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Sonntag, 3. Mai 2026

von Flieder, Muttertag und Biskuitrouladen

 


Fliederblüte am Heldenplatz in Wien

Die üppigen lila Fliederbüsche am Heldenplatz waren immer eine ganz besondere Pracht und ich bin oft nur deshalb in die Stadt gefahren, um den blühenden lila Flieder zu bewundern. Nun mussten die Büsche (leider, aber notwendigerweise) stark verjüngt und teils auch neu gepflanzt werden. 


im Volksgarten


Es war früher vor allem in Wien üblich, dass man der Mutter (und Oma) zum Muttertag frisch gepflückten Flieder mitgebracht hat, auch wenn man keinen eigenen Garten hatte. Flieder blüht passenderweise genau jetzt und wächst in Wien seit Jahrhunderten sehr zahlreich.
Flieder war in kargen Zeiten daher leicht verfügbar *hüstel*, ob in den Parks der Stadt oder als Wildwuchs auf den Friedhöfen und am Stadtrand. "Flieder fladern" war ein geflügeltes Wort am Muttertag in Wien und auch wenn er gemopst war, so bedeutete ein Fliederstrauß doch Wertschätzung und Zuneigung... 😇💜


mein Gartenflieder


Heute sind doch eher gekaufte Schnittblumen am Muttertag üblich oder man hat Blümchen und auch Flieder im eigenen Garten! Und natürlich wie eh und je eine Muttertagstorte. Ich habe mir meine sicherheitshalber schon jetzt ausgesucht und gebacken, denn ob ich zum Muttertag vom erwachsenen Kind eine bekomme... ?  😏



Diese Charlotte Royal kenne ich noch aus meiner Schulzeit und fast genau so lange, wie diese her ist (ewig), habe ich diese "Kuppeltorte" nicht mehr zubereitet. Diesmal mit meiner bevorzugten Biskuitroulade, die ich sehr oft, fast einmal die Woche, backe. Zur sicheren Standfestigkeit der Pudding-Oberscreme habe ich Gelatine reingegeben. Da kann nichts schiefgehen und die Charlotte wäre auch gut zu transportieren.



Charlotte Royal

Zutaten für 1 Schüssel mit ca. 22 cm Durchmesser:

Biskuitroulade:
6 Eier (M)
132 g Zucker
120 g Mehl
Zitronenabrieb von 1/2 bio Zitrone

Marillenmarmelade zum Bestreichen
optional etwas Inländer Rum

Pudding-Obers-Creme:
450 ml Weißwein oder zB. Apfelsaft für eine alkoholfreie Variante
35 g Stärkemehl
120 g Zucker
Vanille
2 Eidotter

2 EL Mascarpone
200 ml Schlagobers / Sahne
6 Blätter Gelatine

Zubereitung:

Die Biskuitroulade kann gut vorbereitet werden, weil sie sowieso auskühlen soll.

Das Backrohr auf 190°C vorheizen und ein Backblech mit Papier bereit stellen.
Die ganzen Eier mit Zucker mit der Küchenmaschine sehr schaumig schlagen, das Mehl und Zitronenabrieb mit einem Schneebesen einrühren (ohne Küchenmaschine würde ich lieber einen Eischnee und die Eidotter mit Zucker schaumig schlagen!).

Die Masse auf das Blech streichen und 10 Minuten backen. Die Marmelade mit wenig heißem Wasser glatt rühren und wer will mit Rum verfeinern. Das Biskuit dann auf ein feuchtes Küchenhangerl / Geschirrtuch stürzen und das Papier vorsichtig abziehen. Gleichmäßig mit der Marmelade bestreichen und sofort mit Hilfe des Tuches einrollen. 

Für die Creme einen "normalen" Pudding mit Wein oder Saft kochen, dafür das Stärkemehl mit ein wenig von der Flüssigkeit und den Eidottern vermixen und einkochen. Sobald der Pudding eindickt, vom Herd nehmen und in eine Schüssel umfüllen.
In der Zwischenzeit die Gelatineblätter nach Packungsanweisung in kaltem Wasser einweichen. Wenn der Pudding nur mehr "Lippen-warm" ist, wird die ausgedrückte Gelatine eingerührt, bis sie sich aufgelöst hat. Schlagobers mit Mascarpone steif schlagen und unterheben.

Fertigstellen: Eine Schüssel mit Klarsichtfolie auskleiden, damit die Charlotte sich später leicht stürzen lässt. Die Biskuitroulade in knapp 1 cm dicke Scheiben schneiden und diese dicht nebeneinander von der Mitte nach außen in die Schüssel legen. Die Creme einfüllen und restliche Biskuitscheiben darauf legen (die sind später der Boden). Die Schüssel für einen halben Tag oder besser über Nacht in den Kühlschrank stellen. 

Zum Schluss das eventuell am Schüsselrand überstehende Biskuit gerade abschneiden und die Kuppeltorte auf eine Platte stürzen. Ich finde, sie braucht keine zusätzliche Behübschung...





Wir finden, das ist echt eine würdige Torte, nicht nur für den Muttertag! Ich hoffe, sie gefällt euch so gut wie mir!
Der Fantasie bei der Creme sind keine Grenzen gesetzt und auch saisonale Früchte würden sich gut machen. Mit der nächsten Charlotte warte ich auf die ersten heimischen süßen Erdbeeren, dann kommt eine Joghurt-Erdbeer-Oberscreme statt der Weincreme wie in meiner Schulzeit in die Kuppeltorte!



Blog-Event CCXXIX – Lasst es rollen! (Einsendeschluss 15. Mai 2026) 

Sehr gerne verlinke ich die Charlotte mit der Biskuitroulade aka Biskuit ROLLE als meinen 2. Beitrag mit dem Blogevent von Felix (FEL!X kitchen) bei Zorra (Kochtopf.me).



Wollt ihr mehr solche süßen Rollen sehen?







Liebe Gartengrüße!


 


Dienstag, 3. Februar 2026

Salzburger Nockerl



  Blog-Event CCXXVI - Winterküche mit Herz (Einsendeschluss 15. Februar 2026)

Kochen mit Herz im Winter bedeutet bei uns in der Familie am ehesten etwas Süßes. Wenn es draußen seit Wochen nur frostig und fast durchwegs nebelig trüb ist (Sonne, wo bist du?), brauchen wir immer öfter einen Seelentröster als süße Hauptspeise oder als Dessert!

Anika vom Blog Ani’s bunte Küche richtet gerade ein passendes Blogevent bei Zorra (Kochtopf.me) aus. Auch wollte ich ein neues Rezept für eine klassische österreichische Süßspeise ausprobieren.


Habt ihr vielleicht in der "Küchenschlacht" (unbezahlte Werbung) zu Jahresbeginn gesehen, wie Johann Lafer bei seinen Salzburger Nockerln Zucker mit Salz verwechselt hat (vermutlich ein dramaturgisches Konzept für eine launige Silvestersendung)? 😂 Die Nocken wurden trotz fehlendem Zucker optisch ganz akzeptabel, schmeckten aber natürlich ungenießbar... Aber das stimmige und nicht allzu zuckersüße Rezept von ihm habe ich mir mitgenommen.


Salzburger Nockerl nach Johann Lafer

Vanillemilch:
ca. 125 ml Milch, man kann auch Schlagobers (flüss. Sahne) verwenden
1 Vanilleschote oder selbstgemachter Vanillezucker
1 EL Butter

Teig:
4 Eier (M), ich habe 5 kleine Eier verwendet
1 Prise Salz
50 g Zucker
1 Vanilleschote, das Mark ausgekratzt oder selbstgemachter Vanillezucker
1/2 Zitrone, die abgeriebene Schale
30 g Stärkemehl

Zubereitung:

Das Backrohr auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Zutaten für die Vanillemilch ungefähr 1/2 Finger-hoch in eine längliche Ofenform oder ofenfeste Platte gießen und im Ofen (während er sich aufheizt) erwärmen. Die Vanilleschote später entfernen.

Den Zucker in möglichst wenig Wasser auflösen und zu Sirup kochen (= Tipp von Lafer, so vermischt sich der bereits aufgelöste Zucker besser mit der Masse).

Die Eier trennen, Eiklar mit der Prise Salz sehr steif schlagen, dabei den heißen Zuckersirup einfließen lassen. Das Stärkemehl über den Eischnee sieben und die verquirlten Eidotter und Aromen darüber verteilen, siehe Foto oben. Mit einem Schneebesen vorsichtig unterheben. 

Mit einer Teigkarte 3 oder 4 Nocken wie die Salzburger Hausberge nebeneinander in die erwärmte Ofenform setzen.

Backen: unterste Schiene, ca. 15 - 18 Minuten. Unbedingt dabeibleiben und die Ofentür während des Backens nicht öffnen, da die Nocken sonst zusammenfallen.

Lafer bäckt bei 230°C, aber das ist bei meinem Backrohr zu viel - die Oberfläche wird zu dunkel und innen sind die Nocken noch nicht durchgegart... Bei mir hat sich 190°C bewährt, aber jeder Ofen ist anders.

Nach dem Herausnehmen sofort anzuckern und zu Tisch bringen!



Herrlich! Wer traut sich drüber?

Man kann eine beliebige Beerensauce oder Preiselbeeren wie ich dazu servieren, etwas Säuerliches passt am besten. Eine andere Möglichkeit wäre auch, die Ofenform statt mit Vanillemilch mit Butter auszustreichen und einige Esslöffel Preiselbeermarmelade reinzugeben.




Uralt-Ofen mit Ober- und Unterhitze


Interessant finde ich, dass erst mit neuen (tw. elektrischen) Backöfen mit regulierbarer Ober- und Unterhitze die Salzburger Nockerl möglich wurden, wie wir sie heute kennen. Im 19. Jahrhundert und früher verstand man unter Salzburger Nockerl Nocken aus Brandteig, die gekocht und dann mit einer eireichen Vanillemasse überbacken wurden. Der "Salzburger Nockerl-Auflauf" im Kochbuch von Ewald Plachutta (1993) ist ganz ähnlich.
Aber das ist eine andere Geschichte... (folgt)


Liebe Grüße aus dem kalten Wien!





Freitag, 23. Januar 2026

Byrek albanisch

 


Die kulinarische Weltreise von Volker geht auch im neuen Jahr weiter, ich freue mich! Und ich bin nach Erkältungen, die mich wochenlang "eingekreist" haben, in der Küche auch wieder etwas motivierter.



Als erstes Land des neuen Jahres ist Albanien dran. Das Land hat sich nach Ende der kommunistischen Diktatur seit den 1990-ern stark geöffnet und ist zu einer beliebten Tourismusdestination mit schönen Stränden am Mittelmeer geworden. Ich war noch nicht dort... *) Aber wandern in den albanischen Bergen und weitgehend unberührter Natur würden mich auch reizen. Dazu das reiche kulturelle Erbe. Wart ihr schon in Albanien?

*) Wir sind im Sommer 1989 von Zadar, heute Kroatien, Richtung Süden gesegelt mit dem Ziel nordgriechische Inseln. Ein kleines privates Segelschiff, der Kapitän, mein damaliger Mann und ich und noch weitere 4 Personen. Wir mussten Albanien bzw. seine Seegrenzen unbedingt weiträumig umschiffen, das Grenzgebiet war eine streng bewachte Todeszone, sozusagen ein "Eiserner Vorhang" im Meer mit Seeminen etc. So sind wir vom Süden des damaligen Jugoslawien die lange Strecke nach Otranto in Italien übers Meer mehr getuckert als gesegelt - immerhin mind. 250 Seemeilen und das bei ziemlich schlechtem Wetter und Sturm. Ein Wahnsinn aus meiner heutigen Sicht, aber damals waren wir jung... Von dort segelten wir mit besserem Wetter! nach Korfu und weiter zu den schönsten Buchten der griechischen Inseln Paxos und Antipaxos. 



Kulinarisch dominiert die mediterrane, die Balkanküche und orientalische Einflüsse. Wie überall in der Region wird gerne Burek, Börek bzw. albanisch Byrek gegessen.




Die Kürbiszeit dauert noch an und ich habe einige Rezepte für Kürbis-Byrek im Netz gefunden. Der ist in Albanien in zwei Varianten üblich: herzhaft mit Feta und eine süße Version mit rel. viel Zucker, wobei auch dort Feta dabei sein kann... ui, da bleibe ich lieber beim herzhaften Byrek mit Kürbis.

Der einfache Teig besteht nur aus Mehl und Wasser im Verhältnis ungefähr 2:1 und ein wenig Olivenöl. Er muss dann in mehreren Lagen ziemlich dünn ausgerollt werden und das ersparen sich viele (ich auch heute) und verwenden einen handelsüblichen Yufkateig.




Byrek mit Kürbis - Byrek me Kungull

Zutaten für 1 Ofenform *)

1/2 Packung Yufka-Teigblätter, es werden ca. 5 Teigblätter benötigt
50 g Butter bzw. mehr nach Bedarf

Fülle:
1/2 kleiner Hokkaido, entkernt und geputzt gewogen ca. 200 g
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
1 kleines Ei
1 oder mehr EL Sauerrahm
1 P. Feta, in kleine Würfel geschnitten
Salz
schwarzer Pfeffer
etwas getrockneter Salbei
ein wenig gehackte Petersilie

Zubereitung:

Den Kürbis entkernen und unschöne Stellen auf der Schale wegschneiden. Oft wird er überhaupt ganz geschält, das finde ich nicht notwendig. Das Kürbisfleisch auf einer Reibe reiben.

Alle Zutaten für die Fülle vermischen, die Konsistenz mit Sauerrahm steuern. Mit dem Salz aufpassen, weil auch der Feta salzig ist. Knoblauch und Salbei sind nicht original, aber beides gefiel mir gut dazu. Albanien ist auch einer der größten Exporteure für Salbei aus zumeist Wildsammlung.

Die Butter schmelzen, ein feuchtes Geschirrhangerl / Tuch auf die Arbeitsplatte und darauf die Teigblätter legen.

*) Ich habe den Stapel Teigblätter halbiert, was für eine meiner Formen mit 30 x 19 cm Größe gut gepasst hat. Es soll sich auch ein Teigrand ausgehen. Idealer ist im Nachhinein gesehen eine runde oder quadratische Ofenform. 

Ich hatte dann 7 Teigblätter (statt nur 5 benötigte, aber auch keine unschönen Teigreste). Die Ofenform mit der flüssigen Butter bepinseln, ebenso jeweils das Teigblatt und in die Form schichten: unten 2 - 3 Teigblätter, die Fülle rein, dann die restlichen Teigblätter darauf legen und ein bisschen andrücken. Die letzte Lage gut mit der restlichen Butter bestreichen und den Teigrand einkräuseln.

Backen 180°C O/U etwa 35 Minuten.






Meinem (jetzigen) lieben Mann schmeckte der Byrek sehr gut, er nahm noch Nachschlag und war hochzufrieden! Meine Geschmacksknospen funktionieren leider noch nicht gut und so werde ich das Rezept mit den übrigen Teigblättern demnächst wiederholen müssen!



Linkliste:

(wird ergänzt)

Britta von Brittas Kochbuch mit Pulë me Arra - Huhn mit Walnüssen
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Albanischer Lammauflauf mit Joghurt und Reis - Tavë Kosi
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Ofenforelle auf Zwiebel-Tomaten-Gemüse – tavë tradicionale korani me qepë e domate
Carolin von Caros Küche mit Qifqi: Albanische Reisbällchen
Susanne von magentratzerl mit Jani me Fasule - Albanische Bohnensuppe
Britta von Brittas Kochbuch mit Byrek me domate dhe qepë – Byrek mit Tomaten und Zwiebeln
Volker von Volkermampft mit Tavë kosi – albanisches Lamm mit Reis aus dem Ofen
Tina von Küchenmomente mit Albanische Kekse - Gurabija
Susanne von magentratzerl mit Pastiçe - Albanischer Nudelauflauf
Regina von Bistroglobal mit Spinatauflauf - Byrek Shqipëtar me Perime
Regina von Bistroglobal mit Tavë kosi – albanisches Lamm mit Reis aus dem Ofen




Mittwoch, 24. September 2025

Frühstücksguglhupf

 


Volker lässt die Mitreisenden seines Dauerblogevents #diekulinarischeWeltreise dieses Mal frei ausschwärmen, jede/r in eine andere Richtung und Weltgegend. Denn im September dreht sich alles um das Thema Frühstück in aller Welt.

Ich bleibe erst einmal zu Hause in Österreich und backe einen Guglhupf. Denn ganz gerne isst man bei uns seit jeher in der Früh ein Stück Guglhupf, vor allem zum Sonntagsfrühstück. Guglhupf geht immer, finde ich! Siehe auch den Kaisergughupf, der dem alten Kaiser laut Legende täglich serviert wurde.


Den heutigen Altwiener Guglhupf hat meine Mutter doch oft gebacken, obwohl sie nie mit Freude in der Küche gestanden war. Das Rezept hatte sie von einem Backpulver-Packerl abgeschrieben. Könnt ihr euch erinnern? Früher waren auf der Rückseite der Backpulver- und Vanillinzucker-Verpackungen Rezepte aufgedruckt... 





Frühstücks- oder "Altwiener" Guglhupf 

Zutaten für 1 große Guglhupf-Form, ca. 26 cm

4 Eier (M)
250 g weiche Butter
240 g Zucker
Vanille
350 g Mehl
50 g Mandeln, fein gerieben
1 P. Weinstein-Backpulver
1 Prise Salz
Zitronenabrieb
Milch nach Bedarf
1 Schluck Inländer Rum
optional Rosinen (ich nicht)

Zubereitung:
  • Die Eier trennen und einen Eischnee schlagen,
  • die gut weiche Butter aufschlagen, dann Zucker und Eidotter (einzeln) beifügen.
  • Die restlichen trockenen Zutaten einmengen und Milch nach Bedarf, zum Schluss den Schnee.
  • Den Kuchen in der vorbereiteten Backform bei 180°C rund 1 Stunde backen, je nach Ofen.




Foto von Februar


Der Guglhupf ist genau richtig und perfekt fürs Frühstück, denn ohne Tee oder Kaffee dazu wäre er vielleicht ein bisschen trocken. Dafür könnte man ihn auch mit einem Klecks Marmelade genießen...

Seid ihr auch Team Frühstücksguglhupf?



weitere süße Frühstücksideen:

Butterbrioche mit feinem Darjeeling-Gelee (KLICK)


Kärntner "Reinkerl" mit Zucker und Zimt (KLICK)


und der gesunde Haferbrei mit frischem Obst, den mache ich mir viel zu selten.





Linkliste der kulinarischen Weltreise:

Simone von zimtkringel mit Petit Pains au Chocolat 
Wilma von Pane-Bistecca mit Birchermuesli 
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Semiya Upma – Vermicelli Upma 
Susanne von magentratzerl mit Ontbijtkoek 
Wilma von Pane-Bistecca mit Roggen-Vollkorn Brot mit Joghurt 
Britta von Brittas Kochbuch mit Strammer Max 
Jenny von Jenny is baking mit Huevos pericos - kolumbianisches Rührei 
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Brioche Rezept - Einfaches süßes Hefebrot 
Friederike von Fliederbaum mit Frühstücks- oder Altwiener Guglhupf 
Susanne von magentratzerl mit Haags Ontbijt 
Regina von bistroglobal mit Nasi Lemak



die Liste ist komplett! 


Sonntag, 21. September 2025

Spaghettikürbis und Patience-legen (Fotofragezeichen)





Die Ölkürbisse sind auf dem Land jetzt überall erntereif und wenn man übers Land fährt, sieht man die verschiedenen Stadien der Kürbisernte. Aus den Kernen wird später das dunkle Kürbiskernöl gepresst und auf den Feldern bleiben die gehäckselten Kürbisse als Dünger zurück (eigentlich könnte man das Fruchtfleisch von jungen Ölkürbissen essen...).



Bei Andrea Zitronenfalterin können wieder die wöchentlichen Fotofragezeichen bildlich gezeigt werden. Mir gefällt diese Blogaktion und ich war zuletzt hier und hier dabei. 


 

Fotofragezeichen der 38. Woche:

Frage 1: Was gehört für Euch in die Herbstküche?



Ihr ahnt es schon... Herbstzeit ist für mich eindeutig auch Kürbiszeit!

Besonders jetzt essen wir Kürbisse aller Art sehr gerne und oft, meist Hokkaido und Butternuss, aber auch seltenere Sorten.



So ein Spaghetti-Kürbis ist perfekt für zwei und wird erst einmal im Ofen weich gebraten. Das Fruchtfleisch löst sich dann leicht und faserig wie Spaghetti.



Dann mit einem beliebigen Sößchen füllen und mit Käse bestreut genießen.

Eine Sauce Bolognese mit Fleisch oder mir noch lieber mit Linsen oder anderen veggie Alternativen (Grünkern, Rollgerste, Quinoa...) passt gut.



Mit Käse zu überbacken ist auch eine gute Möglichkeit.



Noch lieber mag ich es, wenn man das Innere des Spaghettikürbisses erst auskratzt...



und dann mit Sauce und Käse serviert. Guten Appetit!



Habt ihr Kürbisgerichte auch gerne oder schnitzt ihr lieber einen Halloween-Kürbis?




Frage 2: Habt Ihr noch einen Gegenstand aus Kinderzeiten, den ihr auch heute noch zur Hand nehmt?

Ich musste ein bisschen suchen, welche Dinge ich denn aus meiner Kindheit zu Hause und vermutlich schon eine zeitlang nicht mehr verwendet habe. Aber das Nicht-verwenden wird sich jetzt ändern, zumindest nehme ich es mir vor...


Es sind die alten Patience-Karten, mit denen mir mein geliebter Opapa vor langer Zeit das Patience-Legen gelernt hatte. Am liebsten hatte ich als Kind den "Zopf"; kennt ihr das, habt ihr jemals Patiencen gelegt? Andere Kartenspiele haben mich nie sonderlich interessiert, nur die Patience-Karten.

Heutzutage kann man online Solitär spielen, aber die kleinformatigen Patience-Karten in der Hand zu halten und auf dem Tisch auszulegen, hat schon eine besondere Qualität, finde ich... Und so freue ich mich sehr, dass ich die Karten nun wieder entdeckt habe, danke Andrea!



Liebe Sonntagsgrüße aus Wien, ich muss wieder zu meiner Patience gehen! 💗





Mittwoch, 26. März 2025

Ciceri e tria für die kulinarische Weltreise






Lecce 2013


In Lecce haben wir damals  Ciceri e tria kennen gelernt. Diese gehaltvolle Suppe ist dort im Salento, ganz im Süden von Apulien, Hausmannskost mit Ciceri, das sind die Kichererbsen und Tria Nudeln. Das Besondere an dem Gericht ist, dass die Pasta teils in der Kichererbsensuppe gekocht und teils knusprig gebraten wird. 




Die Kichererbsen wurden früher in solchen Terracotta-Pignate (Einzahl Pignata) langsam gegart; mein Tontöpfchen ist nur Deko. Es stand am Rand des Holzofens, dort, wo die Hitze dafür gerade "richtig" war. Bis die Kichererbsensuppe fertig war, das konnte schon einmal einen Tag lang dauern, während man draußen bei den Ziegen oder im Olivenhain zu tun hatte. Vorgegarte Kichererbsen aus der Dose gab es früher nicht und sind auch heute nicht ideal für dieses alte Rezept aus der Cucina povera.


Für Ciceri e tria habe ich mich wieder einmal am Blog "suditalia in cucina" orientiert, der schon lange nicht mehr aktiv ist. Mimmo hat immer dokumentiert, was seine Frau Rita zubereitet hatte. Mein gefülltes, gebackenes Brot "Mozzarella in carozza" stammte von ihnen und "Pettole tarantine", die süßen frittierten Teigbällchen. 




Ciceri e tria - apulische Kichererbsensuppe mit zweierlei Pasta

Zutaten für 4 Pers.:

150 g Weizenmehl für den Pastateig
1 Prise Salz
ca. 75 ml Wasser, nach Bedarf

150 g getrocknete Kichererbsen (keine vorgegarten)
2 Knoblauchzehen, klein geschnitten
1 helle Zwiebel, in kleine Würfel geschnitten
1 Stk. Stangensellerie, ebenso
1 Karotte, ebenso
Peperoncini / Chili
Pfeffer
1 Lorbeerblatt

Salz
Öl oder Kokosfett zum Frittieren
Olivenöl extra vergine zum Anrichten


Zubereitung:

Die Kichererbsen am Vorabend in der doppelten Menge kaltem Wasser einweichen.

Das Einweichwasser am nächsten Tag unbedingt wegschütten und die Kichererbsen gut abspülen. In einem Topf mit frischem Wasser bedecken. Mit Knoblauch, Zwiebel, Chili und Lorbeerblatt bei geringer Hitze langsam weich kochen, dabei immer wieder die Flüssigkeit kontrollieren (Suppe!). Etwa zur Halbzeit die Sellerie- und Karottenwürferl dazu geben, Salz zum Schluss. 

Einen eher festen Nudelteig aus Mehl, einer Prise Salz und Wasser kneten. Zugedeckt mind. eine halbe Stunde ruhen lassen.

Wenn die Suppe fertig und final abgeschmeckt ist, den Nudelteig nicht allzu dünn ausrollen. Bandnudelartige, längliche Nudelstreifen schneiden - glatt oder gezackt ist egal. 

Ab jetzt geht es blitzschnell! Ungefähr ein Drittel der Nudeln portionsweise in reichlich Öl frittieren, dabei bleiben und aufpassen, dass sie nicht zu dunkel werden. Dann auf Küchenpapier entfetten und ein bisschen salzen. 

Die restlichen Nudelstreifen einzeln in die (wieder) kochende Suppe einlegen und kurz kochen. Die Suppe mit der frittierten Pasta obenauf anrichten. 



Die frittierte, leicht gesalzene Pasta ist schön knusprig, wir haben sie restlos weggeknabbert (Notiz an mich: nächstes Mal mehr machen!).



Ein sehr köstliches, einfaches und überaus gesundes Essen, das es bei uns jetzt sicher öfter geben wird!




Ich schicke meine Suppe zu Volker, der im März Suppen, die einem Land zugeordnet werden können, für sein Dauerblogevent "die kulinarischen Weltreise"sammelt. 

Wer ist noch dabei?


Linkliste:

Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Ägyptische Kuschari-Suppe
Britta von Brittas Kochbuch mit Gulyásleves - Gulaschsuppe
Britta von Brittas Kochbuch mit Fasoláda - Bohnensuppe mit Kräutertopping
Susanne von magentratzerl mit Peruanische Koriandersuppe
Cornelia von SilverTravellers mit Herzhafte Grüne Bohnen Suppe mit Kassler
Susanne von magentratzerl mit Vospapur – Armenische Linsensuppe mit Aprikosen
Regina von bistroglobal mit Chicken Pot Pie nach Lancaster County Art
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Green Chili Chicken Noodle Soup – Hühnersuppe mit grünen Chilis und Nudeln
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Chupe de Camarones Antiguo – Traditionelle Garnelensuppe aus Peru
Wilma von Pane-Bistecca mit Flädlisuppe mit Dinkelomelette
Susanne von magentratzerl mit Bureachiţǎ
Simone von zimtkringel mit Soledurner Wysüppli
Wilma von Pane-Bistecca mit Simon’s Basler Määlsuppe – Fasnachtssuppe
Friederike von Fliederbaum mit Ciceri e tria - apulische Kichererbsensuppe mit zweierlei Pasta
Sylvia von Brotwein mit Maronensuppe - Rezept für Maronencremesuppe
Ute von wiesengenuss mit Tom Yum mit Enoki Pilzen - Suppen aus aller Welt





Bilder aus dem Salento, 2012 und 2013 im Frühling



Salento, der "Stiefelabsatz" Italiens - Apulien - barocke Städte - einsame Küsten, zumindest im Frühling - knorrige Olivenbäume - prähistorische Dolmen (Grabbauten) - Hirtenunterkünfte (Mitte links) - ein karges steiniges faszinierendes Land! Wart ihr schon dort?




Dienstag, 9. Juli 2024

der letzte Kuchen

 

Ein Schokoladekuchen, von mir gebacken, so wie dieser auf dem Bild, war das letzte, was meine Mutter gegessen hat. 


Sie hatte schon einige Wochen vorher körperlich und geistig zunehmend abgebaut. Aber ein kleines Stück Kuchen hat sie mit Genuss verspeist (Süßes ging immer) und einen Kräutertee (für vermehrte Flüssigkeitszufuhr) dazu getrunken. Hat sich dann bekreuzigt und in der Folge Essen und Trinken komplett verweigert. Trotz schwerer Demenz muss sie die Entscheidung in diesem Moment klar getroffen haben. Ich habe das gemeinsam mit vernünftigen Ärzten natürlich akzeptiert.

Nach unglaublichen 13 Tagen Dämmerzustand ohne Flüssigkeit und Nahrung (es war nichts zu machen), liegend in einem gemieteten Krankenbett zu Hause, mehr weggetreten als da, in friedlicher Atmosphäre, konnte meine Mutter endlich loslassen.
Ich war viel bei ihr, fast rund um die Uhr, und mit Pflege-Hilfe der rumänischen 24-Stunden Betreuerin Neli. Bis zum Schluss habe ich ihre Hand gehalten und sie bestärkt loszulassen (obwohl jeder diesen letzten Weg alleine und auf eigene Weise gehen muss). 
Sie ist 89 Jahre alt geworden und wir tragen sie noch diese Woche zu Grabe.

Ich habe die Theorie (die mir eine Hospiz-Krankenschwester bestätigt hat), dass Menschen leichter sterben, wenn sie sich vorher mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Mit meiner Mama haben wir nie über ihr Lebensende, spirituell oder organisatorisch, sprechen können, sie hat leider immer abgeblockt, wollte nichts davon wissen... Ich bin da anders und beschäftige mich schon seit jungen Jahren mit dem Tod, ob danach etwas kommt etc. Könnt ihr das Thema "aushalten" oder schiebt ihr es beiseite?


meine Mama im Jahr 2010

Vor nicht einmal 2 Monaten habe ich euch am Muttertag dieses Bild von ihr gezeigt, das einige sehr positiv gefunden hatten. Danke noch einmal für die lieben Kommentare!


Diesen speziellen schön schokoladigen Schokokuchen bzw. Torte widme ich nun meiner Mama. Bei uns gibt es ihn jetzt öfter und es lohnt sich! 😋 Empfehlung!



saftige Schokolade-Mohn Torte bzw. Kuchen

Zutaten für eine Tortenform von ca. 24 - 26 cm oder 1 mittelgroßes Backblech:

Teig:
150 g Butter
170 g dunkle Schokolade 70%
6 Eier
1 Prise Salz
170 g Zucker
Vanille
40 g Mehl
80 g Mohn, gemahlen bzw. gequetscht
1 Messerspitze Backpulver

Fülle und rundherum:
reichlich fein passierte Marillenmarmelade
optional Inländer-Rum

Guss:
100 g dunkle Schokolade 70%
ca. 100 ml Schlagobers / flüssige Sahne
1 TL Honig

Zubereitung:

  • Butter und Schokolade gemeinsam unter Rühren sanft schmelzen und ein bisschen überkühlen lassen.
  • Die Eier trennen und mit einer Prise Salz einen Eischnee schlagen.
  • Eidotter mit Zucker und Vanille gut schaumig schlagen. Langsam die Butter-Schokomischung einfließen lassen und dann Mehl plus Mohn einrühren. Zum Schluss den Eischnee unterheben. 
  • Die Masse entweder in eine vorbereitete Tortenform füllen oder auf ein Backblech + Papier streichen. 
  • Im Backrohr bei ca. 175-180°C backen, die Torte 45 Minuten bis 1 Stunde, ein Kuchen am Blech sollte in 30 Minuten fertig sein. Unbedingt die Stäbchenprobe machen.

  • Die ausgekühlte Torte waagrecht einmal auseinander schneiden bzw. den Kuchen in zwei Teile schneiden. Großzügig mit Marillenmarmelade bestreichen und zusammensetzen. 
  • Für den Guss die Zutaten gemeinsam langsam schmelzen, auf lauwarm überkühlen lassen und auf die Oberfläche streichen. 



Es handelt sich eigentlich um mein Sachertorten-Rezept und ich habe nur die Semmelbrösel mit Mohn getauscht. Dadurch wird der Kuchen sehr schön saftig, weil Mohn einen hohen Fettgehalt hat.  Zusätzlich enthält er zahlreiche mehrfach ungesättigte Fettsäuren und Mineralstoffe (Info).
Den Überguss mache ich mittlerweile am liebsten nur mit Schokolade und Obers ohne Butter oder Kokosöl, also eine Ganache. Eine perfekte Kombination! 



Hand halten bis zum Schluss
(hier war sie noch ein bisschen wacher)

Auf ein Wiedersehen, Mama 💗


Ich lege eine kurze Blogpause ein, freue mich aber wie immer über Kommentare! 






Donnerstag, 20. Juli 2023

Paradiesapfel und Parmesan

 

"Ich bin´s, dein Paradeiser"
Diese Plakataktion gab es 2018 in Wien und machte auf regionales Gemüse und Obst (zum Beispiel Marille) aufmerksam. Heuer gibt es wieder witzige Plakate, aber ich konnte sie noch nicht fotografieren. 


Paradeiser = Tomate 😍

Das schöne und liebliche Wort Paradeiser kommt von Paradies-Apfel, früher sagte man auch Goldapfel oder Liebesapfel zur Tomate. In Italien heißt es auch Goldapfel = pomodoro! Paradeiser werden heute aber nur mehr in Ostösterreich so bezeichnet, und auch hier hört man das Wort leider immer weniger. Die Tomate erobert Wien. 😔 Das Wort Tomate (auch Chili und Xocolat) stammt aus der aztekischen Sprache Nahuatl, die heute vereinzelt noch in Mexiko gesprochen wird. 

Paradeiser kamen in den Altwiener Kochbüchern selten vor und hauptsächlich als süßlich gewürzte Sauce, wie man sie heute noch zu den Wiener gefüllten Paprika macht. 

Mich fasziniert es sehr, wie unendlich viele Sorten es doch gibt (klick, unbezahlte Werbung) und im Supermarkt findet man meist die ewig gleichen Paradeiser. Für die Ochsenherz-Tomaten für die heutige Sommersuppe bin ich extra auf den Markt gefahren. Das Rezept kommt von Richard Rauch - er ist mein österreichischer Spitzenkoch-Liebling und ich sammle alle Rezepte von ihm, die ich in die Finger kriege. 😋




kalte Paradeisersuppe mit Parmesan-Eis
Vorspeise nach Richard Rauch bei "Silvia kocht", ORF

Zutaten für ca. 3 - 4 Pers.:

Suppe:
ca. 400 - 500 g schön reife Ochsenherz Paradeiser / Tomaten
Salz
1/2 Schalotte oder milde Zwiebel
1 TL Zucker (ich 1/2)
Chili
1 bio Limette, Schale und Saft
einige Basilikumblättchen
optional 1 kleine Knoblauchzehe

Parmesan-Eis (die halbe Menge vom Originalrezept):
100 ml Milch
100 ml Schlagobers / flüssige Sahne
2 Eidotter
1/2 EL Zucker
Salz
schwarzer Pfeffer
75 g Parmesan, fein gerieben

Salat bzw. Einlage:
2 eher kleine Paradeiser
Salz
etwas Olivenöl

frische Kräuter zum Behübschen

Zubereitung:

Mit dem Eis rechtzeitig beginnen, es kann mit oder ohne Eismaschine hergestellt werden. 
Den Parmesan reiben und in eine große Schüssel geben.
Milch und Obers unter Rühren aufkochen lassen, vom Herd nehmen und die Eidotter nach und nach, aber sehr zügig einrühren, ohne dass sie stocken! Die Gewürze beifügen.
Den Topf wieder auf den Herd stellen und rühren rühren rühren! Sobald die Masse beginnt einzudicken, wird sie in die Schüssel über den Parmesan geleert und gut vermischt. Abschmecken, auskühlen und dann in der Eismaschine frieren lassen. 

Alternativ in den Tiefkühler stellen und jede halbe Stunde mit einem Schneebesen oder einer Gabel durchrühren. So habe ich es gemacht und daher nur die halbe Menge vom Originalrezept verwendet. Keine Sorge, es ist genug Eis für die Suppe da! 

Die Paradeiser für den Salat bzw. Einlage entkernen, kleinwürfelig schneiden und marinieren. Die Kerne zur Suppe geben (vor dem Pürieren). 

Suppe: Die Ochsenherz-Paradeiser klein schneiden und mit allen Zutaten im Mixer fein pürieren. Wer es noch feiner haben will, streicht die Masse wie im Originalrezept durch ein Sieb, ich habe darauf verzichtet. Die Suppe nicht allzu kräftig abschmecken, denn das Parmesan-Eis schmeckt auch gut würzig. Die Suppe bis zur Verwendung kalt stellen oder so wie ich zimmerwarm servieren. 

Das Süppchen anrichten mit dem "Salat" obenauf, einer Kugel oder Nocke Eis und frischen Kräutern. 


Einfach fantastisch, ein tolles Richard Rauch-Rezept! Große Empfehlung!


Baguette dazu und unser Sommerhitzemittagessen war komplett - es gab Nachschlag und Reste vom leicht angetauten Eis haben wir als Brotaufstrich zweckentfremdet! 😋

Wenn Gäste kommen ist diese Vorspeise auch total ideal, nicht nur weil sie perfekt vorbereitet werden kann. Ich würde dann vielleicht ein paar Grissini dazu backen. Ach, und eine Eismaschine für eine feinere Eiskonsistenz zu haben (ich habe noch immer keine), wäre überhaupt der Gipfel! 



Die Paradeisersuppe wandert zum aktuellen sommerlichen Blogevent von Simone (Zimtkringel) bei Zorra (Kochtopf.me). 

Blog-Event CXCIX - Tomate (Einsendeschluss 15. August 2023)

Simone fragt, ob Tomaten unser liebstes Gemüse sind: los, sagt ja... und ich sage ja! Ich musste ein bisschen überlegen, aber ja, eigentlich sind Paradeiser wirklich mein liebstes Gemüse, auch weil sie übers ganze Jahr so vielseitig sind. 

Geht es euch auch so?