Donnerstag, 28. September 2017

Kaspressknödelsuppe wie auf der Alm


Es gibt doch nichts Schöneres, als sich nach einer schönen, anstrengenden Bergwanderung auf einer Alm mit einer Kaspressknödelsuppe zu stärken. Auf vielen bewirtschafteten Hütten in den heimischen Bergen ist sie ein Standardgericht. Um dieses Alm-Feeling in den Alltag hinüber zu retten, gab es neulich diese Rindssuppe mit den gebackenen Laibchen aus einer Semmelknödel-Käse-Masse auch bei uns zu Hause.


Dieses Rezept stammt ursprünglich von den Brüdern Obauer aus dem Salzburger Land und wurde von Katharina Seiser hier verbloggt. In ihrem Beitrag aus dem Jahr 2012 gibt es auch eine bebilderte Anleitung für eine "richtige" Rindssuppe.
Ich habe die Laibchen in einer abendlichen "Kochstunde" gemeinsam mit unserem Junior gebacken, er ist nahezu verrückt nach dieser Suppeneinlage ;-) Bereits am Vormittag hat die Rindssuppe (aus Fleisch und Knochen) ein paar Stunden geköchelt. Sie sollte fertig sein, bevor die Laibchen an die Reihe kommen. Was ich mit dem gekochten Rindfleisch angestellt habe, folgt demnächst... 


gebackene Kaspressknödel nach Obauer/Seiser
(für ca. 16-20 Stück je nach gewünschter Größe)
  • 400 g Knödelbrot (Semmelwürferl)
  • 400 g würzigen und reifen Käse gemischt, zB. Bergkäse, Tilsiter, Bierkäse oder den intensiven Salzburger "Graukas" (den hatte ich nicht) 
  • 2 - 3 Zwiebeln
  • 2 EL Butter
  • 250 ml Milch
  • 4 Eier M
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 2 - 3 EL Mehl nach Bedarf
  • optional etwas Petersilie
  • Butterschmalz / Öl zum Ausbacken
Die klein geschnittenen Zwiebeln in Butter weich braten, ohne Farbe annehmen zu lassen, die Eier mit der Milch verquirln und die Petersilie hacken.
Die verschiedenen Käsesorten in kleine Würferl schneiden - je kleiner desto einfacher ist die weitere Verarbeitung.
Alle Zutaten mit den Händen (da hat man mehr Gefühl für die Konsistenz) zu einer Semmelknödelmasse leicht vermengen und zugedeckt kurz ziehen lassen.
Reichlich Butterschmalz oder halb Butterschmalz halb Öl erhitzen.
Mit feuchten Händen Knödel und daraus Laibchen formen und beidseitig langsam goldgelb braten.
Die fertigen Laibchen auf Küchenpapier entfetten und dann in der heißen Suppe servieren.

Weitere Laibchen, die sich im Suppenteller bereits "angesoffen" haben, können mit grünem Salat gegessen werden, das nennt man dann "zu Wasser (in der Suppe) und zu Lande (mit Salat)"... 


Übrigens, es lohnt sich, wenn man sich schon die Arbeit macht, gleich mehr Kaspressknödel herzustellen, denn sie lassen sich im fertigen Zustand gut einfrieren.



gekocht wird meist am Holzofen 

Eine schöne Rest-Woche wünsche ich euch, ich bin dann kurz einmal weg... auf der Alm! 


Kommentare:

  1. Liebe Friederike,
    was für ein leckeres Süppchen, dazu die herrlichen Bilder von der Alm ... ich träum, ich wär im Urlaub dort ...
    Hab noch einen zauberhaften Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

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  2. Genau so gehen Kaspressknödeln: gleich viel Käse wie Knödelbrot. Dann bekommen sie durch den auslaufenden Käse in der Pfanne eine schöne Käsekruste.
    Bei uns sind immer Kaspressknödel im Tiefkühler - wie würde man sonst durch schlechte Zeiten kommen? ;)

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    1. der kleine Nachteil ist, man verkrustet sich die Pfanne total beim Ausbacken, aber das ist es wert!!

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  3. Liebe Friederike,
    sooo guad...Kaspressknödel. Wenn ich 1x im Jahr welche mache, dann mache ich auch immer gleich einen ganzen Schwung und friere sie ein.
    Liebe Grüße, Petra

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    1. sie eignen sich wirklich sehr gut zum Einfrieren, wenigstens ein paar wenige, die übrig bleiben ;-)

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  4. Liebe Friederike,
    selbst gemacht habe ich diese Knödel noch nie........no na ned ;-))
    aber wenn sie in einer Hütte oder Wirtshaus angeboten werden, dann sind sie in meinem Teller.
    Ich werde sie aber jetzt wirklich mal versuchen.

    Dein Rezept ist ja vielversprechend, aber es gibt noch eine Bitte:
    Wo hast Du diese schönen Aufnahmen gemacht?

    Liebe Grüße und viel Spaß auf der Alm - hoffentlich ist das Wetter gut.
    Elisabetta

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    1. die Bilder sind alle aus dem Kärntner Mölltal in der Gegend rund um Rangersdorf/Winklern vom heurigen Sommerurlaub, lg

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    2. auch mein derzeitiger Header ist von dort und ist ein Blick ins obere Mölltal Richtung Döllach/Heiligenblut, der Glockner ist ein bissl links rüber ;-)

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  5. Antworten
    1. anders als im Flachland ist es gerade jetzt so schön herbstlich in den Bergen, die Färbung der Laubbäume ein Traum!!

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  6. Ich liebe Kaspressknödel! Noch lieber mag ich sie als Hauptspeise mit Salat. Oder frisch genascht aus der Pfanne - wenn noch nicht einmal alle fertig sind :-D

    Liebe Grüße, Julia

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    1. genau, frisch aus der Pfanne noch im Stehen in der Küche!! Ich habe sie jetzt im Salzburger Land gesehen mit Sauerkraut als Beilage (aber diesmal nicht gegessen)

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