Donnerstag, 1. November 2018

nachgebacken Wolkenzopf flaumig hoch 3

schwarz-weiß Graffiti in Wien,
Allerheiligen
Den Allerheiligenstriezel von Maria mit dem schönen poetischen Namen Wolkenzopf musste ich nachbacken. Sie hat ihn für die Blogaktion von Genuss in rot-weiß-rot neulich "gestriezelt".

Ich habe unten die halbe Menge für einen Zopf notiert und habe - ich gestehe -  das Rezept vereinfacht, d.h. aus zwei Vorteigen einen gemacht. Mein gemischter Vorteig ist super aufgegangen und auch der Hauptteig reagierte total perfekt. Das einzige, ich würde nächstes Mal doch die doppelte, also "richtige" Menge wie im Originalrezept machen. Denn er war im Nu weg... so flaumig wie der ist...


Wolkenzopf frei nach Maria Mädel vom Land 
(für 1 Zopf)

Vorteig:
62,5 g Mehl gemischt (2/3 Dinkel-, 1/3 Roggenmehl)
75 g kaltes Wasser
0,063 g frische Germ / Hefe, das ist in etwa ein kleines "Reiskorn" (ich habe nicht abgewogen)
(im Original 2 Vorteige mit jeweils 1 Mehlsorte)

Teig:
Vorteig
187,5 g Weizenmehl
25 g Zucker
1 schwacher TL Salz
6,25 g frische Germ / Hefe
50 g kalte Milch
50 g Eidotter (bei mir ca. 3 kleine Dotter)
62,5 g kalte Butter in Würfeln

1 Ei zum Bestreichen
Hagelzucker oder Mandelblättchen zum Bestreuen

Zubereitung:
Die Zutaten für den Vorteig am Vorabend zusammenrühren und zugedeckt bei Zimmertemperatur über Nacht bzw. rd. 12 Stunden stehen lassen.


Am nächsten Tag den "Hauptteig" als kalten Germteig /Hefeteig mit kalten Zutaten zubereiten:
Alle Zutaten mit Ausnahme der Butter verkneten und zum Schluss die Butterwürferl gut einarbeiten.
Den Teig zugedeckt gut aufgehen lassen, meine alte T*pperware Schüssel hat schon gute Dienste geleistet.

Auf der bemehlten Arbeitsplatte den Teig halbieren, jeweils rund schleifen (mit etwas Druck) und  zu einem länglichen Strang rollen. Einen Zweistrang-Zopf flechten (siehe www) bzw. alternativ einen Zopf mit 3 Strängen.


Mein 1. Zweistrang-Zopf... ein bisschen Übung ist noch notwendig. Der Vorteil dieses Zopfes ist, dass er von allen Seiten, auch von unten, geflochten aussieht.

Den Zopf auf ein Backblech + Backpapier legen und zugedeckt noch eine Weile rasten lassen.
Mit Ei bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen.
Dann ab ins kalte Rohr, auf 190/200°C aufdrehen und den Striezel ca. 25 Minuten backen.



Ein sehr tolles Rezept! Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen soo flaumigen Striezel gegessen zu haben! Sagenhaft, er trägt den Namen Wolkenzopf zu Recht! Absolute Empfehlung! 


Am Allerheiligentag konnten wir sogar kurz am Balkon draußen sitzen, wenigstens zum Kaffeetrinken...  wie sieht es bei euch aus?



Kommentare:

  1. Liebe Friederike,
    der sieht ganz super aus, würde ich sofort ein Stück nehmen. Es ist schon wirklich gut mit der Übernachtgare, ich mache es fast nur noch, die Ergebnisse sind in vielen Varianten einfach besser. Den Zopf habe ich bei Maria schon bewundert jetzt muss ich ihn auch unbedingt nachmachen. Liebe Grüße und einen schönen Abend Ingrid

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    1. ja, du hast ganz recht, die Übernachtgare hat was! Man sollte sich wirklich dafür Zeit nehmen!
      Probier den Zopf aus, ich bin neugierig, ob er dir auch so gut gefällt, lg

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  2. Servus Friederike, danke für das Rezept. Morgen Nachmittag backe ich ihn auch. Heute habe ich das herrliche Herbstwetter genossen.
    Lg aus Wien

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    1. schön, die nächste, die ihn bäckt! Vielleicht magst du ihn auf deinem Blog zeigen?
      Ich werde jetzt übers Wochenende den Herbst genießen, lg

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  3. Der fluffig leichte Wolkenzopf ist wirklich ein absoluter Kontrast zu dem Graffiti.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. haha, genau, der Wolf und die Taube sind alles andere als "flauschig"...
      lg

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  4. Mich hat der Zopf auch sehr angelacht, nun auch noch bei dir! Ich werde mir das Rezept unbedingt speichern.

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    1. ich glaube, das ist nun mein ultimatives Striezelrezept, es wird kein besseres "nachkommen"...

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  5. Liebe Friederike,
    der Wolkenzopf sieht wirklich super fluffig aus!
    Ein wunderschönes Wochenende wünsch ich Dir!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  6. So schön, dass du ihn gleich nach gebacken hast, liebe Friederike! Er gehört für mich auch ganz definitiv in die Kategorie "ultimativ" :-)
    Alles Liebe!

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    1. genau, ultimativ! Danke fürs Vorbacken!
      Eine Idee mehr Zucker würde ich beim nächsten Mal vielleicht reintun, lg

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  7. Das Rezept speicher ich mir direkt ab - ich muss ja ehrlich sagen, mir schmeckt selbstgebackener Striezel meist nicht so gut - der ist so schnell trocken :( Aber mit deiner Empfehlung wage ich vielleicht nochmal einen Versuch?!
    Ja heute sollens ja wieder an die 20°C werden ... da rennt wirklich was schief :/

    Alles Liebe nima

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    1. ja, probiere ihn aus und lasse ihn laang gehen. Wenn du einen Striezel lieber süßer magst, gib ein bissl mehr Zucker rein...
      gutes Gelingen! lg

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