Volkers Dauerblogevent die kulinarische Weltreise befindet sich nun in Ostafrika in Tansania. Wer denkt da nicht gleich an die Serengeti oder den Kilimandscharo, den höchsten Berg Afrikas mit nahezu 5.900 m Höhe...
Für das Blogevent habe ich mir den traditionellen ostafrikanischen Eintopf Ndizi na nyama (oft nur Ndizi Nyama) ausgesucht, den man in Tansania, Kenia und Burundi kennt. Der Name ist Suaheli für Bananen und Fleisch, mit Bananen sind in diesem Fall grüne Kochbananen bzw. Plantains gemeint.
Grüne Plantains (Kochbananen)
...sind unreif, fest, sättigend und sehr stärkehaltig.
"Sie sind aufgrund ihrer resistenten Stärke eine Blutzucker-schonende Kohlenhydratquelle, die mehr wie Ballaststoffe als wie herkömmliche Stärke wirkt", meint die KI...
Diese unreifen Plantains schmecken (noch) nicht süß und auch nicht wie Banane, sondern irgendwie nur herzhaft. Sie sind gut geeignet zum Frittieren, Kochen etc. und interessanterweise als Kartoffel-Ersatz. Roh sind sie ungenießbar!
Vorbereiten:
Man muss sie mit dem Messer längs schälen, weil sich die Schale noch nicht wie bei reifen Kochbananen abziehen lässt, und die Enden wegschneiden. Sie sondern dabei eine klebrige, milchige Flüssigkeit ab. Dieser Milchsaft enthält Latex, schmeckt bitter und kann die Kochbananen verfärben. Das geschnittene Fruchtfleisch wird daher mehrmals in einer Schüssel mit kaltem Wasser gewaschen (auch die pickigen / klebrigen Hände...😉)!
Meine Anregung für den tansanischen Rindfleischtopf habe ich u.a. bei Life with Sophy gefunden. Auch ihrer kleinen süßen Tochter mit den dunklen Krausehaaren hat es so gut geschmeckt wie uns! 👍
mein Ndizi Nyama -
Rindfleischtopf mit grünen Plantains wie in Tansania
Zutaten für 1 Topf, ca. 4 Pers.:
Fleisch:
500 g Rindfleisch für Gulasch
Salz
schwarzer Pfeffer
1 TL Paprikapulver
2 TL Garam masala
ca. walnussgroß Ingwer, klein geschnitten, alternativ Paste
2 Knoblauchzehen, ebenso
Chili (Flocken)
Zitronensaft von 1 Zitrone
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3 grüne, unreife Plantains, Kochbananen
1 große Zwiebel, in kleine Würfel geschnitten
1 (grüner o.a.) Paprika, ebenso
1 große Tomate, ebenso
1 große Tomate, ebenso
1 Chilischote oder Flocken
200 ml Kokosmilch
Salz
schwarzer Pfeffer
frischer Koriander zum Bestreuen
ev. als Beilage Reis oder Brot
Zubereitung:
- Das Fleisch in mundgerechte Würfel schneiden, mit den Gewürzen und Zutaten bis -------- vermischen und kurz ziehen lassen. Das marinierte Fleisch dann in einen Topf geben und mit Wasser knapp bedeckt bei geringer Hitze gar köcheln lassen (kann man gut vorbereiten).
- Zwiebel, Paprika und Chili anbraten und das Fleisch mit einem Siebschöpfer dazu geben (noch ohne Kochflüssigkeit). Die Tomaten beifügen und alles zugedeckt andünsten.
- Inzwischen die Plantains mit dem Messer schälen, auch dunkle unschöne Stellen wegschneiden. In längliche, gleich große Stücke schneiden. Mit kaltem Wasser mehrmals gut waschen und tropfnass beiseite stellen.
Siehe auch oben, wie und warum man sie vorbereiten soll! - Die Plantains-Stücke untermischen und mit abgeseihtem Fleischsud und Kokosmilch aufgießen, so dass alles knapp bedeckt ist.
Tipp: Vor allem die Kochbananenstücke sollten mit Flüssigkeit bedeckt sein, bei mir haben sie sich sonst stellenweise leicht verfärbt. - Zugedeckt fertig garen, das geht jetzt schnell. Hin und wieder umrühren, dann abschmecken und noch ein Weilchen ziehen lassen.
- Den eher suppigen Eintopf mit Koriander bestreut und wer will mit Reis oder Brot (ich) zum Auftunken anrichten. Aber eine Sättigungsbeilage braucht es nicht zwingend, da die Kochbananen satt machen wie Kartoffeln...
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| Vor dem Aufgießen |
Es hat uns sehr sehr gut geschmeckt, gut würzig und geschmacklich ausgewogen. Ich mag ja gerne viel Sauce und habe sie bis zum letzten Rest mit Brot aufgetunkt!
Wie auch beim Rindfleischtopf aus Nigeria sind bei beiden Gerichten Kochbananen dabei, entweder die grünen mitgekocht oder die reifen frittiert! Ich mag beide, aber nur die reifen Früchte schmecken auch nach Banane...🍌
Die grünen Plantains könnte man durchaus durch Kartoffeln ersetzen, dann ist es aber "nur" ein indisch inspirierter köstlicher Rindfleischtopf (mit Garam masala). Empfehlung für alles!
Linkliste der kulinarischen Weltreise:
Regina von bistroglobal mit Mchicha - ein Spinatrezept aus Tansania
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Swahili Hähnchen Biryani
Britta von Brittas Kochbuch mit Ndizi na nyama – Eintopf mit Rindfleisch und grünen Bananen
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Kokos-Chapati aus Sansibar - Mkate wa Kusukuma
Tina von Küchenmomente mit Jugu Cake - Erdnuss Biscotti aus Tansania
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Swahili-Hähnchen-Innereien-Curry - mchuzi wa viungo vya kuku
Liebe Grüße aus Wien!






Ich muss gestehen, Kochbananen hab ich glaub ich noch nie gegessen. Woher hast du deine bekommen? Jedenfalls sieht der Eintopf total lecker aus, kann mir vorstellen, dass er auch genau so schmeckt!
AntwortenLöschenIch mag diese kulinarische Weltreise total, finde total spannend, was woanders gekocht wird.
Liebe Grüße und einen schönen Feiertag, Maren
Wir haben in Wien ein geniales und stadtweit bekanntes Geschäft (PROSI, unbezahlte Werbung), das Lebensmittel wirklich aus aller Welt führt, auch mit Frischeabteilung. Ich liebe es, dort zu stöbern...
Löschendanke dir, lg
Servus Friederike, das schaut aber echt köstlich aus. Im Ausland esse ich auch gerne einheimische Gerichte. Auch das gehört für mich zu einem Reiseerlebnis.
AntwortenLöschenLG aus Wien
Für mich auch, es ist doch schön landestypisch zu essen!
LöschenAn diesem Gericht haben wir 2 Tage gegessen, nur waren die Kochbananen optisch dann nicht mehr so schön...
Lg, Friederike, bin anonym 😒
Liebe Friederike, da ist also Deine Version für Ndizi na nyama. So sehr unterscheiden sich unsere Rezepte nicht. Bemerkenswert finde ich, dass in meiner Quelle explizit die ganz "normalen" Bananen genannt wurden, nur eben in absolut unreifen grünen Zustand.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Britta
Interessant, dass du "richtige" also Essbananen im Rezept hattest! Aber der Geschmack von grünen Bananen dürfte ähnlich sein wie von Kochbananen. Haben sie nach Banane geschmeckt??
LöschenJa, ein wenig schon, aber die waren schon sehr grün.
LöschenIch habe auch mehrere Rezepte mit Kochbananen gefunden, hätte mir dafür aber welche bestellen müssen - hier vor Ort bekomme ich die leider nicht. Da ich aber für südamerikanische Rezepte schon öfter damit gekocht habe, kann ich mir gut vorstellen, dass dein Eintopf gut schmeckt!
AntwortenLöschenIch kann mir vorstellen, dass es Kochbananen außerhalb von großen Städten kaum gibt, ist bei uns das gleiche, lg
LöschenLiebe Friederike, dein Stew muss ich nachkochen. Das Rezept trifft genau meinen Geschmack. Viele Grüße, Regina
AntwortenLöschenschön :-))
LöschenMir hat auch gefallen, dass das Fleisch vorgegart wird, weil die Kochbananen sind schnell weich und dann ist es ein Blitzrezept... lg
Liebe Friederike, deine Version des Rindfleisch-Eintopfs liest sich ja auch richtig gut. Leider bekomme ich hier keine Kochbananen, deshalb wird das Nachkochen schwierig. Für Laos hatte ich ein Rezept mit Kochbanenen, in dem stand, man kann auch unreife Essbanenen nehmen. Das funktionierte leider so gar nicht.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Tina
Es sind eben doch 2 verschiedene Sorten von Bananen... Ich war auch überrascht zu lesen, dass es rd. 1000 Bananensorten gibt.
Löschenlg
Ich muss doch mal schaun, ob man hier Kochbananen bekommen kann!
AntwortenLöschenViele Grüße
Elke
mit ihnen zu kochen ist einmal etwas anderes... lg
LöschenLiebe Friederike, ich denke bei Tansania als allererstes an die Fotos, die unser Hausarzt dort aufgenommen hat - er ist nämlich ein leidenschaftlicher Fotograf, der auch Ausstellungen macht und hat dort riesige Tierherden fotografiert... und uns natürlich Lust auf dieses Land gemacht. Aber wir wissen noch nicht, ob und wann wir nochmal solch große Reisen machen (wollen). In diesem Jahr sind wir jedenfalls froh, keine größere Reise geplant zu haben, denn wir sind zur Zeit wirklich ausreichend mit Verlassenschafts- und anderen Dingen beschäftigt. Aber für kulinarische Reisen sind wir definitv bereit. Plantains haben wir schon mehrfach gegessen und ich mochte sie sehr, aber das waren wohl größtenteils reife. Wenn ich in Österreich versucht habe, solche Speisen "nachzukochen", habe ich noch relativ unreife "normale" Bananen genommen. Nur die Plantain-Chips haben nicht nach Banane geschmeckt, sondern wie Kartoffelchips, die waren dann wohl aus unreifen Kochbananen. Dein "Tansania-Gulasch" hat jedenfalls so ziemlich alles, was wir mögen könnten - danke für das Rezept!
AntwortenLöschenAlles Liebe, Traude
https://rostrose.blogspot.com/2026/05/reisebericht-2025-von-ost-nach-west-auf.html
Unreife Plantains schmecken tatsächlich eher neutral, aber die reifen gut nach Banane und mir schmecken diese frittiert am besten, salzig und süß!
LöschenWir sind im Moment auch nicht sehr reiselustig, wir genießen erst einmal unser neu renoviertes Waldviertler Haus... lg