▼

Donnerstag, 5. November 2026

neulich in Leipzig

 



Nikolaikirche, bekannt für die Friedensgebete


das monumentale Völkerschlacht Denkmal






Neulich auf unserer kleinen Ostdeutschland-Reise im schönen und sympathischen Leipzig also... 


Foto vom Café,
links Leipziger Lerche, rechts Quarkkeulchen


... mussten wir natürlich auch kulinarisch probieren, was es dort so gibt!

Das warme Quarkkeulchen (Foto oben) im Café hat mir am Nachmittag so gut geschmeckt, dass ich es zu Hause unbedingt nachmachen musste. So einfach und so gut als süße Hauptspeise. Herzhaft mit Speck (dann aber ohne Zucker im Teig) sind sie offenbar auch üblich.

Leipziger Lerchen, also die berühmten Mürbteigtörtchen (hier leider oft mit allzu viel Marzipan und ziemlich süß), habe ich vor Jahren schon einmal selbst gebacken, aber mit einer Mandelfüllung.




Quarkkeulchen wie in Sachsen

Zutaten für ca. 8 flache Laibchen (für 2 hungrige Personen oder 4 Pers. als Dessert):

250 g Kartoffeln, mehlig kochend
125 g Topfen / Quark
25 g Mehl, nach Bedarf etwas mehr
10 g Zucker
1 kleiner Eidotter (S)
1 gute Prise Salz
1/2 Zitrone, Abrieb
Vanille
optional Rosinen (ich nicht)
-----

Mehl zum Wälzen der Laibchen
Butterschmalz oder Öl zum Ausbacken
Staubzucker und Zimt zum Bestreuen

Beilagen: zb. Apfelmus, Apfelkompott oder mit anderen Früchten, Vanillesauce, Schlagobers / Sahne, Eis... 

Rezeptquelle: Leipziger Stadtwerke

Zubereitung:

Die Kartoffeln kochen, schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Am besten kocht man ein bisschen mehr Kartoffeln, sodass am Ende 250 g "Kartoffelschnee" vorhanden ist. Diesen ausdampfen lassen und dann mit den restlichen Zutaten bis ---- mit der Hand rasch verkneten, der Teig soll nicht allzu weich sein.

Den Teig in 8 Teile teilen und rund formen. Ein bisschen rasten lassen und in der Zwischenzeit die Beilagen bereit stellen (zb. so wie ich eine Vanillesauce kochen, Apfelmus aus dem Keller holen etc.)

Im Original sind die Quarkkeulchen Handteller-groß und 1-2 Finger-dick, aber kleiner geformt sind sie schöner, oder?

Reichlich Butterschmalz / Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Teile mit der Hand zu flachen, runden Laibchen formen, in Mehl wälzen und langsam (wichtig, dass sie auch durchgegart sind!) beidseitig goldbraun ausbacken. Auf Küchenpapier entfetten und mit Zimtzucker bestreuen. Mit beliebigen Beilagen anrichten, Apfelmus sollte aber dabei sein!






mmhhhh!

Mit Vanillesauce und Apfel-Quittenmus fanden wir sie auch zu Hause sehr köstlich! Die wird es nun öfter geben und als Dessert kann man sich bei den süßen und fruchtigen Beilagen richtig "austoben"...




Was ich bisher auch nicht gewusst habe: die österreichischen Schwestern der Quarkkeulchen heißen Topfenreinkalan und kommen aus Kärnten!
Der Teig und die Form der Reinkalan sind ganz ähnlich. Man isst sie zwar wie in Sachsen süß mit Apfelmus, aber auch herzhaft mit Salat, Dip, Räucherlachs oder als Beilage zu zb. Lammragout...







Weimar


Erfurt



"Die köstlichste Bratwurst der Welt" laut Werbung (unbezahlt)...? Ja, die Thüringer Bratwurst in Weimar und Erfurt hat uns gut geschmeckt... aber das ist eine andere Geschichte! 






Hier in Bad Dürrenberg in Sachsen-Anhalt war mein persönliches Reise-Highlight - der Fundort des Grabes der Schamanin, die vor 9000 Jahren gelebt hat. Auch die Sonderausstellung im Museum in Halle an der Saale hat uns beeindruckt.



Dieses eigenartige Bauwerk ist das imposante "Gradierwerk" im Kurpark von Bad Dürrenberg, das früher zur Salzgewinnung gedient hat. Heute wird es nur mehr zur Inhalation der salzhaltigen Luft genutzt. Wart ihr schon dort?



Ostdeutschland ist echt eine (kleine) Reise wert und auch das Bahnfahren war unkompliziert, fanden wir, wir kommen wieder! 💚

Liebe Grüße aus Wien!






Sonntag, 1. November 2026

Allerheiligen Wanderung und Striezel

 


Irgendwer war heute schon hier im Wald und hat die Kerze angezündet...





Es war ganz still im schön herbstlichen Wald, nur Blätterrascheln und unsere eigenen Schritte waren zu hören, heute bei unserer Allerheiligen- bzw. Samhain-Wanderung. Das irische Wort Samhain bedeutet Sommer-Ende und jetzt ist der Sommer ja tatsächlich und auch spürbar vorbei.


"Wenn die Blätter fallen und der Sommer geht,
haucht Samhain uns den Atem des Winters ein."


Ui, der Winter kann mir noch eine Weile gestohlen bleiben. Trotzdem kommt jetzt die Zeit, wo man sich beim Heimkommen auf ein warmes Getränk freut (und etwas Gutes dazu...), besonders nach einer Wanderung!

So gehört für mich zu Allerheiligen (und Ostern) ein Striezel oder Zopf unbedingt dazu! Es gibt ja bereits sehr viele hier auf dem Blog, warum also jetzt noch einen? Weil der heutige Striezel wieder anders ist als die anderen und keine Germ / Hefe enthält. So ist er allgemein besser verträglich und schmecken tut er sowieso mindestens genauso gut wie alle anderen Zöpfe! 



Topfenstriezel
ohne Germ / Hefe

Zutaten für 2 Striezel / Zöpfe:

2 Eier (M)
110 g Zucker
Vanille
Zitronenabrieb
1 gute Prise Salz

250 g Topfen / Quark
6 EL Milch
125 ml Öl oder flüssige Butter (ich)

480 - 500 g Weizen- oder Vollkornmehl
1 P. Backpulver

1 Eidotter und
1 EL Milch zum Bestreichen
Hagelzucker

Zubereitung:

Die Eier mit Zucker und den Aromen mit dem Schneebesen der Küchenmaschine schaumig schlagen.

Mehl und Backpulver vermischt beifügen sowie die feuchten Zutaten. Einen geschmeidigen Teig kneten und mit der Hand noch einmal kurz durchkneten. Zwei Zöpfe flechten und auf ein Backblech (+ Papier) legen.

Der Teig kann sofort verarbeitet werden und benötigt auch kein zusätzliches Mehl zum Formen. Ich hatte leider nur mehr Vollkornmehle von Dinkel und Einkorn zu Hause und habe deshalb etwas weniger gebraucht. Es soll wie gesagt ein schön geschmeidiger Teig werden, daher Mehl lieber nach Bedarf verwenden. Der Teig ist aber total unkompliziert und lässt alles mit sich machen...

Die geflochtenen Striezel mit Eidotter-Milch bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. Im Backrohr bei 175°C ca. eine halbe Stunde backen. 



Frisch gebacken und unwiederstehlich gut!

Durch das Vollkornmehl wurden es bei mir dunkle Zöpfe (leider beim Backen ein bisschen aufgerissen), aber man kann noch warm darüber "herfallen", weil wie gesagt hefefrei!



Mit dem Ausblick auf die Rosenburg haben wir den Endpunkt unserer Allerheiligenwanderung erreicht, schön war´s! Geht ihr in der kalten Jahreszeit auch gerne wandern, so wie wir?



Halloween ist heuer auch schon wieder Geschichte...