Montag, 7. Oktober 2013

Gratin aus Herbst-Paradeisern

herbstliche Gartenschätze im Körbchen

Die letzten Tomaten, die noch draußen auf den Stauden ausharren, werden jetzt im Oktober wohl nicht mehr schön reif und rot. Schon gar nicht in unserem Waldviertler Garten, wo es in der Nacht schon empfindlich abkühlen kann :-(

Ich freue mich aber über meine wenig schönen Schätze im Körbchen, denn ich kenne ein wunderbares Rezept für genau solche nicht einwandfreien und noch nicht ganz roten Herbst-Paradeiser. Es ist auch eine gute Verwertungsmöglichkeit, wenn man einmal "fad" schmeckende, nicht-aromatische Tomaten erwischt hat.

Das italienische Originalrezept stammt aus dem südlichen Apulien; hinter dem Blog stehen Daniela und Letizia aus dem wunderschönen Lecce. Ich habe es ein bisschen abgewandelt:


Gratin aus Herbst-Tomaten 

Die Garten-Paradeiser waschen, die schlechten oder zu grünen Stellen und den Strunk wegschneiden, halbieren oder vierteln (je nach Größe) und mit der Schnittfläche nach oben in eine ofenfeste geölte Form legen.

Dann nicht zu zaghaft würzen:
Salz (ordentlich), Pfeffer, getrocknete oder frische Kräuter (bei mir Oregano, im Original frische Petersilie) und eine Prise Zucker (hebt den Geschmack!).

Reichlich mit Semmelbröseln/Paniermehl bestreuen und geriebenen Käse (Parmesan oder Pecorino) obenauf streuen.

Mit Wasser untergießen, aber nur so viel nehmen, dass die Tomaten höchstens zu 1/3 im Wasser liegen, da sie selbst auch welches abgeben. Sonst bleibt die Sache am Ende zu flüssig.

Im vorgeheizten Rohr bei 180/190°C so lange überbacken, bis die meiste Flüssigkeit aufgesogen ist und die Tomaten gut braun gratiniert sind, Geduld, das dauert einige Zeit, mindestens 30-40 Minuten. Hin und wieder nachsehen, vor allem gegen Schluss, ob die Flüssigkeitsmenge noch stimmt.

Dann herausnehmen und etwas auskühlen lassen, es schmeckt lauwarm am besten und die entstandene „Soße“ dickt noch mehr ein. Gutes italienisches Brot toasten und genießen.

gewürzt und bereit fürs Backrohr

fertig gebacken und etwas ausgekühlt,
man sieht, wie die Sauce schön eingedickt ist

überbackene Köstlichkeit

Empfehlung! Es schmeckt derart köstlich, dass ich es sicher auch im Winter mit Glashaustomaten (heimische!) probieren werde, sogar diese müssten dadurch veredelt werden! 

Über grüne oder unreife Tomaten findet man Einiges im www. Einerseits enthalten sie den für Nachtschattengewächse typischen Giftstoff Solanin, der durch den Reifeprozess abgebaut wird. Andererseits gibt es genügend "Oma"-Rezepte mit eingelegten grünen Paradeisern, die besonders würzig schmecken sollen. Meist handelt es sich dabei aber um eine grüne Sorte. Also bitte auspassen und auf keinen Fall ganz unreife Tomaten verwenden. 

Unreife Tomaten – und nun?
Nicht in jedem Jahr bekommen die Tomatenpflanzen die Menge an Sonne, die sie benötigen. Während die Tage und Nächte langsam kühler werden, hängen noch viele unreife Früchte an der Pflanze. Die können Sie noch ernten. Sobald sich auf den Tomaten eine leichte Färbung abzeichnet, können Sie diese abpflücken. In der Küche oder im Hauswirtschaftsraum lassen Sie die Früchte einfach nachreifen.
Quelle: www.mein-gartenbuch.de/tomaten-im-kuebel/




Zierapferl
die sind reif geworden... 


Kommentare:

  1. Danke Friederike, das klingt wirklich sehr köstlich.
    Meine sind aber noch ganz grün leider, ich musste sie runternehmen, weil es eben Frost hatte und die Pflanze an sich hinüber war.
    Wenn sie doch ein bissi nachreifen, werde ich das gerne probieren.

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    1. ja, lass sie lieber noch nachreifen, sicher ist sicher!
      lg

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    2. wollte sie heute umlegen, die sind alle matschig geworden.
      Die werde ich leider nicht mehr verkochen können.

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  2. ist lecker..hatte HEUTE Ähnliches auf dem Teller

    LG vom katerchen der nochTomaten im Gewächshaus hat..noch war hier kein Frost.

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  3. Richtig Glück hatten wir heuer mit den Paradeisern, denn alle sind gut reif geworden. Die letzten habe ich am Wochenende abgenommen. Besonders groß waren sie nimmer, aber das hat gerade gepasst, weil ich sie eingefroren habe. Die kommen dann im Winter zum Suppengemüse, wenn ich Rindsuppe koche. Das habe ich vor vielen Jahren von unserer "Urlaubshausfrau" in Kroatien übernommen - die Suppe schmeckt dann noch einmal so gut.

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    1. klingt gut!! Paradeiser mit Suppe mitkochen hab ich schon ein paar mal gelesen.
      lg

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  4. Liebe Friederike,
    menno, ich weiß nicht warum , aber Dein Blog war nicht mehr in meiner Leseliste abgespeichert. Das hab ich jetzt nochmal gemacht, jetzt steht er da! Hatte mich schon gewundert, wieso ich diesen leckeren Post übersehen konnte ;O)
    Vielen Dank auch für Deinen Besuch und Deine lieben Zeilen!
    Ich wünsch Dir ein schönes und gemütliches Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  5. Liebe Friederike, ich war ja jetzt auch wenig aktiv, aber mir fiel auf dass ich schon länger nichts mehr gehört hab von dir!
    Aber wie ich sehe scheint alles klar zu sein- denns eine Rezepte klingen fabelhaft! Powidl selbstgemacht, da würd ich einiges dafür geben! Und die Kombi aus Birne und schoko ist ja unschlagbar!
    Meine Ausbildung habe ich beendet, von daher komme ich hoffentlich wieder öfter zum Kochen- und nTürlich bei allen Blogs vorbei schauen;-)
    Liebe Grüße!

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    1. danke :-)
      Ich hoffe, dass du wieder öfter bloggst, denn auch deine Rezepte mag ich sehr!! Gratulation zur beendeten Ausbildung, lg

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