Freitag, 20. Januar 2023

philippinisch essen für die kulinarische Weltreise

 

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält auf den Philippinen - die besten Rezepte und Gerichte



Die Reise geht im Jänner mit Volker auf die Philippinen, virtuell und kulinarisch mit einem Kochrezept! Ich habe mich für Adobo entschieden und gleich zwei Varianten gegessen - mit Huhn in einem philippinischem Restaurant in Wien und vegan mit Gemüse zu Hause gekocht. 






Adobo
ist ein typisches Gericht auf den Philippinen mit einer süß-säuerlichen Essig-Soja-Sauce. Meist wird es mit Huhn oder Schwein zubereitet, aber genauso gut kann man das Fleisch durch beliebiges saisonales Gemüse oder Tofu etc. ersetzen. Ich habe mir mein Rezept aus dem www zusammen gesucht. 

Das Wort Adobo kommt aus dem spanischen "adobar" - marinieren. 
Die Philippinen waren ja jahrhundertelang spanische Kolonie, nachdem der Seefahrer Ferdinand Magellan 1521 die Inseln "entdeckte". Entdecken bedeutete wie überall im fernen Osten, in Afrika, Nord- und Südamerika, dass weiße Europäer Gebiete annektierten, wo aber seit jeher die lokale Bevölkerung lebte... Die weitere Geschichte der Philippinen bis zu ihrer endgültigen Unabhängigkeit 1946 war oft kriegerisch, mit wechselnden Besatzungsmächten und vielen Opfern. Heute ist das tropische Land mit seinen mehr als 7000 Inseln eine Demokratie, aber mit großen sozialen Spannungen.




mein Kartoffel-Kürbis-Adobo vegan
(für 2 hungrige Personen)

200 g, ca. 2-3 mittelgroße Kartoffeln, geschält und in kleinere Würfel geschnitten
200 g Kürbis, zB. Butternuss, geschält und in etwas größere Würfel geschnitten
1 große Karotte, würfelig
neutrales Öl
Mandel-groß Ingwer, klein geschnitten
3 Knoblauchzehen, klein geschnitten
1 mittelgroße Zwiebel, klein geschnitten
1/2 TL schwarze Pfefferkörner
3 getrocknete Lorbeerblätter
1/2 Zitrone, die abgerieben Schale
optional wenig Salz
etwas frischer Koriander, gehackt, zum Bestreuen

Sauce:
40 ml, besser weniger, philippinischer Zuckerrohr- oder Reisessig (ich)
40 ml dunkle Sojasauce
1 TL brauner Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Beilage: Basmatireis

Zubereitung:

  • Die Zutaten für die Sauce miteinander verrühren, so dass sich der Zucker gut auflöst, und beiseite stellen.
    Ich würde nächstes Mal weniger Essig verwenden.
  • In einem Topf das Öl erhitzen und die Lorbeerblätter und Pfefferkörner kurz anbraten, bis sie duften. Zwiebel, Ingwer und Knoblauch mit braten, ohne viel Farbe nehmen zu lassen. 
  • Kartoffeln, Kürbis, Karotte und die dunkle Essig-Soja-Sauce beifügen. Etwa gleichviel Wasser zugießen. 
    Tipp: erst einmal nur 2/3 der Sauce verwenden und kosten, wie intensiv es schmeckt. 
  • Das Gericht sanft köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.
  • Mit Zitronenabrieb abschmecken, mit Pfeffer und wenn nötig mit ein wenig Salz nachwürzen.
  • Adobo mit Basmatireis anrichten und mit Koriander bestreuen.





Mein veganes Adobo schmeckte total interessant und sehr würzig-säuerlich-süßlich!
Mein Mann war begeistert von dem dunklen Gericht, mir war die Essig-Soja-Sauce ein bisschen zu dominant. Aber die Saucenmenge und vor allem das Verhältnis von Essig zur Sojasauce kann man ja für den eigenen Geschmack anpassen! Daher Empfehlung für dieses philippinische Gericht.




Restaurant:
Ein exzellentes Adobo mit zartem Huhn, Reis und Salat (siehe Foto) hatte ich dann im philippinischen Restaurant Pinoy Food in Wien. Dieses gehört zu einem Hotel mit einem schönen Innenhof, ich nehme an, im Sommer kann man draußen sitzen. Der derzeitige Hotelbesitzer hat philippinische Wurzeln und will offenbar seine Heimatküche nicht missen... 😋 Hier schmeckte mir das Adobo dann ganz ausgezeichnet und es war auch weniger Essig-lastig. 


edit: Ich vermute, es tut dem veggie Gericht gut, wenn die Sauce allein eine zeitlang vor-geköchelt wird und dann erst das Gemüse beigefügt wird. Verwendet man Huhn, das eine längere Garzeit hat, ist der Kochvorgang sowieso länger. 


Mitte der 1980er hatte ich mich in dem damals etwas "verstaubten" Hotel für eine Stelle als Rezeptionistin beworben (und nicht bekommen). Mittlerweile ist das Hotel renoviert und sehr persönlich gestaltet worden. Das Gebäude selbst ist ein sehenswertes und typisches Altwiener Biedermeier- "Pawlatschen" Haus, das heißt mit miteinander verbundenen Innenhof-Balkonen.

(Werbung und Namensnennung unbezahlt und unaufgefordert)



Nun bin ich gespannt auf die anderen Rezepte!

Linkliste:

poupou von poupous geheimes laboratorium mit Egg Pie Wilma von Pane-Bistecca mit Kare Kare Britta von Brittas Kochbuch mit Siopao - Gedämpfte Teigtaschen mit Schweinefleischfüllung Wilma von Pane-Bistecca mit Corned Beef Tortang Talong Susanne von magentratzerl mit Caldereta Wilma von Pane-Bistecca mit Philippinisches Calamansi Huhn Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Spanish Bread oder Señorita Bread Wilma von Pane-Bistecca mit Adobong Talong - Auberginen Adobo Regina von bistroglobal mit Chicken Sotanghon Soup Wilma von Pane-Bistecca mit Banana Lumpia Friederike von Fliederbaum mit Adobo mit Kartoffeln und Kürbis Wilma von Pane-Bistecca mit Pork Hamonado Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Gegrilltes Zitronengras-Hähnchen mit Bananen-Ketchup und Atchara

(wird Ende des Monats ergänzt)




12 Kommentare:

  1. Dein kulinarisches Gericht von den Philippinen sieht gut aus. Adobo war mir bis dato kein Begriff, die Bedeutung finde ich sehr interessant. Man lernt nie aus! Meine nächsten Hähnchenschenkel würze ich zum probieren mit einer Adobo Würzmischung.
    Übrigens: dein Radicchio Rezept schmeckt super lecker.
    Liebe Grüße aus dem winterlichen Oberfranken
    Lieselotte

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    1. ja, man lernt nie aus!
      Es freut mich, wenn dir meine Gerichte schmecken :-))

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  2. Hach ich liebe ja asiatisches Essen liebe Friederike. So gut und so interessant zu lesen ist der Post. Ich werde die Sauce auch probieren mmmmhhh bestimmt guuuuut...

    Liebe Grüße
    Kerstin und Helga

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    1. ich glaube jetzt, man muss die Sauce laaang köcheln lassen, dann verbinden sich die Aromen besser...

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  3. Adobo steht auch noch auf meiner Liste - und die Karttofeln in der würzigen Sauce kann ich mir richtig gut vorstellen.

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    1. die Kartoffeln haben die dunkle Sauce beim Kochen sehr gut aufgenommen, nicht nur farblich ;-))
      Ich würde nächstes Mal die Sauce allein länger köcheln lassen und dann erst die Gemüse reingeben.

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  4. Ich habe auch schon bemerkt, dass die philippinische Küche sehr säurelastig ist. Bis zu einem gewissen Grad mag ich das ja, aber auch mir war es bei einem ausprobierten Essen zu viel.

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    1. Sorry, das sollte nicht anonym rausgehen.

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    2. genau, bei einem säurelastigen Gericht kann es auch sehr schnell ins Zuviel kippen...

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  5. Das vegane Kartoffel-Kürbisgericht macht mich an! Das Rezept werde ich mir merken.

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  6. Da hätte ich jetzt richtig Lust drauf. Klingt sehr lecker.

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