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Montag, 11. Mai 2015

Montagsschweinerei mit Pesto-Schweinsröllchen und Wein aus Hvar


Bei Sina Giftigeblonde und ihrem Montagsschweinerei-Dauerevent wollte ich schon lange einmal mitmachen... Kürzlich gab es hier Schwein und außerdem sollte das Gierschpesto weg und dieses hat sich dann als perfekter Begleiter zum Schweinefleisch herausgestellt.


Gefüllte Schweinsröllchen mit Gierschpesto und Speck, 
dazu Ofengemüse

Das Backrohr auf 175/180°C vorheizen

  • 1 (-2) Schweinsschnitzel pro Person ein bisschen klopfen, beidseitig salzen, pfeffern, 
  • mit wenig Zitronensaft beträufeln,
  • Gierschpesto (oder anderes nicht zu feines Pesto) großzügig draufstreichen,
  • Tiroler Speck (keinen mageren!) drauflegen und einrollen, mit einem Holz- oder Metallspießchen feststecken und 
  • in Olivenöl im (gusseisernen) Topf beidseitig kurz anbraten,
  • etwas Zitronensaft drüberträufeln,
  • Pesto auf die Röllchen streichen und 
  • mit Weißwein untergießen. 


Zugedeckt im Rohr etwa 1 Stunde schmoren lassen, zwischendurch die Flüssigkeit im Topf kontrollieren. Dann den Topf aus dem Ofen nehmen und rasten lassen; gleich das Ofengemüse (bei mir heute heurige/neue Erdäpfel mit Schale und grünen Spargel, gewürzt und mit Öl beträufelt) ins Rohr schieben.


heißß !! 
ein bisschen rustikal, sehr sehr köstlich!
etwas Pesto extra dazu reichen, schmatz!


Dazu hatten wir einen ebensolchen rustikalen süffigen Weißwein von der Insel Hvar (Kroatien), 
der noch nicht filtriert war und für uns frisch in Flaschen gefüllt und etikettiert wurde!





hier war der urige kleine und private Weinkeller in engen Gässchen von Vrboska auf Hvar,
der Besitzer vermietet auch Ferienwohnungen in einem Wäldchen oberhalb von Vrboska
(wir haben nicht dort gewohnt, aber es sieht nett aus, darum mache ich ein bisschen Werbung)


Hvar, wir kommen wieder...
und das Gericht wandert zu Sinas Montagsschweinereien


Montag, 1. Dezember 2014

Montagsschweinerei mit Katzengeschrei


Katzengeschrei und Sautanz (Schlachttag) gehören zusammen?


Die giftige Blonde hat sich da kürzlich eine blendende Montagsidee einfallen lassen, da es bei ihr am Sonntag oft Schwein gibt und man es bequem am Tag danach unter "Montagsschweinerei" verbloggen kann.

Bei uns gab es "Katzengeschrei"....
Keine Sorge, es werden jetzt keine Katzerln verwurstet und den Namen spricht man natürlich auch nicht hochdeutsch aus...


Mein altes Kochbuch sagt, dass die hungrigen Bauernhof-Katzen am Schlachttag beim Verwerten des Schweines wohl einfach gebettelt haben, um Fleisch- und Innerei-Reste zu erhalten, die dann aber eher in dieses gemischte Gericht gewandert sind. Es handelt sich einfach um ein Geschnetzeltes mit hauptsächlich Fleisch und beliebigen Innereien (Leber, Milz, Nieren..).

Ich kenne das Gericht von meiner Tante Hilda aus dem Kamptal in Niederösterreich, sie hat es nach der Weinlese gern für die Helfer gekocht. Meine Version ist "light", weil ohne Schweineschmalz und Grammeln (Grieben), die man auf die Beilagenerdäpfel geben sollte.





"Katzengschroa"

  für 3-4 Personen
  • 500 g Schweinefleisch (Schulter) länglich schneiden wie für Geschnetzeltes
  • 250 g Schweinsleber ebenso klein schneiden, am besten vorher kurz einfrieren, dann lässt sie sich besser schneiden. 


  • 2 -3 große Zwiebeln in reichlich
  • Rapsöl gut und langsam bei geringer Hitze braten (das kann ruhig 1/2 Stunde dauern, dabei immer wieder einmal rühren), dann das Fleisch mitbraten, dass sich die Poren schließen, wenig Farbe nehmen lassen,
    würzen mit:
  • Pfeffer (frisch gemörserter Szechuan-Pfeffer passt überraschend gut!)
  • reichlich Majoran
  • wenig Thymian
  • wenig Kümmel
  • 4 Knoblauchzehen zerdrückt,
    dann die Leber dazugeben und unter Rühren weiterbraten, mit
  • 1 EL Mehl stauben, nochmals durchrühren, mit
  • einem Glas Weißwein ablöschen und mit
  • Suppe (oder Wasser + selbstgemachte Suppenwürze) aufgießen,
  • Salz dazugeben und mindestens ½ Stunde zugedeckt dünsten, bis das Fleisch gut weich und die Sauce sämig ist. 

Das Gericht abschmecken und mit gekochten (rotschaligen und eher mehligen) Erdäpfeln zu Tisch bringen, die man in der Sauce gut zerdrücken kann. Einen guten Weißwein dazu trinken. Wir hatten heute im Eintopf und im Glas einen milden Neuburger aus der Thermenregion südlich von Wien, der sehr gut zu Leber passt.


Übrigens, "Kotzngschroa" ist auch ein ziemlich schräger T-Shirt Versand in deftiger Waldviertler Mundart...
(Werbung ohne Verlinkung, unaufgefordert und unentgeltlich)