Vor wenigen Tagen war hier vor dem Rathaus in Wien noch totale Baustelle, um den Platz für die Song Contest-Woche fertig zu bekommen.
Ich war gerade in der Nähe, bin durch den Rathauspark spaziert und es dominierten überall noch Absperrgitter und Baumaterialien...
(Alles unbezahlte Werbung, aber der Eintritt ist hier am Rathausplatz bei Veranstaltungen sowieso immer frei).
Wien "brummt" derzeit und und die Riesenveranstaltung wird noch mehr Fans in die Stadt locken, was nicht nur die Wirtschaft freut. Ich finde es schön und es macht mich auch ein bisschen stolz, dass Wien jetzt so lebendig und in vielerlei Hinsicht bunt ist (anders als es in meinen jungen Jahren war).
Tatsächlich ist das jetzt aber nix für mich, ich werde in der Song Contest-Woche den Trubel in Wien meiden und mich vom Acker machen, äh also raus aufs Land fahren. Ob ich den Hype in den Medien verfolgen werde, ist nicht so sicher, aber wahrscheinlich ein bisschen... die Musikdarbietungen interessieren mich dabei weniger als das, was so rundherum los ist. Hoffen wir, dass nichts Unvorhergesehenes passiert!
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| das Motto |
Interessiert euch der Eurovision Song Contest? Ja, nein, ein bisschen?
Oder meint ihr, das ist soo ein Schmarrn - das ist ein Wiener Ausdruck der (eher liebevollen) Geringschätzung. Ein deftigeres Wort wäre Schaas, was in Wien genauso etwas Unwichtiges bezeichnet, aber auch einen Furz. Berühmt geworden ist nach dem Sieg von Conchita Wurst der Ausspruch "jetzt hat uns die den Schaas gewonnen"... 😉 Das bedeutet aber nicht, dass wir in Österreich die Siege von Conchita 2014 und JJ 2025 gering schätzen würden!! Aber Schmäh muss sein, besonders in Wien...
Die 2. Bedeutung von Schmarrn ist in Wien natürlich der Kaiserschmarrn. Er ist eine kulinarische Verbindung aus der früher einfachen Almküche in den Alpen und der feinen Wiener Küche am damaligen Kaiserhof. Daher "gehört" er zu Wien genauso wie in die Alpen und auf jede Berghütte. Es gibt unzählige Rezepte für den Kaiserschmarrn, nur trocken und wie ein zerteilter "Kuchen" darf er nicht sein!
mein Kaiserschmarrn
Zutaten für 2 Personen als Hauptspeise:
3 Eier (M)
2 Prisen Salz
180 ml Milch
110 g (Dinkel-) Mehl
1 EL, ca. 20 g Kristallzucker
optional Rosinen (ich nicht)
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2 EL Butter für die Pfanne
1 EL Kristallzucker
Staubzucker zum Bestreuen
Zubereitung:
- Das Backrohr auf 180°C vorheizen und eine große ofenfeste Pfanne bereitstellen.
- Die Eier trennen, mit Salz einen Eischnee schlagen und dabei auch den Zucker einrieseln lassen. Die Eidotter und die restlichen Zutaten bis -------- vermixen, kurz quellen lassen und den Eischnee vorsichtig unterheben.
Wer will gibt Rosinen rein. - Die Pfanne am Herd erhitzen, 1 EL Butter und den Zucker gemeinsam schmelzen.
- Den Teig einleeren und wenige Minuten "anbacken", dann die Pfanne in den Ofen stellen. Nur für etwa 5 - 10 Minuten, bis die Oberfläche gestockt ist. Die Unterseite sollte gebräunt sein.
- Die Pfanne wieder auf den Herd stellen und den Teig umdrehen, dafür vorher in 2 oder 3 Teile teilen. Falls erforderlich kommt noch 1 EL Butter in die Pfanne.
Grundsätzlich sollte man hier nicht mit der Butter sparen. - Dann bei mittlerer Hitze mit 2 Pfannenwendern in unregelmäßige Stücke zerteilen und dabei noch goldbraun bräunen. Darauf achten, dass der Schmarrn schlussendlich durchgegart, aber nicht zu dunkel ist.
Den Kaiserschmarrn mit Staubzucker bestreuen und mit beliebigem Kompott, hier meist Apfelkompott oder Apfelmus, Marillenröster (im eigenen Saft gedünstete Aprikosen), Zwetschkenröster etc. genießen.
Kaiserschmarrn ist bei mir oft die erste Wahl, wenn wir hin und wieder eine süße Hauptspeise essen wollen. Er ist schneller gemacht als Palatschinken und ein selbst eingekochtes Kompott vom Sommer findet sich eh fast immer in meinem Vorrat.
Ich wünsche euch nun eine schöne Woche mit Schmarrn oder nicht, Song Contest oder nicht... aber dem jungen Österreich Vertreter COSMO mit dem blauen Stern über einem Auge werde ich zumindest die Daumen halten, wenn er nach dem Tanzschein fragt...








Dein Schmarrn sieht toll aus, ohne Schmarrn. In Bayern sagt man das ja auch. Der Song Contest ist auch so gar nicht meins, auch wenn ich mich damals gefreut hab, als Conchita Wurst den Schaas gewonnen hatte! :-)))
AntwortenLöschenLiebe Grüße Maren