| nicht Kater Pauli.mann, das war Kater Karli, der stille und phlegmatische Kater meiner Mutter |
Am Samstag gibt es beim Katerchen immer eine tolle Bildergeschichte über das Leben mit ihrem schönen grauen Kater Pauli.mann. Die beiden unterhalten sich bestens miteinander, sie legt ihm witzige und gescheite Wörter in den Mund und die Bilder der Katze passen immer perfekt dazu. Als innige Katzenfreundin freue ich mich über jede neue Geschichte. Leider ist aus Platz-, Zeit- und vor allem Gartenmangel bei uns seit den Jahren mit meiner Romy keine Katze mehr eingezogen.
Da ich weiß, dass Pauli.manns Frauchen gern Rhabarber isst oder zumindest verkocht ;-) gibt es heute bei mir eine Tarte mit zweierlei Rhabarber:
Zuerst wird das Curd zubereitet, am besten am Vortag, es hält sich im Kühlschrank einige Zeit (theoretisch). Basis dieser Frucht-Butter-Eier-Creme ist eine säuerliche Fruchtsauce, klassisch ist das Lemon-Curd, aber mein Favorit ist neben diesem "neuen" Rhabarber-Curd das aus roten Ribiseln/Johannisbeeren (klick).
Rhabarber-Curd
- 4 Stangen Rhabarber putzen und in kleine Stücke schneiden,
- 2 EL Kristallzucker drüber geben, so dass der Rhabarber Flüssigkeit ziehen lassen kann.
Ein Wasserbad vorbereiten und die Fruchtsauce in einer passenden Schüssel mit
- 140 - 150 g Kristallzucker und
- 65 g Butter vermischen und langsam schmelzen lassen,
- 2 Eidotter und 2 ganze Eier versprudeln, einrühren und unter ständigem Rühren eindicken lassen (das dauert einige Zeit!).
Das fertige Curd dann in ausgekochte Gläschen leeren.
wie verwenden?
Man kann das Rhabarber-Curd zum Beispiel AUF eine Mascarpone- (Joghurt-) Creme draufgeben oder auf das Kalifornische Dessert von neulich (siehe Pudding-Rettung) oder IN eine Mascarpone-Creme rühren so wie hier für diese Rhabarber-Tarte:
Rhabarber:
- 3-4 Stangen Rhabarber putzen und in Stücke schneiden, mit
- 2 EL Zucker vermischen und einige Zeit ziehen lassen (ich lasse Rhabarber immer Flüssigkeit ziehen, bevor ich ihn weiter verwende), später abseihen und den Saft auffangen, er kommt in die Creme!
Boden:
- 90 - 100 g Zucker
- 200 g kalte Butter in Stücke geschnitten oder auf einer Reibe gerieben
- 300 g Mehl
- 1 Ei
- 1 Prise Salz
aus den Zutaten einen klassischen süßen Mürbteig kneten ("1-2-3-und ein Ei", d.h. 1 Teil Zucker, 2 Teile Butter, 3 Teile Mehl, beliebig erweiterbar oder reduzierbar).
Wenn nötig einen Schuss kaltes Wasser dazugeben, dass der Teig nicht zu fest wird. Den Teig dann kühl rasten lassen, ausrollen und eine Tarteform und den Rand damit auskleiden.
Für meine Tarte (Größe ca. 24 cm) habe ich heute nur die Hälfte des Teiges verwendet und den Rest für ein anderes Mal eingefroren.
Das Backrohr auf 175/180°C vorheizen und den Boden etwa 15 Minuten blind backen (mit getrockneten Hülsenfrüchten drauf).
Creme:
Die Creme auf den vorgebackenen Boden verteilen, die abgeseihten Rhabarberstücke drüber geben und im Rohr ca. 30-35 Minuten fertig backen.
Creme:
- 250 g Mascarpone mit
- 150 g griechischem Joghurt verrühren und mit dem Rhabarbersaft (oben) süßen,
- ca. 4 EL Rhabarber-Curd einrühren und abschmecken (Likör?)
Die Creme auf den vorgebackenen Boden verteilen, die abgeseihten Rhabarberstücke drüber geben und im Rohr ca. 30-35 Minuten fertig backen.
Auskühlen lassen und später drüber herfallen!
Leicht und beschwingt, leicht säuerlich, frisch!
keine "Sünde", Katerchen ;-)













