Donnerstag, 8. Januar 2026

überbackenes Sauerkraut

 

Blog-Event CCXXV - Aus dem Ofen! (Einsendeschluss 15. Januar 2026) 

"Heizt den Ofen vor und macht es euch gemütlich"... rät uns Nadja von Little Kitchen and more. Sie ist Gastgeberin des aktuellen Blogevents bei Zorra von Kochtopf.me. Gerne mache ich wieder mit und bei den derzeitigen frostigen Temperaturen wärmt ein Gericht aus dem Ofen ganz wunderbar!



Esst ihr gerne Sauerkraut oder verschmäht ihr es, so wie viele? Jetzt kommt nämlich ein richtiger Winter-Auflauf mit gesundem Sauerkraut und Kartoffeln.

Vor einigen Jahren habe ich ihn gerne zubereitet (und nicht verbloggt), dann ist er aber irgendwie in Vergessenheit geraten. Der Auflauf steht und fällt mit dem Geschmack der einzelnen Komponenten und man kann ihn mit Fleisch bzw. Wurst oder fleischlos mit Tofu gestalten, ganz wie ihr wollt. Das Sauerkraut könnte man auch mit weiterem Gemüse, nicht nur mit Karotten, "strecken".

Die Inspiration stammt vom ehemaligen Blog der Wienerin (mit persischen Wurzeln) Parvin Razavi. Die Kochbuchautorin und Haubenköchin führt seit einigen Jahren ein überwiegend vegetarisches Restaurant in Wien. 


Sauerkraut-Kartoffel Auflauf

Zutaten für 1 Ofenform mit ca. 24 - 26 cm

500 g bio Sauerkraut
etwas Pflanzenöl
1 mittelgroße Zwiebel, klein geschnitten
1 Knoblauchzehe, ebenso
1 mittelgroße Karotte, geraspelt
1 TL Zucker
1 EL Mehl
Salz
Pfeffer
1 Lorbeerblatt
etwas Kümmel
getrockneter Thymian
250 ml Apfelsaft

vom Sauerkraut wird nicht alles benötigt

500 g Kartoffeln, eine mehlig kochende Sorte
250 ml Milch
1 EL Butter
Salz
geriebene Muskatnuss
1 EL fein geriebener Hartkäse

100 - 150 g Leberkäse oder Geselchtes, Wurst, Tofu etc.
2 EL Semmelbrösel zum Bestreuen

Zubereitung:

Das Sauerkraut wie gewohnt zubereiten, was bereits am Vortag erledigt werden kann bzw. ist das Gericht eine gute Resteverwertung von übrig gebliebenem Sauerkraut.

Wer will, spült das rohe Sauerkraut in einem Sieb mit kaltem Wasser ab, wenn es zu säuerlich ist - mir ist es mild auch lieber...

Zwiebel, Knofel und Karotte in Öl anschwitzen, den Zucker beifügen und leicht karamellisieren lassen. Mit Mehl stauben, dann das Sauerkraut und die Gewürze dazu geben und mit Apfelsaft ablöschen. Wasser nach Bedarf beifügen und das Sauerkraut köcheln lassen, bis es weich ist. Abschmecken.

Für das Kartoffelpüree bzw. den Stampf die Erdäpfel kochen und noch heiß schälen. In einem Topf mit der erhitzten Milch und Butter stampfen und würzen. Dann den Käse einrühren.

Den Leberkäse bzw. das geselchte Fleisch, Wurst oder Tofu in Würfel schneiden - ich habe einen Puten-Leberkäse verwendet.

Das Backrohr auf 190°C vorheizen.
In eine Ofenform (meine ist oval und 26 cm lang) kommt unten eine beliebig dicke Schicht Sauerkraut, darauf der Leberkäse o.a. und alles wird mit dem Kartoffelstampf bedeckt und glatt verstrichen. Jetzt noch Semmelbrösel darüber streuen und den Auflauf im Ofen etwa 40 Minuten goldgelb überbacken. 



So einfach und so gut!


Wer meint, man könnte doch das Sauerkraut, den Erdäpfelstampf und in der Pfanne gebratenen Leberkäse einfach so auf Teller anrichten, hat natürlich recht... 😉 

Nur gibt ein überbackener Auflauf schon allein optisch und auch geschmacklich mehr her, oder? Und vielleicht lassen sich diejenigen, die Sauerkraut nicht so lieben, vom Auflauf überlisten?

Liebe Grüße aus Wien




Donnerstag, 1. Januar 2026

Foodblogbilanz 2025

 


Weiße Weihnachten und auch Schnee zu Silvester hatten wir hier schon Jahre nicht mehr. Zumindest wettermäßig hat das Jahr 2025 im Osten von Österreich somit wunschgemäß geendet.


Zeit Bilanz zu ziehen und wie jedes Jahr habe ich den Start der Foodblogbilanz des abgelaufenen Jahres auch diesmal wieder verpasst und schicke meinen Beitrag eben jetzt im neuen Jahr.



#Foodblogbilanz2025 - die Fragen
gesammelt von Sabrina & Steffen, danke herzlich dafür!



1. Was war 2025 dein erfolgreichster Blogartikel?



Es war der nigerianische Rindfleischtopf, der die meisten Klicks bekommen hat. Beef Stew geht offenbar nicht nur bei uns immer! Die gebratenen Kochbananen fanden wir dabei das i-Tüpfelchen.


Die Beiträge zu diversen Blogevents sind bei mir sowieso immer die erfolgreichsten, was die Anzahl an Kommentaren und Klicks angeht. Bei anderen Posts wird kaum einmal kommentiert, außer vielleicht von Bloggerinnen, mit denen man schon länger verbunden ist (und bei denen man selbst auch kommentiert).




2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?



Solche bunten veggie Teller (nicht Bowls) mit verschiedenen Komponenten wie dieser mit den Hirse-Buchweizen-Laibchen, etwas Rohkost, Dip, Kartoffeln etc. mag ich wahnsinnig gerne. Nicht nur, weil sie gesund und (hoffentlich) ausgewogen sind, sondern weil auch das schöne Anrichten beim Genuss mitspielt.... und das macht mir immer mehr Spaß (ich weiß, hier ist noch Luft nach oben...). 😉



Das mehr oder weniger gefällige Anrichten ist auch bei diesem syrischen Nudel-Linsengericht nicht unwichtig. Mich hat dieses lauwarme Gericht sehr positiv überrascht und wir hatten es einige Male. Das Nachdenken über die Lebenssituation und Mentalität der syrischen Mitbewohner im Land hat mich ebenfalls beschäftigt.



Ciceri e tria, die Kichererbsensuppe mit Pasta aus Apulien hat uns wieder zum Träumen gebracht an unsere schönen Reisen in den Süden Italiens, die auch schon wieder etliche Jahre her sind. Bei dieser traditionellen Suppe zeigt sich wie so oft, wie viel man aus einfachen Zutaten, die aber top sind, herausholen kann...


Jetzt beim Schreiben fällt mir gerade auf, dass die Gerichte, die mir 2025 am meisten bedeutet haben, zufällig vegetarisch und vegan sind. Wir essen weiterhin gerne Fleisch und Fisch, aber nicht oft und wenn, dann aus möglichst artgerechter Haltung. Die veggie Küche lag mir aber heuer sehr am Herzen, auch deshalb, weil ich mit Krafttraining begonnen habe und so viel für einen gesunden Geist und Körper tun kann.



3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?


Nur drei Kochblogs? Na gut...

Was das Erdenken und schöne Anrichten von veggie Tellern (siehe Pkt. 2) angeht, so machte das kaum jemand fantasievoller als Micha. Die schönsten Beiträge und Zöpfe flocht Maria. Die herrlichsten Cremetorten buk Zorra dieses Jahr. Nicht nur asiatisches Essen zeigte Susi am authentischsten, teils italienisch geprägte Gerichte gab es bei Daniela und herrliche Menüs für Gäste bei Bine

Uups, das sind schon mehr als drei... und mir würden noch weitere schöne Kochblogs einfallen, Blogs zu anderen Themen auch...



4. Welches der Rezepte, die du 2025 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?



Dieses Jahr musste es oft schnell gehen, da wir so "nebenbei" wegen unserer Hausrenovierungs-Baustelle mit vielen Erledigungen und Terminen beschäftigt waren.

Das Blitzgericht Chinakohl süß-sauer-scharf kam mir da sehr entgehen, es ist im Nu fertig, sehr gesund und schmeckt! Man will ja auch nicht immer nur ein schnelles Käsebrot essen, oder? 



Auch der spanische Ofenkürbis mit einer Sauce aus Zwiebeln, Tomaten und Oliven ist so ein schnelles und hervorragendes Gericht. Wir genossen es zuletzt öfter und auch in anderen Varianten mit zB. Süßkartoffeln. 


Und wieder sind die bevorzugten Gerichte, die ich am häufigsten gekocht habe, zufällig vegan... 😋 Man kann sagen, dass meine Alltagsküche zumindest vegetarisch ist.




5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2025 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

Es gab nicht wirklich ein Koch- oder Blog-Problem. Gut, das Strudelteig-Ausziehen kann ich immer noch nicht wirklich, aber ich hatte 2025 auch keine Lust Muße zum Üben.


Uns haben auf der Hausrenovierungs-Baustelle (unseres Zweitwohnsitzes) andere Herausforderungen beschäftigt, zB. die Küche neu zu gestalten.

Dabei haben wir uns entschlossen, die 30 Jahre alten Küchenmöbel meiner Mutter doch zu behalten und neu anzuordnen - nicht nur aus Kostengründen, sondern weil sie eigentlich eh noch ok. waren und es nachhaltig ist! Die Küchenfirma im Ort hat uns mit Ergänzungen, neuer Arbeitsplatte und Geräten versorgt und die Küche neu aufgestellt.

Wollt ihr vorher-nachher Bilder (der selben Wand) sehen?


die Küche meiner (verstorbenen) Mutter auf einem alten Foto


zu Jahresbeginn 2025 ausgeräumt und die Möbel in der Garage gelagert


Wände sind zum Niederreißen da... 😧


geputzt

neu aufgestellt

die Rückwand gefliest

 

Alles ist gut! Mittlerweile haben wir uns eingelebt (auch wenn wir nicht ständig hier wohnen) und sind sehr glücklich mit der neuen-alten Küche!

Besonders freut es mich, dass der Küchentisch meiner Oma aus den 1950-ern jetzt frisch gestrichen wurde. Er steht da wie fast neu, oder? 😉 
Ich liebe es, hier in der Morgensonne zu frühstücken und ihn vor allem als große und strapazierfähige Arbeitsfläche beim Kochen und Backen zu nutzen. Als erstes sind die Käse-Salzstangerl von neulich auf diesem Tisch entstanden... 



6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres
welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?



Sehr interessant fand ich die TCM-Kraftsuppe, wo die Zutaten stundenlang langsam ausgekocht werden. Dadurch geben sie ihre Inhaltsstoffe und Energie an die Suppe ab, die in der TCM als "Medizin" bezeichnet wird. Nicht immer koche ich eine klare Suppe auf diese Weise, aber sie schmeckt schon viel gehaltvoller als eine schnelle Suppe, finde ich.



7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher*innen auf deinen Blog gekommen sind?

Leider finde ich bei Blogger keine Suchbegriffe.




8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2026?

Ach, ich glaube, wir (Hobby-) Blogger*innen wünschen uns im Grunde alle das gleiche - mehr Klicks und Kommentare, weiterhin Freude am Bloggen und den Austausch untereinander! Lassen wir uns von kommerziellen Seiten mit penetranter Werbung nicht zu sehr irritieren...

Ich hoffe, dass die Blogs, die ich gerne verfolge, nicht sang- und klanglos verschwinden, wie so viele. Sigrid hat mit Jahresende ihren Vollwert-Blog leider geschlossen und hat dies in einem letzten Post angekündigt - so etwas gefällt mir, auch wenn ich sie vermissen werde!



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Auf solche "Glücksfische" zu Neujahr freue ich mich immer, auch wenn es sich "nur" um dicke Biskotten bzw. Löffelbiskuits in Fischform handelt. Sie schmecken einmal im Jahr zum Sekt oder zum Orangensaft richtig gut und man muss sie vom Schwanz weg essen, damit einem im neuen Jahr das "Glück nicht wegschwimmt"... 

So wünsche ich euch viele Glücksfische im neuen Jahr!






Mittwoch, 31. Dezember 2025

Käse-Salzstangerl für Silvester


Foto vom Vorjahr

Heute zu Silvester werden wir wohl auf ein outdoor Feuerchen im Feuerkorb verzichten müssen... es ist einfach viel zu stürmisch und frostig draußen und unsere weihnachtlichen Erkältungen sind erst zu kurz abgeklungen.

So habe ich heute nur die Silvester-Gulaschsuppe (klick, unten) angesetzt, denn die gehört für mich zum Jahreswechsel schon dazu. An diesem Tag mag ich sie am liebsten. Diesmal gibt es auch selbst gemachte Käse-Salzstangerln dazu, so wie sie im Burgenland, im äußersten Osten Österreichs, üblich sind (Salzstangerl mit grobem Salz und Kümmel bestreut sind ja sowieso im ganzen Land beliebt...). 😋


Habt ihr auch besondere Vorlieben für den Jahreswechsel?




Salzstangerl mit Käse aus dem Südburgenland


Zubereitung:

Die Zutaten für 8, 16 oder 32 Salzstangerl, je nach dem, wie viel ihr backen wollt, bereit stellen, sie sollen alle mindestens Zimmertemperatur haben.
Ich habe Hartweizen-Brotmehl und Dinkelmehl zu gleichen Teilen verwendet. Beim grob geriebenen Käse für obenauf nehmt einen Hartkäse nach Belieben, zB. Emmentaler oder Bergkäse.

  • Die gesamte Milch lauwarm erwärmen. Die Hälfte davon in einer Schüssel mit Zucker und Germ bzw. Hefe verrühren und diesen Vorteig anspringen lassen. In der restlichen Milch die Butter weich werden lassen.
  • Aus allen Zutaten inkl. des Vorteiges einen geschmeidigen Teig kneten und zugedeckt einmal aufgehen lassen.
  • Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche in 8 Teile teilen (bzw. 16 oder 32 Teile je nach Zutatenmenge) und jeweils rund schleifen. Etwa 20 Minuten entspannen lassen, dann einzeln ausrollen und formen:



  • Jeweils zungenförmig rel. dünn ausrollen, dann von unten STRAFF einrollen und dabei von oben ziehen. Der Teig ist unkompliziert und lässt alles mit sich machen...
  • Die geformten Stangerl auf ein Backblech legen, waagrecht ein bisschen auseinanderziehen und die Enden ein wenig zusammendrücken. Mit Eidotter-Milchgemisch bestreichen und mit Käse bestreuen.
  • Ich schiebe dann das Blech in den KALTEN Ofen und schalte ihn auf 200°C ein. So hat da Gebäck noch Zeit zum "Ruhen".
  • Backzeit insgesamt rd. 20 Minuten, bis die Stangerl goldbraun, aber nicht zu dunkel (wegen dem Käse) sind.
 




Die herrlichen und unkomplizierten Käse-Salzstangerl wird es bei uns auch im nächsten Jahr wieder geben! Der Teig ist wie gesagt total unkompliziert und es ist eine Freude, ihn zu bearbeiten.

Im Burgenland dürfen solche Stangerl ja (angeblich) bei keiner Feier fehlen, man isst sie gerne "zwischendurch" als Snack, zum Wein und zur Bohnen- oder Gulaschsuppe, so wie wir heute.



"Aufgedeckt"
(unbezahlte Werbung)

Das Rezept stammt aus diesem burgenländisch-pannonischen Koch- und Gartenbuch der Journalistin Martina Parker.

Sie ist vor allem mit ihren "Gartenkrimis" bekannt geworden, 5 Bände gibt es bisher und sie werden jetzt auch verfilmt. Darin bauen die Frauen des (fiktiven) "Clubs der grünen Daumen" Gemüse an, tauschen Rezepte aus und klären (nebenbei) Mordfälle auf. Die teils urige burgenländische Mundart, witzige und lebendige Dialoge und viel Lokalkolorit machen den Erfolg der Bücher aus.

Das Kochbuch oben ist so etwas wie eine liebevolle Zusammenfassung der Gartentipps und Rezepte aus den Krimis - ergänzt durch persönliche Erinnerungen, wie es sich früher in den burgenländischen Dörfern gelebt hat.


Zu Silvester steht im Burgenland, wie in ganz Österreich, das gemeinsame Feiern, das Verschenken von Glücksbringern und das Hören des Donauwalzers um Mitternacht im Vordergrund (KI weiß alles...).💖 


So wünsche ich allen, die hier mitlesen, einen guten Rutsch in ein wunderschönes und gesundes neues Jahr!




Sonntag, 21. Dezember 2025

Adventgrüße (Fotofragezeichen)

 

im Winterwald im Advent


Die Fotofragezeichen der 51. Woche bei Andrea, der "Zitronenfalterin" lauten:

Frage 1: Wo / Wie hast du diese Woche Entspannung gefunden?
Frage 2: Welche Kleinigkeit darf für dich im Advent nicht fehlen?

Die beiden Fragen passen diese Woche total gut zusammen! 



Ein bisschen Waldarbeit mussten (oder eher durften) wir Anfang der Woche erledigen - für mich ist das Entspannung pur und Krafttanken in der frischen Waldluft. Na gut, junge Bäume zu setzen ist auch ein bisschen anstrengend und nachher spürt man, dass man was getan hat... Aber der Aufenthalt unter Bäumen macht den Aufwand wieder wett.😁



Gebacken wurde auch: schnelle Lebkuchenschnitten wie hier, aber diesmal in einer leicht orangen Version mit getrockneten Marillen bzw. Aprikosen im Teig. Statt rotem Punsch habe ich "Marille Bitter" aus der Wachau verwendet, der eigentlich ein Aperitif mit leichtem Bittergeschmack und wenig Alkoholgehalt ist (unbezahlte Werbung). Er ist leuchtend orange, nur der Zucker in der Glasur machte ihn farbloser.
Habt ihr Keks gebacken? Sehr gerne würde ich noch meine bewährten Vanillekipferl und die Hasenpfoten backen, aber die Zeit läuft...


Denn auch das Krafttraining ruft, ich liebe es und finde auch hier Entspannung (neben der Anstrengung, das eine schließt das andere nicht aus). 



An Deko darf bei mir das frivole Christkind im Advent und über Weihnachten nicht fehlen. Auch der leuchtende Stern am Fenster bleibt nun bis lang nach dem Jahreswechsel.


Stephansplatz


Es gehört für uns in der Vorweihnachtszeit auch dazu, dass wir uns mindestens einmal ins Getümmel eines Christkindlmarktes in Wien werfen... Trotz der Menschenmassen (Wien ist derzeit wieder echt gut besucht) genieße ich das Flair im Advent und meine stimmungsvoll beleuchtete Heimatstadt.





Einmal im Jahr muss es ein Hot Aperol sein, er schmeckt mit der Schlagobershaube besonders süffig...



Apropos Haube... Pudelhauben aka Mützen gibt es hier auch... ich mag Stirnbänder lieber.





gefilzte Schafe, soo süß...


wie auch die Hl. 3 Könige als Zinnfiguren mit Holzbauch 😄



Maren, ich vergebe für die Christkindlmärkte Stephansplatz, Freyung und Am Hof in Wien die volle Punkteanzahl! 😂 (Marens Weihnachtsmarkt-Challenge mit eher strenger Punktevergabe läuft noch). Und der Glühwein schmeckte bei uns auch wieder exzellent...


Andrea, danke für die netten wöchentlichen Fotofragezeichen, ich hoffe, es geht im neuen Jahr mit einer neuen Blogaktion weiter!


Alles Liebe aus Wien!





Mittwoch, 3. Dezember 2025

Ofenkürbis und spanische Oliven

 


Die Flagge von Spanien mit ihrem leuchtenden Rot und dem dunklem Gelb (oder Gold) erinnert an Kürbis im Herbst und rote Zwiebeln... 💛


(unbezahlte Werbung)


Für das Dauerblogevent "die kulinarische Weltreise" von Volker ist mir in diesem Kochbuch von Katharina Seiser und Margit Kunzke ein herbstliches Gericht in genau den Farben von Spanien aufgefallen... 


Das Kochbuch ist wie alle aus dieser Reihe der "vegetarischen Länderküche" (bisher Österreich, Italien, Deutschland, Türkei, USA) von Herausgeberin Katharina Seiser in die vier Jahreszeiten sowie das Kapitel Jederzeit gegliedert. Das je nach Saison, also wann die Hauptzutaten in Mitteleuropa frisch verfügbar sind.

Die spanische Küche hat ja den Ruf, eher eine Fleisch- und Fischküche zu sein, und doch haben vegetarische Speisen eine lange Geschichte und Tradition. Die rund 150 Rezepte für Tapas und Vorspeisen, Salate und Suppen, Gemüse und Hauptgerichte, Reisgerichte, Süßes und Desserts und für die Vorratskammer in dem Kochbuch zeigen eine schöne Vielfalt.



Ofenkürbis mit roten Zwiebeln und Oliven vegan

Zutaten für 2 Pers. als Hauptspeise:

1/2 Hokkaido Kürbis mit Schale, entkernt und geputzt
einige EL Olivenöl
Salz

2 mittel- bis große Tropea Zwiebeln (ich) oder 250 g kleine Schalotten
1 Glas kräftiger spanischer Rotwein
1 Spritzer Sherryessig oder Balsamico (im Original 25 ml, das wäre mir zuviel Säure)
ca. 200 g oder mehr Tomatenpolpa (im Sommer 1-2 frische Paradeiser, gerieben, sodass die Schale zurück bleibt)

Gewürze:
4 Pimentkörner, gemörsert
schwarzer Pfeffer
1 MSp. Kreuzkümmel
1 Zweig frischer Rosmarin
1 Lorbeerblatt
Salz
Chili
optional 1 Prise Zucker

reichlich schwarze spanische Oliven, wenn möglich ohne Kern, Menge nach Belieben

Zubereitung:

  • Den Kürbis in mundgerechte Stücke schneiden, mit Öl und Salz vermischt auf einem Backblech im Ofen bei 190°C ca. 30/40 Minuten ofengaren. Gegen Schluss die Temperatur noch einmal höher schalten.
  • Große Zwiebeln längs in Segmente schneiden bzw. die Schalotten, wenn sie klein sind, eher ganz lassen oder nur halbieren.

  • Olivenöl in einer großen Pfanne (in der alles Platz hat) erhitzen und die Zwiebeln einige Minuten glasig braten, ohne viel Farbe nehmen zu lassen. Die Gewürze kurz mitbraten, dann mit Rotwein und Essig ablöschen.
  • Das Tomatenpüree beifügen. Ich habe 300 g für mehr Sauce verwendet.
  • Das Gericht ungefähr 10 Minuten bei geringer Hitze sanft köcheln lassen, bis die Zwiebeln rel. weich sind und die Sauce ein wenig einzudicken beginnt.

  • Die Kürbisstücke und beliebig viele Oliven darunter mischen und das Gericht noch ein wenig durchziehen lassen. Rosmarin und Lorbeerblatt dann entfernen.
  • In tiefe Teller mit Couscous und/oder spanischem Brot oder Baguette (zum Auftunken der Sauce) anrichten.


Wir waren begeistert, ich fand die Zwiebeln mit der Gewürzmischung besonders harmonisch! Alle Zutaten sind perfekt aufeinander abgestimmt -- der mild-süßliche Kürbis, die würzige Zwiebel-Tomatensauce und die salzigen Oliven!

Übrigens, Süßkartoffeln statt Kürbis funktionieren auch!


Es ist ein feines Blitzgericht, denn in der Zeit, die der Kürbis im Backrohr braucht, sind die Zwiebeln locker fertig und ein Couscous ginge sich auch aus. Wir hatten ein mediterranes Brot dazu, mit dem sich die letzten Saucenreste gut auftunken ließen. 

Das Originalrezept heißt Calabaza asada con chalotas y aceitunas negras, also gebratener Kürbis mit Schalotten und schwarzen Oliven. Es werden die Kürbisstücke in Mehl gewendet und extra in einer Pfanne gebraten, mir gefiel die Ofenversion besser. 



verlinkt mit dem Dauerblogevent von Volker mampft


Linkliste
:

Britta von Brittas Kochbuch mit Polbo á feira o Pulpo a la gallega - Tintenfisch auf galicische Art 

Friederike von Fliederbaum mit Ofenkürbis mit roten Zwiebeln und schwarzen Oliven 

Wilma von Pane-Bistecca mit Gazpacho Andaluz 

Wilma von Pane-Bistecca mit Geroestete Oliven mit wuerzigen Brotbroeseln 

Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Leche frita - gebackene Puddingwürfel 

Wilma von Pane-Bistecca mit Spanische Sardinen auf Tomatensauce 

Jenny von Jenny is baking mit Blätterteigtaschen mit Kürbismarmelade hojaldre de cabello de angel 

Wilma von Pane-Bistecca mit Spanische Brot Kroketten 

petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Truchas a la Navarra - Forellen nach Art von Navarra 

Wilma von Pane-Bistecca mit Patatas Bravas con Chorizo 

Regina von Bistroglobal mit Polverones 

Wilma von pane-Bistecca mit Gambas al Ajillo 

Wilma von pane-Bistecca mit Croquetas Españolas 

Simone von zimtkringel mit Empanada gallega