Samstag, 2. März 2013

Der Noppler und seine Kastanien

Der Noppler ist der "Hausberg" von Stoob im schönen Mittelburgenland - wobei Berg leicht übertrieben ist, er ist gerade einmal ein langgestreckter Hügel mit rd. 300 Metern ähh "Erhebung". Die Stoober schauen aber recht auf ihren "Biri" (Mundartausdruck für Gebirge) und seine Kastanien- und Obstbäume - vor allem Birnen, Äpfel und Kirschen.

Bilder vom vorigen April vom Noppler

Seit ein paar Jahren steht dieses größte zusammenhängende Streuobstwiesen-Gebiet des Burgenlandes (manche sagen von ganz Österreich) unter Landschaftsschutz. Der Verein "Genussregion Mittelburgenländische Kaesten und Nuss" (Kastanien und Nüsse) ist auch Mitglied bei der österreichweiten Initiative "Genussregion".

Apropos Noppler-Kastanien. Die Imkerei Rohrauer lässt ihre Bienen zur Zeit der Kastanienblüte (gar so lang dauert´s nimmer) am Noppler fliegen. Das Resultat ist bester und würziger Bio-Kastanienhonig.

Bezugstipp für Wiener: Bio-Markt auf der Freyung, immer FR+SA.
Ich war erst gestern dort, bei den Rohrauers muss ich immer vorbeischauen. 

Da sich der Winter offenbar jetzt doch verabschiedet, gibt´s heute zum Abschluss noch einmal ein typisches Winterdessert:

Kastanienpalatschinken mit Bratapfelcreme und Kastanienhonig


Der Palatschinken/Pfannkuchen-Teig mit Kastanienmehl kommt von Eline (Küchentanz), die ihn mit pikanter Maroni-Fülle als Beilage zu Wild präsentiert hat. Ihre Beilagen-Variante schmeckt sensationell, aber die süße ist auch sehr gut!

Teig:

  • 1/4 l Milch
  • 2 Eier
  • ca. 2 Esslöffel Kastanienmehl
  • ca. 3 Esslöffel Weizenmehl (Universalmehl)
  • eine gute Prise Salz
Den Teig eine Zeitlang rasten lassen, dann Palatschinken/Pfannkuchen wie gewohnt backen, sie werden durch das Kastanienmehl aber dunkler. 

Fülle:
  • 3 Äpfel vierteln, Kerngehäuse entfernen, aber nicht schälen, im Backrohr bei 180°weich braten, dann mit dem Mixstab pürieren, 
  • etwa 1/8 l Schlagobers/Sahne steif schlagen und unter das Bratapfelmus heben - nicht zu viel, etwas zum Behübschen übrig lassen. 
  • eine Handvoll gegarte Maroni/Kastanien klein schneiden und dazumischen. Ich hatte noch eine letzte Packung vakuumierte Maroni von ja....  aufzubrauchen, ich finde, sie schmecken sehr gut. . 
  • mit einer Prise Zimt verfeinern. 
Ich habe die Fülle nicht gezuckert, aber es kommt auf die Apfelsorte an und wer es gern süßer mag.... (Ich könnte die Creme übrigens gleich so löffeln.) 

Die Palatschinken nun großzügig füllen, einrollen oder vierteln, mit einem Klecks Schlagobers verzieren und ebenso großzügig mit Kastanienhonig beträufeln.
Bitte verwendet wirklich guten (Bio-) Honig, denn er ist das "Tüpfelchen auf dem i" bei dieser Süßspeise. 




Ich habe Kastanienpalatschinken auch einmal mit gesüßtem Quittenmus gefüllt (!!), und mit sommerlichen, nicht zu sauren Früchten schmecken sie sicher auch gut!!
Bald ...


Kommentare:

  1. Hallo Friederike!
    Da nehme ich schon beim Lesen des Rezeptes zu!
    Lieben Gruß
    Lemmie

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    1. aber geh, in der Fülle sind eh fast nur Äpfel drin...
      lg

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  2. Ach es gibt auch noch gute Nachrichten! und Kastanienpfannkuchen, tolle Idee.

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