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Donnerstag, 20. Mai 2021

Tag der Biene


Biene auf Sommerflieder 😍
(Bild vom Vorjahr)

Die gute Nachricht zum heutigen Welt-Bienentag: die Honigbiene ist, zumindest bei uns, nicht vom Aussterben bedroht!

Die schlechten Nachrichten weltweit überwiegen leider. 
Von Alfred Einstein stammt der Ausspruch: "Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben". Wer bestäubt dann zum Beispiel Pflanzen, wenn die tierischen Bestäuber aussterben? Wird die "China-Methode" die einzige Möglichkeit sein? Dort schwärmen bereits jetzt billige Arbeitskräfte mit Pollen im Gepäck in die Obstplantagen aus, klettern auf die Obstbäume und bestäuben die einzelnen Blüten händisch. In manchen Regionen in China sind Insekten und Vögel ausgerottet. Unglaublich, oder?

Bei uns gelten die Hälfte der rund 600 Wildbienen-Arten als gefährdet, weil ihnen der notwendige gesunde Lebensraum zunehmend fehlt, das ökologische Gleichgewicht wankt... Man kann sie unterstützen durch Insektenhotels und das Anpflanzen von natürlichen Blumenwiesen, da ist jede*r einzelne von uns gefragt. Mir scheinen diese Maßnahmen wie der berühmte Tropfen auf den heißen Stein, aber besser als nichts zu tun. Denn das große Problem ist zu einem großen Teil die industrielle Landwirtschaft mit ihren diversen Umweltgiften und die allgemeine Flächenversiegelung unserer Erde. Es ist zum Verzweifeln 😥, aber Biene & Co brauchen unsere Unterstützung, Infos und Initiativen sind zahlreich im www zu finden! 

Zumindest macht der Welt-Bienentag auf diese Problematik aufmerksam, das ist ein erster Schritt. 




Honigcreme mit Honighippen

(Dessert für ca. 4 Personen)

Creme:

80 g weiße Schokolade
20 g Butter
1 Eidotter
1-2 EL Honig
125 g Mascarpone
150 g Schlagobers /Sahne

Hippen:

30 g Mehl
20 g Staubzucker
40 g Butter, geschmolzen
1-2 EL Honig

Zubereitung - mind. 2 - 3 Stunden vor dem Servieren: 

Für die Creme...

  • wird Schlagobers steif geschlagen, 
  • Schokolade und Butter gemeinsam über Dampf geschmolzen, und
  • Eidotter mit Honig über Dampf schaumig geschlagen.
  • Die Ei-Honigmischung mit der Schokolade verrühren und den Mascarpone einrühren, dass eine glatte Creme entsteht. Abschmecken und event. mehr Honig verwenden. 
  • Zum Schluss das Obers unterheben und die Creme in Gläser füllen. Kaltstellen. 

Für die Hippen...

  • werden alle Zutaten glatt verrührt und 1 Stunde kalt gestellt. Die Masse wird dadurch hart. 
  • In der Zwischenzeit das Backrohr auf 180°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier vorbereiten.
  • Aus der kompakten Hippenmasse werden etwa 15 kleine Kugerl geformt und mit Abstand zueinander auf das Blech gesetzt. Sie laufen beim Backen dann total auseinander. 
  • Etwa 7 - 8 Minuten backen, nicht zu dunkel. Herausnehmen und kurz auskühlen bzw. hart werden lassen, später in Stücke brechen. 




Die Creme mit den Hippen und beliebigen Früchten anrichten. Zum Schluss noch ein wenig Honig drüber träufeln. 


Eine süße Sache und ohne Bienenhonig wär´s nur das halbe Vergnügen!



Montag, 1. März 2021

12tel Blick und Jahresprojekt im kalten Februar

 

Der 12-tel Blick bei Eva geht im Februar weiter. Ich warte ungefähr Mitte jeden Monats immer schon sehnsüchtig auf einen fotogenen Tag 😉


Jänner


Februar

Das Februar-Foto entstand an einem der wenigen sonnigen Tage Mitte des Monats. Der Februar war bei uns ziemlich grau, nebelig und kalt mit Ausnahme der letzten warmen Tage. Das große Feld links ist natürlich noch winterlich kahl und unbearbeitet und die Gärten im Vordergrund verwaist. Auch gab es leider keine schönen farbigen Himmelsblicke... es kann nur besser werden! Denn der Blick geht nach Westen und ich erwarte mir auch schöne Sonnenuntergänge. 




Andreas Jahresprojekt update von Februar:

Mit meiner sportlichen Challenge (klick) war es im kalten Februar leider nicht allzu weit her. Ich habe es nicht geschafft, etwas Neues zu beginnen, schon gar nicht eine Wanderung, auf die ich mich eigentlich gefreut hätte. Als "Ausrede" kann nur das kalte Wetter, das teilweise klirrend kalt war, herhalten 😌




Immerhin bin ich ohne Ausnahme jeden Tag mindestens 1x an der frischen Luft und mache je nach Wetter einen mehr oder weniger langen Spaziergang - mit zügigem Tempo. Das zählt auch zur sportlichen Challenge, oder? Es kann also auch hier nur besser werden... 



Und damit vor allem das Jahresprojekt im März besser wird, ist Schokolade hilfreich und spendet Trost in allen Lebenslagen *hüstel*. Also kommt hier noch ein gesundes veganes und absolut köstliches Schoko-Mousse.



Mousse au chocolat vegan
(für 2 - 3 Personen)

1 große, reife Banane, ca. 90 - 100 g geschält gewogen
1 bio Hass Avocado
Saft von 1/2 Zitrone
ca. 1 EL Zucker oder Ahornsirup nach Belieben
1 Tafel dunkle Schokolade, 100 g

Die Schokolade über einem Wasserbad schmelzen. 
Die Banane und Avocado mit den Aromen pürieren, die Schokolade einrühren und abschmecken. Eventuell einen Schuss Pflanzenmilch einrühren, wenn die Sache allzu fest ist. 
Das Mousse in Schüsserl füllen und zumindest kurz kalt stellen. 
Mit Früchten genießen, im Moment bieten sich Orangen an. 



Große Empfehlung für dieses blitzschnelle und tolle Dessert! Ich könnt´ mich quasi reinlegen, ich mag den Geschmack von Banane, ein wenig Zitrone und viel Schokolade unheimlich gerne! Auch nicht zu verachten ist die Tatsache, dass dieses Dessert relativ gesund ist, sieht man vom Fettgehalt der Schokolade einmal ab 😏

Stimmt ihr mir zu?





Freitag, 26. Februar 2021

Ayurveda Mung Dhal und Reissalat


Noch einmal einen Blick in meine wohltuende Ayurveda-Woche bei Rita, die ich hier schon erwähnt habe.

In der Ayurveda-Lehre geht es grundsätzlich darum, ein gesundes Leben leben zu können und die drei Konstitutionstypen bzw. Lebensenergien (Doshas) im Gleichgewicht zu halten. Je nach den persönlichen Eigenschaften soll man (meist) zwei Doshas angehören. Es steht, vereinfacht gesagt "Vata" für Bewegung, "Pitta" für Energie und "Kapha" für Struktur. Andere sagen, die Doshas sind die Kombination der fünf Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft, Äther und entsprechen den Grundfunktionen im menschlichen Körper. 

Jedenfalls sollten die Doshas oder Grundfunktionen in jedem Menschen im Einklang sein, das klingt einleuchtend, oder? Laut Ayurveda kann ein Ungleichgewicht Ursache für Beschwerden und in weiterer Folge von Krankheiten sein. Davon ist ja auch bei der TEM, der Traditionellen Europäischen Medizin, die Rede und wohl auch bei der TCM. Es geht doch immer ums Gleichgewicht bzw. mit sich selbst im Einklang sein. Bei Luisa Francia (salamandra) kann man auch fast täglich davon lesen - ideologiefrei!



Wenn man sich nur hin und wieder ayurvedisch ernähren möchte, benötigt man keine Ausbildung, man kann nichts falsch machen, sondern einfach genießen! Mit Gewürzen und Kräutern als wohlschmeckendes Heilmittel. Die heutigen Rezepte stammen wieder von Rita Ayurveda (Werbung not sponsered!). 



Zu meinen neu angeschafften Gewürzen zählen auch die braunen Senfkörner, die in der indischen und Ayurvedischen Küche (und auch Medizin) einen wichtigen Stellenwert haben. Die Körner sind reich an Eiweiß, Vitaminen und Vitalstoffen, zB. Magnesium, Calcium, Eisen... fast ein Superfood.

Sie schmecken scharf, aber je länger man sie erhitzt, desto milder werden sie. Sie können vor Verwendung auch gemörsert werden. 



Linsen Dhal mit Kokos

(für ca. 3 Pers.)

150 g rote oder beliebige andere Linsen
2 cm frischer Ingwer
optional 1 Knoblauchzehe
2 EL Ghee oder Öl (ich)
1 TL braune Senfkörner 
1 TL Korianderkörner
1 TL Kreuzkümmel-Samen
2 EL Kokosflocken
¼ TL Kurkuma
1/2 bio Zitrone, Schale und Saft
500 ml Wasser
200 ml Kokosmilch
Salz, Pfeffer
Chili nach Belieben

Optional beliebiges Gemüse der Saison mit verwenden, zum Beispiel Karottenwürferl, Lauch etc.

Zubereitung:
Die roten Linsen unter fließendem Wasser gut abspülen. Ich habe Berglinsen genommen und sie einen halben Tag vor dem Kochen in Wasser eingeweicht - dadurch reduziert sich das "Blähpotential" und verkürzt sich die Kochzeit. Dann ebenfalls gut abspülen. 

Den Ingwer schälen und fein reiben oder schneiden, ebenso die Knoblauchzehe. Öl in einem Topf erhitzen, Senf- und Korianderkörner sowie Kreuzkümmel-Samen grob mörsern (wer will) und anrösten. Ingwer, Knoblauch, Kokosflocken und Kurkuma hinzufügen und kurz mitbraten.

Von der Zitrone mit einem Sparschäler Streifen abschälen und diese gemeinsam mit den Linsen dazu geben. Mit Wasser und Kokosmilch aufgießen und köcheln lassen, bis die Linsen weich sind. Das Dhal verträgt auch ein bisschen Chili-Schärfe.

Mit Salz und Zitronensaft abschmecken und die Zitronenschale entfernen.  


Das Dhal mit Basmatireis servieren.



Dhal-Reste schmecken auch am nächsten Tag bestens, zur Abwechslung mit Fladenbrot.

Reste vom Basmatireis (bzw. idealerweise gleich mehr Reis kochen) wandern in einen...



Reis-Salat mit Gemüse und Curry

100 g Basmatireis
250 ml Wasser
etwas Salz  

2 Karotten
1/4 Stange Lauch oder Frühlingszwiebeln
50 g Erbsen
2 EL Sesam- oder anderes Öl
1 TL mildes Currypulver
optional 1 Prise Ajowan Königskümmel, siehe hier
Salz, Pfeffer
Saft einer halben Zitrone

Zubereitung:
Reis im Wasser mit einer Prise Salz gar kochen, danach abkühlen lassen. 
Die Karotten fein würfeln oder in Stifte hobeln, den Lauch in dünne Ringe schneiden. Wenn tiefgekühlte Erbsen verwendet werden, dann diese in ein wenig Wasser garen. 
Das Gemüse in Öl anbraten und die Erbsen dazu geben. Danach mit Currypulver, Zitronensaft und Salz würzen und abschmecken. 

Den Reis mit einer Gabel auflockern und unterheben. Schmeckt kalt und warm bzw. auch gebraten gut!


Beide vegane Gerichte schmecken durch die schön aufeinander abgestimmten Gewürze sehr fein und tun wohl!! 


Ich fühle mich nach so einem Essen immer sehr wohl und angenehm gewärmt! Es lohnt sich wirklich, öfter ein gesundes ayurvedisches Gericht in den Speiseplan einzubauen - auch wenn man über den eigenen Dosha- oder Elemente-Typ nicht Bescheid weiß oder vielleicht nichts davon hält... 





Dienstag, 23. Februar 2021

Ayurveda Challenge - Kitchari mit Mungbohnen und Reis

 


Bring Ayurveda in deine Küche ist eine Woche lang das Motto einer Challenge bei Rita Ayurveda. Rita ist Ernährungswissenschafterin und hat nach einem persönlichen Gesundheitsproblem eine Ausbildung zur Dipl. Ayurveda-Praktikerin absolviert. Heute lebt sie nach den Prinzipien der 5.000 Jahre alten Philosophie des indischen Ayurveda ("Wissen vom Leben") und will es über ihren Blog, Website und Kurse vermitteln. 

Nach der Anmeldung zur Ayurveda-Woche verschickte sie eine Einkaufsliste und nun kommt eine Woche lang täglich ein Rezept per mail. 

Für diese Challenge musste ich erst einmal meinen Gewürze-Bestand bei Babette`s in Wien aufstocken. 
(Werbung ist hier immer unverlangt und unentgeltlich!



Neu war für mich der Königskümmel, den man unter der Bezeichnung Ajwain oder Ajowan bekommt (botanisch Trachyspermum ammi, aus der Familie der Doldenblütler). Der Geschmack ähnelt Thymian und optisch schaut es Kümmel-ähnlich aus. Das interessante Gewürz ist besonders für Hülsenfrüchte geeignet durch die verdauungsfördernde Wirkung und ich finde, es riecht auch sehr angenehm. Aber Achtung, nur sparsam verwenden, denn der Geschmack ist intensiv und die Schärfe kann bei einem Zuviel ordentlich beißen 😉





Kitchari - Mungbohnen-Reis-Topf
(für 2 Pers.)

150 g Mung Dhal, geschälte, halbierte Mungbohnen 
50 g Basmati Reis
2 cm frischer Ingwer
optional 1 Knoblauchzehe
2 TL Ghee oder Pflanzenöl (ich)
1/2 TL Ajowan /Ajwain (Königskümmel), alternativ Pfeffer, Thymian, wenig Kreuzkümmel
1/2 TL braune oder schwarze Senfkörner
1 TL Kurkuma
500 - 750 ml Wasser nach Bedarf
Salz  und Pfeffer
Chili nach Belieben

Optional kann man auch Gemüse mit verwenden, zum Beispiel TK-Erbsen (ich), Blattspinat (tiefgekühlte "Minis"), gewürfelte Tomaten, Zucchini etc. je nach Saison. Auch Frühlingskräuter passen dazu, wie Bärlauch, Löwenzahn... 

Zubereitung:
  • Mung Dal und Reis gemeinsam in einem Sieb unter fließendem Wasser waschen und abtropfen lassen. 
  • Ingwer schälen und fein hacken, Knoblauch ebenso. 
  • Öl oder Ghee in einem Topf erhitzen, Ajowan und Senfkörner dazu geben. Wenn die Samen beginnen zu duften und zu knistern, den Kurkuma beigeben und kurz mitrösten. 
  • Mung Dal, Basmatireis, Gewürze und ca. 1/2 Liter Wasser hinzufügen bzw. optional beliebiges Gemüse. 
  • Etwa 20 - 30 Minuten köcheln lassen, dabei die Flüssigkeit kontrollieren und eventuell mehr Wasser dazu leeren. Das Gericht soll eher suppig sein. Abschmecken. 
halbierte, geschälte Mungbohnen

Rita schrieb:
Kitchari ist ein klassisches ayurvedisches Gericht. Es ist leicht verdaulich und gilt im Ayurveda als aufbauend und nährend, aber auch reinigend. Dieses Kitchari wirkt durch die scharfen Gewürze stoffwechselanregend und eignet sich auch gut für eine Frühlingskur.

Fazit:
Schmeckte uns wahnsinnig gut und tut wohl! Ich fühle mich nach einem ayurvedischen Essen immer rundum wohl, zufrieden und leicht, es tut dem ganzen Körper gut und ist so etwas wie Soulfood. Empfehlung, probiert es aus!






Eine sonnige Woche in jeder Hinsicht wünsche ich euch!





Donnerstag, 4. Februar 2021

Jahresprojekt im Jänner mit "Hula"

 

Andrea, die Zitronenfalterin, hat mit ihrem Jahresprojekt (klick) ein interessantes Motto ausgerufen, das über das ganze Jahr gehen soll. Jedes Monat wird über den Fortschritt (oder auch nicht-Fortschritt) eines persönlichen "Projektes" berichtet. 

Sie selbst wird einen (wie ich finde) ur-komplizierten Quilt nähen und pro Monat ein Buch von früher wieder zur Hand nehmen. Ich habe bastel- und handarbeitstechnisch ja quasi zwei Linke und tobe meine Kreativität, wenn schon, dann eher in der Küche aus...


Aber ich möchte mir für heuer etwas anderes vornehmen -- eine sportliche Challenge! 

Je nach Jahreszeit werde ich entweder eine besondere Wanderung machen, die ich noch nicht kannte, oder vielleicht etwas Neues beginnen. Mir schwebt besonders Radfahren vor (bin ich jahrelang nicht mehr) oder moderates Krafttraining im Fitness-Center (war ich noch nie).  


Eine richtige "Sportskanone" war ich ja nie, aber "meine Wellness Sportarten" (so nenne ich sie) Yoga und Tanzen für Frauen hab ich jahrelang mit Freude ausgeübt. Ich übe ja nach wie vor, aber der innere Schweinehund ist manchmal stärker... 

Daher danke an Andrea  für deine Idee zu diesem Jahresprojekt! Das ist genau der Anstoß, den ich brauchte um durchzustarten!


Den Beginn habe ich im Jänner gemacht mit Hula-Tanzen, aber Achtung, es hat absolut nichts mit einem Hula-Hoop-Reifen zu tun! Auf dem Foto seht ihr meinen farbenfrohen, weit schwingenden Hula-Rock aus Hawaii und eine handgemachte Haarspange mit einer Plumeria Orchideen-Blüte. 


Nach einer fast einjährigen Pause bin ich tatsächlich wieder in einen Hula-Tanzkurs eingestiegen, mit Üben mehrmals die Woche, und es macht mir wieder riesig Spaß! Im Moment laufen die Kurse online und mit Videotutorials ab und ich mache auch sehr gern Werbung (unverlangt, unentgeltlich!) für unsere ambitionierte Lehrerin.

Hula ist sozusagen getanzte Sprache, also Tanzen nach den (fast immer) fröhlichen Liedern aus Hawaii. Deren Texte sind entweder englisch oder in der ursprünglichen hawaiianischen Sprache, die sich für uns sehr ungewöhnlich anhört. Die Inhalte der Lieder und Gefühle lassen sich durch die Tanzschritte und geschmeidigen Handbewegungen sehr schön ausdrücken. Körper und Geist sind beide gefordert durch das Lernen von Choreografien und die Koordination mit den fließenden Bewegungen. Diese Art des Tanzens tut auch (meinem) Rücken und Beckenbereich so unendlich gut, und in den Armen und Schultern haben Alterserscheinungen keine Chance! Außerdem driftet frau weg aus dem Alltag und träumt sich in die tropische Landschaft von Hawaii oder den Strand von Waikiki ~ ~ ~ 



Mit Hawaii assoziiert man automatisch auch eine Ananas, aber das ist wieder eine andere Geschichte (folgt)...





Freitag, 20. November 2020

fröhlicher Hirse-Auflauf

 

Im Mittelalter bezeichnete man Hirse als das "fröhliche Getreide". Heute meint man damit eher, dass sie auch bei jahreszeitlichen Depressionen helfen kann, also bei der berüchtigten Winterdepression. Ob das auch für C-L-Quarantäne Depressionen gilt? 

Hirse ist auf jeden Fall unglaublich vielseitig und steckt voller gesunder Vitalstoffe, ist glutenfrei und leicht bekömmlich. Sie ist nicht nur seit Tausenden von Jahren ein wichtiges Lebensmittel, sondern auch in der Heilkunde bewährt und wirkt aufbauend, wärmend, verjüngend, nervenstärkend, entwässernd, entgiftend und entzündungshemmend. Das klingt sehr nach Superfood, oder? Hirse wäre es wert, öfter auf dem Speiseplan zu landen! 



Von den vielen Hirsesorten soll die Goldhirse am gesündesten sein, sie ist auch im heutigen Auflauf mit Äpfeln enthalten. 

Das Rezept stammt aus diesem sehr netten Kochbuch, das ich neulich bei Maria gewonnen habe 😍 


Das Buch enthält gesunde fantasievolle Gerichte und gute Ideen von Mitgliedern des Österreichischen Verbandes der Ernährungswissenschaften nach dem Motto "selbst und frisch kochen". Maria hat es hier näher beschrieben und selbst auch ein rotes Curry beigesteuert. Ich habe mir außer dem Hirse-Auflauf noch einige weitere schöne Gerichte markiert. 

 

Topfen-Hirse Auflauf

(für 1 Form von ca. 24 cm DM)

150 g Goldhirse
250 ml Milch
125 ml Wasser
1 Prise Salz

2 Eier (M), getrennt
1 Prise Salz
250 g Topfen / Quark
1 EL, ca. 30 g Rohrohrzucker und Vanilleextrakt (orig. nur 1 P. Vanillezucker)
optional 1/2 bio Zitrone, Schale und Saft
2 große Äpfel (orig. 4 mittelgroße)
etwas gemahlener Zimt

Butter für die Form

Zubereitung:
Zuerst die Hirse kochen. Dazu Milch und Wasser mit der Prise Salz aufkochen lassen und die Hirse einrühren. Unter gelegentlichem Rühren sanft köcheln, bis die Hirse die Flüssigkeit aufgenommen hat. Dann zugedeckt quellen und auskühlen lassen.

Das Backrohr auf 180°C vorheizen und eine Form gut mit Butter bestreichen. 

Die Äpfel schälen, vierteln und blättrig schneiden. Mit ein wenig Zitronensaft und beliebig viel Zimt vermischen. 

Die Eier trennen. Eiklar mit einer Prise Salz zu Schnee schlagen und beiseite stellen.
Eidotter mit Zucker und Aromen schaumig schlagen und den Topfen einrühren. Dann die Hirse einmengen und zum Schluss den Eischnee. 

Die Hälfte der Masse in die Form streichen, die Äpfel darüber verteilen und die restliche Hirse-Topfen Masse darüber verstreichen. Den Auflauf im Rohr rund 45 Minuten backen (im Original nur 30 Minuten, aber das wäre mir zu kurz gewesen). 

Anzuckern und am besten (lau-) warm servieren, bei uns gab es einen Zwetschkenröster dazu. 


Sehr sehr köstlich!


Es ist laut Originalrezept außer einem Packerl Vanillezucker kein Zucker im Auflauf enthalten. Ich war erst skeptisch, dachte an einen Fehler im Rezept und habe wenigstens einen guten Esslöffel Zucker verwendet. Für uns hat die Süße (oder eher nicht-so-Süße) dann aber genau gepasst! 

Der Auflauf kann als Hauptspeise (nach einer Suppe) oder als warmes Dessert serviert werden. Empfehlung! 

~ ~ ~

Einen Hirse-Tipp habe ich gelesen: Zur Entgiftung 1x pro Woche einen Hirsetag einlegen: gekochte Hirse mit gedünstetem Obst oder Gemüse 3x täglich essen und viel Tee (Brennessel, Birke, Mariendistel) über den Tag verteilt trinken, Gewürze sind erlaubt. Ich werde das sicher einmal ausprobieren...


Übrigens, könnte Hirse durch ihren Kieselsäuregehalt von Vorteil sein bei der Behandlung von Lungen- und Bronchien-Erkrankungen (Quelle www). Ich (als medizinische Laiin!) finde das in Zeiten wie diesen nicht uninteressant, oder? In diesem Sinne bleibt und haltet euch alle gesund!



Samstag, 31. Oktober 2020

mein Oktober war pink rosarot


Wenn Andrea in ihrem Blog die Zitronenfalterin, fragt, wer oder was unsere Oktoberlieblinge waren, ist bei mir die Antwort heuer eindeutig -- pink rosarot! Diese Farbe hat mich den ganzen Monat hindurch in irgendeiner Weise begleitet. 
Die schönen, aber giftigen, Herbstzeitlosen (Foto oben und unten) wachsen übrigens recht zahlreich im Lainzer Tiergarten in Wien. 










Meine persönliche Challenge im Oktober aber war es, die Farbe pink auch in der Küche weiter zu verfolgen, also etwas farblich passendes zu kochen oder zu backen. Nicht immer waren die Speisen pink oder rosarot, aber zumindest rötlich... 




Zwetschken-Tarte

Tarte Tatin mit roten Zwiebeln nach "Bruno"

etc.


Das Rezept für einen pinken Aufstrich (siehe unten) am heutigen letzten Oktobertag ist von der Farbe her ein Hit, oder? Kein Wunder, denn Rote Rüben bzw. Bete färben immer intensiv und kräftig! Auch das, was sie nicht färben sollen...


schneller Aufstrich mit Roten Rüben
(für 1 kleines Gläschen)

ca. 90 g gegarte rote Rüben / Bete
3 EL Frischkäse natur
Salz
Pfeffer
etwas Kümmel
1 Prise Thymian
1 Spritzer Balsamico
ca. 1 TL Kren / Meerrettich

Zubereitung: Die roten Rüben in Würferl schneiden und gemeinsam mit dem Frischkäse mit dem Mixstab fein pürieren. Würzen und frisch geriebenen Kren je nach Belieben bzw. Schärfe einrühren. 

Nicht nur farblich bestens!! Der Aufstrich sollte aber gut gewürzt sein, finde ich, sonst könnte er  langweiliger schmecken, als er aussieht. 





Die bekannte rosa Schleife schmückt auch das derzeit wichtigste Utensil - auf den Brustkrebsvorsorge-Monat Oktober und das pink ribbon Symbol habe ich hier und hier ja bereits hingewiesen. (Das Kochen nach Farbe zu diesen Beiträgen hat mir großen Spaß gemacht und auch Maria, Mädel vom Land, hat sich mit einem schönen Rezept angeschlossen.)

Trotzdem schreibe ich als medizinische Laiin gern jetzt Ende Oktober zum 3. Mal (und hoffe, ich gehe euch damit so auf die Nerven, dass ihr mir nun glaubt...), wie wichtig Brustkrebsvorsorge in jedem Alter ist! Das Selbstabtasten der Brust und die Mammographie, die rosa Schleife erinnert daran. Ich trage sie gern und fühle mich solidarisch mit Betroffenen. Der Erlös von pink ribbon Produkten kommt Bedürftigen und u.a. auch der Forschung zugute. Diese hat im letzten Jahrzehnt wirklich große Fortschritte in der individuellen Krebstherapie und Entwicklung von Medikamenten gemacht, die Hoffnung geben. In diesem Sinne beende ich meinen Oktober in pink. 




verlinkt zu Andrea, Zitronenfalterin
ein schönes Monatsmotto, liebe Andrea,
liebe Grüße aus Wien