse drauf auf den Flammkuchen, dann ab in den Ofen.





Der Flammkuchen ist fertig gebacken, der Käse verdeckt den bunten Belag ein bisschen...


Genießen! Sehr köstlich, so einen Flammkuchen mit saisonalem Obst wird es bald wieder geben!



Liebe Grüße aus Wien!
Und nicht auf das Blogevent vergessen... 🍑






Sonntag, 26. Juli 2026

Kibbeh Arnabieh einfach und vegan


Dauerblogevent von Volker


Kennt ihr Kibbeh Arnabieh aus dem Libanon? Das traditionelle Gericht stammt aus Beirut und wird gerne im Winter gegessen, auch weil dann in der Umgebung die Zitronen und verschiedenen Orangensorten reif sind. Diese werden für die Zitrussauce mit Tahin benötigt, in der die Kibbeh, die Fleisch-Bulgurbällchen schwimmen.

Seit ich das Gericht bei Kitchen impossible (unbezahlte Werbung) gesehen habe, geistert es mir im Hinterkopf herum. Jetzt in den letzten Tagen der kulinarischen Weltreise in den Libanon (noch bis Ende Juli) ist Gelegenheit, es endlich auszuprobieren!

Ich habe mich hauptsächlich, aber nicht nur, am Rezept von Tina orientiert. Sie hat unglaublich viele Gerichte aus der TV Serie auf ihrem Blog, Volker übrigens auch, aber genau dieses nicht...



Statt Rindfleisch für die Kibbeh habe ich heute rote Linsen verwendet und zufällig ist das alles auch noch vegan. Die Suppe aus Gemüseresten kommt aus dem Vorrat. Die traditionellen Kibbeh mit dem Loch kann man in Videos bewundern, aber wie schon bei den Weinblättern bin ich den einfachen Weg gegangen und habe Nocken ohne Loch geformt. Die Zitrussauce mit Tahin ist dabei DAS Highlight.




Kibbeh Arnabieh auf einfache Art und vegan

Zutaten für ca. 3 (- 4) Personen:

Kibbeh Bällchen:
100 g rote Linsen (im Original Rindfleisch)
100 feiner Bulgur
Salz, nicht zu wenig
schwarzer Pfeffer
Kreuzkümmel
Baharat oder Ras el Hanout (ersatzweise zb. Paprika, Zimt, Piment, Nelken, Koriander, Kardamom, Muskatnuss)

Reis:
25 g feine Suppennudeln
etwas Öl
150 g Basmati Reis
Salz

Tahin-Zitrus-Sauce:
1 mittelgroße Zwiebel, gehackt
Öl
ca. 125 ml klare Gemüsesuppe, bei Bedarf mehr
100 g Tahin
50 ml Zitronensaft, ca. 1 - 2 Zitronen
150 ml frisch gepresster Orangensaft (im Original auch Bitterorangensaft)
Salz
Pfeffer
etwas Kurkuma für die Farbe
gemahlener Kreuzkümmel
1 TL Stärkemehl zum Binden (war bei mir nicht notwendig)
1 Glas, 330 g, gegarte Kichererbsen

zum Bestreuen:
Petersilie, grob gehackt
Granatapfelkerne

Zubereitung:

Mit den Kibbeh beginnen, da die Masse einige Zeit quellen muss.
Die roten Linsen abspülen und mit Wasser bedeckt weich kochen, sie sollen dann die meiste Flüssigkeit aufgesogen haben. Den Topf vom Herd nehmen und den Bulgur und die Gewürze einrühren, dann zugedeckt quellen und auskühlen lassen. Die Mischung mit den Händen kneten, ist sie zu trocken, dann nach und nach Wasser zugeben.
Das Backrohr auf 220°C vorheizen und ein Backblech bereit stellen. Mit nassen Händen längliche Nocken mit spitzen Enden formen, es gehen sich ca. 14 Kibbeh aus. Im Ofen goldbraun backen, das kann schnell gehen, weil die Masse bereits gegart ist.

Für den Reis werden die Suppennudeln in reichlich Öl goldbraun (nicht zu dunkel) gebraten, dann kommt der gewaschene Reis dazu, Salz und doppelt Wasser.

Sind Kibbeh und Reis fertig, ist die Sauce ein Blitzrezept...
In einer breiten Pfanne die Zwiebeln in Öl langsam braten, aber nicht braun werden lassen. Mit etwas Suppe aufgießen und weich köcheln. Dann die verrührte Mischung aus Tahin, Zitronen- und Orangensaft, die Gewürze und die gut abgespülten Kichererbsen beifügen. Die Sauce einmal aufkochen lassen, weitere Suppe nach Belieben beifügen und abschmecken.
Ist die Sauce zu dünn, kann sie mit Stärkemehl (mit ein wenig Wasser verrührt) gebunden werden. Ich habe das nicht gemacht, uns sind nicht eingedickte Saucen lieber.




Sauce und Reis in tiefen Tellern anrichten, die Kibbeh reinlegen, mit Petersilie und den Granatapfelkernen bestreuen. Oder die Sauce mit Kibbeh in einer großen Servierschüssel zu Tisch bringen und den Reis extra.




Die Zitrus-Tahinsauce ist zum Reinlegen gut, sie ist eine echte Entdeckung! Die wird es bald wieder geben! Mir hätte diese geniale Sauce mit Reis allein schon genügt, vielleicht etwas Gemüsiges dazu (Blattspinat?). Die Granatapfelkerne runden das Gericht gut ab.

Ein tolles vollwertiges Essen! Die Kibbeh waren ebenfalls sehr gut, ich würde sie nächstes Mal mit Rindfleisch versuchen (fein gecuttert) zum Vergleich. 




Linkliste #die kulinarische Weltreise:


Britta von Brittas Kochbuch mit Fattoush - Brotsalat (فتوش) aus dem Libanon 
Susanne von magentratzerl mit Shorba Hamrah 
Friederike von Fliederbaum mit Warak Enab - gefüllte Weinblätter 
Wilma von Pane-Bistecca mit Maghmour - Libanesisches Moussaka 
Regina von bistroglobal mit Makloubeh 
Wilma von Pane-Bistecca mit Malfouf Mahshi - Libanesische Kohlrouladen 
Britta von Brittas Kochbuch mit Mezzeteller aus dem Libanon 
wilma von Pane-Bistecca mit Shish Barak - Dumplings aus Libanon 
Wilma von Pane-Bistecca mit Libanesischer Curcuma Reis im TM6 
Wilma von Pane-Bistecca mit Libanesisches Zitronen Huehnchen auf Joghurt 
Susanne von magentratzerl mit Lahm bi ajeen - Libanesische Pizza 
Tina von Küchenmomente mit Sfouf - Libanesischer Grießkuchen 





Mittwoch, 22. Juli 2026

Sommerobst Marillenknödel



  Blog-Event CCXXXII - Sommerobst (Einsendeschluss 15. August 2026)

Ich freue mich sehr, dass ich momentan ein Blogevent bei der lieben Zorra ausrichten darf, bei dem sich alles um Obst dreht, das jetzt im Hochsommer reif und aromatisch ist. Wollt ihr auch mitmachen?




Wenn SIE reif werden wie gerade jetzt, dreht sich nicht nur in Krems am Eingang zur Wachau alles um die Marille bzw. Aprikose!



Marillenbäumchen im Topf

Seife


Orange ist momentan die angesagteste Farbe... 🍑


meine frisch eingelegte Marillen

Auch bei mir ... wir haben gestern eine Kiste voll schönster Marillen in der Wachau ab Baum, also frisch gepflückt, besorgt. Jetzt heißt es, sie nach und nach zu verarbeiten. Mit den ersten mache ich gerne Knödel, Kompott, Kuchen, die weichen werden dann zu Marmelade verkocht.



Heute habe ich ein neues Rezept für Marillenknödel mit Topfenteig ausprobiert und wir waren begeistert! Es stammt vom "Landhaus Bacher" in Mautern, gegenüber von Krems, von Spitzenkoch Thomas Dorfer (2 Michelin-Sterne, 5 Hauben). Er hat es sicher von seiner Schwiegermutter Lisl Wagner-Bacher übernommen. Die bislang erfolgreichste Köchin Österreichs hat sich aus dem "Landhaus Bacher" aber bereits zurückgezogen.

(unbezahlte Werbung)




Marillenknödel nach Thomas Dorfer

Zutaten für 6 Knödel:

6 einwandfreie Marillen / Aprikosen, im Ganzen
6 Stk. Würfelzucker

Topfenteig:
70 g weiche Butter
70 g Weizengrieß
70 g Mehl
1 Ei (M), getrennt
250 g Topfen / Quark
1 gute Prise Salz

zum Kochen:
Wasser
etwas Inländer-Rum
die Hälfte von 1 bio Zitrone
Vanille
1 EL Zucker
1 TL Salz

Butterbrösel:
50 g Butter
ca. 120 - 150 g Semmelbrösel
1 EL Zucker nach Belieben
Vanille
Zitronenabrieb von 1/2 bio Zitrone

Staubzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

  • Für den Topfenteig die Butter schaumig rühren, erst Eidotter beifügen, dann Grieß, Eiweiß und Salz. Nun abwechselnd Mehl und Topfen einrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Eine halbe Stunde im Kühlschrank rasten lassen. Ich habe ihn auf der bemehlten Arbeitsfläche dann noch einmal durchgeknetet.
  • Die Marillen an den Enden kreuzweise ein bisschen einschneiden und jeweils den Kern mit einem Kochlöffelstiel herausdrücken (wie hier) und durch ein Stück Würfelzucker ersetzen.
  • Mit bemehlten Händen Knödel formen und noch einmal in Mehl wälzen.
  • Die Knödel in einem großen Topf im Salzwasser mit den Aromen ca. 15–20 min leicht köcheln bzw. simmern lassen. Einzeln herausnehmen und sofort in den Butterbröseln wälzen.

  • Für die Butterbrösel die Butter in einer breiten Pfanne schmelzen und die Semmelbrösel auf kleiner Flamme unter Rühren langsam goldbraun rösten. Erst dann Zucker beifügen (er soll nicht karamellisieren), Vanille und den Zitronenenabrieb. 
  • Die Knödel ordentlich anzuckern und wer will beträufelt sie wie Thomas Dorfer noch mit flüssiger Butter (ich nicht).


Viel lieber mögen wir einen Marillenröster dazu (kalt oder warm), Marilleneis, einen Klecks Schlagobers (auf das habe ich vergessen) etc...


Marillenröster

ca. 500 g Marillen, mit Kern gewogen
50 g Zucker
50 ml Wasser
1 EL Zitronensaft
Vanille
1 Zimtstange
optional etwas Marillenlikör oder Inländer-Rum

  • Den Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze langsam schmelzen lassen, bis er leicht karamellisiert (nicht dunkel werden lassen). Das Wasser beifügen und rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
  • Die Marillen entkernen und vierteln. Dann gemeinsam mit Zitronensaft und Aromen zum Karamell geben und kurz im eigenen Saft köcheln lassen, bis die Marillen weich, aber nicht zerkocht sind. Die Konsistenz soll nicht zu flüssig sein - ein Röster ist kein Kompott!
  • Dann abschmecken (mehr Zucker?), die Zimtrinde entfernen und ggf. mit Marillenlikör oder Rum verfeinern. 
  • Der Marillenröster kann warm oder auch kalt genossen werden.


Marilleneis

300 g Marillen, mit Kern gewogen
2 EL Zucker
125 ml flüssiges Schlagobers / Sahne
1 Schluck Milch, nur nach Bedarf
optional 1 Fingerhut Likör

  • Die Marillen entkernen, vierteln und klein schneiden. Mit dem Zucker vermischen und eine halbe Stunde zugedeckt (Insekten!) ziehen lassen.
  • Die Früchte mit dem Mixstab pürieren und dann das flüssige Obers einmixen. Ist die Konsistenz zu dick, dann kann ein Schluck Milch beigefügt werden. Abschmecken und zugedeckt 1-2 Stunden im Kühlschrank kühlen und reifen lassen.
  • Dann kommt die Masse in die Eismaschine oder alternativ in einer flachen Form in den Tiefkühler (dann aber jede halbe Stunde auflockern).

 

Ein Genuss!! Wir waren vom neuen Marillenknödelrezept begeistert, der Teig schmeckt super, ist gelingsicher und Spitzenkoch-würdig! Die Kerne der Marillen durch Würfelzucker zu ersetzen, habe ich heute zum ersten Mal gemacht, es lohnt den kleinen Aufwand auf jeden Fall!

Probiert sie aus, große Empfehlung!

Liebe Grüße aus Wien!





Mittwoch, 15. Juli 2026

Ricotta Obers Parfait

 

öffentliche Sprühnebelduschen in Wien...

... sie werden auch "Sommerspritzer" genannt... Aber unter einem "Sommerspritzer" versteht man in Wien eigentlich Weißwein mit viel Mineralwasser (1:3 in einem Halbliterglas) aufgespritzt. Beide sind bei Hitze sehr sehr erfrischend und beliebt! 😉

Ein gutes Eis genauso...


Meine heutige Inspiration kommt von einem Eissalon in Wien, wo es manchmal das Ricotta-Eis "La Sicilia" mit Orangenmarmelade, Pistazien und Kardamom gibt (unbezahlte Werbung). Ich musste es einfach nach Gutdünken nachbasteln, aber als Parfait in der Kastenform.



Ricotta-Obers-Parfait: 
mit Pistazien, Schokolade und Orangenmarmelade

Zutaten für 1 Kastenform:

250 g Ricotta
90 g Zucker
3 sehr frische Eidotter
1 Prise Salz
Vanille

250 ml Schlagobers / Sahne, steif geschlagen

40 g ungesalzene Pistazien, grob gehackt
60 g zartbitter Schokoladestückchen

4 EL leicht bittere Orangenmarmelade, wenn möglich mit Schalenstückchen
etwas Marsala oder Rum

Zubereitung:

  • Ricotta in einem Sieb im Kühlschrank ein wenig entwässern lassen.
  • Eine Kastenform mit Folie auskleiden.

  • Eigelb und Zucker sehr schaumig schlagen.
    Normalerweise würde man sie über einem heißen Wasserbad schlagen, das auch zur Pasteurisierung der Eimasse dient. Aber wenn die Eier sehr frisch sind, ist auch Kaltschlagen kein Problem.
  • Dann Ricotta und Aromen einrühren und das geschlagene Obers gemeinsam mit den gehackten Pistazien und Schokostückchen unterheben. Die Masse in die Kastenform leeren und glatt streichen.

Marmelade drauf gekleckst

  • Die Orangenmarmelade mit Marsala und ggf. einem Schluck Wasser glatt rühren und darüber klecksen.
  • Mit einem Stäbchen oder Löffelstiel so gut es geht marmorieren. Das Parfait für einige Stunden oder über Nacht einfrieren.
  • Vor dem Servieren kurz antauen lassen, dann stürzen und in Scheiben schneiden. Reste sofort wieder einfrieren.


Eine interessante Kombi und ein Eisdessert, das sich super vorbereiten und portionieren lässt! Die etwas bittere Orangenmarmelade gefiel uns im vanilligen Parfait mit dem Pistazien- und Schokocrunch, ganz besonders gut! Durch die Zutaten ist es auch für den Winter bestens geeignet, aber nächstes Mal probiere ich das Ganze auch einmal in der Eismaschine aus. 



Blog-Event CCXXXI - Die Küche bleibt kalt! (Einsendeschluss 15. Juli 2026)


Die Küche  blieb diesmal tatsächlich kalt, so schicke ich das Parfait noch schnell am letzten Tag zum Blogevent von Danii bei Zorra


Alles Liebe!



Sonntag, 12. Juli 2026

12 von 12 im Juli und die reifen Kriecherl

 

Dauerblogevent 12 Bilder am 12. Tag jeden Monats


Mein schnelles erstes Frühstück auf der Terrasse, die ich schon letztes Mal bei 12 von 12 gezeigt habe.

Es ist ein sonniger Sontagmorgen, heute am 12. Juli 2026. Aber ein kühler unangenehmer Wind vertreibt mich bald und dichte Wolken ziehen auf. Regen komm... leider bleibt es trocken und windig, wenigstens mit angenehmen Sommertemperaturen!


Nach dem Frühstück muss ich mich gleich um die reifen gelben Kriecherl (Mirabellen) im Garten kümmern, bevor sie mir von den Vögeln weggeschnappt werden. Besonders die Horde Stare (oder waren es doch Drosseln?), die gestern im Garten eingefallen sind, habe ich in Verdacht, dass sie bald wiederkommen...

Wie ihr seht, ist meine Ausbeute leider mager, denn der Baum trägt heuer nicht so viele Früchte wie letztes Jahr. Darum bin ich auch so versessen darauf, die wenigen für mich einzukochen und nicht zu teilen! Für die Vögel gibt es noch genug überreife Weichseln (Sauerkirschen) auf den Bäumen rundherum. 😉


Dann gehe ich gleich Marmelade einkochen, zwei kleine Gläschen sind es schlussendlich geworden, ich freue mich. Sieht sie nicht schön gelborange aus? Die Marmelade schmeckt erfrischend säuerlich und ich mag sie wahnsinnig gern mit Joghurt, morgen dann.

Ich koche die Kriecherl kurz in einem Topf mit bodenbedeckt Wasser auf und streiche sie durch ein Sieb, um die Kerne zu entfernen. Dann das Fruchtmus abwiegen, mit Gelierzucker (ich 3:1) nach Packungsanweisung einkochen und abfüllen.





Am späten Vormittag gehe ich zu Fuß in die (Klein-) Stadt, es ist nicht weit, denn...




... im Renaissancehof und in den ebenerdigen Gewölben findet wie jedes Jahr der Waldviertler Textilkunstmarkt  statt (unbezahlte Werbung) mit zahlreichen Ausstellern, auch aus dem nahen Tschechien.
Die farbenfrohen Leinenkleider beim Brunnen (und die anderen naturfarbenen Leinensachen) gefallen mir immer sehr gut. Die Designerin ist jedes Jahr da und ich freue mich ihre neuen Kreationen zu sehen. Aber ich habe mit mir selbt ausgemacht, nichts zu kaufen...



Ein liebevoll handgemachtes, textilgebundenes Büchlein mit Haikus, also den sehr kurzen, japanisch inspirierten Gedichten, durfte dann doch mitgehen. 
Bei diesem Haiku unten musste ich schmunzeln, das ist doch süß... 

Zitronenfalter -
vom Regen rein gewaschen 
wie ein Kohlweißling.





Blicke vom Arkadengang in den Hof, ich mache noch einen ausgiebigen Rundgang zu allen Ausstellerinnen (fast nur Frauen) und mich dann auf den Heimweg in den Garten.



Später steht noch Kuchen backen an für morgen, wo sich lieber Besuch angekündigt hat. Ich bin immer erleichtert, wenn sich ein Guglhupf schön aus der Form stürzen lässt.


Am Abend richte ich für uns eine Schüssel Panzanella, also einen Brotsalat mit geröstetem Toskanabrot und allem, was der Vorrat an frischen Salaten am Sonntagabend noch hergibt. Ich muss darf ihn allein essen, denn Herr Fliederbaum verweigert den Salat -- es könnten ja gesunde Sachen und Vitamine drin sein... 😨

Der Wind hat sich mittlerweile mehr oder weniger gelegt und wir sitzen noch auf der Terrasse beisammen. Die dunklen Wolken haben leider woanders Regen gebracht, nicht bei uns.


Das war mein 12 von 12-Tag im Juli, liebe Gartengrüße aus Niederösterreich!



Verlinkt mit Caro vom Blog Draußen nur Kännchen aus Hamburg und einen lieben Dank fürs Sammeln der Beiträge!