Dienstag, 13. August 2013

die Entdeckung des Sommers: Ribisel-Curd

rosarote Köstlichkeit aus roten Ribiseln/Johannisbeeren

Beim Charlottenblog hab ich DIE kulinarische Entdeckung des Sommers gemacht und kann im Moment nicht genug davon bekommen.
Die Rede ist vom sagenhaft guten Curd aus roten Ribiseln/Johannisbeeren. Es schmeckt milder als manches intensiv säuerliche Lemon-Curd und hat dennoch eine gute angenehme Säure.

Ich hatte glücklicherweise am Wochenende eine kleine Menge dieser sauren Beeren übrig und hab sofort die halbe Menge ausprobiert (und mittlerweile weitere 2x einen ordentlichen Nachschlag hergestellt). Es ist gar keine Hexerei:


Ribisel-Curd (rote Johannisbeeren)


  • 500 g Ribiseln/Johannisbeeren abgerebelt und gewaschen, in einen hohen Topf geben und mit
  • einem Schuss Likör (zB. Cointreau, Limoncello oder auch nur Wasser) und ein 
  • wenig Kristallzucker bestreuen. Einmal unter Rühren aufkochen lassen und zugedeckt ziehen lassen, bis die Beeren weich sind. Dann mit dem Mixstab pürieren und durch ein Sieb in eine Schüssel, die für Wasserbad geeignet ist, streichen. 
  • 140 g Kristallzucker und 
  • 50 g Butter einrühren und im Wasserbad schmelzen.  
  • 2 Eier + 2 Dotter verschlagen und langsam in die rote Flüssigkeit einrühren, mit dem Schneebesen stetig weiterrühren, bis die Masse eindickt. Das Wasserbad dabei aber nicht zu heiß werden lassen, dass die Eier nicht ausflocken. Dann in sterilisierte Gläser oder zum baldigen Verzehr in Schüsselchen füllen. 

In manchen Rezepten wird die kalte Butter zum Schluss stückchenweise dazu gegeben (montiert), aber es gelingt auch so wie hier beschrieben. Manche stellen den Topf auch auf den Herd, aber mir ist die Herstellung im Wasserbad sympathischer und erscheint mir geling-sicherer!

durch ein Sieb streichen und im Wasserbad eindicken lassen

Beim Beerenkochen bleibt bitte beim Herd stehen, nicht, dass es euch so ergeht wie mir beim ersten Mal:

einmal nicht aufgepasst

Mir schmeckt das Curd am besten einfach PUR gelöffelt ohne etwas dazu. Ich könnte mich in der rosa Herrlichkeit derzeit eingraben....



Natürlich könnte man das Curd auch aufs Frühstückskipferl streichen oder eine Biskuittorte füllen oder noch warm als Sauce für Süßspeisen und Eis verwenden... oder einen Vorrat für später anlegen - das kleine Gläschen ist im Moment jedoch meine einzige Ausbeute für kältere Zeiten....

Unbedingte Empfehlung! Probiert es aus, solange es heuer noch Ribiseln gibt!



Kommentare:

  1. Dein Curd sieht ja sowas von lecker aus ... Ich steh mit Curd ja auf dem Kriegsfuß, ich mag ja überhaupt keine Eier oder irgendwas was nach Eiern schmeckt, wie gerne würde ich dass essen können, ich probieres immer wieder, doch wir werden wohl nie Freunde werden ;O)

    Lass es Dir schmecken ;O)

    LG Kerstin

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    1. du könntest vielleicht weniger Eier (nur Eigelb) und darin etwas Stärkemehl einrühren, verwenden?

      (Manche Rezepte tun ja Stärkemehl ins Curd, was aber normalerweise nicht sein muss, die Festigkeit ist mit den Eiern auch gegeben, aber wenn man sie nicht mag...)
      lg

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  2. Oh, ich dachte ich hätte hier gestern schon kommentiert.
    Verschwunden, seufz.

    Also das sieht sehr, sehr schön aus, dein Curd.
    Ich muss erst mal den Schaumribiselkuchen am Wochenende backen, mal sehen ob mir ein paar Früchtchen überlbleiben!

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    1. ja, lass dir ein paar Beerchen übrig fürs Curd, es lohnt sich!
      lg

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    2. Ich hab zwar welche übrig, die aber mit ein paar Brombeeren eingefroren, weil der Schaumkuchen sooo gut ist, darf ich den nächste Woche nochmal backen.
      Aber vielleicht kauf ich noch welche,..hach ich möchte das schon probieren!

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  3. "Ribisel" klingt ja süß, als Wort! Und als Curd schmeckt es offensichtlich auch so. Schöner Tipp. Ich werde ihn weiterleiten. :)

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    1. ja, mach das! Wachsen Ribisel eigentlich auch in Apulien?
      lg

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  4. Das klingt einfach nur wow!
    Ich habe noch Ribisel hier *freu* Wird gleich heute probiert *njamm*

    Ganz lieben Gruß, Michaela

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