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Freitag, 22. Mai 2020

süße Topfenknödel, blitzschnell auf dem Tisch


Topfenknödel mit und ohne Fülle gibt es auf meinem Blog schon einige, zum Beispiel aus dem feinen Topfenteig (Quark) von Plachutta oder dem einfacheren Teig von Maier-Bruck ´s Kochbuch "Vom Essen auf dem Lande".

Nun habe ich hier einen noch besseren Teig für Topfenknödel gefunden, bei dem man sich auch die Waage (zum Abwiegen der Zutaten, nicht des Hüftgoldes *hüstel*) sparen kann. Der Teig muss zwar ein bisschen rasten, aber die Knödel können dann sehr rationell mit Hilfe eines Eisportionierers ins kochende Salzwasser gleiten.... einfach genial!!


Topfenknödel mit Mohnbröseln 
(für ca. 8 Knödel)

Teig:
250 g Topfen (Quark)
1 gute Prise Salz
optional etwas Zitronenabrieb
1 Ei
3 EL Dinkelmehl
3 EL Semmelbrösel

zum Wälzen:
2 EL Butter
reichlich Semmelbrösel und gemahlener Mohn (etwa halb halb)
Kristallzucker nach Geschmack

Aus allen Zutaten wird mit dem Handrührgerät rasch ein geschmeidiger Teig gerührt. Im Kühlschrank ein bisschen rasten lassen. Der Teig kann locker einen halben Tag im Vorhinein zubereitet werden.
In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen.
In einer Pfanne die Butter schmelzen, Brösel und Mohn einrühren und unter Rühren leicht bräunen lassen. Mit Zucker abschmecken.
Knödel mit Hilfe eines Eisportionierers ins Wasser geben, diesen dabei immer wieder ins heiße Wasser tauchen. Die Knödel ca. 10-15 Minuten schwach köcheln lassen, sie sind fertig, wenn sie aufsteigen und sich zu drehen beginnen.
Die Knödel sofort in die Bröselmischung legen und vorsichtig darin wälzen.



Dazu ein saisonales Ragout aus Rhabarber und frischen Erdbeeren. Große Empfehlung!

Wer mag solche Knödel noch so gern wie ich?




Montag, 27. Juni 2016

Topfenknöderl mit Mohnbröseln

Sommer am Himmelteich
Es ist Sommer geworden... gut, heute war ein kühler Regentag, aber ein "Wechselsommer" mit wechselndem Wetter ist ja auch was Schönes, oder?! 

Mit dem Sommer kommt auch die Zeit für frische Früchte und darum zeige ich euch heute meinen liebsten Knödel-Teig, um das ganze schöne sommerliche Obst zu begleiten oder einzuhüllen.

Der Topfenteig von Plachutta ist absolut gelingsicher und eignet sich für diverse Obstknödel (Erdbeer-, Marillen-, Zwetschken- etc.) und auch für ungefüllte Knöderl mit Fruchtsauce- oder Kompottbegleitung. Solche Knödel wollen nicht "nackt" sein, sondern sich umhüllen mit Bröseln oder Mohn, Nussbrösel... etc.



Topfenknödel mit Mohn

Topfenteig nach Plachutta
(für ca. 18 Fruchtknödel oder 18 ungefüllte kleine Knöderl)
  • 400 g Topfen/Quark
  • 60 g weiche Butter
  • 1 Ei
  • 1 Eidotter
  • etwas Zitronenschale (von ½ Bio-Zitrone)
  • eine gute Prise Salz
  • 150 g Weizenmehl (oder ca. 145 g Dinkel-)

Alle Zutaten mit Ausnahme des Mehles gut verrühren, zum Schluss das Mehl einmengen und den Teig ca. 3-4 Stunden oder auch über Nacht im Kühlschrank rasten lassen.

Mit den Händen kleine ungefüllte Knödel (oder mit beliebigem Obst gefüllte) formen, in Mehl rollen und im leicht siedenden Salzwasser sanft köcheln lassen, bis sie nach oben schwimmen und sich zu drehen beginnen.
In der Zwischenzeit in einer flachen Pfanne reichlich Butter zerlassen, Semmelbrösel hellbraun rösten, mit Zucker süßen und geriebenen Mohn (aus dem Tiefkühler oder frisch) einrühren. Ich nehme etwa 1/3 Brösel und 2/3 Mohn. In diesem Gemisch werden die Knöderl gewälzt und mit Zucker bestreut serviert.


Perfekt passt der karamellisierte Rhabarber-Röster von der Küchenschabe (klick) dazu! 

Mit übrig gebliebenen Abschnitten des Rhabarbers und den abgezogenen Fäden habe ich meinen Rhabarbersirup von hier gekocht - perfekte Restlverwertung, nichts wird weggeworfen! 



Der Sommer könnte jetzt doch ein Weilchen bleiben! 


Freitag, 12. Juni 2026

12 von 12 im Juni im Waldviertler Garten

 


Dauerblogevent am 12. Tag jeden Monats


Es ist ein kühler, aber wenigstens sonniger Morgen heute Freitag, dem 12. Juni 2026. Mein erster Weg geht hinunter in den Garten. Das junge, angesäte Gras ist noch nass, aber ich freue mich, dass es so üppig sprießt. 

Die Morgensonne wärmt schön.


Auch wenn es nicht so aussieht, aber die Kirschen sind reif! Wir haben eine helle Sorte, die werden nicht rot, sie schmecken gut süß-säuerlich und haben selten einen Wurm... Ich sollte mir etwas einfallen lassen, wie ich sie konserviere und verarbeite! Aber nicht so früh am Morgen.


Rückblick auf 12 von 12 im Juni 2025:

2025

Das war Foto 4 von vor einem Jahr, der Wanddurchbruch sieht jetzt im fertigen Zustand so aus

Nun geht es auf der Gartenseite auf eine große Terrasse und ins Freie raus, nicht mehr in einen Zubau, der das Schlafzimmer meiner (verstorbenen) Mutter und untertags meist verschlossen war. Wir lieben die Terrasse seit dem 1. Tag!



Frühstück in Morgensonne auf meinem Lieblingsplatz. Auf der nordseitigen Terrasse haben wir Morgen- und Abendsonne und an heißen Tagen, wie es im Mai schon war, einen schattigen Platz - der Sommer kann kommen!



Die Sonne verzieht sich am Vormittag leider hinter dichten Wolken und ich verziehe mich aufs Sofa... mir ist eiskalt, ich lese ein bisschen und verschlafe den halben Tag warm zugedeckt. Die gestrige Gürtelrose-Impfung zeigt ihre Auswirkungen.



Eine Gartenrunde schaffe ich später am Nachmittag doch. Die Margeriten sind am Verblühen, als nächstes kommen die Schafgarben, wir lassen in der Wiese immer Blumeninseln für die Insekten stehen!



Alle Arten von Glockenblumen gehören zu meinen Lieblingsblumen. Würde ich mir jemals ein Tattoo stechen lassen (eher doch nicht), dann wäre es eine zarte Glockenblumengirlande am Unterarm über einer Narbe.



Rosen mag ich auch, am liebsten die Duftrosen im Vorgarten, die ich auch in der Küche verwenden kann.



Vor dem Regen pflücke ich noch schnell ein paar Kirschen zum Naschen, aber es regnet heute zum Glück (für die Kirschen) nur wenig. Die Natur würde noch mehr Nass benötigen.



Am Abend gönnen wir uns Topfenknödel nach diesem Rezept, mit gebratenen Marillen (Aprikosen) und frischen Erdbeeren. Immer wieder gut!



So endet mein unspektakulärer und ruhiger 12 von 12-Tag.

Jetzt verlinke ich noch den Beitrag bei Caro vom Blog "Draußen nur Kännchen" (danke fürs Sammeln!) und gehe dann sehr bald schlafen. Mir ist noch nicht wohl, morgen wird alles wieder gut sein! 

Ist bei euch auch alles gut?
Liebe Gartengrüße!







Freitag, 15. November 2024

süße Grießknödel


Blog-Event CCXIII - Schätze aus dem Vorratsschrank (Einsendeschluss 15. November 2024)

 
Zum 2. Mal gibt es aus gutem Grund ein seeehr nützliches Blogevent von Susanne bei Zorras Kochtopf. Es geht wieder um den Vorratsschrank und was sich mit der Zeit dort so angesammelt hat. Wer hat nicht solche "Schätze" zu Hause, die beizeiten wirklich gehoben werden müssen, bevor sie endgültig zu alt sind... Ich bin beruhigt, dass es nicht nur mir so geht, denn sonst gäbe es das Blogevent mit reger Beteiligung ja nicht, oder? 

Bei mir sammeln sich vor allem Getreide, Pseudogetreide und Körner an. Ich horte momentan zu viel Verschiedenes - von Amaranth über Bulgur und Buchweizen, Couscous bis zu Leinsamen, diversem Naturreis, Spezialmehle etc. Zwar alles in Gläsern oder geschlossenen Behältern, aber heikel ist es trotzdem. All diese Schätze können mit der Zeit ranzig oder muffig riechen und  müssen dann weg. Schade drum! Ich habe mir selbst bereits ein Kaufverbot auferlegt und vermehrtes Verkochen versprochen!! 😇



Heute kamen meine Grieß-Schätze aus Dinkel und Emmer dran, ich habe beide zusammen gemischt und zu Knödeln verkocht. Kennt ihr Grießknödel?

Grießknödel sind eine klassische Beilage in Oberösterreich zu Geselchtem / Selchfleisch mit Sauerkraut, also auf gut oberösterreichisch "Xöchts mit Kraut und Knedl". Sie schmecken genauso gut zu Wild und Gans, und auch zur veggie "Gans".

Meine Oma, sie war Jahrgang 1902 und in Oberösterreich geboren, war eine Meisterin (nicht nur) im Grießknödelkochen, leider hat sie uns kaum Rezepte hinterlassen. Das Rezept unten von Uschi Küchenschabe, die leider nur mehr selten bloggt, war eine gute Entscheidung. Ich habe es allerdings süß gemacht und Zucker in den Teig gemischt, der bei Knödeln für herzhaft natürlich nicht vorkommt! 

Generell wird (Weich-) Weizengrieß verwendet, dann werden die Knödel sehr hell, fast weiß - durch meinen Dinkel- und Emmergrieß sind sie dunkel. 




süße Grießknödel
Rezeptquelle

Zutaten für 8 - 10 kleine Knödel für Hauptspeise oder Dessert:

Teig:
250 ml Milch
50 g Butter
ca. 1/4 TL Salz
100 g Grieß

1 Ei + 1 Eidotter (M)
25 g Grieß
2 EL Zucker
etwas geriebene Muskatnuss

Salzwasser zum Kochen
1 Zimtstange

Butterbrösel:
2 EL Butter
120 g Semmel- oder Briochebrösel
ca. 1 - 2 EL Zucker nach Belieben
gemahlener Zimt

Staubzucker zum Bestreuen
Kompott dazu

Zubereitung:

Die Milch mit Butter und Salz aufkochen und den Grieß unter Rühren einlaufen lassen. Die Hitze reduzieren und weiter rühren, bis sich die rel. feste Masse vom Topfboden löst ("Abbrennen").

der Grieß nach dem "Abbrennen"

Kurz in einer Schüssel auskühlen lassen, dann die restlichen Zutaten einmengen. Die Knödelmasse etwa eine halbe Stunde rasten und somit den ungekochten Grieß quellen lassen.

Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen, wer will kann eine Zimtstange mitkochen. Mit nassen Händen ungefähr 10 kleine Knödel formen und 10 Minuten schwach köcheln lassen. Wenn sie aufsteigen und sich drehen sind sie fertig.

Gleichzeitig die Butterbrösel zubereiten: In einer breiten Pfanne reichlich Butter schmelzen und Semmel- oder Briochebrösel unter Rühren goldbraun anrösten (unbedingt dabei bleiben, sie brennen schnell an). Mit Zucker und Zimt verfeinern, so wie hier.

Die gekochten süßen Knöderl aus dem Wasser heben. Sofort in den Bröseln wälzen, so dass sie rundherum bedeckt sind. Mit Zucker bestreuen und mit Kompott, Röster oder Fruchtsauce etc. anrichten. 



Sehr flaumige Knödel und einfach herrlich! Die süßen Grießknödel mit Kompott sind einmal etwas anderes als zum Beispiel die bekannteren Topfenknödel!


Auch wenn die Knödelmasse vielleicht ein bisschen zu
weich erscheint, so halten die Knödel beim Kochen dann doch gut zusammen und werden sehr flaumig! Der einzige, aber nur optische, Nachteil einer weichen Grießknödelmasse wäre, dass sich die Knödel nicht so gut formen lassen und "unrund" werden, siehe Foto oben. Mit zu viel Grieß könnten sie aber hart werden. Unrunde Knödel werden dann sowieso von den Butterbröseln kaschiert...
Große Empfehlung! 


Danke, liebe Susanne, für das 2. Blogevent zum gleichen Thema! Es könnte von mir aus ruhig öfter drankommen... 😏