Wer mag Risotto noch so gerne wie ich? Bei Risotto denkt jeder sofort an Italien, wie bei Pizza, Pasta und Tiramisu... 😄
Risotto ist unglaublich vielseitig und wandelbar und mein 2. Beitrag zu Zorras Jubiläumsblogevent ist heute daher ein etwas anderes Risotto.
Die Heimat des Risottos ist der Norden Italiens, wo in der Po- Ebene die "Reiskammer" Europas liegt. Der Reisanbau benötigt aber viel Wasser und steht durch die extreme Trockenheit im heurigen Sommer vor einem Wandel hin zu anderen Sorten, veränderten Anbaumethoden, weniger Flächen etc.
Die italienischen Reissorten für Risotto, Carnaroli und Arborio, sind von der Dürrekrise besonders stark betroffen und werden wohl preislich weiter steigen. Es könnte sich also lohnen, sich beizeiten mit diesen klassischen Sorten aus Italien einzudecken...
Heute habe ich mich an Risotto alla pescatora orientiert, also nach Art der Fischer, die es allerdings mit diversen Meeresfrüchten und dementsprechendem Fischfond zubereiten bzw. anrichten. So ein Risotto genießt man am besten vor Ort! In einem Binnenland funktioniert die Sache mit regionalem Süßwasserfisch aber auch ganz gut.
Kräuter-Zitronen Risotto mit Karpfen-Fischfond
zum gebratenen Karpfenfilet
Zutaten für 2 Pers.:
ca. 200 g Risottoreis
ca. 500 ml heißer Karpfen-Fischfond
1 kleine helle Zwiebel, fein gewürfelt
1 Glas trockener Weißwein (Veltliner)
2 EL Olivenöl
30 g kalte Butter, in Würfeln
2 EL Parmesan, fein gerieben,
1 bio Zitrone, Abrieb und 1 Fingerhut Saft
Salz
Zwiebel in Öl anlaufen lassen, ohne Farbe nehmen zu lassen. Den Reis einrühren, so dass jedes Körnchen von Öl benetzt ist. Mit Wein ablöschen, kurz verkochen lassen und unter oftmaligem Rühren immer wieder mit heißem Fond aufgießen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Heute habe ich mich an Risotto alla pescatora orientiert, also nach Art der Fischer, die es allerdings mit diversen Meeresfrüchten und dementsprechendem Fischfond zubereiten bzw. anrichten. So ein Risotto genießt man am besten vor Ort! In einem Binnenland funktioniert die Sache mit regionalem Süßwasserfisch aber auch ganz gut.
| am zugefrorenen Teich - ein Winterbild zum Abkühlen! |
Ein großes Karpfenfilet aus einem der vielen Waldviertler Teiche wartete seit geraumer Zeit im Tiefkühler sowie Karkassen von einem ganzen Karpfen inklusive dem riesigen Kopf. Also zuerst einen Fond kochen, den man auch gut vorbereiten oder einfrieren kann.
Karpfenfond passt in ein schön cremiges Risotto mit frischen Kräutern und Zitrone ganz fantastisch. Dazu Stücke vom gebratenen Karpfenfilet und ein (zwei...) Gläschen vom selben guten Weißwein, mit dem man das Risotto abgelöscht hat.
Stichwort Fisch und Parmesan:
So wie schon bei der Räucherforelle für Carbonara (KLICK) passt geriebener Käse auch beim Karpfen geschmacklich und für die Bindung sehr gut! Geräucherte Forelle mit ihrem Raucharoma und der rustikale Karpfen bringen genügend eigenen Geschmack mit, der vom Käse nicht "erschlagen" wird oder untergeht!
So wie schon bei der Räucherforelle für Carbonara (KLICK) passt geriebener Käse auch beim Karpfen geschmacklich und für die Bindung sehr gut! Geräucherte Forelle mit ihrem Raucharoma und der rustikale Karpfen bringen genügend eigenen Geschmack mit, der vom Käse nicht "erschlagen" wird oder untergeht!
Kräuter-Zitronen Risotto mit Karpfen-Fischfond
zum gebratenen Karpfenfilet
Zutaten für 2 Pers.:
ca. 200 g Risottoreis
ca. 500 ml heißer Karpfen-Fischfond
1 kleine helle Zwiebel, fein gewürfelt
1 Glas trockener Weißwein (Veltliner)
2 EL Olivenöl
30 g kalte Butter, in Würfeln
2 EL Parmesan, fein gerieben,
1 bio Zitrone, Abrieb und 1 Fingerhut Saft
Salz
weißer Pfeffer
etwas frischer Dill und Petersil, gehackt
etwas frischer Dill und Petersil, gehackt
einige (Wald-) Heidelbeeren für Deko
Zubereitung:
Zubereitung:
Zwiebel in Öl anlaufen lassen, ohne Farbe nehmen zu lassen. Den Reis einrühren, so dass jedes Körnchen von Öl benetzt ist. Mit Wein ablöschen, kurz verkochen lassen und unter oftmaligem Rühren immer wieder mit heißem Fond aufgießen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Wenn der Reis al dente gegart ist, den Topf vom Herd nehmen und die kalte Butter, Zitronenabrieb und Saft, Parmesan und die Kräuter einrühren. Die Konsistenz wenn notwendig noch mit Suppe geschmeidig machen.
In der Zwischenzeit ist auch das Karpfenfilet gebraten. Dann kann beides angerichtet und obenauf mit Heidelbeeren bestreut werden, die auch geschmacklich einen Kick bringen!
Liebe Zorra, vielleicht habe ich dir jetzt Lust auf Risotto alla pescatora mit Meeresfrüchten machen können (da du an Karpfen wohl nicht herankommst).
Aber das Rezept ist ja das gleiche (abgesehen vom Käse). Denn ob man Fond aus den Karkassen vom Karpfen oder von Meeresfischen, Muschel- und Garnelenschalen macht, ist Jacke wie Hose... Auch die frischen Kräuter und die Zitrone passen für beide Varianten, nur eben der Käse und die Heidelbeeren nicht!😉
Risotto geht immer, finden wir! Nochmals happy Bloggeburtstag!
Liebe Grüße aus Wien!


Mich beschäftigt vor allem der Parmesan.
AntwortenLöschenBei Fisch gilt er gern als kulinarisches Fehlverhalten. Hier kommt er trotzdem ins Risotto – mit der schönen Begründung, dass der Karpfen kräftig genug ist, sich zu wehren.
Das überzeugt mich mehr als jede Regel. Denn wenn ein Stück Käse genügt, um einen Fisch geschmacklich verschwinden zu lassen, lag das Problem womöglich nicht beim Parmesan.
Vielleicht sollte man Kochverbote deshalb grundsätzlich so prüfen:
Hält das Gericht dagegen?
Wenn ja, darf der Käse bleiben. 🦌
Jaja, das Gericht hält dagegen ;-))
LöschenIch finde, beim Kochen (und Backen) darf es keine Verbote geben und alle dürfen Gerichte interpretieren, wie sie wollen. Nur sollte das Gericht dann nicht als authentisch, echt oder "richtig" beschrieben sein!
Das mit dem Käse und dem Fisch ist ein immerwährendes Streit-Thema. Aber ich glaube auch, wenn der Fisch dagegenhalten kann und es am Ende schmeckt, warum sollte man sich dann verrückt machen? Auch die Küche darf sich - wie alles im Leben - verändern und anpassen, nicht wahr? :-)))
AntwortenLöschenJedenfalls liebe ich Risotto, und dein Rezept hört sich sehr lecker an.
Das Foto lässt einem auch das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Liebe Grüße Maren
Genau, alles fließt, ist ständig im Wandel... und es ist gut so!
LöschenIch finde, Käse zu feinem Seefisch oder Muscheln etc. ist eh ein eigenes Kapitel. Seit ich den Beitrag geschrieben habe, habe ich wahnsinnig Lust auf einen kurzen Abstecher an die Adria...
Stimmt Risotto geht immer, wobei ich sagen muss, seit ich in Andalusien wohne, ist er mir im Sommer doch zu schwer. Betreffend Meeresfrüchte, iiih, bin nicht so der Fan. Aber ich könnte ja zu Bacalao (Kabeljau) greifen. Was meinst du?
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