Sonntag, 12. April 2026

12 von 12 im April und Garten

 

12 von 12 bedeutet 12 Bilder an jedem 12. Tag eines Monats (Dauerblogevent)


Wenn die Forsythienblüten vor dem Haus nicht so schön gelb leuchten würden, würde unser Tag im Waldviertel in Niederösterreich noch grauer beginnen. Der heutige 12. April 2026 ist mit seinen zarten Plusgraden nicht gerade ein Paradebeispiel für einen schönen Frühlingstag. Kann man nix machen, aber wenn es wenigstens regnen würde, da hätte die Natur auch was davon...

Vor einem Jahr sah es am 12 von 12-Tag anders aus: April 2025.



Wie schön, dass wir unseren Kachelofen haben und mehr als genug Holz in der Hütte. So genießen Herr Fliederbaum und ich einen gemeinsamen Sonntag-Vormittag mit gemütlich Frühstücken, mit Nichtstun (auf neudeutsch Relaxen) und ins Feuer schauen. 💗




Mein bewusst schlichter, minimalistischer "Osterbaum" (haha) kommt heute weg. Ich hänge den grünen Hasen, die Herzen und Ostereier von den wenigen Palmkatzerln ab. Die meiste Deko und Keramik, nicht nur für Ostern, habe ich bereits in eine Schachtel gepackt - die kommt demnächst zur Flohmarktsammlung vom örtlichen Lion´s Club. Ich mag nicht allzu viel Deko rumstehen und gebunkert haben...



Diese bemalten filigranen Ostereier für einen großen Osterbaum stammen noch aus meiner Kindheit, sie werden nicht mehr aufgehängt, aber weggeben will ich sie auch nicht. Habt ihr auch früher (oder jetzt noch) Eier ausgeblasen und bemalt?



Dann geht es den Narzissen in der Vase an den Kragen, sie sind eh schon ziemlich hinüber... Wir haben sie kürzlich beim Umgraben im Garten gerettet und ich habe sie einige Tage lang herinnen am Fensterbrett bewundert. Aber normalerweise lasse ich Blumen im Garten oder in der Natur, dort wo sie wachsen!



Die Narzissen sind auch draußen schon voll aufgeblüht. Die Tulpen daneben lassen sich noch Zeit.



Die Kaiserkrone zeigt sich blühbereit. Ich finde ja, sie ist eine seltsame Pflanze und sie ist mir auch nicht sonderlich sympathisch - kann man das von Pflanzen überhaupt sagen? Aber da die Kaiserkrone mehrjährig und winterhart ist, darf sie von mir aus bleiben.



Der Schlehdorn liegt mir dafür mehr am Herzen und ich freue mich, wenn er irgendwann Früchte tragen wird, die so schön säuerlich-herb schmecken. Dahinter sieht man, wie Teile des Gartens durch die Hausrenovierung noch "Wüste" sind. An Arbeit mangelt es uns nicht...



Auch den Kriecherlbaum (Wildpflaume, Mirabelle) mag ich gerne im Garten und erwarte sehnsüchtig seine Früchte zum Einkochen. Er ist jetzt fast schon verblüht und während ich ihn bewundere, regnen weiße Blüten auf mich herab wie Schnee.
Vor zwei Tagen war es ja tatsächlich Schnee, der bei uns in dicken Flocken gefallen, aber nicht liegen geblieben ist. Hoffentlich war es ein letztes Intermezzo. 



Apropos Kriecherl... nach einem schnellen kalten Mittagessen (aka Käsebrot) esse ich gerne noch ein Joghurt. Darüber kommt meine geliebte süß-säuerliche Kriecherlmarmelade vom Vorjahr. Sie ist mir zu flüssig geworden und passt daher in Joghurts oder Desserts ganz ausgezeichnet. Getoppt wird das Ganze mit selbstgemachtem Granola. Ich könnt mich reinlegen...




Am Nachmittag ist es ein bisschen wärmer draußen und wir machen einen langen Spaziergang "über die Felder", und lassen uns so richtig durchlüften. Tut so gut!



Auf einem Baum entdecke ich aufgehängte Maiskolben für die Vögel. Ist das nicht eine witzige, aber doch sehr logische Idee...? Nicht nur Gartenvogerl, auch Eichkatzerl (Eichhörnchen) mögen Maiskörner wahrscheinlich gerne. 


Später ziehe ich mich zum Abendessen-kochen in die Küche zurück und Herr Fliederbaum macht eine Flasche guten Weißwein auf. 



Pasta mit Zitronensauce - frei nach Reinhard Gerer*)

Zutaten für 2 Pers.:

200 g beliebige Pasta, zB. Tagliolini wie im Original, Spaghetti, Linguine etc...
50 g Butter
1 bio Zitrone, Zesten und Saft
1-2 EL Sauerrahm
1 Fingerhut Weißwein
Salz
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
optional 1 EL fein geriebener milder Parmesan

für obenauf:
schwarzer Pfeffer
roter Kaviar vom Lachs oder Forelle (hatte ich nicht, aber eine schöne heimische Räucherforelle!!)

Zubereitung:

Während die Pasta in reichlich Salzwasser al dente kocht, wird Butter in einer großen Pfanne aufgeschäumt. Die Zitronenzesten darin "anschmurgeln", also sehr sanft braten, bis ein schöner Duft aufsteigt.
Die Pfanne vom Herd nehmen, den Saft von 1/2 Zitrone beifügen und den Sauerrahm mit einer Gabel einrühren. Die tropfnasse Pasta, Salz, Pfeffer, Weißwein und bei Bedarf etwas vom Nudel-Kochwasser beifügen und alles gut vermischen.
Wer will, gibt noch den restlichen Zitronensaft dazu. Ich mag auch gerne wenig geriebenen Käse in dieser Mischung.
Die Zitronenpasta anrichten und den roten Kaviar, wenn vorhanden, oder alternativ die zerpflückte Räucherforelle darauf verteilen. Mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle bestreuen.


Ein sehr feines, elegantes Gericht, lasst es euch auch schmecken!


*) Heute am 12. April hätte Starkoch Reinhard Gerer aus Wien Geburtstag gehabt, er ist 2023 mit 70 Jahren verstorben.

Er war vor allem in den 1980 und 90-er Jahren Österreichs erfolgreichster Koch und Pionier, der den Weg für die heute zahlreichen österreichischen Spitzenköche geebnet hat. Der "große Gerer" hat die heimische Küche zeitgemäß verändert, mit der Nouvelle Cuisine verknüpft und Regionalität als einer der ersten "gepredigt". Bei ihm haben u.a. Andreas Wojta, Alex Fankhauser (die man beide vom TV kennt), Alex Kumptner (Küchenschlacht) oder der umtriebige Toni Mörwald gelernt.
(alles unbezahlte Werbung)



Herr Fliederbaum und ich trinken später noch ein (weiteres) Gläschen Wein heute an unserem Hochzeitstag. Aber vorher (zur Sicherheit😉) verlinke ich meinen Beitrag bei Caro vom Blog "Draußen nur Kännchen". Danke an Caro aus Hamburg fürs Sammeln der 12 von 12-Beiträge!


Liebe Grüße heute aus dem Waldviertel!




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