Samstag, 25. März 2017

Plov aus Buchara


Buchara, Usbekistan

... liegt so wie Samarkand an der alten Seidenstraße in Zentralasien... das schöne Koch- und Genussbuch "Samarkand" habe ich bei Susanne Magentratzerl gesehen und sofort bestellen müssen! Es enthält wunderschöne Bilder und Rezepte von Aserbaidschan bis Kasachstan... das ist geographisch gesehen eine Strecke von tausenden Kilometern. Karawanen mit Kamelen haben jahrhundertelang Waren durch die Wüste transportiert.


Das Rezept des "Dushanbe Pilaws" (klick) stammt aus diesem Buch bzw. von Susanne nachgekocht und mein Plov (Reisgericht) von heute. Pilaw oder Plov ist das selbe, so eine Reispfanne wird mit meist Zwiebeln und Karotten und oft schichtweise gekocht, meine Freundin D. aus Almaty kocht es genauso wie man es in Dushanbe oder in Buchara macht... Plov ist Nationalgericht in ganz Zentralasien.

Dieses Plov habe ich ein bisschen anders als im Buch zubereitet. Beim Einkaufen sind mir zufällig zwei "Gockelhähnchen" in den Korb geflogen (Info hier). Die Haxln und die Brüste habe ich ausgelöst und aus den Resten eine gut gewürzte Suppe gekocht, die dann gleich zum Aufgießen in das Reisgericht wandert. Die Hendlteile habe ich zuerst angebraten und dann so wie im Originalrezept weiterverwendet.

Plov "Buchara" 
frei nach dem Buch "Samarkand"
(für 4 Pers.)
  • 250 g Basmati-Reis
  • 2 Hühnerbrüste (ich: von 2 kl. Gockelhähnchen die Haxln und Brüste)
  • 3 mittlere Zwiebeln
  • 3 Karotten, 1 gelbe Rübe
  • etwas Öl
  • Salz, Paprikapulver
  • einige Knoblauchzehen nach Geschmack
  • ca. 600 - 700 ml Hühnersuppe (sie soll gut gewürzt sein)
  • Cashewnüsse zum Drüberstreuen
Zuerst den Reis eine zeitlang in kaltem Wasser einweichen und dann gut abspülen. 
Die Hendlbrüste (oder Haxln etc.) von der Haut befreien und in etwas Öl sanft anbraten, mit Salz und Paprikapulver ordentlich würzen und beiseite stellen.



Im selben Topf die Zwiebeln und Karotten glasig braten, eventuell noch Öl dazugeben. 


Dann die vorher angebratenen Hühnerteile drauf legen. 


Den Reis darüber verteilen und beliebig viele Knoblauchzehen im Ganzen in den Reis stecken. 


Mit Suppe aufgießen, so dass die Flüssigkeit 1 cm über dem Reis steht (ich würde nächstes Mal etwas weniger aufgießen). Die Suppe soll gut würzig abgeschmeckt sein, weil das Reisgericht nicht weiter gewürzt wird. 


Ich habe das Plov im Rohr bei 150°C zugedeckt eine gute Stunde gegart, der Reis soll gequollen und die Flüssigkeit aufgesogen haben. 

Das Plov wird auf einer Platte schichtweise angerichtet: zuerst der Reis, darauf das Hühnerfleisch, dann das Gemüse. Zum Schluss kämen gebratene Cashews drüber, auf die habe ich leider total vergessen. 


Fazit: ein sehr geschmackvolles Reisgericht! 

Ich würde nächstes Mal aber lieber wieder den Reis vermischt mit dem Gemüse garen und nur das Fleisch obenauf legen, das sagt mir mehr zu.






Buchara, Usbekistan
nächstes Jahr dann... 

(Bilder von Hr. Fliederbaum)




Kommentare:

  1. Was für ein Supertipp für Ostern! Hab mich auch bei Susanne umgeschaut, jetzt weiß ich wo ich meine Ostereier verstecken werde.

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    1. perfekt, an Ostereier habe ich beim Dushanbe Pilaw gar nicht gedacht ;-)

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  2. Der sieht ja toll aus! Und wenn man Deine Fotos so anschaut, dann möchte man gleich ins Flugzeug steigen....

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    1. ja, gleich hinfliegen... genau jetzt im Frühling ist die ideale Reisezeit, schon im Juni wird es heiß und im Sommer hat es dort an die 40° (deshalb gehen manche Frauen mit Schirm, wie man auf 2 Fotos sehen kann)

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  3. Usbekistan als Urlaubsland habe ich bisher noch nie angedacht. Auch nicht als esstechnisch interessant. Aber du und Susanne, ihr bekehrt mich noch.

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    1. ... und ab April brauchen wir für alle diese Länder kein Visum mehr!

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  4. Original zum ÜBEN Friederike und dann nach Geschmack des Hauses..so mache ich es auch oft.
    mit einem LG vom katerchen

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    1. ja, oft wird ein Gericht beim 2.x anders oder sogar besser... die Reis-Reste habe ich am nächsten Tag dann gebraten und das war auch gut!
      lg

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  5. Liebe Friederike, dieser Post findet meine absolute Zustimmung deshalb, weil die Bilder vom Herrn Fliederbaum sooo schön sind. ;-)
    Buchara war vor vielen Jahren ein angepeiltes Ziel, aber damals
    waren die äußeren Umstände gar nicht ideal - sprich Einreise.
    Kulinarisch kein Anreiz, aber das ist bei mir auch kein Wunder. *g*

    Liebe Grüße
    Elisabetta

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    1. Er war voriges Jahr beruflich in Tashkent und mit ein paar Leuten entschied er spontan, mit dem Nachtzug nach Buchara zu fahren... das alles im Hochsommer bei 40° und wenigstens außerhalb der Touristensaison - darum sieht es auf den Bildern so menschenleer aus...
      Mittlerweile ist Usbekistan touristisch gut erschlossen und auf Touristen eingestellt... also am besten jetzt hinfahren und nicht zu lange damit warten (ich)
      lg

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  6. Schön, die Bilder von Herrn Fliedebaum, liebe Friederike - da krieg ich gleich wieder Fortfahrlust - und das Rezept klingt für mich auch gut. Die Idee mit den Gockelhähnchen gefällt mir übrigens ebenfalls, warum wird das nicht viel öfter so gemacht?
    Alles Liebe und herzliche Rostrosengrüße,
    Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2017/03/namibia-teil-13-endspurt-mit-geparden.html

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