Freitag, 22. September 2017

Polenta-Erdäpfel-Nocken zu Paradeiskraut


Ich befürchte, dieser Post-Titel wird nach dem "Hollerkoch zu Sauerrahm-Schmarrn" von neulich (klick) wieder nur hauptsächlich in Österreich verstanden ;-)  Dabei habe ich mir diese Nocken oder Klößchen bei Susanne Magentratzerl hier gemopst.

Sie sind genial einfach in der Zubereitung, da die Mischung aus gekochter Polenta (Maisgrieß) und Erdäpfeln (Kartoffeln) nicht mehr weiter gegart werden muss. Somit sind sie für Knödelkoch-Phobiker die ideale Beilage und schmecken tun sie auch ganz fantastisch! Danke, liebe Susanne, für das tolle Rezept aus einem Kroatien-Kochbuch.


Polenta-Erdäpfel-Nocken
(für 2-4 Personen)

  • 1/2 Liter Wasser
  • Salz
  • 125 g Polenta (gelber Maisgrieß)
  • 3 kleine Erdäpfel, ca. 200 g
  • etwas Olivenöl für die Geschmeidigkeit
  • Muskatnuss, Pfeffer

Wasser mit Salz aufkochen und die Polenta einrühren, kurz kochen und dann zugedeckt ca. 20 Minuten quellen lassen bzw. je nach Packungsanweisung. Die Erdäpfeln kochen, schälen und noch heiß durch die Kartoffelpresse auf die fertige Polenta pressen, würzen, alles gut verrühren und warmhalten.
Beim Anrichten formt man mit 2 Löffeln, die man jeweils in Wasser taucht, Nocken bzw. Klößchen.

Die Nocken sind tierfrei (vegan), ansonsten könnte man auch etwas geriebenen Parmesan einrühren.


Die tollen Nocken passten perfekt zu einem Paradeiskraut (Tomaten). Dieses ostösterreichische Gemüsegericht serviert man oft mit Erdäpfeln, Semmelknödeln oder sogar mit Grammelknödeln (Grieben-). Oft wird das Paradeiskraut mit einer Einbrenn (Mehlschwitze) und vor-gekochtem Kraut zubereitet, aber geschmacklich finden wir die unten stehende Variante viieeel besser!

Kraut in Österreich, Weißkohl in Deutschland, oder? 

Paradeiskraut
(für 2 hungrige Personen)

  • einen halben Krautkopf, nudelig geschnitten
  • 1 Zwiebel, klein geschnitten
  • Öl zum Anbraten
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Kümmel 
  • 1 EL Zucker
  • 1 kleiner roter Paprika, nudelig geschnitten
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • etwas Paradeismark, ca. 1 TL 
  • 2 Paradeiser / Tomaten, in Stücke geschnitten (oder Dosenware)
  • ca. 125 ml passierte Tomaten
  • etwas Suppe oder Wasser zum Aufgießen, nicht zu viel
Zwiebel in Öl anlaufen lassen, das Kraut mit den Gewürzen und Zucker dazugeben und gut durchbraten. Paprika, Knoblauch und Paradeismark kurz mitrösten und rasch die restlichen Zutaten beifügen. Das Paradeiskraut zugedeckt bei geringer Hitze köcheln lassen, bis das Gemüse knackig weich ist. 

Auch dieses Gericht ist vegan, wenn man keine Suppe zum Aufgießen verwendet. Das komplette Gericht ist bestens geeignet, um wieder einmal einen veganen, tierfreien Tag zu schaffen ;-) 

geschenkt bekommen: kleiner roter Paprika aus dem Garten

Wer kennt das Paradeiskraut? Was gibt es bei euch dazu? 



Kommentare:

  1. Sieht gut aus, einen Tag tierfrei schaffe ich allerdings nicht - ich bin abhängig von der Milch im Kaffee... und österreichisch ist eine Herausforderung, die ich gerne annehme - ich liebe eure Bezeichnungen. Mein neuester Fund ist Kipferlkoch!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. mir gehts so wie dir mit der Milch im Kaffee,
      ein Kipferlkoch kommt bei mir demnächst, ich muss den Beitrag nur mehr verfassen

      Löschen
  2. Kraut in Österreich... Kabis oder Chöhl in der Schweiz... ga-lam-plii in Thailand...
    Weisskohl ist hier allgegenwärtig: ein Stück davon wird stets mit Gurkenscheiben und weiterem, rohem Gemüse zu praktisch jeder Mahlzeit gereicht.
    Und Weisskohl kommt bei mir öfters auf den Tisch: rührgebraten, Rouladen, auch schon als Lasagne (ohne Pasta-Teig).
    Paradeiskraut kannte ich nicht, wird jedoch nächstens zubereitet!
    Mit besten Grüssen aus Fernost,
    FEL!X

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. und wieder bin ich verwundert, lieber Felix, was in Fernost so alles auf den Tisch kommt, bei Kraut hätte ich das nicht vermutet, lg

      Löschen
  3. Das stimmt überhaupt nicht, ich lese Deine Posts und verstehe sie hervorragend :-).
    Und natürlich freut mich, dass Euch die Nocken gefallen haben.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nachtrag zu den Nocken: ich habe Reste am nächsten Tag mit 1 Ei und geriebenem Parmesan vermischt, Laibchen geformt und in der Pfanne knusprig gebraten, auch mhhh!!

      Löschen
  4. na bestens :-))
    Ich finde, die Polenta gewinnt geschmacklich enorm durch die beigefügten Erdäpfel!!

    AntwortenLöschen
  5. Ich liebe Weißkohl in vielen Formen, und mit Paprika hab ich ihn auch schon häufig kombiniert. Gerade habe ich mir noch Tomaten und Paprika aus der Nachbarschaft auf dem Biomarkt gekauft – ich kann das Sommergemüse einfach nicht gehen lassen, wo doch schon so wenig Sommer war ... Insofern kommt mir diese Inspiration gerade recht! Inklusive aller österreichischen Küchenbegriffe. Die lese ich einfach richtig gerne.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. das freut mich, dass ich dir Inspiration geben konnte, lg in den hohen Norden

      Löschen
  6. Liebe Friederike,
    was für ein tolles Gericht! Paradeiskraut kannte ich noch nicht, aber, da wir Kraut, Paprika und Tomaten lieben, wird dies sicher mal nachgekocht! Danke für das tolle Rezept!
    Hab einen guten Start in eine schöne Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. schön, wenn es nachgekocht wird!
      lg zu dir

      Löschen
  7. Ja, der Titel ist 100% Österreich!
    Super Idee! Das klingt nach raschem Mittagessen... Wird nachgekocht! In dieser oder anderer Kombi - die Nockerl sind ein Hit!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ja, das Essen ist rasch auf dem Tisch!
      Mir schmeckt Polenta nicht immer, aber mit den Erdäpfeln drin ist sie für mich perfekt!

      Löschen
  8. Hallo Friedericke,
    danke für dieses Nocken Rezept, da ich öfter das Paradeiskraut mache, passen die Nocken wunderbar dazu,
    hab noch einen schönen Tag
    und liebe Grüße
    Hermine


    AntwortenLöschen
  9. Wirklich köstlich das Nocken Rezept.Es wird heute das 2. Mal gekocht und zwar diesmal mit Sauerkraut. Wir haben nass kaltes Wetter. Liebe Grüße und danke für das Rezept angelika

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. das finde ich gute Idee, die Nocken zu Sauerkraut zu machen!! Es freut mich, dass sie euch schmecken, lg

      Löschen