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Dienstag, 6. Oktober 2015

Manti aus Kasachstan zum Teigtaschen-Event


Susanne hat zum Teigtaschen-Event hier bei Zorra gerufen. Teigtascherln basteln ist weit lustiger zu zweit und noch dazu, wenn es viele werden sollen... und so habe ich mich mit meiner Freundin Dinara verabredet zum gemeinsamen Kochen in der Büroküche.  



Unsere kasachischen Manti werden dampfgegart und bestehen aus einem Nudelteig mit einer Fülle aus Kürbis, so wie es im Herbst in Kasachstan üblich ist. Dinara stammt aus Almaty im Süden des Riesenlandes; das Klima dort ist günstig für den Obst- und Gemüseanbau.

Ich koche sehr gern gemeinsam mit Dinara und schaue auch manchmal nur zu... sie rollt mit einer Engelsgeduld den Teig dünn aus und füllt jedes Täschchen sehr sorgfältig... eines schöne als das andere... und ich lerne und dokumentiere... meine Manti sind schlussendlich fast so schön geworden wie Dinaras...

Manti mit Joghurtsauce und Salat

Ich habe die Zutaten für eine größere Menge (rd. 12-15 Personen) und für eine Familie mit rd. 3-4 Personen notiert. Es lohnt sich übrigens, eine größere Menge an Teigtaschen herzustellen (wenn man schon dabei ist) und sie sofort ungegart einzufrieren.


Manti 
Teigtaschen kasachische Art nach Dinara


Teig:
für rd. 12 - 15 Personen:

  • 1 kg Weizenmehl, 
  • Salz, 
  • rd. 600 ml Wasser, 
  • 2 Eier (kann man auch weglassen, aber mit Eiern wird der Teig geschmeidiger und trocknet weniger aus)


für 3-4 Personen:

  • 250 g Weizenmehl, 
  • Salz, 
  • rd. 150 ml Wasser, 
  • 1 Eidotter


Man vermischt Salz mit Wasser und den Eiern und gibt diese Mischung langsam zum Mehl und verknetet den Teig mit den Händen, bis er sich geschmeidig anfühlt. Leider gibt es keine genauere Anleitung, man muss die richtige Konsistenz "erfühlen".
So wie ich hier schon beschrieben habe (es handelt sich im Grunde um den selben Teig), liegt das Geheimnis des Teiges am ewig langen Kneten auf der Arbeitsplatte. Dann lässt man die Teigkugel zugedeckt mindestens 1/2 Stunde rasten und bereitet in der Zwischenzeit die Fülle zu.


Fülle:
große Menge / kleine Menge:

  • 1 kg Faschiertes (Hackfleisch) von der Pute oder Rind / 250 g
  • 500 g Stangenkürbis kleinwürfelig geschnitten / 125 g
  • 4 mittelgroße Zwiebeln würfelig geschnitten / 1 Zwiebel
  • Salz und Pfeffer 



Alle Zutaten für die Fülle vermischen, eventuell etwas Öl für die Geschmeidigkeit dazugeben. Jeweils 1 Esslöffel Fülle für jedes Täschchen verwenden.



Jeweils einen Teil des Teiges entnehmen und mit den Händen (ohne Mehl) zu einer langen Rolle formen, Stücke abschneiden.


Jedes Stückchen beidseitig bemehlen und mit den Fingern ein bisschen platt formen. Dann mit dem Nudelwalker/Rollholz zu einem dünnen Fladen ausrollen, der gar nicht regelmäßig geformt sein muss.

1 Löffel Fülle in die Mitte geben...  





 



...zu einem Viereck zusammenfassen und in der Mitte etwas festdrücken, dann jeweils 2 "Flügel" an der Spitze zusammendrücken...


nach dem 5. geht das bereits automatisch ;-)



Die Täschchen werden im Dampfgarer oder auf einem eingeölten Siebeinsatz (für passenden Kochtopf) im Dampf 45 Minuten gegart.


Tiefgekühlte Manti würde man genauso über Dampf garen (vorher nicht auftauen).







Einzigartig köstlich und absolute Empfehlung trotz des Aufwandes!

Die Fülle der Manti ist durch den Kürbis sehr saftig und g´schmackig! Dazu gab es bei uns Naturjoghurt mit Kräutern verfeinert und einen grünen Salat gemischt mit Radicchio und geraspelter rot-weißer Chioggia-Ringelrübe. Aber das ist eine andere Geschichte...


Liebe Susanne, danke für den schönen Event! Endlich hatte ich wieder Gelegenheit und einen triftigen Grund für eine Teigtaschen-Session mit Dinara ;-)








Mittwoch, 12. November 2014

Kasachische Teigschnecken in der Büroküche

"Urama-nan"

In der Büroküche (Motto eine/r für alle) habe ich mit Dinara aus Kasachstan gekocht - 
oder eher sie mit mir! Ich hab hauptsächlich geschnipselt, zugeschaut, fotografiert...  




Sie stammt aus Almaty, das ist die ehemalige Hauptstadt von Kasachstan im Süden des Riesenlandes, wo es rundherum die schönsten Berge des Tien-Shan Gebirges gibt. Dinara spricht interessanterweise gut deutsch, weil sie zu Sowjetzeiten mit ihren Eltern ein paar Jahre in der ehemaligen DDR gelebt hat. Jetzt wohnt sie mit ihrer Tochter in Wien.

Auf jeden Fall verwöhnt sie uns oft mit den schönsten gefüllten Teigkreationen und das wollte ich schon längst einmal mit ihr gemeinsam machen und lernen. Aus Bequemlichkeit Zeitmangel haben wir uns entschlossen nicht unzääählige Teigtaschen oder kleine Schneckchen, sondern große gefüllte Teigschnecken zu formen.

Der Teig funktioniert genauso wie bei meinen mongolischen Teigtaschen, nur dass er hier ein wenig gesalzen wird. Außerdem benötigt man wieder einen Dampfgarer oder einen passenden Siebeinsatz für einen Kochtopf.



Urama-nan  kasachische Teigschnecken

Teig: 
  • aus Mehl, Wasser und etwas Salz

für rd. 15 Personen benötigt man 1 kg Mehl und ca. 600 ml Wasser, daraus werden 4 große gefüllte Schnecken. 
für rd. 4 Personen nimmt man 250 g Mehl und 150 ml Wasser und bekommt 1 große gefüllte Schnecke. 

Mehl und Salz in eine Schüssel geben und das Wasser nicht auf einmal, sondern nach und nach einmengen, dann auf der Arbeitsplatte kneten. 

Das Geheimnis liegt am ewig langen Kneten des Teiges und dem mindestens halbstündigen Rasten zugedeckt bei Zimmertemperatur!

Der Teig wird dann auf der Arbeitsplatte unglaublich dünn und rechteckig ausgerollt. Dinara bestäubt den Teig immer wieder mit Mehl und verstreicht es auch mit den Handflächen, dann weiter ausrollen, bestäuben, verstreichen, umdrehen, bestäuben, verstreichen, ausrollen etc. Das verlangt große Geduld, ich war in dieser Phase nur Zuschauerin ;-) 

Wenn der Teig dann endlich dünn genug ist, wird die Fülle schön drauf verteilt und das Ganze wie ein langer Strudel eingerollt und die Ränder schön zugezwickt. In einen geölten Siebeinsatz des Dampfgarers/Kochtopfes wie eine Schnecke oder Spirale einlegen und zugedeckt 45 Minuten dampfgaren. 


Fülle: 
für rd. 15 Personen benötigt man:
1 kg Faschiertes vom Rind/Hackfleisch
500 g geraspelte Karotten/Möhren
2 große Zwiebeln gehackt und
2 geraspelte Zucchini

für rd. 4 Personen eben ein Viertel davon.

Als Gewürze gibt Dinara nur Salz und schwarzen Pfeffer dazu und etwas Öl, um die Fülle geschmeidig zu machen. Mit den Händen wird alles gut vermischt. 


Teigschnecken und dazu Buchweizen

Als Beilage für die hungrigen Kollegen haben wir Buchweizen mit Zwiebeln, Paprika und Paradeisern gekocht. Im Prinzip geht es genauso wie der Bulgur von hier, nur dass man die Buchweizenkörner vorher waschen muss und sie 5-10 Minuten kochen müssen.



Turmbau zu Babel oder kasachischer Dampfgarturm




Samstag, 26. November 2016

Föhn-Himmel über Wien im November


Vor eine guten Woche gelang meiner Freundin Dinara dieses Bild in den Wiener Himmel... ist das nicht grandios und gleichzeitig unheimlich...


... ist das nicht eine Gestalt am Himmel neben der Kirche? Dinara sah darin einen Engel...
... die Arme seitlich nach oben und "kämpft" mit Wolkenschwertern oder droht... auf dem Kopf der Gestalt erscheint eine Mondsichel...

was seht ihr in dem Wolkenbild?

Verlinkt mit Katja, der Raumfee