Sonntag, 13. Dezember 2015

#dasmundwerkkochbuch - pikanter Guglhupf zum Wein



Kennt ihr den Blog "das mundwerk"? Habe ich auch erst neulich entdeckt... es schreibt hier die junge Melanie Limbeck sehr erfrischend und ein bissl frech über pannonische Küche, regionale Produzenten und ihr Leben im Burgenland. Kürzlich hat sie darüber ein Koch- und Genussbuch mit sehr schönen Bildern herausgebracht und auf der ersten farbigen Innenseite steht die Redewendung "a laarer Sock steht nid" (ein leerer Sack steht nicht aufrecht), was man gleich als Motto verstehen kann... denn es geht um die bodenständige Küche des Burgenlandes. Wichtig sind ihr hochwertige Lebensmittel und der Respekt vor diesen und deren Produzenten. Dann wird aus den einfachsten und saisonalen Zutaten das Beste, schreibt sie im Vorwort...

klick
Die Rezepte sind nach den 4 Jahreszeiten gegliedert und im 5. Kapitel geht sie in die Vorratskammer mit Powidl und Marillenchutney. Daneben stellt sie wie gesagt regionale Produzenten vor, von Schaf- oder Mangalitzaschwein-Züchtern über den Imker bis zu Apfel- und Gemüsebauern. Die Rezepte sind bodenständig und oft aus der Familie mit den dazugehörigen Geschichten, zum Beispiel Omas Szegediner Krautfleisch oder Tante Annas Burgenlandkipferl. Die Bilder in diesem Genussbuch sind ganz besonders schön und ich bekomme große Lust, sofort ins Burgenland zu fahren.

Mir ist im Buch als erstes der Speckguglhupf aufgefallen und ich habe ihn mir gleich als Anregung für eine Geburtstagsfeier genommen - er ist ideal, wenn man in geselliger Runde bei einem Glas Wein zusammensitzt.
Im Blog heißt er Speck-Zwiefü-Guglhupf (klick zum Originalrezept), aber ich habe diesmal weder Speck noch Zwiebeln verbacken, sondern einen mediterranen Guglhupf mit Feta, Oliven und getrockneten Paradeisern draus gemacht (sorry, Melanie, das war notwendige Restlverwertung!).



Pikanter mediterraner Guglhupf 

(frei nach Melanie Limbeck)
  • 400 g Mehl (halb Dinkel- halb Weizenmehl)
  • 1 P. Trockengerm/Hefe
  • 1 schwacher TL Salz
  • 2 Eidotter
  • 120 weiche Butter
  • 3/16 l (187,5 ml) warme Milch

Mit den obigen Zutaten einen Germteig abschlagen und zugedeckt einmal aufgehen lassen, dann die weiteren Zutaten vorsichtig einarbeiten (ist nicht ganz einfach...):
  • 150 g Feta gewürfelt
  • 100 g eingelegte getrocknete Paradeiser klein geschnitten
  • ½ Paprika kleinwürfelig geschnitten
  • eine Handvoll Oliven klein geschnitten
  • 1 TL mediterrane Gewürze (zB. „Schafkäsegewürzmischung“ vom Naschmarkt mit Thymian, Basilikum, Oregano, Paprika, Knoblauch, Pfeffer..)


Der Teig muss noch einmal gut aufgehen, dann füllt man ihn in eine vorbereitete Guglhupfform und stellt ihn (wie immer bei Germteig) ins kalte Rohr. Auf 175/180°C aufdrehen und etwa 30-40 Minuten backen, die Dauer hängt von Backform und Ofen ab, bitte die Stäbchenprobe machen! Ich habe ihn ein bisschen auskühlen lassen und ihn erst dann gestürzt. 


Der Guglhupf zum italienischen Rotwein ist wahnsinnig gut angekommen!! Er war im Nu weg... und nächstes Mal, vielleicht gerade recht für Silvester, probiere ich das Original!



Kommentare:

  1. Wow, Formvollendet und köstlich. Ich bin ja schon lange eine Freundin herzhafter Kuchen, dieser hier ist echt mal ANDERS. Danke für's Rezept.
    Einen wunderschönen 3. Advent und liebe Grüße
    Ingrid

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    1. dieser war mein erster herzhafter Kuchen und sicher nicht der letzte! Der Variationsmöglichkeiten gibt es viele!
      lg

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  2. Sag' mal bitte Friederike gelingt Dir eigentlich immer und alles? und bist Du von vornherein sicher, dass Dir das auch schmeckt, was Du an Rezepten übernommen hast?
    Ein bissl eigenartig meine Frage, aber Feta, Paradeiser, Oliven & Co - mag ich alles - extra - aber in einem Kuchen?
    Ja, ich bin die Zufallshausfrau, die zufällig einmal kocht
    ;-))

    LG
    Elisabetta

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    1. na dann, probiere ihn aus :-)
      Ich hab zwar einst in der Schule kochen gelernt, aber mir gelingt bei weitem nicht alles so wie ich will, ich koche auch nicht recht viel (Fulltimejob), ich hab das Glück nicht täglich kochen zu MÜSSEN, sondern zu dürfen, wenn´s mich freut! Meist kann ich mir vorstellen, dass ein neues Rezept gut schmeckt, aber manchmal ist das Resultat auch nicht gut und manchmal fantastisch... in diesem Fall war ich sicher, dass der Germteigkuchen schmeckt und dass diese Zutaten zusammenpassen... extra mag ich sie auch so wie du :-))
      lg

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  3. Oh was für ein toller Tipp - das mit den pomodori secchi statt specki! Danke! der wird für die Weihnachts-Trinktage gebacken. Schöne Festtage wünsch ich dir!

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  4. auf so eine Idee wäre ich NIE gekommen.SUPER
    glaube schon der kommt hier auch einmal aus dem Backofen
    DANKE Friederike
    LG vom katerchen

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  5. Speckguglhupf klingt auch gut, aber eher wenn's doch noch kalt wird. Bis dahin gefällt mir die mediterrane Variante sehr gut.

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    1. ha, du hast recht, mediterran passt besser zu warmem Wetter, so kann man es auch sehen!
      lg

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