Mittwoch, 31. Dezember 2025

Käse-Salzstangerl für Silvester


Foto vom Vorjahr

Heute zu Silvester werden wir wohl auf ein outdoor Feuerchen im Feuerkorb verzichten müssen... es ist einfach viel zu stürmisch und frostig draußen und unsere weihnachtlichen Erkältungen sind erst zu kurz abgeklungen.

So habe ich heute nur die Silvester-Gulaschsuppe (klick, unten) angesetzt, denn die gehört für mich zum Jahreswechsel schon dazu. An diesem Tag mag ich sie am liebsten. Diesmal gibt es auch selbst gemachte Käse-Salzstangerln dazu, so wie sie im Burgenland, im äußersten Osten Österreichs, üblich sind (Salzstangerl mit grobem Salz und Kümmel bestreut sind ja sowieso im ganzen Land beliebt...). 😋


Habt ihr auch besondere Vorlieben für den Jahreswechsel?




Salzstangerl mit Käse aus dem Südburgenland


Zubereitung:

Die Zutaten für 8, 16 oder 32 Salzstangerl, je nach dem, wie viel ihr backen wollt, bereit stellen, sie sollen alle mindestens Zimmertemperatur haben.
Ich habe Hartweizen-Brotmehl und Dinkelmehl zu gleichen Teilen verwendet. Beim grob geriebenen Käse für obenauf nehmt einen Hartkäse nach Belieben, zB. Emmentaler oder Bergkäse.

  • Die gesamte Milch lauwarm erwärmen. Die Hälfte davon in einer Schüssel mit Zucker und Germ bzw. Hefe verrühren und diesen Vorteig anspringen lassen. In der restlichen Milch die Butter weich werden lassen.
  • Aus allen Zutaten inkl. des Vorteiges einen geschmeidigen Teig kneten und zugedeckt einmal aufgehen lassen.
  • Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche in 8 Teile teilen (bzw. 16 oder 32 Teile je nach Zutatenmenge) und jeweils rund schleifen. Etwa 20 Minuten entspannen lassen, dann einzeln ausrollen und formen:



  • Jeweils zungenförmig rel. dünn ausrollen, dann von unten STRAFF einrollen und dabei von oben ziehen. Der Teig ist unkompliziert und lässt alles mit sich machen...
  • Die geformten Stangerl auf ein Backblech legen, waagrecht ein bisschen auseinanderziehen und die Enden ein wenig zusammendrücken. Mit Eidotter-Milchgemisch bestreichen und mit Käse bestreuen.
  • Ich schiebe dann das Blech in den KALTEN Ofen und schalte ihn auf 200°C ein. So hat da Gebäck noch Zeit zum "Ruhen".
  • Backzeit insgesamt rd. 20 Minuten, bis die Stangerl goldbraun, aber nicht zu dunkel (wegen dem Käse) sind.
 




Die herrlichen und unkomplizierten Käse-Salzstangerl wird es bei uns auch im nächsten Jahr wieder geben! Der Teig ist wie gesagt total unkompliziert und es ist eine Freude, ihn zu bearbeiten.

Im Burgenland dürfen solche Stangerl ja (angeblich) bei keiner Feier fehlen, man isst sie gerne "zwischendurch" als Snack, zum Wein und zur Bohnen- oder Gulaschsuppe, so wie wir heute.



"Aufgedeckt"
(unbezahlte Werbung)

Das Rezept stammt aus diesem burgenländisch-pannonischen Koch- und Gartenbuch der Journalistin Martina Parker.

Sie ist vor allem mit ihren "Gartenkrimis" bekannt geworden, 5 Bände gibt es bisher und sie werden jetzt auch verfilmt. Darin bauen die Frauen des (fiktiven) "Clubs der grünen Daumen" Gemüse an, tauschen Rezepte aus und klären (nebenbei) Mordfälle auf. Die teils urige burgenländische Mundart, witzige und lebendige Dialoge und viel Lokalkolorit machen den Erfolg der Bücher aus.

Das Kochbuch oben ist so etwas wie eine liebevolle Zusammenfassung der Gartentipps und Rezepte aus den Krimis - ergänzt durch persönliche Erinnerungen, wie es sich früher in den burgenländischen Dörfern gelebt hat.


Zu Silvester steht im Burgenland, wie in ganz Österreich, das gemeinsame Feiern, das Verschenken von Glücksbringern und das Hören des Donauwalzers um Mitternacht im Vordergrund (KI weiß alles...).💖 


So wünsche ich allen, die hier mitlesen, einen guten Rutsch in ein wunderschönes und gesundes neues Jahr!




Sonntag, 21. Dezember 2025

Adventgrüße (Fotofragezeichen)

 

im Winterwald im Advent


Die Fotofragezeichen der 51. Woche bei Andrea, der "Zitronenfalterin" lauten:

Frage 1: Wo / Wie hast du diese Woche Entspannung gefunden?
Frage 2: Welche Kleinigkeit darf für dich im Advent nicht fehlen?

Die beiden Fragen passen diese Woche total gut zusammen! 



Ein bisschen Waldarbeit mussten (oder eher durften) wir Anfang der Woche erledigen - für mich ist das Entspannung pur und Krafttanken in der frischen Waldluft. Na gut, junge Bäume zu setzen ist auch ein bisschen anstrengend und nachher spürt man, dass man was getan hat... Aber der Aufenthalt unter Bäumen macht den Aufwand wieder wett.😁



Gebacken wurde auch: schnelle Lebkuchenschnitten wie hier, aber diesmal in einer leicht orangen Version mit getrockneten Marillen bzw. Aprikosen im Teig. Statt rotem Punsch habe ich "Marille Bitter" aus der Wachau verwendet, der eigentlich ein Aperitif mit leichtem Bittergeschmack und wenig Alkoholgehalt ist (unbezahlte Werbung). Er ist leuchtend orange, nur der Zucker in der Glasur machte ihn farbloser.
Habt ihr Keks gebacken? Sehr gerne würde ich noch meine bewährten Vanillekipferl und die Hasenpfoten backen, aber die Zeit läuft...


Denn auch das Krafttraining ruft, ich liebe es und finde auch hier Entspannung (neben der Anstrengung, das eine schließt das andere nicht aus). 



An Deko darf bei mir das frivole Christkind im Advent und über Weihnachten nicht fehlen. Auch der leuchtende Stern am Fenster bleibt nun bis lang nach dem Jahreswechsel.


Stephansplatz


Es gehört für uns in der Vorweihnachtszeit auch dazu, dass wir uns mindestens einmal ins Getümmel eines Christkindlmarktes in Wien werfen... Trotz der Menschenmassen (Wien ist derzeit wieder echt gut besucht) genieße ich das Flair im Advent und meine stimmungsvoll beleuchtete Heimatstadt.





Einmal im Jahr muss es ein Hot Aperol sein, er schmeckt mit der Schlagobershaube besonders süffig...



Apropos Haube... Pudelhauben aka Mützen gibt es hier auch... ich mag Stirnbänder lieber.





gefilzte Schafe, soo süß...


wie auch die Hl. 3 Könige als Zinnfiguren mit Holzbauch 😄



Maren, ich vergebe für die Christkindlmärkte Stephansplatz, Freyung und Am Hof in Wien die volle Punkteanzahl! 😂 (Marens Weihnachtsmarkt-Challenge mit eher strenger Punktevergabe läuft noch). Und der Glühwein schmeckte bei uns auch wieder exzellent...


Andrea, danke für die netten wöchentlichen Fotofragezeichen, ich hoffe, es geht im neuen Jahr mit einer neuen Blogaktion weiter!


Alles Liebe aus Wien!





Mittwoch, 3. Dezember 2025

Ofenkürbis und spanische Oliven

 


Die Flagge von Spanien mit ihrem leuchtenden Rot und dem dunklem Gelb (oder Gold) erinnert an Kürbis im Herbst und rote Zwiebeln... 💛


(unbezahlte Werbung)


Für das Dauerblogevent "die kulinarische Weltreise" von Volker ist mir in diesem Kochbuch von Katharina Seiser und Margit Kunzke ein herbstliches Gericht in genau den Farben von Spanien aufgefallen... 


Das Kochbuch ist wie alle aus dieser Reihe der "vegetarischen Länderküche" (bisher Österreich, Italien, Deutschland, Türkei, USA) von Herausgeberin Katharina Seiser in die vier Jahreszeiten sowie das Kapitel Jederzeit gegliedert. Das je nach Saison, also wann die Hauptzutaten in Mitteleuropa frisch verfügbar sind.

Die spanische Küche hat ja den Ruf, eher eine Fleisch- und Fischküche zu sein, und doch haben vegetarische Speisen eine lange Geschichte und Tradition. Die rund 150 Rezepte für Tapas und Vorspeisen, Salate und Suppen, Gemüse und Hauptgerichte, Reisgerichte, Süßes und Desserts und für die Vorratskammer in dem Kochbuch zeigen eine schöne Vielfalt.



Ofenkürbis mit roten Zwiebeln und Oliven vegan

Zutaten für 2 Pers. als Hauptspeise:

1/2 Hokkaido Kürbis mit Schale, entkernt und geputzt
einige EL Olivenöl
Salz

2 mittel- bis große Tropea Zwiebeln (ich) oder 250 g kleine Schalotten
1 Glas kräftiger spanischer Rotwein
1 Spritzer Sherryessig oder Balsamico (im Original 25 ml, das wäre mir zuviel Säure)
ca. 200 g oder mehr Tomatenpolpa (im Sommer 1-2 frische Paradeiser, gerieben, sodass die Schale zurück bleibt)

Gewürze:
4 Pimentkörner, gemörsert
schwarzer Pfeffer
1 MSp. Kreuzkümmel
1 Zweig frischer Rosmarin
1 Lorbeerblatt
Salz
Chili
optional 1 Prise Zucker

reichlich schwarze spanische Oliven, wenn möglich ohne Kern, Menge nach Belieben

Zubereitung:

  • Den Kürbis in mundgerechte Stücke schneiden, mit Öl und Salz vermischt auf einem Backblech im Ofen bei 190°C ca. 30/40 Minuten ofengaren. Gegen Schluss die Temperatur noch einmal höher schalten.
  • Große Zwiebeln längs in Segmente schneiden bzw. die Schalotten, wenn sie klein sind, eher ganz lassen oder nur halbieren.

  • Olivenöl in einer großen Pfanne (in der alles Platz hat) erhitzen und die Zwiebeln einige Minuten glasig braten, ohne viel Farbe nehmen zu lassen. Die Gewürze kurz mitbraten, dann mit Rotwein und Essig ablöschen.
  • Das Tomatenpüree beifügen. Ich habe 300 g für mehr Sauce verwendet.
  • Das Gericht ungefähr 10 Minuten bei geringer Hitze sanft köcheln lassen, bis die Zwiebeln rel. weich sind und die Sauce ein wenig einzudicken beginnt.

  • Die Kürbisstücke und beliebig viele Oliven darunter mischen und das Gericht noch ein wenig durchziehen lassen. Rosmarin und Lorbeerblatt dann entfernen.
  • In tiefe Teller mit Couscous und/oder spanischem Brot oder Baguette (zum Auftunken der Sauce) anrichten.


Wir waren begeistert, ich fand die Zwiebeln mit der Gewürzmischung besonders harmonisch! Alle Zutaten sind perfekt aufeinander abgestimmt -- der mild-süßliche Kürbis, die würzige Zwiebel-Tomatensauce und die salzigen Oliven!

Übrigens, Süßkartoffeln statt Kürbis funktionieren auch!


Es ist ein feines Blitzgericht, denn in der Zeit, die der Kürbis im Backrohr braucht, sind die Zwiebeln locker fertig und ein Couscous ginge sich auch aus. Wir hatten ein mediterranes Brot dazu, mit dem sich die letzten Saucenreste gut auftunken ließen. 

Das Originalrezept heißt Calabaza asada con chalotas y aceitunas negras, also gebratener Kürbis mit Schalotten und schwarzen Oliven. Es werden die Kürbisstücke in Mehl gewendet und extra in einer Pfanne gebraten, mir gefiel die Ofenversion besser. 



verlinkt mit dem Dauerblogevent von Volker mampft


Linkliste
:

Britta von Brittas Kochbuch mit Polbo á feira o Pulpo a la gallega - Tintenfisch auf galicische Art 

Friederike von Fliederbaum mit Ofenkürbis mit roten Zwiebeln und schwarzen Oliven 

Wilma von Pane-Bistecca mit Gazpacho Andaluz 

Wilma von Pane-Bistecca mit Geroestete Oliven mit wuerzigen Brotbroeseln 

Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Leche frita - gebackene Puddingwürfel 

Wilma von Pane-Bistecca mit Spanische Sardinen auf Tomatensauce 

Jenny von Jenny is baking mit Blätterteigtaschen mit Kürbismarmelade hojaldre de cabello de angel 

Wilma von Pane-Bistecca mit Spanische Brot Kroketten 

petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Truchas a la Navarra - Forellen nach Art von Navarra 

Wilma von Pane-Bistecca mit Patatas Bravas con Chorizo 

Regina von Bistroglobal mit Polverones 

Wilma von pane-Bistecca mit Gambas al Ajillo 

Wilma von pane-Bistecca mit Croquetas Españolas 

Simone von zimtkringel mit Empanada gallega