Samstag, 1. Juni 2019

Spargelschifferl mit Topfenblätterteig


"Die Susi meinte, wir sollten Topfenblätterteig zwengs Genuss in rot weiss rot vorstellen!" 
(copyright Sina). Gute Idee, meine Lieben!!



gleichviel (Weizen-) Mehl, Butter und Topfen sowie eine gute Prise Salz


Das Grundrezept für Topfenblätterteig für pikant und süß ist so einfach wie seine Herstellung. Ich verwende aber gern Dinkelmehl und da kann es schon sein, dass der Teig ein bissl zu fest wird. Als Ausweg reduziere ich entweder das Dinkelmehl um ein paar Gramm oder geb ein bisschen kaltes Wasser dazu.

Es lohnt sich, finde ich, gleich mehr Teig zu kneten, auch wenn für eine Backform für Quiche zum Beispiel oder für meine Schifferl (unten) nur die Hälfte des Teiges gebraucht wird. Teigreste halten sich gut ein paar Tage im Kühlschrank oder man friert sie ein.
Ich knete wie immer mit der Hand, der Teig ist blitzschnell fertig bzw. er darf auch nicht zu lang geknetet werden. Während er kühl rastet, wird die Fülle oder der Belag gemacht.


frühlingshafte Spargelschifferl mit Erbsen

Topfenblätterteig:
250 g Dinkelmehl
250 g kalte Butter
250 g Topfen / Quark
1 gute Prise Salz
optional ein wenig kaltes Wasser

Belag:
ca. 1/2 Bund weißer Spargel, von den Spargelstangen jeweils nur die obere Hälfte (den Rest für Suppe oder Risotto etc. verwenden)
150 g Tiefkühl-Erbsen
Salz
etwas Holunderblütensirup

Frischkäsecreme:
1 Becher, 140 g (Ziegen-) Frischkäse
1 EL Creme fraiche
1 Knoblauchzehe fein geschnitten
1 Spritzer Zitronensaft
etwas gehackte Petersilie
Salz, Pfeffer
optional ein wenig Sud vom Spargelkochen
Zubereitung:

Teig: Das Mehl mit der Butter verbröseln, wobei ich die kalte (!!) Butter gern über das Mehl reibe, siehe Foto oben. Mit Topfen und Salz rasch zu einem mittelfesten Teig verkneten, nicht ewig lang kneten. Im Kühlschrank zugedeckt mindestens eine halbe Stunde rasten lassen, auch längere Zeit ist kein Problem.

Belag: Den weißen Spargel vorbereiten (schälen etc.) und in etwas Wasser mit Salz und einem Schuss Holunderblütensirup sanft weich köcheln lassen. Dann abseihen und den Sud auffangen.
Die Erbsen mit etwas Salz und ein wenig Wasser oder Spargelsud nach Packungsanweisung knackig garen und wenn nötig abseihen.

Creme: Alle Zutaten geschmeidig verrühren und abschmecken, eventuell etwas mehr Creme fraiche nehmen und zur geschmacklichen Abrundung einen Schuss (süßlichen) Spargelsud.

Fertigstellung:

  • Das Backrohr auf 180°C vorheizen und ein Backblech + Papier vorbereiten. 
  • Den Teig (die Hälfte der oben angegebenen Menge für ca. 4-6 Schifferl) auf bemehlter Unterlage ausrollen. Ich mache das am liebsten portionsweise und habe Teigstücke von jeweils rd. 40 Gramm Gewicht einzeln ausgewalkt. Die Form (oval oder rechteckig geschnitten) ist dabei nicht so wichtig, denn die "Schiffe" werden sowieso mit den Fingern rundherum nachgebildet. 
  • Jedes einzelne Teil auf das Blech legen, mit etwas Frischkäsecreme bestreichen und mit Erbsen und Spargel belegen, Reste essen...  
  • Den Rand einkräuseln und so ungefähr wie ein Boot formen. 
  • Den Teigrand mit Öl und den Spargel mit Holunderblütensirup bepinseln. 
  • Im Rohr goldbraun backen. 
ab ins Rohr

Diese Schinakel, Schifferl oder Boote schmecken warm und kalt gut, ein Gläschen Weißwein dazu. Achtung! Für Fingerfood müssten sie aber kleiner sein und der Spargel in Stückerl geschnitten.

Das Ganze ist eine nette Spielerei, wenn frau lustig ist...


Linkliste:

Sina Giftigeblonde mit dem Allrounder Topfenblätterteig

Susi Turbohausfrau zeigt Polsterzipf

Maria Mädel vom Land und die Polsterzipfmethode

Michaela vom Genussatelier Lang und ihre Ribiselkipferl

(Nachzüglerin) Christina, die Apricot Lady mit Fingerfood, worauf ich mich schon freue!

Ich bin wieder einmal doch nicht die einzige mit einem nicht süßen Rezept. Und ich bin sehr gespannt auf die ganzen Polsterzipfe-Kipferl! Mir rinnt bei all diesen ja die Marmelade gern raus...



Liebe Grüße aus Wien




Kommentare:

  1. Jö san die schön, deine Schiffal! Du bist ja eine Künstlerin :-)))

    Schön, dass du wieder dabei bist und bis zum nächsten Mal!
    lg. Sina

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  2. Das schaut ja wahnsinnig gut aus. Und die Idee, da Hollersirup zu verwenden, ist ausgezeichnet! Ich glaub, da ist noch ein halber Topfenblätterteig im Tiefkühler, der hätte dann gleich nächste Woche eine Verwendung.

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    1. Es freut mich, dass du´s nachmachst. Ich finde, der Hollersirup gibt eine interessantere Süße als einfach nur Zucker ;-) denn der weiße Spargel verlangt ja nach salzig und leicht süßlich.

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  3. Jetzt wo ich Eure ganzen Topfenblätterteigrezepte lese fällt mir auf, dass ich damit früher immer gebacken habe! Oft mit frisch gemahlenem Mehl, meist Dinkel. Das waren super Quiches u.ä.

    Und Deine Spargelschifferl gefallen mir super gut!

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  4. Sorry fürs späte bei dir Vorbeischauen, liebe Friederike ... Diese Woche war ein Wahnsinn.
    Deine Spargelschifferl lachen mich richtig an. Vor allem die Idee, Spargel mit Holunderblütensirup zu kombinieren, finde ich genial...
    Alles Liebe! Maria

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  5. Und dein neues Bild oben, Brennnessel mit Marienkäfer ... Große Liebe! :-)

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