Mittwoch, 6. November 2013

Gefüllter Kürbis fast vegan



Nur ein Hokkaido lag noch im Körbchen und wollte endlich verkocht werden. Und schon länger wartete ein veganes Rezept von der "Netzwirkerin" Amala Krähenfeder aufs Ausprobieren. Also los!

Ich finde vegane Rezepte zunehmend interessant! Wir haben aber nicht vor, unsere Ernährung so radikal umzustellen und ich hab mich auch nicht peinlich genau an die erlaubten Zutaten gehalten...

Das Kürbisrezept habe ich also eher "iwahaps" (mehr nach Gefühl) und mit einer nicht veganen Zutat ausprobiert - der Ziegenfrischkäse in der Fülle passte aber ganz hervorragend dazu! Nur die "Sauce" (unten rechts) ist mir zu fest geraten, aber das war eher ein visuelles als ein geschmackliches Problem...



Das Originalrezept mit den Mengenangaben für 4 Kürbisse findet ihr hier bei Amala. Von ihr gibt es auch ein veganes Kochbuch, es enthält sehr interessante Anregungen und geordnet nach Jahreszeiten.



Mit Couscous gefüllter und überbackener Kürbis
in Sonnenblumenkern-Tomaten-Sauce

Fülle:

Als erstes ein wenig Couscous nach Packungsanweisung für die Fülle vorbereiten und ca. 10 Minuten quellen lassen, mit Suppenwürze (zB. von Susanne), ein wenig Ras-el-Hanout und Pfeffer abschmecken, eventuell nachsalzen, er kann ruhig kräftig schmecken.

Den Couscous mit etwas geraspelter Karotte, fein geschnittenem Lauch und frischer Petersilie sowie ein paar Kürbiskernen (im Ganzen, ich mag gern „Biss“) vermischen.

Für die Bindung der Fülle sollte im veganen Originalrezept „Hefestreich“ verwendet werden. Das kenne ich (noch) nicht und so habe ich mit einer Gabel etwas Ziegenfrischkäse eingemengt (Creme fraiche sollte geschmacklich auch passen), daher ist mein Gericht nicht vegan…

Sauce:

Sonnenblumenkerne mahlen und mit Wasser (Verhältnis 1:1) und frischen Tomaten im Mixer pürieren und wieder mit derselben Suppenwürze abschmecken. Man kann die Tomatenwürfel auch unpüriert dazugeben.

Die Konsistenz sollte flüssig sein (ich habe darauf zuwenig geachtet). Beim Überbacken verdampft die Flüssigkeit und bei mir wurde die „Sauce“ ein festes Etwas (trotzdem gut!).
Die Sauce in eine ofenfeste Form leeren.

Das Backrohr auf 180°C vorheizen

Kürbis:

Einen kleinen, eher flachen Hokkaido (ich finde, ein Kürbis reicht durchaus für zwei) fürs Füllen vorbereiten:
gut waschen oder abbürsten, den Boden abflachen, einen Deckel abschneiden und die Kerne sauber herauskratzen.

Den Kürbis dann füllen, den Kürbisdeckel drauflegen und in der Sauce stehend im Rohr überbacken, bis er weich ist.
Man kann ruhig zwischendurch durch Hineinstechen mit einer Gabel prüfen, ob der Kürbis weich ist, die Fülle ist kompakt und tritt nicht aus.





Die Couscous-Fülle passte sehr gut zum Kürbis und die optisch leider wenig ansehnliche Sauce aus gemahlenen Sonnenblumenkernen schmeckte überraschend gut!! Es wird beides, getrennt oder miteinander sicher wieder geben! Empfehlung!


Als idealen Weinbegleiter zum Kürbis haben wir (Nichtveganer) den "Rotgipfler" entdeckt!! Das ist ein ganz besonderer Weißwein mit feiner Säure aus einer Kreuzung von Traminer- und Roten-Veltliner-Trauben. Die Trauben werden nur mehr in der Thermenregion, das ist das Gebiet südlich von Wien, angebaut, leider... Unser Wein stammte vom Weingut Holzgruber in Biedermannsdorf. Ebenfalls Empfehlung!


Kommentare:

  1. Hmmm, ein lecker klingendes Rezept, und schön ausschauen tut es auch :O) Vielen Dank dafür!
    Ich wünsch Dir einen schönen und zufriedenen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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    1. Kürbis gibt farblich schon was her!
      dir auch einen schönen Tag (wir erwarten heute fast 20°!!)
      lg

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  2. Hört sich nicht nur lecker an sondern schaut auch superlecker aus. Das könnte ich mir sogar mit gefülltem Reis sehr gut vorstellen...

    Schönen Tag und herzliche Grüssle

    Nova

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    1. danke, Reis passt auf jeden Fall, oder Bulgur, Hirse etc...
      lg

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