Mittwoch, 9. September 2026

Karpfen und Risotto



Blog-Event CCXXXIII - So isst Italien (Einsendeschluss 15. September 2026)

Wer mag Risotto noch so gerne wie ich? Bei Risotto denkt jeder sofort an Italien, wie bei Pizza, Pasta und Tiramisu... 😄

Risotto ist unglaublich vielseitig und wandelbar und mein 2. Beitrag zu Zorras JubilÀumsblogevent ist heute daher ein etwas anderes Risotto.


Die Heimat des Risottos ist der Norden Italiens, wo in der Po- Ebene die "Reiskammer" Europas liegt. Der Reisanbau benötigt aber viel Wasser und steht durch die extreme Trockenheit im heurigen Sommer vor einem Wandel hin zu anderen Sorten, verĂ€nderten Anbaumethoden, weniger FlĂ€chen etc. 
Die italienischen Reissorten fĂŒr Risotto, Carnaroli und Arborio, sind von der DĂŒrrekrise besonders stark betroffen und werden wohl preislich weiter steigen. Es könnte sich also lohnen, sich beizeiten mit diesen klassischen Sorten aus Italien einzudecken...


Heute habe ich mich an Risotto alla pescatora orientiert, also nach Art der Fischer, die es allerdings mit diversen MeeresfrĂŒchten und dementsprechendem Fischfond zubereiten bzw. anrichten. So ein Risotto genießt man am besten vor Ort! In einem Binnenland funktioniert die Sache mit regionalem SĂŒĂŸwasserfisch aber auch ganz gut. 


am zugefrorenen Teich - ein Winterbild zum AbkĂŒhlen!

Ein großes Karpfenfilet aus einem der vielen Waldviertler Teiche wartete seit geraumer Zeit im TiefkĂŒhler sowie Karkassen von einem ganzen Karpfen inklusive dem riesigen Kopf. Also zuerst einen Fond kochen, den man auch gut vorbereiten oder einfrieren kann.

Karpfenfond passt in ein schön cremiges Risotto mit frischen KrĂ€utern und Zitrone ganz fantastisch. Dazu StĂŒcke vom gebratenen Karpfenfilet und ein (zwei...) GlĂ€schen vom selben guten Weißwein, mit dem man das Risotto abgelöscht hat.


Stichwort Fisch und Parmesan:
So wie schon bei der RĂ€ucherforelle fĂŒr Carbonara (KLICK) passt geriebener KĂ€se auch beim Karpfen geschmacklich und fĂŒr die Bindung sehr gut! GerĂ€ucherte Forelle mit ihrem Raucharoma und der rustikale Karpfen bringen genĂŒgend eigenen Geschmack mit, der vom KĂ€se nicht "erschlagen" wird oder untergeht!




KrĂ€uter-Zitronen Risotto mit Karpfen-Fischfond 
zum gebratenen Karpfenfilet

Zutaten fĂŒr 2 Pers.:

ca. 200 g Risottoreis
ca. 500 ml heißer Karpfen-Fischfond
1 kleine helle Zwiebel, fein gewĂŒrfelt
1 Glas trockener Weißwein (Veltliner)
2 EL Olivenöl

30 g kalte Butter, in WĂŒrfeln
2 EL Parmesan, fein gerieben, 
1 bio Zitrone, Abrieb und 1 Fingerhut Saft
Salz
weißer Pfeffer
etwas frischer Dill und Petersil, gehackt

einige (Wald-) Heidelbeeren fĂŒr Deko

Zubereitung:

Zwiebel in Öl anlaufen lassen, ohne Farbe nehmen zu lassen. Den Reis einrĂŒhren, so dass jedes Körnchen von Öl benetzt ist. Mit Wein ablöschen, kurz verkochen lassen und unter oftmaligem RĂŒhren immer wieder mit heißem Fond aufgießen. Mit Salz und Pfeffer wĂŒrzen. 
Wenn der Reis al dente gegart ist, den Topf vom Herd nehmen und die kalte Butter, Zitronenabrieb und Saft, Parmesan und die KrĂ€uter einrĂŒhren. Die Konsistenz wenn notwendig noch mit Suppe geschmeidig machen.

In der Zwischenzeit ist auch das Karpfenfilet gebraten. Dann kann beides angerichtet und obenauf mit Heidelbeeren bestreut werden, die auch geschmacklich einen Kick bringen!




Liebe Zorra, vielleicht habe ich dir jetzt Lust auf Risotto alla pescatora mit MeeresfrĂŒchten machen können (da du an Karpfen wohl nicht herankommst).

Aber das Rezept ist ja das gleiche (abgesehen vom KĂ€se). Denn ob man Fond aus den Karkassen vom Karpfen oder von Meeresfischen, Muschel- und Garnelenschalen macht, ist Jacke wie Hose... Auch die frischen KrĂ€uter und die Zitrone passen fĂŒr beide Varianten, nur eben der KĂ€se und die Heidelbeeren nicht!😉

Risotto geht immer, finden wir! Nochmals happy Bloggeburtstag!

Liebe GrĂŒĂŸe aus Wien!





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen