Montag, 25. Mai 2015

Brennessel-Fladen zum Knabbern


Wenn ich in den Wald gehe, habe ich immer ein Paar Gartenhandschuhe dabei, denn es könnte ja sein, dass mir Brennesseln begegnen... Wie schön und gesund sie sind, davon habe ich hier einmal geschwärmt. Die frischen und obersten Bennesselblätter kommen bei mir mit Vorliebe in den Salat, ins Pesto, werden getrocknet, verschönern Suppen und Risotto... Heute habe ich sie für kleine Brotfladen, die man zur Suppe, zu einem Gläschen Wein oder einfach mit etwas Butter essen kann, verwendet:


Brennessel-Brotfladen mit Walnüssen
(10-12 Stück, Rezeptquelle)

Germ-/Hefeteig:

  • 100 g Dinkelmehl
  • 150 g Roggenmehl
  • 1 guter Teelöffel Salz
  • 5 Esslöffel Öl (Olivenöl oder Walnussöl)
  • 150 ml warmes Wasser
  • 1/2 Würfel frische Germ/Hefe
  • 1 Handvoll getrocknete Brennesselblätter zerkrümelt
Aus den Zutaten einen Germ-/Hefeteig abschlagen und zugedeckt gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. Dann auf einer bemehlten Unterlage mit den Händen sehr gut verkneten! Das Kneten ist wichtig, sonst werden keine flachen Dinger draus... 
Ein Backblech mit Backpapier belegen. Aus dem Teig ca. 10-12 Teiglinge zu Kugeln formen, flachdrücken und nebeneinander mit etwas Abstand auf das Blech legen. 

Jedes runde Keks belegen mit:
  • Brennesselblatt (alternativ Spinatblatt, Lindenblatt, Haselnussblatt...)
  • Walnusshälfte
  • mit Ei (oder Öl) gut bestreichen
  • mit grobem Meersalz bestreuen

Im vorgeheizten Rohr bei 180°C etwa 20 Minuten backen; auf die Walnüsse achten, sie sollen nicht zu dunkel werden. 


Fladen? Kekse? Minibrote?

Dazu passt ein Gläschen Wein oder eine pürierte feine Gemüsesuppe, die mit geschnittenen Brennesselblättern bestreut wird. Meine heutige gelbe Suppe war Restlverwertung aus Süßkartoffel, gelbem Paprika, roten Linsen, Knoblauch, Ingwer, püriert mit Creme fraiche.


Wenn man den Teig zuwenig durchknetet, gehen die Fladen zu sehr auf, so wie mein erster Versuch unten zeigt (das ist aber nur ein optisches Problem).




Das Rezept stammt ursprünglich von "Reginas wilde Weiber-Küche" (klick) aus dem Salzburger Land, sie bietet in einem alten Bauernhof auch Kochkurse an. Mir scheint, dass dort im Westen eine rege Frauen-kräuter-brotback- und wildpflanzenkundige-spirituelle Szene entstanden ist und ich schaue immer wieder gerne vorbei bei den tollen Frauen (hier, hier, hier...) und lasse mich inspirieren.  






Sonntag, 17. Mai 2015

Rhabarber-Curd und (keine sündige) Rhabarbertarte fürs Katerchen


nicht Kater Pauli.mann, das war Kater Karli,
der stille und phlegmatische Kater meiner Mutter

Am Samstag gibt es beim Katerchen immer eine tolle Bildergeschichte über das Leben mit ihrem schönen grauen Kater Pauli.mann. Die beiden unterhalten sich bestens miteinander, sie legt ihm witzige und gescheite Wörter in den Mund und die Bilder der Katze passen immer perfekt dazu. Als innige Katzenfreundin freue ich mich über jede neue Geschichte. Leider ist aus Platz-, Zeit- und vor allem Gartenmangel bei uns seit den Jahren mit meiner Romy keine Katze mehr eingezogen.

Da ich weiß, dass Pauli.manns Frauchen gern Rhabarber isst oder zumindest verkocht ;-) gibt es heute bei mir eine Tarte mit zweierlei Rhabarber:


Zuerst wird das Curd zubereitet, am besten am Vortag, es hält sich im Kühlschrank einige Zeit (theoretisch). Basis dieser Frucht-Butter-Eier-Creme ist eine säuerliche Fruchtsauce, klassisch ist das Lemon-Curd, aber mein Favorit ist neben diesem "neuen" Rhabarber-Curd das aus roten Ribiseln/Johannisbeeren (klick).



Rhabarber-Curd

  • 4 Stangen Rhabarber putzen und in kleine Stücke schneiden,
  • 2 EL Kristallzucker drüber geben, so dass der Rhabarber Flüssigkeit ziehen lassen kann. 
Den Rhabarber dann weich kochen, wenn nötig ganz wenig Wasser dazugeben, und dann mit dem Mixstab pürieren. Die Fruchtmasse war bei mir fein genug und musste nicht durch ein Sieb gestrichen werden. Wenn die Rhabarbersorte weniger säuerlich ist, kann man ein paar Spritzer Zitronensaft dazugeben.

Ein Wasserbad vorbereiten und die Fruchtsauce in einer passenden Schüssel mit
  • 140 - 150 g Kristallzucker und
  • 65 g Butter vermischen und langsam schmelzen lassen,
  • 2 Eidotter und 2 ganze Eier versprudeln, einrühren und unter ständigem Rühren eindicken lassen (das dauert einige Zeit!).
    Das fertige Curd dann in ausgekochte Gläschen leeren. 
wie verwenden?

Man kann das Rhabarber-Curd zum Beispiel AUF eine Mascarpone- (Joghurt-) Creme draufgeben oder auf das Kalifornische Dessert von neulich (siehe Pudding-Rettung) oder IN eine Mascarpone-Creme rühren so wie hier für diese Rhabarber-Tarte:



Rhababertarte mit Mascarpone-Rhabarber-Creme

Rhabarber:

  • 3-4 Stangen Rhabarber putzen und in Stücke schneiden, mit
  • 2 EL Zucker vermischen und einige Zeit ziehen lassen (ich lasse Rhabarber immer Flüssigkeit ziehen, bevor ich ihn weiter verwende), später abseihen und den Saft auffangen, er kommt in die Creme!


Boden:

  • 90 - 100 g Zucker
  • 200 g kalte Butter in Stücke geschnitten oder auf einer Reibe gerieben
  • 300 g Mehl
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
aus den Zutaten einen klassischen süßen Mürbteig kneten ("1-2-3-und ein Ei", d.h. 1 Teil Zucker, 2 Teile Butter, 3 Teile Mehl, beliebig erweiterbar oder reduzierbar). 
Wenn nötig einen Schuss kaltes Wasser dazugeben, dass der Teig nicht zu fest wird. Den Teig dann kühl rasten lassen, ausrollen und eine Tarteform und den Rand damit auskleiden. 

Für meine Tarte (Größe ca. 24 cm) habe ich heute nur die Hälfte des Teiges verwendet und den Rest für ein anderes Mal eingefroren. 

Das Backrohr auf 175/180°C vorheizen und den Boden etwa 15 Minuten blind backen (mit getrockneten Hülsenfrüchten drauf).

Creme:

  • 250 g Mascarpone mit
  • 150 g griechischem Joghurt verrühren und mit dem Rhabarbersaft (oben) süßen, 
  • ca. 4 EL Rhabarber-Curd einrühren und abschmecken (Likör?) 

Die Creme auf den vorgebackenen Boden verteilen, die abgeseihten Rhabarberstücke drüber geben und im Rohr ca. 30-35 Minuten fertig backen.



Auskühlen lassen und später drüber herfallen!
Leicht und beschwingt, leicht säuerlich, frisch! 
keine "Sünde", Katerchen ;-)


miau



Donnerstag, 14. Mai 2015

Gartentage auf Schlosshof und eine gar nicht barocke Rosenmarzipantorte


Tipp für dieses lange Wochenende (14.-17. Mai): es finden wieder die Gartentage auf Schlosshof in Niederösterreich statt!
Das Areal lag lange Zeit im Dornröschenschlaf und war im letzten Jahrhundert (Kriege, Eiserner Vorhang) von Verfall bedroht. Um die Jahrtausendwende kam auch die Wende für das Barockschloss und es wurde von Grund auf renoviert. Auch die Orangerie und den wunderbaren Barockgarten auf 7 Terrassen bis hinunter zum Grenzfluss (zur Slowakei) March hat man nach alten Plänen wieder weitgehend rekonstruieren können. Wenn man die früheren desolaten Zustände gesehen hat, ist es fast ein Wunder, wie schön alles geworden ist (Tipp für Ostösterreich-Besucher!).

Ein barocker Garten mit seinen wohlgeordneten geformten Pflanzen und den Gartenkunstwerken hat mit freier Natur ja nun nicht so viel zu tun, trotzdem schicke ich die Gartenbilder heute an Jutta, die jede Woche den "Natur-Donnerstag" begeht. Ich hoffe, das passt für dich ...



Die Bilder stammen auf den Tag genau von vor 2 Jahren von den Gartentagen 2013, 
dieses Mal gelangen mir keine schönen...
(das Gebäude unten rechts ist die riesige Orangerie)


die Hochhäuser im Hintergrund gehören zu Bratislava (Slowakei)




zur barocken Gartenkunst passt geschmacklich doch sehr gut eine leichte saftige (und daher gar nicht barocke)

Rosenmarzipantorte

Inspiration von hier

Creme: 
(die Mengenangabe für die Creme reicht für eine "große" Torte mit 26 cm Durchmesser)

  • 150 g Marzipan (im Original 200 g), das gut gekühlt sein soll, auf einer Reibe raspeln und beiseite stellen.
einen Pudding kochen aus:
  • 450 ml Orangensaft + Weißwein (halb-halb oder auch nur Saft verwenden) 
  • 110 g Zucker (ich nahm meinen Rosenzucker vom Vorjahr, bevor er sein ganzes Aroma verliert)
  • 35 g Stärkemehl (in wenig Flüssigkeit angerührt)
  • 2 Eidotter
in den noch heißen Pudding das geriebene Marzipan und 
  • 90 ml Rosenlikör dazugeben und mit einem Schneebesen gut verrühren, dass sich das Marzipan mit dem Pudding verbinden kann. Die Creme dann sehr gut auskühlen lassen. 


Biskuit:
das Biskuit von hier (klick) mit 5 Eiern für eine Tortenform von 26 cm Durchmesser backen. 

Ich habe heute hell/dunkel gebacken:
(für 2 Tortenformen von 18 cm Durchmesser, befetten, bemehlen)


  • 5 Eier
  • 250 g Zucker und
  • 5 EL kaltes Wasser     sehr gut schaumig schlagen, 
  • ca. 1/8 l Rapsöl einschlagen, 
  • 250 g Weizenmehl
  • 1 P. Weinstein-Backpulver mit dem Kochlöffel einmengen. 

Die Hälfte der Masse in die 1. Tortenform leeren. In den restlichen Teig einen schwachen Esslöffel echten Kakao mit einem Schuss Milch einrühren und in die 2. Tortenform leeren. 

Im vorgeheizten Rohr bei 175°C ca. 30 Minuten backen, Stäbchenprobe machen, auskühlen lassen, dann beide Torten jeweils horizontal 1x auseinander schneiden. 


Zusammenbauen:
Ich habe nur 1 hellen und 1 dunklen Boden verwendet und den Rest für einen späteren Zeitpunkt eingefroren. 
Mit einem Ausstecher aus jedem Boden einen Kreis ausstechen und gegengleich (hell/dunkel) zusammenfügen, die Böden mit einer Mischung aus Orangensaft + Rosenlikör tränken und mit Creme zusammensetzen. 


Die Torte außen ebenfalls mit Creme bestreichen und unbedingt ein paar Stunden gut kühlen und durchziehen lassen. 

sehr saftig, leicht, luftig! 
schmeckt ganz ganz wunderbar nach Rosen und sehr zart nach Marzipan

geschmacklich top, 
die äußere Form ist bei mir wie üblich verbesserungswürdig ;-) 


Marzipantiger raspeln mehr Marzipan in die Creme und andererseits glaube ich, wer Marzipan aber nicht so mag, wird diese Torte mögen...
Wer aber Rosenlikör bzw. den intensiven Rosengeschmack nicht möchte, könnte es mit Amaretto oder Weinbrand probieren.
Empfehlung!






Montag, 11. Mai 2015

Montagsschweinerei mit Pesto-Schweinsröllchen und Wein aus Hvar


Bei Sina Giftigeblonde und ihrem Montagsschweinerei-Dauerevent wollte ich schon lange einmal mitmachen... Kürzlich gab es hier Schwein und außerdem sollte das Gierschpesto weg und dieses hat sich dann als perfekter Begleiter zum Schweinefleisch herausgestellt.


Gefüllte Schweinsröllchen mit Gierschpesto und Speck, 
dazu Ofengemüse

Das Backrohr auf 175/180°C vorheizen

  • 1 (-2) Schweinsschnitzel pro Person ein bisschen klopfen, beidseitig salzen, pfeffern, 
  • mit wenig Zitronensaft beträufeln,
  • Gierschpesto (oder anderes nicht zu feines Pesto) großzügig draufstreichen,
  • Tiroler Speck (keinen mageren!) drauflegen und einrollen, mit einem Holz- oder Metallspießchen feststecken und 
  • in Olivenöl im (gusseisernen) Topf beidseitig kurz anbraten,
  • etwas Zitronensaft drüberträufeln,
  • Pesto auf die Röllchen streichen und 
  • mit Weißwein untergießen. 


Zugedeckt im Rohr etwa 1 Stunde schmoren lassen, zwischendurch die Flüssigkeit im Topf kontrollieren. Dann den Topf aus dem Ofen nehmen und rasten lassen; gleich das Ofengemüse (bei mir heute heurige/neue Erdäpfel mit Schale und grünen Spargel, gewürzt und mit Öl beträufelt) ins Rohr schieben.


heißß !! 
ein bisschen rustikal, sehr sehr köstlich!
etwas Pesto extra dazu reichen, schmatz!


Dazu hatten wir einen ebensolchen rustikalen süffigen Weißwein von der Insel Hvar (Kroatien), 
der noch nicht filtriert war und für uns frisch in Flaschen gefüllt und etikettiert wurde!





hier war der urige kleine und private Weinkeller in engen Gässchen von Vrboska auf Hvar,
der Besitzer vermietet auch Ferienwohnungen in einem Wäldchen oberhalb von Vrboska
(wir haben nicht dort gewohnt, aber es sieht nett aus, darum mache ich ein bisschen Werbung)


Hvar, wir kommen wieder...
und das Gericht wandert zu Sinas Montagsschweinereien


Samstag, 9. Mai 2015

Waldstaude-Reis-Schoko-Dessert ganz frühlingshaft



Wald... was??
Waldstaudekorn habe ich erst kürzlich entdeckt. Es ist eine alte Roggensorte mit kleinen Körnern und sehr langen Ähren; die Staude kann immerhin bis zu 3 m hoch werden. Man kann die dunklen Körner wie Reis kochen und verwenden, also für süß und für pikant und sie schmecken gut würzig und haben Biss.

Einmal hatten wir diesen Waldstaudereis als Beilage zu einem Gemüsetopf und heute wurde daraus ein frühlingshaftes Dessert:


Schokolade-Waldstaude-Reis, 
dazu Rhabarber und Erdbeeren


  • 150 g Waldstaudekorn in kaltem Wasser ein paar Stunden oder über Nacht einweichen, dann in einem Sieb mit kaltem Wasser spülen,
  • 400 ml Milch mit
  • 1 guter Prise Salz aufkochen und die Körner ca. 30 - 35 Minuten kochen, bis sie bissfest weich sind, dann den Herd abdrehen, nachquellen lassen und  
  • beliebigen Honig nach Geschmack einrühren (ich nahm 3 schwache EL von meinem flüssigen kroatischen Heidekraut-Honig)
  • geriebene Schokolade einrühren, ca. 4 EL bzw. je nachdem, wie intensiv schokoladig man es haben will (Ersatz gute Trinkschokolade) und den Reis in Schüsseln füllen. 



Im Original (hier), an das ich mich nicht ganz gehalten habe, wird dazu Bratapfel serviert. Ich finde, das ist ein Winteressen und daher gab es bei uns fruchtigen Rhabarber und frische Erdbeeren. 

Für das Kompott einfach Rhabarber in kleine Stücke schneiden, in einem Topf mit Kristallzucker bestreuen, aufkochen lassen. Dann mit etwas Zimt oder diesem Gewürz von Sonnentor bestreuen, mit wenig Weißwein ablöschen, wegstellen und zugedeckt ziehen lassen. Der Rhabarber ist schnell weich, auskühlen lassen und Erdbeerstückchen dazugeben und nochmals ziehen lassen. Die Früchte ohne Kompottsaft mit oder auf dem Reis servieren. 

absolute Empfehlung!

Rhabarber und Erdbeeren sind allein ja schon eine wunderbare Kombination und passen erst recht noch wunderbarer (!!) zum Schoko-Waldstaudereis, einfach perfekt!! Statt Waldstaudekorn könnte man genauso gut Emmer-, Einkorn-, Dinkel- oder eben "normalen" Reis verwenden. 

Voraussetzung für dieses gehaltvolle Dessert ist allerdings eine nicht allzu üppige Hauptspeise - wir hatten gebratenen Fisch, grünen Spargel... Mit Rhabarber und Erdbeeren habe ich somit meine Frühlingsfavoriten an einem Tag als Vorabend-Muttertagsessen genießen können!! 

Ich wünsche allen Müttern und Omas einen stressfreien Muttertag! Ich geh morgen in kleiner Frauenrunde bauchtanzen! Kennt ihr übrigens diesen entzückenden Film?




Mittwoch, 6. Mai 2015

wir retten den Puddeling: kalifornisches Dessert



Die heutige kulinarische "Rettungsaktion" von Sina Giftigeblonde trifft Pudding und Dessertcremen. Erst dachte ich an so komplizierte Puddings, die im Wasserbad gegart werden, aber bei Dessertcremen kann ich auch mitreden ;-) Und die schafft wohl jede/r und es ist wirklich nicht notwendig vermeintlich paradiesische Fertigprodukte mit allerlei dubiosen Inhaltsstoffen zu kaufen!

Bei mir gibt es heute DEN beliebten Dessertcreme-Klassiker aus meiner Schulzeit. Wir hatten nicht nur "normalen" Kochunterricht in Kleingruppen, sondern wurden auch manchmal für die Schul-Großküche eingeteilt, die das Mittagessen für die ganze Schule zubereitete - immerhin hatten wir mehrmals die Woche bis am Abend Unterricht... das war fast wie ein 40-Stundenjob ;-)

Diese süße Nachspeise gab es öfter und sie hat bei mir und wie ich weiß, auch bei Freundinnen überlebt (sonst wäre sie auch kein Klassiker, oder?)...


Kalifornisches Dessert

vereinfacht gesagt: ein feiner Vanillepudding mit Joghurt und Pfirsich-Sauce
(für 6 Personen)

Creme:

  • 2 Eiklar mit
  • 1 Prise Salz und
  • 1 EL Kristallzucker (ca. 25-30 g, im Original 50 g) steif schlagen und beiseite stellen.
einen Pudding kochen aus:
  • 3/8 l Milch (375 ml) 
  • 100 g Kristallzucker 
  • Mark einer Vanilleschote (die gab´s früher nicht so einfach zu kaufen, im Original steht daher 1 Packerl Vanillezucker)
  • 30 g Maizena Stärkemehl (in etwas Milch angerührt), dann den Herd abdrehen und 
  • 2 Eidotter einrühren, den Pudding in eine Schüssel umleeren und gleich den Eischnee einrühren. Kaltstellen. 
  • 250 ml Naturjoghurt in den erkalteten Pudding mischen, abschmecken (noch Zucker? oder ein Likörchen?) und in Gläser verteilen.

Fruchtschichte/Sauce: 
Nun käme laut Schulrezept eine Schicht aus pürierten dunkelorangen Dosenpfirsichen oben drauf, das schmeckt auch gut und wer will, köpft eine Dose und püriert die Pfirsichspalten, ABER: ich kaufe schon länger keine Konservendosen mehr und heimische Pfirsiche, Nektarinen oder Marillen haben derzeit nicht Saison.

Alternativen:
  • eine fruchtige Marillen- oder Pfirsichmarmelade mit etwas (Inländer-) Rum und event. mit warmem Wasser verrührt, um sie sauciger zu machen, 
  • pürierte eingelegte Früchte oder tiefgekühlte 
  • eine Mango pürieren, die passt geschmacklich auch 
  • (und wenn es ganz schnell gehen muss, dann für die Creme Vanille-Puddingpulver aus dem Packerl verwenden) lieber nicht ;-)
für obenauf nahm ich heute meine fruchtige und ziemlich flüssige Marillenmarmelade



Das Dessert heißt wahrscheinlich deshalb "kalifornisch", weil dort Pfirsiche im großen Stil angebaut werden (?), aber der Pfirsich-Staat in den USA ist eigentlich Georgia im Südosten, die haben den Pfirsich sogar auf den Autokennzeichen ;-)

Kühlschrank-Magnet mitgebracht einst aus dem Pfirsich-Bundesstaat


und wo wird heute sonst noch mitgerettet?

bei Sina gibt es HIER die ganz komplette und aktuelle Liste auch mit Nachzüglern

1x umrühren bittea aka kochtopf: http://www.kochtopf.me/einfache-schokoladencreme



Sonntag, 3. Mai 2015

"Friederike hoch drei" Töpfern, Kochen, Spargelquiche


Friederike aus Deutschland (klick) töpfert so wunderschöne Keramik wie die Backform oben!
Federica aus Italien (klick) ist eine tolle und fleißige Foodbloggerin und
ich, Friederike aus Österreich, verbinde uns heute alle drei... und backe in der Keramikform eine Spargelquiche, zu der ich mir die Anregungen hier geholt habe.



Spargelquiche
Torta salata con asparagi bianchi

(für eine kleine Form; meine hat 20 cm Länge)

die Form befetten und mit Topfen-Blätterteig von hier oder gekauftem Bio-Teig auslegen und die Ränder einkräuseln

Fülle:
  • 1 Bund weißen Spargel waschen, schälen und in Scheibchen schneiden, die Spitzen zur Seite geben. 
  • 1/2 Zwiebel in
  • Olivenöl glasig anlaufen lassen, 
  • die Spargelscheibchen dazugeben.
  • salzen, pfeffern und zugedeckt weich garen, dann in eine Schüssel umleeren,
  • 50 g Ziegenfrischkäse plus 
  • 50 g Mascarpone (im Original 100 g Robiola-Frischkäse) dazugeben und die Masse mit dem Mixstab pürieren,
  • 1 Ei hineinschlagen
  • etwas geriebener Parmesan (oder anderer Hartkäse), abschmecken.


Diese feine Spargelfülle auf den Boden leeren (der im Original mit Schinken belegt ist, aber den hatte der Junior bereits verkocht). Mit den Spargelspitzen belegen und mit wenig Käse bestreuen, nicht viel. Im vorgeheizten Rohr bei ca. 190°C ca. 30-40 Minuten backen. Dann etwas auskühlen lassen - die weiche Fülle zieht noch an.


wunderbar!!
Es hat sich die schöne Keramikbackform, mit der ich so eine Freude habe, und auch das feine und elegante Spargelrezept sehr bewährt!! Und Federica hat noch viele Rezepte auf Lager...


danke für das Herz und das Häuschen!


alle meine Schätze von der Töpferin Friederike, 
Seifenschale für die Willendorferin 


Samstag, 2. Mai 2015

Labyrinth-Tag und Swirl-Kuchen


Heute am ersten Samstag im Mai ist wieder der internationale Welt-Labyrinth-Tag. Der Gedanke dahinter ist, dass an diesem Tag um 13 h jeweiliger Ortszeit ("seid eins und geht um eins") möglichst viele Menschen weltweit in friedlicher Gesinnung ein Labyrinth begehen sollen... "to create a wave of peaceful energy".

Ich finde diese Initiative sehr schön und ich begehe sowieso sehr gern jedes Labyrinth, das sich mir anbietet - ein schönes vom Typ Chartres ist im Garten des Stiftes St. Lambrecht in der Steiermark:



hier gehe ich das Labyrinth ab im Sommer 2013
das ist so beruhigend!

Heute war ich um eins in Maria Enzersdorf südlich von Wien und habe ein kleines und eng mit Ziegelsteinen gelegtes Labyrinth vom Typ Chartres begangen (und leider den Fotoapparat vergessen).

Dazu oder eher danach zum Aufwärmen am heutigen trüben Samstag passt wunderbar ein "Swirl-Kuchen", er wurde so ähnlich, wie ihn Simone unlängst gebacken hat.


"Swirl-Kuchen"

Schokobiskuit:
  • 3 ganze Eier mit
  • 150 g Kristallzucker sehr gut schaumig schlagen, 
  • einen Schuss Rapsöl einschlagen und die vermischten trockenen Zutaten mit dem Kochlöffel einrühren:
  • 15 g echten ungesüßten Kakao,
  • 135 g Dinkelmehl (in Summe also 150 g)
  • 1/2 P. Weinstein-Backpulver

im vorgeheizten Rohr bei 175°C in einer vorbereiteten Tortenform eine knappe 1/2 Stunde backen, auskühlen lassen und mit Kirschen-Kompottsaft beträufeln.

Creme:
  • 1 Becher Mascarpone (500 g) verrühren mit 
  • 180 g Naturjoghurt
  • 50 g Zucker
  • Saft von 1/2 Zitrone
Die Creme auf den erkalteten Boden streichen. 

  • 2 EL Haselnusscreme aus dem Glas (ich habe halb Nutella und halb Maronencreme gemischt) 
  • mit etwas Milch (und Inländer-Rum) verrühren
Die dunkle süße Masse auf die helle frische Creme verteilen (eventuell einen Spritzsack verwenden) und mit einem Holzstäbchen oder Löffelstiel ein mehr oder weniger dekoratives Muster verzwirbeln. Dann mit ein paar Kompottkirschen behübschen. 

kein geordnetes Labyrinth, aber ein sehr köstlicher und verzwirbelter Kuchen 

locker, leicht, frisch!
Empfehlung!
und in einem Jahr am 1. Samstag im Mai ist wieder Welt-Labyrinth-Tag!
kennt wer ein besonders schönes Labyrinth?