
Ich freue mich sehr, dass ich momentan ein Blogevent bei der lieben Zorra ausrichten darf, bei dem sich alles um Obst dreht, das jetzt im Hochsommer reif und aromatisch ist. Wollt ihr auch mitmachen?
Wenn SIE reif werden wie gerade jetzt, dreht sich nicht nur in Krems am Eingang zur Wachau alles um die Marille bzw. Aprikose!
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| Marillenbäumchen im Topf |
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| Seife |
Orange ist momentan die angesagteste Farbe... 🍑
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| meine frisch eingelegte Marillen |
Auch bei mir ... wir haben gestern eine Kiste voll schönster Marillen in der Wachau ab Baum, also frisch gepflückt, besorgt. Jetzt heißt es, sie nach und nach zu verarbeiten. Mit den ersten mache ich gerne Knödel, Kompott, Kuchen, die weichen werden dann zu Marmelade verkocht.
Heute habe ich ein neues Rezept für Marillenknödel mit Topfenteig ausprobiert und wir waren begeistert! Es stammt vom "Landhaus Bacher" in Mautern, gegenüber von Krems, von Spitzenkoch Thomas Dorfer (2 Michelin-Sterne, 5 Hauben). Er hat es sicher von seiner Schwiegermutter Lisl Wagner-Bacher übernommen. Die bislang erfolgreichste Köchin Österreichs hat sich aus dem "Landhaus Bacher" aber bereits zurückgezogen.
(unbezahlte Werbung)
6 einwandfreie Marillen / Aprikosen, im Ganzen
6 Stk. Würfelzucker
Topfenteig:
70 g weiche Butter
70 g Weizengrieß
70 g Mehl
1 Ei (M), getrennt
250 g Topfen / Quark
1 gute Prise Salz
zum Kochen:
Wasser
etwas Inländer-Rum
die Hälfte von 1 bio Zitrone
Vanille
1 EL Zucker
1 TL Salz
Butterbrösel:
50 g Butter
ca. 120 - 150 g Semmelbrösel
1 EL Zucker nach Belieben
Vanille
Zitronenabrieb von 1/2 bio Zitrone
Staubzucker zum Bestreuen
Wasser
etwas Inländer-Rum
die Hälfte von 1 bio Zitrone
Vanille
1 EL Zucker
1 TL Salz
Butterbrösel:
50 g Butter
ca. 120 - 150 g Semmelbrösel
1 EL Zucker nach Belieben
Vanille
Zitronenabrieb von 1/2 bio Zitrone
Staubzucker zum Bestreuen
Zubereitung:
- Für den Topfenteig die Butter schaumig rühren, erst Eidotter beifügen, dann Grieß, Eiweiß und Salz. Nun abwechselnd Mehl und Topfen einrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Eine halbe Stunde im Kühlschrank rasten lassen. Ich habe ihn auf der bemehlten Arbeitsfläche dann noch einmal durchgeknetet.
- Die Marillen an den Enden kreuzweise ein bisschen einschneiden und jeweils den Kern mit einem Kochlöffelstiel herausdrücken (wie hier) und durch ein Stück Würfelzucker ersetzen.
- Mit bemehlten Händen Knödel formen und noch einmal in Mehl wälzen.
- Die Knödel in einem großen Topf im Salzwasser mit den Aromen ca. 15–20 min leicht köcheln bzw. simmern lassen. Einzeln herausnehmen und sofort in den Butterbröseln wälzen.
- Für die Butterbrösel die Butter in einer breiten Pfanne schmelzen und die Semmelbrösel auf kleiner Flamme unter Rühren langsam goldbraun rösten. Erst dann Zucker beifügen (er soll nicht karamellisieren), Vanille und den Zitronenenabrieb.
- Die Knödel ordentlich anzuckern und wer will beträufelt sie wie Thomas Dorfer noch mit flüssiger Butter (ich nicht).
Viel lieber mögen wir einen Marillenröster dazu (kalt oder warm), Marilleneis, einen Klecks Schlagobers (auf das habe ich vergessen) etc...
Marillenröster
ca. 500 g Marillen, mit Kern gewogen
50 g Zucker
50 ml Wasser
1 EL Zitronensaft
Vanille
1 Zimtstange
optional etwas Marillenlikör oder Inländer-Rum
Marilleneis
- Den Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze langsam schmelzen lassen, bis er leicht karamellisiert (nicht dunkel werden lassen). Das Wasser beifügen und rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
- Die Marillen entkernen und vierteln. Dann gemeinsam mit Zitronensaft und Aromen zum Karamell geben und kurz im eigenen Saft köcheln lassen, bis die Marillen weich, aber nicht zerkocht sind. Die Konsistenz soll nicht zu flüssig sein - ein Röster ist kein Kompott!
- Dann abschmecken (mehr Zucker?), die Zimtrinde entfernen und ggf. mit Marillenlikör oder Rum verfeinern.
- Der Marillenröster kann warm oder auch kalt genossen werden.
Marilleneis
300 g Marillen, mit Kern gewogen
2 EL Zucker
125 ml flüssiges Schlagobers / Sahne
2 EL Zucker
125 ml flüssiges Schlagobers / Sahne
1 Schluck Milch, nur nach Bedarf
optional 1 Fingerhut Likör
- Die Marillen entkernen, vierteln und klein schneiden. Mit dem Zucker vermischen und eine halbe Stunde zugedeckt (Insekten!) ziehen lassen.
- Die Früchte mit dem Mixstab pürieren und dann das flüssige Obers einmixen. Ist die Konsistenz zu dick, dann kann ein Schluck Milch beigefügt werden. Abschmecken und zugedeckt 1-2 Stunden im Kühlschrank kühlen und reifen lassen.
- Dann kommt die Masse in die Eismaschine oder alternativ in einer flachen Form in den Tiefkühler (dann aber jede halbe Stunde auflockern).
Ein Genuss!! Wir waren vom neuen Marillenknödelrezept begeistert, der Teig schmeckt super, ist gelingsicher und Spitzenkoch-würdig! Die Kerne der Marillen durch Würfelzucker zu ersetzen, habe ich heute zum ersten Mal gemacht, es lohnt den kleinen Aufwand auf jeden Fall!
Probiert sie aus, große Empfehlung!
Liebe Grüße aus Wien!









Hallo Friederike,
AntwortenLöschenein Traum, ich kann es riechen! :-)
Letztes Jahr waren wir ja auch im Juli in der Wachau und ich bin jedesmal dort begeistert, wie marillenfarbig alles ist. Zum Mitnehmen bot sich eher Likör oder Schnaps an, und natürlich Marmelade.
Mir sind Marillenknödel noch nie gut gelungen, meist wurden sie zu kompakt. Vielleicht probiere ich es mal mit diesem Rezept.
Ein Kochbuch von Lisl Wagner-Bacher liegt hier herum; tolle Rezepte.
Liebe Grüße
Barbara
danke dir! Oft sind Knödelrezepte aus Topfenteig schlecht zu handhaben und zu weich (aber die Knödel schmecken dann trotzdem gut), aber dieses neue ist besser :-)))
Löschenlg
Seit ich in Österreich zum ersten Mal Marillenknödel gegessen habe, bin ich ein Fan davon - so wie überhaupt der ganzen Mehlspeisen...! Dein Rezept werde ich auf alle Fälle ausprobieren, die Knödel sehen so wunderbar aus, mir läuft direkt das Wasser im Mund zusammen... jetzt überlege ich gerade, ob ich sie nicht für morgen direkt mal nachmache.
AntwortenLöschenDanke für den Tipp und die schönen marillenfarbigen Fotos! :-)))
Liebe Grüße Maren
Das freut mich, wenn du die Knödel kochst! Berichte doch, wie es dir ergangen ist! lg
LöschenLiebe Friederike, wie schön, da bin ich demnächst dann auch dabei mit einem Beitrag 🙂 Mein Vater hat heuer eine sagenhafte Marillenernte! Die Früchte sind zwar nicht makellos, aber sehr aromatisch und süß 😍 Alles Liebe!
AntwortenLöschenDass eure Marillen gut schmecken, ist das wichtigste, die Makel verschwinden sowieso unter dem Teig oder in der Marmelade... ;-)) lg
LöschenVielen Dank! Ich nehme sehr gerne an solchen Veranstaltungen teil. Es freut mich, dass dir mein Antrag gefallen hat. Herzliche Grüße und ein wunderschöner Antrag von dir.
AntwortenLöschen😊
LöschenIch will auch irgendwann in die Wachau, das sieht alles so lecker aus!
AntwortenLöschenKrems mit seiner schönen Altstadt und die gesamte Wachau ist eine Reise wert! Vielleicht vorher die Knödel ausprobieren?
Löschen;-)))
Ich sag nur mmmhhm. Hab ich bei deinen Knödeln schon 2017 gedacht,aber sie immer noch nicht ausprobiert. Lgilse 356
AntwortenLöschenIlse, jetzt gibts noch schöne Marillen für Knödel, nicht mehr lang, die Hitze lässt heuer alles schneller reifen und auch verderben...
Löschen;-)) lg