Freitag, 26. Februar 2021

Ayurveda Mung Dhal und Reissalat


Noch einmal einen Blick in meine wohltuende Ayurveda-Woche bei Rita, die ich hier schon erwähnt habe.

In der Ayurveda-Lehre geht es grundsätzlich darum, ein gesundes Leben leben zu können und die drei Konstitutionstypen bzw. Lebensenergien (Doshas) im Gleichgewicht zu halten. Je nach den persönlichen Eigenschaften soll man (meist) zwei Doshas angehören. Es steht, vereinfacht gesagt "Vata" für Bewegung, "Pitta" für Energie und "Kapha" für Struktur. Andere sagen, die Doshas sind die Kombination der fünf Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft, Äther und entsprechen den Grundfunktionen im menschlichen Körper. 

Jedenfalls sollten die Doshas oder Grundfunktionen in jedem Menschen im Einklang sein, das klingt einleuchtend, oder? Laut Ayurveda kann ein Ungleichgewicht Ursache für Beschwerden und in weiterer Folge von Krankheiten sein. Davon ist ja auch bei der TEM, der Traditionellen Europäischen Medizin, die Rede und wohl auch bei der TCM. Es geht doch immer ums Gleichgewicht bzw. mit sich selbst im Einklang sein. Bei Luisa Francia (salamandra) kann man auch fast täglich davon lesen - ideologiefrei!



Wenn man sich nur hin und wieder ayurvedisch ernähren möchte, benötigt man keine Ausbildung, man kann nichts falsch machen, sondern einfach genießen! Mit Gewürzen und Kräutern als wohlschmeckendes Heilmittel. Die heutigen Rezepte stammen wieder von Rita Ayurveda (Werbung not sponsered!). 



Zu meinen neu angeschafften Gewürzen zählen auch die braunen Senfkörner, die in der indischen und Ayurvedischen Küche (und auch Medizin) einen wichtigen Stellenwert haben. Die Körner sind reich an Eiweiß, Vitaminen und Vitalstoffen, zB. Magnesium, Calcium, Eisen... fast ein Superfood.

Sie schmecken scharf, aber je länger man sie erhitzt, desto milder werden sie. Sie können vor Verwendung auch gemörsert werden. 



Linsen Dhal mit Kokos

(für ca. 3 Pers.)

150 g rote oder beliebige andere Linsen
2 cm frischer Ingwer
optional 1 Knoblauchzehe
2 EL Ghee oder Öl (ich)
1 TL braune Senfkörner 
1 TL Korianderkörner
1 TL Kreuzkümmel-Samen
2 EL Kokosflocken
¼ TL Kurkuma
1/2 bio Zitrone, Schale und Saft
500 ml Wasser
200 ml Kokosmilch
Salz, Pfeffer
Chili nach Belieben

Optional beliebiges Gemüse der Saison mit verwenden, zum Beispiel Karottenwürferl, Lauch etc.

Zubereitung:
Die roten Linsen unter fließendem Wasser gut abspülen. Ich habe Berglinsen genommen und sie einen halben Tag vor dem Kochen in Wasser eingeweicht - dadurch reduziert sich das "Blähpotential" und verkürzt sich die Kochzeit. Dann ebenfalls gut abspülen. 

Den Ingwer schälen und fein reiben oder schneiden, ebenso die Knoblauchzehe. Öl in einem Topf erhitzen, Senf- und Korianderkörner sowie Kreuzkümmel-Samen grob mörsern (wer will) und anrösten. Ingwer, Knoblauch, Kokosflocken und Kurkuma hinzufügen und kurz mitbraten.

Von der Zitrone mit einem Sparschäler Streifen abschälen und diese gemeinsam mit den Linsen dazu geben. Mit Wasser und Kokosmilch aufgießen und köcheln lassen, bis die Linsen weich sind. Das Dhal verträgt auch ein bisschen Chili-Schärfe.

Mit Salz und Zitronensaft abschmecken und die Zitronenschale entfernen.  


Das Dhal mit Basmatireis servieren.



Dhal-Reste schmecken auch am nächsten Tag bestens, zur Abwechslung mit Fladenbrot.

Reste vom Basmatireis (bzw. idealerweise gleich mehr Reis kochen) wandern in einen...



Reis-Salat mit Gemüse und Curry

100 g Basmatireis
250 ml Wasser
etwas Salz  

2 Karotten
1/4 Stange Lauch oder Frühlingszwiebeln
50 g Erbsen
2 EL Sesam- oder anderes Öl
1 TL mildes Currypulver
optional 1 Prise Ajowan Königskümmel, siehe hier
Salz, Pfeffer
Saft einer halben Zitrone

Zubereitung:
Reis im Wasser mit einer Prise Salz gar kochen, danach abkühlen lassen. 
Die Karotten fein würfeln oder in Stifte hobeln, den Lauch in dünne Ringe schneiden. Wenn tiefgekühlte Erbsen verwendet werden, dann diese in ein wenig Wasser garen. 
Das Gemüse in Öl anbraten und die Erbsen dazu geben. Danach mit Currypulver, Zitronensaft und Salz würzen und abschmecken. 

Den Reis mit einer Gabel auflockern und unterheben. Schmeckt kalt und warm bzw. auch gebraten gut!


Beide vegane Gerichte schmecken durch die schön aufeinander abgestimmten Gewürze sehr fein und tun wohl!! 


Ich fühle mich nach so einem Essen immer sehr wohl und angenehm gewärmt! Es lohnt sich wirklich, öfter ein gesundes ayurvedisches Gericht in den Speiseplan einzubauen - auch wenn man über den eigenen Dosha- oder Elemente-Typ nicht Bescheid weiß oder vielleicht nichts davon hält... 





Dienstag, 23. Februar 2021

Ayurveda Challenge - Kitchari mit Mungbohnen und Reis

 


Bring Ayurveda in deine Küche ist eine Woche lang das Motto einer Challenge bei Rita Ayurveda. Rita ist Ernährungswissenschafterin und hat nach einem persönlichen Gesundheitsproblem eine Ausbildung zur Dipl. Ayurveda-Praktikerin absolviert. Heute lebt sie nach den Prinzipien der 5.000 Jahre alten Philosophie des indischen Ayurveda ("Wissen vom Leben") und will es über ihren Blog, Website und Kurse vermitteln. 

Nach der Anmeldung zur Ayurveda-Woche verschickte sie eine Einkaufsliste und nun kommt eine Woche lang täglich ein Rezept per mail. 

Für diese Challenge musste ich erst einmal meinen Gewürze-Bestand bei Babette`s in Wien aufstocken. 
(Werbung ist hier immer unverlangt und unentgeltlich!



Neu war für mich der Königskümmel, den man unter der Bezeichnung Ajwain oder Ajowan bekommt (botanisch Trachyspermum ammi, aus der Familie der Doldenblütler). Der Geschmack ähnelt Thymian und optisch schaut es Kümmel-ähnlich aus. Das interessante Gewürz ist besonders für Hülsenfrüchte geeignet durch die verdauungsfördernde Wirkung und ich finde, es riecht auch sehr angenehm. Aber Achtung, nur sparsam verwenden, denn der Geschmack ist intensiv und die Schärfe kann bei einem Zuviel ordentlich beißen 😉





Kitchari - Mungbohnen-Reis-Topf
(für 2 Pers.)

150 g Mung Dhal, geschälte, halbierte Mungbohnen 
50 g Basmati Reis
2 cm frischer Ingwer
optional 1 Knoblauchzehe
2 TL Ghee oder Pflanzenöl (ich)
1/2 TL Ajowan /Ajwain (Königskümmel), alternativ Pfeffer, Thymian, wenig Kreuzkümmel
1/2 TL braune oder schwarze Senfkörner
1 TL Kurkuma
500 - 750 ml Wasser nach Bedarf
Salz  und Pfeffer
Chili nach Belieben

Optional kann man auch Gemüse mit verwenden, zum Beispiel TK-Erbsen (ich), Blattspinat (tiefgekühlte "Minis"), gewürfelte Tomaten, Zucchini etc. je nach Saison. Auch Frühlingskräuter passen dazu, wie Bärlauch, Löwenzahn... 

Zubereitung:
  • Mung Dal und Reis gemeinsam in einem Sieb unter fließendem Wasser waschen und abtropfen lassen. 
  • Ingwer schälen und fein hacken, Knoblauch ebenso. 
  • Öl oder Ghee in einem Topf erhitzen, Ajowan und Senfkörner dazu geben. Wenn die Samen beginnen zu duften und zu knistern, den Kurkuma beigeben und kurz mitrösten. 
  • Mung Dal, Basmatireis, Gewürze und ca. 1/2 Liter Wasser hinzufügen bzw. optional beliebiges Gemüse. 
  • Etwa 20 - 30 Minuten köcheln lassen, dabei die Flüssigkeit kontrollieren und eventuell mehr Wasser dazu leeren. Das Gericht soll eher suppig sein. Abschmecken. 
halbierte, geschälte Mungbohnen

Rita schrieb:
Kitchari ist ein klassisches ayurvedisches Gericht. Es ist leicht verdaulich und gilt im Ayurveda als aufbauend und nährend, aber auch reinigend. Dieses Kitchari wirkt durch die scharfen Gewürze stoffwechselanregend und eignet sich auch gut für eine Frühlingskur.

Fazit:
Schmeckte uns wahnsinnig gut und tut wohl! Ich fühle mich nach einem ayurvedischen Essen immer rundum wohl, zufrieden und leicht, es tut dem ganzen Körper gut und ist so etwas wie Soulfood. Empfehlung, probiert es aus!






Eine sonnige Woche in jeder Hinsicht wünsche ich euch!





Montag, 15. Februar 2021

klirrend...

 


Klirrende Kälte und fast zentimeterdick eingefrorene Pflanzen erwarteten uns am Wochenende im (eigenen) Wald im nördlichen Niederösterreich. Dass es eiskalt sein würde, war uns klar, aber dass es soo gefroren hatte... 😥




So schön die Eis-Pflanzen optisch aussehen, so schlimm hat es manche Zweige, Baumwipfel und ganze Bäume getroffen...



Diese stolze Eiche hat mehrere große Äste durch den Eisdruck verloren. 



Eine schöne hochgewachsene Lärche - entwurzelt...



Mehrere Bäume haben dem Gewicht des Eises nicht standhalten können und sind umgefallen wie Zündhölzer. 

In den 1980- er Jahren war das Waldsterben durch "sauren Regen" ein großes Thema. Im Winter 2014 erlebten wir nach langer Frostperiode einen großen Eisbruch in Österreich, der ganze Wälder nieder drückte (klick). Das Aufarbeiten dauerte damals Monate. 2018 begann die große Borkenkäfer Misere (klick), die das Ende der Fichtenwälder in manchen Gebieten brachte. Der Wald selbst konnte sich mit menschlicher Hilfe immer irgendwie erholen und erneuern. Auch jetzt geben wir natürlich nicht auf und hoffen fürs erste auf Tauwetter! 





Eissplitter Dessert
für 4 Personen oder 2 Zuckergoscherl / Süßmäulchen 😍

Pavlova nach Susi Turbohausfrau:
2 Eiklar (L)
ca. 90 - 100 g Kristallzucker
1 Prise Salz
1 TL Essig oder Zitronensaft (ich)
1 TL Stärkemehl

Fülle:
250 ml Schlagobers /Sahne
1/2 P. Sahnesteif
Schokostreusel
2 Hände voll Mandelstifte oder grob gehackte Mandeln

Das Backrohr vorheizen, 90°C Umluft oder etwas mehr bei Ober-/Unterhitze (ich). Ein Backblech mit Backpapier vorbereiten. 

Für die Pavlova wird Eiklar mit Salz geschlagen, dabei lässt man langsam den Zucker einrieseln. Weiterschlagen bis der Eischnee gut standfest ist. Dann Zitronensaft und Stärkemehl einrühren. 

Mit einem Löffel formt man aus der Masse nun kleine "Schüsserl" auf dem Blech, idealerweise 5 Stück (denn eines kommt in die Fülle). Im Backrohr mindestens 90 Minuten mehr trocknen als backen. Hin und wieder das Rohr aufmachen und Dampf entweichen lassen. Das Rohr dann abdrehen und die Pavlovas bei geöffneter Ofentür auskühlen lassen. Wenn sich die Pavlovas schlecht vom Papier lösen lassen, sind sie noch nicht genügend getrocknet.

Gleichzeitig für die Fülle Schlagobers mit Sahnesteif schlagen, Mandeln und Schokostreuseln vorsichtig einrühren.  Die Mischung sehr kalt stellen bzw. kurz einfrieren, aber nicht durchfrieren lassen. Sind die Pavlovas fertig gebacken und ein wenig ausgekühlt, wird ein Stück zerkleinert und in die  Schlagobersfülle gemischt. 

Wieder kalt stellen, denn die Fülle soll erst kurz vor dem Servieren auf die Pavlovas gehäuft werden. Mit Schokoflocken oder zerkleinerten gefrorenen Himbeeren behübschen und anzuckern. 



Absolut köstlich und tröstet über die äußere Kälte hinweg. Empfehlung! 
Danke an Susi für das gelingsichere Pavlova-Rezept. 






Freitag, 12. Februar 2021

Hawaii, Ananas, Kokos und zwei Soulfood-Desserts

 

Aloha!

(bedeutet u.a. Liebe, Zuneigung, Sympathie und wird in Hawaii als Gruß beim Kommen und Gehen verwendet)

Noch einmal Hawaii, denn die schöne Ananas vom Foto oben habe ich neulich erwähnt und sie in verschiedenen Gerichten genossen. Auch wenn man sie mit Hawaii assoziiert, so stammt sie doch nicht ursprünglich von dort. Genauso wenig wie die Kokospalmen, die im tropischen Klima aber gut gedeihen. Leider war ich noch nie auf Hawaii, das wäre die Fernreise, die mich am meisten interessieren würde, nicht nur wegen dem Hula-Tanz. 



Maria, du wolltest doch ein Bild von mir im Hula-Outfit sehen... 


Genießt mit mir ein sonniges und tröstendes Dessert, richtiges Soulfood. Denn draußen tobt (nicht nur sprichwörtlich in Zeiten diesen, sondern tatsächlich) der Schneesturm bei Minusgraden...



Mascarpone-Creme, Ananas und Kokos
Dessert im Glas (für 4 Pers.)

40 g handelsübliche Schokolade- oder Kakaokeks
20 g Kokosflocken

100 g frische Ananasstücke
ca. 2 EL weißer Rum, Likör oder Saft

250 g Mascarpone
200 g griech. Joghurt
ca. 3 EL Staubzucker
1/2 Zitrone - Saft
optional etwas weißer Rum

frische Ananas für obenauf
Kokosflocken zum Bestreuen

Zubereitung:


Die Schokokeks zerbröseln oder mahlen und mit den Kokosflocken vermischt in 4 flache Schüsserl verteilen. Die Ananasstücke gemeinsam mit etwas Likör pürieren und auf die Bröselmischung löffeln. 

Alle Zutaten für die Mascarponecreme glatt rühren, abschmecken und ebenfalls auf die 4 Schüsserl verteilen. Diese werden nun für mindestens 2 Stunden, lieber länger, kalt gestellt. Vor dem Servieren dann mit reichlich frischen und klein geschnittenen Ananasstückerln bedecken. Mit Kokosflocken bestreuen. 


Fazit:

Sehr köstlich und am nächsten Tag nach längerem Durchziehen, vor allem des Bodens mit dem Fruchtpüree, fast noch besser! Frische Ananas kaufe ich übrigens nicht oft und wenn, dann genieße ich sie ohne schlechtes Gewissen. Aber der ökologische Fußabdruck von Flugobst ist natürlich erschreckend. Solange aber meine Gesamtbilanz stimmt, also dass ich hauptsächlich regionales Obst und Gemüse konsumiere, lasse ich mir keine grauen Haare wachsen bzw. nicht noch mehr ;-) 

Tipps: 

Wird Ananas aus der Dose verwendet, dann bitte den Zuckeranteil anpassen. Laut einem Kommentar von Felix (danke!) vertragen sich frische Ananas und Milchprodukte nicht bzw. können Bitterstoffe entstehen. Mir ist diesbezüglich nichts aufgefallen, allerdings steckt die Ananas auch nicht in der Creme!

Statt Schokokeks für den Boden passen übrigens Biskotten (Löffelbiskuits) plus Kokos auch sehr gut! Ein cremiger Kokoslikör wäre darin und darauf sicher ein Hit! Diesen könnte man selbst herstellen - vielleicht mein nächstes Projekt. Hat wer Tipps dazu? 


Noch etwas Gutes und Tröstendes in eisigen Zeiten...


Hirseauflauf goes Hawaii 😎 

Gemeint ist der Auflauf mit Hirse und Äpfeln von HIER, er schmeckte uns in der Ananas-Kokos Variante fast noch besser! 

Ich habe dafür die Kuhmilch durch Kokosmilch und den Topfen (Quark) durch Kokosjoghurt ersetzt. Die Auflauf-Masse verträgt doppelt so viel Zucker wie im ursprünglichen Rezept. Für die fruchtige Komponente habe ich 2 große süß-säuerliche Äpfel und ungefähr gleichviel frische Ananas klein geschnitten und unter den Teig gemischt. 

Nach dem Backen mit reichlich Staubzucker bestreuen, warm genießen und ein Hawaii Video *) schauen. 

Ein feines Dessert, das es bei uns nun (noch) öfter geben wird!


*)  Das Lied, das man heute am meisten mit Hawaii verbindet, ist wahrscheinlich "Over the rainbow", ihr kennt es sicher! Es wurde ursprünglich für den Film "Der Zauberer von Oz" komponiert. 

Die berührendste Version, finde ich, stammt von "IZ" aus Hawaii. Der riesenhafte Sänger mit der sanften Stimme ist legendär auf Hawaii. Neben seiner musikalischen Karriere setzte er sich auch für die Kultur, Natur und ursprüngliche Sprache Hawaiis ein. Nach seinem Tod vor mehr als 20 Jahren (wegen krankhafter Fettleibigkeit und deren Folgen) waren tausende Menschen beim Verstreuen seiner Asche ins Meer dabei. 

Auf youtube gibt es mehrere Videos mit dem Lied (Werbung unverlangt, unentgeltlich). Schön, oder?



Donnerstag, 4. Februar 2021

Jahresprojekt im Jänner mit "Hula"

 

Andrea, die Zitronenfalterin, hat mit ihrem Jahresprojekt (klick) ein interessantes Motto ausgerufen, das über das ganze Jahr gehen soll. Jedes Monat wird über den Fortschritt (oder auch nicht-Fortschritt) eines persönlichen "Projektes" berichtet. 

Sie selbst wird einen (wie ich finde) ur-komplizierten Quilt nähen und pro Monat ein Buch von früher wieder zur Hand nehmen. Ich habe bastel- und handarbeitstechnisch ja quasi zwei Linke und tobe meine Kreativität, wenn schon, dann eher in der Küche aus...


Aber ich möchte mir für heuer etwas anderes vornehmen -- eine sportliche Challenge! 

Je nach Jahreszeit werde ich entweder eine besondere Wanderung machen, die ich noch nicht kannte, oder vielleicht etwas Neues beginnen. Mir schwebt besonders Radfahren vor (bin ich jahrelang nicht mehr) oder moderates Krafttraining im Fitness-Center (war ich noch nie).  


Eine richtige "Sportskanone" war ich ja nie, aber "meine Wellness Sportarten" (so nenne ich sie) Yoga und Tanzen für Frauen hab ich jahrelang mit Freude ausgeübt. Ich übe ja nach wie vor, aber der innere Schweinehund ist manchmal stärker... 

Daher danke an Andrea  für deine Idee zu diesem Jahresprojekt! Das ist genau der Anstoß, den ich brauchte um durchzustarten!


Den Beginn habe ich im Jänner gemacht mit Hula-Tanzen, aber Achtung, es hat absolut nichts mit einem Hula-Hoop-Reifen zu tun! Auf dem Foto seht ihr meinen farbenfrohen, weit schwingenden Hula-Rock aus Hawaii und eine handgemachte Haarspange mit einer Plumeria Orchideen-Blüte. 


Nach einer fast einjährigen Pause bin ich tatsächlich wieder in einen Hula-Tanzkurs eingestiegen, mit Üben mehrmals die Woche, und es macht mir wieder riesig Spaß! Im Moment laufen die Kurse online und mit Videotutorials ab und ich mache auch sehr gern Werbung (unverlangt, unentgeltlich!) für unsere ambitionierte Lehrerin.

Hula ist sozusagen getanzte Sprache, also Tanzen nach den (fast immer) fröhlichen Liedern aus Hawaii. Deren Texte sind entweder englisch oder in der ursprünglichen hawaiianischen Sprache, die sich für uns sehr ungewöhnlich anhört. Die Inhalte der Lieder und Gefühle lassen sich durch die Tanzschritte und geschmeidigen Handbewegungen sehr schön ausdrücken. Körper und Geist sind beide gefordert durch das Lernen von Choreografien und die Koordination mit den fließenden Bewegungen. Diese Art des Tanzens tut auch (meinem) Rücken und Beckenbereich so unendlich gut, und in den Armen und Schultern haben Alterserscheinungen keine Chance! Außerdem driftet frau weg aus dem Alltag und träumt sich in die tropische Landschaft von Hawaii oder den Strand von Waikiki ~ ~ ~ 



Mit Hawaii assoziiert man automatisch auch eine Ananas, aber das ist wieder eine andere Geschichte (folgt)...





Montag, 1. Februar 2021

12tel Blick im Jänner aus dem Garten

 

Es ist soweit... nach mehreren Jahren mache ich bei der Aktion 12tel Blick bei Eva wieder "ernsthaft" mit bzw. habe ich vor, das ganze Jahr durchzuhalten 😊  Denn einmal im Monat, immer so um den 20. herum, soll ein Foto des selben Motivs und Ausschnitts geschossen werden. 



Oben, das war mein 12tel Blick im Jahr 2013 und ist der (immer noch) Ausblick aus meinem Bürofenster. In Zeiten wie diesen wäre dieser Blick schwierig zu machen, denn Homeoffice lässt mich seit langem hauptsächlich zu Hause versauern sitzen. 


Daher habe ich ein Motiv gesucht, das in meiner Wohngegend liegt. Am naheliegendsten war dann für mich unser Mietgarten, der jetzt noch unter Schnee und am Aufnahmetag ziemlich trist und grau in grau daliegt. Für meinen Ausschnitt stehe ich an einem Zaun und halte die Kamera dann durch ein bestimmtes Zaunloch, 2. Reihe von oben beim 1. Steher von links... 


mein 12tel Blick im Jänner

(mit einer Collage kämpfe ich noch...)

Im Vordergrund sind permanente Mietgärten und das große Feld links wird im Frühling dann in Parzellen unterteilt und vermietet. Wir werden heuer wieder ein 40 m2 großes Stück Feld haben und nach Herzenslust garteln. 




Bilder vom Vorjahr zur bunten Aufmunterung und Vorfreude!!


Danke an Eva, die die monatlichen Beiträge zum 12tel Blick sammelt! 



Sonntag, 31. Januar 2021

vegane Maronikipferl mit Blume des Lebens-Muster

 


(Bild pixabay)

Der Blume des Lebens wird ja eine schützende, harmonisierende und kraftvolle Wirkung zugeschrieben. Sie hat nichts mit Religion zu tun, sondern wird als Symbol für die Einigkeit von Körper, Geist und Seele angesehen - und das weltweit durch viele Kulturen. 

Das angeblich älteste bisher gefundene Ornament der Blume des Lebens wurde auf einer Türschwelle in Mesopotamien (heute Irak) gefunden und ist mehr als 2.500 Jahre alt. Fundstellen gibt es aber rund um den Erdball von China bis Peru und in Europa, überall hat dieses Symbol den gleichen Namen. 




Auf mich hat die Blume des Lebens genauso wie die Venusblume mit ihren fünf Blüten (siehe oben) eine beruhigende und positive Wirkung in Zeiten von Stress, besonderen Herausforderungen, Krankheit... Ich habe fast immer eines der beiden positiven Symbole (zB. in Form von Schmuck) bei mir - auch in der Küche 😉


Diesen mini Teigroller habe ich vor Weihnachten gekauft und wollte eigentlich  Mürbteig-Keksen ein Muster geben. Aber auch kleines Gebäck aus Germ- bzw. Hefeteig lässt sich damit hübsch machen. Der Teig für die heutigen Sonntagskipferl ist so wie dieser hier, nur mit dunklerem Dinkelmehl und auf vegan getrimmt - heute am letzten Tag von #veganuary 


Maronikipferl

Teig:
(nach Inspiration von Heike, für ca. 20 - 24 Kipferl, vegan)

450 g Dinkelmehl
1/2 Würfel, 21 g frische Germ / Hefe oder 1 P. Trockengerm (ich)
1 TL Salz
etwas geriebene Muskatnuss und Zitronenabrieb
65 g Zucker
50 g zerlassene Butter oder Öl (ich)
ca. 150 ml Milch oder Dinkelmilch (ich) nach Bedarf

Fülle:

1 P. vorgegarte Maroni / Esskastanien, ca. 100 g
etwas Läuterzucker (Zucker und Wasser im Verhältnis 1:1 zu Sirup gekocht) nach Bedarf
ein wenig Rum oder Likör

alternativ Kastanienreis (TK Produkt, aufgetaut) mit etwas Rum verrührt oder eine handelsübliche Maronencreme im Glas, aber ob sie vegan ist?

Zubereitung:

  • Aus allen Zutaten einen eher festeren Germteig / Hefeteig kneten und zugedeckt gehen lassen (auch im Kühlschrank über Nacht möglich). Mein Teig ist nicht gut aufgegangen, aber bei Kipferl ist das kein Problem.

  • Die Zutaten für die Fülle zu einer cremigen Masse pürieren und abschmecken. 

  • Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche dritteln und jeweils rund ausrollen. In Segmente (wie Tortenstücke) schneiden. Etwa ein kleines Löfferl Maronicreme auf die Breitseite geben, die Dreiecke zum Spitz hin einrollen und Kipferl formen. 

  • Wer so wie ich einen Muster-Teigroller besitzt, kann vor dem Füllen über die Außenseite jedes Dreiecks rollen - nicht zu zaghaft, so dass sich das Muster auch gut einprägt! Das Teigstück dann umdrehen, füllen und zu Kipferl rollen.

  • Die Kipferl auf ein Backblech + Papier legen, mit Öl bestreichen und ins kalte Rohr schieben. Die Temperatur auf 175°C aufdrehen und die Kipferl 20 - 30 Minuten goldgelb backen. Durch das kalte Rohr und langsame Aufheizen spart man sich ein weiteres Gehen-lassen. 



Tee oder Kaffee dazu und genießen! Sie lassen sich auch gut einfrieren und aufbacken.

Ich bin mit Gebäck aus Germteig ohne Ei oft nicht so glücklich, weil die Flaumigkeit doch zu wünschen übrig lässt. Aber bei den heutigen Kipferl oder auch Schnecken (wie zum Beispiel diese mit Mohn-Zitronenfülle oder hier mit Oliven-Tapenade) ist das überhaupt kein Problem. 



Einen schönen hoch-winterlichen Sonntag! Blüht bei euch auch schon die Zaubernuss oder anderes?