Dieses vergangene Blogevent, das ich bei Zorra habe ausrichten dürfen, hat insgesamt 39 Rezepte mit den Obstsorten, die jetzt im Hochsommer reif sind, gebracht! Soo großartig, schaut doch rein in die Sammlung! 💗
Aber viele Sommerfrüchte werden heuer hitzebedingt früher als sonst und zu schnell vollreif und sie verderben auch viel schneller, oder?
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| ob hier genügend Regen noch helfen würde? Vor 2 Monaten |
Denn dass jetzt Mitte August bereits Äpfel und herbstliche Kürbisse reif werden ist ungewöhnlich. Auch dass Winzer so früh mit der Weinlese beginnen müssen. Dass das im Frühling angesäte Gras in meinem Garten verdorrt ist und viele Pflanzen schwächeln... so what.
Aber was ich nicht verstehe ist, wie manche immer noch den Klimawandel anzweifeln und notwendige Maßnahmen leugnen oder verzögern können, Bei uns oder anderswo - wo zB. Klimaschutzmaßnahmen einfach aufgehoben wurden. Dass der Boden hier im Land weiterhin versiegelt und verbaut wird auf Teufel komm raus, dass die Agrarlandschaft immer noch von "störenden" Hecken und Bäumen befreit ist, dass Gewerbegebiete mit viel Asphalt ohne Bepflanzung noch erlaubt sind etc., wann gibt es ein Umdenken? Wenn von Renaturierung von Flächen die Rede ist oder von einem Trinkwasser-Entnahmeregister für Großverbraucher, wird bei uns sofort aufgeschrieen. Geht es allen nur mehr um kurzfristige Profite, weltweit, als würde es ewig so weitergehen und Ressourcen unendlich vorhanden sein?
Natürlich gibt es positive Entwicklungen an der Klimafront, aber die negativen machen die großen Sorgen. Ich selbst kann nur mit gutem Beispiel voran gehen und achtsam leben - auch wenn die globalen und nationalen Player anders agieren.
Zurück in den Garten und zum Sommerobst - ich musste die ersten Falläpfel dringend verarbeiten, bevor sie nur mehr für die Biotonne geeignet wären.
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Ich habe ein neues Rezept für einen Apple Pie ausprobiert und er ist der beste Pie ever, fanden wir! Der zarte Pie-Teig mit Milch ist eine Entdeckung! Gefunden habe ich ihn in Gabis Koch- und Reisebuch durch die USA, die sie auf der legendären Route 66 durchquert hat. Ich habe mich wie immer nur so halbwegs ans Rezept gehalten, aber der tolle Teig ist genauso wie im Original!
Apple Pie
Zutaten für 1 gr. Pie Form:
Teig:
250 g sehr kalte Butter
400 g Mehl
1/4 TL Salz
1 - 2 TL Zucker
ca. 150 ml kalte Milch, nur nach Bedarf
Fülle:
mind. 1 kg Äpfel, wenn möglich verschiedene Sorten
optional Zitronensaft
etwas Zucker nach Belieben, im Original 150 g
15 - 25 g Speisestärke, je nach Saftigkeit der Äpfel
1 guter TL Zimt
etwas Nelkenpulver, gemahlener Ingwer und Muskatnuss
zum Bestreichen:
1 EL Milch
1 - 2 TL Ahornsirup oder Honig (ich)
Butter für die Form, Mehl für die Arbeitsfläche
Zubereitung:
Für den Teig alle Zutaten kurz verkneten, am besten mit der Hand. Ich habe die Butter dafür auf einer Reibe gerieben, im Original wird sie mit der Gabel zerkleinert. Milch nur nach Bedarf zugeben. Den Teig dann zu 2 Scheiben formen (eine größere und eine kleinere) und kalt stellen.
Für die Fülle die Äpfel schälen oder nicht (ich) und blätttrig schneiden. Ich hatte zu wenig Äpfel und habe sie mit allen Zutaten nur vermischt und kurz ziehen gelassen.
(Im Original werden die Äpfel mit sehr viel Zucker und den Gewürzen 1 Stunde lang ziehen gelassen, dann der Saft abgeseiht und sirupartig eingekocht. Die Äpfel mit Stärkemehl und dem Sirup vermischen.)
Die größere Teigscheibe ausrollen, in die befettete Pie-Form legen und einen Rand formen. Die Äpfel hineingeben. Die kleinere Teigscheibe ausrollen und in ca. 12 Streifen schneiden. Diese gitterartig mit Abstand zueinander über die Äpfel legen und ggf. noch den Rand behübschen.
Den Teig mit der gesüßten Milch bepinseln und den Pie im vorgeheizten Rohr bei 180 / 190°C ungefähr 45 Minuten backen. Wer will, bestreut den Teig vor dem Backen mit Zucker.
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| fantastisch! |
Gabi schreibt in ihrem Kochbuch "den Pie komplett auskühlen lassen", das haben wir nicht geschafft, wir sind bald darüber hergefallen...
Der Teig schmeckt sehr fein, obwohl er nur schnell und grob verknetet wird. Ich hatte leider schlussendlich zu wenige Äpfel (bzw. musste ich bei den Falläpfeln zu viele schlechte Stellen wegschneiden), aber nächstes Mal versuche ich Gabis Vorgangsweise mit Sirupkochen für die Fülle. Man kann sie auch mit saftigen Birnen, Pfirsichen oder gemischt machen.
Große Empfehlung, kennt ihr Gabis Kochbuch?
Liebe Gartengrüße!















































