Samstag, 18. August 2018
Sonntag, 29. Juli 2018
#altbacken: veggie Mozzarella in Carrozza
Brot, das nicht mehr so ganz frisch ist, in den Müll zu werfen, ist schon eine arge Verschwendung, finde ich! Schimmlig darf es nicht sein, aber trockenes oder hartes Brot und Gebäck ist noch für viele Gerichte gut! Für pikant und für süß... und wenn einem oder einer gar nichts dazu einfällt, könnte man mit trockenem Brot aller Art wenigstens Croutons schneiden oder Brösel reiben...
Zwei Gerichte mit altbackenem Brot gibt es bereits auf dem Blog:
"Kipferlkoch".
Den süßen Auflauf aus altbackenen Kipferln habe ich hier vor einem Jahr gezeigt.
"Mozzarella in Carozza" nach apulischem Rezept.
Mein mit Mozzarella und Sardellen gefülltes, gebackenes Brot von 2013, siehe hier.
Für das schöne Blogevent von Christine habe ich eine vegetarische Variante dieses gefüllten, gebackenen Brotes aus Italien zubereitet. Ich esse seit einiger Zeit kaum Fisch und Meeresgetier und habe die Sardellen durch würzige, eingelegte getrocknete Tomaten ersetzt, das hat sehr gut gepasst!
Mozzarella in Carrozza - meine vegetarische Variante
vom gefüllten, gebackenen Brot aus Apulien
(pro Person 3 - 4 Häppchen)
1 - 2 Kugeln guten Mozzarella
helles Brot, zB. Ciabbatta vom Vortag (altbacken, aber noch nicht hart), ca. 6 - 8 Scheiben pro Person
frisches Basilikum oder Petersilie
in Öl eingelegte, getrocknete Tomaten, größere Stücke halbiert
1 Ei Größe L oder 2 kleine Eier
ein Schuss Milch
reichlich Semmelbrösel
reichlich Olivenöl zum Ausbacken
Zubereitung:
| helles Ciabbatta und dunkle Tomaten-Rosmarin-Weckerl aufgeschnitten |
- Mozzarella und Brot in eher dünne Scheiben schneiden.
- Verschlagenes Ei mit Milch gestreckt sowie Semmelbrösel in jeweils einer Schüssel zum Panieren des Brotes bereitstellen.
- Das Öl in einer Pfanne langsam erhitzen.
- Je 2 Brotscheiben werden gefüllt mit: 1 Scheibe Mozzarella, 1 Tomatenstück, 1 Basilikumblatt, wieder 1 Mozzi-Scheibe (diese kann auch weggelassen werden).
- Die Brot-Päckchen werden vorsichtig in Ei und Semmelbröseln gewendet und im heißen Öl langsam!! auf beiden Seiten ausgebacken. Das Brot soll gut gebräunt und der Käse mehr oder weniger geschmolzen sein, dadurch halten die Häppchen meist recht gut zusammen.
- Mit frischen Paradeisern / Tomaten, ein paar Oliven und idealerweise apulischem Rotwein servieren.
Genügend Servietten bereithalten, denn gegessen werden die rustikalen Häppchen mit der Hand...
vielleicht mit Blick auf den Sonnenuntergang...
Empfehlung!
liebe Grüße aus Wien
Montag, 23. Juli 2018
Sommeressen Mussaka, diesmal gelingt es sicher
| best Mussaka ever, gegessen in einer griechischen Taverne, Foto von 2016 |
![]() |
| ...im Bergdorf Arachova in Griechenland |
Arachova ist der Nachbarort von Delphi (Stichwort Orakel von Delphi) an den Abhängen des Parnass-Gebirges, siehe auch hier.
![]() |
| die wunderbaren Ausgrabungen in Delphi |
Mussaka und ich - das war vor vielen Jahren Liebe auf den 1. Biss, aber punkto Selbstkochen ein jahrelanges Auf und Ab.
Vor einigen Jahren habe ich meine einfache Version des griechischen Auflaufs hier schon einmal verbloggt, das Gericht war geschmacklich immer top, aber insgesamt noch nicht gut genug. Vor kurzem habe ich bei Ariane gesehen, mit welchen sehr interessanten Tipps und Tricks sie hier ihr Mussaka zubereitete. Ich habe es seither einiges Male in verschiedenen Varianten zubereitet und so ist Mussaka bei uns DAS Sommeressen heuer... bis jetzt gab´s keine Beschwerden ;-)
Tipps für "Mussakas" (griechisch) auch in diesem netten Kochbuch oben nachgelesen
Das Knifflige am Mussaka ist für mich weniger das ausgewogene Würzen, sondern die Konsistenz des Auflaufes, mir wird er oft zu suppig (flüssig) und die Kartoffeln oft nicht gar.
Tipps:
- Das Ragu bereits am Vortag köcheln und über Nacht kühl stellen. Dabei können sich die Aromen entfalten, kann die Konsistenz nach der Wartezeit überprüft werden und außerdem ist das Ganze am nächsten Tag schneller fertig.
- Verschlagene Eier und Semmelbrösel ins Ragu rühren, das bindet Flüssigkeit.
- Reichlich mit Zimt würzen, denn beim Überbacken verliert sich der Geschmack oft wieder.
- Gekochte statt rohe Kartoffeln verwenden, dass sie gar werden... manche frittieren sie auch in Öl, genauso wie die Melanzani (habe ich nicht probiert).
mein (vegetarisches) Mussaka
(für 1 Auflauf-Form von ca. 24x24 cm, 4 Personen)
Zutaten:
2 mittelgroße Melanzani / Auberginen
2 mittelgroße Kartoffeln
Ragu bzw. Sugo:
Olivenöl
1 Zwiebel
optional etwas Lauch oder
Petersilstängel, klein geschnitten
Knoblauch gehackt
500 g Faschiertes / Hackfleisch
vom Rind oder Lamm bzw. für die vegetarische Variante 150 g getrocknete rote oder grüne Linsen
optional 1 EL Tomatenmark
1 Glas Weißwein
400 g Polpa di pomodoro, stückige
Tomaten
Salz, Pfeffer
optional 1/2 TL Zucker
1 Kräutersträußchen mit frischem Thymian, Rosmarin, Lorbeer etc.
1 Zimtstange
ca. 1 TL gemahlener Zimt zum
Abschmecken
1 Ei
ca. 2 EL Semmelbrösel nach Bedarf
Bechamel-Sauce:
40 g Butter
40 g Mehl
400 ml Milch
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
125 ml Schlagobers / Sahne
1 - 2 Eier
weiters:
ca. 120 g geriebenen Hartkäse
(Pecorino, Parmesan oder ein griechischer Hartkäse)
Olivenöl zum Befetten der Auflauf-Form
Semmelbrösel zum Bestreuen und zum Ausstreuen der FormZubereitung:
Das Ragu idealerweise am Vortag köcheln.
Dafür Zwiebel und Knoblauch in
Olivenöl glasig anschwitzen. Das Faschierte /Hackfleisch anbraten, alternativ die mit kaltem Wasser abgespülten Linsen beifügen. Das Tomatenmark kurz mitbraten, mit Wein ablöschen und die
Tomaten dazu geben. Würzen und die frischen Kräuterzweigerl und die Zimtstange beifügen (zum Schluss wieder entfernen).
Das Ragu nun ca. 1 Stunde zugedeckt leise köcheln lassen, dabei vor allem die Linsenvariante mehr aufgießen und zwischendurch die Flüssigkeit kontrollieren!
Dann den Topf vom Herd ziehen und entweder über Nacht kühl stellen oder bei sofortiger Weiterverwendung etwas auskühlen lassen.
Dann den Topf vom Herd ziehen und entweder über Nacht kühl stellen oder bei sofortiger Weiterverwendung etwas auskühlen lassen.
Zum Schluss werden das Ei und soviel Semmelbrösel eingerührt, dass die Konsistenz passt. Nochmals gut abschmecken (Zimt?).
Die Melanzani / Auberginen in Scheiben schneiden, in einem Sieb mit Salz bestreuen und ½ Stunde
ziehen lassen, danach abspülen. Ich habe sie nur in Salzwasser gelegt, dass sie nicht braun werden. Dann trockentupfen, auf einem Backblech (+ Papier) mit Olivenöl bepinseln und im
vorgeheizten Rohr bei 200°C braten.
Die Kartoffeln kochen, schälen und in rel. dünne Scheiben
schneiden (siehe Tipp).
Eine Béchamelsauce zubereiten (Butter
schmelzen, Mehl einrühren und nach und nach mit Milch aufgießen, jeweils gut
verkochen lassen). Vom Herd ziehen, abschmecken und kurz überkühlen lassen.
Obers mit den Eiern verschlagen
und mit einem Schneebesen einrühren. Etwa ein gutes Drittel des geriebenen Käses einmengen.
Fertigstellen:
Das Backrohr auf 190°C (Ober- und
Unterhitze) vorheizen bzw. ist es noch aufgeheizt vom Braten der Melanzani. Eine Auflaufform mit Öl befetten
und mit Semmelbröseln ausstreuen.
Die einzelnen
Komponenten werden nun abwechselnd in die Form geschichtet, wobei es viele Möglichkeiten der Reihenfolge gibt, zum Beispiel:
Melanzani - Ragu - Käse -
Kartoffeln - Ragu - Käse -
Melanzani - Semmelbrösel - Bechamel-Sauce.
Kartoffeln - Ragu - Käse -
Melanzani - Semmelbrösel - Bechamel-Sauce.
Die nicht original griechische Variante mit vegetarischem Linsen-Ragu schmeckte uns ganz besonders gut! Aufgewärmte Reste fand ich am nächsten Tag fast noch besser...
Welche Tipps und Tricks gibt es bei euch in Sachen Mussaka?
Mittwoch, 18. Juli 2018
schneller Marillenkuchen
"Ich bin´s, deine Marille"
Solche witzigen Plakate mit verschiedenen regionalen Obst- und Gemüsesorten hängen jetzt überall in Wien und wollen auf die Initiative "Da komm ich her", Frisches aus der Region (Info) aufmerksam machen (total unbezahlte Werbung).
Meine Marillen für den Kuchen stammen aber aus dem Garten, der Marillenbaum trug heuer so üppig wie schon lang nicht.
schneller Marillenkuchen mit Becherkuchenteig
(für ein Backblech)
1 Becher Sauerrahm (ich), Joghurt oder ein anderes
Milchprodukt
3 Eier
1 Becher Zucker
1/2 Becher Öl
2 Becher Mehl
1/2 P. Weinstein-Backpulver
1 Bio-Zitrone - Schale
optional etwas Inländer-Rum
reichlich Marillen geviertelt zum Belegenoptional etwas Inländer-Rum
Maßeinheit ist ein handelsüblicher 250 ml Becher oder ein beliebig großes Glas.
Zubereitung:
Das Backrohr auf 180°C vorheizen.
Eier mit Zucker und Aromen schaumig schlagen, das Öl einfließen lassen und das Milchprodukt dazu geben. Mehl mit Backpulver vermischt mit einem Löffel einrühren.
Den Teig auf ein Backblech (+ Papier) streichen und mit reichlich geviertelten Marillen belegen. Etwa 25 Minuten bis 1/2 Stunde backen.
weitere Marillenkuchen-Rezepte (klick)
das ist eine andere Geschichte ;-)
Donnerstag, 12. Juli 2018
"Marillenknödel" Auflauf im Glas für Faule
wie bitte?
Nein, ich habe nicht fertige Marillenknödeln in einen Auflauf verwandelt, sondern habe einen Topfenauflauf mit Marillenhälften (Aprikosen) und Butterbrösel-Topping im Glas gebacken.... sozusagen Marillenknödeln für Faule ;-)
sehr genial, kann ich euch sagen!!
Meinen liebsten Topfenauflauf (Quark) habe ich vor 5 Jahren schon einmal gezeigt (klick). Er ist ein Ganzjahres-Dessert, wir essen den leichten Auflauf im Sommer gern mit frischen Beeren, im Winter mit tiefgekühlten Beeren, aber es passt alles mögliche Obst darauf und dazu.
Topfenauflauf Grundrezept
für eine mittlere Auflauf-Form oder 4 - 6 Portionsschüsserl
3 Eier
1 Prise Salz
120 g Zucker, ca. 4 EL
250 g Topfen / Quark, 1
Packung
Vanille, Zitronenschale
50 g Dinkelmehl, ca. 1
gehäufter EL
Das Backrohr auf 180°C vorheizen und eine Auflauf-Form
befetten und bebröseln.
Eiklar mit Salz steif schlagen und dabei die Hälfte des
Zuckers einrieseln lassen, beiseite stellen.
Eidotter mit Topfen, dem restlichen Zucker und den Aromen
schlagen. Das Mehl und den Eischnee mit einem Löffel unterrühren.
Den Teig in
die vorbereitete Form leeren, mit frischen oder TK-Beeren oder anderem Obst belegen und ca. ½
Stunde backen.
"Marillenknödel" Auflauf
für 4 - 6 Portionsschüsserl
Grundrezept für den Teig wie oben.
weitere Zutaten:
50 g Butter
2 EL Semmelbröseln und zusätzliche für die Formen
1 TL Zucker
pro Portion 1/2 Marille (Aprikose)
Zubereitung:
Das Backrohr auf 180°C vorheizen.
Die Marillen waschen, mit einem Messer halbieren und den Kern entfernen.
Die Butter in einem Pfännchen sanft schmelzen. Mit einem Pinsel werden nun 4 (ich) oder 6 Portionsschüsseln (aus Glas) befettet und mit Bröseln ausgestreut.
In die restliche geschmolzene Butter werden 2 gute EL Bröseln und der Zucker eingerührt.
Den Teig wie oben zubereiten und in die Formen verteilen. Jeweils eine halbe Marille mit der Außenseite nach unten hinein setzen, ein bisschen eindrücken.
Die Butterbröseln auf die Marillen häufen.
Im Rohr eine gute halbe Stunde backen. Herausnehmen, ein bisschen auskühlen lassen, bezuckern und genießen!
Tipp: Die Formen nicht zu voll füllen, der Auflauf geht rel. stark auf, fällt aber beim Auskühlen wieder etwas zusammen.
| hier frisch aus dem Rohr, nicht in Portionsschüsseln, sondern in der Auflauf-Form gebacken und dann portioniert |
Empfehlung! Jetzt!
Die Marillenzeit ist bald um ;-)
Rezept für "echte" Marillenknödeln (klick), wer mag sie noch so gern wie ich?
Sonntag, 8. Juli 2018
eine Burg und bunte Lichter mit Zitat im Bild
eine Burgruine im Waldviertel (Niederösterreich)... ein schöner Abend (leider ein bisschen kühl)... bunte Lichter an den Wänden... Musik und Gesang aus dem Mittelalter.... Dichtkunst vom Feinsten... stimmungsvoller geht´s nicht...
die Burgruine Dobra am gleichnamigen Stausee
Blick vom Bergfried (Turm) hinunter auf die Bühne und den Zuschauerbereich im Burghof. Immer zu Sommerbeginn findet hier eine dreitägige berührende Veranstaltung statt (Klangraum).
Wir waren heuer an zwei Abenden hier und hörten, aufgelockert durch die passende Musik aus dem Mittelalter, Ausschnitte aus der Arthus-Sage und die witzige Episode von Gawan und Orgeluse aus Eschenbachs Parzival. Da kommt erst gar keine Scheu vor "hoher Dichtkunst" auf...
wunderschön war´s, ein Genuss für alle Sinne!
liebe Nova, für dich und dein Projekt "Zitat im Bild" Nr. 105
Kulinarisch sah es so aus... das sind herrliche Waldviertler Mohnnudeln mit Zwetschkenröster... aber das ist eine andere Geschichte!
Einen schönen Sonntag wünsche ich euch!
Montag, 2. Juli 2018
grüne Nüsse für Walnusswein - letzter Aufruf
Unreife grüne Walnüsse sollen eigentlich bis zur Sommersonnenwende Ende Juni gesammelt werden, bevor die Schale zu stark verhärtet.
ABER in kühleren Gebieten sind sie vielleicht jetzt noch verwendbar! Wenn sich die grünen Nüsse noch ohne besonderen Kraftaufwand mit einem Messer schneiden lassen, können sie eingelegt werden. Sind sie schon zu hart zum Durchschneiden, ist´s für heuer leider zu spät...
Ich habe mit den grünen Nüssen Bruno´s französischen Nusswein "Vin de noix" in zwei Varianten Daumen mal Pi angesetzt.
KrimileserInnen kennen sicher Bruno, Chef de police... ich bin momentan leider bereits beim letzten Krimi der Reihe, eine sehr entspannende Feierabend-Lektüre mit viel Lokalkolorit und gutem Essen. Eine Rezension des Kochbuches kann man bei Susanne Magentratzerl nachlesen.
Walnuss-Wein rot und weiß
Dauer 42 Tage
Die grünen Walnüsse habe ich mit einem scharfen Messer geviertelt und dunkle Stellen auf der grünen Außenschale entfernt. Achtung auf die Finger, sie verfärben sich ein bisschen - entweder stört das nicht (mich) oder frau zieht Einweghandschuhe an.
Für die Rotwein-Version im 2-Liter-Glas habe ich 10 grüne Walnüsse geviertelt und mit ca. 60 - 70 Gramm Rohrzucker in 1 Liter Rotwein (Zweigelt) und 1/2 Flasche Wodka versenkt. Gut umrühren und kosten, ob genügend Zucker drin ist.
Die Weißwein-Variante im 1 Liter-Glas beeinhaltet ca. 6 - 7 geviertelte grüne Walnüsse, 600 ml Weißwein (Riesling) und 3 EL Rohrzucker. Hier habe ich die dünn abgeschälte Schale einer Bio-Zitrone dazugegeben und mit Wodka aufgefüllt.
Die Gläser sollen nun 42 Tage bei Zimmertemperatur stehen, nicht in der prallen Sonne, aber auch nicht im dunklen Keller. Danach wird durch ein feines Sieb abgeseiht und in sterilisierte Flaschen abgefüllt. Der Nusswein ist nicht nur gesund (zum Beispiel für den Magen), sondern als Aperitiv und Digestiv geeignet, zum Verfeinern von Süßspeisen oder Glühwein und und und...
Übrigens, in ein paar Tagen am 4. Juli ist Ulrichstag und eine Bauernregel besagt: Donnert´s am Ulrichstag, fallen die Nüsse vom Baum ;-)
Habt ihr so etwas schon einmal ausprobiert?
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