Sonntag, 7. Juli 2024

Roosterkoek und Chakalaka

 


Volker schickt uns mit seiner "kulinarischen Weltreise" im Juli nach Südafrika. Das bedeutet vor allem, sich mit dem vorgegebenen Land zu beschäftigen, ein landestypisches Rezept zu finden und zuzubereiten. Ich mache sehr gerne mit und habe so schon mehrere weit entfernte Länder virtuell kennen gelernt - zum Beispiel Äthiopien, Peru, Bangladesh, Afghanistan, Grönland etc. 

In Südafrika wird offenbar gerne in geselliger Runde gegrillt. BRAAI ist der Ausdruck dafür, er bedeutet braten oder grillen und ist gleichzeitig eine Lebenseinstellung. Ich war nie dort, aber das gefällt mir sehr... 😊



Roosterkoek - südafrikanisches Grillbrot
nach Jamie Oliver

Zutaten für ca. 20 kleine Weckerl / Brötchen:

500 g Mehl (ich: Weizen- + Dinkelvollkornmehl gemischt)
1/2 TL Salz
1/2 TL Zucker
1 P. Trockengerm / Hefe
30 g kalte Butter in kl. Würfeln
300 ml lauwarmes Wasser

Zubereitung:

Die trockenen Zutaten Mehl, Salz, Zucker und Germ vermischen und die Butterwürferl mit den Händen einarbeiten ("verbröseln"). Dann das Wasser zugeben und den Teig kneten, bis er geschmeidig ist und sich vom Schüsselboden löst. 

Den Teig zugedeckt aufgehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. Dann nochmals kurz verkneten und auf einer bemehlten Fläche rel. dick (2 cm) ausrollen. Mit einer Teigkarte in beliebig viele Stücke schneiden - sie können auch unregelmäßig sein und nicht immer exakt rechteckig. Die Teile mit Mehl bestäuben und zugedeckt 10 Minuten entspannen lassen.

Die Teilchen auf dem Grill backen oder wie ich im Backrohr auf einem Backblech bei 200°C ca. 20 Minuten, bis sie gebräunt sind. 


Laut Originalrezept werden aus der doppelten Teigmenge interessanterweise nur 6 Grillbrote, die müssen dann aber ziemlich groß sein... (?) Meist sieht man im www aber kleine Weckerl bzw. Brötchen und genauso habe ich sie gemacht. Frisch schmeckt das Grillgebäck am besten, aber es lässt sich auch gut einfrieren und aufbacken bzw. toasten. Es passt sehr gut zu allerlei Gegrilltem und zu


Chakalaka - südafrikanischer Gemüsetopf

Zutaten für 1 gr. Topf:

etwas Pflanzenöl
1 große oder 2 mittlere Zwiebeln
1 oder mehr Knoblauchzehen je nach Belieben
nussgroß Ingwer
ca. 150 g Karotten
1 Selleriestange
1 rote oder gelbe Paprikaschote
ca. 2 EL Chakalaka-Gewürzmischung (siehe unten)
1/2 Glas Weißwein

Salz
1/2 TL Zucker
optional etwas Chili

1 große Dose weiße Bohnen, abgespült, abgetropft
1 Handvoll TK Erbsen
2 Dosen stückige Tomaten

Zubereitung:

Die Zwiebeln würfelig, Knofel und Ingwer klein schneiden. Die Karotten je nach Dicke in Würfel oder Halbmonde, Sellerie ringelig und den Paprika in Streifen oder wie jede will schneiden.

Zwiebel in etwas Öl glasig braten, mit Salz und Zucker würzen und ein bisschen karamellisieren lassen. Das restliche Gemüse dazugeben und kurz mitbraten. Die Gewürzmischung einrühren und mit Weißwein ablöschen. Eine Dose Tomaten beifügen und sanft köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. 

Zum Schluss kommen die Bohnen, die Erbsen und die 2. Tomatendose dazu. Das Gericht noch eine zeitlang ziehen lassen, damit sich die Aromen gut verbinden können. Abschmecken und anrichten. 


Die Kombi uns sehr gut geschmeckt! Chakalaka kann ein Hauptgericht mit Reis und Brot sein oder - genauso wie das Grillbrot - eine gemüsige-saucige Beilage zu Gegrilltem. Das Brot fanden wir ein perfekte Ergänzung zum Chakalaka mit Reis, es mildert die würzige Schärfe gut ab. Empfehlung!


(unbezahlte Werbung)

Bei Sonnentor habe ich diese Gewürzmischung für Chakalaka entdeckt. Sie enthält u.a. Paprika, Kurkuma, Koriander, Kardamom, Zimt, Nelken und schmeckt sehr gut würzig mit ein bisschen einer süßlichen Note. 

Die meisten Rezepte verwenden eine Dose baked beans für Chakalaka - ich hatte noch eine Dose weiße Bohnen im Vorrat und habe zusätzlich mehr stückige Tomaten verwendet. Alles ist gut!

Der Ausdruck Chakalaka kann offenbar auch zweideutig angewendet werden... 😉



Linkliste der kulinarischen Weltreise:

(wird ergänzt)


Britta von Brittas Kochbuch mit Chakalaka 2.1 






8 Kommentare:

  1. Guten Morgen Friederike, das sieht wirklich lecker aus und die Zutaten sind gar nicht so exotisch. Bis auf die Gewürzmischung vielleicht. Zimt kommt bei uns ja sonst eher selten in Gemüsegerichten vor, das macht es interessant.
    Einen schönen Wochenbeginn wünsche ich Dir. Liebe Grüße Tina

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    1. Ich mag Zimt in herzhaften Gerichten sehr gerne, auch zB. im griechischen Mussaka ist es drin, mmhhh :-))
      lg

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  2. Liebe Friederike,
    das sieht ja lecker aus! Danke für die tollen Rezepte!
    Hab eine eine schöne neue Woche!
    ♥Allerliebste Grüße, Claudia♥

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  3. Liebe Friederike,vielen Dank für deinen Kommentar bei mir am Blog.
    So ein Zufall war ich doch letzte Woche bei Sonnentor und habe mir dasselbe Gewürz gekauft. Ich koche gerne mit Linsen und Bohnen so dachte ich mir das Gewürz passt sicher gut zu meinen Eiweiß-Lieferanten.
    Schön dein Rezept, das werde ich doch gleich mal nachkochen.
    Liebe Grüße Edith

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    1. Haha, wirklich ein netter Zufall, dass du dieses Gewürz gekauft hast. Achtung mit zusätzlichem Chili, da es in der Mischung auch drin ist...
      lg

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  4. Den Ausdruck Chakalaka kenne ich, aber ich wusste auch, dass es ein Gericht ist - aus irgendeiner Kochsendung (ich glaub, Motsi Mabuse hat es gekocht...). Das Rezept hört sich gut an, vor allem braucht man, außer dem Gewürz, keine großartig "exotischen" Sachen. Danke dafür!
    Auch die Grillsemmeln sehen lecker aus!
    Liebe Grüße, Maren

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  5. Dein Chakalaka klingt auch sehr lecker und die Gewürzpackung von Sonnentor mit den kochenden Erdmännchen ist ja allerliebst. Nur dafür würde sich ein Kauf lohnen!! :-)

    Und die Weckerl sehen einfach zum Anbeißen aus. Die hätten mir zu unserem Chakalaka auch geschmeckt.

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