Donnerstag, 18. September 2014

das beste Pesto trapanese ever


keine Sorge, es geht jetzt nicht dreisprachig weiter ;-)

Ich habe zwei Lieblingspesti (ist das eh die Mehrzahl von Pesto?), eines mit getrockneten, eingelegten Paradeisern und Walnüssen und das Mandelpesto aus Trapani in Sizilien. Letzteres ist auch in diesem neuen Kochbuch von Claudio Del Principe und Katharina Seiser beschrieben, nach dem ich auch den saftigen Apfelkuchen neulich gebacken habe.



Das sizilianische Pesto trapanese mit Mandeln habe ich heuer bei Ariane gesehen und lieb gewonnen. Claudio mischt jedoch auch trocken geröstete Semmelbrösel hinein und genau diese machen dieses Pesto für mich noch besser und geben einen ganz besonderen Geschmack!


Pesto trapanese nach "Italien vegetarisch"
  • ·        40 g geschälte Mandeln trocken hellbraun geröstet
  • ·        1 gute Handvoll frische Basilikumblätter
  • ·        10-12 Rispentomaten halbiert
  • ·        2 (-3) Knoblauchzehen (nicht zu viel)
  • ·        etwas Salz und Pfeffer
  • ·        einen guten Schuss Rapsöl

Zuerst die Mandeln in der Moulinette mahlen, dann die weiteren Zutaten mitmahlen und in eine Schüssel umfüllen.
  • ·        40 g Semmelbrösel in der Pfanne trocken braun geröstet
  • ·        2 EL fein geriebener Pecorino
  • ·        mind. 50 ml bestes Olivenöl erst zum Schluss nach Bedarf einrühren (nie mixen!)


Die restlichen Zutaten mit einem Löffel einmengen, bis das Pesto die richtige Konsistenz hat, eventuell braucht es etwas mehr Olivenöl. 


Im Original bereitet man ein Pesto natürlich im Mörser zu, aber - ehrlich - macht das tatsächlich einen schmeckbaren Unterschied? Allerdings soll dieses Mandelpesto auch nicht zu fein gemixt sein.


Es war köstlich!
Ich könnt´es löffelweise essen... und ich oute mich als Pesto-aufs-Brot-Streicherin ;-)




Drüben ist Sizilien, ich war leider noch nicht dort.
Das ist der Blick von Reggio calabria übers die Straße von Messina an einem stürmischen Wintertag.






Samstag, 13. September 2014

Himmel, Brücke und Wildkatzen im Nationalpark Thaya

Himmel über dem Thayatal im Norden von Niederösterreich

Für Katjas Himmelsbildersammlung Nr. 130 habe ich heute leider nur einen kleinen Himmelsausschnitt, ich schicke ihn trotzdem zu ihr.

Wir waren wandern am vergangenen Sonntag, der Himmel war bedeckt, aber es war soo furchtbar schwül. Es regte sich kein Lüftchen und die Insekten freuten sich über jeden Wanderer im Wald und am Fluss....


Der Fluss Thaya ist hier die Grenze von Niederösterreich zu Tschechien und der kleine Nationalpark Thayatal ist grenzübergreifend. Er ist ein Symbol für das Zusammenwachsen einer Region, die durch den Eisernen Vorhang lang getrennt war. Berühmt ist auch die Brücke über den Fluss bei der kleinen Grenzstadt Hardegg.

Auf der Thayabrücke ist noch bis Oktober eine kleine Fotoausstellung zur Geschichte zu sehen, ich habe ein paar Fotos abgelichtet; sie haben mich sehr berührt:

die Thayabrücke bei Hardegg zur Zeit des Eisernen Vorhanges,
rechts am tschechischen Flussufer sieht man Panzersperren, es war auch Stacheldraht darüber,
auf dem Bergrücken waren Wachtürme

1989 erste Begegnungen auf der Brücke, dann wurde sie instand gesetzt und 1990 wieder eröffnet 

heute ist die Brücke für Fußgänger und Radfahrer immer offen!


Was hat das mit Wildkatzen zu tun?
Nun, es gibt sie hier wieder! Nicht nur im Wildkatzengehege beim Nationalparkhaus, sondern mit ziemlicher Sicherheit auch frei lebend im Wald. Das zeigt zumindest die "Lockstockmethode", wo Katzenhaare an präparierten Holzpflöcken im Wald haften bleiben.

Auf jeden Fall ist der "Wildkatzenweg" im Thayatal eine nette kleine Wanderung nicht nur mit Kindern, Ausgangspunkt ist das Nationalparkhaus. Daher schicke ich diesen Tipp an die Kärntnerin und ihren Winzer für ihre "Hinterhofreisen" Travel Your Backyard. Von eurem Dorf ist der Nationalpark ja nur einen Katzensprung entfernt und auch von Wien nicht so weit.




Kletterpfad für menschliche Wildkatzen
der Wald ist voller Schwammerl, aber das ist eine andere Geschichte...


hier gibt es auch Infos und Übersichtskarten.

Freitag, 12. September 2014

Apfelkuchen aus "Italien vegetarisch"



Ich packe das neue Kochbuch Italien vegetarisch von Claudio Del Principe und Katharina Seiser
aus, schlage es auf und lande bei einem Apfelkuchen oder Torta alle mele. Da kam meine Apfel-Lieferung aus dem Weinviertel gerade recht...

5 Apferl für den Kuchen

Apfelkuchen 
nach Italien vegetarisch

für 1 Springform mit 24 cm (Original) oder 2 kl. Springformen mit 18 cm,
die Formen mit Backpapier belegen und den Rand befetten, das Rohr auf 180°C vorheizen.

Äpfel:
  • 3-4 säuerliche Äpfel schälen, 2/3 würfelig und den Rest in Spalten schneiden.
    Ich habe von meinen 5 kleineren Apferln (siehe oben) 4 gewürfelt und einen Apfel kurz bevor ich den Kuchen ins Rohr schob, frisch in Spalten geschnitten zum Drauflegen.
    Die Apfelwürferl mit 
  • 1/2 Zitrone - Saft vermischen, dass sie nicht braun werden. Claudio nimmt nur Zitronenabrieb und keinen Saft, aber im Moment sind Bio-Zitronen schwer zu bekommen. 
  • 100 g geschälte Mandeln trocken geröstet und grob gehackt, dazumischen.
    Ungeschälte Mandeln gehen auch - verzeih, Claudio ;-)

Teig:
  • 100 g weiche Butter, 
  • 1 Vanilleschote - Mark und
  • 100 g Kristallzucker oder Rohrzucker schaumig schlagen,
  • 2 Eier im Ganzen dazugeben, 
  • 100 g italienisches Weizenmehl 00 (Ersatz Universalmehl) und
  • 1 TL Weinstein-Backpulver darübersieben. 

Äpfel und Teig vermischen und zum Schluss
  • 200 ml steif geschlagenes Obers/Sahne vorsichtig unterrühren. 

Die Masse in die Form(en) streichen, mit den frisch geschnittenen Apfelspalten belegen und im Rohr backen. Meine 2 kleinen Formen haben gute 30 Minuten gebraucht. Unbedingt die Stäbchenprobe machen, der Fruchtanteil ist groß - deshalb ist es auch "sicherer", zwei flache als einen hohen Kuchen zu backen. 




Kostet den Kuchen, solang er noch lauwarm ist! Dann schmeckt er am allerbesten.
So einen fruchtigen, leichten Apfelkuchen habe ich lang nicht gegessen. Die Mandeln passen gut in den Teig und er schmeckt dadurch ganz leicht nach Marzipan. 
Normalerweise habe ich gern Zimt im Apfelkuchen, aber hier geht er mir nicht ab... 

Empfehlung für den Kuchen und für das ganze Kochbuch!!



Samstag, 6. September 2014

Himmelsbilder und Bergsee



Von der Schönheit von Bergseen hat Katja (die Raumfee) geschwärmt und mir geht es genauso, ich schwärme gleich mit von einem ganz besonderen Karsee oberhalb der Baumgrenze.
Und ich schicke auch gleich ein paar Himmelsbilder zu ihr (ganz unten) für ihre samstägliche Sammlung.



Es war unerwartet still dort oben am See auf 2000 m Höhe, außer uns war gerade niemand unterwegs, ringsum Felsen und noch gut 500 Meter höher ein markanter Berggipfel. Dunkle Wolken und Nebelschwaden zogen und ich hatte das Gefühl von mystischer und sehr friedlicher Stimmung - ein Ort zum Meditieren und Auftanken!


Das Wasser war sehr klar und ganz schön kalt, aber ich musste es spüren und einen Stein aus dem See mitnehmen. Ich habe an Luisa F. gedacht, die man in ihrem Tagebuch oft in einem See schwimmen sieht - aber hier wäre es sogar ihr zu kalt gewesen ;-)
Meine See-Fluss-Berg-Steine werden zu Hause dann beschriftet und den Namen schreibe ich immer in weiblicher Form drauf!!


das Bächlein kommt aus dem See und wird später zum Fluss

links unten ist der Abfluss aus dem See, der die "Geburt" der Lavant ist, die durch Kärnten fließt


Irgendwann mussten wir dann doch weitergehen...





... und immer wieder die Himmelsbilder festhalten!

Samstag, 30. August 2014

Himbeer-Eistorte zur Hochzeit anno 1934

Waldhimbeeren

Diese aromatischen Himbeeren vom Waldrand sind im Urlaub direkt in meinen Mund gewandert, aber die Himbeer-Eistorte zur Hochzeit im August 1934 wurde sicher mit solchen wilden Beeren gemacht.

Himbeer-Eistorte 2014


Vorgeschichte:
Meine Großeltern Richard und Maria haben vor genau 80 Jahren im August 1934 im kleinen Kreis Hochzeit gefeiert. Sie sind fast 50 Jahre sehr liebevoll zueinander gestanden, haben auch viel durchgemacht und haben sich doch ihre Fröhlichkeit und Liebe immer bewahrt. Ich war als Kind viel und gern bei ihnen. Mittlerweile sind meine sämtlichen Großeltern seit vielen Jahrzehnten tot, meine Oma Maria starb als letzte ihrer Generation vor mehr als 25 Jahren.

Sie hat gern von früher erzählt und immer wieder von ihrer Hochzeitstorte geschwärmt - von einer ganz besonderen Himbeer-Eistorte. Es gibt heute aber weder eine Beschreibung von dieser süßen Sünde und noch weniger ein Rezept...

Unglaublich finde ich ja, dass man vor 80 Jahren, als von (elektrischen) Tiefkühlgeräten noch keine Rede war, ein solches Dessert für eine, wenn auch kleine und bescheidene Hochzeitsgesellschaft machen konnte. Das Hochzeitsessen fand im damals weithin bekannten Kaffeehaus in Persenbeug an der Donau (Niederösterreich) statt, das der Familie eines Freundes gehörte. Dort gab es zumindest einen tiefen Eiskeller...


Man nutzte im Winter gewonnenes Natureis, das in geeigneten Lagerkellern, den so genannten Eiskellern, gesammelt werden musste, damit es auch in der wärmeren Jahreszeit zur Verfügung stand. Die Belieferung mit Stangeneis oder Blöcken erfolgte durch besondere Lieferbetriebe, die häufig Eismann genannt wurden.
Quelle: Wiki...


Das Kaffeehaus in Persenbeug gibt es schon lang nicht mehr, aber der schöne Gewölbekeller existiert noch, er hat einen Naturboden und dort unten ist es im Sommer wirklich gut kühl.
Das Eismachen ging damals so:


Bei Katharina Prato ist eine „Gefrierbüchse“ für die Zubereitung von Gefrorenem (heute Speiseeis) beschrieben. Es muss sich – vereinfacht gesagt - um ein Metallgefäß mit Deckel gehandelt haben und mit einem Griff zum Drehen. Dieses stellte man in ein großes „Wasserschaffe“ voll Eis, dem man noch 1-2 Kilo gestoßenes Steinsalz beifügte. Dann wurde gedreht, immer wieder der Deckel der Büchse geöffnet und verrührt, wieder gekurbelt … eine Heidenarbeit für die Dienstmädchen. Denn vom schnellen Drehen und abwechselndem Verrühren hing die Feinheit des Gefrorenen ab.
Wenn man das Frieren beschleunigen wollte, gab man neben Salz auch Salpeter und Salmiak ins Schaff zum Eis - nicht in die Büchse!
Quelle: „Prato. Die gute alte Küche“, neu editiert und kommentiert von Christoph Wagner, Pichler-Verlag, 2006. 



seid ihr noch da nach soviel Historie...

Wie die Hochzeitstorte 1934 ausgesehen hat, liegt trotzdem im Dunkel...

Mir schwirrt diese Torte schon länger im Kopf herum und so habe ich heuer das "Projekt Himbeer-Eistorte" gestartet und zeitgemäße Varianten gesucht.
Im Moment hat uns eine Kombination mit feinem Marzipanboden und zweierlei Topfen-Obers-Fülle (Quark-Sahne) am besten geschmeckt. Ich habe meine rechteckige Tarte-Form mit 36x12 cm genommen, obwohl die Torte von 1934 sicherlich rund war und auch sonst ganz anders...


Himbeer-Eistorte 2014

Boden:
  • 100 g Marzipanrohmasse gut gekühlt
  • 100 g kalte Butter
  • 100 g Mehl
  • 1 Ei

Das Backrohr auf 180°C vorheizen.
Marzipan und Butter dünn schneiden oder auf einer Reibe reiben, mit Mehl und Ei zu einem festen streichfähigen Teig verkneten. In die Form geben und mit einem „Gummihund“ schön verstreichen und dabei einen Rand formen. 



Im Rohr ca. 10 Minuten backen, dann vollständig auskühlen lassen.
Man kann auch 200 g Marzipan verwenden und die Butter weglassen, der Marzipangeschmack verliert sich ein wenig beim Backen und könnte etwas intensiver sein. 


Fülle:
Grundmasse:
  • 3 Eigelb mit
  • 3 EL Zucker über Wasserbad schön schaumig schlagen, dann wegstellen und
  • 125 g Topfen/Quark einrühren,
  • 125 ml steif geschlagenes Obers/Sahne vorsichtig unterheben und die Masse ungleich aufteilen, etwa 2:3.


Weiße Schokoladefülle:
  • 100 g gute weiße Schokolade (zB. Lindt) im Wasserbad schmelzen und mit dem kleineren Teil der Grundmasse vermischen. Auf den Boden leeren und für 1 knappe Stunde tiefkühlen, die Grundmasse in der Zwischenzeit kühl parken.


Diese Creme mit dem intensiven Geschmack von weißer Schokolade würde sich auch als eigenständiges Dessert im Glas eignen!

Himbeerfülle:
  • 300 g Himbeeren pürieren (vorher ein paar schöne Beeren für die Deko heraussuchen), durch ein Sieb streichen und mit dem 2. Teil der Basis vermischen.

Die rote Masse auf die angefrorene Schicht verteilen (es bleibt ein Rest Creme zum Naschen übrig) und für mindestens weitere 2 Stunden tiefkühlen. Auch diese 2. Creme schmeckt gut als eigenständiges Dessert im nicht gefrorenen Zustand. 


Die Eistorte vor dem Genuss im Kühlschrank kurz antauen lassen, dann schmeckt sie intensiver. Sie lässt sich auch im gefrorenen Zustand in Portionen schneiden und man lässt diese antauen (und den Rest sofort wieder tiefkühlen!). 



Nicht schlecht und nächstes Jahr im August geht das "Projekt" weiter...


Hochzeit 1934

Ich hab sogar irgendwo ein Hochzeitsfoto meiner Großeltern, ich werde es demnächst nachreichen.
scan gefunden!

Samstag, 23. August 2014

Hochsommerfrüchte


es ist doch eigentlich Hochsommer, oder?

Wenigstens sind mir heute auf dem Markt schöne saftige, hochsommerliche Früchte aus heimischem Anbau begegnet. Ein Traum, ich war überrascht, wie gut diese Riesenpfirsiche schmecken (so wie "richtige Pfeascha", gell?) und auch bei der Birne tropfte der Saft beim Reinbeißen über die Finger...


Dieses (und noch mehr) schönes Obst habe ich heute nicht nur pur gegessen, sondern zu zweierlei verarbeitet:




Sommerfrüchte-Tarte mit Amarettistreusel

für meine neue rechteckige Tarte-Form 36x12cm


1. Mürbteig:
mein Universal-Rezept ist ein 1-2-3 Mürbteig, das bedeutet, man nimmt 1 Teil Zucker, 2 Teile Butter, 3 Teile Mehl:
  • 50 g Zucker
  • 100 g kalte Butter in Stückerl geschnitten oder auf der Reibe gerieben
  • 150 g Mehl 
  • 1 Eigelb und bei Bedarf einen Schuss kaltes Wasser

Die Zutatenmenge ist beliebig erweiterbar, statt 50-100-150 zB. 70-140-210 für eine etwas größere Form oder (90-) 100-200-300. 
Den Teig mit der Hand nur kurz abkneten, das geht ganz schnell. Dann kühl rasten lassen, ausrollen und eine Form auskleiden, mit einer Gabel ein paar Mal einstechen. 


2. Belag:
  • mit ein wenig (Pfirsich-) Marmelade den Boden dünn bestreichen, 
  • mit beliebigen Früchten der Saison dicht belegen, heute Pfirsiche, Birne, Zwetschke, in Spalten geschnitten.

3. Streusel:
  • 80 g Amaretti-Kekse zerbröseln und mit
  • 60 g zerlassener Butter verrühren, mit den Fingern über das Obst verteilen. 

so geht es am einfachsten

Die Tarte im vorgeheizten Rohr bei 175°C etwa 35-40 Minuten backen. 
Die neue Tarte-Form ist eigentlich viel zu klein und ich musste schnell sein, um den letzten süßen Rest noch ablichten zu können. 


Die Tarte wandert nachträglich zu diesem Event in die Küche von Jasmin aus Aachen:






Sommerfrüchte-Chutney


  • 700 g Sommerfrüchte (ich hatte 450 g Zwetschken, 150 g Pfirsich und 100 g Birne übrig), kleinschneiden (Birne und Pfirsich vorher schälen) und in einem Topf mit
  • 70 g Rohrzucker (1/10 des Fruchtgewichtes) vermischen und ziehen lassen. 


In der Zwischenzeit die weiteren Zutaten vorbereiten:
  • 1 gr. Knoblauchzehe und
  • gleichviel frischen Ingwer fein schneiden,
  • 1 kleine rote Zwiebel fein hacken,
  • ein paar Koriander- und Pimentkörner mörsern,
  • 1 Chilischote kleinschneiden oder Chiliflocken verwenden (ich habe sehr scharfe aus Kalabrien)


Alle Zutaten zum Kochen bringen und ca. 20 Minuten sanft köcheln lassen, hin und wieder umrühren. Dann abschmecken mit:

  • etwas Salz, 
  • Verjus oder milden Balsamico, einen guten Schuss,
  • fehlt noch Schärfe?
  • 1 TL Gewürzmischung "Melange Orient" von Babette´s - göttlich!!
  • 70 g Gelierzucker 2:1 einrühren und nach Packungsanweisung nocheinmal kochen lassen. Das Chutney in sterilisierte Gläser füllen.





Leider ein bisschen unscharf, aber es zeigt die schöne Farbe ganz gut. Ich könnt´mich reinlegen in dieses scharf-süßlich-säuerliche fruchtige Dings. Wir hatten gebratenes Hendl am Abend und ich habe gleich ein ganzes Schüsserl Chutney dazu verputzt - nicht perfekt stilecht, aber saugut!!

Ich werde noch mehr davon einkochen!

bei Tageslicht




Dienstag, 12. August 2014

Jäger-Löwe-Hase-Ente und die Eintropfsuppe

Jäger-Löwe-Hase-Ente spazieren um den Teller herum


Die liebe Sandra fragt nach unseren Kindheitserinnerungen und diese Anregung nehme ich sehr gern auf!
Ich habe da kürzlich beim Aufräumen im Waldviertler Haus diese alten schönen Suppenteller wieder entdeckt. Sie stammen noch aus der Kindheit meines Vaters, der heuer (würde er noch leben) seinen 80-er gefeiert hätte. Auch ich habe als Kind aus diesen Tellern gegessen und es ist daher fast ein Wunder, dass sie noch so unversehrt sind... in den Geschirrspüler dürfen sie nicht und jetzt werden sie auch nicht mehr verwendet - nur fürs Foto ;-)



Dann habe ich überlegt, welche Suppe da rein passen würde und da ist mir die gute alte Eintropfsuppe in den Sinn gekommen. Natürlich! Das war in meiner Kindheit die "Standardsuppe", sie geht ganz einfach, schmeckt köstlich und ich nehme diesen Beitrag als Gedächtnisstütze, dass ich sie nun öfter auf den Tisch bringe! Das Eingetropfte geht auch viel schneller als etwa Suppennudeln zu kochen...


Eintropfsuppe

Das wichtigste ist eine gute selbstgekochte !! klare Hühner- oder Rindssuppe oder auch als vegetarische Variante eine klare Gemüsesuppe. Ich habe dieses Mal einen Topf Hühnersuppe gekocht. 

Suppeneinlage:
·         1 Ei in ein Schnabelkännchen oder –häferl schlagen,
·         etwas salzen,
·         2 schwache EL Mehl nach und nach einrühren, bis ein eher dickflüssiger (aber nicht zu dicker) Teig entsteht.


Den Teig in die schwach kochende Suppe eintropfen lassen, dabei mit einer Gabel rühren und auch die Einlage vom Topfboden lösen. Nur ganz kurz köcheln lassen und gleich vom Herd wegstellen.

Die Eintropfsuppe mit Schnittlauch bestreuen und mit dem klein geschnittenen Suppengemüse und Suppenfleisch servieren. 




Die Suppe war genau richtig an einem kühlen Sommertag. Und die Teller bekommen jetzt einen Ehrenplatz in der Vitrine!