Sonntag, 12. April 2026

12 von 12 im April und Garten

 

12 von 12 bedeutet 12 Bilder an jedem 12. Tag eines Monats (Dauerblogevent)


Wenn die Forsythienblüten vor dem Haus nicht so schön gelb leuchten würden, würde unser Tag im Waldviertel in Niederösterreich noch grauer beginnen. Der heutige 12. April 2026 ist mit seinen zarten Plusgraden nicht gerade ein Paradebeispiel für einen schönen Frühlingstag. Kann man nix machen, aber wenn es wenigstens regnen würde, da hätte die Natur auch was davon...

Vor einem Jahr sah es am 12 von 12-Tag anders aus: April 2025.



Wie schön, dass wir unseren Kachelofen haben und mehr als genug Holz in der Hütte. So genießen Herr Fliederbaum und ich einen gemeinsamen Sonntag-Vormittag mit gemütlich Frühstücken, mit Nichtstun (auf neudeutsch Relaxen) und ins Feuer schauen. 💗




Mein bewusst schlichter, minimalistischer "Osterbaum" (haha) kommt heute weg. Ich hänge den grünen Hasen, die Herzen und Ostereier von den wenigen Palmkatzerln ab. Die meiste Deko und Keramik, nicht nur für Ostern, habe ich bereits in eine Schachtel gepackt - die kommt demnächst zur Flohmarktsammlung vom örtlichen Lion´s Club. Ich mag nicht allzu viel Deko rumstehen und gebunkert haben...



Diese bemalten filigranen Ostereier für einen großen Osterbaum stammen noch aus meiner Kindheit, sie werden nicht mehr aufgehängt, aber weggeben will ich sie auch nicht. Habt ihr auch früher (oder jetzt noch) Eier ausgeblasen und bemalt?



Dann geht es den Narzissen in der Vase an den Kragen, sie sind eh schon ziemlich hinüber... Wir haben sie kürzlich beim Umgraben im Garten gerettet und ich habe sie einige Tage lang herinnen am Fensterbrett bewundert. Aber normalerweise lasse ich Blumen im Garten oder in der Natur, dort wo sie wachsen!



Die Narzissen sind auch draußen schon voll aufgeblüht. Die Tulpen daneben lassen sich noch Zeit.



Die Kaiserkrone zeigt sich blühbereit. Ich finde ja, sie ist eine seltsame Pflanze und sie ist mir auch nicht sonderlich sympathisch - kann man das von Pflanzen überhaupt sagen? Aber da die Kaiserkrone mehrjährig und winterhart ist, darf sie von mir aus bleiben.



Der Schlehdorn liegt mir dafür mehr am Herzen und ich freue mich, wenn er irgendwann Früchte tragen wird, die so schön säuerlich-herb schmecken. Dahinter sieht man, wie Teile des Gartens durch die Hausrenovierung noch "Wüste" sind. An Arbeit mangelt es uns nicht...



Auch den Kriecherlbaum (Wildpflaume, Mirabelle) mag ich gerne im Garten und erwarte sehnsüchtig seine Früchte zum Einkochen. Er ist jetzt fast schon verblüht und während ich ihn bewundere, regnen weiße Blüten auf mich herab wie Schnee.
Vor zwei Tagen war es ja tatsächlich Schnee, der bei uns in dicken Flocken gefallen, aber nicht liegen geblieben ist. Hoffentlich war es ein letztes Intermezzo. 



Apropos Kriecherl... nach einem schnellen kalten Mittagessen (aka Käsebrot) esse ich gerne noch ein Joghurt. Darüber kommt meine geliebte süß-säuerliche Kriecherlmarmelade vom Vorjahr. Sie ist mir zu flüssig geworden und passt daher in Joghurts oder Desserts ganz ausgezeichnet. Getoppt wird das Ganze mit selbstgemachtem Granola. Ich könnt mich reinlegen...




Am Nachmittag ist es ein bisschen wärmer draußen und wir machen einen langen Spaziergang "über die Felder", und lassen uns so richtig durchlüften. Tut so gut!



Auf einem Baum entdecke ich aufgehängte Maiskolben für die Vögel. Ist das nicht eine witzige, aber doch sehr logische Idee...? Nicht nur Gartenvogerl, auch Eichkatzerl (Eichhörnchen) mögen Maiskörner wahrscheinlich gerne. 


Später ziehe ich mich zum Abendessen-kochen in die Küche zurück und Herr Fliederbaum macht eine Flasche guten Weißwein auf. 



Pasta mit Zitronensauce - frei nach Reinhard Gerer*)

Zutaten für 2 Pers.:

200 g beliebige Pasta, zB. Tagliolini wie im Original, Spaghetti, Linguine etc...
50 g Butter
1 bio Zitrone, Zesten und Saft
1-2 EL Sauerrahm
1 Fingerhut Weißwein
Salz
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
optional 1 EL fein geriebener milder Parmesan

für obenauf:
schwarzer Pfeffer
roter Kaviar vom Lachs oder Forelle (hatte ich nicht, aber eine schöne heimische Räucherforelle!!)

Zubereitung:

Während die Pasta in reichlich Salzwasser al dente kocht, wird Butter in einer großen Pfanne aufgeschäumt. Die Zitronenzesten darin "anschmurgeln", also sehr sanft braten, bis ein schöner Duft aufsteigt.
Die Pfanne vom Herd nehmen, den Saft von 1/2 Zitrone beifügen und den Sauerrahm mit einer Gabel einrühren. Die tropfnasse Pasta, Salz, Pfeffer, Weißwein und bei Bedarf etwas vom Nudel-Kochwasser beifügen und alles gut vermischen.
Wer will, gibt noch den restlichen Zitronensaft dazu. Ich mag auch gerne wenig geriebenen Käse in dieser Mischung.
Die Zitronenpasta anrichten und den roten Kaviar, wenn vorhanden, oder alternativ die zerpflückte Räucherforelle darauf verteilen. Mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle bestreuen.


Ein sehr feines, elegantes Gericht, lasst es euch auch schmecken!


*) Heute am 12. April hätte Starkoch Reinhard Gerer aus Wien Geburtstag gehabt, er ist 2023 mit 70 Jahren verstorben.

Er war vor allem in den 1980 und 90-er Jahren Österreichs erfolgreichster Koch und Pionier, der den Weg für die heute zahlreichen österreichischen Spitzenköche geebnet hat. Der "große Gerer" hat die heimische Küche zeitgemäß verändert, mit der Nouvelle Cuisine verknüpft und Regionalität als einer der ersten "gepredigt". Bei ihm haben u.a. Andreas Wojta, Alex Fankhauser (die man beide vom TV kennt), Alex Kumptner (Küchenschlacht) oder der umtriebige Toni Mörwald gelernt.
(alles unbezahlte Werbung)



Herr Fliederbaum und ich trinken später noch ein (weiteres) Gläschen Wein heute an unserem Hochzeitstag. Aber vorher (zur Sicherheit😉) verlinke ich meinen Beitrag bei Caro vom Blog "Draußen nur Kännchen". Danke an Caro aus Hamburg fürs Sammeln der 12 von 12-Beiträge!


Liebe Grüße heute aus dem Waldviertel!




Donnerstag, 2. April 2026

Osterbrioche mit Apfelsaft und Knusperglasur

 


zwei Osterhasen?
Bildquelle


Wer will für Ostern noch einen Osterzopf oder Brioche backen?
Für Brioche hätte ich ein interessantes neues Rezept anzubieten, das meine Namensschwester Federica (in cucina) aus Italien verbloggt hat. Es hat Apfelsaft im Teig und darüber eine knusprige Glasur, die an Panettone oder Oster-Colomba erinnert.





Brioche mit Apfelsaft und Mandel-Knusperglasur

Zutaten für 1 gr. Kastenform:

Teig:
300 g Manitoba Weizenmehl bzw. glattes Mehl Ö-Typ 700 oder Pizzamehl
200 g Dinkelmehl
15 g frische Germ / Hefe bzw. 5 g bei Übernachtgare (ich)
ca. 50 - 70 ml lauwarmes Wasser
160 ml naturtrüber Apfelsaft, Raumtemperatur
1 bio Zitrone, Abrieb
2 Eidotter / Eigelb
80 g Zucker
90 g Butter, in Würfeln
1 TL Salz

Eiweiß-Mandel Glasur:
50 g Mandeln, gemahlen
40 g Zucker
1 Eiklar / Eiweiß
1 - 2 EL Amaretto Likör
10 g Stärkemehl

Deko:
Hagelzucker oder italienische längliche Zuckerstreusel (Zucchero granella)
einige Amaretti Kekse, zerbröselt

Butter für die Kastenform

Zubereitung:

Ein "Dampferl" bzw. Vorteig mit der frischen Germ / Hefe, dem Wasser und je 1 TL vom abgewogenen Mehl und Zucker herstellen. Alle Zutaten außer der Butter verkneten und zum Schluss die Butter einarbeiten. Den Teig eine halbe Stunde zugedeckt ruhen lassen, dann 2 - 3 Mal dehnen und falten und wieder entspannen lassen.
Entweder wird er jetzt verarbeitet (ev. noch ein Weilchen gehen lassen) oder kommt über Nacht in den Kühlschrank - je nach verwendeter Hefemenge!! Nach der kalten Übernachtgare muss der Teig vor Verarbeitung dann wieder Raumtemperatur annehmen.

Alle Zutaten für die Glasur gut verrühren, dabei das Eiweiß kurz schlagen, aber nicht steif schlagen.
Die Kastenform mit reichlich Butter bepinseln.

Den Teig in 5 Teile teilen, auf der nur leicht bemehlten Arbeitsfläche rund schleifen und entspannen lassen. Dann jeweils länglich in der Breite der Kastenform ausrollen, straff einrollen und in die Form legen. Wieder entspannen lassen und die Glasur darüber verteilen. Mit Hagelzucker und Amaretti bestreuen.

Brioche in den kalten Ofen stellen, auf 175°C O/U aufdrehen und 35 - 40 Minuten backen.






Die / das ? Brioche ist bei mir zuhause sehr gut angekommen und ich sollte für Ostern gleich nocheinmal zu backen anfangen...
Der doch eher süße Apfelsaft im Teig ist eine interessante Variante, nur hätte ich ihn vorher kosten sollen, wie süß er wirklich ist. So würde ich nächstes Mal die Zuckermenge reduzieren, auch bei der Glasur.
Die Knusperglasur bringt einen tollen Crunch, auch weil ich die Mandeln nicht so ganz fein gemahlen habe. Crunch gefällt uns nicht nur auf Kuchen! Mir schwebt vor, dass sich so eine Glasur auch auf süßen Schnecken gut machen würde - je größer die Oberfläche desto mehr Knusper! Aber das ist eine andere Geschichte.




Ich wünsche euch frohes Briochebacken, eine in jeder Hinsicht sonnige Osterzeit und fröhliches Ostereiersuchen, vielleicht in einer solchen schönen Frühlingsblumenwiese! 💛





Tischläufer und Tischset mit "Barcelona" Fliesenmuster stammen übrigens von hier (unbezahlte Werbung).





Donnerstag, 26. März 2026

Enchiladas und eine milde Chilisauce



Dauerblogevent


Kommt ihr mit auf die (virtuelle) kulinarische März-Weltreise mit Volker ins mittelamerikanische Costa Rica? Ich steuere Enchiladas bei, die aber ganz anders sind als die bekanntere Tex-Mex Version! In Costa Rica versteht man unter Enchiladas nämlich gefüllte und gebackene Teigtaschen, meist aus Blätterteig... 



Wart ihr schon dort? Ich leider nicht, das tropische und gebirgige Land wäre absolut eine Reise wert, nur nicht jetzt in Zeiten wie diesen, finde ich. Meine Reiselust ins Ausland ist nun auf einen sehr tiefen Tiefpunkt abgesunken... 😑




Enchiladas mit Chorizo - Teigtaschen wie in Costa Rica

Zutaten für 8 Teigtaschen:

1 P. bio Blätterteig
1 Ei zum Bestreichen

Fülle:
1 - 2 EL Butter oder Öl
1/2 Zwiebel, ca. 50 g
1/2 roter Paprika
1 Knoblauchzehe
100 g scharfe oder milde (ich) Chorizo
2 mittelgroße Kartoffeln, gekocht und geschält
1/2 TL Achiote Paste *)
Zitronensaft von ca. 1/2 Zitrone
1/2 - 1 TL Kreuzkümmel je nach Belieben
etwas Sojasauce
1 Prise Salz
schwarzer Pfeffer
------
2 Eier, gekocht und geschält, zum Schluss

Von der Fülle bleiben Reste, die auch pur gut schmecken!



*) Achiote Paste ist eine traditionelle Würzpaste aus hauptsächlich Anattosamen und anderen Gewürzen. Sie passt für Fleischgerichte (Schwein, Huhn), für Fischgerichte, Meeresfrüchte und auch für Gemüse oder Reis. Man kann die Paste direkt zb. ins Fleisch einreiben oder besser mit Zitronensaft und ggf. Öl in Gerichten verwenden. Anattosamen stammen vom tropischen Orleanstrauch oder Achiotebaum (Bixa orellana) und färben rot.

Zubereitung:
  • Zwiebel, Paprika, Knoblauch und Chorizo sowie die gekochten Kartoffeln und Eier in kleine Würfel schneiden. Die Achiote Paste in ein wenig Zitronensaft (ggf. mit Wasser gestreckt) verrühren.
  • Zwiebel in Butter glasig braten, dann die restlichen Zutaten bis ------ beifügen und unter Rühren kurz weiter braten. Die Pfanne vom Herd nehmen, abschmecken und die Eier einmengen.
  • Die Fülle auskühlen lassen.

  • Das Backrohr auf 180°C vorheizen und den Blätterteig in 8 mehr oder weniger quadratische Teile schneiden. Jeweils Fülle darauf geben und verschließen, indem man die Ecken der Quadrate zur Mitte hin einklappt und die Ränder verschließt, wie eine Topfengolatsche in Wien... 😉

  • Die Teilchen mit verschlagenem Ei bestreichen und auf einem Blech ungefähr 20 Minuten goldgelb backen. Noch warm oder kalt als Fingerfood genießen.

Chorizo




Diese Enchiladas schmeckten uns sehr gut, sie sind würzig, aber schon auch ein bissl deftig durch die Chorizo. Rohkost als Beilage wäre passend gewesen, so würde ich sie das nächste Mal anrichten, nicht nur mit der Chilisauce (siehe unten). Klassisch werden die Teigtaschen in Costa Rica sowieso mit Krautsalat / Ensalada de repollo serviert, oft auch mit Mayonnaise und Salsa Lizano  




Salsa Lizano - milde Chilisauce

Zutaten für 1 kl. Schüssel bzw. Flasche (wenn man sie flüssiger macht):

2 getrocknete Ancho-Chilis
1 kleine Karotte
1/2 Zwiebel
etwas Olivenöl
1 EL Rohrohrzucker
2 EL Limetten- oder Zitronensaft (ich)
ein wenig Kreuzkümmel je nach Belieben
Salz
schwarzer Pfeffer
optional 1 TL Melasse oder Honig
optional 2 EL klein geschnittene Mango oder Ananas für eine fruchtige Note

Zubereitung:
  • Die getrockneten Chilis mit Wasser bedeckt etwa 5 - 10 Minuten köcheln lassen, bis sie weich sind. Dann die Stiele und Kerne entfernen und das dunkle Kochwasser beiseite stellen.
  • Die Karotte und Zwiebel klein schneiden und in Olivenöl weich braten.
  • Alle Zutaten mit so viel Chiliwasser pürieren, dass die Sauce eine cremige Konsistenz bekommt. Abschmecken.

getrocknete Ancho-Chilis

Das ist eine tolle Salsa bzw. Sauce für alle, die arge oder "unberechenbare" Chilischärfe ein bisschen fürchten, so wie ich. Denn Ancho-Chilis sind mild, fruchtig und haben ein interessantes rauchiges Aroma.
Die milde cremige Chilisauce schmeckte uns sehr gut, die wird es nun öfter geben! Sie war für uns genau richtig zu den deftigen Enchiladas und passt sicher auch zu Gegrilltem, zu Gallo Pinto, also Reis und Bohnen etc...





Linkliste:


Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Pan Natillero – Brot mit Natilla (saurer Sahne) und Käse 
Tina von Küchenmomente mit Orangenkuchen aus Costa Rica 
Britta von Brittas Kochbuch mit Ensalada de Palmitos - Salat mit Palmherzen 
Susanne von magentratzerl mit Picadillo de Chayote 
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Arroz con Camarones und Salsa Lizano hausgemacht 
Regina von Bistroglobal mit Mango-Salsa


Wer ist noch dabei?






Donnerstag, 12. März 2026

12 von 12 im März und die Unendlichkeit

 

"das Licht ist unendlich wie die Liebe"


Das Dauerblogevent mit 12 Fotos an jedem 12. eines Monats geht heute am Donnerstag, 12. März 2026, in die nächste Runde. Lieben Dank an Frau Caro vom Blog Draußen nur Kännchen für das Sammeln der vielen Beiträge!

Diesmal beginne ich mit meinen 12 Fotos schon am Vorabend, weil ich die wunderbare Lichtinstallation an der Votivkirche in Wien wie angekündigt zeigen will. Vor einem Monat konnte ich nur ein nebeliges Tagesfoto (Nr. 8) posten und jetzt endlich die beleuchtete "Unendlichkeit des Lichts".... sooo schön!

Hier leuchtete die riesige Unendlichkeitsschleife kurz einmal in rosa, auch andere Farbschattierungen habe ich gesehen, aber von zu weit weg. Auch ohne Farbwechsel fand ich den leuchtenden "liegenden Achter", der zwischen den Türmen "schwebt", sehr berührend und WOW!💗


Es war gestern noch dazu ein schöner lauer Märzabend und viele junge Leute saßen relaxed in der Wiese. Der Abendverkehr, der auf der Ringstraße brauste, hat nicht gestört. Ich nahm die friedliche Stimmung auf und dachte, dem Symbol der Unendlichkeit wird ja eine positive und beruhigende Wirkung auf Menschen nachgesagt... Möglich ist alles und eine Kunstinstallation wie diese könnte doch glatt an gewissen Orten auf der Welt Positives bringen, oder? 


Der 12. März beginnt heute in Wien mit Sonne und Wind, der Wolken mitbringt. Am Vormittag packe ich wieder wie so oft meine Sachen, um für ein paar Tage aufs Land nach Niederösterreich zu fahren.


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Vorher möchte ich noch ins Fitnesscenter gehen, denn mir tut das regelmäßige Krafttraining wahnsinnig gut. Wie immer mache ich zwei Runden auf den insgesamt elf Geräten und setze mich noch eine zeitlang aufs Fahrrad. Ich hätte ja bis vor einem dreiviertel Jahr nie gedacht, dass mir das alles sogar Spaß machen würde...



Mit der U-Bahn fahre ich zum Bahnhof, hoffentlich erreiche ich meinen gewünschten Zug und kann mir noch vorher etwas zu essen besorgen. Hier beim Stadtpark waren wieder besonders eifrige Sprayer am Werk, das "Kunstwerk" ist ziemlich neu. 



Im Zug aufs Land kann ich mich ein bisschen ausruhen und ich freue mich, dass mich Herr Fliederbaum später vom Bahnhof abholen wird.



Blick hinaus auf einen Bahnhof in Niederösterreich und es ziehen immer mehr dunkle Wolken auf. Regen wäre gerade jetzt im Frühling so gut, wo alles sprießt und grünt. Aber es kommt nichts...



Zu Hause in unserem Zweitwohnsitz ist gerade wieder Baustelle angesagt, zum Glück nur mehr draußen (innen ist mehr oder weniger fertig). Wir sind zuversichtlich, dass die Dämmung und Fassade bis Ostern erledigt sein wird. *klopfaufholz*



Wir machen noch eine Gartenrunde. Die Tulpenzwiebeln meiner Mutter sind unverwüstlich und treiben sogar unter widrigsten Bedingungen aus. Ich freue mich wahnsinnig, dass sie heuer auch so zahlreich gekommen sind wie immer und bald blühen werden!



Die Schneeglöckerl blühen jetzt gerade schön, ich mag sie gerne. Leberblümchen habe ich auch schon gesehen und ein paar lila Krokusse zeigen sich in der Wiese. Die Forsythie vor dem Haus braucht noch ein paar Tage. Die Vegetation ist im Frühling hier im Waldviertel in Niederösterreich immer ein bisschen hinten nach... 😉


Ich habe heute meine Tagesfotos nicht genau gezählt, aber schließe jetzt mit Felix ab. Der liebe Nachbarskater, der aber überall in der Nachbarschaft zu Hause ist, hört fast immer auf seinen Namen. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich ihn rufe, dass er zumindest zu mir herschaut... Oder er kommt und lässt sich ausgiebig streicheln, so wie heute! 💗


Am frühen Abend wird es auf dem Land schnell kalt und wir machen es uns im Haus gemütlich. Das war mein heutiger Tag, wie war es bei euch?

Morgen ist übrigens wieder Freitag, der 13. - ein Glückstag! Alles Liebe!

Das war der 12. März 2024




Donnerstag, 5. März 2026

Mimosen für den Weltfrauentag

 

"Mögen deine Tage (wieder) so strahlend und stark sein wie Mimosenblüten!" 



Den Blumenstrauß mit Mimosenblüten und Tulpen habe ich im Februar in der Kärntnerstraße in Wien bei einem Blumenstand gesehen (und doch nicht gekauft). Denn wenn die Mimosenblüten beim Kaufen schon soo sehr aufgeblüht sind... 😕


... so wie auch die verpackten Mimosen in Bildmitte, dann halten sie nicht mehr lange. Sie wären aber frisch aus San Remo eingetroffen, sagte die Verkäuferin. Die Mimosen haben heuer in Italien offenbar sehr früh auszutreiben begonnen... auch zu früh für den internationalen Frauentag am 8. März.

Denn in Italien ist es üblich, dass Frauen am Frauentag Mimosenzweige geschenkt bekommen, oft auch einen Kuchen mit "Mimosen" aus Biskuitwürfeln. Mimosen sollen Stärke, Wertschätzung und Weiblichkeit symbolisieren, heißt es dort. Anders als bei uns, wo man sensible Frauen, seltener Männer, schnell als Mimosen (im negativen Sinn) bezeichnet... "sei nicht so eine Mimose"...

Nachtrag: richtigerweise handelt es sich um Zweige der "Falschen Mimose" oder Silber-Akazie (Acacia dealbata).


Dabei sollte es am Frauentag nicht ums Blumenschenken und Kuchen gehen, dafür sind die unglaublichen Ungleichheiten und Diskriminierungen von Frauen in vielen Bereichen weltweit zu ernst! Und die Gewalt aller Art gegen Frauen zu hoch. Gewalt beginnt dort, wo Respekt und Wertschätzung aufhören, schreibt Artedea. Laut UN Women werden weltweit und täglich geschätzt 137 Frauen durch (männliche!) Partner und Familienangehörige getötet. Am internationalen Frauentag wird zumindest wie jedes Jahr auf die "Baustellen" weltweit aufmerksam gemacht und Änderungen eingefordert...


Trotzdem zeige ich euch zur Aufmunterung meine diesjährige Mimosa-Kreation. Nach dem Mimosa-Dessert im Glas vom Vorjahr wurde es heuer ein zitronig-leichtes Tiramisu mit Lemon Curd und "Mimosenblüten" aus Biskuit



Mimosa Tiramisu mit Lemon Curd

Zutaten für 1 Form mit ca. 23 x 23 cm

Biskuit für 1 Backblech:
6 Eier (M)
132 g Zucker
110 g Mehl

Lemon Curd:
3-4 Zitronen, Abrieb und 110 ml Saft
3 sehr frische Eier (M)
140 g Zucker
1 Prise Salz
90 g kalte Butter

Creme:
2 sehr frische Eier (M)
60 g Zucker bzw. mehr nach Belieben
500 g fettarmer Mascarino (ich) oder Mascarpone
2 EL Naturjoghurt
optional Inländer Rum oder Limoncello

weiters:
1/2 P. Biskotten / Löffelbiskuits
etwas Milch
optional Inländer Rum oder Limoncello
Staubzucker zum Bestreuen

Biskuit und Lemon Curd können bereits am Vortag zubereitet werden, von beiden bleiben dann Reste.

VORBEREITEN:

Für das Biskuit werden die ganzen Eier mit Zucker weißschaumig aufgeschlagen, dann das Mehl mit einem Schneebesen vorsichtig untergehoben. Die Masse auf ein Backblech streichen und im vorgeheizten Backrohr bei 190°C ungefähr 10 - 12 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Lemon Curd: Die ganzen Eier, Zitronensaft und Schale, Zucker und Salz in einer Schüssel über einem heißen Wasserbad oder alternativ in einem Topf (ich) unter ständigem Rühren langsam erhitzen. Bei geringer Hitze eindicken lassen, nicht kochen!!
Dann die kalte Butter nach und nach einrühren, ggf. den Topf vom Herd nehmen, wenn das Curd zu heiß wird. Das Curd dann in eine Schüssel oder Schraubglas umfüllen und kalt stellen.

Für die Creme die Eier mit Zucker über einem heißen Wasserbad schaumig schlagen, dann noch kurz kalt schlagen. Mascarino oder Mascarpone und Joghurt einrühren und abschmecken.

FERTIGSTELLEN:

  • Das Biskuit zuschneiden, so dass es als Boden in die Form passt.
  • Die Hälfte der Creme auf dem Boden verteilen. Lemon Curd mit einem Löffel darüber klecksen, so viel man möchte.
  • Die Biskotten kurz in Milch + Rum tauchen und dicht an dicht auflegen.
  • Nun die restliche Creme aufstreichen und reichlich Lemon Curd darüber verteilen, so dass die Oberfläche schön damit bedeckt ist. Aufstreichen ist nicht gut möglich, da sonst alles "verschmiert" wird...
  • Das Tiramisu einige Stunden in den Kühlschrank stellen bis ungefähr eine halbe Stunde vor dem Servieren.
  • Einen weiteren Teil des Biskuits mit den Fingern grob zerkleinern für die "Mimosas", die die Mimosenblüten symbolisieren. Diese Biskuitbrösel über das fertige Tiramisu streuen und anzuckern. Mit einem Löffel portionieren - so mache ich das bei Tiramisu am liebsten...





Ein traumhaftes und ein bisschen anderes Tiramisu, das ohne Kaffee und Kakao auskommt. Durch den fettärmeren Mascarino ist es leicht und beschwingt. Lemon Curd ist sowieso immer ein Highlight in einem Dessert, oder? Und Tiramisu geht auch immer...




Sonntag, 1. März 2026

Orangensalat

 


"lass dein Leben (wieder) leuchten wie eine Orange im Winter" 💖


Die europäische BIO Orangenzeit ist leider bald um. Ich finde, es lohnt sich, jetzt noch schnell Orangen (in größeren Mengen?) zu kaufen, zu genießen und zu verarbeiten, zum Beispiel für einen



Orangensalat mit Pecorino und Oliven nach Cettina Vicenzino

Zutaten für ca. 3 - 4 Personen als Vorspeise:

4 Orangen, wenn möglich verschiedene Sorten, es sollten helle und Blutorangen dabei sein (ich hatte tw. helle Tarocco und dunkle Moro)
1 große rote, milde Zwiebel
40 g oder besser mehr Pecorino
reichlich schwarze Oliven (ich hatte trocken eingelegte)

Dressing:
1/2 Orange, Saft oder 1 Mandarine wie im Original
einige EL gutes Olivenöl
etwas Salz
schwarzer Pfeffer

optional frische Oregano-Blättchen für Deko

Zubereitung:

  • Die "Polkappen" der Orangen abschneiden und den Saft auspressen (ggf. für das Dressing verwenden).
  • Die Orangen mit einem Messer schälen und dabei auch alles Weiße wegschneiden. Die geschälten Orangen im Ganzen quer in möglichst dünne Scheiben schneiden (also nicht filetieren). Eventuell vorhandene Kerne entfernen.
    Tipp: Mit Abschnitten, Resten und Saft eine Marmelade kochen (siehe ganz unten)!

  • Die Orangenscheiben dekorativ in eine große Schüssel oder besser portionsweise in tiefen Tellern auflegen.
  • Die Zwiebel in dünne Ringe schneiden und darüber anrichten.
  • Die Zutaten für das Dressing vermixen und über Orangen und Zwiebeln leeren.
  • Den Pecorino in dünne Scheibchen schneiden oder hobeln und mit den Oliven über dem Salat verteilen. Wer will, streut noch frische Oregano-Blättchen darüber.



Der Orangensalat ist DIE perfekte Vorspeise in Zitruszeiten! 

Wir waren wieder einmal begeistert von einem Cettina-Rezept! Nur der frische Oregano obenauf hat für mich nicht gepasst.
Sie schreibt in ihrem Kochbuch (siehe unten), dass man zusätzlich eingelegte Sardellen dazu geben könnte und auch andere Zitrussorten. Oder dass der Orangensalat als Beilage zu gebratenen Sardellen gut passen würde... kann sein, ich habe es nicht ausprobiert. Denn der Salat schmeckt für sich allein schon soo großartig, dass ich nichts weiteres dazu kombinieren möchte! 😋



(unbezahlte Werbung)

Das Rezept heute stammt aus dem Sizilienkochbuch von Cettina Vicenzino und auch ihr Orangensalat mit Ricotta-Pistazienbällchen aus einem anderen Kochbuch ist ein Volltreffer.
Überhaupt hat uns bisher alles seht gut geschmeckt, was von Cettina kam (klick mit weiteren Verlinkungen). Ich sollte ihre Kochbücher wirklich öfter zur Hand nehmen! Welche Kochbücher von ihr habt ihr?



Blog-Event CCXXVII - Zitruszeit! (Einsendeschluss 15. März 2026)


Der Orangensalat mit Pecorino und Oliven ist mein 2. Beitrag für das erfrischende und wunderbare Zitrus-Blogevent von Susanne Magentratzerl bei Zorra Kochtopf. Ich freue mich auf die weiteren Einreichungen!





Beim Schneiden der Orangen für den Orangensalat dachte ich, was tun mit den Fruchtfleisch-Abschnitten und nicht so schön geschnittenen Orangenscheiben (außer gleich essen...)? Mit ein bisschen Saft und weiteren Tarocco und sehr dunklen Moro Orangen hatte ich genug für eine schöne rote  Blutorangenmarmelade. Die Schalen wollte ich diesmal nicht mitverwenden, nur ein bisschen Abrieb.

Ich hatte schlussendlich mehr als 500 g Orangen-Fruchtanteil für einen Rest von 190 g Gelierzucker 3:1 vom Vorjahr (also 3 Teile Frucht und 1 Teil Gelierzucker 3:1). Vanille passt gut dazu, ein Spritzer Zitronensaft, dann die Marmelade nach Packungsanweisung kochen, pürieren... perfekt!


Alles Liebe aus dem (endlich) frühlingshaften Wien!