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Mittwoch, 20. Mai 2026

Weltbienentag

 

2025

So schön hat mein Klarapfelbaum in den letzten Jahren geblüht und Bienen angezogen (und dann viele Äpfel getragen). Offenbar hat sich der Methusalem nun endgültig verausgabt, denn der Baum ist sicher 75 Jahre alt und ist der letzte Obstbaum aus den Anfangsjahren im Garten. Wir haben zu Frühlingsbeginn versucht, ihn noch vorsichtig zurückzuschneiden... aber eigentlich ist der Apfelbaum am Ende, seufz. 😥

2025

Heuer im April habe ich ganze DREI Blüten gezählt... ein paar Äste sind kahl geworden und die Insekten, die die Blüten immer umschwärmt haben, sind heuer hier leer ausgegangen. Aber zumindest Vögel halten sich oft in den Zweigen auf und im Totholz sicher noch ganz andere Lebewesen. Und ich bin dran meine Lieben zu überzeugen, dass der alte Apfelbaum nicht gleich und sofort umgeschnitten werden muss! 

Die Bienen schwärmen Tag für Tag
Und naschen von den Blüten.
Mag sie der Mai vor Hagelschlag
Und hartem Frost behüten.

(James Krüss)


Dass es um Bienen und Wildinsekten generell nicht gut steht, liegt heutzutage nicht nur an altersschwachen Bäumen, Hagelunwettern und Spätfrösten wie jetzt bei den "Eisheiligen". Da gibt es ganz andere Kaliber an Gegnern, wie wir alle wissen → die industrielle Landwirtschaft, Pestizide u.a. chemische Wirkstoffe, Versiegelung der Böden, "Ausräumen" der Landschaft und somit Vernichtung der tierischen Lebensräume etc...

Wenigstens im eigenen Garten kann man gegensteuern und ihn so naturnah und tierfreundlich wie möglich gestalten, auch wenn er klein ist, oder? Mit einer Blumenwiese (oder zumindest Blumen-Inseln wie bei mir), heimischen Stäuchern und Bäumen, die blühen und Früchte tragen, kann man viel erreichen. Wir sind gerade dran, unseren Garten nach der Hausbaustelle wieder zu "reaktivieren". 🌱🌸

Ich finde es echt faszinierend, dass Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer, Vögel, Igel etc.  dann "automatisch" kommen. Auch die so nützlichen Weinbergschnecken! Die beobachte ich gerne, besonders wenn sie so "herumturnen" wie oben...

Ein aufgeräumter Garten mit englischem Rasen und dem unsäglichen Kirschlorbeer, der leider für heimische Tiere nutzlos ist, ist ja vielleicht praktisch... aber sonst? Schade, dass es so viele solche kahle Gärten gibt. Ist euch ein halbwegs naturnaher Garten auch so wichtig wie mir?


Heute am 20. Mai ist wieder Weltbienentag, der auf die Problematik aufmerksam macht, und ich möchte wie jedes Jahr etwas mit Honig zubereiten. Wenigstens sind Honigbienen aktuell etwas weniger gefährdet als Wildbienen.

Tag der Biene 2021

Tag der Biene 2024


magic bee dreams


Diesmal habe ich ein ähnliches Rezept wie HIER gefunden, nur mit Honig. Es eignet sich ein eher flüssiger, milder Blütenhonig genauso wie würziger Waldhonig, welcher euch lieber ist. Ob der Kuchen nun Intelligenz-, Zauberkuchen oder magic cake heißt, er schmeckt gut und ist im Nu fertig, auch wenn man auf die Schnelle ein Dessert braucht.




Honig Zauberkuchen

Zutaten für 1 große Backform oder kleines Blech

4 Eier (M), getrennt
1 Prise Salz
1 EL Wasser
140 g Honig
Vanille (Extrakt oder Pulver)
115 g flüssige Butter
115 g Mehl
500 ml lauwarme Milch

Zubereitung:

Die Eier trennen und mit der Prise Salz einen Eischnee schlagen.
Eidotter mit dem Honig, Wasser und Vanille schaumig schlagen, dann die flüssige Butter langsam einschlagen. Das Mehl einmengen, dann die Milch und zum Schluss den Eischnee.
Die Masse in eine große Ofenform gießen (sie ist sehr flüssig) und im vorgeheizten Rohr nicht zu heiß backen. Bei 160-170°C mindestens 45 Minuten bis 1 Stunde, die Oberfläche dabei abdecken, dass sie nicht zu dunkel wird. Sie muss gestockt sein!
Vollständig auskühlen lassen, mit Staubzucker bestreuen und zB. auch mit frischen Früchten genießen. 



Der Kuchen geht sehr schön auf, fällt aber mit dem Auskühlen zusammen, das gehört so...

Das besondere daran ist, dass sich die Bestandteile des ziemlich flüssigenTeiges interessanterweise beim Backen scheinbar trennen... es entsteht unten eine puddingartige und darüber eine Kuchenschichte!


Liebe Gartengrüße






Sonntag, 3. Mai 2026

von Flieder, Muttertag und Biskuitrouladen

 


Fliederblüte am Heldenplatz in Wien

Die üppigen lila Fliederbüsche am Heldenplatz waren immer eine ganz besondere Pracht und ich bin oft nur deshalb in die Stadt gefahren, um den blühenden lila Flieder zu bewundern. Nun mussten die Büsche (leider, aber notwendigerweise) stark verjüngt und teils auch neu gepflanzt werden. 


im Volksgarten


Es war früher vor allem in Wien üblich, dass man der Mutter (und Oma) zum Muttertag frisch gepflückten Flieder mitgebracht hat, auch wenn man keinen eigenen Garten hatte. Flieder blüht passenderweise genau jetzt und wächst in Wien seit Jahrhunderten sehr zahlreich.
Flieder war in kargen Zeiten daher leicht verfügbar *hüstel*, ob in den Parks der Stadt oder als Wildwuchs auf den Friedhöfen und am Stadtrand. "Flieder fladern" war ein geflügeltes Wort am Muttertag in Wien und auch wenn er gemopst war, so bedeutete ein Fliederstrauß doch Wertschätzung und Zuneigung... 😇💜


mein Gartenflieder


Heute sind doch eher gekaufte Schnittblumen am Muttertag üblich oder man hat Blümchen und auch Flieder im eigenen Garten! Und natürlich wie eh und je eine Muttertagstorte. Ich habe mir meine sicherheitshalber schon jetzt ausgesucht und gebacken, denn ob ich zum Muttertag vom erwachsenen Kind eine bekomme... ?  😏



Diese Charlotte Royal kenne ich noch aus meiner Schulzeit und fast genau so lange, wie diese her ist (ewig), habe ich diese "Kuppeltorte" nicht mehr zubereitet. Diesmal mit meiner bevorzugten Biskuitroulade, die ich sehr oft, fast einmal die Woche, backe. Zur sicheren Standfestigkeit der Pudding-Oberscreme habe ich Gelatine reingegeben. Da kann nichts schiefgehen und die Charlotte wäre auch gut zu transportieren.



Charlotte Royal

Zutaten für 1 Schüssel mit ca. 22 cm Durchmesser:

Biskuitroulade:
6 Eier (M)
132 g Zucker
120 g Mehl
Zitronenabrieb von 1/2 bio Zitrone

Marillenmarmelade zum Bestreichen
optional etwas Inländer Rum

Pudding-Obers-Creme:
450 ml Weißwein oder zB. Apfelsaft für eine alkoholfreie Variante
35 g Stärkemehl
120 g Zucker
Vanille
2 Eidotter

2 EL Mascarpone
200 ml Schlagobers / Sahne
6 Blätter Gelatine

Zubereitung:

Die Biskuitroulade kann gut vorbereitet werden, weil sie sowieso auskühlen soll.

Das Backrohr auf 190°C vorheizen und ein Backblech mit Papier bereit stellen.
Die ganzen Eier mit Zucker mit der Küchenmaschine sehr schaumig schlagen, das Mehl und Zitronenabrieb mit einem Schneebesen einrühren (ohne Küchenmaschine würde ich lieber einen Eischnee und die Eidotter mit Zucker schaumig schlagen!).

Die Masse auf das Blech streichen und 10 Minuten backen. Die Marmelade mit wenig heißem Wasser glatt rühren und wer will mit Rum verfeinern. Das Biskuit dann auf ein feuchtes Küchenhangerl / Geschirrtuch stürzen und das Papier vorsichtig abziehen. Gleichmäßig mit der Marmelade bestreichen und sofort mit Hilfe des Tuches einrollen. 

Für die Creme einen "normalen" Pudding mit Wein oder Saft kochen, dafür das Stärkemehl mit ein wenig von der Flüssigkeit und den Eidottern vermixen und einkochen. Sobald der Pudding eindickt, vom Herd nehmen und in eine Schüssel umfüllen.
In der Zwischenzeit die Gelatineblätter nach Packungsanweisung in kaltem Wasser einweichen. Wenn der Pudding nur mehr "Lippen-warm" ist, wird die ausgedrückte Gelatine eingerührt, bis sie sich aufgelöst hat. Schlagobers mit Mascarpone steif schlagen und unterheben.

Fertigstellen: Eine Schüssel mit Klarsichtfolie auskleiden, damit die Charlotte sich später leicht stürzen lässt. Die Biskuitroulade in knapp 1 cm dicke Scheiben schneiden und diese dicht nebeneinander von der Mitte nach außen in die Schüssel legen. Die Creme einfüllen und restliche Biskuitscheiben darauf legen (die sind später der Boden). Die Schüssel für einen halben Tag oder besser über Nacht in den Kühlschrank stellen. 

Zum Schluss das eventuell am Schüsselrand überstehende Biskuit gerade abschneiden und die Kuppeltorte auf eine Platte stürzen. Ich finde, sie braucht keine zusätzliche Behübschung...





Wir finden, das ist echt eine würdige Torte, nicht nur für den Muttertag! Ich hoffe, sie gefällt euch so gut wie mir!
Der Fantasie bei der Creme sind keine Grenzen gesetzt und auch saisonale Früchte würden sich gut machen. Mit der nächsten Charlotte warte ich auf die ersten heimischen süßen Erdbeeren, dann kommt eine Joghurt-Erdbeer-Oberscreme statt der Weincreme wie in meiner Schulzeit in die Kuppeltorte!



Blog-Event CCXXIX – Lasst es rollen! (Einsendeschluss 15. Mai 2026) 

Sehr gerne verlinke ich die Charlotte mit der Biskuitroulade aka Biskuit ROLLE als meinen 2. Beitrag mit dem Blogevent von Felix (FEL!X kitchen) bei Zorra (Kochtopf.me).



Wollt ihr mehr solche süßen Rollen sehen?







Liebe Gartengrüße!


 


Donnerstag, 5. März 2026

Mimosen für den Weltfrauentag

 

"Mögen deine Tage (wieder) so strahlend und stark sein wie Mimosenblüten!" 



Den Blumenstrauß mit Mimosenblüten und Tulpen habe ich im Februar in der Kärntnerstraße in Wien bei einem Blumenstand gesehen (und doch nicht gekauft). Denn wenn die Mimosenblüten beim Kaufen schon soo sehr aufgeblüht sind... 😕


... so wie auch die verpackten Mimosen in Bildmitte, dann halten sie nicht mehr lange. Sie wären aber frisch aus San Remo eingetroffen, sagte die Verkäuferin. Die Mimosen haben heuer in Italien offenbar sehr früh auszutreiben begonnen... auch zu früh für den internationalen Frauentag am 8. März.

Denn in Italien ist es üblich, dass Frauen am Frauentag Mimosenzweige geschenkt bekommen, oft auch einen Kuchen mit "Mimosen" aus Biskuitwürfeln. Mimosen sollen Stärke, Wertschätzung und Weiblichkeit symbolisieren, heißt es dort. Anders als bei uns, wo man sensible Frauen, seltener Männer, schnell als Mimosen (im negativen Sinn) bezeichnet... "sei nicht so eine Mimose"...

Nachtrag: richtigerweise handelt es sich um Zweige der "Falschen Mimose" oder Silber-Akazie (Acacia dealbata).


Dabei sollte es am Frauentag nicht ums Blumenschenken und Kuchen gehen, dafür sind die unglaublichen Ungleichheiten und Diskriminierungen von Frauen in vielen Bereichen weltweit zu ernst! Und die Gewalt aller Art gegen Frauen zu hoch. Gewalt beginnt dort, wo Respekt und Wertschätzung aufhören, schreibt Artedea. Laut UN Women werden weltweit und täglich geschätzt 137 Frauen durch (männliche!) Partner und Familienangehörige getötet. Am internationalen Frauentag wird zumindest wie jedes Jahr auf die "Baustellen" weltweit aufmerksam gemacht und Änderungen eingefordert...


Trotzdem zeige ich euch zur Aufmunterung meine diesjährige Mimosa-Kreation. Nach dem Mimosa-Dessert im Glas vom Vorjahr wurde es heuer ein zitronig-leichtes Tiramisu mit Lemon Curd und "Mimosenblüten" aus Biskuit ⇾



Mimosa Tiramisu mit Lemon Curd

Zutaten für 1 Form mit ca. 23 x 23 cm

Biskuit für 1 Backblech:
6 Eier (M)
132 g Zucker
110 g Mehl

Lemon Curd:
3-4 Zitronen, Abrieb und 110 ml Saft
3 sehr frische Eier (M)
140 g Zucker
1 Prise Salz
90 g kalte Butter

Creme:
2 sehr frische Eier (M)
60 g Zucker bzw. mehr nach Belieben
500 g fettarmer Mascarino (ich) oder Mascarpone
2 EL Naturjoghurt
optional Inländer Rum oder Limoncello

weiters:
1/2 P. Biskotten / Löffelbiskuits
etwas Milch
optional Inländer Rum oder Limoncello
Staubzucker zum Bestreuen

Biskuit und Lemon Curd können bereits am Vortag zubereitet werden, von beiden bleiben dann Reste.

VORBEREITEN:

Für das Biskuit werden die ganzen Eier mit Zucker weißschaumig aufgeschlagen, dann das Mehl mit einem Schneebesen vorsichtig untergehoben. Die Masse auf ein Backblech streichen und im vorgeheizten Backrohr bei 190°C ungefähr 10 - 12 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Lemon Curd: Die ganzen Eier, Zitronensaft und Schale, Zucker und Salz in einer Schüssel über einem heißen Wasserbad oder alternativ in einem Topf (ich) unter ständigem Rühren langsam erhitzen. Bei geringer Hitze eindicken lassen, nicht kochen!!
Dann die kalte Butter nach und nach einrühren, ggf. den Topf vom Herd nehmen, wenn das Curd zu heiß wird. Das Curd dann in eine Schüssel oder Schraubglas umfüllen und kalt stellen.

Für die Creme die Eier mit Zucker über einem heißen Wasserbad schaumig schlagen, dann noch kurz kalt schlagen. Mascarino oder Mascarpone und Joghurt einrühren und abschmecken.

FERTIGSTELLEN:

  • Das Biskuit zuschneiden, so dass es als Boden in die Form passt.
  • Die Hälfte der Creme auf dem Boden verteilen. Lemon Curd mit einem Löffel darüber klecksen, so viel man möchte.
  • Die Biskotten kurz in Milch + Rum tauchen und dicht an dicht auflegen.
  • Nun die restliche Creme aufstreichen und reichlich Lemon Curd darüber verteilen, so dass die Oberfläche schön damit bedeckt ist. Aufstreichen ist nicht gut möglich, da sonst alles "verschmiert" wird...
  • Das Tiramisu einige Stunden in den Kühlschrank stellen bis ungefähr eine halbe Stunde vor dem Servieren.
  • Einen weiteren Teil des Biskuits mit den Fingern grob zerkleinern für die "Mimosas", die die Mimosenblüten symbolisieren. Diese Biskuitbrösel über das fertige Tiramisu streuen und anzuckern. Mit einem Löffel portionieren - so mache ich das bei Tiramisu am liebsten...





Ein traumhaftes und ein bisschen anderes Tiramisu, das ohne Kaffee und Kakao auskommt. Durch den fettärmeren Mascarino ist es leicht und beschwingt. Lemon Curd ist sowieso immer ein Highlight in einem Dessert, oder? Und Tiramisu geht auch immer...




Sonntag, 8. Juni 2025

noch ein Rosensirup (Fotofragezeichen)


eine der letzten Pfingstrosenblüten heuer im Garten,
so schön wie leider giftig


Bei Andrea, der Zitronenfalterin, ist bereits die 23. Runde ihres heurigen Jahresblogevents "Fotofragezeichen" angebrochen, im April war ich erstmals dabei, was Spaß gemacht hat. Pro Woche können zwei Fragen mittels Fotos beantwortet werden, also los:


Frage 1: Worauf freue ich mich im Juni?

meine prächtigen Rosen im Vorjahr


Der Juni ist doch echt DER Rosenmonat, oder?
Ich freue mich sehr darauf und dass Rosen bald überall in voller Blüte stehen. In meinem Vorgarten nahe der südseitigen Hausmauer fühlen sie sich ganz besonders wohl. Es sind alles alte Duftrosen mit ungefüllten Blüten, was auch viele Insekten freut. Jedes Jahr im Frühling bekommen sie von mir einen (mehr oder weniger, ich bemühe mich!) fachgerechten Schnitt und blühen meist bis weit in den Herbst hinein.



Diese außen rosa und innen dann hellorange blühende Rose im Vorgarten ist heuer ein bisschen spät dran...



... diese in rosa auch, aber sie ist gut gewachsen und hat viele Knospen angesetzt. 



Aber die samtigen dunkelroten Rosen und die weißen Schneewittchen-Rosen blühen im Vorgarten bereits üppig. Leider sind die alten Rosenstöcke durch eine notwendige Kanalsanierung doch ein bisschen in ihrer Ruhe gestört worden, ich hoffe, sie erholen sich wieder vollständig. Es täte mir leid um die Rosen, die noch meine Oma Leopoldine gepflanzt hat.


Einige schöne Rosenblüten habe ich nun vor dem angesagten Regenwetter gerettet für einen...



Rosensirup

Zutaten je nach Größe des Ansatzgefäßes:
reichlich Blütenblätter von roten oder anderen Rosen, je mehr desto intensiver
Kristallzucker oder Sirupzucker (ich) und Wasser im Verhältnis 1:1
1/2 - 1 bio Zitrone, Saft und Schale

  • Die abgezupften Rosenblütenblätter auf einem Küchentuch leicht schütteln und ausbreiten, sodass Insekten das Weite suchen können. Die Blüten lieber NICHT waschen, wie man oft liest, denn dadurch wird ja auch der aromatische Blütenstaub abgewaschen.
  • Die Blütenblätter in ein großes Glasgefäß mit Deckel geben.
  • Wasser und Zucker unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Gemeinsam mit der Zitrone über die Blüten gießen und die Blüten mit einem Löffel untertauchen. Durch die Zitronensäure löst sich sofort die Farbe der roten Rosenblüten.
  • Das Gefäß leicht zugedeckt etwa 2 Tage stehen lassen (bei Raumtemperatur, nicht in der Sonne), hin und wieder umrühren und kontrollieren, dass sich nicht Schimmel bildet.
  • Den Sirup abseihen und in sterilisierte Flaschen abfüllen.
  • Verdünnt mit Wasser, Prosecco, Tonic etc. genießen oder pur über Desserts drüberträufeln...





Hier habe ich schon einmal einen Rosensirup gezeigt, der aber ein bisschen blass war, je nach verwendeten Rosenblüten eben. Der heutige Sirup von hauptsächlich dunkelroten Rosenblüten ist auch tatsächlich schön dunkelrot geworden. Ich verwende daher gerne einen Sirupzucker, der bereits die richtige Menge an Zitronensäure enthält.
Wichtig ist auch, dass ungespritzte und einwandfreie Rosenblüten verwendet werden, am besten aus dem (eigenen) Garten! Und auch ein nicht so tiefroter Rosensirup schmeckt gut!!


Setzt ihr gerne einen Sirup an, vielleicht auch mit Rosenblüten? Oder macht ihr Rosenzucker und Rosensalz (Blüten mit Zucker bzw. Salz gemahlen) oder Rosengelee? Rosen sind so vielseitig und all das beginnt jetzt im Juni! 💗


Frage 2: Was ist meine derzeitige Lieblingslektüre?










Bücher spielen bei mir eine große Rolle und einen Tag ohne Lesen gibt es so gut wie nicht.

Momentan habe ich neben Koch- und feministischen Büchern auch diese beiden Ratgeber über die TCM und über die Stärkung der Schilddrüse griffbereit liegen - als Taschenbuch, denn zum Entspannungslesen nehme ich nur mehr das e-book in der Hand. Mein Bücherstoß ist zum Schmökern da und das tue ich gerne so zwischendurch...


Ansonsten lese ich derzeit wieder einmal sämtliche Krimis des Südtiroler Autors Lenz Koppelstätter (unbezahlte Werbung).
Seine Reihe um den bodenständigen Commissario Grauner in Bozen und seinen neapolitanischen Kollegen Saltapepe gehört für mich zu den interessanteren Regionalkrimis (von denen es ja unüberschaubar viele gibt). Hier immer mit historischem Hintergrund, guten Dialogen und sehr spannend. Seine neueste Krimireihe spielt am Gardasee rund um die Zeitungsreporterin Gianna, auch hier mit historischem Hintergrund und viel Lokalkolorit.


Wenn man die Landschaften und Orte kennt, an denen die Handlung spielt, erhöht das schon den entspannten Lesegenuss, oder? Lest ihr Bücher auch doppelt und mehrfach wie ich oder immer nur einmal?


Eine schöne Woche, ich freue mich über Kommentare, liebe Grüße aus Wien






Sonntag, 20. April 2025

von Kirschblüten und Hasen (Fotofragezeichen)

 




Andrea, die Zitronenfalterin, stellt als Jahresblogevent jede Woche zwei "Fotofragezeichen" und bei der 16. Runde schaffe ich es endlich, das 1. Mal mitzumachen! 😊




1. Welches ist deine derzeitige Lieblingsblume?


Momentan stehen ja alle Kirschenbäume im ganzen Land, so scheint es mir, in voller Blüte. Die Zierkirschen in zuckerlrosa und alle anderen in elegantem Weiß, wie die wilden Vogelkirschen (die "Stamm-Mutter" der Süßkirschen) und die Kirschen und Weichseln in den Gärten.

Die weißen Blüten meines Weichselbaumes bzw. Sauerkirsche sind derzeit meine Lieblinge und sie werden auch von Insekten gern besucht. By the way, auch die drei Insektenhotels werden gerade eifrig umsummt und sind schon gut gebucht! Habt ihr hoffentlich auch welche im Garten!? Ich finde, damit kann man Wildbienen so einfach und unkompliziert unterstützen. 


Leider werden wir den Baum im Herbst schweren Herzens "opfern" müssen, weil er der Hausrenovierung im Weg steht. Es wird ein Zubau hinter dem Haus abgerissen und der Bagger muss den Schutt und alles andere über genau diesen Gartenbereich zur Straße wegtransportieren, seufz.

Darum freut es mich heute umso mehr, wie wunderschön der Weichselbaum sein letztes Mal blüht (er weiß es zum Glück nicht 😕). Jede einzelne Sauerkirsche werde ich heuer ganz besonders genießen! Nur wäre es nett, wenn es etwas mehr Weichseln geben würde als letztes Jahr, wo sie nur für eine Kostprobe und nicht einmal für einen Kuchen gereicht haben. Vor einigen Jahren hat der Baum recht schön getragen, wie hier gezeigt. 

Was tut sich sonst im Garten?

In meiner Vorgartenwildnis wuchern gerade Riesenbrennessel (die haben echt große Blätter) neben Lungenkraut, das am Verblühen ist, und immer wieder Löwenzahn. Ich lasse alles wachsen, es sind für mich keine Unkräuter, sondern eine wichtige Bienenweide und heilkräftige Kräuter. 




Die Tulpen kommen auch jedes Jahr verlässlich wieder, genauso wie leider der Giersch, der ist eine echte Plage. Das intensive Rot der Tulpen ist schwierig zu fotografieren, ohne dass es zu grell aussieht, oder?



Die prächtige Kaiserkrone ist auch mehrjährig und blüht daher jedes Jahr. Ich mag mehrjährige Pflanzen im Garten, so ist es jedes Jahr eine Freude, wenn sie von selbst kommen (mit Ausnahme vom lästigen Giersch, wie gesagt)... 





2. Was ist dein Favorit zu Ostern?


Eindeutig der Feldhase, immer schon und nicht erst seit ich dieses Buch gelesen habe. Es wird darin nicht nur eine berührende Geschichte erzählt, auch viel Wissenswertes und (für mich) Unbekanntes über Feldhasen und wie bedroht sie in unserer Welt sind. Natürlich freu ich mich über jeden Hasen jetzt noch mehr, den ich auf den Feldern sehe. 

Aber die technisierte Landwirtschaft, das unsägliche "Ausräumen" der Landschaft, Zerschneidung des Lebensraumes durch zB. Straßen und die chemische Dünger-Keule macht allen Wildtieren (und letztendlich uns Menschen) zu schaffen. Ich habe schon öfter erwähnt, wie sehr mich das frustriert und wie wenig Hoffnung ich auf eine wirksame Änderung habe.



Neu eingezogen ist bei mir dieser schlafende Hase unter Schneeglöckchen. Die Deko für den Osterbaum ist aus bemaltem Zinn und ich konnte letztlich auf dem Ostermarkt nicht widerstehen. Bei der Hasendeko von hier für 12 von 12 (Foto 10) habe ich mich ja noch zurückhalten können...




Noch ein Hase auf dem Tuch. So einen Osterstriezel mit Buttermilch und weißer Schokolade habe ich auch heuer wieder gebacken (aber kein neues Foto gemacht). Empfehlung für das Rezept, auch wenn Ostern fast schon wieder vorbei ist. 



Der letzte Hase von heute gehört zu einem Teegeschäft und mit ihm wünsche ich allerseits ein schönes Rest-Osterwochenende!





Sonntag, 18. Juli 2021

Tor in die Rosenburg und ein Rosensirup

 



verlinkt mit "Tor in die neue Woche Nr. 249" bei Nova


Die Rosenburg in Niederösterreich ist mindestens einmal im Sommer unser Ziel... 


...immer dann, wenn im achteckigen und überdachten Zelt Theater gespielt wird. 



Waren es jahrelang sehr schöne Shakespeare Inszenierungen, so werden nun internationale Komödien gespielt, heuer ist es "ein Käfig voller Narren" (Werbung nicht gesponsert). 



Ein Theaterstück zum Lachen, gute heimische Schauspieler und vor allem das einzigartige und wunderschöne Ambiente des Theaterzeltes und der Rosenburg bieten einen entspannten Abend. Und lassen Sorgen und (Klimawandel-) Katastrophen kurz vergessen. 



Nach der Vorstellung kann man bei Mondlicht noch gemütlich ein Gläschen trinken und den Abend ausklingen lassen. Lieber als der Aper*l Spritz vom Foto wäre mir ein Rosensekt gewesen, aber heuer hatten sie offenbar keinen im Angebot...
also musste ich tags darauf selbst dafür sorgen! 



Einige wenige Rosenblütenblätter konnte ich im Garten pflücken, die Hagelunwetter der letzten Zeit haben nicht mehr übrig gelassen. Ich sammle sowieso gern nur kleinere Mengen Blüten für einen Sirup, dafür bei nächster Gelegenheit wieder und auch einmal gemischt mit anderen Blüten.


Rosensirup
(für 1 kl. Flasche)

2 Hände voll frischer Duftrosenblätter (ich hatte verschiedene Sorten)
250 g Kristallzucker
250 ml Wasser
1/2 Zitrone, Saft und Schale

Zucker und Wasser zu einem Sirup kochen. 

Die frisch gepflückten Rosenblätter nicht waschen, nur auf Insekten untersuchen. Die Blätter in den noch heißen Sirup tauchen und den Zitronensaft dazugeben -- hat man rosa oder rote Blütenblätter genommen, so färbt sich die Flüssigkeit nun rosa! 

Die Zitronenschale (von der ausgepressten Zitronenhälfte) ebenfalls beifügen und die Mischung zugedeckt einen Tag lang bzw. über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag durch ein Sieb abseihen, dabei die Blüten ein wenig ausdrücken und den Saft abfüllen. 


Den Sirup bitte zur Sicherheit im Kühlschrank aufbewahren und rasch aufbrauchen, das Aroma und die Farbe verflüchtigen sich möglicherweise rasch. Außerdem gibt es bald die nächsten Blüten...


Der Rosensirup lässt sich mit Wasser aufgespritzt als Durstlöscher oder mit Sekt / Prosecco / Frizzante als eleganter Sommerdrink oder Aperitiv genießen! Da mein Rosensirup natürlich nicht extra gefärbt ist, erscheint er verdünnt farbloser, was dem Geschmack keinen Abbruch tut! Empfehlung!



die Rosenburg im Herbst, Rosenzucker und Rosenkeks (klick)

Rosenblütengelee (klick), ein alter Beitrag aus 2012, mein erster...

Rosige Sommergrüße!