Sonntag, 27. Oktober 2013

in weniger als einer Stunde...


...kann man von Wien aus der grauen und feuchten "Nebelsuppe" draußen und im sonnigen Gebirge sein!! 
Nichts wie hin, solange das derzeitige herbstliche Hochdruckwetter in den Bergen für angenehme warme Temperaturen und strahlenden Sonnenschein sorgt. 



unten im Tal liegt am Vormittag noch der Nebel, der sich aber bald auflösen wird





Es gibt noch Unmengen an Pilzen, aber leider nur solche, die nicht kenne ;-) 
Meine einzige Ausbeute waren diese 2 Eierschwammerl (Pfifferlinge)...


Es zahlt sich ja fast nicht aus, die Pfanne heiß zu machen, die Schwammerl kurz in Butter anzubraten und zwei Eier drüber zu schlagen... Aber gut war´s trotzdem! 


Dienstag, 22. Oktober 2013

12tel Blick im Oktober für Tabeas Fotoprojekt

Fotoprojekt bei Tabea Heinicker

Bis jetzt habe ich meine monatlichen Blicke aus dem Bürofenster noch nicht hergezeigt...
Dabei mache ich seit Jahresanfang jeden Monat immer so um den 20. herum ein Foto aus dem selben Blickwinkel.
Ich bin ganz begeistert, wie sich die Bäume im Monatsabstand verändern, jedes Monat sieht ein bisschen anders aus, manchmal weniger wie im Hochsommer und dann wieder ein großer "Sprung". .

Das sind 2 Oktober-Bilder. Es liegen nur 4 Tage zwischen den beiden Fotos und seht nur, wie sich der Riesenbaum rechts übers Wochenende verändert hat, von strahlend gold zu ziemlich braun.





Es ist mein fast täglicher Blick aus dem 3. Stock in den schönen Park eines Pensionistenheimes, leider habe ich noch nie jemand dort spazieren gehen oder auf einer Bank sitzen sehen. Nur der Gärtner stört manchmal mit dem Rasenmäher die Ruhe...

Hier sind meine Fotos von heuer, jedes Monat eines:

Jänner

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober


Schön, gell?
Jetzt muss ich die Seite nur noch verlinken, Tabea, das mache ich morgen...

Freitag, 18. Oktober 2013

Lesehunger mit himmlischen Träumen und Pfirsichtaschen von Vianne Rocher


Shermins Lesehunger-Dauerevent kennt ihr ja schon!
Und habt ihr "Chocolat" gesehen oder das Buch gelesen? Dann kennt ihr auch Vianne Rocher mit ihren Schokopralinen!

Shermin hat kürzlich welche hergestellt (hier) und wieder an den entzückenden Film erinnert - lang ist´s her und wart ihr damals auch "verzaubert" von der Geschichte? (Johnny Depp war auch noch eine Spur jünger!). Das Buch "Chocolat" weicht vom Film ein bisschen ab, denn dort ist es der Pfarrer (Monsieur le Curé), der Vianne das Leben schwer macht, aber ich fand es damals schon stimmiger und es hat mir auch gut gefallen.

Mittlerweile gibt es 2 Fortsetzungen von "Chocolat": "Himmlische Wunder" und "Himmlische Träume" von Joanne Harris. 
Sie sind bis jetzt irgendwie an mir "vorbeigegangen", aber nun habe ich das 3. Buch gelesen, das wieder im selben Ort Lansquenet spielt. Im englischen Original heißt es "Peaches for Monsieur le Curé", also Pfirsiche für den Pfarrer und das finde ich treffender als den nichtssagenden deutschen Titel "Himmlische Träume".


Vianne Rocher kehrt 8 Jahre später im Hochsommer an den (fiktiven) Ort Lansquenet am Fluss Tannes zurück und findet ihn verändert vor. Sie wohnt im Haus der verstorbenen Armande (die im Film so hinreißend von Judy Dench verkörpert wurde) und im Garten steht ein großer Baum mit den titelgebenden, reifen Pfirsichen. Mit dem Pfarrer (Monsieur le Curé) versteht sich Vianne und ihre Freundin Joséphine nun gar nicht schlecht. Am Fluss hat sich eine muslimische Siedlung mit Einwanderern aus Marokko ausgebreitet und Vianne freundet sich rasch mit ein paar maghrebinischen Frauen und Kindern an. Aber auch für Spannung ist gesorgt und der Wind beginnt zu wehen... 

(Vianne:)

Als ich am Tannes entlang wieder nach Hause ging, empfand ich die nächtliche Stille fast als bedrohlich. Grillen und Vögel waren verstummt, und selbst die Frösche quakten nicht mehr.

An solchen Abenden, sagen die Leute hier, fängt der Autan an zu wehen, le vent des fous, der Wind der Verrückten, der an den Fenstern rüttelt, das Getreide vertrocknen lässt und die Menschen am Schlafen hindert. Der Weiße Autan bringt trockene Hitze, der Schwarze Autan bringt Regen und Gewitter. Aber egal, welcher von beiden weht – auf jeden Fall stehen Veränderungen bevor.

Was will ich in Lansquenet? Wieder stellte ich mir diese Frage. Hat der Autan mich hierhergebracht? Und welcher wird es diesmal sein? Der Weiße Autan, der uns wach hält, oder der Schwarze, der uns in den Wahnsinn treibt?

Schön finde ich die Beschreibung und Auswirkungen der Winde. Dass ein Wind einen bestimmten Namen hat, ist bei uns gar nicht üblich, nur die Himmelsrichtung gibt ihm den Namen. Den Autan-Wind gibt es tatsächlich.


Immer wieder wird heiße Schokolade mit allen möglichen Gewürzen gekocht (Kardamom, Lavendel, Baldrian..) und natürlich stellt Vianne auch wieder Schokoladepralinen her und verschenkt sie. Von den reifen Pfirsichen im Garten kocht sie Unmengen an Marmelade und bäckt dann Pfirsichtaschen:  

(Vianne:)

„Komm zu mir“, schlug ich Josephine vor. „Wir trinken heiße Schokolade und reden. Hier können wir sowieso nichts tun.“

Also gingen wir zurück zu Armandes Haus. Ich kochte Schokolade mit Kardamom und schob ein Blech mit Pfirsichtaschen in den Herd, die nur 20 Minuten brauchten. Dafür verwendete ich die frisch eingekochte Marmelade und etwas Schlagsahne und Armagnac.

[...]

Ich kochte dann noch mehr heiße Schokolade, mit extra viel Zucker, Marshmallows und Sahne, und bald darauf saßen wir alle um Armandes zerkratzten Küchentisch herum, aßen, tranken und lachten, als würden wir schon immer hier wohnen und nicht erst seit zwei Wochen. 



Pfirsichtascherl 

Ich hatte noch Pfirsichmarmelade vom Vorjahr zu Hause und wollte diese Täschchen ausprobieren. Man braucht eigentlich kein Rezept, einfach nur:

  • Blätterteig oder noch besser Küchenschabes Topfenblätterteig ausrollen und in Quadrate schneiden,
  • zum Füllen: Pfirsichmarmelade parfümiert mit gutem Weinbrand und wer mag pro Täschchen ein Stückchen weiße Schokolade,
  • zuklappen, mit Ei betreichen und bei 180°C nicht lange backen, auskühlen lassen, so schmecken sie besser, 
  • mit Schlagobers/Sahne vielleicht obenauf behübschen (eher nicht in die Fülle geben)

mit Marmelade und weißer Schokolade füllen

gut, aber optisch nicht schön mit (fertigem) Blätterteig

diesmal mit (fertigem) Plunderteig

(das kleine Mädchen Maya zu ihrem Großvater:)

„Wir haben Pfirsichtaschen gebacken. Zaubertaschen, die dich gesund machen.“


Naja, "Zaubertaschen" waren meine nicht... aber trotzdem ganz gut...
Ich würde vielleicht eine intensivere Marmelade nehmen oder sie mischen, meine Pfirsiche waren zu mild. Vielleicht einen anderen Teig, aber welchen?

Nachtrag: Ich bin alles andere als zufrieden mit meinen Pfirsichtaschen, ich werde sie demnächst mit einem ganz anderen Teig backen (ich habe schon eine konkrete Idee) und verlinke es dann :-) 




Fazit zum Buch:
Das 3. Buch kommt an den Zauber von "Chocolat" nicht heran, ist aber trotzdem sehr nett zu lesen! Und es ist irgendwie ein Wiedersehen/Lesen mit alten Bekannten. 
Der Schluss ist etwas zu dramatisch geraten. 
Es werden auch Unterdrückung und Gewalt gegen Frauen in der muslimischen Gesellschaft thematisiert. Das finde ich grundsätzlich sehr wichtig und ich kann darüber auch richtig zornig werden. Aber ich finde, die Autorin hätte sich entscheiden sollen, entweder ein Märchen wie "Chocolat" zu schreiben, oder die ernsten Themen in ein eigenständiges neues Werk verpacken.


Der Beitrag ist für Shermins Lesehunger-Dauerevent. 


Edit:
Ich habe Roux (im Film ein sinnlicher Johnny Depp) gar nicht erwähnt, es gibt ihn noch, aber er kommt nicht mit Vianne nach Lansquenet mit....


Sonntag, 13. Oktober 2013

Birnen in Schokoladetarte

Gute Luise

Es ist eine Freude, an einem sonnigen Samstag im Herbst auf den Bauernmarkt zu gehen und die reifen Früchte und Gemüse zu sehen. Ich muss mich immer zurückhalten, dass ich mir nicht zu viel Gewicht zum Nachhause-Schleppen und nicht zu viel Arbeit am Wochenende "aufhalse"...

So habe ich mir nur blaue "Uhudler"-Trauben aus dem Burgenland für Frau Küchenschabes Gelee und diese kleinen süßen Birnen heimgetragen und des Juniors Lieblingstorte gebacken:


Birnen-Schokolade-Tarte

Sie besteht aus einem einfachen Mürbteigboden, auf den vorgedünstete Birnenstücke gelegt werden. Darüber kommt eine Schokoladeschicht nach dem "Blitzrezept für Schokotarte" von Sissy Sonnleitner aus Kötschach-Mauthen in Kärnten (ich glaube, ich habe es aus einer Zeitschrift).



Einen 1-2-3-Mürbteig (1 Teil Zucker, 2 Teile Butter, 3 Teile Mehl) kneten und kühl rasten lassen, dann ausrollen und eine befettete Tarte- oder Springform damit auslegen, einen Rand hochziehen.

  • 150 g Mehl
  • 100 kalte Butter
  • 50 Staubzucker
  • 1 Ei
  • eine Prise Salz


Aus beliebig vielen Birnen (geviertelt) mit sehr wenig Zucker, Zitronensaft und Wasser ein Kompott bereiten, aber die Früchte sollen knackig bleiben! Wenn es schöne Birnen sind, muss man sie nicht unbedingt schälen, ich habe sie dieses Mal mit Schale verwendet und es hat gepasst.
Die Birnen dann auf dem Mürbteigboden verteilen (und den Saft trinken).


Das Schokolade-Rezept kann auch für sich allein als Tarte gebacken werden!

  • 200 g Butter und 
  • 200 g gute Schokolade (zB. Lindt 70%) gemeinsam schmelzen und etwas abkühlen lassen.
  • 4 Eiklar zu steifem Schnee schlagen und beiseite stellen.
  • 4 Eidotter mit 
  • 100 g Staub-/Puderzucker schaumig schlagen, die flüssige Schokolademasse dazugeben und 
  • 2 Esslöffel Mehl und 
  • 1 Teelöffel Backpulver mit einem Kochlöffel einrühren, dann den Eischnee vorsichtig unterheben. 

Die Schokolademasse über die Birnen gießen und die Tarte im vorgeheizten Rohr bei 180/190°C rd. 40 Minuten backen. Nicht zu lange backen, die Masse muss die Stäbchenprobe nicht bestehen, sonst wird sie möglicherweise zu trocken. 

am 2. Tag ist fast alles verputzt...

Angelika Apfelthaler (The Dining Room, neu gestaltete tolle Homepage!!) bäckt ihre berühmte "Schokoladewolkentorte" nach einem ganz ähnlichen Rezept. Ihr Kochbuch habe ich schon einmal vorgestellt. 



Das war übrigens mehr oder weniger mein Samstag, Sina, die "giftige Blonde" hat ja gestern danach gefragt...
;-)





Montag, 7. Oktober 2013

Gratin aus Herbst-Paradeisern

herbstliche Gartenschätze im Körbchen

Die letzten Tomaten, die noch draußen auf den Stauden ausharren, werden jetzt im Oktober wohl nicht mehr schön reif und rot. Schon gar nicht in unserem Waldviertler Garten, wo es in der Nacht schon empfindlich abkühlen kann :-(

Ich freue mich aber über meine wenig schönen Schätze im Körbchen, denn ich kenne ein wunderbares Rezept für genau solche nicht einwandfreien und noch nicht ganz roten Herbst-Paradeiser. Es ist auch eine gute Verwertungsmöglichkeit, wenn man einmal "fad" schmeckende, nicht-aromatische Tomaten erwischt hat.

Das italienische Originalrezept stammt aus dem südlichen Apulien; hinter dem Blog stehen Daniela und Letizia aus dem wunderschönen Lecce. Ich habe es ein bisschen abgewandelt:


Gratin aus Herbst-Tomaten 

Die Garten-Paradeiser waschen, die schlechten oder zu grünen Stellen und den Strunk wegschneiden, halbieren oder vierteln (je nach Größe) und mit der Schnittfläche nach oben in eine ofenfeste geölte Form legen.

Dann nicht zu zaghaft würzen:
Salz (ordentlich), Pfeffer, getrocknete oder frische Kräuter (bei mir Oregano, im Original frische Petersilie) und eine Prise Zucker (hebt den Geschmack!).

Reichlich mit Semmelbröseln/Paniermehl bestreuen und geriebenen Käse (Parmesan oder Pecorino) obenauf streuen.

Mit Wasser untergießen, aber nur so viel nehmen, dass die Tomaten höchstens zu 1/3 im Wasser liegen, da sie selbst auch welches abgeben. Sonst bleibt die Sache am Ende zu flüssig.

Im vorgeheizten Rohr bei 180/190°C so lange überbacken, bis die meiste Flüssigkeit aufgesogen ist und die Tomaten gut braun gratiniert sind, Geduld, das dauert einige Zeit, mindestens 30-40 Minuten. Hin und wieder nachsehen, vor allem gegen Schluss, ob die Flüssigkeitsmenge noch stimmt.

Dann herausnehmen und etwas auskühlen lassen, es schmeckt lauwarm am besten und die entstandene „Soße“ dickt noch mehr ein. Gutes italienisches Brot toasten und genießen.

gewürzt und bereit fürs Backrohr

fertig gebacken und etwas ausgekühlt,
man sieht, wie die Sauce schön eingedickt ist

überbackene Köstlichkeit

Empfehlung! Es schmeckt derart köstlich, dass ich es sicher auch im Winter mit Glashaustomaten (heimische!) probieren werde, sogar diese müssten dadurch veredelt werden! 

Über grüne oder unreife Tomaten findet man Einiges im www. Einerseits enthalten sie den für Nachtschattengewächse typischen Giftstoff Solanin, der durch den Reifeprozess abgebaut wird. Andererseits gibt es genügend "Oma"-Rezepte mit eingelegten grünen Paradeisern, die besonders würzig schmecken sollen. Meist handelt es sich dabei aber um eine grüne Sorte. Also bitte auspassen und auf keinen Fall ganz unreife Tomaten verwenden. 

Unreife Tomaten – und nun?
Nicht in jedem Jahr bekommen die Tomatenpflanzen die Menge an Sonne, die sie benötigen. Während die Tage und Nächte langsam kühler werden, hängen noch viele unreife Früchte an der Pflanze. Die können Sie noch ernten. Sobald sich auf den Tomaten eine leichte Färbung abzeichnet, können Sie diese abpflücken. In der Küche oder im Hauswirtschaftsraum lassen Sie die Früchte einfach nachreifen.
Quelle: www.mein-gartenbuch.de/tomaten-im-kuebel/




Zierapferl
die sind reif geworden... 


Samstag, 5. Oktober 2013

Powidl aus dem Backrohr



Neulich an diesem strahlend sonnigen Herbsttag (aber stürmisch und eiskalt) fuhr ich übers Land durch kleine Dörfer in Niederösterreich. Oft werden jetzt am Straßenrand und in Hofeinfahrten das letzte Obst, Kürbisse in allen Größen oder Sturm (Federweißer?) angeboten. Und so kam ich zu sehr reifen Bio-Hauszwetschken, das sind diese kleinen und sehr aromatischen Bauernpflaumen, die eine ältere Bäuerin fast geschenkt hergab. Sie, die Früchte, waren schon ein bisschen verschrumpelt und weich, aber ungespritzt (und trotzdem wurmlos).

Entweder war ich durch die nette Begegnung oder die Sonne oder die reifen Früchte geblendet, jedenfalls hatte ich blauäugig dann 4 Körbchen im Auto... insgesamt viereinhalb Kilo Zwetschken, ohne mir groß Gedanken gemacht zu haben, was draus werden soll und wann...

Dann ist mir eingefallen... 4,5 kg Zwetschken, da war doch was... richtig, Shermin hat genau diese Menge zu Powidl verkocht und zwar im Backrohr!! Hier ist das Originalrezept.

"Echter" Powidl wird stundenlang am Herd gerührt - mir gefiel Shermins Vorgehensweise sehr und ich hab mich nicht ganz, aber mehr oder weniger daran gehalten:



Pseudo-Powidl aus dem Backrohr 


  • 4,5 kg Zwetschken/Bauernpflaumen (mit Kern gewogen), entkernen und in einem sehr großen Topf mit 
  • Kristallzucker bestreuen (nicht viel, nur leicht drüberstreuen! eventuell später nachsüßen, Shermin verwendet Akazienhonig), 
  • eventuell 1 Zimtstange und 
  • ca. 400 - 600 ml Wasser dazugeben und kochen, bis die Früchte weich sind. Dann mit dem Mixstab pürieren. 
Dieses Mus (siehe Foto oben) schmeckte schon sehr sehr köstlich.

Der nächste Schritt war eine logistische Herausforderung, nämlich diese Riesenmenge ins Backrohr zu bringen. Shermin schreibt von einem Bräter... nur einen??

Ich habe also das Rohr auf Umluft und 170°C vorgeheizt, habe ein tiefes Backblech mit Backpapier belegt und einen Teil des Muses darauf geleert (keine Sorge, das Papier hält!). Der 2. Teil vom Zwetschkenmus kam in einen großen Bräter und beides gleichzeitig ins Rohr.

Nun kann das Mus langsam bei fallender Temperatur (von 170° bis runter auf 120°C) in Ruhe eindicken, ab und zu rühren, aber man muss nicht ständig dabei stehen... Hin und wieder das Rohr öffnen und nachsehen, wie weit es ist... Zeitweise hatte ich einen Kochlöffel eingeklemmt, damit der Dampf entweichen kann.

Nach etwa 2 Stunden war das Zwetschkenmus schon schön eingedickt und so habe ich den Inhalt des Backbleches in den Bräter dazu geleert. Nach insgesamt 3 Stunden zu sehr später Stunde hatte ich genug und ich fand, dass der Powidl schon sehr gut und süß schmeckte! So füllte ich die heiße und dickliche Masse in sterilisierte Gläschen.

links etwas Mus, rechts eingedickte Masse nach 3 Stunden im Rohr

Ausbeute: rd. 2 kg Powidl aus 4,5 kg Zwetschken
die Farbe stimmt nicht ganz, in natura ist es dunkler


Mir ist es im Übrigen völlig powidl, ob das nun ein "richtiger" Powidl ist oder nicht, schmecken muss es!
Und das tut es!


Farblich passt das Gartenbild dazu:

herbstliche Hortensie