Ich schaue ja ganz gern bei meiner Namensvetterin
Federica aus Polverara in Norditalien rein, sie füttert ihren Kochblog "
La cucina di Federica" beinahe täglich mit ansprechenden Rezepten und Bildern.
Obwohl ich nicht italienisch spreche (aber mich im Land wenigstens mit "Händen und Füßen" verständigen kann), habe ich schon das eine oder andere ihrer Gerichte nachgekocht.
Vor ein paar Tagen hat sie eine
Marmorkuchen-Variante mit Amaretti gebacken, die ich unbedingt probieren wollte. Das Originalrezept ("Plumcake cacao amaretti mandorle") könnt ihr
hier sehen, bei ihr sieht der Kuchen natürlich toll aus!
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| das ist mein Kuchen und ich nenne ihn: |
Federicas Marmorkuchen
Zutaten für 1 Kastenform:
- 200 g weiche Butter und
- 170 - 180 g Kristallzucker schlagen, nach und nach
- 6 ganze Eier einzeln dazugeben und weiterschlagen, mit einem Schuss
- Amaretto-Likör (oder ersatzweise Rum) aromatisieren.
- 300 g Weizenmehl mit
- 70 g Stärkemehl und
- 1 P. Weinstein-Backpulver trocken vermischen und gemeinsam mit
- etwa 6 EL Milch (nach Bedarf) mit einem Kochlöffel unterrühren.
Etwas mehr als die Hälfte von diesem hellen Teig wird in eine vorbereitete Kastenform gefüllt.
In den restlichen Teig werden nun
- 50 g gehackte (oder geriebene) Mandeln,
- 40 g Amaretti-Keks grob gehackt und
- 30 g Kakao mit
- etwa 5 EL Milch eingemengt.
Den dunklen Teig nun über den hellen in die Kastenform füllen, mit Schokostückchen oder handelsüblichen Schokostreuseln bestreuen und bei 175°C im vorgeheizten Rohr ca. 55 Minuten backen.
Der Kuchen schmeckt fantastisch und der Amaretto-Geschmack ist dezent. Wer ihn gern deutlicher herausschmecken möchte, erhöht die Likörmenge und verringert die Milchzugabe!!
Federica kocht wie erwähnt in
Polverara, das ist ein kleiner Ort südöstlich von Padua.
Wenn man im www sucht, findet man das "
Polverara-Huhn". Ich kannte diese Rasse bis jetzt nicht und sie dürfte auch nicht sehr verbreitet sein. Die Hühner sind entweder schwarz oder weiß mit einem
Schopf auf dem Kopf und sind größer als normale Hendln. Sie benötigen einen großen Auslauf und sind demnach nur für extensive Haltung im Freien geeignet. Man kann sich vorstellen, dass die Fleischqualität daher sehr gut ist und das Huhn als Delikatesse gilt.
Jedes Jahr im Dezember findet in Polverara die "Fiera della Gallina Polverara", also eine Messe bzw. ein Markt zu Ehren dieses Huhns statt. Dort müsste es eigentlich zu verkosten sein. Werde ich mir für heuer vormerken...
In der Kirche San Michele Arcangelo in Padua soll es ein Fresko aus dem 14. Jahrhundert geben, das dieses besondere Huhn zeigt. Die Kirche kenne ich nicht, aber Padua und seine Kunstschätze sind sowieso eine Reise wert, jedoch das ist wieder einmal eine andere Geschichte...