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Donnerstag, 24. September 2026

Steinpilze und Pasta

 

Blog-Event CCXXXIV - Urlaubsschätze & Schrankhüter (Einsendeschluss 15. Oktober 2026)

Regina hat mit ihrem Blogevent-Thema (bei Zorra) einen Nerv getroffen, zumindest bei mir. Es trifft nämlich beides oft nach dem jährlichen Alm-Urlaub oder anderen Reisen zu...

Ich freue mich immer sehr über meine selbst gesammelten oder gekauften Urlaubsschätze und oft werden sie dann zu Hause zu Schrankhütern, weil sie für mich so kostbar sind, dass ich ewig nachdenke, wie ich ihnen gerecht werden kann. Kommt euch das bekannt vor?


Ist der Pilz nicht prächtig? Bei mir geht es heute um getrocknete Pilze, genauer gesagt um dieses einzige, große Exemplar eines Stein- bzw. Herrenpilzes. Denn allzu erfolgreich war das Schwammerlsuchen in diesem Jahr sonst nicht, wobei wir im Urlaub sowieso nicht mehr als für 1-2 Mahlzeiten sammeln, hauptsächlich Eierschwammerl (wie hier geschrieben).







Wir wollen uns das Essen im urigen Berggasthof "verdienen" und sind einem kaum begangenen Weg in den Wald zu einer einsamen Alm gefolgt. Keine große Wanderung, nur die Beine vertreten. Der große Steinpilz stand ganz unverhofft neben dem Waldweg und ein bisschen vom Gras verdeckt. Daran konnten wir nicht vorbei gehen...
Wie oft findet man denn schon einen schönen Steinpilz, also wir haben leider nur alle paar Jahre so ein Glück. Denn Steinpilze sind allgemein sehr begehrt und werden leider auch professionell gesammelt.



Später habe ich ihn nach dem Putzen dünn aufgeschnitten und zum Trocknen aufgelegt. Das ist bei Steinpilzen die beste Methode, wenn man sie nicht zeitnah und frisch zubereiten kann. In 2-3 Tagen sind die Pilzscheibchen dann getrocknet, geschrumpft und duften herrlich (warum Steinpilze auch Herrenpilze heißen, siehe ganz unten).



In diesem Joghurtschraubglas fand der gesamte große, nun getrocknete Steinpilz Platz und kam mit nach Hause. Ich habe auch gleich meine Schränke in zwei Wohnsitzen durchforstet und zum Glück noch ein weiteres Glas mit getrockneten Pilzschätzen gefunden. Denn eines wäre zu wenig gewesen, die Pilze werden durch das Trocknen ja federleicht und wiegen quasi fast nichts.


(unbezahlte Werbung)

Um die aromatischen getrockneten Steinpilze würdig zu verwerten, ist mir das Rezept für ein Ragú für Pasta von Ixta Belfrage wieder eingefallen. Susi Turbohausfrau hat es vor ein paar Jahren bereits ausprobiert und in den Kommentaren hatte ich geschrieben "ich ebenfalls" - aber verbloggt habe ich es nie. Aber heute frisch zubereitet passt es und damit sende ich auch liebe Grüße an Susi. 




Steinpilz-Pasta nach Ixta Belfrage

Zutaten für 2 Pers. als Hauptspeise oder 4 Pers. als Vorspeise:

200 - 250 g Tagliatelle-Nester oder selbstgemachte Nudeln

Ragú:
ca. 40 g getrocknete Steinpilze
4 EL Olivenöl
3 Knoblauchzehen, fein geschnitten
Chiliflocken
1 EL Petersilie, Stängel und Blätter, fein gehackt
Salz
1 EL Tomatenmark
schwarzer Pfeffer
40 g Parmesan, fein gerieben
ca. 2 - 3 EL Schlagobers / flüssige Sahne

zum Servieren:
Olivenöl
Petersilblättchen
Parmesan

Zubereitung:

Die getrockneten Pilze in einer Schüssel mit kochendem Wasser übergießen (nicht zu viel) und 10 Minuten aufweichen lassen. Dann abseihen und 75 ml Flüssigkeit auffangen. Die Pilze fein hacken und beiseite stellen.

In einer großen Pfanne das Öl, Knoblauch, Chili, Petersilie und Salz erhitzen und 5 Minuten sanft braten, bis alles weich und sehr leicht gebräunt ist (nicht dunkel). Dann die gehackten Pilze, Tomatenmark und Pfeffer beifügen. Alles einige Minuten "pfannenrühren".

In der Zwischenzeit die Pasta sehr al dente kochen, dann abseihen und 350 ml Kochwasser auffangen. 

Die beiden Flüssigkeiten Pilz- und Nudelkochwasser (Achtung, letzteres nur nach Bedarf zugeben, mir schien es zu viel) zur Pilzmischung in die Pfanne geben und 3 Minuten köcheln lassen.

Die Hälfte des Parmesans einrühren, bis er geschmolzen ist. Den restlichen Parmesan, das Schlagobers und die abgetropfte Pasta unterrühren und alles gut vermischen, bis Sauce und Pasta emulgiert sind..

Servieren und mit Olivenöl, Petersilblättchen und Parmesan vollenden.

die gehackte Pilzmasse


sehr geschmackvoll


Sind zu wenig getrocknete Steinpilze vorhanden, dann kann man sie auch mit frischen Pilzen mischen, finde ich - diese vorher aber gut anbraten. Der intensive umami-Geschmack von getrockneten Pilzen fehlt dann aber ein bisschen.

Wie fanden es ein würdiges Rezept für meine kostbaren getrockneten Steinpilze! Ixta Belfrage ist für mich eine der Großen; weitere Gerichte von ihr findet ihr unter meinem Label Belfrage.



Liebe Regina, liebe Zorra, ich freue mich über das tolle Blogevent und bin gespannt auf die Gerichte und Geschichten! Liebe Grüße aus Wien!



Steinpilze zum Trocknen aufgelegt, Foto von 2023


Übrigens...
Der Gemeine Steinpilz (Boletus edulis) heißt mancherorts in Österreich auch Herrenpilz. Mich hat jetzt interessiert, wie es zu diesem Namen gekommen ist (und KI weiß Bescheid...).

Der Name Herrenpilz für den Steinpilz stammt aus dem Mittelalter, weil diese besonders feinen Pilze damals den herrschenden Grundherren, dem Adel oder der Geistlichkeit vorbehalten waren.
Nach historischer Überlieferung mussten Bauern und einfache Leute gesammelte Steinpilze oft als Abgabe an den Grundbesitzer abliefern – teilweise unter Androhung von strengen Strafen, wenn sie sie selbst behielten. Daher galt er im Volksmund als der Pilz der "Herren"...


So ist das also, ich bleibe ab jetzt beim neutralen "Steinpilz"! 





Sonntag, 21. Dezember 2025

Adventgrüße (Fotofragezeichen)

 

im Winterwald im Advent


Die Fotofragezeichen der 51. Woche bei Andrea, der "Zitronenfalterin" lauten:

Frage 1: Wo / Wie hast du diese Woche Entspannung gefunden?
Frage 2: Welche Kleinigkeit darf für dich im Advent nicht fehlen?

Die beiden Fragen passen diese Woche total gut zusammen! 



Ein bisschen Waldarbeit mussten (oder eher durften) wir Anfang der Woche erledigen - für mich ist das Entspannung pur und Krafttanken in der frischen Waldluft. Na gut, junge Bäume zu setzen ist auch ein bisschen anstrengend und nachher spürt man, dass man was getan hat... Aber der Aufenthalt unter Bäumen macht den Aufwand wieder wett.😁



Gebacken wurde auch: schnelle Lebkuchenschnitten wie hier, aber diesmal in einer leicht orangen Version mit getrockneten Marillen bzw. Aprikosen im Teig. Statt rotem Punsch habe ich "Marille Bitter" aus der Wachau verwendet, der eigentlich ein Aperitif mit leichtem Bittergeschmack und wenig Alkoholgehalt ist (unbezahlte Werbung). Er ist leuchtend orange, nur der Zucker in der Glasur machte ihn farbloser.
Habt ihr Keks gebacken? Sehr gerne würde ich noch meine bewährten Vanillekipferl und die Hasenpfoten backen, aber die Zeit läuft...


Denn auch das Krafttraining ruft, ich liebe es und finde auch hier Entspannung (neben der Anstrengung, das eine schließt das andere nicht aus). 



An Deko darf bei mir das frivole Christkind im Advent und über Weihnachten nicht fehlen. Auch der leuchtende Stern am Fenster bleibt nun bis lang nach dem Jahreswechsel.


Stephansplatz


Es gehört für uns in der Vorweihnachtszeit auch dazu, dass wir uns mindestens einmal ins Getümmel eines Christkindlmarktes in Wien werfen... Trotz der Menschenmassen (Wien ist derzeit wieder echt gut besucht) genieße ich das Flair im Advent und meine stimmungsvoll beleuchtete Heimatstadt.





Einmal im Jahr muss es ein Hot Aperol sein, er schmeckt mit der Schlagobershaube besonders süffig...



Apropos Haube... Pudelhauben aka Mützen gibt es hier auch... ich mag Stirnbänder lieber.





gefilzte Schafe, soo süß...


wie auch die Hl. 3 Könige als Zinnfiguren mit Holzbauch 😄



Maren, ich vergebe für die Christkindlmärkte Stephansplatz, Freyung und Am Hof in Wien die volle Punkteanzahl! 😂 (Marens Weihnachtsmarkt-Challenge mit eher strenger Punktevergabe läuft noch). Und der Glühwein schmeckte bei uns auch wieder exzellent...


Andrea, danke für die netten wöchentlichen Fotofragezeichen, ich hoffe, es geht im neuen Jahr mit einer neuen Blogaktion weiter!


Alles Liebe aus Wien!





Sonntag, 2. Februar 2025

Lichtmess Eintopf

 


Ist es heute am Feiertag Maria Lichtmess oder (keltisch) Imbolc nicht schon viel heller draußen als zuletzt? Sogar bei bedecktem Himmel merkt man deutlich, dass die Tage mit Anfang Februar spürbar heller und länger werden, oder?

Das Licht kehrt zurück und war schon vor Urzeiten so wie heute Grund zum Feiern. Die Farbe dieses Jahreskreisfestes ist weiß, oft liegt noch Schnee und lässt den Frühling erst erahnen. Dazu passt sehr gut ein eher leichtes, helles Gericht wie der heutige Eintopf, finde ich. Er ist gut vorzubereiten und wärmte uns auch nach dem Lichtmess-Waldspaziergang...




Gemüse Linsen Getreide-Eintopf, vegan

Zutaten für ca. 3 - 4 Pers.:

70 g getrocknete Berglinsen
1 Lorbeerblatt
1 Prise getrocknetes Bohnenkraut

30 g Dinkelreis
40 g (Roll-) Gerste

etwas Öl
1 helle Zwiebel
mandelgroß Ingwer oder Galgant, klein gehackt
2 Knoblauchzehen, ebenso
1/2 Lauchstange
1 Selleriestange
1 Karotte (hatte ich nicht)
1 Fenchelknolle
------
2 Hände voll TK Erbsen
Salz und Pfeffer
getrockneter Thymian und Majoran
Chili je nach Schärfeliebe
ein Schluck Sojasauce
Schnittlauch, Petersilie oder Wildkräuter zum Bestreuen

Zubereitung:

Einen halben Tag vor dem Kochen (oder am Vorabend) werden Linsen, Dinkelreis und Gerste getrennt in kaltem Wasser eingeweicht. Vor der Verwendung abseihen und gut abspülen.
So sind sie alle bekömmlicher und dann schnell gegart.

Die Berglinsen mit doppelt frischem Wasser, Lorbeerblatt und Bohnenkraut zustellen und weich garen. Sie sollen aber nicht zerfallen und noch Biss haben. Durch ein Sieb abseihen und beiseite stellen.
Die Linsen werden lieber getrennt gekocht, sonst färben sie den Eintopf dunkel.

Zwiebel und das Gemüse (bis -----) in kleine Würfel schneiden und in etwas Öl langsam farblos andünsten. Dinkelreis, Gerste, Erbsen und die Gewürze beifügen und mit ein wenig Wasser aufgießen. Den Eintopf zugedeckt sanft köcheln lassen, bis die Getreidekörner weich sind. Dabei die Flüssigkeit kontrollieren - nicht zu trocken, aber es soll auch keine Suppe werden.

Zum Schluss die Linsen unterrühren, abschmecken und den Eintopf noch ein bisschen ziehen lassen. Mit frischen Kräutern bestreuen. 

Linsen und Getreidekörner eingeweichen



Der Eintopf schmeckte uns fantastisch, er ist wie gesagt leicht und gesund und nebenbei auch noch ernährungsphysiologisch ausgewogen! Für mich passen Linsen und Getreidekörner bzw. Reis immer gut zusammen. Das Ganze "lebt" auch von den verschiedenen Gemüsen, die man je nach Vorliebe und was die Gemüselade oder das Gemüse-Abokistchen hergeben, unterbringen kann. 

Der Eintopf erinnert mich an das wohltuende Kitchari aus der Ayurveda-Küche, wo auch Hülsenfrüchte, Reis und Gemüse kombiniert werden. Mit Vollkorngetreide kann man sich noch viel mehr Gutes tun... Dinkelreis zum Beispiel hat einen höheren Eiweißgehalt als "normaler" Reis und mehr Mineralstoffe und Vitamine. 


(unbezahlte Werbung)

Das Rezept kommt aus dem schön gestalteten Jahreszeitenbuch von der "Kräuterfee" Elisabeth Maria Mayer und von der "Wildmohnfrau" Renate Fuchs-Haberl. Sie haben für jedes (keltische) Jahreskreisfest Vorschläge für das Feiern in der Natur, für Rituale und für verschiedene Rezepte zusammen getragen, immer im Einklang mit der Natur, mit Wildpflanzen und den natürlichen Wandlungsphasen im Jahreskreis. Ich mag das Buch sehr gerne, nehme es zu den jeweiligen Jahreszeiten oft her und verfolge auch die interessanten matrifokalen Beiträge von Renate. 



Beim Waldspaziergang heute zu Lichtmess habe ich sogar schon die ersten Wildpflanzen gesehen, die sich vorsichtig aus der Erde wagen... Vogelmiere, Taubnessel (oben) und Sauerklee (ohne Bild) sind zwar jetzt noch ein bisschen zu klein und zart, aber schon bald super-vitaminreiche Wildkräuter zum roh Genießen.

Ich freue mich darauf, geht es euch auch so?




Montag, 20. Mai 2024

Weltbienentag und ein Honigdessert

 


Heute am 20. Mai ist wieder der UN-Weltbienentag! 

Unser Insektenhotel für Wildbienen an der Südseite der Garage ist mittlerweile noch besser "gebucht" als das Foto oben von April zeigt. Ich freue mich sehr, dass es angenommen worden ist! Eine zweite Nisthilfe an der Ostwand ist ebenso bewohnt, nur für die ganz dünnen Röhrchen hat sich noch kein Insekt gefunden.
Süden und (Süd-) Osten sind die idealen Standorte für diese Nützlingskästen. Er soll warm, nicht zu schattig und weitgehend wettergeschützt sein, vielleicht sogar mit einem Dachvorsprung darüber. 


Achtung! Leider sehe ich im Handel immer wieder Produkte, die nicht sorgfältig verarbeitet und damit kontraproduktiv und lebensgefährlich für die Insekten sind. Denn wenn das Holz zu stark aufgerauht ist bzw. die Röhren unsauber gebohrt oder geschnitten worden sind, können sie sich die zarten Flügel verletzen, was wahrscheinlich ihr Todesurteil bedeutet. Hier gibt es interessante Infos zum Thema (unbezahlte Werbung). 




Diese Luxusbehausung für Insekten haben wir in der Südsteiermark gesehen, ist das nicht prächtig? Das wird mein nächstes Projekt für den Waldviertler Garten, aber vorher will ich noch ein Igelhaus und Nistkästen für Vögel etc... 



Neben der Gartenhütte haben wir letztes Jahr einen Todholzbereich angelegt, wo immer wieder abgeschnittene Äste aller Art locker darauf geworfen werden. Für eine "richtige" geflochtene Benjeshecke suchen wir noch den geeigneten Platz. 
Aber auch dieser "Haufen" ist mittlerweile ein voller Erfolg geworden! Im Winter lege ich vor der Hütte oft halbierte Äpfel ab und diese sind später immer weg... Manchmal hört man es rascheln und nach dem heftigen Regen von letzter Woche saßen unzählige der nützlichen Weinbergschnecken darauf. 




Für das Nahrungsangebot für Insekten lasse ich beim Mähen im Garten gerne Wildblumen-Inseln stehen, hier sind es viele Margeriten, Gänseblümchen sowieso. Immer öfter mähe ich nur Wege durch das Gras, der wilde "Rest" kann wachsen, wie er will...
Die heimischen Heckensträucher, wie Weißdorn, Schlehe, Hundsrose, die wir im Herbst gepflanzt haben, gedeihen ebenfalls gut. Und vielleicht blühen sie ja schon nächstes Jahr und ziehen Insekten an. 😋


Quelle

Ich möchte in meinem Bereich so viel wie möglich für Wildbienen (Vögel, Igel etc.) tun, auch wenn es nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, was ihr Überleben angeht... 
Wie ist das bei euch im Garten oder auf dem Balkon? 


🍰


Am Bienentag ist ein Honigdessert fast schon Tradition bei uns und ich bin immer wieder auf der Suche nach guten Honigrezepten. Habt ihr Tipps für mich?

Vor drei Jahren habe ich eine  Dessertcreme mit Honig und weißer Schokolade mit Honighippen verbloggt (klick). In den Mohn-Kokosschnecken ist reichlich Honig enthalten und auch zu Fichtenwipferl und dem Waldlikör passt Honig besser als Zucker. Noch ist Zeit jetzt im Mai, um Fichtenwipferl nach Rücksprache mit dem Waldbesitzer schonend zu pflücken. Ich pflücke im eigenen Wald und bedanke mich bei jedem Baum!







dekonstruiertes Wald-Tiramisu

(für 2 Pers.)

Creme:
1 - 2 EL frische, grüne Fichtenwipferl / Spitzen, Triebe
2 gute EL Waldhonig
ca. 180 g Mascarpone
2 EL griechisches Joghurt
2 EL geschlagenes Obers /Sahne
1 - 2 TL Holunderblütensirup

12 Biskotten / Löffelbiskuits
Holunderblütensirup
1 EL Waldhonig

  • Die Fichtenwipferl nicht allzu fein mahlen oder klein hacken und mit dem Honig vermischen. Mascarpone und Joghurt einrühren und das steif geschlagene Obers unterheben. Mit Sirup abschmecken. 
  • Die Biskotten einzelnen gut in leicht verdünnten Hollerblütensirup tauchen. In zwei Tellern anrichten (3-2-1) mit jeweils Creme zwischen den Lagen. 
  • Waldhonig mit wenig warmem Wasser verrühren und als Honigsirup über das Dessert träufeln. Noch ein bisschen durchziehen lassen. 



Tipp: Lieber mehr als zu wenig Fichtenwipferl verwenden, sie schmecken gut und sind auch gesund mit ihrem hohen Vitamin C Gehalt, den ätherischen Ölen und Harzen. 







Übrigens, in zwei Tagen, am 22. Mai, ist der internationale Tag der Artenvielfalt. Es soll daran erinnert werden, dass der Schutz von Arten, Lebensräumen und genetischer Vielfalt weltweit unser aller Bemühen braucht. Dazu gehört neben vielem anderem auch das Bewusstsein, wie wichtig die Dunkelheit der Nacht für Wildtiere ist (klick, unbezahlte Werbung). 



Liebe Grüße, nun wieder aus Wien






Freitag, 12. Mai 2023

12 von 12 im Mai am Traunsee

 

Heute ist Freitag, der 12. Mai, und es ist wieder ein 12 von 12 Tag. Caro (Draußen nur Kännchen) sammelt wie jedes Monat unsere 12 Bilder des Tages.



1    Weder der Traunsee noch der markante Traunstein lassen sich heute von unserer Ferienwohnung aus blicken. Guten Morgen heute aus dem Salzkammergut in Oberösterreich. 

Nach wochenlanger Altenpflege (12 von 12 im März) genieße ich ein paar freie Tage, während eine 24 Stunden-Hilfe die Eltern betreut. Heute ist auch der internationale Tag der Pflege, wo mit Infos und Veranstaltungen auf die Thematik aufmerksam gemacht werden soll. Ich bewundere alle, die Pflegearbeit berufllich machen! Und dabei meist nicht adäquat bezahlt werden...


2    Die Berge verstecken sich den ganzen Tag in Nebel und Wolken, aus denen es aber zum Glück nicht so regnet wie gestern. Das ziemlich frische Frühlingswetter finden wir heute sogar sehr angenehm. 


3    Herr Fliederbaum und ich fahren über einsame und abgesperrte Forststraßen (und natürlich mit amtlicher Erlaubnis) in die Berge, um an verschiedenen Quellen Wasserproben für Analysen zu nehmen.
Hier auf etwa 1000 Meter Höhe erleben wir eine Überraschung... schönster Bärlauch in diesem Laubwald. Er ist genau richtig und "knofelt" schön, natürlich pflücke ich einige Blätter.


4    Über Stock und Stein wandern wir durch den Wald auf den Eibenberg, um eine Quelle zu suchen.


5    Die gesuchte Wasserquelle ist erreicht... unter dem Felsen ist ein "Loch" im Hang, Wasser sprudelt heraus und bahnt sich seinen Weg ins Tal. Wir füllen 3 Fläschchen mit dem 5° kalten Wasser, und es schmeckt auch sehr erfrischend. Ein Kuckuck ist in der Nähe und singt uns sein Lied.


6    Die schönsten Frühlingsblumen blühen gerade oben in den Bergen, viele Schlüsselblumen und auch Schneerosen habe ich noch gesehen. Schneereste aber auch...


7    Ausblick über den südlichen Traunsee von oben herab.


8    Wieder eine Quelle am Hang, sogar mit einem Holzbrett zum Sitzen. Insgesamt schaffen wir es heute 7 Wasserstellen zu beproben.


9    Wieder Bärlauch so wie im Buchenwald?
Neinnn, das sind Maiglöckerl, die hier in den tieferen Wäldern häufig wachsen. Sie sind aber hochgiftig und dürfen nicht mit Bärlauch verwechselt werden. Man kann die beiden leicht auseinander halten... Bärlauch hat ein Blatt pro Stängel und bei Maiglöckchen wachsen jeweils zwei Blätter aus einem Stängel. Mir ist der Unterschied noch nie so deutlich geworden wie heute.

 

10    Auf der Heimfahrt noch ein Blick über den Traunsee Richtung Traunkirchen... der hübsche Ort mit der Kirche auf der Halbinsel. Wart ihr schon dort?


11    Auf die Pizza nach getaner "Arbeit", die sowieso mehr Vergnügen war, haben wir uns schon gefreut!

12    Am Abend lässt sich der Traunsee blicken, aber der Berg immer noch nicht....


Bonusbild: So soll der Ausblick sein. 😊

Die markante Frau Traunstein, die "Wächterin" des Salzkammergutes, wie sie sich bei unserer Ankunft präsentiert hat... ich mag diesen Berg sehr gern, obwohl ich noch nie oben war. 

 

Liebe Grüße von diesem 12. Mai, der für mich denkwürdig mit einem zwar vorhersehbaren, aber doch unerwartet schnellen familiären Todesfall endet, genau wie meine Urlaubstage. Denn morgen früh ist heimfahren angesagt... aber das ist eine andere Geschichte