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Donnerstag, 12. Juli 2018

"Marillenknödel" Auflauf im Glas für Faule


wie bitte?
Nein, ich habe nicht fertige Marillenknödeln in einen Auflauf verwandelt, sondern habe einen Topfenauflauf mit Marillenhälften (Aprikosen) und Butterbrösel-Topping im Glas gebacken.... sozusagen Marillenknödeln für Faule ;-)
sehr genial, kann ich euch sagen!!

Meinen liebsten Topfenauflauf (Quark) habe ich vor 5 Jahren schon einmal gezeigt (klick). Er ist ein Ganzjahres-Dessert, wir essen den leichten Auflauf im Sommer gern mit frischen Beeren, im Winter mit tiefgekühlten Beeren, aber es passt alles mögliche Obst darauf und dazu.


Topfenauflauf Grundrezept
für eine mittlere Auflauf-Form oder 4 - 6 Portionsschüsserl

3 Eier
1 Prise Salz
120 g Zucker, ca. 4 EL
250 g Topfen / Quark, 1 Packung
Vanille, Zitronenschale
50 g Dinkelmehl, ca. 1 gehäufter EL

Das Backrohr auf 180°C vorheizen und eine Auflauf-Form befetten und bebröseln.
Eiklar mit Salz steif schlagen und dabei die Hälfte des Zuckers einrieseln lassen, beiseite stellen.

Eidotter mit Topfen, dem restlichen Zucker und den Aromen schlagen. Das Mehl und den Eischnee mit einem Löffel unterrühren. 
Den Teig in die vorbereitete Form leeren, mit frischen oder TK-Beeren oder anderem Obst belegen und ca. ½ Stunde backen. 


"Marillenknödel" Auflauf
für 4 - 6 Portionsschüsserl
Grundrezept für den Teig wie oben.

weitere Zutaten:
50 g Butter
2 EL Semmelbröseln und zusätzliche für die Formen
1 TL Zucker
pro Portion 1/2 Marille (Aprikose)

Zubereitung:


Das Backrohr auf 180°C vorheizen.
Die Marillen waschen, mit einem Messer halbieren und den Kern entfernen.
Die Butter in einem Pfännchen sanft schmelzen. Mit einem Pinsel werden nun 4 (ich) oder 6 Portionsschüsseln (aus Glas) befettet und mit Bröseln ausgestreut.
In die restliche geschmolzene Butter werden 2 gute EL Bröseln und der Zucker eingerührt.
Den Teig wie oben zubereiten und in die Formen verteilen. Jeweils eine halbe Marille mit der Außenseite nach unten hinein setzen, ein bisschen eindrücken.
Die Butterbröseln auf die Marillen häufen.
Im Rohr eine gute halbe Stunde backen. Herausnehmen, ein bisschen auskühlen lassen, bezuckern und genießen!

Tipp: Die Formen nicht zu voll füllen, der Auflauf geht rel. stark auf, fällt aber beim Auskühlen wieder etwas zusammen.


hier frisch aus dem Rohr, nicht in Portionsschüsseln, sondern in der Auflauf-Form gebacken und dann portioniert

Empfehlung! Jetzt!
Die Marillenzeit ist bald um ;-)


Rezept für "echte" Marillenknödeln (klick), wer mag sie noch so gern wie ich?



Mittwoch, 21. Juli 2021

Marillenzeit ist!

 

Mmmm... Marillenzeit und "alles Marille" heißt es momentan auch in der Wachau, wo "Marillenfeste" stattfinden. 

Mit Marillen (Aprikosen) gibt es einige bewährte Rezepte auf meinem Blog, klickt doch das Label "Marille" an!


Mit den schönsten Marillen bereite ich als erstes immer Knödel zu (zum Beispiel nach diesem Rezept), dann folgt Kuchen und zum Schluss wandern die reiferen und nicht mehr so einwandfreien Früchte in Marmelade und pürierte Saucen. 😋

Das Foto oben zeigt Topfenpalatschinken, bedeckt mit einer warmen Marillensauce und ein paar roten Ribiseln aus dem Garten (für meine lieben deutschen Leser*innen: Quark-Pfannkuchen, Aprikosensauce, Johannisbeeren). 


Ein sehr interessanter neuer Kuchen in Kombination mit einer "alten" und bewährten Dessertcreme kommt hier:


dunkler Marillenkuchen (Aprikose)

(für 1 kl. Blech)

Gleichschwer-Teig mit Buchweizenmehl und Kakao:
180 g weiche Butter
180 g Zucker
4 Eier (M) Zimmertemperatur
1/2 bio Zitrone, Schale und Saft
1/2 P. Weinstein Backpulver

110 g Dinkelmehl
55 g Buchweizenmehl
15 g ungesüßter Kakao
(in Summe 180 g)

einige schöne Marillen, geviertelt, zum Belegen

Zubereitung:

Das Backrohr auf 180°C vorheizen und ein Backblech + Papier bereit stellen. Die Marillen vierteln. 

Butter mit Zucker schaumig schlagen und nach und nach die Eier einschlagen. Zitronensaft und die restlichen trockenen, miteinander vermischten Zutaten einrühren. Den Teig auf das Backblech streichen, reichlich mit Marillen belegen und etwa 25 Minuten backen. 



"kalifornisches Dessert" mit kalter Marillensauce

aus meiner Schulzeit (klick)

Pudding-Joghurt-Creme:
2 Eiklar
1 Prise Salz
1 EL Zucker

375 ml Milch
100 g Zucker inkl. Vanille
30 g Stärkemehl
2 Eidotter

250 ml Naturjoghurt

Marillensauce:
einige Marillen
Zucker nach Geschmack
etwas Marillensaft oder Likör

Zubereitung:

Für die Creme wird zuerst mit Eiklar, Salz und Zucker ein fester Eischnee geschlagen und beiseite gestellt. 
Alle Zutaten für den Pudding (außer dem Joghurt) in einem Topf unter Rühren erhitzen und eindicken lassen, nicht kochen. Den Eischnee vorsichtig unterheben und die Mischung ein wenig auskühlen lassen.
Zum Schluss das Joghurt einrühren, die Creme in Gläser verteilen und kalt stellen.
Alle Zutaten für die Marillensauce vermixen und abschmecken, die Sauce wird in diesem Fall nicht gekocht. 
Erst direkt vor dem Servieren kommt die Fruchtsauce auf die Creme. Die Creme wird von kleinen Kuchenstücken begleitet, zum gemeinsamen Genießen! 

Das Dessert schmeckt Jahrzehnte nach der Schulzeit immer noch gut. 😋

Der Kuchen mit Buchweizenmehl passt sehr gut dazu, fanden wir. Der Buchweizengeschmack ist recht dominant, ggf. könnten die Mehlsorten-Mengen dem persönlichen Geschmack angepasst werden. 


Wie "feiert" ihr denn die Marillenzeit?




Donnerstag, 27. Juli 2017

Marillen-Genuss in rot-weiß-rot: Wiener Wäschermädeln



"Genuss in rot-weiß-rot" mit typischen österreichischen Gerichten steht heute ganz im Zeichen der Marille oder Aprikose.
Sie sind bei uns jetzt vollreif und Marillenrezepte kann man doch nie genug haben, oder? Ich bin gespannt auf die Rezepte der anderen Teilnehmerinnen - die Linkliste findet ihr ganz unten. Danke diesmal an Susi Turbohausfrau fürs Organisieren!

Meine bisher geblogten Marillenrezepte:
div. Marillenkuchen mit Mandeln und Lavendel (klick),
Marillenfleck aus Germteig / Hefe- (klick),
Marillenknödel mit Topfenteig (klick)



Diese Marillen oben sind "Ungarische Beste" mit den roten Backerln, die Sorte ist sehr robust und wird auch in der Wachau teilweise angebaut. Sie schmecken aromatisch, süß-säuerlich und werden nicht mehlig. Die Ur-Marille stammt vermutlich aus Armenien, andere Quellen sagen China... wie auch immer, in der Wachau gedeihen Marillen jedenfalls seit 2.000 Jahren.



Bei mir gibt es heute eine typische Süßspeise aus der alt-Wiener Küche, die aber leider in Vergessenheit geraten ist: die "Wiener Wäschermädeln".

Das sind Marillen mit Marzipan als Kern und in Backteig ausgebacken. Das männliche Pendant sind die "Schlosserbuben", wo Dörrzwetschken (Pflaumen) mariniert mit Schnaps, mit Backteig umhüllt und ausgebacken werden. Beide sind es wert aus der Versenkung geholt zu werden!


"Wir Wiener Wäschermädel wollen weiße Wäsche waschen, wenn wir wüssten, wo weiches Wasser wär´" 
Das kalkhaltige (harte) Wasser in Wien war in früheren Zeiten ein Problem beim Wäschewaschen.
Denn Wäschermädel oder Waschweiber gab es tatsächlich in Wien im 18. und 19. Jahrhundert. Wer auf sich hielt in der Kaiserstadt ließ seine Wäsche außer Haus von einem Wäschermädel besorgen. Typisch waren ihre großen Butten am Rücken, in denen sie die Wäsche transportierten. Gewaschen wurde das ganze Jahr über an Waschplätzen an den Bächen und Flüssen oder in einem "Waschhaus"; für das Trocknen gab es eigene Flächen. Die Frauen leisteten harte Arbeit um wenig Geld und wurden als frivol, aber auch als schlagfertig und mit losem Mundwerk dargestellt. 



+++


Beim Rezept habe ich mich wie so oft an Ewald Plachutta und "Die gute Küche" (siehe www) orientiert. Er sieht pro Person drei gebackene Marillen vor, ich finde, für ein Dessert reichen zwei, aber jede wie sie will...



Wiener Wäschermädeln 
(für 4 Pers.)
8 (bzw. 12) Marillen

Fülle:
150 - 180 g Marzipan
1 kl. Gläschen Marillenlikör (Marillenbrand oder Saft)

Backteig:
200 g Mehl
250 ml Weißwein (auch möglich Bier oder Mineralwasser)
2 Eier
40 g Butter, zerlassen
1 Prise Salz

weiters:
1 EL Stärkemehl zum Wälzen
reichlich Öl oder Kokosfett zum Ausbacken
Staubzucker/Puder- zum Bestreuen


Die Marillen gut waschen. Mit einem Messer schneidet man sie oben und unten ganz wenig kreuzweise ein und stößt den Kern mit einem Kochlöffelstiel vorsichtig heraus. Das geht sehr gut, wenn es vollreife Früchte bzw. "Kerngeher" sind. Die Marillen sollen NICHT halbiert werden, sondern ganz bleiben.
Die Marillen kann man dann mit Likör beträufelt im Kühlschrank parken.

Die Fülle kann bereits am Vortag zubereitet werden. Es wird Marzipan mit beliebiger Flüssigkeit verknetet und längliche Kugerl in Marillenkerngröße geformt und eingefroren. Diese "Kerne" werden dann in die Marillen gesteckt.
Eine 2. Möglichkeit ist, die (bei mir) zu weiche Fülle in einen Spritzsack mit langer Tülle zu füllen und damit die Marillen zu füllen.

Für den Backteig zuerst Eiklar mit einer Prise Salz schlagen, aber nicht zu steif. Mehl mit Wein vermixen, Eidotter und die geschmolzene Butter dazugeben und zum Schluss den Schnee unterheben.

Nun kommt das Ausbacken: in einem hohen Topf reichlich Öl erhitzen. Die Marillen abtrocknen, in Stärkemehl wälzen und jeweils einen Zahnstocher als "Griff" hineinstecken. Dann gut durch den Backteig ziehen und langsam goldgelb ausbacken. Anzuckern und warm servieren.

Am besten passt dazu eine mollige Vanillesauce oder eine feine fruchtige Marillensauce oder auch beides...



Marillensauce
50 g Kristallzucker
125 ml Weißwein (oder Saft)
300 g Marillen, klein geschnitten
optional etwas Marillenlikör oder (Inländer) Rum

In einem Topf den Zucker karamellisieren lassen, aufgießen und die Marillenstücke dazugeben. Kurz köcheln lassen, dann pürieren und abschmecken (nachzuckern je nach Belieben und Süße der Früchte). Wer es besonders fein haben will, streicht die Sauce noch durch ein Sieb.



Fazit: die Wiener Wäschermädeln mit den zwei geschmacklich gegensätzlichen Saucen sind ein äußerst köstliches Dessert! Beide Rezepte schmecken auch alkoholfrei!
Die Vanillesauce gehört geschmacklich unbedingt dazu, die 2. Sauce kann man variieren oder auch frische Früchte dazu geben. Empfehlung!


Linkliste:

(Marilleneis mit Haselnusskaramell)




Mittwoch, 18. Juli 2018

schneller Marillenkuchen

 
 "Ich bin´s, deine Marille"
Solche witzigen Plakate mit verschiedenen regionalen Obst- und Gemüsesorten hängen jetzt überall in Wien und wollen auf die Initiative "Da komm ich her", Frisches aus der Region (Info) aufmerksam machen (total unbezahlte Werbung).



Meine Marillen für den Kuchen stammen aber aus dem Garten, der Marillenbaum trug heuer so üppig wie schon lang nicht. 



schneller Marillenkuchen mit Becherkuchenteig

(für ein Backblech)
1 Becher Sauerrahm (ich), Joghurt oder ein anderes Milchprodukt
3 Eier
1 Becher Zucker
1/2 Becher Öl
2 Becher Mehl
1/2 P. Weinstein-Backpulver
1 Bio-Zitrone - Schale
optional etwas Inländer-Rum
reichlich Marillen geviertelt zum Belegen

Maßeinheit ist ein handelsüblicher 250 ml Becher oder ein beliebig großes Glas. 

Zubereitung:
Das Backrohr auf 180°C vorheizen. 
Eier mit Zucker und Aromen schaumig schlagen, das Öl einfließen lassen und das Milchprodukt dazu geben. Mehl mit Backpulver vermischt mit einem Löffel einrühren.
Den Teig auf ein Backblech (+ Papier) streichen und mit reichlich geviertelten Marillen belegen. Etwa 25 Minuten bis 1/2 Stunde backen.




weitere Marillenkuchen-Rezepte (klick)




das ist eine andere Geschichte ;-) 




Mittwoch, 22. Juli 2026

Sommerobst Marillenknödel



  Blog-Event CCXXXII - Sommerobst (Einsendeschluss 15. August 2026)

Ich freue mich sehr, dass ich momentan ein Blogevent bei der lieben Zorra ausrichten darf, bei dem sich alles um Obst dreht, das jetzt im Hochsommer reif und aromatisch ist. Wollt ihr auch mitmachen?




Wenn SIE reif werden wie gerade jetzt, dreht sich nicht nur in Krems am Eingang zur Wachau alles um die Marille bzw. Aprikose!



Marillenbäumchen im Topf

Seife


Orange ist momentan die angesagteste Farbe... 🍑


meine frisch eingelegte Marillen

Auch bei mir ... wir haben gestern eine Kiste voll schönster Marillen in der Wachau ab Baum, also frisch gepflückt, besorgt. Jetzt heißt es, sie nach und nach zu verarbeiten. Mit den ersten mache ich gerne Knödel, Kompott, Kuchen, die weichen werden dann zu Marmelade verkocht.



Heute habe ich ein neues Rezept für Marillenknödel mit Topfenteig ausprobiert und wir waren begeistert! Es stammt vom "Landhaus Bacher" in Mautern, gegenüber von Krems, von Spitzenkoch Thomas Dorfer (2 Michelin-Sterne, 5 Hauben). Er hat es sicher von seiner Schwiegermutter Lisl Wagner-Bacher übernommen. Die bislang erfolgreichste Köchin Österreichs hat sich aus dem "Landhaus Bacher" aber bereits zurückgezogen.

(unbezahlte Werbung)




Marillenknödel nach Thomas Dorfer

Zutaten für 6 Knödel:

6 einwandfreie Marillen / Aprikosen, im Ganzen
6 Stk. Würfelzucker

Topfenteig:
70 g weiche Butter
70 g Weizengrieß
70 g Mehl
1 Ei (M), getrennt
250 g Topfen / Quark
1 gute Prise Salz

zum Kochen:
Wasser
etwas Inländer-Rum
die Hälfte von 1 bio Zitrone
Vanille
1 EL Zucker
1 TL Salz

Butterbrösel:
50 g Butter
ca. 120 - 150 g Semmelbrösel
1 EL Zucker nach Belieben
Vanille
Zitronenabrieb von 1/2 bio Zitrone

Staubzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

  • Für den Topfenteig die Butter schaumig rühren, erst Eidotter beifügen, dann Grieß, Eiweiß und Salz. Nun abwechselnd Mehl und Topfen einrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Eine halbe Stunde im Kühlschrank rasten lassen. Ich habe ihn auf der bemehlten Arbeitsfläche dann noch einmal durchgeknetet.
  • Die Marillen an den Enden kreuzweise ein bisschen einschneiden und jeweils den Kern mit einem Kochlöffelstiel herausdrücken (wie hier) und durch ein Stück Würfelzucker ersetzen.
  • Mit bemehlten Händen Knödel formen und noch einmal in Mehl wälzen.
  • Die Knödel in einem großen Topf im Salzwasser mit den Aromen ca. 15–20 min leicht köcheln bzw. simmern lassen. Einzeln herausnehmen und sofort in den Butterbröseln wälzen.

  • Für die Butterbrösel die Butter in einer breiten Pfanne schmelzen und die Semmelbrösel auf kleiner Flamme unter Rühren langsam goldbraun rösten. Erst dann Zucker beifügen (er soll nicht karamellisieren), Vanille und den Zitronenenabrieb. 
  • Die Knödel ordentlich anzuckern und wer will beträufelt sie wie Thomas Dorfer noch mit flüssiger Butter (ich nicht).


Viel lieber mögen wir einen Marillenröster dazu (kalt oder warm), Marilleneis, einen Klecks Schlagobers (auf das habe ich vergessen) etc...


Marillenröster

ca. 500 g Marillen, mit Kern gewogen
50 g Zucker
50 ml Wasser
1 EL Zitronensaft
Vanille
1 Zimtstange
optional etwas Marillenlikör oder Inländer-Rum

  • Den Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze langsam schmelzen lassen, bis er leicht karamellisiert (nicht dunkel werden lassen). Das Wasser beifügen und rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
  • Die Marillen entkernen und vierteln. Dann gemeinsam mit Zitronensaft und Aromen zum Karamell geben und kurz im eigenen Saft köcheln lassen, bis die Marillen weich, aber nicht zerkocht sind. Die Konsistenz soll nicht zu flüssig sein - ein Röster ist kein Kompott!
  • Dann abschmecken (mehr Zucker?), die Zimtrinde entfernen und ggf. mit Marillenlikör oder Rum verfeinern. 
  • Der Marillenröster kann warm oder auch kalt genossen werden.


Marilleneis

300 g Marillen, mit Kern gewogen
2 EL Zucker
125 ml flüssiges Schlagobers / Sahne
1 Schluck Milch, nur nach Bedarf
optional 1 Fingerhut Likör

  • Die Marillen entkernen, vierteln und klein schneiden. Mit dem Zucker vermischen und eine halbe Stunde zugedeckt (Insekten!) ziehen lassen.
  • Die Früchte mit dem Mixstab pürieren und dann das flüssige Obers einmixen. Ist die Konsistenz zu dick, dann kann ein Schluck Milch beigefügt werden. Abschmecken und zugedeckt 1-2 Stunden im Kühlschrank kühlen und reifen lassen.
  • Dann kommt die Masse in die Eismaschine oder alternativ in einer flachen Form in den Tiefkühler (dann aber jede halbe Stunde auflockern).

 

Ein Genuss!! Wir waren vom neuen Marillenknödelrezept begeistert, der Teig schmeckt super, ist gelingsicher und Spitzenkoch-würdig! Die Kerne der Marillen durch Würfelzucker zu ersetzen, habe ich heute zum ersten Mal gemacht, es lohnt den kleinen Aufwand auf jeden Fall!

Probiert sie aus, große Empfehlung!

Liebe Grüße aus Wien!





Dienstag, 7. Juli 2015

"Samen der Sonne" Marillen und Mandeln


"Samen der Sonne" wurden die sonnig-orangen Marillen / Aprikosen einst von den Persern genannt. 

Diese grüne Marille von unserem Baum ist weit davon entfernt... der Baum kümmert im heurigen Jahr leider vor sich hin und sieht etwas zerzaust aus. Die meisten Früchte fallen grün vom Baum und die wenigen verbliebenen sehen eingedellt aus... das wird heuer nichts mit Einkochen und Verbacken. Zum Glück gibt es schon heimische Marillen zu kaufen, auch in der Wachau habe ich die ersten schon gesehen und da greife ich heuer besonders gern zu.

Mit Mandeln ergeben sich die köstlichen Kombinationen;
die Gleichung lautet: Marillen + Mandeln + Lavendel = Sommergenuss
in jedes Rezept unten würde Lavendelzucker passen...


Auflauf mit Mandeln und Marillen
meine ovale Form hat rd. 30 cm Länge


  • 4 Eiklar zu Schnee schlagen und beiseite stellen.
  • 4 Eidotter mit
  • 120 g Butter,
  • 120 g Zucker und
  • 120 g Topfen/Quark schlagen, 
  • 120 g geriebene Mandeln einrühren
  • 1 Bio-Zitrone - die abgeriebene Schale und dann den Eischnee unterheben. 
Die Masse in die befettete und bebröselte Form leeren, mit geviertelten Marillen/Aprikosen belegen und im vorgeheizten Rohr bei 180° ca. 40 Minuten backen. Noch warm als Dessert oder ausgekühlt zum Kaffee genießen. 



~ ~ ~


Tarte mit Mandeln und Marillen
für eine runde Form mit ca. 24 cm Durchmesser

Den Mürbteig ("1-2-3 und 1 Ei") von hier verkneten, auswalken, die befettete Form damit auslegen und einen Rand formen.

Mandelcreme:

  • 50 g weiche Butter
  • 50 g Zucker
  • 50 g Mandeln
  • 1 Bio-Zitrone - die abgeriebene Schale
  • etwas Inländer-Rum oder Weinbrand
  • 1 kleines Ei (optional, wenn die Masse zu fest erscheint)

Die Zutaten für die Creme verrühren und auf den Boden streichen, mit halbierten Marillen dicht belegen. Bei 180°C im vorgeheizten Rohr ca. 40 Minuten backen. Mit Lavendelblüten behübschen.


~ ~ ~


Schneller Becherkuchen mit Mandeln und Marillen
für ein eher kleineres Backblech, ansonsten die Menge verdoppeln.
Die Maßeinheit ist ein handelsüblicher Joghurt-Becher, bei uns sind das 250 ml, man kann genausogut ein Glas als Einheit benutzen.


  • 2 große Eier (oder 3 kleine) 
  • 1 Becher Kristallzucker 
  • 1 Becher Joghurt oder ein anderes Milchprodukt, wie Milch, Sauerrahm, Buttermilch etc.
  • 1/2 Becher (Raps-) Öl
  • 1 1/2 Becher Mehl
  • 1/2 Becher geriebene Mandeln
  • 1/2 P. Weinstein-Backpulver
  • 1 Bio-Zitrone - Schale
Die Eier zuerst mit dem Zucker gut aufschlagen, dann die restlichen Zutaten einmengen. Den Teig auf ein Backblech verstreichen, mit halbierten Marillen (und Ribiseln/Johannisbeeren etc. was der Garten so hergibt) belegen. Im vorgeheizten Rohr bei 180°C etwa 25-30 Minuten backen. Dann noch lauwarm oder ausgekühlt drüber herfallen... frisch schmeckt´s am besten und am nächsten Tag gibt´s einen neuen...



ein paar Lavendelblüten drüberstreuen...
so einfach und so gut!



~ ~ ~

heiß ist es heute...

 soll ich...?

so kann man die Hitze aushalten! 

und wie macht ihr das?