Freitag, 26. Juni 2026

norwegischer oder weltbester Kuchen



Bildquelle (unbezahlte Werbung)


Ach, Norwegen und die "Trolltunga"... dort wäre ich auch gerne gestanden. Denn vor ein paar Jahren hatten wir fast schon Flugtickets gebucht und eine erste Unterkunft in Bergen ins Auge gefasst. Herr Fliederbaum hätte eine Konferenz besucht und ich hätte mir die Zeit sicher angenehm vertrieben! Danach wollten wir ein bisschen durchs Land reisen. Hätten - wollten, aber es kam anders... nämlich die Pandemie. 

Seither haben wir Norwegen nicht mehr auf unserem Reise-Schirm (im diesem Moment frage ich mich warum eigentlich nicht?). So reise ich fürs erste virtuell mit der kulinarischen Weltreise von Volker im Juni nach Norwegen!


Dauerblogevent



Das Rezept für den norwegischen Kuchen Kvæfjordkake stammt vom deutschen Blog Scheckenlaks, der schon länger gelöscht ist. Der Kuchen heißt auch "weltbester Kuchen", was ich aber unter Anführungszeichen gesetzt habe, wir waren zumindest beim 1. Versuch nicht ganz so begeistert... 

Aber ich wollte dem "weltbesten" Kuchen noch eine Chance geben, habe also das ursprüngliche Rezept ein bisschen abgeändert und den Zucker reduziert, siehe unten. Ideal ist es, ihn am Vortag fertig zu stellen und über Nacht durchziehen zu lassen. Uns hat der Kuchen am 2. Tag am besten geschmeckt. 






Kvæfjordkake oder Verdens beste kake -
mein "weltbester Kuchen" aus Norwegen


Zutaten für 1 kleines Blech:

Rührteigboden:
150 g weiche Butter
120 g Zucker
1 ganzes Ei (M) und 3 Eidotter (im Original 5 Eigelb)
250 g Mehl (statt nur 150 g)
1/2 P. Weinstein Backpulver
optional Zitronenabrieb von 1 bio Zitrone
ca. 100 ml Milch oder mehr nach Bedarf

Baisermasse:
3 Eiklar (statt 5 Eiweiß wie im Original)
1 Prise Salz
120 g Zucker
Saft von 1/2 Zitrone
ca. 40 g Mandelblättchen zum Bestreuen

Puddingcreme:
Vanille, gemahlen oder Mark von 1/2 Schote
250 ml Milch
40 g Zucker
20 g Stärkemehl
1 Eidotter
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150 ml Schlagobers / flüssige Sahne
optional 1 EL Mascarpone

Zubereitung:
  • Idealerweise wird zuerst der "normale" Pudding gekocht, da er vollständig auskühlen muss - mit Folie dicht an der Puddingoberfläche abgedeckt und kalt gestellt.


Ich koche gerne mehr Pudding, mit 1 Liter Milch und dementsprechend Stärke, und fülle ihn in Schraubgläser. So bildet sich keine Haut und es gibt öfter Pudding...

  • Das Backrohr auf 160°C vorheizen und ein kleines Backblech + Papier bereit stellen.
  • Mit der Baisermasse beginnen, dafür Eiklar mit der Prise Salz schlagen und den Zucker nach und nach einrieseln lassen. Ist der Eischnee schön fest, dann den Zitronensaft zugeben. Beiseite stellen.
  • Für den Rührteig die weiche Butter, Zucker, Ei und Eidotter sowie Zitronenabrieb schaumig schlagen, dann Mehl, Backpulver und Milch beifügen.


Das Originalrezept dieses Rührteiges ist heikel, lässt sich nicht gut verstreichen etc... Normalerweise enthalten Rührteigrezepte mehr Mehl und so habe ich es dann auch gemacht und die Mehlmenge erhöht. Die Konsistenz des Teiges mit der Milch steuern.

  • Den Teig dünn auf das Backblech aufstreichen. Das Baiser darüber verteilen und mit Mandelblättchen bestreuen.
  • Etwa 30 Minuten hell backen, den Kuchen dann bei geöffneter Backofentür (einen Kochlöffel einklemmen) abkühlen lassen. Herausnehmen und halbieren.

  • Für die Creme wird Schlagobers mit Mascarpone steif geschlagen. Dann vorsichtig, ohne zu viel zu rühren den Pudding löffelweise einmengen.

Mit Mascarpone kann man Schlagobers sehr gut steif schlagen. Diesen Tipp habe ich von Susi Turbohausfrau, deren umfangreicher Blog leider unerreichbar (und endgültig, Susi?) geschlossen ist. 😢


Fertigstellung:
Normalerweise würde der Kuchen so vollendet werden, dass die Baiserschichten jeweils außen (oben und unten) und die Creme dazwischen auf der jeweiligen Rührteigseite ist. Dadurch soll vermutlich das Baiser nicht allzu sehr aufweichen. Ich fand das nicht relevant und das Baiser wird auch beschädigt, wenn es unten als Boden liegt.

Die eine Kuchenhälfte mit Creme bestreichen, die 2. Hälfte darauf legen und bezuckern.




Ganz gut geworden, nur mein Lieblingskuchen wird er nicht, Herr Fliederbaum aber hat sich darauf gestürzt... Aber wenn der "Weltbeste" einige Zeit durchziehen kann, gewinnt er doch enorm, der Kuchen! 




Der Kuchen hat seinen Namen vom Kvæfjord, der ziemlich weit im Norden von Norwegen in der Provinz Troms liegt. Dort hat ihn eine Cafe-Besitzerin in den 1930er Jahren zum ersten Mal gebacken. 2002 wurde er in einem Radio Wettbewerb zum beliebtesten Kuchen Norwegens gewählt, seither heißt der Kvæfjordkake auch "weltbester" Kuchen (nicht nur Norwegens bester...). 😉

Dort im Norden von Norwegen geht die Sonne übrigens erst am 23. JULI wieder unter.




Linkliste der kulinarischen Weltreise nach Norwegen:


Regina von bistroglobal mit Ofenpfannkuchen nach norwegischer Art 
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Waffeln mit Kefir und Kardamom - Vafler med Kefir og Kardemomme 
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Dicke Lefser mit Zimtbutter - tykklefser med smørkrem 
Susanne von magentratzerl mit Sveler - Norwegische Pfannkuchen 
Britta von Backmaedchen 1967 mit Norwegischer Apfelkuchen-Eplekake 
Tina von Küchenmomente mit Suksessterte aus Norwegen (glutenfrei) 
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Norwegisches Kartoffel-Fladenbrot - Lompe 
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Kaffefromasj - Kaffeemousse 
Barbara von Barbaras Spielwiese mit Fiskepudding (Norwegischer Fischpudding)




Liebe Grüße aus Wien! 






Sonntag, 21. Juni 2026

Salat aus Lefkada

 




Insel Lefkada, 2016 


Wenn ich mir meine alten Fotos der griechischen Insel Lefkada im Frühling anschaue, bekomme ich sofort Lust hinzufahren (aber im Sommer wäre es mir sowieso zu heiß). Es ist auch schon wieder zehn Jahre her, dass wir zuletzt ausgiebig in Griechenland waren. Wir ließen uns damals mehr oder weniger treiben und haben so wunderbare Orte und archäologische Stätten entdeckt. Durch Zufall kamen wir dann auf die grüne Insel Lefkada im Ionischen Meer... kennt ihr sie?




  Blog-Event CCXXXI - Die Küche bleibt kalt! (Einsendeschluss 15. Juli 2026)


Danii von Lecker Bentos und mehr wünscht sich für ihr Blogevent bei Zorra Kochtopf.me kalte Speisen aller Art, sehr verständlich bei der derzeitigen Hitzewelle. Ich tu mir bei dem Thema trotzdem ein bisschen schwer, weil wir selten NUR kalt, sondern auch bei Hitze lieber Lauwarmes essen...

Aber zumindest ein Salat geht immer, besonders ein griechischer, oder?

Der Lefkada-Salat ist eine Variante des griechischen Salates mit der typischen Insel-Salami (die Knoblauch und ganze Pfefferkörner enthält) und einem süßlichen Thymianhonig-Dressing. Zumindest haben wir ihn so in einem Lokal auf der Insel gerne gegessen!

Thymianhonig ist dort sehr verbreitet und ist aber in ganz Griechenland zu haben. Alternativ verwendet man eine beliebige Salami, heimischen Blütenhonig und mehr frischen Thymian. Und obwohl ein  klassischer griechischer Salat ja keinen grünen Salat enthält, passt er in den Lefkada-Saat sehr gut.




Lefkada-Salat

Zutaten für ca. 2 - 3 Pers.:

Salat:
beliebiger grüner Salat, zB. Salatherzen
150 g Lefkada-Salami o.a. Salami
ca. 100 g Feta
1/2 Salatgurke
2 - 3 große Paradeiser / Tomaten
reichlich schwarze Oliven (am besten Kalamata), entkernt oder nicht
frische Thymianblättchen zum Bestreuen

Dressing:
4 EL Olivenöl
2 EL Balsamico
1 TL griechischer Thymianhonig o.a. Blütenhonig
Salz 
schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Die Salami in Scheiben schneiden und diese halbieren oder dritteln. Alle Zutaten in gefällige Stücke schneiden bzw. den Feta mit den Fingern zerbröseln. Auf Tellern anrichten.

Alle Zutaten für das Dressing vermixen - es soll eine süßliche Note bekommen.

Das Dressing über den angerichteten Salat träufeln, ev. noch zusätzlich Olivenöl und alles mit frischem Thymian bestreuen. Dazu passt ein mediterranes Brot.


nur für mich... 😋


Herrlich! Für mich ist das an heißen Tagen ein vollwertiges Essen.

Wir mögen alle Varianten von griechischem Salat! Wer keine Salami verwenden will, gibt eben mehr Feta drauf... 

Danke Danii für das momentan so passende aktuelle Blogevent!



Eine kalte Joghurtsuppe mit Zucchini, Fenchel und Pfirsich (klick) hätte ich auch im Angebot, kaltes Süßes wie Tiramisu (zum Beispiel hier und hier) ebenso...


Kommt gut durch diese momentane Hitzewelle! Oder seid ihr schon urlaubsreif?


"Reif für die Insel"
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Dieses Lied von Peter Cornelius ist seit sagenhaften 45 Jahren ein Klassiker in Österreich! Seid ihr reif für die Insel? 





Freitag, 12. Juni 2026

12 von 12 im Juni im Waldviertler Garten

 


Dauerblogevent am 12. Tag jeden Monats


Es ist ein kühler, aber wenigstens sonniger Morgen heute Freitag, dem 12. Juni 2026. Mein erster Weg geht hinunter in den Garten. Das junge, angesäte Gras ist noch nass, aber ich freue mich, dass es so üppig sprießt. 

Die Morgensonne wärmt schön.


Auch wenn es nicht so aussieht, aber die Kirschen sind reif! Wir haben eine helle Sorte, die werden nicht rot, sie schmecken gut süß-säuerlich und haben selten einen Wurm... Ich sollte mir etwas einfallen lassen, wie ich sie konserviere und verarbeite! Aber nicht so früh am Morgen.


Rückblick auf 12 von 12 im Juni 2025:

2025

Das war Foto 4 von vor einem Jahr, der Wanddurchbruch sieht jetzt im fertigen Zustand so aus

Nun geht es auf der Gartenseite auf eine große Terrasse und ins Freie raus, nicht mehr in einen Zubau, der das Schlafzimmer meiner (verstorbenen) Mutter und untertags meist verschlossen war. Wir lieben die Terrasse seit dem 1. Tag!



Frühstück in Morgensonne auf meinem Lieblingsplatz. Auf der nordseitigen Terrasse haben wir Morgen- und Abendsonne und an heißen Tagen, wie es im Mai schon war, einen schattigen Platz - der Sommer kann kommen!



Die Sonne verzieht sich am Vormittag leider hinter dichten Wolken und ich verziehe mich aufs Sofa... mir ist eiskalt, ich lese ein bisschen und verschlafe den halben Tag warm zugedeckt. Die gestrige Gürtelrose-Impfung zeigt ihre Auswirkungen.



Eine Gartenrunde schaffe ich später am Nachmittag doch. Die Margeriten sind am Verblühen, als nächstes kommen die Schafgarben, wir lassen in der Wiese immer Blumeninseln für die Insekten stehen!



Alle Arten von Glockenblumen gehören zu meinen Lieblingsblumen. Würde ich mir jemals ein Tattoo stechen lassen (eher doch nicht), dann wäre es eine zarte Glockenblumengirlande am Unterarm über einer Narbe.



Rosen mag ich auch, am liebsten die Duftrosen im Vorgarten, die ich auch in der Küche verwenden kann.



Vor dem Regen pflücke ich noch schnell ein paar Kirschen zum Naschen, aber es regnet heute zum Glück (für die Kirschen) nur wenig. Die Natur würde noch mehr Nass benötigen.



Am Abend gönnen wir uns Topfenknödel nach diesem Rezept, mit gebratenen Marillen (Aprikosen) und frischen Erdbeeren. Immer wieder gut!



So endet mein unspektakulärer und ruhiger 12 von 12-Tag.

Jetzt verlinke ich noch den Beitrag bei Caro vom Blog "Draußen nur Kännchen" (danke fürs Sammeln!) und gehe dann sehr bald schlafen. Mir ist noch nicht wohl, morgen wird alles wieder gut sein! 

Ist bei euch auch alles gut?
Liebe Gartengrüße!