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| 12 von 12 bedeutet 12 Bilder an jedem 12. Tag eines Monats (Dauerblogevent) |
Wenn die Forsythienblüten vor dem Haus nicht so schön gelb leuchten würden, würde unser Tag im Waldviertel in Niederösterreich noch grauer beginnen. Der heutige 12. April 2026 ist mit seinen zarten Plusgraden nicht gerade ein Paradebeispiel für einen schönen Frühlingstag. Kann man nix machen, aber wenn es wenigstens regnen würde, da hätte die Natur auch was davon...
Vor einem Jahr sah es am 12 von 12-Tag anders aus: April 2025.
Auch den Kriecherlbaum (Wildpflaume, Mirabelle) mag ich gerne im Garten und erwarte sehnsüchtig seine Früchte zum Einkochen. Er ist jetzt fast schon verblüht und während ich ihn bewundere, regnen weiße Blüten auf mich herab wie Schnee.
Vor zwei Tagen war es ja tatsächlich Schnee, der bei uns in dicken Flocken gefallen, aber nicht liegen geblieben ist. Hoffentlich war es ein letztes Intermezzo.
Später ziehe ich mich zum Abendessen-kochen in die Küche zurück und Herr Fliederbaum macht eine Flasche guten Weißwein auf.
Pasta mit Zitronensauce - frei nach Reinhard Gerer*)
Zutaten für 2 Pers.:
200 g beliebige Pasta, zB. Tagliolini wie im Original, Spaghetti, Linguine etc...
50 g Butter
1 bio Zitrone, Zesten und Saft
1-2 EL Sauerrahm
1 Fingerhut Weißwein
Salz
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
optional 1 EL fein geriebener milder Parmesan
für obenauf:
schwarzer Pfeffer
roter Kaviar vom Lachs oder Forelle (hatte ich nicht, aber eine schöne heimische Räucherforelle!!)
Zubereitung:
Während die Pasta in reichlich Salzwasser al dente kocht, wird Butter in einer großen Pfanne aufgeschäumt. Die Zitronenzesten darin "anschmurgeln", also sehr sanft braten, bis ein schöner Duft aufsteigt.
Die Pfanne vom Herd nehmen, den Saft von 1/2 Zitrone beifügen und den Sauerrahm mit einer Gabel einrühren. Die tropfnasse Pasta, Salz, Pfeffer, Weißwein und bei Bedarf etwas vom Nudel-Kochwasser beifügen und alles gut vermischen.
Wer will, gibt noch den restlichen Zitronensaft dazu. Ich mag auch gerne wenig geriebenen Käse in dieser Mischung.
Die Zitronenpasta anrichten und den roten Kaviar, wenn vorhanden, oder alternativ die zerpflückte Räucherforelle darauf verteilen. Mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle bestreuen.
Ein sehr feines, elegantes Gericht, lasst es euch auch schmecken!
*) Heute am 12. April hätte Starkoch Reinhard Gerer aus Wien Geburtstag gehabt, er ist 2023 mit 70 Jahren verstorben.
Er war vor allem in den 1980 und 90-er Jahren Österreichs erfolgreichster Koch und Pionier, der den Weg für die heute zahlreichen österreichischen Spitzenköche geebnet hat. Der "große Gerer" hat die heimische Küche zeitgemäß verändert, mit der Nouvelle Cuisine verknüpft und Regionalität als einer der ersten "gepredigt". Bei ihm haben u.a. Andreas Wojta, Alex Fankhauser (die man beide vom TV kennt), Alex Kumptner (Küchenschlacht) oder der umtriebige Toni Mörwald gelernt.
(alles unbezahlte Werbung)
Herr Fliederbaum und ich trinken später noch ein (weiteres) Gläschen Wein heute an unserem Hochzeitstag. Aber vorher (zur Sicherheit😉) verlinke ich meinen Beitrag bei Caro vom Blog "Draußen nur Kännchen". Danke an Caro aus Hamburg fürs Sammeln der 12 von 12-Beiträge!
Liebe Grüße heute aus dem Waldviertel!













Guten Morgen, liebe Friederike! Immer wieder merke ich, dass uns etliche Dinge verbinden: Pflanzen, die einem sympathisch bzw. unsympathisch sind, schlichte Deko, eine Vorliebe für Pasta in Zitronensauce etc.
AntwortenLöschenIch wünsche dir noch viele sonnige Frühlingstage in deinem schönen Garten!
Ich freue mich sehr über deinen Kommentar!!
LöschenHallo Friederike,
AntwortenLöschenbei Forsythien lese ich so oft, dass man sie rausnehmen soll, da sie für die heimische Tierart nutzlos sind. Sie produzieren weder Nektar noch Pollen und Insekten vergeuden Energie, da sie denken, da gibt's was. - Aber ich denke, man darf auch den Menschen nicht vergessen - und auch hier sind sie die ersten farbigen Frühlingsboten und tun der menschlichen Seele gut. Bei uns dürfen ein paar bleiben.
Auch danke für die anderen Fotos - von den Kriecherln haben wir noch eine große Menge eingefroren. Die Bäume haben es letztes Jahr übertrieben... Sonst sieht's im Waldviertel eh ähnlich aus wie bei uns; evtl. seid Ihr ein paar Tage weiter.
Liebe Grüße
Barbara
Ja, bei den Forsythien ist mir bewusst, dass sie für Insekten leider nichts bringen, daran hat man früher nicht gedacht. Der Strauch wächst seit Jahrzehnten vorm Haus und er blüht so schön üppig, gell... :-)) Bei neuen Pflanzen achte ich sehr darauf, dass sie bienen- und insektenfreundlich sind, denn mir macht ihr Sterben große Sorge. lg
LöschenDas geht mir genauso - aber die alten weghacken möchte ich halt auch nicht. Und wie Du schreibst, den Menschen darf's auch mal freuen.
LöschenNachträglich alles Gute zum Hochzeistag! Das hatte ich gestern überlesen; oft fliegt man leider ja nur schnell über die Beiträge...
😊
LöschenHallo Friederike,
AntwortenLöschenich mag Blumen auch lieber draußen, aber wenn ich aus Versehen eine Blüte abhacke, darf die schon mal in die Vase.
VG
Elke
Wie gerne ich deinen 12. des Monats mitlese ... deine Beschreibungen zaubern mir immer ein Lächeln ins Gesicht ♥
AntwortenLöschenDie gelb leuchtenden Forsythien erfreuen mich auch jedes Frühjahr wieder aufs Neue. Und bei der Kaiserkrone bin ich ganz bei dir, ich finde sie auch seltsam, so unproportioniert irgendwie. Dabei mag ich eigentlich orangefarbene Blüten. Und ich mag Kriecherl, die in meiner Familie Zipperla heißen. Leider hat der Baum der Großeltern und auch der im Garten der Eltern inzwischen das Zeitliche gesegnet, beide wurden nicht ersetzt. Um die säuerliche Marmelade tut es mir besonders leid. Schlehen hingegen mag ich nur in der Blüte ;-) Kachelofenwärme ist besonders angenehm, finde ich auch. Ich hoffe, auch im Waldviertel zieht dann so langsam etwas wärmeres Wetter ein.
AntwortenLöschenLiebe Grüße, heike