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Donnerstag, 1. Januar 2026

Foodblogbilanz 2025

 


Weiße Weihnachten und auch Schnee zu Silvester hatten wir hier schon Jahre nicht mehr. Zumindest wettermäßig hat das Jahr 2025 im Osten von Österreich somit wunschgemäß geendet.


Zeit Bilanz zu ziehen und wie jedes Jahr habe ich den Start der Foodblogbilanz des abgelaufenen Jahres auch diesmal wieder verpasst und schicke meinen Beitrag eben jetzt im neuen Jahr.



#Foodblogbilanz2025 - die Fragen
gesammelt von Sabrina & Steffen, danke herzlich dafür!



1. Was war 2025 dein erfolgreichster Blogartikel?



Es war der nigerianische Rindfleischtopf, der die meisten Klicks bekommen hat. Beef Stew geht offenbar nicht nur bei uns immer! Die gebratenen Kochbananen fanden wir dabei das i-Tüpfelchen.


Die Beiträge zu diversen Blogevents sind bei mir sowieso immer die erfolgreichsten, was die Anzahl an Kommentaren und Klicks angeht. Bei anderen Posts wird kaum einmal kommentiert, außer vielleicht von Bloggerinnen, mit denen man schon länger verbunden ist (und bei denen man selbst auch kommentiert).




2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?



Solche bunten veggie Teller (nicht Bowls) mit verschiedenen Komponenten wie dieser mit den Hirse-Buchweizen-Laibchen, etwas Rohkost, Dip, Kartoffeln etc. mag ich wahnsinnig gerne. Nicht nur, weil sie gesund und (hoffentlich) ausgewogen sind, sondern weil auch das schöne Anrichten beim Genuss mitspielt.... und das macht mir immer mehr Spaß (ich weiß, hier ist noch Luft nach oben...). 😉



Das mehr oder weniger gefällige Anrichten ist auch bei diesem syrischen Nudel-Linsengericht nicht unwichtig. Mich hat dieses lauwarme Gericht sehr positiv überrascht und wir hatten es einige Male. Das Nachdenken über die Lebenssituation und Mentalität der syrischen Mitbewohner im Land hat mich ebenfalls beschäftigt.



Ciceri e tria, die Kichererbsensuppe mit Pasta aus Apulien hat uns wieder zum Träumen gebracht an unsere schönen Reisen in den Süden Italiens, die auch schon wieder etliche Jahre her sind. Bei dieser traditionellen Suppe zeigt sich wie so oft, wie viel man aus einfachen Zutaten, die aber top sind, herausholen kann...


Jetzt beim Schreiben fällt mir gerade auf, dass die Gerichte, die mir 2025 am meisten bedeutet haben, zufällig vegetarisch und vegan sind. Wir essen weiterhin gerne Fleisch und Fisch, aber nicht oft und wenn, dann aus möglichst artgerechter Haltung. Die veggie Küche lag mir aber heuer sehr am Herzen, auch deshalb, weil ich mit Krafttraining begonnen habe und so viel für einen gesunden Geist und Körper tun kann.



3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?


Nur drei Kochblogs? Na gut...

Was das Erdenken und schöne Anrichten von veggie Tellern (siehe Pkt. 2) angeht, so machte das kaum jemand fantasievoller als Micha. Die schönsten Beiträge und Zöpfe flocht Maria. Die herrlichsten Cremetorten buk Zorra dieses Jahr. Nicht nur asiatisches Essen zeigte Susi am authentischsten, teils italienisch geprägte Gerichte gab es bei Daniela und herrliche Menüs für Gäste bei Bine. 

Uups, das sind schon mehr als drei... und mir würden noch weitere schöne Kochblogs einfallen, Blogs zu anderen Themen auch...



4. Welches der Rezepte, die du 2025 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?



Dieses Jahr musste es oft schnell gehen, da wir so "nebenbei" wegen unserer Hausrenovierungs-Baustelle mit vielen Erledigungen und Terminen beschäftigt waren.

Das Blitzgericht Chinakohl süß-sauer-scharf kam mir da sehr entgehen, es ist im Nu fertig, sehr gesund und schmeckt! Man will ja auch nicht immer nur ein schnelles Käsebrot essen, oder? 



Auch der spanische Ofenkürbis mit einer Sauce aus Zwiebeln, Tomaten und Oliven ist so ein schnelles und hervorragendes Gericht. Wir genossen es zuletzt öfter und auch in anderen Varianten mit zB. Süßkartoffeln. 


Und wieder sind die bevorzugten Gerichte, die ich am häufigsten gekocht habe, zufällig vegan... 😋 Man kann sagen, dass meine Alltagsküche zumindest vegetarisch ist.




5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2025 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

Es gab nicht wirklich ein Koch- oder Blog-Problem. Gut, das Strudelteig-Ausziehen kann ich immer noch nicht wirklich, aber ich hatte 2025 auch keine Lust Muße zum Üben.


Uns haben auf der Hausrenovierungs-Baustelle (unseres Zweitwohnsitzes) andere Herausforderungen beschäftigt, zB. die Küche neu zu gestalten.

Dabei haben wir uns entschlossen, die 30 Jahre alten Küchenmöbel meiner Mutter doch zu behalten und neu anzuordnen - nicht nur aus Kostengründen, sondern weil sie eigentlich eh noch ok. waren und es nachhaltig ist! Die Küchenfirma im Ort hat uns mit Ergänzungen, neuer Arbeitsplatte und Geräten versorgt und die Küche neu aufgestellt.

Wollt ihr vorher-nachher Bilder (der selben Wand) sehen?


die Küche meiner (verstorbenen) Mutter auf einem alten Foto


zu Jahresbeginn 2025 ausgeräumt und die Möbel in der Garage gelagert


Wände sind zum Niederreißen da... 😧


geputzt

neu aufgestellt

die Rückwand gefliest

 

Alles ist gut! Mittlerweile haben wir uns eingelebt (auch wenn wir nicht ständig hier wohnen) und sind sehr glücklich mit der neuen-alten Küche!

Besonders freut es mich, dass der Küchentisch meiner Oma aus den 1950-ern jetzt frisch gestrichen wurde. Er steht da wie fast neu, oder? 😉 
Ich liebe es, hier in der Morgensonne zu frühstücken und ihn vor allem als große und strapazierfähige Arbeitsfläche beim Kochen und Backen zu nutzen. Als erstes sind die Käse-Salzstangerl von neulich auf diesem Tisch entstanden... 



6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres –
welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?



Sehr interessant fand ich die TCM-Kraftsuppe, wo die Zutaten stundenlang langsam ausgekocht werden. Dadurch geben sie ihre Inhaltsstoffe und Energie an die Suppe ab, die in der TCM als "Medizin" bezeichnet wird. Nicht immer koche ich eine klare Suppe auf diese Weise, aber sie schmeckt schon viel gehaltvoller als eine schnelle Suppe, finde ich.



7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher*innen auf deinen Blog gekommen sind?

Leider finde ich bei Blogger keine Suchbegriffe.




8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2026?

Ach, ich glaube, wir (Hobby-) Blogger*innen wünschen uns im Grunde alle das gleiche - mehr Klicks und Kommentare, weiterhin Freude am Bloggen und den Austausch untereinander! Lassen wir uns von kommerziellen Seiten mit penetranter Werbung nicht zu sehr irritieren...

Ich hoffe, dass die Blogs, die ich gerne verfolge, nicht sang- und klanglos verschwinden, wie so viele. Sigrid hat mit Jahresende ihren Vollwert-Blog leider geschlossen und hat dies in einem letzten Post angekündigt - so etwas gefällt mir, auch wenn ich sie vermissen werde!



(unbezahlte Werbung)

Auf solche "Glücksfische" zu Neujahr freue ich mich immer, auch wenn es sich "nur" um dicke Biskotten bzw. Löffelbiskuits in Fischform handelt. Sie schmecken einmal im Jahr zum Sekt oder zum Orangensaft richtig gut und man muss sie vom Schwanz weg essen, damit einem im neuen Jahr das "Glück nicht wegschwimmt"... 

So wünsche ich euch viele Glücksfische im neuen Jahr!






Freitag, 3. Januar 2025

der gescheite Kuchen

 

Das neue Jahr mit einem Feuerchen zu begrüßen ist mittlerweile eine schöne Tradition bei uns geworden. Wir stehen im Garten rund um den Feuerkorb, wärmen die klammen Hände und schlürfen einen heißen Punsch (für Sekt war es heuer draußen eindeutig zu kalt).


Rundherum wird ein bisschen "geschossen", aber die privaten Feuerwerke waren heuer zum Glück (für die Haustiere in der Nachbarschaft) sehr dezent. Ein öffentliches Feuerwerk gab es hier in der Kleinstadt auf dem Land nicht, auch gut! 


Damit das neue Jahr kulinarisch auch  "gescheit" beginnt (wie man bei uns in Ö sagt), im Sinne von gut, richtig, in Ordnung, vernünftig, backe ich einen dementsprechenden Kuchen... 

Er heißt kluger oder intelligenter Kuchen oder bei uns familienintern Intelligenzkuchen. Ich kenne ihn von Aurora, sie war eine der liebenswertesten rumänischen Betreuerinnen meiner (mittlerweile verstorbenen) Mutter. 

Aurora hat gerne gekocht und gebacken und mit Vorliebe neue Rezepte aus dem Internet gesucht, so wie diesen Kuchen von einer rumänischen Seite. Das besondere daran ist, dass der Teig erst flüssig ist und sich die Bestandteile beim Backen sozusagen trennen (nicht wirklich, aber es scheint so). Es entsteht somit unten eine puddingartige und darüber eine Kuchenschichte. In England würden sie wahrscheinlich "Pudding" zu dem Ding sagen, so wie dieser hier von Susi Turbohausfrau. Aber was Engländer unter "Pudding" verstehen, ist ein eigenes Kapitel...

 


Intelligenzkuchen "Aurora"

Zutaten für 1 große flache Form (nahezu Backblech-groß) oder 2 kleinere (ich):

5 Eier (M)
150 g Zucker
Vanille (nicht zu wenig)
150 g Butter, geschmolzen
150 g Weizenmehl
600 ml Milch
1 Prise Salz
1 guter EL Zitronensaft

Zubereitung:

Eine oder zwei Backformen mit Backpapier auslegen oder alternativ befetten und bemehlen. Das Backrohr auf 150°C vorheizen.

Die Eier trennen. Aus dem Eiklar, der Prise Salz und einen Teil vom abgewogenen Zucker einen steifen Schnee schlagen. Zum Schluss den Zitronensaft beifügen. Beiseite stellen.

Eidotter mit Zucker und Vanille schaumig schlagen (in einer sehr großen Schüssel!), dann die flüssige Butter langsam einfließen lassen. Das Mehl mit einem Schneebesen unterrühren, dann die Milch, zum Schluss den Eischnee unterheben. Die sehr flüssige Masse in die vorbereitete(n) Form(en) leeren, nicht allzu hoch. 

Im Rohr bei nicht zu starker Hitze, ca. 150°C etwa 45 Minuten backen, bis der Kuchen gestockt ist (Stäbchenprobe machen). Er soll nicht zu dunkel werden, daher ggf. mit Alufolie abdecken. Herausnehmen und etwas überkühlen lassen, dann anzuckern. 


Ein superluftiges, vanilliges Dessert, das lauwarm und kalt schmeckt! Empfehlung! 


Ich habe die eine Backform mit Backpapier ausgelegt und die andere mit Butter bepinselt und bemehlt. Beides ist praktikabel und beide Kuchen lassen sich gut portionieren.

Die Teigmenge könnte man sehr einfach reduzieren: pro Ei werden je 30 g Zucker, Butter, Mehl verwendet und 120 ml Milch. ABER... weniger zu machen, lohnt sich aus meiner Sicht nicht, denn der Kuchen ist so locker-luftig-leicht, dass er sicher schnell wegkommt. Ich wette mit euch! 😉

Ich kann ihn mir auch als Dessert vorstellen, wenn Gäste kommen, liebevoll angerichtet und mit einer fruchtigen Begleitung, ähnlich wie hier. 

In diesem Sinne habt ein feines, glückliches und friedliches Jahr 2025! 






Mittwoch, 30. Dezember 2020

Silvester Linsen mit Topinambur

 


Je mehr Linsen zum Jahreswechsel gegessen werden, desto mehr Münzen finden sich im neuen Jahr im Geldbörsel ?? oder so ~ ~

Da wir Linsen sowieso immer gern essen, auch rund um Silvester... 

Silvester Linsensuppe mit Papaya
Silvester Linsensalate

...gibt es heuer ein schönes sizilianisches Linsengericht in veggie Version mit zweierlei Topinambur. Wenn die Linsen einige Stunden vorher eingeweicht werden, ist es ein leichtes bekömmliches Essen und sehr geeignet, um sich an einem langen Abend nicht zu voll zu fühlen! 

Im Originalrezept aus meinem schönen Sizilien-Kochbuch gehören gekochte und danach kross gebratene Hühnerfüße dazu. Ich habe mich gar nicht erst bemüht, ausfindig zu machen, wo ich in Wien Hühnerfüße kaufen könnte... und ich will sie auch nicht auf meinem Teller haben, Delikatesse bzw. "from nose-to-tail" hin oder her... 

Allerdings verwendet(e) man Hühnerfüße oder Krallen als magische Abwehr gegen negative Energien und Einflüsse. Im Mittelalter sollen sie gegen den bösen "Hexenblick" geholfen haben, wobei mir eher die armen Frauen leid tun, die früher als solche bezeichnet wurden. Insgesamt gesehen bringen Hendlkrallen also wohl Glück und würden daher gut zu unserem traditionellen Jahreswechsel passen!

Ich habe statt den Hühnerfüßen eben mehr Glück-bringende Linsen gekocht, die bestens mit Topinambur harmonieren! Meine Topinambur-Knollen kommen von einem bio Landwirtschaftsbetrieb mit "Landladen" in Hennersdorf südlich von Wien. Ich weiß, das ist Werbung, aber unaufgefordert und unentgeltlich. Sie kommt von Herzen, weil dort die Qualität von Gemüse, Obst und besonders Wildfleisch wirklich hervorragend ist. 



Zweierlei Topinambur (Püree und Chips) mit Beluga-Linsen

frei nach dem Sizilien-Kochbuch
(für ca. 2 Personen)

Linsen:

100 g Belugalinsen, optional eingeweicht und abgespült (klick)
etwas Orangenschale
optional 1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer
etwas Olivenöl zum Verfeinern

Topinambur:

ca. 400 g bio Topinambur-Knollen
200 g mehlige Kartoffeln
1 Knoblauchzehe
500 ml Gemüsesuppe (im Original Hühnersuppe vom Kochen der Hühnerfüße)
50 ml Milch
35 ml Weißwein
Salz, Pfeffer
Muskatnuss

Öl oder Kokosfett zum Frittieren

zum Anrichten:

1 bio Orange, Zesten und Filets
grobes Meersalz bzw. italienisches Fior di sale
(roter) Kampotpfeffer
ein wenig Olivenöl

Zubereitung:

Die Linsen mit der dünn abgeschälten Orangenschale und Lorbeerblatt in Wasser al dente kochen. Dann abseihen, die Gewürze entfernen und mit Salz und Pfeffer würzen, mit gutem Olivenöl geschmeidig verfeinern und warm stellen.

Die Topinambur-Knollen gut waschen und ggf. abbürsten, 2-3 Knollen zum späteren Frittieren beiseite legen. 

Für das Püree die Topinambur-Knollen schälen und grob würfelig schneiden, die (rohen) Kartoffeln schälen und würfeln, die Knoblauchzehe klein schneiden. Gemeinsam mit den weiteren Zutaten weich kochen und zerstampfen. Eventuell braucht es etwas mehr Suppe, denn es soll ein weiches Püree werden. Man kann es auch durch ein Sieb streichen (habe ich nicht gemacht). Das Püree abschmecken und warm stellen.

Für die Topinambur-Chips die Knollen ungeschält in dünne Scheiben schneiden und in reichlich Öl schwimmend goldbraun und knusprig frittieren. Auf Küchenpapier entfetten, siehe Foto. 

Das Topinambur-Püree auf Teller anrichten, darauf die Linsen und die Topinambur-Chips geben. Mit den Orangenzesten und Filets, Pfeffer und Meersalz bestreuen und mit ein wenig Olivenöl beträufeln. 


Einfach wunderbar! Das müsst ihr ausprobieren! Ein sehr harmonisches kleines Gericht, das sich als Teil eines (Silvester-) Menüs gut eignet. 

Die Orangen sind das Tüpfelchen auf dem i, Linsen und Orangen (bzw. Zitronen) sind sowieso ein ideales Paar. Und erst die Chips... am besten macht man gleich mindestens die doppelte Menge! Die kann man später auch einfach so knabbern.... zum Silvestersekt! 


In diesem Sinne wüsche ich euch einen guten Rutsch in ein gesundes und "normaleres" neues Jahr!



Montag, 6. Januar 2020

kalt und warm und zwei Linsensalate

Kalt ist es draußen geworden, so wie sich das für die Jahreszeit sowieso "gehört". Der Frost macht aber auch die allerschönsten Gartenbilder, finde ich.




Ich wünsche allen, die hier mitlesen, ein im Herzen warmes neues Jahr!




Die Spinnen, die diese Netze zwischen den hölzernen Zaunlatten gespannt haben, haben sich hoffentlich rechtzeitig ein Überwinterungsplätzchen gefunden! Genauso hoffe ich (und spende immer wieder etwas dafür), dass in unserem Land niemand arg frieren muss, auch nicht im übertragenen Sinne.



Kalt und warm gilt auch für einen sagenhaft guten Linsensalat mit roten Rüben (Bete), den es bei uns zu Neujahr gab. Ihr wisst schon: Linsen = Glück im neuen Jahr ;-)

Die Linsen vom Foto oben stammen aus dem nördlichen Niederösterreich und sind eine festkochende Sorte, ähnlich wie die berühmten französischen Berglinsen. Ich mache gern Werbung (wie immer unverlinkt, unaufgefordert, unentgeltlich) für die heimischen Linsen, denn sie schmecken wirklich ausgezeichnet! Greift zu bei Gelegenheit, man findet sie meist in regionalen (Bauern-) Märkten. Ich habe sie allerdings in einem der auf dem Land üblichen Baumärkte gefunden...



Linsensalat mit roten Rüben
(für eine Schüssel, ca. 2-3-4 Pers.)

100 g festkochende Linsen
2 Lorbeerblätter
1/2 bio Orange, mit Sparschäler abgeschälte Schale (der Saft kommt ins Dressing)
etwas getrockneter Thymian

4 kleine gegarte rote Rüben (Bete, Rauner, Randen)
1 kl. Zwiebel
milder Fruchtessig (zB. Apfel- , Marillenessig)
Saft von 1/2 Orange
Sonnenblumenöl
1 Hand voll Sonnenblumenkerne
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Die Linsen eine zeitlang in kaltes Wasser einweichen (für die Bekömmlichkeit), dann abspülen und mit frischem Wasser und den Aromen weich kochen. Sie sollen aber nicht allzu weich verkocht sein. Dann das Wasser abgießen und die Lorbeerblätter und Orangenschalen entfernen.
Rüben und Zwiebel klein würfelig schneiden und in den Topf zu den noch warmen Linsen geben. So erwärmen sie sich rasch.
Alle Zutaten für die Marinade verrühren und mit dem Salat vermischen. Günstigerweise zugedeckt noch etwas durchziehen lassen.


Der Salat schmeckt solo mit gutem Landbrot und lauwarm am besten. Er kann aber auch kalt und am nächsten Tag genossen werden (dann ist er allerdings von den roten Rüben sehr gründlich gefärbt, was aber nur eine optische Sache ist).
Große Empfehlung!

~ ~ ~



Ein Linsensalat mit Sellerie und Haselnüssen nach Ottolenghi stand bei uns auch auf dem Tisch, mit den Waldviertler Linsen schmeckte er perfekt. Frische Kräuter fehlten mir allerdings.

Witzigerweise hatte Andy Lieberlecker die gleiche Salatidee (klick), daher schreibe ich das Rezept nicht extra auf.
Ich habe auch bei diesem Salat Orangenschale zum Linsenkochen und Orangensaft für das Dressing verwendet. Und gemeinsam mit dem Sellerie eine Karotte gekocht.
Ebenfalls Empfehlung!


Liebe Grüße aus Wien und viel Linsenglück ;-)



Freitag, 28. Dezember 2018

Silvester Linsensuppe mit Papaya

Silvester vor 1 Jahr mit fast vollem Mond,
von unserer Dachterrasse aus
In Italien ist es Brauch, zum Jahreswechsel ein Linsengericht zu essen - je mehr Linsen, desto mehr Münzen soll das neue Jahr bringen oder so ähnlich ;-)  An mir soll´s nicht liegen, ich koche ja sehr gern und zu jeder Jahreszeit mit aller Art Linsen und anderen Hülsenfrüchten. Diesmal wurde es eine feine würzig-scharfe Linsensuppe, die durch Papaya ein bisschen abgemildert wird.

Das Rezept kenne ich aus der Büroküche, man kann es mit Mango auch zubereiten, wobei aber gute (Flug-) Mangos wahrscheinlich süßer sind als die handelsüblichen Papayas bei uns, das muss man beachten.
Die Gewürzmischung habe ich so ähnlich in einem Monatsmagazin gesehen und die passt sensationell zur Linsensuppe.
(Werbung unverlinkt, unaufgefordert, unentgeltlich)


Gewürzmischung für Linsen, Gemüsegerichte, Lamm, Wild etc.
Inspiration: Servus in Stadt & Land

1 EL Paprikapulver
Chili nach Belieben für eine schöne Schärfe
1 TL Pimentkörner
1 TL Korianderkörner
1/2 TL Kreuzkümmel
1/2 TL gemahlener Ingwer oder Galgant (ich)
angetrocknete Orangenzesten von 1 bio Orange
1 gute Prise bis 1/2 TL Zimt

Die Körner und Zesten in der Kaffeemühle mahlen oder mörsern und mit den bereits gemahlenen Gewürzen vermischen. Die Gewürzmischung soll am besten frisch verwendet werden (wie die duftet!) oder in einem Glas dunkel aufbewahrt.

Linsensuppe mit Papaya und erfrischendem Topping, vegetarisch
für ca. 4 - 6 Pers.

100 g getrocknete braune Berglinsen
Öl
1 kl. Zwiebel
1 Lauch, das weiße
1 große Karotte
1 gelbe Rübe
1/2 Bund Petersilie, Stängel und Blätter
die ganze Gewürzmischung von oben = ca. 1,5 - 2 EL
700 ml Wasser
ca. 1 - 2 TL Meersalz zum Schluss
1/2 Papaya (ca. 230 g für die Suppe, Reste für das Topping bzw. gleich essen)

Topping:
ca. 10 schöne Papaya-Kerne
1 Handvoll Papaya-Würferl, sehr klein geschnitten
1 Handvoll Petersilie, grob geschnitten
1 Schuss Kaffeeöl von Andy Lieberlecker
1 Prise Salz
etwas Naturjoghurt (nicht fettarm) oder griechisches Joghurt

Zubereitung:
(Dauer ca. 1 Stunde ohne Einweichzeit der Linsen)
Die Linsen einige Stunden vorher in kaltes Wasser einweichen (muss nicht sein, aber sie sind dann bekömmlicher), später gut abspülen.
Gutes Öl in einem größeren Topf erhitzen und das klein geschnittene Gemüse inklusive der Petersilstängel sanft anschwitzen. Die Linsen beifügen, dann die Gewürzmischung und nach kurzem Anbraten (Achtung! Paprika wird sonst bitter) mit Wasser aufgießen.
Den Deckel schließen und ca. 45 Minuten sanft köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Papaya längs halbieren, dann vierteln und mit einem Löffel die Kerne entfernen, nicht wegwerfen, sie sind essbar. Die Papaya schälen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden. Dabei gleich das Topping (siehe unten) vorbereiten.

Für das erfrischende Topping werden ein paar der schönsten Kerne, eine Handvoll sehr kleine und schön geschnittene Papaya-Würferl und etwas grob geschnittene Petersilie vermischt. Ein wenig Kaffeeöl als Geschmacksverstärker drüber träufeln, leicht salzen und ziehen lassen.

In die gekochte Suppe kommt nun das Salz und etwa 230 g Papaya-Würfel. Noch ca. 10 Minuten zugedeckt bei geringer Hitze mehr ziehen als kochen lassen. Die Petersilie dazugeben und die Suppe mit dem Mixstab pürieren - je nach Belieben mehr oder weniger fein (ich), wir mögen gern Biss. Abschmecken.

Anrichten in Suppenschalen, obenauf je 1 Klecks Joghurt und 1 Löfferl Papaya-Petersil-Mischung.

Fantastisch!

Das erfrischend säuerliche Joghurt und die fruchtige Mischung obenauf passen perfekt zur molligen würzig-scharfen Suppe. Die leider nicht sehr geschmacksintensive Papaya bringt aber eine gewisse Milde und eine Idee von Süße in die Suppe. Sie wäre vegan ohne dem Joghurt, was (mir) aber geschmacklich sehr fehlen würde.  

Empfehlung - nicht nur zu Silvester. Das neue Jahr und der Geldsegen (?) können kommen ;-)
Was steht denn bei euch zum Jahreswechsel auf dem Tisch?



Ein frohes neues Jahr wünsche ich euch, in Liebe und Gesundheit!
Und ich freue mich natürlich auch im neuen Jahr über eure Kommentare!


Sonntag, 7. Januar 2018

veganes Festessen und Neujahrswanderung


Meine wichtigsten und jahrealten Neujahrsvorsätze sind auch für das heurige Jahr die ewiggleichen... viel Bewegung, wenn möglich in frischer Luft und öfter gesundes Essen, beides in angenehmer Gesellschaft bzw. Zweisamkeit! Eigentlich sind das eh keine Vorsätze für uns "Fliederbaums", sondern gern gelebte Lebensweise oder "Normalität"... aber was bedeutet schon "normal"... Luisa Francia schreibt heute 7.1. in ihrem online-Tagebuch über dieses Thema und wie immer bringt sie mich zum Nachdenken.

Die Neujahrswanderung hat uns heuer auf den Falkenstein im südlichen Niederösterreich geführt... eine gemütliche Wanderung auf ca. 1.000 Meter hinauf, sehr relaxed und ein bisschen Schneegestapfe...


Gesundes Essen gab es zwischen den Jahren auch. Bei Marlies von einem mittlerweile geschlossenen Blog habe ich vor einiger Zeit ein interessantes veganes Gemüsegericht gesehen, das uns zwei Tage hintereinander sehr erfreut hat!


Fächerkartoffeln, Karfiolcreme (Blumenkohl), Petersilpesto und Rotkraut (Rotkohl) mit Apfel. 
Eine sehr harmonische Kombination!

Kurz gesagt werden die Fächerkartoffeln eingeschnitten, gesalzen, mit Gewürzöl eingestrichen und im 190°C heißen Rohr 50 Minuten gebacken. Bei Marlies gibt es einen speziellen Tipp, wie die Erdäpfeln mithilfe von zwei Kochlöffeln problemlos geschnitten, werden können, ohne sie zu durchtrennen.

Die Karfiolcreme besteht aus einer Handvoll gemahlenen Cashews und gedünsteten Karfiolröschen (Blumenkohl), mit etwas Kochwasser je nach beliebiger Konsistenz und Gewürzen püriert. Hefeflocken würden auch reingehören, aber die hatte ich nicht, es geht auch ohne. Je feiner die Cashews - desto sauciger wird die Konsistenz der Creme.

Ein grünes Petersilpesto mit Walnüssen oder Cashews (ich) und einer Knoblauchzehe. Auch hier kämen Hefeflocken dazu, die ich ersatzlos strich.

Knackig gedünstetes Rotkraut (Rotkohl) mit Zwiebel und einem geriebenem Apfel.

Große Empfehlung für dieses Gemüsegericht!


Am 2. Tag genossen wir die Reste dieses tierfreien Festessens und hatten aber ganz un-vegan ein kross gebratenes Karpfen-Filet aus dem Waldviertel dazu. Ebenfalls Empfehlung!



Und wie ist das mit euren Vorsätzen?



Sonntag, 31. Dezember 2017

Tore und Durchgänge und ein gutes Neues Jahr


Ein Tor oder eher ein Durchgang in die neue Woche und ein neues Jahr für Nova´s Dauerevent, der auch im nächsten Jahr fortgeführt wird. Dieser kahle Rosenbogen im Schlosspark Schönbrunn in Wien wird bald wieder austreiben und die Rosen aufblühen. Ich wünsche meinen LeserInnen, dass das neue Jahr viele Rosen und wenige Dornen für euch bringt!



Fotos von Schönbrunn, wie es wahrscheinlich jede/r kennt: 





Wir gehen sehr gern am Weihnachtstag im Schlosspark Schönbrunn spazieren und auf einen letzten Punsch auf den Weihnachtsmarkt vor dem Schloss:



Winterlicher Blick durch die kahle Hainbuchen-Hecke auf das Schloss (Parkseite).


Einen guten Rutsch!!