Dienstag, 1. Juni 2021

Brennesseln vom Wald auf den Teller

 

Durch das feuchte Wetter sprießen die Brennesseln so wie alle Pflanzen derzeit wie verrückt! Für mich sind sie wunderschön und ich kann bei so einem prächtigen Anblick selten widerstehen. Aus diesem Grund habe ich immer zumindest einen Gartenhandschuh mit (den zweiten habe ich verloren) und exzessivem Pflücken steht nichts im Wege. 😍



Hier pflücke ich die obersten Spitzen, die so zart sind, dass man auch die Stängel mitessen kann. 
Oft trockne ich die Spitzen für einen entschlackenden Frühlingstee. Mit Zitronensaft schmeckt mir Brennesseltee besonders gut und manchmal (nicht immer) verändert sich dadurch die Farbe und wird leicht rosa. 


Brennesseln gehören zu den gesündesten Pflanzen!

Hier gibt es einen alten Beitrag dazu und auch einen Brennessel-Sirup. Heute habe ich keinen Sirup angesetzt, sondern einen Spinat aus den gesunden Nesseln gekocht, das geht ganz einfach und ohne Brennen! 



Brennesselspinat

(für ca. 2 - 3 Personen als Hauptspeise)

frische schöne Brennesselblätter und die obersten Spitzen inkl. der zarten Stängel (ich hatte ca. 70 g, eine große Schüssel voll, siehe Foto oben)

etwas Öl
1/2 Lauchstange, klein geschnitten
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 TL Mehl
125 ml Schlagobers / flüssige Sahne
Salz, Pfeffer
Muskat

Die Brennesseln auf Küchenpapier ausbreiten um tierische Bewohner los zu werden, dann in eine große Schüssel geben. An den Stängeln kann man sie meist gefahrlos angreifen! 

Mit reichlich kochendem Wasser übergießen, alle Blätter untertauchen und 1 Minute stehen lassen. Dann in einem Sieb abtropfen lassen und grob schneiden, siehe unten. Man kann sie vor dem Schneiden auch kurz in Eiswasser tauchen.


In einem Topf Lauch und Knoblauch in Öl anschwitzen, nicht Farbe nehmen lassen. Mit Mehl stauben und kurz weiter braten. Die geschnittenen Brennesseln beifügen und mit Obers und einem Schluck Wasser aufgießen. Sehr kurz dünsten und dann mit dem Mixstab mehr oder weniger (ich) fein pürieren. Abschmecken.


Brennesselspinat mit Erdäpfelschmarrn und pochiertem Ei - ein Festessen!

Empfehlung, wenn ihr schöne Brennesseln findet! Natürlich sammelt frau sie so weit als möglich abseits von Straßen und gedüngten Feldern! Ich wasche Wildkräuter daher auch nicht, schüttle sie nur gut aus, um Staub oder Insekten zu entfernen. 



So eine zarte Schönheit! Taubnessel-Blüten sind auch essbar und eine schöne Deko auf Desserts!


Die Walderdbeeren blühen jetzt so zart und fein, Blätter und Blüten passen gut in einen Frühlingstee. Genauso wie die ersten Himbeerblätter. 




Das hier ist Giersch, der oft so üppig in Gärten und an Waldrändern wuchert. Auch aus diesen Blättern kann Spinat und Pesto hergestellt werden. 


Welches sind denn eure liebsten Frühlingswildkräuter nach der Bärlauchzeit?






8 Kommentare:

  1. Liebe Friederike,
    oh ja, das stimmt, diese Kräuter sind so gesund! Ich muss gestehen, aus Brennesseln hab ich noch nichts gekocht ... Giersch haben wir auch im Garten, den mach ich schon mal mit in den Salat, oder als Pesto ....
    Momentan gibt es auch die frischen Triebe vom Liebstöckel, damit werden Süppchen nochmal viel leckerer :O)
    Ich wünsche Dir einen schönen und freundlichen Wochenteiler!
    ♥️ Allerliebste Grüße , Claudia ♥️

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    1. ja, jetzt sprießen natürlich auch die Gartenkräuter wie wild :-)
      Giersch habe ich bis jetzt nur püriert verwendet und nicht im Salat, das muss ich kosten!

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  2. Das ist auch mal eine interessante Lösung;)

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    1. so kann man zB. den Giersch zwar nicht los werden, aber sinnvoll verwenden ;-)

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  3. Brennesselspinat lieben wir sehr, den mochte ich schon als Kind sehr gerne!

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    1. Ich kannte den als Kind gar nicht, erst in den letzten Jahren komme ich drauf, was alles essbar und gut schmeckt!

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  4. Super lecker und gesund. Ich habe keinen bestimmten Namen für dieses Gericht, jetzt weiß ich wie es heißt. Liebe Grüße
    Edyta

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  5. Liebe Friederike,
    Brennesselspinat mögen wir auch - den isst sogar mein Mann, im Gegensatz zu echtem Spinat! Wir wollen am Sonntag mit dem Radel zum Hollerblüten ernten fahren, und dort wachsen erfahrungsgemäß auch Brennnesseln - wenn ja, dann nehmen wir welche mit! Wo Giersch in der freien Natur wächst, weiß ich leider nicht, aber meine Nachbarin hat welchen im Garten und da kriege ich ihn manchmal. Vogelmiere mögen wir auch. Was ich noch nie probiert habe, aber aus einem Buch meiner Mutter kenne: Angeblich schmeckt das Mark von Distelstängeln wie Spargel...
    Herzliche rostrosige Wochenendgrüße
    Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2021/06/museumsdorf-niedersulz.html

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