Dienstag, 25. Oktober 2022

Kastanien-Kakao Nudeln zum World Pasta Day




Tropea in Kalabrien ist eine interessante Stadt. Wir waren vor rund zehn Jahren im frühen Frühling kurz dort, dahinter am Horizont ist die Insel Stromboli zu sehen. Noch immer hüte ich Reste von damals gekauften kalabrischen Peperoncini, also Chiliflocken, wie einen Schatz... 


Aus Kalabrien stammt auch mein Pastagericht mit besonderen dunklen Nudeln, das ich heute frisch zum World Pasta Day gekocht habe. Den Beitrag von vor einigen Jahren habe ich neu gestaltet, aber heute mit schöneren Fotos. 



In diesem Genussbuch von der Slow Food Bewegung blättere ich immer wieder gerne. Es enthält 1000 Rezepte, wie sie in den "besten Lokalen in Italien" (laut Buchtitel) tatsächlich serviert werden. Damit lässt es sich perfekt nach Italien träumen. 😍

(Buch-Werbung unbezahlt, ich habe es selbst gekauft)





Tagliolini mit Kastanienmehl und Kakao 
mit Ricotta-Walnuss Sauce
(für 2 - 3 Pers. als Hauptspeise)

Nudelteig:
60 g Hartweizengrieß (italienisches Mehl 00)
40 g Kastanienmehl
6 g ungesüßter "echter" Kakao
1 Ei (M)
1 kl. Prise Salz
ein Schluck Wasser nach Bedarf

Sauce:
250 g Ricotta bzw. Schafricotta, wenn erhältlich
Olivenöl
50 g Walnüsse
(Nudelkoch-) Wasser nach Bedarf
Salz, Pfeffer
Muskat
optional 1/2 Knoblauchzehe, gerieben

zum Bestreuen:
grob gehackte Walnüsse
reichlich geriebener Räucherkäse oder Pecorino


Zubereitung:


Die Mehlsorten und den Kakao trocken klumpenfrei vermischen und mit den restlichen Zutaten einen geschmeidigen Nudelteig kneten. Er wird durch das Kastanienmehl und den Kakao schön dunkelbraun.
Die Teigkugel eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur zugedeckt rasten lassen. 
Den Teig dünn ausrollen und auf der bemehlten Arbeitsfläche in beliebig große Tagliolini schneiden, die sind meist lang und etwas dünner als Tagliatelle.
Ich besitze keinen Schneideaufsatz für die Nudelmaschine, daher schneide ich Nudeln mit dem Messer und eher kurz (siehe Foto)... für den Geschmack vollkommen egal. 

Die Nudeln mit Mehl bestäubt beiseite stellen und erst wenn die Sauce fertig ist, in reichlich Salzwasser ein paar Minuten bissfest kochen.

Die Walnüsse trocken rösten, eine Handvoll davon grob hacken und zum Bestreuen beiseite stellen. Den Rest fein reiben für die Sauce.

Für die Sauce wird in einer großen Pfanne (in der auch die Nudeln Platz haben) etwas Olivenöl erhitzt und der Ricotta, mit ein wenig Wasser verrührt, sanft erwärmt. Die geriebenen Walnüsse einrühren, einmal aufkochen lassen und abschmecken.

Die Nudeln al dente kochen und mit einem Schaumlöffel direkt in die Pfanne zur Sauce geben, gemeinsam mit ein wenig Kochwasser. Vermischen und durchschwenken.
Zum Servieren wird das Gericht mit den grob gehackten Nüssen und geriebenem Räucherkäse bestreut.




Die dunklen Nudeln mit der hellen Sauce sind sehr köstlich und richtig herbstlich, aber sehr sättigend. Eine kleine Portion würde sich als Vorspeise mit einem frischen Salat gut eignen! 

Empfehlung für das Genussbuch und für das Gericht, kennt ihr das Buch? Es enthält auch eine Liste der Restaurant und Trattorien, die mit einem Rezept dabei sind - ideal als "Reiseführer", oder?



auch hier ist selbstgemachter Nudelteig im Spiel:



links:
Nudeln selbst zu machen, ist keine Hexerei, aber es muss auch nicht immer sein (außer für Ravioli und wie die ganzen Teigtaschen auch immer heißen...). Aber manche Gerichte und auch Lasagne schmecken mit selbstgemachtem Nudelteig einfach besser. Nicht nur am World Pasta Day, oder?





Dienstag, 18. Oktober 2022

schmeichelweiches Soulfood mit Gnocchi und Kürbis

 

Suchbild: herbstlicher Hortensienkranz und eine rote Walnusshälfte

Rote Walnüsse schmecken mild und nicht bitter, aber leider ist mein kleiner roter "Donaunuss-" Baum noch nicht so weit, dass er Nüsse tragen könnte. Die sollten nämlich zu dem heutigen Gericht gut passen. 

Da ich heute Zeit und Lust hatte und der Gusto auf Gnocchi und Kürbis groß war, ging ich auf die Suche nach einem raffinierterem Rezept als gewöhnlich. In meinem Kochbücherschrank (den ich absichtlich sehr klein halte, nur mehr zwei Regalreihen und wenn ein Kochbuch dazu kommt, muss ein anderes weg) wurde ich fündig. Bei welchem neuen Kochbuch wohl? 


Wie schon hier geschrieben, mag ich Ixta Belfrage´s fantasievolle und aromenreiche Rezepte momentan sehr. Mich wundert das selbst ja am meisten, weil ich im letzten Jahr eher dazu tendiert habe, weniger zu würzen und mehr auf den Eigengeschmack der Lebensmittel zu setzen. Aber Ixta hat mich vorerst einmal gestoppt und alles, was ich bisher von ihr nachgekocht habe, hat mich begeistert. So auch die heutigen Gnocchi mit dem Kürbis und und...



Gnocchi mit Misobutternuss und Tomatensalsa

nach Ixta Belfrage (für ca. 4 Personen)

Gnocchi:

Kartoffelteig von hier oder hier
oder ein Fertigprodukt (450 g) wie im Original

Miso-Kürbispüree:

1/2 Butternuss Kürbis, ca. 500 - 600 g ohne oder mit Schale (ich), in kleine Stücke geschnitten
1 EL, 20 g weiße o.a. Misopaste*)
Rosen-Harissa je nach Schärfe-Vorliebe, im Original 2 TL
2 TL Ahornsirup oder Waldhonig (ich)
Salz, nicht zu viel
2 EL Olivenöl
ein Schluck Wasser
1 EL Butter in Flocken zum Belegen

Tomatensalsa:

1 - 2 eher große Paradeiser / Tomaten
Chilipaste oder Flocken
1 Knoblauchzehe, fein zerdrückt oder gerieben
Salz
1 TL Zitronensaft
optional ein wenig Olivenöl

Gewürzbutter:

1 EL Butter
2 EL Olivenöl
1 EL Zaatar Gewürzmischung
1 kleine Knoblauchzehe, fein gehackt oder gerieben
Salz

alternativ statt dessen nur etwas Olivenöl verwenden

zum Servieren:
Salzflocken

*) Ich habe dunkles, heimisches Reismiso zu Hause und will kein weiteres Produkt kaufen. Dadurch wurde das Kürbispüree dunkler als mit weißem Miso, was dem Geschmack aber keinen Abbruch tat - im Gegenteil, denn weißes Miso ist milder als dunkles. 

Zubereitung:

  • Die Lieblings- Gnocchi zubereiten bzw. ein Fertigprodukt bereit stellen. Sie werden erst kurz vor dem Anrichten in Salzwasser gekocht. 
  • Für das Kürbispüree werden alle Zutaten in einer Schüssel gut vermischt und in einer Backform im Ofen bei 200°C weich gebraten. Das dauert ca. 30 Minuten, man kann die Form zu Beginn mit Alufolie zudecken.
    Den Kürbis dann pürieren und abschmecken. Das Püree wird vor dem Anrichten mit etwas Kochwasser von den Gnocchi verdünnt.
  • Die Tomaten für die Salsa quer halbieren und auf einer groben Reibe in eine Schüssel reiben, die Schalen wegwerfen. Alle Zutaten vermischen und abschmecken, die Salsa kalt stellen.
    Ich habe das Zuviel an Flüssigkeit zum Kürbispüree gegeben. 
  • Butter und Öl für die Gewürzbutter sanft erhitzen und langsam bräunen. Vom Herd nehmen und die restlichen Zutaten einrühren. Ein bisschen überkühlen lassen. 
    Bis hierher können alle Komponenten gut vorbereitet werden.
  • Vollenden:
    Die Gnocchi in reichlich Salzwasser wenige Minuten kochen. Das Kürbispüree in einem Topf erwärmen, die gekochten Gnocchi und etwas Kochwasser beifügen und alles vorsichtig vermischen. Anrichten und mit Tomatensalsa beklecksen. Ein wenig Gewürzbutter oder Olivenöl darüber träufeln. Zum Schluss mit ein paar Salzflocken bestreuen. Genießen!


Es schmeckte unglaublich gut! 

Ich war beim Lesen dieses Rezeptes ja noch ein bisschen skeptisch, aber das Ergebnis haute mich dann um... 😋


Bitte macht unbedingt die Tomatensalsa nach, die gibt dem Ganzen das gewisse Etwas. Kalt auf warm, knoblauchwürzig auf kürbisscharf, sie schmeckt köstlich und aromatisch harmonisch! Und passt sicher auch zu anderen Gnocchi- oder Nudelvarianten. 



Ein bisschen hat mir bei diesem schmeichelweichen Soulfood der Crunch gefehlt. Ich könnte mir gehackte milde Nüsse (zB. rote Donaunüsse, siehe ganz oben) vorstellen oder vielleicht frittierte Kürbiswürferl. Ich werde dranbleiben, denn dieses Gericht wird es bei uns im Herbst sicher öfter geben!

Kennt ihr dieses neue Kochbuch schon? 

(unbezahlte Werbung, wie immer)


Diesen Beitrag verlinke ich gern mit dem schönen neuen Blogevent von Kathrina (Küchentraum & Purzelbaum) bei Zorra

Blog-Event CXCI - Hygge & Cozy – Comfortfood für den Herbst (Einsendeschluss 15. November 2022)





Sonntag, 9. Oktober 2022

Kürbis~Mangold~Lasagne~Gratin~Ixta

 



Wenn in Horn in Niederösterreich der zweiwöchige Slow Food-Markt (klick) stattfindet, schaue ich nach Möglichkeit gern vorbei. Es ist ein kleiner feiner Regionalmarkt mit meist nur wenigen Ständen und mir scheint, dass es aus der lokalen Bevölkerung leider relativ wenig Zuspruch gibt. Darum mache ich gern Werbung, aber wie immer unverlangt und unbezahlt.

Horn hat wie viele Kleinstädte bei uns das Problem, dass es ein großes Einkaufszentrum außerhalb des Ortes gibt und die Altstadt meist ziemlich verlassen wirkt. Geschäfte und Banken wanderten ab an den Stadtrand und sogar kleine Filialen von Lebensmittel- und Drogerieketten wurden geschlossen. Bei diesen finde ich, dass auch nicht so gut gehende Filialen wohl mitgetragen werden könnten. Aber wenn der Wille (auch der politische) fehlt... 😖 

Der Slow Food-Markt, ein wöchentlicher Bauernmarkt und einige andere Initiativen trotzen dem jahrelangen Abwärtstrend. Aber die Pandemie und der momentane Personalmangel überall setzt vielen zu und die Gastronomie muss auch erst wieder "aufstehen". 


Auf dem Slow Food-Markt zieht es mich vor allem zum Brot von BROTocnik und zum Gemüsestand von Tristan Toe. Er bietet das schönste und bunteste Gemüse aus eigenem Anbau je nach Saison an, und bio natürlich auch. Dieses Mal habe ich bunten Mangold und mehrere Sorten von Grünkohl erstanden und im Zug nach Wien mitgenommen. In einem Topf mit Wasser und einer Prise Zucker (Tipp von Tristan) sollte sich das Gemüse einige Tage gut frisch halten... wie Blumen in der Vase. 

Der Mangold ist in eine wundervolle Lasagne gewandert, gemeinsam mit Kürbis und frischem Salbei vom Balkon.



Lasagne mit Kürbis und Mangold

Inspiration Ixta Belfrage (für ca. 3 - 4 Personen)

1. Nudelteig:
2 Eier
200 g Mehl

2. Mangold, 1 Bund, ca. 6 Blätter

3. Kürbismischung:
ca. 250 g Kürbis, z.B. Butternuss, geputzt gewogen mit Schale
400 g reife Paradeiser, klein geschnitten, bzw. 1 Dose Datterini Tomaten (ich)
2 Knoblauchzehen, zerdrückt
1 EL Tomatenmark
reichlich frische Salbeiblätter, grob gehackt
optional etwas Petersilie
Salz (nicht zu viel)
reichlich schwarzer Pfeffer
2 EL Olivenöl

4. Obersmischung / Sahne:
250 ml Schlagobers / flüssige Sahne
80 g Parmesan, gerieben
Muskat

250 ml Gemüsesuppe o.a. zum Begießen (war bei mir nicht notwendig)
ca. 10 frische Salbeiblätter
etwas Olivenöl zum Beträufeln

zum Servieren:
grobes Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

  • Einen Nudelteig zubereiten, rasten lassen und unmittelbar vor der Verwendung dünn ausrollen. Alternativ handelsübliche, getrocknete Lasagneblätter verwenden (dann braucht es aber die Gemüsesuppe zum Überbacken!).  
  • Den Kürbis in ca. 5 mm dünne Scheibchen schneiden. Alle Zutaten für die Kürbismischung verrühren und abschmecken. Die Mangold-Stiele fein nudelig schneiden und ebenfalls beifügen.
  • Die Mangoldblätter gut waschen und trocken tupfen.
  • Die Zutaten für die Obers- / Sahnemischung vermischen. 
  • Nun geht es ans Zusammenbauen der Lasagne mit den 4 Komponenten in mehreren Lagen, beginnend mit ein wenig Kürbismischung. Die oberste Lage soll Kürbis plus Obersmischung sein. 
  • Die Backform im Ofen bei 180°C etwa 40 Minuten überbacken. 
  • Zehn Minuten vor Schluss wird die Lasagne herausgenommen, mit Salbeiblättern belegt und mit etwas Olivenöl beträufelt. Dann fertigbacken, der Salbei wird ein wenig knusprig. 



    Kürbislasagne as its best!

Wir waren begeistert, es schmeckte uns wahnsinnig gut! Die Kürbismischung mit dem Salbei verbindet sich harmonisch mit den (selbstgemachten) Nudeln und dem Mangold. Der leicht knusprige Salbei obenauf und die Salzflocken sind das i-Tüpfelchen. Es passt einfach alles!

Ich finde, man merkt, dass das ausgewogene Rezept von einer Spitzenköchin kommt... 



Ixta Belfrage hat mit "Mezcla" ein sympathisches und fantasievolles Kochbuch vorgelegt (unbezahlte Werbung). Hier gibt es eine schöne Rezension und hier dieses Gratin - aber näher dran am Original. Ixta nennt diese Lasagne Gratin, da sie keine Bechamelsauce, sondern Gemüsesuppe verwendet. Egal, auf den Namen kommt es nicht an, aber der Geschmack hat uns überzeugt! Sie schreibt, dass auch Mangoldblätter eine Option wären und genau so habe ich es deshalb gemacht. Perfekt!

Ich glaube, das wird meine Lieblings-Kürbislasagne, gefolgt mit etwas Abstand von dieser

Was ist euere liebste Lasagne mit Kürbis?




Donnerstag, 6. Oktober 2022

an Apple Pie a day...

 


ein halbes Kilo bringt der vordere Apfel in meiner Hand auf die Waage

Diese großen Äpfel aus einem verwunschenen Garten sind herrlich knackig und aromatisch säuerlich mit nur leichter Süße. Sie schmecken für sich allein schon sehr gut. Leider wissen wir nicht, welche Sorte diese Riesenäpfel sind, hat vielleicht wer eine Ahnung? Sie waren Mitte September reif und sie lagern bisher gut im Keller. 

edit: Apfelsorte Kaiser Alexander



Zum Backen eignen sich diese Äpfel nicht perfekt, aber trotzdem ganz gut. Sie verfärben sich aber rasch und man muss sie nach dem Schneiden sofort mit Zitronensaft vermischen. Ich spüre bei dieser Apfelsorte zum Glück auch keine Unverträglichkeit nach dem Essen, wie bei manchen anderen -- also mir tun diese Äpfel in jeder Form gut! Darum würde es mich noch mehr interessieren, was es für welche sind... Bitte hinterlasst mir doch einen Kommentar, wenn ihr euch mit Apfelsorten auskennt. 



Apple Pie

(für eine Form von ca. 24 - 26 cm Durchmesser)

Teig: 
300 g Mehl (bei mir heute 250 g Dinkel-, 50 g Kastanienmehl)
250 g kalte Butter
2 gehäufte EL Zucker
1 Prise Salz
ca. 100 ml kaltes Wasser, nur nach Bedarf

Fülle:
ca. 3/4 kg Äpfel
1 Zitrone, Schale und Saft
Zimt
etwas Zucker, je nach Apfelsorte und Belieben

1 EL Semmelbrösel zum Bestreuen des Teigbodens
1 Eidotter zum Bestreichen des Teigdeckels
Butter oder Backpapier für die Backform

Zubereitung:

Aus allen Teigzutaten einen eher festen Pie-Teig kneten bzw. wie ich mit dem Zerkleinerer zubereiten. Im Kühlschrank rasten lassen.

Die Äpfel schälen, vierteln und blättrig schneiden, sofort mit Zitronensaft und Abrieb vermischen. Würzen und je nach Belieben auch zuckern (habe ich nicht).

Den Teig ungleich halbieren. Die etwas größere Hälfte für den Boden ausrollen und in eine Backform inkl. Rand drücken. Mit Semmelbröseln bestreuen und die Äpfel darauf verteilen. 

Die 2. Teighälfte ausrollen und als Deckel darauf legen. Entweder vorher oder jetzt dekorativ einschneiden, ich habe einen Teigschneider dafür verwendet, mit dem der Teig in unregelmäßigen Abständen eingeschnitten wird (vorher auch bemehlen!). 

Den Teigdeckel mit Eidotter bestreichen und im Ofen ca. 40 Minuten bei 180°C goldgelb backen. 


ein Genuss ist der Pie lauwarm, mit Zucker bestreut und mit Zimtobers serviert


Blog-Event CXC - Pies (Einsendeschluss 15. Oktober 2022)

Auch dieser Pie geht zum aktuellen Blogevent von Zorra und Laura

Rezepte für Apple Pies kann man nie genug haben, oder?
Der Teig kann auch für herzhafte Pies verwendet werden, dann lässt man eben den Zucker weg. Pie Crusts, also Teige für Pies haben übrigens einen höheren Butteranteil als unsere Mürbteige und sind total unkompliziert. 

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weitere Pies auf dem Blog:



Oben:
ist der herausragende schwedische Käse-Pie mit Dille, an den sollte ich öfter denken!   
Der Beef-Pot-Pie mit Guiness hat es noch gar nicht auf den Blog geschafft, er folgt mit schönerem Foto. Wir essen diesen gedeckten Pie gern zum Jahresausklang. 

Unten:
veggie Sheperd´s Pie von neulich, 
süßer Heidelbeer-Pie.


Ich freue mich auf die Zusammenfassung des Blogevents! Notiz an mich (und euch!?):

öfter Pie machen, süß oder herzhaft!




Dienstag, 4. Oktober 2022

Sheperd´s Pie schmeckt auch veggie gut

 

Blog-Event CXC - Pies (Einsendeschluss 15. Oktober 2022)

Blogevent bei Zorra und Laura (Aus Lauras Küche)


Pies mache ich ja am liebsten süß, aber eine herzhafte Version gibt es bei uns immer wieder - den englischen Sheperd´s oder Cottage Pie. Oder stammt der Pie aus Irland? Bei den Franzosen heißt er Hachis Parmentier und allen ist gemeinsam, dass faschiertes (Hack-) Fleisch mit einer Kartoffelhaube bedeckt und überbacken wird. Wir allerdings mögen ihn am liebsten vegetarisch!  





veggie Sheperd´s Pie

(für ca. 4 Personen bzw. meine Ofenform misst 24x24 cm)

Kartoffelpüree:
500 g Kartoffeln, eine mehlig-kochende Sorte
1 EL Butter
1 Handvoll Cheddar Käse, gerieben
Salz, Muskat
etwas warme Milch, nach Bedarf

Melanzani-Pilz-Mischung:
1 rote Zwiebel, klein geschnitten
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
reichlich Olivenöl
1 Melanzani / Aubergine, ca. 350 g
250 g Pilze, zB. braune Champignons, Kräuterseitlinge etc.
1 EL Tomatenmark
(Kräuter-) Salz, Pfeffer
etwas Worcestershiresauce
50 ml Schlagobers / flüssige Sahne
1/2 Bund Petersilie, Stängel und Blätter

Butter für die Form und Butterflocken zum Bestreuen
1 - 2 EL Semmelbrösel zum Bestreuen


Zubereitung:
  • Die Kartoffeln mit der Schale kochen.
  • Zwiebel, Knoblauch und die klein geschnittenen Petersilstängel in Öl sanft anschwitzen. 
  • Die Melanzani / Aubergine in knapp 1 cm Würfel schneiden und beifügen.
    (Ich schneide sie zuerst in Scheiben und lasse sie in reichlich Salzwasser ziehen, dann erst schneide ich sie in Würfel und gebe sie sofort in die Pfanne. So saugen sie sich nicht mit zu viel Öl voll; Tipp von den Pasta Grannies.) 
  • Die Pilze klein würfelig schneiden und beifügen. 
  • Die Hitze kurz hochdrehen und die Mischung unter Rühren gut "ausbraten", so dass sie später kaum mehr Flüssigkeit abgibt. Würzen, mit ganz wenig Obers aufgießen und noch sämig ziehen lassen. 
  • Die Kartoffeln schälen und noch heiß durch die Kartoffelpresse drücken. Mit Butter, Milch und Käse zu einem eher festen Püree vermischen und gut abschmecken. 
  • Die Melanzani-Pilz-Mischung in die Ofenform geben und mit dem Püree bedecken.
  • Semmelbrösel drüber streuen sowie einige Butterflöckchen und das Gericht im Ofen bei 180°C ca. 35 Minuten überbacken. 
Ein Vorheizen des Ofens ist aus Gründen der Nachhaltigkeit nicht notwendig. 




Ganz besonders gut schmeckt uns das veggie Gericht, wenn man den Käse für das Kartoffelpüree durch geriebenen Kren / Meerrettich ersetzt! Das hat zwar mit dem originalen Sheperd´s Pie gar nichts mehr zu tun, aber die Melanzani ja auch nicht... Übrigens, wer es genau wissen will, es gilt die Bezeichnung Melanzani für Aubergine als spezifisch österreichischer Ausdruck der deutschen Sprache im Rahmen der EU. Mehrzahl ist Melanzane. 😍




Frisch aus dem Ofen schmeckt der herzhafte Pie am besten und passt hervorragend zur beginnenden (leider schon fühlbaren) kalten Jahreszeit, oder?


Danke an Zorra und Laura für das schöne Blogevent!





Mittwoch, 21. September 2022

#synchronbacken im September: Acma türkische Sesamringe



 
Ich freue mich sehr, dass Zorra für das September Synchronbacken ein Rezept für "Açmaausgesucht hat. Diese türkischen Sesamringe esse ich seit kurzem wahnsinnig gern, am liebsten nur mit Butter, aber sie passen zu salzig genauso wie zu süßem Belag. 

Das schöne Rezept stammt von Sonja (Cookie); ich habe nur das Weizenmehl gegen Dinkelmehl getauscht und das Gebäck auf zeit- und energiesparende Weise*) gebacken, siehe ganz unten.


Açma

Zutaten für 5 Stück (die halbe Menge vom Original):

Germteig:
250 g Dinkelmehl
5 g = 1 TL Honig
ca. 2 - 3 g frische Germ / Hefe
75 g Naturjoghurt
65 g Milch
1 Eiklar /Eiweiß
20 g Sonnenblumenöl
5 g Salz
optional Wasser nach Bedarf, das war bei mir nicht notwendig

alle Zutaten werden KALT verarbeitet

zum Bestreichen bzw. Bestreuen:
1 Eidotter
1 EL Milch
1 Prise Salz
1 Prise Zucker

Sesamsamen


Zubereitung und Zeitplan:

Am Vorabend wird aus den kalten Teigzutaten rasch ein mittelfester Germteig / Hefeteig geknetet (mit Dinkelmehl nicht zu lange kneten). Den Teig bei Zimmertemperatur 1 Stunde zugedeckt anspringen lassen, dann einmal dehnen und falten. Nun darf er sich über Nacht im Kühlschrank ausruhen... 

Am nächsten Tag wird der Teig aus dem Kühlschrank heraus genommen; bei mir war es bereits Nachmittag, was kein Problem war. Den Teig etwa 1/2 - 1 Stunde akklimatisieren lassen. 

Danach beginnt die "Feinarbeit": 

  • Den Teig in 5 Teile teilen und jeweils zu runden Kugeln schleifen, 15 Minuten entspannen lassen. 
  • Die Kugeln zu ca. 50 cm langen Strängen rollen - am einfachsten funktioniert das in mehreren Schritten und dazwischen die Teigrollen immer wieder kurz entspannen lassen. 
  • Jede Rolle nun zu einem "U" formen, wie eine Kordel ineinander verdrehen und diese zu einem Ring schließen.
  • Die Ringe mit Abstand zueinander auf ein Backblech + Backpapier legen, zugedeckt bei Zimmertemperatur etwa 15 Minuten ruhen lassen. 
  • Die Ringe mit der Eidotter-Mischung bestreichen und mit Sesam bestreuen.

Das Backblech in den KALTEN Ofen schieben und auf 220°C O/U aufdrehen. Die Ringe etwa 15 Minuten goldbraun backen. 




Das sind wirklich ganz wunderbare Gebäckringe mit flaumiger und wattiger Krume und perfektem Geschmack für salzig und süß. Ich muss sie bald wieder backen, so der Kommentar bei mir zuhause. Da der Teig auch sehr unkompliziert ist und alles mit sich machen lässt, wird es Açma nun öfter geben! Aber dann die Originalmenge, denn mein einziger Fehler war, dass ich nur die halbe Menge gebacken habe... Frisch schmecken sie am besten, aber man kann sie am nächsten Tag ja dann aufbacken! 


Danke an Sonja und Zorra für das schöne Rezept und danke fürs Organisieren des Synchronbackens!


*) In Zeiten wie diesen, wo in den Medien ständig von Energie- Kosten / Sparen / Knappheit etc. die Rede ist, kann man überlegen, wie Energiesparen in der Küche möglich ist - nicht nur für eine Kostenreduzierung, sondern als Ausdruck einer nachhaltigen Lebensweise.  

Beim Backen von Hefeteig-Gebäck und Brioche-Zöpfen mache ich es immer schon so (übrigens wie meine Oma), dass ich sie ins KALTE Backrohr schiebe und erst dann den Ofen auf die gewünschte Temperatur aufdrehe. So erspart man sich zudem ein letztes Aufgehen-lassen. Die Backdauer ist interessanterweise gleich lang, ob mit oder ohne Aufheizen... aber die Heizdauer ist natürlich ohne vorheriges Aufheizen kürzer! Auch ist es möglich, den Ofen ein paar Minuten vor Ende bereits auszuschalten. 


Linkliste aller Teilnehmer*innen am Synchronbacken:

zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf 

Friederike von Fliederbaum 

Birgit M. von Backen mit Leidenschaft 

Petra von genusswerke 

Désirée von Momentgenuss 

Thomas und Simone von zimtkringel 

Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum 

Tamara von Cakes, Cookies and more 

Ilka von Was machst du eigentlich so?! 

Laura von Aus Lauras Küche 

Bettina von homemade & baked 




Samstag, 17. September 2022

Kürbis-Radicchio-Pasta leicht bitter für die #kulinarische Weltreise



Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in Italien - die besten Rezepte und Gerichte

 

Wenn Volkers kulinarische Weltreise nach Italien geht, bin ich auf jeden Fall dabei! Italien gehört zu meinen Sehnsuchtsländern und wir waren unzählige Male dort, sozusagen überall, vom Norden bis hinunter an die Südspitze. Nur Sizilien "fehlt" uns noch, aber die Pandemie hat unsere Reisepläne und Reiselust leider doch etwas gedämpft. 

Für die #kulinarische Weltreise habe ich mich für Kürbis entschieden, denn auch in Italien wird zucca im Herbst gefeiert - auf dem Teller und bei Kürbisfesten. 



Die ersten heimischen Kürbisse sind auch bereits zu haben und läuten für mich den "Kürbisherbst" ein. Wir essen dann relativ oft jede Art von Kürbis (zB. als Piccata milanese, Quiche, Gratin, Lasagne etc.), aber zum Frühling hin ist es dann genug und ich kann ihn nicht mehr sehen... 😜

Aber jetzt ist erst einmal Herbstbeginn! 

Wie so oft kommt auch diese Inspiration der Kürbispasta mit Radicchio von meiner "Namensschwester" Federica aus Norditalien, sie hat einfach immer die besten Ideen! 





Kürbispasta mit Radicchio
(für ca. 2 - 3 Pers.)

Nudelteig:
180 g Dinkelmehl
1 Ei (M)
100 g gegartes Kürbispüree, zB. Butternuss, am besten ohne Schale

weiters:
1 - 2 Radicchio, wenn möglich Radicchio tardivo di Treviso
1 mittelgroße rote Zwiebel
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Scamorza affumicata oder anderer Räucherkäse, gerieben, zum Bestreuen
ein wenig Petersilie zum Bestreuen

Als erstes das Kürbispüree für den Teig herstellen. Ich schneide dazu den geschälten Kürbis in Würfel und gare ihn im Rohr bei 180°C in Backpapier verpackt. Dann pürieren und auskühlen lassen. 
Tipp: Mehr Kürbispüree zubereiten und mit Tahin, Zitronensaft, Olivenöl und Gewürzen zu Kürbishumus verrühren. 

Aus allen Zutaten einen geschmeidigen Nudelteig kneten und zugedeckt eine halbe Stunde rasten lassen. Dann ausrollen und in Streifen schneiden. 

Die Radicchioblätter in Streifen schneiden. Den Strunk nicht wegwerfen, sondern kleinwürfelig schneiden. Zwiebel ebenfalls in kleine Würferl schneiden. 

In einer Pfanne Zwiebel in Olivenöl langsam glasig anschwitzen, Radicchio mitbraten und würzen.
Achtung: Je länger Radicchio gart, desto mehr verliert er seine Bitterstoffe! 

Parallel reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und die Nudeln wenige Minuten kochen. Mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser gleich in die Pfanne geben und schwenken. Abschmecken und mit Käse und ein bissl Petersil bestreut anrichten. 



Sehr köstlich und eigentlich ein Blitzgericht, wenn man von der Zeit, wo der Kürbis im Ofen gart und der Nudelteig rastet, absieht... 
Empfehlung für dieses Herbstgericht und liebe Grüße aus Wien! 



Linkliste aller Teilnehmer*innen: 

Wilma von Pane-Bistecca mit Ravioli del Plin con Ricotta e Spinaci Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Lingua di Vitello con Salsa Verde – Kalbszunge mit grüner Sauce Wilma von Pane-Bistecca mit Baci di Dama alla Nocciola Sylvia von Brotwein mit Spaghetti alla Puttanesca Rezept Susanne von magentratzerl mit Salsicce Capellacci auf Linsen-Salsicca-Gemüse Britta von Brittas Kochbuch mit Piccata alla Milanese - Kalbsschnitzel in Parmesanhülle Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Dreierlei Bruschetta Wilma von Pane-Bistecca mit Pasta 'Ncasciata Britta von Brittas Kochbuch mit Campari Spritz Ute von Wiesengenuss mit Carbonara! Cucina povera Britta von Brittas Kochbuch mit Pasta alla Puttanesca Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Insalata di tacchino - Putensalat Susanne von magentratzerl mit Focacchia veneziana Friederike von Fliederbaum mit Kürbispasta mit Radicchio Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Taralli dolci al Pistacchio – süße Taralli mit Pistazien Thomas und Simone von zimtkringel mit Zuppa di lenticchie e salsicce Sonja von fluffig & hart mit Klassische Bruschetta Britta von Brittas Kochbuch mit Saltimbocca di Merluzzo - Saltimbocca vom Kabeljau Wilma von Pane-bistecca mit Polpettine alla Napoletana Regina von bistroglobal.de mit Moretum und Mostbrötchen Regina von bistroglobal.de mit Altrömisches Dinner – die Hauptspeise und Nachspeise Wilma von Pane-Bistecca mit Risotto agli Asparagi Sylvia von Brotwein mit Tagliata di Manzo - Steak vom Rind italienisch Michael von SalzigSüssLecker mit Orecchiette al Prangattato Wilma von Pane-Bistecca mit Saltimbocca di Maiale Britta von Backmaedchen 1967 mit Focaccia - italienisches Fladenbrot Nadja von Little Kitchen and more mit Homemade Tagliatelle mit Haselnuss-Basilikum Pesto Francesco (Gastblogger) auf Volkermampft mit Crostini al Tonno Scottato – Crostini mit gebratenem Thunfisch Volker von volkermampft mit Panuozzo Saltimboca – neapolitanisches Streetfood mal anders Sylvia von Brotwein mit Pizza Prosciutto – Schinken Pizza