Sonntag, 8. Juni 2025

noch ein Rosensirup (Fotofragezeichen)


eine der letzten Pfingstrosenblüten heuer im Garten,
so schön wie leider giftig


Bei Andrea, der Zitronenfalterin, ist bereits die 23. Runde ihres heurigen Jahresblogevents "Fotofragezeichen" angebrochen, im April war ich erstmals dabei, was Spaß gemacht hat. Pro Woche können zwei Fragen mittels Fotos beantwortet werden, also los:


Frage 1: Worauf freue ich mich im Juni?

meine prächtigen Rosen im Vorjahr


Der Juni ist doch echt DER Rosenmonat, oder?
Ich freue mich sehr darauf und dass Rosen bald überall in voller Blüte stehen. In meinem Vorgarten nahe der südseitigen Hausmauer fühlen sie sich ganz besonders wohl. Es sind alles alte Duftrosen mit ungefüllten Blüten, was auch viele Insekten freut. Jedes Jahr im Frühling bekommen sie von mir einen (mehr oder weniger, ich bemühe mich!) fachgerechten Schnitt und blühen meist bis weit in den Herbst hinein.



Diese außen rosa und innen dann hellorange blühende Rose im Vorgarten ist heuer ein bisschen spät dran...



... diese in rosa auch, aber sie ist gut gewachsen und hat viele Knospen angesetzt. 



Aber die samtigen dunkelroten Rosen und die weißen Schneewittchen-Rosen blühen im Vorgarten bereits üppig. Leider sind die alten Rosenstöcke durch eine notwendige Kanalsanierung doch ein bisschen in ihrer Ruhe gestört worden, ich hoffe, sie erholen sich wieder vollständig. Es täte mir leid um die Rosen, die noch meine Oma Leopoldine gepflanzt hat.


Einige schöne Rosenblüten habe ich nun vor dem angesagten Regenwetter gerettet für einen...



Rosensirup

Zutaten je nach Größe des Ansatzgefäßes:
reichlich Blütenblätter von roten oder anderen Rosen, je mehr desto intensiver
Kristallzucker oder Sirupzucker (ich) und Wasser im Verhältnis 1:1
1/2 - 1 bio Zitrone, Saft und Schale

  • Die abgezupften Rosenblütenblätter auf einem Küchentuch leicht schütteln und ausbreiten, sodass Insekten das Weite suchen können. Die Blüten lieber NICHT waschen, wie man oft liest, denn dadurch wird ja auch der aromatische Blütenstaub abgewaschen.
  • Die Blütenblätter in ein großes Glasgefäß mit Deckel geben.
  • Wasser und Zucker unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Gemeinsam mit der Zitrone über die Blüten gießen und die Blüten mit einem Löffel untertauchen. Durch die Zitronensäure löst sich sofort die Farbe der roten Rosenblüten.
  • Das Gefäß leicht zugedeckt etwa 2 Tage stehen lassen (bei Raumtemperatur, nicht in der Sonne), hin und wieder umrühren und kontrollieren, dass sich nicht Schimmel bildet.
  • Den Sirup abseihen und in sterilisierte Flaschen abfüllen.
  • Verdünnt mit Wasser, Prosecco, Tonic etc. genießen oder pur über Desserts drüberträufeln...





Hier habe ich schon einmal einen Rosensirup gezeigt, der aber ein bisschen blass war, je nach verwendeten Rosenblüten eben. Der heutige Sirup von hauptsächlich dunkelroten Rosenblüten ist auch tatsächlich schön dunkelrot geworden. Ich verwende daher gerne einen Sirupzucker, der bereits die richtige Menge an Zitronensäure enthält.
Wichtig ist auch, dass ungespritzte und einwandfreie Rosenblüten verwendet werden, am besten aus dem (eigenen) Garten! Und auch ein nicht so tiefroter Rosensirup schmeckt gut!!


Setzt ihr gerne einen Sirup an, vielleicht auch mit Rosenblüten? Oder macht ihr Rosenzucker und Rosensalz (Blüten mit Zucker bzw. Salz gemahlen) oder Rosengelee? Rosen sind so vielseitig und all das beginnt jetzt im Juni! 💗


Frage 2: Was ist meine derzeitige Lieblingslektüre?










Bücher spielen bei mir eine große Rolle und einen Tag ohne Lesen gibt es so gut wie nicht.

Momentan habe ich neben Koch- und feministischen Büchern auch diese beiden Ratgeber über die TCM und über die Stärkung der Schilddrüse griffbereit liegen - als Taschenbuch, denn zum Entspannungslesen nehme ich nur mehr das e-book in der Hand. Mein Bücherstoß ist zum Schmökern da und das tue ich gerne so zwischendurch...


Ansonsten lese ich derzeit wieder einmal sämtliche Krimis des Südtiroler Autors Lenz Koppelstätter (unbezahlte Werbung).
Seine Reihe um den bodenständigen Commissario Grauner in Bozen und seinen neapolitanischen Kollegen Saltapepe gehört für mich zu den interessanteren Regionalkrimis (von denen es ja unüberschaubar viele gibt). Hier immer mit historischem Hintergrund, guten Dialogen und sehr spannend. Seine neueste Krimireihe spielt am Gardasee rund um die Zeitungsreporterin Gianna, auch hier mit historischem Hintergrund und viel Lokalkolorit.


Wenn man die Landschaften und Orte kennt, an denen die Handlung spielt, erhöht das schon den entspannten Lesegenuss, oder? Lest ihr Bücher auch doppelt und mehrfach wie ich oder immer nur einmal?


Eine schöne Woche, ich freue mich über Kommentare, liebe Grüße aus Wien






Sonntag, 25. Mai 2025

Hafer und Rhabarber



Blog-Event CCXIX - Rezepte mit Hafer (Einsendeschluss 15. Juni 2025)


Kerstin und Klaus vom Blog 
Kakao & Karotte sind die Gastgeber des aktuellen Blogevents bei Zorra, bei dem sich einen Monat lang alles um den Hafer dreht. Denn nicht nur für Pferde ist Hafer sehr gesund...


Ich bin bei Hafer ja ein bisschen heikel... Haferflocken zum Frühstück mag ich zeitweise ganz gerne, aber nur, wenn sie nicht allzu matschig und also nur wenig gekocht sind. Dazu am besten reichlich Obst, so wie hier. Haferflocken mische ich aber gern in diverse Teige oder als Bindung in veggie oder Fleisch-Laibchen und Bällchen.

Für das Blogevent habe ich einen süßen Mürbteig mit Haferflocken zubereitet. Angelehnt an die Birnentarte, die wir im Herbst sehr oft essen, gibt es heute eine Frühlingsversion mit Rhabarber. Empfehlung!



Tarte mit Rhabarber und Haferflocken

Zutaten für 1 kl. Tarteform mit ca. 22 cm

Mürbteig:
65 g kalte Butter
50 g Zucker
130 g Dinkelmehl
45 g kleinblättrige Haferflocken
1 kl. Ei
1 Prise Salz

Belag:
3 dicke Stangen Rhabarber
1-2 EL Kristallzucker
125 g Creme fraiche
1 kl. Ei
50 g weiße Schokolade, in kleine Stücke gebrochen
2 EL Pistazien
2 EL Haferflocken

Zubereitung:
Ungefähr 2/3 der Haferflocken fein mahlen, die restlichen kommen ungemahlen in den Teig. Aus allen Zutaten einen geschmeidigen Mürbteig kneten, was am einfachsten im Zerkleinerer funktioniert. Den Teig mit den Händen in eine vorbereitete Form (entweder befettet oder mit Backpapier ausgekleidet) drücken und zumindest eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen, länger ist auch kein Problem.

In der Zwischenzeit den Rhabarber putzen, ggf. die gröbsten Fäden ziehen und schräg in knapp 1/2-1 cm Stücke schneiden. Die Rhabarberstücke in einer Schüssel mit dem Zucker vermischen und ziehen lassen. Mit einem Teil dieser Flüssigkeit wird dann die Creme fraiche gesüßt, dann das Ei einrühren und abschmecken. 

Den Tarteboden mit der Creme bestreichen, mit dem entwässerten Rhabarber (ohne Flüssigkeit) belegen und mit den Schokostückchen, Pistazien und Haferflocken bestreuen. Im Backrohr bei 180°C rund 40 Minuten backen. 

Teig in die Form gedrückt


Rhabarber eingezuckert


ab in den Ofen



Der säuerliche Rhabarber, der süße Teig mit den Haferflocken (es macht nichts, wenn er etwas zu dick aussieht) und die Pistazien obenauf passten für uns so gut zusammen, dass wir noch über den lauwarmen Kuchen hergefallen sind!

Haferflocken heben einen einfachen Teig geschmacklich und geben ihm einen leicht nussigen Geschmack, finde ich. 





Haferflocken passen auch in herzhaften Teig, ich mische sie gern in Quicheteige nach ungefähr diesem Rezept. Man kann problemlos 1/3 bis zur Hälfte des Mehles durch Haferflocken ersetzen. So entstehen jedes Mal neue Varianten von Quiches, meist auch mit allerlei "Rumfort" Gemüseresten - also was rum liegt und fort muss (den Ausspruch habe ich erstmals bei Ilse gelesen).  😉  

~ ~ ~


Wie gesund Haferflocken sind, habe ich jetzt nicht extra aufgeschrieben, das könnt ihr besser bei den Gastgebern Kerstin und Klaus nachlesen!

Mich würde aber noch etwas anderes interessieren. Zieht ihr beim Rhabarber immer die äußeren Fäden ab oder verwendet ihr ihn sozusagen ungeschält? Mir ist irgendwie immer leid um die schöne rote Außenhaut... denn wenn ich die entferne, bleiben mir nur die grünen Rhabarberstangen übrig. Wie macht ihr das?

Nachtrag: Habe nun gelesen, dass die Schalen des Rhabarbers mehr Oxalsäure enthalten als die Stangen, daher also lieber die äußeren Fäden abziehen. Der Gehalt an Oxalsäure steigt mit der Zeit an, daher sollte man Rhabarber ab Ende Juni gar nicht mehr essen. 


Über Kommentare freue ich mich wie immer, liebe Frühlingsgrüße aus Wien!






Montag, 12. Mai 2025

12 von 12 im Mai, gesund in Wien

 

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1    Heute ist Montag, der 12. Mai 2025 und damit wieder ein 12 von 12 -Tag mit 12 Foto des Tages. Caro vom Blog Draußen nur Kännchen hostet wie immer die Blogaktion, danke dafür!
(Was hier so üppig blüht, ist ein schöner großer Rotdorn.)


Heute ist auch der internationale Tag der Pflanzengesundheit und es geht diesmal um Pflanzen schützen, Leben schützen!
Nicht nur auf die biologische Vielfalt und den Umweltschutz soll aufmerksam gemacht werden, sondern auch auf den Schutz der Pflanzenwelt vor der Einfuhr von exotischen Schädlingen und gebietsfremden Pflanzen und Pflanzenkrankheiten (Quelle).

Eine spannende Sache, finde ich, mir war dieser internationale Tag neu. Habt ihr davon schon gehört?


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2    Wie zuletzt vor einem Monat (April 2025) nehme ich euch mit auf meinen Wegen in Wien, fast immer geht es erst einmal zur U-Bahn.

Die Kastanien stehen in voller Blüte oder sind fast schon wieder am Verblühen, mir kommt vor, das geht heuer schneller als sonst.


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3 und 4    Ich fahre auf den Wienerberg, der aber nur ein niederer Bergrücken am (fast) Stadtrand ist. Dort ist in den letzten 20 Jahren ein florierendes Businessgebiet entstanden mit Gebäuden, die in den Himmel wuchsen und von weit her zu sehen sind. Mit Gastronomie, Kinocenter und Wohnungen ist es fast eine Stadt in der Stadt geworden. Nur der U-Bahn-Anschluss lässt noch auf sich warten und wird frühestens in 10 Jahren fertig sein... 

Am Wienerberg ist auch ein Naherholungsgebiet mit über 100 Hektar Grün- und Wasserflächen, aber dafür habe ich heute keine Zeit. 


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5    Heute steht mein 1. Termin in einem Fitness-Studio an, das mir von meinem Orthopäden sehr ans Herz gelegt und vermittelt wurde. Es nutzt ja nichts, denn wenn frau auch in Zukunft, das heißt *hust* im Alter fit sein will, muss sie rechtzeitig etwas dafür tun, oder? Da ich in dem Studio ein gutes Gefühl habe, mache ich gleich "Nägel mit Köpfen", also einen Vertrag (und bevor der innere Schweinehund protestieren kann). 😇


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6    Das kulinarische Angebot in dem Gebäudekomplex teste ich heute nicht, das ergibt sich sicher ein anderes Mal. Ich mache mich nun auf den Heimweg.


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7    Wohnen würde ich hier am Wienerberg nicht wollen, ehrlich gesagt, auch wenn zwischen den Gebäuden ein bisschen Grün gepflanzt wurde und die Aussicht von oben fantastisch sein soll. 


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8    Die Stadtgärtnerei sorgt immer öfter für insektenfreundliche Begrünung im öffentlichen Raum, das gefällt mir. Auch wenn die Baumscheiben und Grünflächen in manchen Stadtvierteln leicht verwahrlost aussehen, den Bienen macht das zum Glück nichts aus... 😉


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9    Bei dem türkischen Geschäft kann ich am bunten Gemüse nicht vorbei gehen und auch die Baklava sind hier gut.


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10    Zu Hause gibt es gleich einen Teil der Beute vom Einkauf als leichtes Mittagessen mit 
gebratenen Zucchini und als Highlight der in Öl und Gewürzen eingelegte Feta mit Fladenbrot.



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11    Am Nachmittag ist ein Friseurbesuch schon dringend notwendig und danach schaue ich bei meiner "Baumgöttin" im grünen Frühlingsgewand vorbei. Im Winter habe ich den kahlen Baum im Schlosspark in meiner Wohngegend entdeckt und möchte "sie" nun durch die Jahreszeiten verfolgen. Schön, oder?  


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12    Das Schlussbild ist der Abendhimmel von unserem Balkon aus gesehen. Himmelsbilder mit schönen Farben (alle gehören zu meinen Lieblingsfarben) oder Wolkenstimmungen sind mein liebstes Fotomotiv. Herr Fliederbaum meinte vor Jahren einmal, es sei ja "nur Himmel" auf den Fotos drauf - mittlerweile macht er es mir nach...


Jetzt verlinke ich noch meinen Beitrag bei Caro und sende liebe Abendgrüße aus Wien!

Und wie war euer Tag so?




Samstag, 10. Mai 2025

Argentinien und ein Schnitzel


 


Volker und die kulinarische Weltreise legt im Mai an der langen Küste von Argentinien an. Möchte er vielleicht Tango tanzen in Buenos Aires oder doch eher die kulinarische Seite kennen lernen? Wie immer bin ich gerne dabei, beim Tanzen und beim Kochen! 



Kulinarik:

Argentiniern wird ja gerne nachgesagt, dass sie ziemliche Fleischtiger sind, kein Wunder denkt man, weiden doch in den Grassteppen der Pampa freilaufende Rinderherden oder doch nicht...? Der argentinische Fleischkonsum pro Kopf gilt (noch) als einer der höchsten der Welt mit mehr als 100 Kilo Fleisch im Jahr, sind das rund 2 Kilo in der Woche. Willst du bei uns in Wien argentinisch essen gehen, ist das mit Sicherheit ein Steak-House.

ABER wahrscheinlich ist alles nur mehr ein Klischee.
Es verändert sich, so liest man, die argentinische Ernährung und die Vegetarier werden mehr. Vielleicht aus Überzeugung oder eher aus wirtschaftlichen Gründen. Die Rinderherden in der Pampa dürften Vergangenheit sein und die Gauchos nur mehr Folklore, denn die Fleisch-"Produktion" kommt aus Massentierhaltung, vielfach auch für den Export.

Ich habe mir für die kulinarische Weltreise trotzdem ein Fleischgericht vorgenommen. In den Weiten des www sieht man häufig ein in Argentinien populäres Fleischgericht, von dem es einige Versionen gibt:
 
Milanesas Napolitana sind dünne panierte (Mailänder) Schnitzel, die mit Schinken, Tomatensauce und Käse überbacken werden. Also sozusagen "Pizza auf Schnitzel", wie unser Junior sehr treffend feststellte... 
Von italienischen Einwanderern mitgebracht, erfreuen sie sich großer Beliebtheit im Land (übrigens, geschätzt die Hälfte der Argentinier haben italienische Vorfahren). Mich hat das Gericht allein schon beim Lesen angelacht und den Mund wässrig gemacht! 



Milanesas Napolitana
überbackene Schnitzel

Zutaten für 4 Pers.:

Schnitzel:
4 große Schnitzel vom Kalb, Rind oder Schwein je nach Belieben (ich hatte 1 Schweinslungenbraten und daher viele kleine Schnitzerl)

2 Eier
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
Oregano
Salz (nicht zu wenig, denn das Fleisch wird nicht extra gesalzen)
Pfeffer
reichlich Semmelbrösel
1 - 2 EL geriebener Parmesan

etwas Öl oder Butterschmalz zum Braten
4 Scheiben Schinken oder geräucherter Schinkenspeck
1 Stk. Mozzarella, in dünne Scheiben geschnitten
optional etwas geriebener Parmesan
getrockneter Oregano

Sauce:
Olivenöl
1 kl. Zwiebel, klein geschnitten
1 Knoblauchzehe
1 TL Paradeismark / Tomatenmark
1 Dose Tomaten
1 frischer Paradeiser, in kleine Würfel geschnitten
Salz
Chiliflocken
1 Prise Zucker
frisches Basilikum o.a. Kräuter

Zubereitung:

  • Als erstes eine einfache, nicht allzu dünne Tomatensauce zubereiten:
    Zwiebel in Öl anlaufen lassen, Knoblauch und Tomatenmark beifügen, dann kommen die Tomaten und die Gewürze (keine weitere Flüssigkeit). Die Sauce sanft köcheln lassen. Dann abschmecken und ggf. kurz pürieren.

  • Die Schnitzel ziemlich dünn plattieren und leicht mit Mehl bestäuben.
  • Die Eier in einer flachen Schüssel mit Knoblauch, Oregano, Salz und Pfeffer mit einer Gabel verschlagen. Die Semmelbrösel in einer 2. Schüssel mit dem Parmesan vermischen.
  • Die Schnitzel jeweils beidseitig durch die gewürzte Eimischung ziehen und dann in der Bröselmischung wälzen und diese ein bisschen andrücken. 
  • Öl oder Butterschmalz in einer breiten Pfanne erhitzen und die Schnitzel (ggf. portionsweise) von beiden Seiten braten, bei Bedarf weiteres Öl zugeben.
    Achtung! Anders als beim Wiener Schnitzel wird nur rel. wenig Öl verwendet und nicht schwimmend ausgebacken. Trotzdem die Schnitzel nicht anbrennen lassen... 😉

  • Die gebackenen Schnitzel nun nebeneinander entweder in der selben Pfanne belassen oder besser!! in eine (ggf. größere) Backofenform legen. Das Gericht kann bis hierher vorbereitet werden, aber nicht allzu lange!
  • Das Backrohr auf Oberhitze 200°C vorheizen. 
  • Auf jedes Schnitzel kommt nun je nach Größe:
    1 - 2 Scheiben Schinken - Tomatensauce - Käse - Oregano.
  • Die Schnitzel kurz überbacken, bis der Käse geschmolzen ist, und sofort servieren.


Als Beilagen sind Pommes, aber auch Reis und Kartoffelpüree üblich, Quetschkartoffeln wie bei mir passen ebenfalls gut. Mir haben auch Reste der (kalten) Tomatensauce dazu gut gefallen. 



In Argentinien werden meist hauchdünn geklopfte und daher riesige Kalbs- oder Rindschnitzel verwendet, auch Schwein oder Huhn ist möglich. Mir gefiel es besser, kleine Schnitzelchen zu bekommen und ein Stück Schweinslungenbraten brachte uns ungefähr 16 kleine Schnitzerl.

Ich habe die plattierten Schnitzel leicht mit Mehl bestäubt, obwohl das bei dieser Art von Milanesas nicht üblich ist. Aber als Wienerin finde ich, müssen Schnitzel vor dem Panieren bemehlt werden, wenigstens ein bisschen, weil Mehl ein gutes Bindemittel zwischen Fleisch und Ei ist. 


Schnitzel gebacken und in eine große Form gelegt, mit Schinken, Tomatensauce, Mozzarella belegt und mit Parmesan und Oregano bestreut, dann ab in den Ofen.


noch schnell ein Foto, bevor sie weg sind...


Die doch eher rustikalen überbackenen Schnitzel schmeckten herrlich, wer Schnitzel und Pizza mag, wird auch die Milanesas Napolitana mögen! Sie sind ein richtiges Familienessen, auch mit Kindern, und machen irgendwie große Freude... 😋



Linkliste der kulinarrischen Weltreise:

Simone von zimtkringel mit Choripán mit Chimichurri 
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Cazuela Gaucho - argentinischer Gemüse-Hühnertopf 
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Chocotorta 
Britta von Brittas Kochbuch mit Churros aus dem Backofen 
Friederike von Fliederbaum mit Milanesas Napolitana - überbackene Schnitzel 
Susanne von magentratzerl mit Chupé 
Jenny von Jenny is baking mit Medialunas - Hörnchen aus Argentinien 
Wilma von Pane-Bistecca mit Chimichurri 
Jenny von Jenny is baking mit Empanadas mit Hähnchenfüllung 
Regina von bistroglobal mit Milanesa mit Rindfleisch









Mittwoch, 23. April 2025

Syrien Linsen Nudeln




Volker hat diesmal für sein Dauerblogevent #diekulinarischeweltreise wieder ein bestimmtes Land vorgesehen. 



Es geht im April in den Nahen Osten nach Syrien, das uns mehr wegen Krieg, Gewalt und Flüchtlingen als kulinarisch im Bewusstsein ist. Dabei ist Essen aus dieser Großregion in Wien mittlerweile allgegenwärtig und zu recht beliebt, ob es sich um Imbissstände oder um Restaurants handelt.

Ich habe mir ein Rezept aus dem Kochbuch von Malakeh Jazmati (siehe ganz unten) herausgesucht. Harrah Esbao wird darin als Vorspeise beschrieben, für uns war es ein vollständiges Hauptgericht, erfreulicherweise auch noch vegan.  



Linsen mit Nudeln - Harrah Esbao vegan
frei nach Malakeh Jazmati

Zutaten für 2 Pers. als Hauptspeise:

200 g kleine Nudeln, zB. kl. Farfalle (ich 100 g)
75 g rote Linsen, abgespült und abgetropft
optional etwas Kreuzkümmel und 1 kl. Lorbeerblatt
ca. 1 Zitrone, 50 ml Saft
2 EL Granatapfelsirup, zB. den türkischen Nar eksisi
Salz
Chili oder Pul biber

100 g helle Zwiebeln (ich 200 g)
2 oder mehr Knoblauchzehen, klein geschnitten
1 Bund frischer Koriander, die Blätter klein geschnitten
reichlich Olivenöl

1 Fladenbrot
optional Sonnenblumenöl zum Rösten
1/2 Granatapfel, die ausgelösten Kerne

Zubereitung:

  • Nudeln und Linsen:
    Die Nudeln in Salzwasser bissfest kochen und abseihen. 
  • Die Linsen in reichlich Wasser mit Kreuzkümmel und Lorbeerblatt, aber ohne Salz in einem 2. Topf gar kochen. Sie sollen aber nicht zu sehr zerfallen oder stark quellen. Ebenfalls abseihen.
  • Nudeln und Linsen dann in einem großen Topf vermischen und warmhalten. Mit Salz, Chili,  Zitronensaft und Granatapfelsirup würzen.

  • Zwiebel, Knoblauch, Koriander:
    Die Zwiebeln in nicht allzu dünne Streifen oder Segmente schneiden. Die Hälfte davon in reichlich Olivenöl goldbraun braten, ich habe sie auch ein wenig gesalzen.
  • Dann den Knoblauch und die halbe Menge Koriander beifügen und kurz mitbraten (siehe Foto unten). Der Koriander soll dabei seine grüne Farbe nicht verlieren. Diese Mischung kommt mitsamt einem Teil des Bratöls in den Topf zu den Nudeln und Linsen.

  • Deko:
    Die restlichen Zwiebeln in der selben Pfanne (ggf. weiteres Olivenöl beifügen) rösten, bis sie knusprig sind.
  • Das Fladenbrot in mundgerechte Stücke schneiden und in etwas Sonnenblumenöl goldbraun anbraten, alternativ und fettsparend auf einem Blech im Backrohr toasten (ich).
  • Die Granatapfelkerne und den frischen Koriander bereitstellen. 

  • Anrichten:
    Das Nudel-Linsen Gericht auf Teller verteilen oder in einer flachen Servierschüssel anrichten. Obenauf kommen die Röstzwiebeln, Koriander, Granatapfelkerne und Fladenbrotstücke, möglichst dekorativ... 😉


Zwiebel-Knoblauch-Koriander-Mischung



zum Reinlegen gut!


Es schmeckte uns ganz fantastisch, wir waren begeistert! Soo harmonisch und jede Komponente hat ihren geschmacklichen Sinn! An der Deko ließe sich noch arbeiten und ein dünnes Fladenbrot wäre idealer. Nur habe ich heute keines bekommen, aber ein dickes geröstetes Fladenbrot schmeckt eh genauso gut. Vielleicht backe ich nächstes Mal selber eines...



Rezeptquelle:

Malakeh - Sehnsuchtsrezepte aus meiner syrischen Heimat von Malakeh Jazmati (unbezahlte Werbung). Sie war ein TV-Star in Syrien mit eigener Kochshow und lebt heute in Berlin. Hier bei Susanne gibt es eine ausführliche Rezension aus 2017, ich habe das Kochbuch erst jetzt entdeckt...

Malakeh schreibt sehr berührend über die Menschen und das Leben in ihrer Heimatstadt Damaskus, wie sie es vor dem Bürgerkrieg erlebt hat. 

"Ich komme aus einem Land, an dem jeden Tag die Sonne scheint und in dem die Menschen mit den Pflanzen liebevoll zusammenleben. ( ) Sollte es irgendwann wieder möglich sein, Syrien zu besuchen dann empfehle ich Ihnen: Gehen Sie als erstes in einen Gemüseladen und kosten Sie unere vielfältigen Gemüse- und Fruchtsorten... ( ) 
Die Syrer sind fröhliche Menschen und lachen viel. Sogar jetzt im Krieg versuchen wir zu scherzen, denn wir haben uns viel zu sehr an das Freudige im Leben gewöhnt."


Für das Nudel-Linsengericht aus Damaskus werden oder wurden in Syrien früher keine Nudeln, sondern ein "traditioneller Teig" (der im Kochbuch nicht näher erklärt wird) verwendet. Heutzutage sind gekaufte Nudeln üblich. Erst jetzt habe ich gesehen, dass das Gericht mit ähnlichem Namen vor Jahren einmal von Petra zubereitet wurde. 



Linkliste der kulinarischen Weltreise:


Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Zahraa Harra – Gerösteter Blumenkohl vom Blech mit Tahinisauce und Korianderöl
Susanne von magentratzerl mit Makmur: Weißkohl mit Reis
Britta von Brittas Kochbuch mit Shawarma - Syrisches Streetfood
Regina von Bistroglobal mit Fatayer - Syrische Teigtaschen mit Spinatfüllung
Simone von zimtkringel mit Barazek - Syrische Sesamkekse
Ute von Wiesengenuss mit Geschmorte Lammhüfte mit Bahrat, Datteln und Granatapfel
Friederike von Fliederbaum mit Harrah Esbao - Linsen mit Nudeln
Britta von Brittas Kochbuch mit Fassuliye bi Zet - Grüne Bohnen
Sylvia von Brotwein mit Shakriyeh - Fleisch in Joghurtsauce


Die Liste ist komplett, klein, aber fein! 
Liebe Grüße aus Wien





Sonntag, 20. April 2025

von Kirschblüten und Hasen (Fotofragezeichen)

 




Andrea, die Zitronenfalterin, stellt als Jahresblogevent jede Woche zwei "Fotofragezeichen" und bei der 16. Runde schaffe ich es endlich, das 1. Mal mitzumachen! 😊




1. Welches ist deine derzeitige Lieblingsblume?


Momentan stehen ja alle Kirschenbäume im ganzen Land, so scheint es mir, in voller Blüte. Die Zierkirschen in zuckerlrosa und alle anderen in elegantem Weiß, wie die wilden Vogelkirschen (die "Stamm-Mutter" der Süßkirschen) und die Kirschen und Weichseln in den Gärten.

Die weißen Blüten meines Weichselbaumes bzw. Sauerkirsche sind derzeit meine Lieblinge und sie werden auch von Insekten gern besucht. By the way, auch die drei Insektenhotels werden gerade eifrig umsummt und sind schon gut gebucht! Habt ihr hoffentlich auch welche im Garten!? Ich finde, damit kann man Wildbienen so einfach und unkompliziert unterstützen. 


Leider werden wir den Baum im Herbst schweren Herzens "opfern" müssen, weil er der Hausrenovierung im Weg steht. Es wird ein Zubau hinter dem Haus abgerissen und der Bagger muss den Schutt und alles andere über genau diesen Gartenbereich zur Straße wegtransportieren, seufz.

Darum freut es mich heute umso mehr, wie wunderschön der Weichselbaum sein letztes Mal blüht (er weiß es zum Glück nicht 😕). Jede einzelne Sauerkirsche werde ich heuer ganz besonders genießen! Nur wäre es nett, wenn es etwas mehr Weichseln geben würde als letztes Jahr, wo sie nur für eine Kostprobe und nicht einmal für einen Kuchen gereicht haben. Vor einigen Jahren hat der Baum recht schön getragen, wie hier gezeigt. 

Was tut sich sonst im Garten?

In meiner Vorgartenwildnis wuchern gerade Riesenbrennessel (die haben echt große Blätter) neben Lungenkraut, das am Verblühen ist, und immer wieder Löwenzahn. Ich lasse alles wachsen, es sind für mich keine Unkräuter, sondern eine wichtige Bienenweide und heilkräftige Kräuter. 




Die Tulpen kommen auch jedes Jahr verlässlich wieder, genauso wie leider der Giersch, der ist eine echte Plage. Das intensive Rot der Tulpen ist schwierig zu fotografieren, ohne dass es zu grell aussieht, oder?



Die prächtige Kaiserkrone ist auch mehrjährig und blüht daher jedes Jahr. Ich mag mehrjährige Pflanzen im Garten, so ist es jedes Jahr eine Freude, wenn sie von selbst kommen (mit Ausnahme vom lästigen Giersch, wie gesagt)... 





2. Was ist dein Favorit zu Ostern?


Eindeutig der Feldhase, immer schon und nicht erst seit ich dieses Buch gelesen habe. Es wird darin nicht nur eine berührende Geschichte erzählt, auch viel Wissenswertes und (für mich) Unbekanntes über Feldhasen und wie bedroht sie in unserer Welt sind. Natürlich freu ich mich über jeden Hasen jetzt noch mehr, den ich auf den Feldern sehe. 

Aber die technisierte Landwirtschaft, das unsägliche "Ausräumen" der Landschaft, Zerschneidung des Lebensraumes durch zB. Straßen und die chemische Dünger-Keule macht allen Wildtieren (und letztendlich uns Menschen) zu schaffen. Ich habe schon öfter erwähnt, wie sehr mich das frustriert und wie wenig Hoffnung ich auf eine wirksame Änderung habe.



Neu eingezogen ist bei mir dieser schlafende Hase unter Schneeglöckchen. Die Deko für den Osterbaum ist aus bemaltem Zinn und ich konnte letztlich auf dem Ostermarkt nicht widerstehen. Bei der Hasendeko von hier für 12 von 12 (Foto 10) habe ich mich ja noch zurückhalten können...




Noch ein Hase auf dem Tuch. So einen Osterstriezel mit Buttermilch und weißer Schokolade habe ich auch heuer wieder gebacken (aber kein neues Foto gemacht). Empfehlung für das Rezept, auch wenn Ostern fast schon wieder vorbei ist. 



Der letzte Hase von heute gehört zu einem Teegeschäft und mit ihm wünsche ich allerseits ein schönes Rest-Osterwochenende!