Samstag, 12. November 2016

selbstgemachte Hustenzuckerl


Bei uns in Wien tanzen gerade die ersten Schneeflocken aus einem trüben grauen Himmel... sie bleiben zum Glück (noch) nicht liegen. Ich zeige euch lieber Schönwetterfotos, die ich vor ein paar Tagen vom Stephansdom in einen blauen Nachmittagshimmel machen konnte. 



Der Christbaum ist bereits aufgestellt und mittlerweile ist auch der kleine Weihnachtsmarkt neben dem Dom offen. 

Am liebsten würde ich Weihnachten, dem Winter, dem Wetter, der Welt und überhaupt ja etwas husten... leider passt das bei mir derzeit sprichwörtlich, denn mich hat eine erste Erkältung niedergestreckt. Mit selbstgemachten Hustenzuckerln mit Salbei, Ingwer und Honig kann ich wenigstens meinen Hals beruhigen...


Hustenbonbons
Rezeptquelle: Doris
(für 12 Stück)
  • 150 g Rohrohrzucker
  • 1 Handvoll getrocknete Salbeiblätter, in der Kaffeemühle fein gemahlen
  • 1 Esslöffel Honig
  • 1 nussgroßes Stück Ingwer, auf einer Reibe fein gerieben
  • jeweils 1 Messerspitze Nelkenpulver und Zimt (oder Galgant, wenn vorhanden)
  • ½ - 1 Bio-Zitrone, Schale und Saft 


Eine Bonbon-Silikonform und sämtliche Zutaten bereitstellen. Den Zucker in einer beschichteten Pfanne langsam schmelzen lassen, die restlichen Zutaten einrühren (wie das duftet!) und die Zuckermasse rasch in die Silikonform leeren (bevor sie hart wird!). Kühl stellen und dann die einzelnen Zuckerl rausdrücken.


Tipp: nicht zu viel Zuckermasse in die einzelnen Förmchen einfüllen und nicht zu viel Ingwer verwenden... die Bonbons sind sonst zu groß und schmecken beim Lutschen rasch ziemlich scharf...  



einen schönen Samstag trotz Mieselwetter!
Verlinkung zu Katjas Himmelsbildern Nr. 239


Donnerstag, 10. November 2016

Rettungsaktion: Husarenbraten nach Prato


Meinen NEUEN Kochbuchklassiker der Prato aus dem Jahr 1887 (19. Auflage - die 1. Auflage ist von 1858!) nehme ich wie schon geschrieben, sehr gern zur Hand zum darin Blättern, Staunen und auch zum Nachkochen... 
 So war schnell klar, dass das Bratenrezept für die kulinarische November-Rettungsaktion aus der historischen Prato kommt. 


#wirrettenwaszurettenist
Selbst kochen mit natürlichen und gesunden Zutaten gegen Fertigprodukte aus Industrieproduktion und Nahrungsmittelzusatzstoffe!
Initiatorinnen: Sina und Susi 
heute: der BRATEN 

Es wird mit Recht ein guter Braten
gerechnet zu den guten Taten.
Wilhelm Busch

Meine heutige gute Tat ist ein "Husarenbraten" nach ungarischer Art, also ein Rindsbraten mit Zwiebel, Paprika und Sauerrahm. Gefüllt wird er normalerweise mit einem Paprikaspeck, das ist ein meist fetter Räucherspeck mit Paprikapulver - nur habe ich leider keinen bekommen und statt dessen "normalen" Räucherspeck und extra Paprikapulver reingetan. Das hat gut gepasst! 


Husarenbraten
Rindsbraten nach Prato
(ca. 4 Pers.)

  • ca. 1 kg Rindfleisch im Ganzen zum Braten (im Original Lungenbraten/Filet, bei mir Mageres Meisel, Info)
  • 100 g Räucherspeck
  • Paprikapulver edelsüß oder scharf nach Belieben (als Ersatz für Paprikaspeck)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 gr. Zwiebel
  • optional: etwas Suppengemüse (1 Karotte, 1 gelbe Rübe, ½ Selleriestange…)
  • 70 g Räucherspeck gewürfelt
  • ca. 250 ml Suppe (oder Wasser mit selbstgemachter Suppenwürze)
  • optional: 1 - 2 Rindsknochen
  • ca. 2 EL Sauerrahm / saure Sahne

Das Fleisch der Länge nach ca. 3x einschneiden (nicht durchschneiden!) und ausbreiten, mit Paprikapulver würzen und mit dem Schinkenspeck überlappend belegen. Den Braten einrollen, mit (Hilfs-) Spießchen oder Zahnstochern feststecken und mit Küchenschnur zubinden, die Spieße wieder entfernen. Das Fleisch rundherum mit Salz und Pfeffer würzen. 

In einem Bräter etwas Öl erhitzen und das Fleisch anbraten, Zwiebel und Suppengrün mitbraten, die Speckwürferl dazugeben  und wer will gibt auch Rindsknochen dazu (für einen guten Geschmack). Dann alles würzen, aufgießen und zugedeckt im Rohr bei 150°C rd. 3 Stunden schmoren lassen. Hin und wieder nachsehen und das Stück auch einmal umdrehen, Flüssigkeit kontrollieren.

Den Braten dann herausnehmen, rasten lassen und die Schnur entfernen. Die Sauce mit Paprikapulver verfeinern, abschmecken und das weiche Gemüse zerdrücken. Etwas Sauerrahm mit wenig Wasser versprudeln und mit einem Schneebesen einrühren (nicht kochen!). Den Braten aufschneiden und in den Bräter in die Sauce zurücklegen, zugedeckt im (ausgeschalteten) Rohr warmhalten. 


das Fleisch einschneiden und ausbreiten
mit Paprikapulver bestreuen, Speck drauf
dann einrollen und zubinden

Als Beilage empfiehlt die Prato Krautstrudel, Sauerkraut oder Kürbis auf ungarische Art (also wieder mit Zwiebel, Paprika und Sauerrahm, so wie der Braten). Das erschien mir zuviel des Guten und bei uns gab es wunderbar flaumige Kürbis-Serviettenknödel (klick).  


Die Fülle sieht man beim aufgeschnittenen Braten leider nicht, aber der Geschmack von Speck und Paprika ist da und es schmeckt hervorragend! Dazu die feinen Serviettenknödel, die mit dem Rindsbraten perfekt harmonieren! Empfehlung für diesen altösterreichischen Husarenbraten! 

***

Einen ganz anderen Rindsbraten, nämlich einen römischen in Rotwein (Brasato al vino rosso) habe ich voriges Jahr hier geschmort, Kartoffelpüree dazu. Ebenfalls Empfehlung! 

***

Welche Braten wurden bei den anderen RetterInnen geschmort? Ich bin sehr gespannt auf die Rezepte und warte auf Anregungen für Weihnachten!! 


Pane-Bistecca - Schulter Steak Braten mit Kruste
Kochen mit Herzchen - Wildsauerbraten
Prostmahlzeit - Gebratener Schweinebauch

Giftigeblonde - Bio Rindsbraten mit Rotweinsauce
kebo homing - Truthahnbraten “all in one”
lieberlecker - Rindsbraten mit Biersauce
Friederike Fliederbaum - Husarenbraten
Brotwein - Schweinebauch aus dem Ofen
Anna Antonia-Herzensangelegenheiten: eine Art Brasato al Barolo (Rehkeule in Rotwein)
Genial lecker: Entenbraten
Auchwas: Schinkenbraten in Apfelmost-Sauce
Unser Meating: Rinderbraten mit Bratapfelkruste

Was für eine Bratenvielfalt!


Samstag, 5. November 2016

Blick auf Ilovik


Sehnsuchtsvoller Blick hinüber auf die kleine kroatische Insel Ilovik... wir genossen strahlend sonnige, aber oft auch windige Herbsttage auf den Inseln Cres, Krk und Losinj, nur nicht auf Ilovik... aber wir werden uns die ruhige autofreie Insel für nächstes Jahr "aufheben"! Denn Elisabetta hat mir den Mund wässrig gemacht... und eine nette leichte Liebesgeschichte (Bora von Ruth Cerha), die auf Ilovik spielt, tut ihr übriges...



Erdbeerbaum




















Ilovik erreicht man vom Südspitzl von Losinj aus, eine rumpelige und kurvige Straße führt zum kleinen Hafen.








In der Stadt Mali Losinj ist immer viel los...





(links ist das Museum, das der römischen Bronzestatue des Apoxyomenos gewidmet ist - Tipp!)



Veli Losinj ist etwas beschaulicher...



Cres in Morgensonne...


und der letzte Moment in der warmen Vormittagssonne windgeschützt am Meer in Baska auf Krk vor dem Heimfahren in den nun kalten November... seufz...

Verlinkung mit den Himmelsbildern von Katja, der Raumfee (Nr. 238), weil ich, seit es ihre Samstagssammlung gibt, sehr gern in den Himmel hinein fotografiere!


Montag, 24. Oktober 2016

meine Prato und "gesetzte Eier" zum Frühstück

die PRATO:
Die Süddeutsche Küche von Katharina Prato, 19. Auflage, 1887
(1. Auflage 1858)
Das hier ist eine vollständige und sehr schön erhaltene Ausgabe des berühmten Kochbuchklassikers und es ist meines!!

Ich habe nämlich das Buch im Sommer von der lieben Elisabetta geschenkt bekommen, da es bei ihr unbeachtet im Schrank stand. Vielen Dank im Nachhinein noch einmal, du hast mir wirklich eine große Freude damit gemacht!
Ich blättere sehr gern im Buch und staune und schmunzle über manche Zutaten und Gerichte (Krebsknöderl, gedünsteten Fischotter etc.), über die Zubereitung vor mehr als 100 Jahren, die Maßeinheiten und vieles mehr... Ich finde es einfach schön, ein historisches Kochbuch in Händen zu haben (das sage ich, die ich sonst seit Jahren nur e-books lese). Aber ein altes Kochbuch ist für mich etwas Besonders und Bleibendes, und wer weiß, wer dieses in den mehr als 100 Jahren schon benutzt hat...


Auf dieser Seite zum Beispiel findet man zahlreiche Speisen mit Eiern, eine unglaubliche Vielfalt. Ich habe die "Gesetzten Eier" zum Wochenend-Frühstück ausprobiert, aber nicht in einer großen Form wie im Buch beschrieben, sondern in kleinen Schüsserln... pro Person eines (oder auch mehr). Empfehlung fürs Frühstück oder ein kleines Abendessen!


Gesetzte Eier 
nach Prato
  • Das Backrohr auf 180°C vorheizen, 
  • pro Person ein ofenfestes Schüsserl ausbuttern, 
  • etwa 1 cm hoch eine Mischung aus Schlagobers/Sahne und Sauerrahm/saure Sahne eingießen,
  • ganz leicht salzen,
  • 1 Ei vorsichtig hineinschlagen und belegen mit:
  • 1 - 2 Sardellenfilets klein geschnitten,
  • etwas Schnittlauch,
  • ca. 1/2 TL Semmelbrösel.
Die Eier werden nicht gewürzt, weil die Sardellen salzig genug sind.
Im Rohr etwa 15 Minuten backen, bis die Semmelbröseln zu bräunen beginnen, dann sind auch die Eier und das Obers gestockt.
Die Schüsserl herausnehmen, kurz auskühlen lassen, mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer bestreuen und mit Baguette dem Liebsten ans Bett bringen... äh oder sich das Frühstück von ihm bringen lassen!


Wie das schmeckt! Einfach umwerfend!
Alle Zutaten harmonieren bestens miteinander, man könnte keine weglassen oder ändern, ohne das Ergebnis zu schmälern! In solchen kleinen und einfachen, aber perfekten Rezepten zeigt sich die Größe von KochbuchautorInnen! Das Thema Prato ist bei mir noch lang nicht zu Ende...

ein Blick ins gestockte Innere
(leider unscharf)
***



Meine Lieben, ich bin demnächst wieder einmal weg... die letzten Oktobertage zwischen den Feiertagen nutzen und hoffen, dass uns in Kroatien, vielleicht hier die Sonne scheint!


Samstag, 22. Oktober 2016

Herbstsalat Karfiol mit Kaki-Dressing


Der Herbst ist bunt... wie diese Sharonfrucht... sie ist die mildere Verwandte der Kaki. Im Oktober beginnt ihre Zeit bis in den Frühling hinein. Ich habe sie für ein außergewöhnliches Dressing püriert zu einem Salat aus geröstetem Karfiol (Blumenkohl).


Die Quelle des Rezeptes ist wie so oft Angelika Apfelthaler, die einen kleinen Dining Room in Wien führt. In ihrem Salat ist auch noch Feta drin, aber das konnte ich mir nach Kosten des fertigen Dressings und des gerösteten Karfiols gar nicht vorstellen, so habe ich ihn weggelassen. Wir hatten gebratenen Fisch dazu, genauso gut kann der Salat für sich allein stehen und eine Vorspeise sein.



Gerösteter Karfiol mit Kaki-Dressing
(für 2 hungrige Esser als Beilage oder für 4 Personen als Vorspeise)

  • 1 mittlerer Karfiol/Blumenkohl in Röschen geteilt
  • Salz
  • (Raps-) Öl

Dressing:
  • 1/2 Sharonfrucht (oder Kaki)
  • 1/2 EL milden Essig (zB. Marillenessig)
  • gutes Rapsöl oder Haselnussöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • etwas Ras-el Hanout
  • ein Spritzer Zitronensaft
  • etwas Wasser nach Bedarf
Das Rohr auf 180°C vorheizen. Die Karfiolröschen mit Salz und Öl vermischen und auf einem Backblech (+ Papier) im Rohr braten, bis sie knackig sind und leichte Röstspuren aufweisen. Herausnehmen und auf Teller anrichten.

Für das Dressing die Sharonfrucht schälen (obwohl die Schale essbar ist) und klein schneiden. In einem Mixbecher mit den restlichen Zutaten pürieren, abschmecken und vielleicht ein bisschen Wasser dazu geben, wenn es zu dick ist. 


(Es wird nur die halbe Frucht benötigt, die andere Hälfte gleich essen!)
Der Geschmack des Dressings ist sehr fruchtig, aber der Sharonfrucht-Geschmack ist nicht deutlich zu merken. Die Gewürzmischung Ras el Hanout passt sehr gut dazu, finde ich, im Original kommt das säuerliche Sumach rein. 
Am besten schmeckt der Salat, wenn der Karfiol noch nicht völlig ausgekühlt ist! 



Einen schönen Sonntag!

Freitag, 21. Oktober 2016

Serviettenknödel mit Kürbis


Kürbiszeit ist!! 

Für mein heutiges Beilagenrezept habe ich einen "Langen Neapolitaner" verwendet (der aber nicht im Körbchen auf dem Foto zu sehen ist). Ich mag diese Kürbissorte ganz gern, denn er hat keine Kerne und lässt sich gut schneiden. Außerdem hat er so ein schönes oranges Fruchtfleisch.


Kürbis-Serviettenknödel
(1 gr. Rolle)
  • 200 g Semmelwürferl (Knödelbrot)
  • 200 g Kürbisfleisch, bereits kleinwürfelig geschnitten gewogen
  • ½ Zwiebel (50 g)
  • 50 g Butter
  • Majoran
  • 1 Handvoll Sellerieblätter oder Petersilie
  • Salz, Muskat
  • 200 ml Milch
  • 3 Eier
Butter in einer Pfanne zerlassen und darin die Zwiebeln sanft braten, nicht Farbe nehmen lassen, die Kürbiswürferl dazugeben, mit Majoran bestreuen und die Mischung kurz schmurgeln. Der Kürbis soll aber noch nicht weich werden.

Alle Zutaten rasch vermischen und zugedeckt rd. ½ Stunde ziehen lassen.

In der Zwischenzeit ein feuchtes Geschirrhangerl (Küchentuch) bereit legen und in einem passenden breiten Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen.

Die Semmel-Kürbismischung auf das Tuch geben und mit Hilfe des Tuches eine Rolle formen. Nicht allzu straff einrollen, weil sich die Masse beim Kochen ausdehnt. Die Enden mit Schnur fest zubinden.

Je nach Dicke der Rolle ca. 35 – 45 Minuten sanft köcheln lassen.


Ich bin übrigens wieder davon abgekommen, Serviettenknödel in Folie zu wickeln und zu kochen. Weder mag ich Lebensmittel in Alufolie noch in Klarsichtfolie in Salzwasser kochen, auch wenn die Handhabung noch so praktisch ist.
Ein Geschirrtuch muss nach dem Serviettenknödelkochen zwar ausgespült, die Knödelreste entfernt und in der Waschmaschine gewaschen werden, aber mir ist dabei insgesamt wohler... nicht nur wegen der Müllvermeidung.




Fazit: sehr feine und flaumige Serviettenknödel! 
Sie passen perfekt zu einem Rindsbraten oder zu Wild und auch für Knödel mit Ei!
Sie drängen sich nicht auf und überlassen dem Braten geschmacklich den Vortritt... 





Sonntag, 16. Oktober 2016

Apfelmuffins mit Gewürzzucker und Olivenöl für 12 Jahre Zorra


Mein mit Abstand liebster Apfelkuchen ist gleichzeitig mein schlimmster Angstgegner - was das Backen betrifft ;-)  Warum, das könnt ihr ganz unten lesen. Nichts desto trotz wage ich mich aber regelmäßig im Herbst, wenn die Äpfel reif sind, an meinen Gegner heran und irgendwann werde ich ihn bezwingen und den schönsten Apfelkuchen zaubern, oder?


Ich teile das verflixte Rezept jetzt doch mit euch und auch mit Zorra, die sich 12 Muffins (also 1 Muffinsblech) zum 12. Blog-Geburtstag wünscht. Geschmacklich sind der Kuchen oder die Muffins mit dem Gewürzzucker nämlich immer absolut Top!!!


Das Rezept kommt von Angelika Apfelthaler, die in Wien jahrelang einen kleinen privaten Dining Room für wenige Gäste geführt hat und nun leider mit Jahresende aufhören wird. Der Apfelkuchen stammt von ihrem Blog; sie hat auch zwei sehr schöne Kochbücher herausgegeben!



Apfelmuffins mit Gewürzzucker und Olivenöl
nach Angelika Apfelthaler
(für 12 Muffins)

Gewürzzucker
  • 2 EL Rohrohr- oder Kristallzucker
  • 1 TL Kardamom (Samen oder Pulver)
  • 1 TL Zimt (Blüten oder Pulver)
  • (ein wenig Nelkenpulver)

Zuerst den Gewürzzucker herstellen: Zucker mit den Kardamomsamen und den Zimtblüten (Zimtpulver) mörsern oder in einer elektrischen Kaffeemühle mahlen. Ich nehme meist die doppelte Menge, weil ich die Mischung gern großzügig verwende. In einem Gläschen aufbewahrt ist jederzeit ein besonderer Zucker zum Bestreuen da!

Teig 
  • 500 g Äpfel
  • 1 kl. Bio-Zitrone, Saft und Schale
  • 90 g (Rohrohr-) Zucker
  • Vanille
  • 100 g Dinkelmehl
  • 1/2 P. Weinstein Backpulver
  • 1 Ei
  • 40 ml Olivenöl
  • 40 ml Milch
  • 1/2 EL Gewürzzucker
  • ca. 1,5 EL Gewürzzucker zum Bestreuen
  • ca. 1 - 2 EL Olivenöl zum Bepinseln

Das Backrohr auf 180°C vorheizen, ein Muffinsblech oder 12 Förmchen vorbereiten.

Äpfel schälen, vierteln und in kaltem Wasser parken.

Die trockenen Zutaten locker vermischen und die feuchten Zutaten (außer dem Zitronensaft) gut verquirlen. Die Äpfel in eine große Schüssel raspeln, Zitronensaft dazugeben, dann sofort mit den trockenen Zutaten verrühren und die Flüssigkeit einmischen. Den Teig mit einem Löffel in die Muffinsförmchen füllen und mit beliebig viel Gewürzzucker bestreuen (ich nehme viel).

Im Rohr ca. 15 - 20 Minuten bei 180°C backen, die Hitze auf 160°C reduzieren und das Muffinsblech herausnehmen. Rasch die bereits fest gewordene Muffins-Oberfläche mit Olivenöl bepinseln*) und dann noch ca. 15 - 20 Minuten fertig backen, Stäbchenprobe machen. 


Das Originalrezept enthält die doppelte Menge für einen größeren flachen Kuchen.
Das Olivenöl löst den vorhandenen Gewürzzucker auf und bringt ein leicht knuspriges, karmellisiertes Ergebnis! Unvergleichlich!

*) Eine ganz heikle Sache ist aber das Herausnehmen aus dem Rohr in der Mitte oder gegen Ende der Backzeit... ist frau dabei eine Spur zu langsam oder erwischt nicht den richtigen Zeitpunkt, so bleiben der Kuchen oder die Muffins einfach "sitzen" bzw. fallen unrettbar zusammen... ich weiß, wovon ich rede ;-)

Im Zweifelsfall (oder bei wiederholtem Ärger) kann man auf das Bepinseln auch verzichten. Oder, noch besser, man verzichtet auf ein einwandfreies Aussehen und genießt den tollen Geschmack der fertigen Küchlein!!
Unbedingt die Stäbchenprobe machen, denn durch die vielen Äpfel ist die Backzeit länger!



Empfehlung!

Liebe Zorra, 12 Jahre Bloggen und Events ausrichten finde ich erstaunlich, ich wünsche dir alles Gute zum 12. Blog-Geburtstag und uns viele weitere Beiträge!