Sonntag, 5. Januar 2014

B´soffener Kapuziner im Winter

warmes und wärmendes Dessert im Winter

Jüngst beim "Plachutta" in Wien-Hietzing habe ich nach dem obligaten Tafelspitz ein wunderbares, winterliches, warmes und geschmacklich sehr rundes Dessert genossen. Es passte so perfekt zu dem schönen Abend mit ganz lieben Leuten. Später kam mir der Gedanke ich hab doch irgendwo das Plachutta-Kochbuch "Die gute Küche" herumstehen... 

So ging ich zu Hause auf die Suche nach diesem "österreichischen Jahrhundert"-Kochbuch, das ich  - warum auch immer - bisher selten bis nie in die Hand genommen hatte. Und freute mich, denn der "B´soffene Kapuziner" ist im Kochbuch genau so beschrieben (und schmeckt auch so), wie ich ihn vom Restaurant in Erinnerung hatte! In das Kochbuch sollte ich öfter einmal reinschauen!


B´soffener Kapuziner
(nach Plachutta) 

(für 6 Personen)

Vorbereitung:

  • Entweder eine "Auflaufform" (wie im Kochbuch beschrieben) oder besser 6 kleine Förmchen (zB. Kaffeetassen) mit flüssiger Butter ausstreichen und mit Mehl bestäuben. 
  • Das Backrohr auf 180°C Ober-Unterhitze vorheizen und 
  • eine große backofenfeste Form mit Wasser für das Wasserbad, in dem die 6 Förmchen gut Platz haben, bereitstellen.


Teig für die "Törtchen":

  • 4 Eiklar mit 
  • 1 Prise Salz zu steifem Schnee schlagen und dabei 
  • 70 g Kristallzucker einrieseln lassen, beiseite stellen. 
  • 70 g weiche Butter schaumig schlagen und 
  • 4 Eidotter nach und nach einrühren, dann die restlichen Zutaten untermischen:
  • Vanillezucker und Zitronenschale (ich: abgeriebene Schale einer Bio-Orange),
  • 40 g geriebene dunkle Schokolade,
  • 70 g geriebene Haselnüsse und 
  • 60 g Semmelbrösel (Paniermehl), zum Schluss den Eischnee vorsichtig unterheben. 
Die Masse höchstens halb bis 2/3 hoch in die Förmchen verteilen und im Wasserbad im Rohr ca. 30-35 Minuten backen.


Wein (Überguss): 
  • 1/2 l Rotwein mit 
  • 80 g Kristallzucker nach Geschmack (ich habe weniger genommen und den Saft der Orange auch dazu gegeben),
  • 1 Zimtrinde und 2 Nelken erhitzen und ziehen lassen.

Vollendung:
Die warmen Törtchen stürzen (bzw. aufwärmen, wenn ihr sie früher gebacken habt) und kurz vor dem Servieren portionsweise mit einem Löffel mit dem mittelheißen Wein übergießen, sie saugen sich rasch voll. Da die gebackene Masse eher hell ist, färbt erst der Rotwein die Törtchen so dunkel - das war mein heutiges Aha-Erlebnis ;-) 

Unbedingt gehört geschlagenes Obers drauf und ein paar Schokospäne.


Restaurant Plachutta in Wien-Hietzing weihnachtlich geschmückt

Empfehlung (Dessert und Restaurant) !!


Kommentare:

  1. Das Rezept gefällt mir, das mache ich bestimmt demnächst nach! Es erinnert mich ein bisschen an die "self-saucing puddings", über die ich in englischsprachigen Blogs derzeit ständig stolpere: gebackener Teig mit viel Sauce. Genau mein Ding.

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    1. schön!!
      mit Glühwein getränkte "besoffene" Törtchen gibt es bei uns häufig, meist mit Weißwein und dann heißen sie besoffene Liesl/ Hansl...
      lg

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  2. Liebe Friederike,
    das klingt super lecker! danke für das Rezept :O)
    Ich wünsch Dir einen guten Start in die neue Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  3. Das hört sich wirklich superlecker an und schaut auch gut aus. Danke dass du das Rezept mit uns teilst.

    Liebe Grüssle

    Nova

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    1. danke, mit einem spanischen oder kanarischen (sagt man so?) Rotwein schmeckt es sicher auch gut ;-)

      lg

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  4. Hmm was für ein Leckerchen, das KB steht auch in meiner Küche herum, dass sollte Ich mal hervorziehen ;)

    LG Kerstin

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    1. es ist tatsächlich ein "Leckerchen"!!
      und ich war überrascht, wie einfach es herzustellen ist,
      lg

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  5. Jö, beim Plachutta möchte ich auch unbedingt einmal essen. Warst Du schon öfter dort?

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    1. ja, immer wieder, früher auf Einladung der Schwiegereltern, jetzt nur zu besonderen Anlässen..
      den berühmten Tafelspitz mit allem drum und dran kann ich dir sehr empfehlen, siehe auch
      http://fliederbaum.blogspot.co.at/p/lokaltipps.html
      (Beim Grünspan wird glaub ich der Tafelspitz genauso serviert.)
      lg

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  6. Sieht sehr einladend aus und schmeckt sicher gut.
    Da frage ich mich gleich, warum komme ich selbst nie auf die Idee, so etwas leckeres zu machen.
    Aber heut habe ich Hinweis bekommen. Danke.

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    1. gern, probier es aus!!
      Man kann die Dinger auch einfrieren und sie sind dann wie frisch gebacken,
      lg

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  7. Plachutta war leider vollkommen ausgebucht - ich steh nicht gern Schlange zum Essen! Aber der Kapuziner sieht verführerisch aus.

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    1. tja, ohne vorheriges Reservieren geht dort leider nix..
      lg

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