Sonntag, 24. Mai 2026

Rindfleisch und grüne Plantains

 



Volkers Dauerblogevent die kulinarische Weltreise befindet sich nun in Ostafrika in Tansania. Wer denkt da nicht gleich an die Serengeti oder den Kilimandscharo, den höchsten Berg Afrikas mit nahezu 5.900 m Höhe...

Bei Tansania denke ich immer an meinen lieben alten Chef, der in den 1980-ern ein geologisches Forschungsprojekt dort durchgeführt hat - in den Uluguru-Bergen. Diesen klingenden Namen habe ich mir bis heute gemerkt, ohne leider jemals dort gewesen zu sein. Ich bin sicher, das Land ist eine Reise wert und auch diese grüne Bergregion mit Wasserfällen, Wäldern etc...!

Für das Blogevent habe ich mir den traditionellen ostafrikanischen Eintopf  Ndizi na nyama (oft nur Ndizi Nyama) ausgesucht, den man in Tansania, Kenia und Burundi kennt. Der Name ist Suaheli für Bananen und Fleisch, mit Bananen sind in diesem Fall grüne Kochbananen bzw. Plantains gemeint.




Grüne Plantains (Kochbananen)
...sind unreif, fest, sättigend und sehr stärkehaltig. 
"Sie sind aufgrund ihrer resistenten Stärke eine Blutzucker-schonende Kohlenhydratquelle, die mehr wie Ballaststoffe als wie herkömmliche Stärke wirkt", meint die KI...

Diese unreifen Plantains schmecken (noch) nicht süß und auch nicht wie Banane, sondern irgendwie nur herzhaft. Sie sind gut geeignet zum Frittieren, Kochen etc. und interessanterweise als Kartoffel-Ersatz. Roh sind sie ungenießbar!


Vorbereiten:
Man muss sie mit dem Messer längs schälen, weil sich die Schale noch nicht wie bei reifen Kochbananen abziehen lässt, und die Enden wegschneiden. Sie sondern dabei eine klebrige, milchige Flüssigkeit ab. Dieser Milchsaft enthält Latex, schmeckt bitter und kann die Kochbananen verfärben. Das geschnittene Fruchtfleisch wird daher mehrmals in einer Schüssel mit kaltem Wasser gewaschen (auch die pickigen / klebrigen Hände...😉)!


Meine Anregung für den tansanischen Rindfleischtopf  habe ich u.a. bei Life with Sophy gefunden. Auch ihrer kleinen süßen Tochter mit den dunklen Krausehaaren hat es so gut geschmeckt wie uns! 👍




mein Ndizi Nyama -
Rindfleischtopf mit grünen Plantains wie in Tansania

Zutaten für 1 Topf, ca. 4 Pers.:

Fleisch:
500 g Rindfleisch für Gulasch
Salz
schwarzer Pfeffer
1 TL Paprikapulver
2 TL Garam masala
ca. walnussgroß Ingwer, klein geschnitten, alternativ Paste
2 Knoblauchzehen, ebenso
Chili (Flocken)
Zitronensaft von 1 Zitrone
---------

3 grüne, unreife Plantains, Kochbananen
1 große Zwiebel, in kleine Würfel geschnitten
1 (grüner o.a.) Paprika, ebenso
1 große Tomate, ebenso
1 Chilischote oder Flocken
200 ml Kokosmilch
Salz
schwarzer Pfeffer

frischer Koriander zum Bestreuen
ev. als Beilage Reis oder Brot

Zubereitung:
  • Das Fleisch in mundgerechte Würfel schneiden, mit den Gewürzen und Zutaten bis -------- vermischen und kurz ziehen lassen. Das marinierte Fleisch dann in einen Topf geben und mit Wasser knapp bedeckt bei geringer Hitze gar köcheln lassen (kann man gut vorbereiten).

  • Zwiebel, Paprika und Chili anbraten und das Fleisch mit einem Siebschöpfer dazu geben (noch ohne Kochflüssigkeit). Die Tomaten beifügen und alles zugedeckt andünsten.
  • Inzwischen die Plantains mit dem Messer schälen, auch dunkle unschöne Stellen wegschneiden. In längliche, gleich große Stücke schneiden. Mit kaltem Wasser mehrmals gut waschen und tropfnass beiseite stellen.
    Siehe auch oben, wie und warum man sie vorbereiten soll!

  • Die Plantains-Stücke untermischen und mit abgeseihtem Fleischsud und Kokosmilch aufgießen, so dass alles knapp bedeckt ist.
    Tipp: Vor allem die Kochbananenstücke sollten mit Flüssigkeit bedeckt sein, bei mir haben sie sich sonst stellenweise leicht verfärbt.

  • Zugedeckt fertig garen, das geht jetzt schnell. Hin und wieder umrühren, dann abschmecken und noch ein Weilchen ziehen lassen.
  • Den eher suppigen Eintopf mit Koriander bestreut und wer will mit Reis oder Brot (ich) zum Auftunken anrichten. Aber eine Sättigungsbeilage braucht es nicht zwingend, da die Kochbananen satt machen wie Kartoffeln...

Vor dem Aufgießen 




Es hat uns sehr sehr gut geschmeckt, gut würzig und geschmacklich ausgewogen. Ich mag ja gerne viel Sauce und habe sie bis zum letzten Rest mit Brot aufgetunkt! 

Wie auch beim Rindfleischtopf aus Nigeria sind bei beiden Gerichten Kochbananen dabei, entweder die grünen mitgekocht oder die reifen frittiert! Ich mag beide, aber nur die reifen Früchte schmecken auch nach Banane...🍌 

Die grünen Plantains könnte man durchaus durch Kartoffeln ersetzen, dann ist es aber "nur" ein indisch inspirierter köstlicher Rindfleischtopf (mit Garam masala). Empfehlung für alles!




Linkliste der kulinarischen Weltreise:

Regina von bistroglobal mit Mchicha - ein Spinatrezept aus Tansania 
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Swahili Hähnchen Biryani 
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Kokos-Chapati aus Sansibar - Mkate wa Kusukuma 
Tina von Küchenmomente mit Jugu Cake - Erdnuss Biscotti aus Tansania



Wer ist noch dabei? Wir haben noch Platz bei der Weltreise...

Liebe Grüße aus Wien!






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